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Online Depot: 9 Geldfallen & 5 Vergleichs-Tipps fürs Wertpapierdepot

Wer mit Wertpapieren handeln will, kann das heutzutage bequem und oft besonders kostengünstig mit einem Online Depot tun. Doch mit dem falschen Online Depot können die Kosten eine mögliche Rendite übersteigen. Welche Kostenpunkte auf dich zukommen können und wie du das für dich passende Online Depot auswählst, erfährst du in diesem Artikel.

Was ein Online Depot ist

Was ein Online Depot ist

Wer heute ein Wertpapierdepot eröffnen möchte, muss das nicht mehr unbedingt in einer Bankfiliale tun. Viel einfacher und günstiger ist ein Online Depot bei einer Online-Bank oder einem Online-Broker. Ein solches ist im Grunde ein digitales Konto, in dem deine Wertpapiere aufgeführt werden. Heute ist es kaum noch möglich Aktien oder festverzinste Papiere physisch zuhause aufzubewahren. Darum bietet mittlerweile jede Bank ein Wertpapierdepot an. Die Angebote der verschiedenen Anbieter unterscheiden sich sowohl im Umfang als auch in den Kosten voneinander.

Wertpapierdepot: Online Depot im Vergleich zur Filialbank

Ist dir der persönliche Kontakt mit einem Kundenberater beim Investieren wichtig? Dann solltest du vielleicht lieber ein Depot bei einer Filialbank eröffnen. Der Service-Faktor gilt nach wie vor als der größte Nachteil von Online Depots. Dort kannst du zwar alle Anlageentscheidungen unkompliziert und selbstständig treffen, gerade Anfänger brauchen allerdings meist die Beratung einer fachkundigen Person.

Vorteile

  • Online Depots sind schnell und einfach zu eröffnen
  • Du musst für Orderaufträge nicht erst in die Bankfiliale gehen
  • Oft ist eine kostenlose Führung  des Depots möglich
  • Die Ordergebühren sind geringer
  • Du kannst außerhalb der Banköffnungszeiten handeln

Nachteile

  • Deine Investitionen musst du eigenständig ausführen
  • Du musst dich mit der Software und der Benutzeroberfläche auseinandersetzen
  • Dir steht kein Ansprechpartner beratend zur Seite

Kosten von Wertpapierdepots: Online-Depots vs. Filialbanken

Wie viel Kunden bei einem Online-Depot im Vergleich zu einem Wertpapierdepot bei einer Filialbank einsparen können, illustriert eine Studie der Zeitschrift Finanztest (zusammengefasst von spiegel.de). In dieser wurden die jährlichen Kosten und Ordergebühren von 37 Anbietern gegenübergestellt. Bei einem Depotwert von 7.000 Euro und zehn Orders im Jahr lagen die Preise bei Online Depots allesamt nicht über 100 Euro. Der mit 50 Euro günstigste Anbieter war der Frankfurter Online-Broker Flatex. Für das günstigste Depot (mit gleichem Depotwert und gleicher Orderanzahl) müssen Filialkunden dagegen schon 176 Euro bezahlen. Im teuersten Fall sogar 273 Euro.

Bei einem Depotwert von über 150.000 Euro und 50 Orders im Jahr ist der Unterschied noch extremer. Während Onlinekunden ein solches Depot bei Flatex für 250 Euro im Jahr führen können, sind es für Filialkunden bei der Postbank (günstigster Anbieter in dem Preissegment) schon 1648 Euro.

Wie du das passende Online Depot für dich findest

Wie du das passende Online Depot für dich findest

Wer sich mit dem Handel von Wertpapieren beschäftigt, sollte sein Online Depot nicht willkürlich auswählen. Denn die Depot-Kosten können die Nettorendite deiner Anlage maßgeblich beeinflussen. Schnell lassen Ordergebühren beim Kauf und Verkauf oder die Kontoführungsgebühren die erwirtschafteten Profite verpuffen. Wenn du kein Geld verschenken möchtest, solltest du also den Anbieter mit den für dich besten Konditionen auswählen.

