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Klarinette lernen: 8 Tipps + 3 Empfehlungen zum Kauf

Klarinette lernen

Die Klarinette ist in der Klassik und im Jazz zu Hause. Egal ob du in einem Orchester oder einer Band spielen möchtest – du wirst viel Spaß mit dem Instrument haben. Wir erklären, wie dir der Einstieg gelingt und geben Tipps zum Kauf der eigenen Klarinette.

Wissenswertes über die Klarinette

Wissenswertes über die Klarinette

Die Klarinette ist ein Holzblasinstrument, dass du besonders häufig in Orchestern siehst. Aber auch in verschiedenen Jazz-Bands kommt die Klarinette immer wieder zum Einsatz. Du erzeugst damit viele verschiedene Töne. Der Tonumfang ist sehr groß und erstreckt sich über drei Oktaven. Das Blasinstrument ist eng mit dem Saxophon verwandt, das ganz ähnlich gespielt wird. Kannst du Saxophon spielen, fällt dir der Umstieg auf die Klarinette mit Sicherheit sehr leicht. Tipps zum Saxophon spielen gibt es hier.

Genau wie das Saxophon, ist auch die Klarinette ein transponierendes Instrument. Das bedeutet, es erklingt ein anderer Ton als der, den du spielst. Spielst du zum Beispiel ein "c", klingt ein "b". Im Zusammenspiel mit anderen Musikern musst du das unbedingt beachten, damit sich die Stücke nicht falsch anhören.

Der Name des Instruments ist von "clarinetto" abgeleitet. Das heißt kleine Trompete. Es gibt unterschiedliche Klarinetten-Arten in verschiedenen Größen. Das meistgespielte Exemplar ist die sogenannte B-Klarinette. Hin und wieder hörst du vielleicht auch mal den Begriff Sopranklarinette. Es gibt aber auch eine A-Klarinette, besonders hohe Klarinetten, wie die Es-Klarinette oder tiefe Exemplare wie die Bass-Klarinetten. Als Anfänger solltest du dich zunächst für eine B- oder eine A-Klarinette entscheiden. Hast du ein bisschen Erfahrung gesammelt, kannst du immer noch umsteigen.

Aufbau der Klarinette

Die Klarinette ist aus vielen verschiedenen Teilen aufgebaut. Am besten lernst du gleich zu Beginn alle Einzelteile kennen. Dann fällt es dir später leichter, darauf zu spielen. Wichtig zur Klangerzeugung ist das Mundstück beziehungsweise der Schnabel. Darauf befestigst du das Rohrblatt.

Zwischen Mund- und Oberstück der Klarinette findest du die Birne. Das ist ein Verbindungsstück, mit dem du die Tonhöhe anpasst. Je kürzer die Birne, desto höher der Ton. Es folgen Oberstück und Unterstück. Beide haben auf der Vorderseite Tonlöcher und Klappen. Merke dir, dass du die Mechanik des Oberstücks immer mit deiner linken Hand greifst. Das Unterstück bedienst du mit der rechten Hand. Am hinteren Teil des Unterstücks gibt es außerdem einen Halter für deinen Daumen. Mit dem Daumen deiner rechten Hand stabilisierst du nämlich das Instrument. Ganz unten an der Klarinette befindet sich der sogenannte Schallbecher, der den Klang des Instruments zusätzlich verstärkt.

Je nachdem, welche Klarinette du spielst, hast du es mit unterschiedlichen Klappensystemen zu tun. Zum Spielen der deutschen Klarinette gibt es eine andere Griffweise als zum Spielen der französischen Klarinette (auch: Boehm-Klarinette). Die Modelle unterscheiden sich nicht nur in Bezug auf die Grifftechnik, sondern auch in ihrem Klang.

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Tipps zum Klarinette lernen

Tipps zum Klarinette lernen

Möchtest du Klarinette oder ein anderes Musikinstrument lernen (Tipps zum Querflöte, Geige oder Klavier spielen gibt es hier), brauchst du eine Menge Motivation und ein gutes Zeitmanagement. Bis du herausgefunden hast, wie du das Instrument am besten hältst und wie du saubere Töne erzeugst, vergeht nämlich eine ganze Weile. Hast du den Dreh raus, machst das Spielen aber richtig Spaß und du kannst deinen Freunden und deiner Familie mit unterschiedlichsten Lieder ein Lächeln auf das Gesicht zaubern. Tipps zum effektiven Lernen findest du hier.

