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Akkordeon lernen: 7 Tipps + 4 Empfehlungen zum Kauf

Akkordeon lernen

Egal ob du Rock-, Pop- oder Volksmusik machen möchtest – mit dem Akkordeon bist du flexibel. Wir klären dich über das Instrument auf und geben praktische Tipps zum Akkordeon lernen. Außerdem erfährst du, worauf du beim Kauf achten solltest.

Wissenswertes über das Akkordeon

Das Akkordeon ist ein sogenanntes Handzuginstrument. Den Ton erzeugst du durch Schwingungsanregung der Luft. Dazu ziehst du die beiden Enden des Instruments auseinander und führst sie kurz darauf wieder zusammen. Verwandt ist das Instrument mit dem Harmonium. Das ist ein Tasteninstrument mit Pedalen. Das Akkordeon existiert circa seit dem Beginn des 19. Jahrhunderts und war früher vor allem in Europa und Nordamerika beliebt.

Aufbau des Akkordeons

Ein Akkordeon ist aus drei Hauptbestandteilen aufgebaut, dem sogenannten Diskantteil, dem Bassteil und dem Faltbalg. Der Diskantteil befindet sich auf der rechten Seite und besteht je nach Modell aus Tasten oder Knöpfen. Darauf spielst du die Melodie. Den Bassteil findest du auf der linken Seite des Instruments. Damit spielst du Basstöne und begleitest dich selbst. Die Knöpfe sind nebeneinander und in mehreren Reihen platziert. Die beiden Teile werden in der Mitte durch den Faltbalg verbunden. Mit dem Balg erzeugst du den Luftstrom für die Töne. Beim Auseinander- und Zusammenziehen entsteht ein Druck, der die Stimmpfeifen im Inneren des Instruments in Schwingung versetzt.

Akkordeon: Diese Arten gibt es

Akkordeon lernen: Diese Arten gibt es

Akkordeons gibt es in sehr vielen verschiedenen Größen und Ausführungen. Nicht alle Instrumente sind aus den gleichen Materialien hergestellt. Einige sind aufwendig verziert, andere eher funktional aufgebaut. Es gibt aber auch grundlegende Unterschiede im Aufbau, die die einzelnen Arten des Akkordeons ausmachen. So existieren Exemplare, die ausschließlich Knöpfe haben, bei anderen spielst du auf der rechten Seite auf Klaviertasten.

Die verschiedenen Arten des Instruments unterscheiden sich darüber hinaus in Bezug auf ihren Klang, die Register und die Stimmstöcke. Was es damit auf sich hat und welche Arten es gibt, erklären wir im Folgenden.

Tastenakkordeon

Du erkennst auf den ersten Blick, ob du es mit einem Tasten- oder mit einem Knopfakkordeon zutun hast. Betrachte das Instrument einfach von vorne und schaue dir die rechte Seite genau an. Befinden sich dort schwarze und weiße Tasten, handelt es sich eindeutig um ein Tastenakkordeon. Diese Art des Akkordeons ist immer gleichtönig. Das bedeutet, dass beim Auseinanderziehen und Zusammendrücken der gleiche Ton entsteht. Zudem basieren Tastenakkordeons auf der chromatischen Tonleiter, die aus einer Abfolge von zwölf Halbtonschritten besteht.

Diatonisches Knopfakkordeon

Ein Knopfakkordeon hat keine Tasten

Diese Akkordeonart hat keine Tasten, sondern Knöpfe auf beiden Seiten. Wie viele Knopfreihen es gibt und wie viele Knöpfe sich in einer Reihe befinden, hängt vom individuellen Instrument ab. So gibt es einreihige, zweireihige, dreireihige und sogar vierreihige Bauweisen.

Der Zusatz “diatonisch” vor dem Ausdruck Knopfakkordeon beschreibt die Tonleiter, auf der das Akkordeon basiert. Dabei handelt es sich um die diatonische Tonleiter. Diese Tonleiter ist in der Regel in sieben Stufen gegliedert und bestehen aus Halb- und Ganztönen. Tipps zum Noten lernen gibt es hier. Ist das Instrument zudem wechseltönig, bedeutet das, dass beim Auseinanderziehen und Zusammendrücken jeweils ein anderer Ton entsteht.