Bei den günstigsten Depots fallen die Gebühren kaum noch ins Gewicht, während Kleinanleger bei Depots von Großbanken oft zur Kasse gebeten werden. Die Auswahl deines Online Depots solltest du auch von deinem Handelverhalten abhängig machen. Bist du zum Beispiel ein sehr aktiver Daytrader oder möchtest du eher selten oder nur einmalig in bestimmte Wertpapiere investieren?

Wertpapierdepot: Unterschied zwischen Direktbank und Online-Broker

Unterschied zwischen Online-Bank und Online-Broker

Bei der Vielzahl von Online Depot-Angeboten ist es für neue Investoren nicht einfach zu unterscheiden, ob es sich beim Anbieter um eine Direktbank oder um einen reinen Online-Broker handelt. Ein Online-Broker hat sich auf den Wertpapierhandel spezialisiert und kann deswegen meist günstigere Konditionen anbieten als vergleichbare Online-Banken. Mit einem reinen Online-Broker sind dafür allerdings keine anderen Bankgeschäfte wie Überweisungen oder die Aufnahme eines Kredites möglich (Kleinkredit beantragen: 7 Tipps & 4 Fallstricke).

Wer lieber alle Finanzen unter einem Dach haben will, sollte sich an seine Direktbank wenden. Wer dort ohnehin schon ein Konto hat, für den wird sich ein Online Depot schnell und einfach freischalten lassen. Investoren, die ihre Wertpapiergeschäfte bisher in der Filiale abgewickelt haben, sollten ebenso ihren Bankberater nach einem Online Depot fragen. Meist bringt der Wechsel eine Ersparnis bei den Depot-Gebühren und Orderkosten mit sich.

Der Unterschied zwischen einer Direktbank und einer Filialbank ist übrigens das fehlende Filialnetz und damit der persönliche Kundenkontakt bei Direktbanken.

Welche Kosten für ein Online Depot anfallen

Wer mit Wertpapieren handeln will, sollte sich jeder möglichen Kostenfalle bewusst sein, die die Rendite schmälern. Kostenlose Online Depots mögen sich im ersten Augenblick zwar gut anhören, doch Gebühren für den Wertpapierhandel können trotzdem anfallen. Wir zeigen und erklären dir alle Kostenpunkte, die bei einem Online Depot anfallen können.

1. Depotgebühren

Die Depotgebühren sind die Kontoführungsgebühren deines Wertpapierdepots. Bei manchen Anbietern fallen sie gar nicht erst an, bei anderen ist ein Minimum an Orders pro Quartal, Halbjahr oder Jahr Voraussetzung für ein kostenloses Depot. Wer zum Beispiel einen monatlichen Sparplan ausführen möchte, erfüllt meist die Mindestanzahl der Orders und profitiert vom Wegfallen der Depotgebühren.

2. Ordergebühren

Bei jedem in Auftrag gegebenen Handel, sowohl beim Kauf als auch beim Verkauf von Wertpapieren, fallen Gebühren an den Depotanbieter an. Diese können je nach Broker unterschiedlich hoch sein. Manche Anbieter bieten auch eine Order-Flatrate an, von der Anleger profitieren, die besonders viel handeln.

3. Börsengebühren

Börsengebühren

Für den Anleger sind die Börsengebühren meist nicht sofort ersichtlich, denn sie sind oft mit den Ordergebühren in einem Betrag verrechnet. Manche Broker führen sie aber auch gesondert unter der Bezeichnung "zuzüglich Börsengebühren" oder "zuzüglich Fremdspesen" auf. Während die Ordergebühren vom Broker abhängig sind, variieren die Börsengebühren je nach Handelsplatz. Hierbei handelt es sich um die Transaktionsentgelte von den Börsen für die Bereitstellung des Handelsplatzes sowie sogenannte Clearing- und Settlementgebühren. Hiervon werden Kosten für externe Verechnungen bezahlt.