Geduld und Durchhaltevermögen brauchst du zum Klarinette lernen in jedem Fall. Wie schnell du erfolgreich bist, hängt aber auch davon ab, ob du musikalische Vorerfahrung hast. Kennst du dich mit Instrumenten gar nicht aus und kannst auch keine Noten lesen, fällt dir das Erlernen der Klarinette in jedem Fall schwerer als einem Menschen mit Musikerfahrung. Der Grund dafür sind fehlende Automatismen und mangelnde theoretische Kenntnisse. Lass dich davon aber nicht abschrecken. Alles, was du brauchst, ist eine hohe Frustrationstoleranz.

Spielst du zum Beispiel Saxophon oder ein anderes Holzblasinstrument, fällt dir die Umstellung auf die Klarinette mit Sicherheit leicht. Du musst dann in Bezug auf die Atemübungen und die Fingerfertigkeit nicht ganz von vorne beginnen. Trotzdem ist es eine gute Idee, Unterricht bei einem Lehrer zu nehmen. Möchtest du es erst einmal alleine versuchen, haben wir hier ein paar Tipps für dich zusammengestellt.

Übe den Ansatz

Beim Klarinette lernen ist es besonders wichtig, gleich zu Beginn den richtigen Ansatz zu trainieren. Damit du einen Ton auf der Klarinette erzeugen kannst, musst du wissen, wie der Ansatz funktioniert. Das bedeutet, dass du das Mundstück auf eine ganz bestimmte Weise in deinen Mund nimmst und es umschließt. Zu Beginn fällt dir das mit Sicherheit noch schwer. Am besten gehst du Schritt für Schritt vor, um den passenden Ansatz zu finden. Das funktioniert folgendermaßen am besten:

  1. Forme ein "o" mit deinem Mund.
  2. Nimm das Mundstück in den Mund und umschließe es mit deinen Lippen, als würdest du an einem Strohhalm ziehen.
  3. Führe das Mundstück so tief in deinen Mund ein, dass deine Unterlippe das Blatt nicht am Schwingen behindert.
  4. Das Blatt sollte nicht mit deinen Zähnen in Berührung kommen. Achte also darauf, dass deine Unterlippe die unteren Schneidezähne leicht bedeckt.
  5. Deine oberen Schneidezähne liegen oben auf dem Mundstück auf und sorgen so für einen besseren Halt.
  6. Spanne deine Kinnmuskulatur an.
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Lerne die Atmung

Spielst du schon ein anderes Blasinstrument, fällt dir dieser Aspekt leicht. Dann weißt du nämlich schon, dass die Atmung beim Klarinettenspiel von entscheidender Bedeutung ist. Einen Ton produzierst du nämlich nur dann, wenn dir ausreichend Luft zur Verfügung steht. Im Idealfall atmest du tief in den Bauch hinein und achtest darauf, dass der Luftstrom möglichst konstant und natürlich ist. Vielleicht bist du es gewohnt, durch die Nase zu atmen. Das musst du dir beim Klarinette spielen abgewöhnen. Dabei atmest du nämlich in kleinen Stößen durch den Mund ein und aus.

Genau wie die Haltung, der Ansatz und das Noten lesen wird auch die Atmung mit der Zeit zu einem Automatismus. Zu Beginn solltest du genügend Zeit in Atemübungen investieren, damit du dir später keine Gedanken mehr darüber machen musst.

Nimm die richtige Körperhaltung ein

Die richtige Körperhaltung ist entscheidend

Damit die Atmung richtig funktioniert, musst du zum Klarinette spielen eine spezielle Körperhaltung einnehmen. In jedem Fall ist es wichtig, dass dein Rücken gerade ist. Dabei kommt es nicht darauf an, ob du sitzt oder stehst. So hat dein Zwerchfell genug Platz, um sich auszudehnen. Das ist entscheidend für die Atmung.

