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Klaviertastatur: 4 Tipps zur Klaviatur + 6 Anfängerfehler

Tipps zur Klaviertastatur

Das Klavier ist ein beliebtes Einsteigerinstrument, mit dem du von Weihnachtsliedern über Popsongs bis zu bekannten klassischen Werken fast alle Musikgenres spielen kannst. Auch ohne musikalische Vorerfahrung, machst du schnell Fortschritte. Zum erfolgreichen Spielen musst du die Klaviertastatur sehr gut kennen. Wir klären dich hier über die Klaviatur auf, geben Tipps zum Üben und warnen dich vor typischen Anfängerfehlern.

Das Klavier ist ein Instrument für das sich sowohl Musikanfänger als auch fortgeschrittene Musiker begeistern. Bist du Anfänger, liegt der größte Vorteil für dich darin, dass du beim Spielen nicht darauf achten musst, die richtigen Töne zu treffen. Du drückst einfach die entsprechende Taste auf der Klaviatur herunter und der gewünschte Ton erklingt. Klingt ein Ton falsch, ist das Instrument verstimmt. Tipps zum Klavier lernen gibt es hier. Bei der Geige ist das zum Beispiel ganz anders, da lernst du erst mit der Zeit, wie du die richtigen Töne triffst.

Aufbau des Klaviers

Aufbau des Klaviers

Ein Klavier besteht aus verschiedenen Teilen, die alle wichtig sind, um das Instrument zum Klingen zu bringen. Die größte Rolle spielt dabei die Klaviertastatur. Beim Spielen drückst du eine oder mehrere der zahlreichen Tasten herunter, um einen Ton zum Erklingen zu bringen. Jede Taste ist mit einer Saite verbunden, die beim Drücken von einem Hammerkopf angeschlagen wird. Die Hammerköpfe bestehen aus einem Holzstiel und einem Hammerkopf. Der Hammerkopf ist mit Filz ummantelt, damit die Saiten nicht beschädigt werden.

Je nach Größe des Instruments hat ein Klavier zwischen 225 und 230 Saiten, die mit der Klaviertastatur verbunden sind. Alle Saiten klingen verschieden, weil sie unterschiedlich lang und dick sind. Dabei kannst du dir merken, dass eine dicke Saite tief klingt und eine dünne hoch. Die Saiten bestehen aus Stahldraht. Hast du ein eigenes Instrument, musst du in regelmäßigen Abständen einen Klavierstimmer bestellen, der die Saiten stimmt. Tipps zum Kauf eines Klaviers gibt es hier.

Außerdem hat das Klavier mehrere Pedale, mit denen du den Klang individuell gestaltest. In der Regel stehen dir drei verschiedene Pedale zur Verfügung. Möchtest du die angeschlagenen Töne weiterklingen lassen, wenn du die Tasten schon losgelassen hast, benutzt du das rechte Pedal, das auch “Fortepedal” heißt. Dabei kommen auch alle anderen Saiten in Schwingung und bilden eine Art Klangbett. Willst du besonders leise Töne spielen, drückst du das linke Pedal mit deinem Fuß herunter, mit dem mittleren Pedal, dem sogenannten “Sostenuto-Pedal”, hast du die Möglichkeit, nur die angeschlagenen Töne weiterklingen zu lassen.

Erklärung der Klaviertastatur: Tipps zur Klaviatur

Tipps zur Klaviatur

Damit du überhaupt Töne zum Klingen bringst, ist es wichtig, dass du die Klaviertastatur gut kennst. Sie ist das wichtigste Element des Instruments, denn allein mit den Tasten erzeugst du Töne. Wir geben dir hier Tipps zur Klaviatur, mit denen du dich auch als Anfänger schnell auf deinem Instrument zurecht findest.