Chromatisches Knopfakkordeon

Das chromatische Knopfakkordeon ist von der äußeren Erscheinung ähnlich aufgebaut wie das diatonische Exemplar. Es hat also ebenfalls keine Tasten, sondern Knöpfe. Allerdings basiert es auf der chromatischen Tonleiter, die aus einer Abfolge von zwölf Halbtonschritten bestehen. Die meisten Exemplare sind gleichtönig. Du erzeugst beim Auseinanderziehen und Zusammendrücken derselben Taste also den gleichen Ton.

Concertina

Die sogenannte Concertina kriegst du heute eher selten zu Gesicht. Im Grund genommen handelt es sich dabei auch gar nicht um ein Akkordeon. Drückst du einen Knopf, erzeugst du nämlich nur einen einzigen Ton. Das Instrument zählt aber zu den Akkordeons, weil es sich dabei um ein Handzuginstrument handelt, bei dem du Töne über Stimmzungen erzeugst.

Auf einer Concertina kannst du dich beim Spielen nicht selbst begleiten, wie auf dem Akkordeon. Stattdessen spielst du entweder eine Melodie oder eine Begleitung. Die Anordnung der Töne fällt je nach Exemplar ganz unterschiedlich aus. Concertinas gibt es in chromatischer und diatonischer Ausführung. Zudem können sie gleichtönig oder wechseltönig sein.

Tipps zum Akkordeon lernen

Tipps zum Akkordeon lernen

Entscheidest du dich dafür, Akkordeon zu lernen, wirst du mit Sicherheit eine Menge Spaß dabei haben. Zu Beginn brauchst du aber viel Motivation und ein gutes Zeitmanagement. Das gilt nicht nur für das Akkordeon lernen, sondern für jeden Instruments. Tipps zum effektiven Lernen findest du hier.

Hast du dich einmal mit dem Akkordeon vertraut gemacht und einige Anfangsschwierigkeiten überwunden, fällt dir das Spielen schon bald leicht. Mit genug Geduld und Durchhaltevermögen spielst du schon nach kurzer Zeit erste Musikstücke auf dem Akkordeon.

Dein Erfolg hängt auch davon ab, ob du musikalische Vorerfahrung mitbringst. Wenn du noch nie ein Instrument in der Hand hattest und keine Noten lesen kannst, brauchst du in jedem Fall länger als erfahrene Musiker. Dir fehlen in einem solchen Fall nämlich musikalische Grundkenntnisse und Automatismen.

Hast du hingegen Erfahrung mit einem Tasteninstrument wie dem Klavier ( Tipps zum Klavier lernen gibt es hier), fällt dir das Erlernen des Tastenakkordeons besonders leicht. In einem solchen Fall weißt du, wie das Spielen auf Tasteninstrumenten funktioniert und bringst eine gewisse Fingerfertigkeit mit. Das ist für das Akkordeon spielen durchaus wichtig. Es ist immer eine gute Idee, Unterricht bei einem Lehrer zu nehmen. Möchtest du es dennoch erst einmal selbst versuchen, haben wir hier ein paar Tipps für dich zusammengestellt, die dir das Akkordeon lernen vereinfachen

Körperhaltung lernen

Richtige Haltung ist wichtig

Die Haltung ist sehr wichtig für ein erfolgreiches Spiel. Setze dich bequem auf einen Stuhl. Deine Beine sollten den Boden berühren. Platziere das Akkordeon mittig auf deinen Oberschenkeln und lege dir die Tragegurte um die Schultern. Mit der linken Hand schlüpfst du unter dem Gurt hindurch, um die Bassknöpfe zu betätigen. Mit der rechten Hand bedienst du die Tasten oder ebenfalls Knöpfe, je nachdem welches Instrument zu nutzt.

Achte darauf, dass die Gurte nicht zu eng oder zu locker sind. Wichtig ist, dass du dich beim Spielen wohlfühlst. Im Stehen zu spielen ist übrigens deutlich anstrengender, denn ein Akkordeon ist ganz schön schwer. Das solltest du erst ausprobieren, wenn du ein bisschen Erfahrung im Sitzen gesammelt hast.