Als Anfänger ist es eine gute Idee, im Stehen zu üben. In dieser Position fällt es dir leichter, Luft zu holen. Möchtest du dich dennoch hinsetzen, solltest du auf deinem Stuhl möglichst weit nach vorne rutschen. Positioniere dich am besten auf der Stuhlkante und lehne dich nicht an. Deine Hände platzierst du untereinander auf der Klarinette.

Spiele mit einer Grifftabelle

Damit du dich in Zukunft schnell auf der Klarinette orientierst, musst du genau wissen, mit welchen Griffen du welche Töne erzeugst. Zu Beginn kann dir eine Grifftabelle dabei helfen. Eine solche Tabelle zeigt dir genau an, welche Finger du auf welche Klappe legst, um einen bestimmten Ton zu spielen. Achte unbedingt darauf, dass du eine Tabelle wählst, die auf deine Klarinetten-Art abgestimmt ist. Spielst du auf einer französischen Klarinette, kannst du mit der Grifftabelle für die deutsche Klarinette nichts anfangen.

Auch wenn du ohne Probleme Noten liest, hast du bei deinen ersten Versuchen vielleicht Probleme mit der Grifftabelle. Diese ist nämlich ganz anders notiert als klassische Noten. In der Regel zeigt die Grifftabelle zu jeder Note die Darstellung einer Klarinette, auf der all jene Klappen rot markiert sind, die du zudrücken musst. Übst du regelmäßig, kennst du die Griffe schon nach kurzer Zeit auswendig und brauchst die Tabelle nicht mehr.

Lerne Noten lesen

Kannst du Noten lesen, fällt dir das Spielen leichter

Hast du vor, komplizierte Stücke auf der Klarinette zu spielen, ist es in jedem Fall von Vorteil, wenn du Noten lesen kannst. Spielst du Klavier, Geige oder ein anderes Instrument, fällt dir das Noten lesen womöglich leicht. Falls nicht, lernst du es mit ein bisschen Übung sehr schnell. Tipps dazu gibt es hier. Lernst du Noten lesen, gibt es bei der Stückauswahl im Prinzip keine Einschränkungen mehr. Einige Stücke sind für Anfänger allerdings viel zu schwer. Lass dich dazu am besten von deinem Lehrer beraten, wenn du Unterricht nimmst.

Da die Klarinette ein transponierendes Instrument ist, musst du beim Spielen nach Noten aufpassen. Es erklingen nämlich andere Noten, als die die notiert sind. Erkundige dich beim Kauf von neuen Noten bereits vorher, wie sie aufgeschrieben sind. Das ist besonders im Zusammenspiel mit anderen Musikern wichtig.

Übe Tonleitern

Hast du es geschafft, einen geraden Ton zu erzeugen, ist deine nächste Herausforderung das Üben verschiedener Tonleitern. Auf die Dauer wird das gegebenenfalls ganz schön langweilig, dennoch ist es sehr hilfreich. Tonleitern bilden nämlich die Grundlage für dein weiteres Spiel auf der Klarinette. Zudem sind Tonleitern eine super Gelegenheit zu überprüfen, ob du die Grifftabelle mittlerweile auswendig kannst.

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Mache dir keinen Druck

Setze dich selbst nicht unter Druck

Mache dir beim Klarinette lernen keinen Druck. Besonders wenn du gerade erst anfängst, Klarinette zu lernen, dauert es mit Sicherheit eine ganze Weile, bis du ohne Probleme saubere Töne spielst. Sei nicht enttäuscht, wenn nicht sofort alles so klappt wie geplant, sondern versuche es immer wieder.

Nach kurzer Zeit gewöhnen sich die Muskeln in deinem Mund an die Bewegungsabläufe und du verinnerlichst diese. Das Spielen fällt dir dann sehr leicht. Pausen sind übrigens genauso wichtig wie das Üben selbst. In dieser Zeit können sich dein Mund und deine Muskeln regenerieren.