Anordnung der Klaviertasten verstehen

Insgesamt haben Klaviere, Flügel und E-Pianos 88 Tasten, 36 davon sind schwarz und 52 weiß. Orientieren kannst du dich an einer Gruppe von zwölf Tasten. Sieben weiße und fünf schwarze Tasten ergeben nämlich eine Oktave.

Die weißen Tasten sind c, d, e, f, g, a und h, die dazwischen liegenden schwarzen Tasten sind, je nach Sichtweise, cis, dis, fis, gis und ais oder des, es, ges, as und b. Das kommt darauf an, ob du sie als Erhöhungen der Stammtöne oder Verringerungen der Stammtöne sieht. Die Klaviertastatur bildet das europäische tonale System ab. Das ist besonders zum Noten lernen praktisch.

Im Grunde brauchst du also nur zwölf Noten zu lernen, beziehungsweise auch die fünf alternativen Bezeichnungen für die schwarzen Tasten, um die Klaviertastatur zu verstehen. Jeweils zwölf Tasten ergeben eine Oktave, in der Regel gibt es auf einem Klavier insgesamt sieben und ein Viertel Oktaven. Jeder Ton existiert einmal innerhalb einer Oktave. Es gibt also sieben oder acht verschiedene “c”s, “d”s und so weiter.

Tipp: Beschäftige dich am Anfang mit einer Note nach der anderen. Beginne mit dem “c” und versuche alle zugehörigen Tasten auf deinem Instrument ausfindig zu machen. Mache mit dem “d” weiter und arbeite so nacheinander alle Noten der Tonleiter ab. Dieser Vorgang hilft dir dabei, eine genaue Abbildung der Klaviatur in deinem Kopf zu erstellen, die du später immer wieder abrufen kannst.

Notennamen lernen

Noten lesen

Noten lesen ist wichtig für das Klavierspielen und deine Orientierung auf der Klaviatur. Zwar bist du wahrscheinlich in der Lage, dir am Anfang einfache Lieder einzuprägen und diese auswendig zu spielen, doch sobald es kompliziert wird, bist du auf Noten angewiesen.

Noten geben dir Aufschluss darüber, wann du welche Taste des Klaviers für wie lange herunterdrücken musst. Dazu musst du aber die unterschiedlichen Notennamen kennen und wissen, welche schematische Abbildung dazu passt. Eine Note entspricht jeweils einer Taste auf der Klaviatur. Dabei gibt es also c, d, e, f, g, a und h sowie cis, dis, fis, gis, ais und des, es, ges, as, b.

Weißt du, wie das Noten lesen funktioniert, kannst du mit genug Ausdauer und Geduld im Grunde jedes Musikstück einüben. Anders als bei anderen Instrumenten, wartet aber eine besondere Herausforderung auf dich. Klaviernoten sind nämlich in zwei verschiedenen Notensystemen aufgeschrieben. Du musst sowohl das System des Violinschlüssels als auch das System des Bassschlüssels lernen. Tipps zum effektiven Lernen findest du hier.

In den meisten Fällen spielt deine rechte Hand die im Violinschlüssel notierte Melodie und deine linke Hand die im Bassschlüssel notierte Begleitung. Im Violinschlüssel sind die höheren Noten aufgeschrieben, im Bassschlüssel die tieferen.

Akkorde lernen

Akkorde sind beim Klavierspielen sehr wichtig. In der Regel spielst du sie mit deiner linken Hand, während die rechte die Melodie spielt. Ein Akkord besteht aus mehreren Tönen, die gleichzeitig erklingen. Meistens dienen sie zur Begleitung. Die einzelnen Töne können aber auch Melodie, Bass, Begleit-, oder Füllstimmen sein. Zwei gleichzeitig klingende Töne werden Zweiklang genannt, drei gleichzeitig klingende Töne Dreiklang. Auf dem Klavier kannst du so viele Akkorde spielen wie auf fast keinem anderen Instrument.