Hand- und Armhaltung lernen

Ebenso wichtig wie deine Körperhaltung ist das, was du mit deinen Händen und Armen machst. Hast du das Instrument richtig vor dir platziert, hältst du deine rechte Hand parallel zur Tastatur beziehungsweise zu den Knöpfen. Achte darauf, dass du dein Handgelenk nicht beugst oder einknickst. Den Arm behältst du dabei möglichst nah am Körper.

Deine linke Hand betätigt nicht nur die Bassknöpfe, sondern auch den Balg. Stecke deine linke Hand durch den Gurt, um deinen Unterarm und das Handgelenk zu stabilisieren. Mit der linken Hand betätigst du den Luftknopf. So kann Luft in den Balg strömen.

Töne suchen

Töne suchen auf dem Akkordeon

Zu Beginn ist es sinnvoll, wenn du dich in Ruhe auf dem Instrument orientierst. Weißt du erst einmal, wo sich welche Töne befinden, fällt es dir später viel leichter, neue Stücke zu lernen. Beginne dazu mit der linken Hand und den Basstönen. Zuallererst suchst du die Taste “c”. Auf vielen Instrumenten ist dieser Knopf zur Kennzeichnung leicht versenkt angebracht. Die Taste drückst du kurz herunter und hebst deinen Finger danach gleich wieder hoch.

Damit der Ton erklingt, musst du vorher den Balg öffnen und hin und her bewegen. Taste dich langsam vor und lerne die verschiedenen Töne kennen. Das Gleiche probierst du danach auf der rechten Seite aus. Hast du eine Tastatur, findest du das “c” darauf links von zwei schwarzen Tasten.

Tonleitern üben

Hast du dich ein bisschen auf deinem Instrument zurechtgefunden, kannst du versuchen, Tonleitern zu üben. Das macht nicht immer Spaß, ist aber eine wichtige Grundlage zum Erlernen von Stücken. Arbeite dich dabei langsam vor und spiele sowohl mit deiner linken als auch mit deiner rechten Hand Tonleitern. Probiere dazu einfach aus, mit welchen Fingern du welche Tasten am besten herunterdrückst.

Akkorde lernen

In der Regel begleitest du dein Melodiespiel selbst mit Akkorden. Dazu bringst du gleichzeitig mehrere Töne zum Erklingen. Zwei gleichzeitig klingende Töne werden Zweiklang genannt, drei gleichzeitig klingende Töne Dreiklang. Auf dem Akkordeon kannst du eine ganze Menge Akkorde spielen. Doch nicht alle Töne passen zueinander. Du musst die richtigen auswählen und die passenden Knöpfe drücken.

Ein Akkord besteht immer aus dem ersten, dritten und fünften Ton einer Tonleiter. Es gibt vier verschiedene Akkordtypen, nämlich:

  • Dur
  • Moll
  • Vermindert
  • Übermäßig

Der Dur-Akkord setzt sich zuerst aus vier und dann aus drei Halbtonschritten nach oben zusammen. Beim Moll-Akkord ist es genau umgekehrt, also erst drei und dann vier Halbtonschritte nach oben. Der verminderte Akkord hat zweimal drei Schritte, der übermäßige Akkord zweimal vier. Merke dir die Halbtonschritte und probiere dann selbstständig unterschiedliche Tonkombinationen aus.

Regelmäßig üben

Wer Akkordeon lernen will, braucht Geduld

Um das Üben kommst du beim Akkordeon lernen nicht herum. Fortschritte machst du nur, wenn du regelmäßig spielst. Nur dann lernst du das Instrument richtig kennen und findest dich ohne Probleme darauf zurecht. Zu Beginn musst du nicht länger als eine halbe Stunde pro Tag einplanen. Diese Zeit reicht aus, um Spielprozesse allmählich zu automatisieren.

Beim Üben solltest du stets viel Geduld haben und dich von Fehlern nicht entmutigen lassen. Weißt du einmal, welche Note welchem Knopf beziehungsweise welcher Taste entspricht, macht das Spielen großen Spaß.

Nicht zu hohe Ansprüche haben

Erwarte nicht, dass dir von Anfang an alles gelingt. Du brauchst eine gewisse Zeit, um das Instrument kennenzulernen und dich darauf zurechtzufinden. Sei also nicht traurig, wenn du zu Beginn noch einige Fehler machst. Das ist völlig normal.