4. Gebühren für Limit Orders

Mit Limit Orders lassen sich Minimal- und Maximalwerte eines Kurses für den Kauf oder Verkauf eines Wertpapieres vorgeben. Manche Broker berechnen hierfür allerdings andere Kosten als für gewöhnliche Handelsaufträge.

6. Negativer Einlagezins & Verwahrgebühren

Negativer Einlagezins & Verwahrgebühren

Eine Gebühr für das simple Verwahren von Wertpapieren oder Negativzinsen für das Geld auf deinem Depot – das klingt nach reiner Geldmacherei. Trotzdem verlangen einige Broker diese Art der Kosten von ihren Kunden. Bei einem höheren Depotwert können sich diese Summen schnell zu einer dreistelligen Zahl summieren. In der Regel gibt es aber genügend Anbieter, die ohne solche Kostenfaktoren auskommen.

7. Gebühren bei der Ausführung eines Sparplans

Sparpläne investieren in regelmäßigen Abständen einen bestimmten Betrag in Wertpapiere. Ist genug Geld im Wertpapierdepot, kannst du diesen Prozess vollkommen automatisieren. Jedoch unterscheiden sich die Kosten für die Sparplanausführung meistens von den normalen Ordergebühren. Viele Anbieter nehmen aber auch bestimmte Wertpapiere als Aktionsprodukte auf, für die selbst eine monatliche Sparplanausführung kostenlos ist.

Die Auswahl der Aktions-Wertpapiere kann sich allerdings von Zeit zu Zeit ändern, sodass ein anfangs kostenloser Sparplan nach einem Jahr auf einmal Kosten verursacht. In jedem Fall fallen aber noch Ordergebühren für den Verkauf der Werte aus dem Sparplan an. Du willst deine monatliche Sparrate erhöhen? Dann haben wir hier ein paar Tipps zum Geld sparen für dich.

8. Gebühren für die Einbuchung von Dividenden

Es kommt zwar selten vor, aber einige Broker berechnen Gebühren für die Einbuchung von Dividenden. Dividenden sind Ausschüttungen von Unternehmensgewinnen an die Aktionäre. Wer also viele kleinere Aktienwerte mit Dividendenausschüttung in seinem Depot führen möchte, sollte sich für einen Anbieter entscheiden, der auf entsprechende Gebühren verzichtet.

9. Außerbörslichler Handel

Für viele Anleger wird der außerbörslicher Handel, auch Direkthandel genannt, immer wichtiger. Anbieter wie Tradegate oder Lang & Schwarz können die in Auftrag gegebenen Orders auch außerhalb der normalen Börsenöffnungszeiten entgegennehmen. Manche Broker haben für diese Art des Wertpapierhandels allerdings spezielle Gebühren festgelegt, die Anleger beachten sollten.

Online Depot nach Handelsgewohnheiten auswählen

Online Depot nach Handelsgewohnheiten auswählen

Wer unter all den möglichen Anbietern das für sich passende Online Depot auswählen möchte, der muss sich erst einmal seinen eigenen Anlagezielen bewusst werden. Das Handelverhalten ist einer der ausschlaggebendsten Punkte bei der Auswahl deines Depotanbieters. Je genauer du weißt, wie du in Zukunft handeln möchtest, desto präziser kannst du deinen Online-Broker auswählen. Möchtest du dir dagegen möglichst viele Optionen offen lassen, greife lieber zu einem Anbieter, dessen Gebühren gering sind. Im Vorfeld deiner Investitionen solltest du dir folgende Fragen stellen.