Bei einem Akkord sind die einzelnen Töne aufeinander abgestimmt. Es gibt Kombinationen, die zueinander passen und andere, die gar nicht passen. Welche Töne das sind, prägst du dir im Laufe der Zeit ein. Immer wenn du am Anfang ein neues Lied lernst, kommt darin wahrscheinlich auch ein neuer Akkord vor. Welche Töne zueinander passen, ist also in deinen Noten aufgeschrieben.

Am häufigsten gibt es Akkorde als Dreiklänge. Ein Dreiklang besteht immer aus dem ersten, dritten und fünften Ton einer Tonleiter. Es gibt vier verschiedene Akkordtypen, nämlich:

Dur: erst vier, dann drei Halbtonschritte nach oben

Moll: erst drei, dann vier Halbtonschritte nach oben

Verminderter: zweimal drei Halbtonschritte nach oben

Übermäßiger: zweimal vier Halbtonschritte nach oben

Hast du dir die Reihenfolge der Halbtonschritte einmal eingeprägt, kannst du unterschiedliche Tonkombinationen ausprobieren und somit alle Akkorde spielen, die es gibt.

Jede Hand getrennt üben

Am Anfang brauchst du beim Klavierspielen ganz schön viel Geduld. Die größte Herausforderung ist, dass du so viele Dinge gleichzeitig tun musst. Um die Koordination deiner Hände auf der Klaviertastatur besser hinzukriegen, ist es sinnvoll, dass du Melodie und Begleitung zunächst unabhängig voneinander einübst.

Dabei lernst du zuerst dich mit der rechten Hand auf der Klaviatur zurechtzufinden und danach mit der linken. Erst wenn du beide Stimmen einzeln ohne Probleme spielen kannst, solltest du versuchen die Hände zu kombinieren. Am Anfang musst du dich dafür ganz schön konzentrieren, aber schon nach kurzer Zeit hast du die Abläufe verinnerlicht und sie fallen dir nicht mehr schwer.

Probierst du direkt mit beiden Händen zu spielen, bist du wahrscheinlich schnell überfordert. Das liegt daran, dass dein Gehirn unzählige Informationen auf einmal verarbeiten muss. Gerade wenn du noch nicht so gut Noten liest, fällt dir das Spielen zusätzlich schwer. Mache dir also selbst keinen Stress, sondern setze dir immer wieder neue, leicht erreichbare Ziele. Das motiviert und führt schneller zum Erfolg.

Diese Anfängerfehler solltest du vermeiden

Schmerzen in der Hand durch falsche Haltung

Hast du gerade erst angefangen Klavier zu lernen, dauert es eine Weile, bevor du dein erstes Stück fehlerfrei spielst. Gerade für die Orientierung auf der Klaviatur musst du genügend Zeit einplanen. Tipps für besseres Zeitmanagement gibt es hier.

Es gibt einige Fehler, die Klavieranfänger immer wieder machen. Vermeide diese so gut es geht. Dann lernst du schneller und machst schon nach kurzer Zeit Fortschritte. Versuche folgende Dinge nach Möglichkeit nicht zu machen.

Klaviertasten nicht kennen

Bevor du beginnst ganze Stücke einzuüben, musst du dich unbedingt gut auf der Klaviertastatur auskennen. Ansonsten kriegst du schnell Probleme beim Noten lesen und Einüben neuer Lieder. Nimm dir genug Zeit dafür die Notennamen und die entsprechenden Tasten einander zuzuordnen und auswendig zu lernen. Auch wenn dir das am Anfang mühselig erscheint, zahlen sich diese Grundkenntnisse im Nachhinein aus.

Falsche Fingersätze benutzen

Fingersätze in den Noten geben dir eine Information darüber, mit welchem Finger du welchen Ton spielen solltest. Es ist ratsam, dass du dich an die Empfehlungen hältst, sonst kriegst du womöglich im Nachhinein Probleme. Übst du das Stück, so wie du denkst, kommst du im schnelleren Tempo oft nicht mit den Handbewegungen hinterher.