Hab Geduld beim Auf- und Abbau des Instruments

Bist du mit dem Spielen fertig, solltest du deine Klarinette immer auseinander bauen und ausgiebig säubern. So stellst du sicher, dass dein Instrument keinen Schaden davonträgt und du lange darauf spielen kannst. Beim Auf- und Abbau musst du Geduld mitbringen. Gehe vorsichtig mit den einzelnen Teilen um und stecke sie ohne Gewalt zusammen. Es darf nichts zu fest ineinander stecken, aber auch nichts wackeln.

Das musst du beim Klarinette kaufen beachten

Tipps für den Klarinettenkauf

Denkst du darüber nach, dir eine eigene Klarinette zu kaufen, gibt es einiges zu beachten. Am besten übst du erst einmal auf einem Leihinstrument. Bist du davon überzeugt, dass du über einen längeren Zeitraum hinweg spielen möchtest, ist ein Kauf eine gute Idee.

Vor dem Kauf eines Instruments ist es immer ratsam, darauf Probe zu spielen. Nur so hast du die Möglichkeit zu beurteilen, ob das Instrument gut in deiner Hand liegt und dir die Klangfarbe gefällt. Am meisten Spaß macht das Spielen nämlich, wenn es sich nicht nur gut anhört, sondern auch gut anfühlt.

In einem Musikgeschäft hast du in jedem Fall die Möglichkeit, auf dem Instrument zu spielen. Möchtest du dir im Internet eine Klarinette kaufen, solltest du sicherstellen, dass du das Instrument wieder zurückschicken kannst. Entscheidest du dich blindlings für eine Klarinette, ist das häufig mit Ärger und Frustration verbunden. Folgende Punkte gibt es außerdem beim Kauf zu beachten.

Entscheide dich für eine Klarinetten-Art

Wähle zwischen verschiedenen Klarinetten-Arten

Klarinetten unterscheiden sich in ihrer Größe und Ausstattung. Du kannst sogar individuelle Wünsche äußern, wie deine Klarinette gestaltet werden soll. Als Anfänger und wenn du Geld sparen möchtest, siehst du dir aber am besten die handelsüblichen Modelle in einem Musikgeschäft an. Folgende sind die gängigsten Klarinetten-Arten:

  • B-Klarinette
  • A-Klarinette
  • Es-Klarinette
  • Bass-Klarinette

Jede Klarinetten-Art hat eine spezifische Klangfarbe und wird in bestimmten Musikbereichen eingesetzt. B- und A-Klarinetten gibt es besonders oft. Möchtest du in einem klassischen Orchester Musik machen, solltest du dich für eine A-Klarinette entscheiden. B-Klarinetten eignen sich besonders gut für Volksmusik und Jazz. Die Es-Klarinette ist besonders hoch, die Bass-Klarinette besonders tief.

Die B-Klarinette ist einen Ganzton höher notiert, als sie klingt. Bei der A-Klarinette handelt es sich um eine Terz. Je nachdem, für welches Modell du dich entscheidest, musst du auf weniger Vorzeichen in deinen notierten Noten achten. Für Anfänger sind vor allem die B- und die A-Klarinetten zu empfehlen.

Wähle ein System

Es gibt nicht nur verschiedene Klarinetten-Arten, die Instrumente sind auch in unterschiedlichen Systemen gebaut. So gibt es Klarinetten mit deutschem Griffsystem und Instrumente mit französischem oder Böhm-System. Im deutschsprachigen Raum ist das deutsche System am weitesten verbreitet. Es gibt mehr Lehrer, die mit diesem System vertraut sind und regionale Instrumentenbauer kennen sich damit besser aus. Welches System du letztendlich wählst, musst du aber selbst entscheiden.

Beachte die Anzahl der Ringe und Klappen

Als Anfänger wählst du im Idealfall ein Instrument, dass nicht so viele Ringe und Klappen hat. So behältst du besser den Überblick und lernst die Klarinette in ihren Grundzügen kennen. Bist du schon fortgeschritten, kannst du dich für ein Exemplar mit mehr Ringen und Klappen entscheiden.

Die letzten zwei Zahlen der Instrumentenbezeichnung geben Auskunft darüber, wie viele Ringe und Klappen eine Klarinette hat. Eine 20/6 Klarinette hat zum Beispiel zwanzig normale Klappen und sechs Ringklappen, ein 22/6 Instrument hat zwei normale Klappen mehr.

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