  • Willst du lieber mit einem monatlichen Sparplan oder manuell investieren? Die normalen Gebühren und die Gebühren für einen Sparplan können sich unterscheiden. Hast du sogar schon ein paar Wertpapiere für deine Investitionen im Kopf, kannst du sogar danach schauen, ob sie bei einem Anbieter kostenlos innerhalb eines -Aktions-Sparplans zu bekommen sind. Weiterhin sparst du dir in den meisten Fällen bei einem Sparplan die Depotgebühren, da du so immer die Mindestanzahl an Orders erfüllst.
  • Wie häufig will ich handeln? Bist du eher ein geduldiger Buy-and-Hold-Anleger oder ein Daytrader? Je häufiger du handeln willst, desto geringer sollten die Ordergebühren sein. Je länger du deine Wertpapiere in deinem Depot halten willst, desto unwichtiger werden sie (Tipps und Übungen für mehr Geduld).
  • Mit welchem Transaktions-Volumen willst du handeln? Während der eine Anbieter einen Festpreis für jede Order hat, berechnet ein anderer Broker die Ordergebühren vielleicht prozentual zu deiner Transaktions-Summe. Dieser Aspekt kann bei einer hohen Investitionssumme einen großen Unterschied machen. Während 25 Euro Festpreis der Ordergebühren bei einem Investment von 1.000 Euro teuer erscheinen, sind sie es bei einem Investment von 10.000 Euro nicht mehr. Wer stattdessen nur 2,5 Prozent Orderprovision zahlt, muss bei einer solchen Summe schon 250 Euro abgeben.
  • Wo und mit was willst du handeln? Möchtest du über einen bestimmten Handelsplatz ein- und verkaufen? Nicht jeder Broker bietet den Handel über alle Börsen an. Vielleicht möchtest du deine Wertpapiere auch über den Direkthandel erwerben und veräußern. Prüfe daher, welcher Anbieter welche Handelsplätze zur Verfügung stellt. Wer außerdem Dividenden-Titel in seinem Depot haben möchte, sollte auf eine gebührenfrei Auszahlung seiner Dividende achten.
  • Möchtest du mit festen Preisleveln (also mit Limit-Orders) handeln? Willst du festlegen dass eine Transaktion automatisch bei einem bestimmten Kurswert ausgeführt wird? Dann solltest du dich für einen Broker entscheiden, der keine speziellen Gebühren für diese Funktion verlangt.

Tipps zum Vergleich von Online Depots

Tipps zum Vergleich von Online Depots

Bei der Auswahl des falschen Online Depots können Anleger eine Menge Geld verschenken. Einen besten Anbieter am Markt gibt es nicht. Stattdessen decken verschiedene Broker unterschiedliche Preissegmente ab und wollen die Bedürfnisse ihrer Kunden individuell ansprechen. Deshalb solltest du deinen Broker ebenso nach deinen individuellen Ansprüchen auswählen und ihn nicht nur aus dem Grund auswählen, weil ihn irgendein Finanzratgeber als Testsieger gekürt hat.

1. Kostenvergleich nach Handelsgewohnheiten

Zu aller erst sollten die Kosten eines Online Depots transparent sein. Findest du Informationen zu den Depotgebühren erst im Kleingedruckten, ist das wenig seriös und du solltest dich lieber einem anderen Broker zuwenden. Wie hoch die einzelnen Kostenpunkte deines Depots sein sollten, machst du in erster Linie von deiner Handelsgewohnheit beziehungsweise von deinen Anlagezielen abhängig.

2. Serviceumfang vergleichen

Der Serviceumfang ist neben den Kosten wohl eines der wichtigsten Kriterien für die Auswahl eines Brokers. Direktbanken bieten neben dem Wertpapierhandel auch sonstige Bankgeschäfte an. Oftmals kannst du auch ein kostenloses Musterdepot erstellen, mit dem du verschiedene Anlagestrategien ohne Echtgeld testen kannst. Auch die Benutzeroberfläche und die Handelsprozesse selbst sind ein Kriterium. Lassen sich Wertpapiere schnell und intuitiv kaufen oder verkaufen? Welche Informationen stellte der Anbieter dir darüber hinaus bereit. Lassen sich beispielsweise aktuelle Kurse und Nachrichten aus den Märkten anzeigen?