Die Fingersätze sind immer nur ein Vorschlag, an dem du dich orientieren kannst, den du aber nicht befolgen musst. Gerade für Anfänger sind diese Informationen aber hilfreich. Dabei steht je eine Zahl für einen deiner Finger:

1 – Daumen
2 – Zeigefinger
3 – Mittelfinger
4 – Ringfinger
5 – kleiner Finger

Nicht in allen Noten gibt es Fingersätze, sodass du eventuell auch einmal selbst entscheiden musst, wann du welchen Finger benutzt. Wichtig ist, dass du Fingersätze wählst, bei denen deine Hand sich möglichst wenig hin und her bewegt und keine allzu großen Sprünge macht. Das ist nämlich in einem schnellen Tempo sehr schwierig.

Falsche Haltung angewöhnen

Die richtige Haltung ist beim Spielen äußerst wichtig. Das gilt sowohl für die Haltung deines ganzen Körpers als auch für deine Hände und Finger auf der Klaviertastatur. Zum Spielen setzt du dich am besten auf einen Klavier-Hocker, der etwa mittig vor der Tastatur steht. Hast du keinen speziellen Hocker, kannst du auch einen geraden Stuhl benutzen. Allerdings darfst du dich nicht darauf zurücklehnen, sondern setzt dich auf die vordere Kante.

Deine Knie sollten beim Sitzen leicht unter dem Instrument verschwinden. Die Füße stellst du flach auf den Boden. Bevor du mit dem Spielen beginnst, müssen deine Hände locker und entspannt sein. Tipps für mehr Entspannung gibt es hier. Verkrampfst du beim Spielen, legst du lieber eine Pause ein und schüttelst deine Hände aus. Achte darauf, dass sich deine Ellbogen beim Spielen etwa auf Höhe der Tastatur befinden.

Nicht genau hinhören

Höre dir beim Spielen selbst zu und arbeite die einzelnen Noten nicht einfach so hintereinander ab. Nur bei genauem Hinhören fällt dir auf, wenn etwas nicht stimmt. Tipp: Suche dir einen einzelnen Akkord aus und spiele ihn in verschiedenen Lautstärken immer wieder hintereinander. Mit der Zeit prägst du dir den Klang ein und erkennst den Akkord auch in anderen Zusammenhängen wieder.

Keine Routine entwickeln

Routinen sind wichtig

Regelmäßiges Üben ist gerade für Anfänger sehr wichtig. Nur so hast du eine Chance dich auf der Klaviertastatur zurechtzufinden und dir die einzelnen Tasten passend zu den Tönen einzuprägen. Mit der Zeit wird das Spielen dann zu einer Routine und es fällt dir immer leichter, neue Stücke zu lernen.

Im Idealfall legst du einen bestimmten Zeitpunkt am Tag fest, an dem du deine täglichen Übungseinheiten absolvierst. Das bietet sich zum Beispiel morgens nach dem Frühstück an oder abends vor dem zu Bett gehen. Ist das Üben ein fester Bestandteil deines Alltags, vergisst du es nicht und verbesserst dich schnell.

Zu hohe Ansprüche an dich selbst haben

Erwarte nicht, dass du schon am ersten Tag ein Stück fehlerfrei spielst. Gehst du mit solchen Ansprüchen an die Sache heran, wirst du in jedem Fall enttäuscht. Nimm dir lieber Zeit, das Instrument richtig kennenzulernen. Dann fühlst du dich beim Spielen rundum wohl und machst nicht so viele Fehler.

Hast du das Gefühl langsamer zu lernen als deine Freunde und Bekannten, darfst du dir darüber nicht den Kopf zerbrechen. Es ist wichtig, dass du die Grundlagen sicher beherrschst. Das dauert eben manchmal etwas länger, ist dann aber auch nachhaltiger. Kennst du dein Instrument und das Spielgefühl in und auswendig, lernst du im Anschluss viel schneller.

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