Akkordeon kaufen

Tipps zum Akkordeon kaufen

Damit du mit dem Akkordeon spielen beginnen kannst, brauchst du natürlich ein Instrument. Je nachdem, welches Instrument dir zusagt, musst du dafür ganz schön tief in die Tasche greifen. Daher übst du am besten erst einmal auf einem Leihinstrument. Entscheidest du dich später für einen Kauf, gibt es einiges zu beachten. Die Preisunterschiede der Instrumente sind gewaltig. Für Anfänger gibt es günstige Modelle, die im Klang und der Verarbeitung aber nicht immer überzeugen.

Am besten probierst du verschiedene Instrumente aus, bevor du dich für eins entscheidest. So hast du die Möglichkeit dich von der Klangqualität zu überzeugen und zu prüfen, wie sich das Instrument in deinen Händen anfühlt. Bist du dir unsicher, welches Akkordeon für deine Zwecke am besten geeignet ist, lässt du dich in einem Musikladen beraten. Falls du einen Akkordeon-Spieler persönlich kennst, solltest du dich von ihm in den Laden begleiten lassen.

Möchtest du im Internet ein Akkordeon kaufen, achtest du am besten darauf, dass du das Instrument zurückgeben kannst. So hast du die Möglichkeit, gleich mehrere Instrumente zum Ausprobieren zu bestellen. Kaufe niemals blindlings ein Instrument, sondern spiele vorher einmal darauf. Tust du das nicht, bist du im Nachhinein womöglich enttäuscht. Im Folgenden erklären wir, worauf du beim Kauf eines Akkordeons achten solltest.

Entscheide dich für eine Akkordeon-Art

Akkordeon ist nicht gleich Akkordeon. Es gibt verschiedene Arten des Instruments, die ganz unterschiedlich klingen und gespielt werden. Die Meinungen, welche Akkordeon-Art am besten ist und den schönsten Klang hat, gehen auseinander.

Für Anfänger eignen sich Tastenakkordeons besonders gut, da sie gerade zu Beginn leichter zu bedienen sind. Hast du ein bisschen Erfahrung gesammelt, kannst du immer noch auf ein Knopfakkordeon umsteigen. Dennoch gibt es immer Ausnahmen. Am besten probierst du verschiedene Arten aus und entscheidest dich im Anschluss für das Instrument, mit dem du am besten zurechtkommst.

Wähle die richtige Größe

Kinder lernen schneller auf kleineren Modellen

Es gibt Akkordeons in unterschiedlichen Größen. Achte beim Kauf unbedingt darauf, dass das Instrument nicht zu groß oder zu klein für dich ist. Passt die Größe nicht, fällt dir das Spielen viel schwerer und du fühlst dich nicht wohl dabei. Die Größe des Akkordeons hat nicht nur Einfluss auf den Tonumfang, sondern auch auf die Maße und das Gewicht.

Die Größe bestimmst du an Hand der Anzahl der Bassknöpfe auf der einen Seite und der Tasten beziehungsweise Knöpfe auf der anderen. Für Anfänger eignen sich Instrumente mit 72 Bassknöpfen besonders gut. Kinder spielen am besten auf einem Exemplar mit 40 oder 48 Bassknöpfen.

Behalte die Kosten im Blick

Je nachdem, für welche Art und welchen Hersteller du dich entscheidest, kostet dein Akkordeon unterschiedlich viel. Denke beim Kauf nicht nur ans Geld sparen, da dir mit einem billigen Instrument schnell die Lust am Spielen vergeht. Bist du unsicher, welches Modell zu dir passt, lässt du dich in einem Musikgeschäft beraten. Dann gibst du nicht unnötig Geld aus und hast Freude beim Spielen.

Probiere das Instrument aus

Vor einem Kauf solltest du unbedingt auf dem Akkordeon spielen. Jedes Instrument klingt anders und fühlt sich anders an. Kennst du die unterschiedlichen Klänge noch nicht, hörst du dir Klangbeispiele an. In einem Musikgeschäft hast du die Möglichkeit, mehrere Instrumente zu testen und dich im Anschluss für ein Modell zu entscheiden.

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