Auch die Übersichtlichkeit der Webseite sollte deinen Ansprüchen genügen. Informiere dich darüber hinaus auch, welche Dienstleistungen der Broker beispielsweise bei Umzug oder Kündigung deines Depots anbietet.

3. Wertpapier-Auswahl vergleichen

Wertpapier-Auswahl vergleichen

Eine große Auswahl von Fonds oder Finanzprodukten, die über die Anlage von Aktien und Anleihen hinausgehen, spricht ebenso für den Anbieter. Anfänger sollten sich von Produkten wie binären Optionen, Derivaten oder anderen risikoreichen Anlageklassen aber fernhalten. Passiv geführte Indexfonds, sogenannte ETFs, sind da schon interessanter für das Portfolio. Denn sie streuen das Risiko über viele Einzelwerte und bilden ganze Indizes nach. Viele Kleinanleger investieren mit einem Sparplan in ETFs. Das hat den Vorteil, dass sie ihr Portfolio schon mit verhältnismäßig kleinen Beiträgen breit diversifizieren.

4. Auswahl der Handelssysteme und -plätze vergleichen

Auswahl der Handelssysteme und -plätze vergleichen

Eine guter Depotanbieter sollte seinen Anlegern eine Auswahl an den beliebtesten deutschen Börsenplätzen wie Frankfurt, Stuttgart oder München und auch Auslandsbörsen wie New York Stock Exchange anbieten. Allerdings handeln die meisten Privatanleger mittlerweile über elektronische Handelssystem wie Xetra.von der Deutschen Börse. Dort erledigt ein Zentralrechner die Ausführung der Kauf- und Verkaufsverträge. Deshalb sind dort schnellere Ausführungen zu marktgerechteren Preisen möglich, weshalb der Großteil der Kleinanleger mittlerweile die elektronischen Handelssysteme bevorzugt.

5. Auf die Einlagesicherung achten

Auf die Einlagesicherung achten

Inwieweit ist meine Kontoeinlage in meinem Depot bei einem Insolvenzfall des Brokers geschützt? In der Vergangenheit sind immer wieder Anbieter Pleite gegangen. Nach dem vergangenen weltweiten Börsencrash im Jahr 2008 hat es viele Anbieter in einer Art Domino-Effekt erwischt. Das ist nicht nur für das jeweilige Finanzunternehmen eine Katastrophe sondern manchmal auch für die Anleger. Denn wie viel die dann noch von ihrem Geld wiederbekommen ist fraglich.

Aber selbst ohne globale Finanzkrisen sind Finanz-Anbieter hin und wieder von einer Insolvenz betroffen. Anleger können das Risiko aber minimieren, ihren Depotwert zu verlieren.

Bevor du dich für ein Online Depot entscheidest, solltest du überprüfen inwieweit deine Kontoeinlage durch eine Einlagesicherung geschützt ist. Diese lässt sich ganz einfach auf der Website des Bundesverbands deutscher Banken in Erfahrung bringen. Aufgrund einer 2009 verfassten EU-Richtlinie sind Einlagen wie das Geld auf einem Online Depot in der Europäischen Union in einem Wert von bis zu 100.000 Euro abgesichert. Manche Broker sind darüber hinaus auch freiwilliges Mitglied im Einlagesicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken. Dadurch sind Kundeneinlagen auch darüber hinaus abgesichert. Wertpapiere selbst zählen übrigens zu Sondervermögen, auf die Gläubiger im Falle einer Pleite der Bank oder des Brokers keinen Anspruch erheben dürfen.

Wie du ein Online Depot eröffnest

Wie du ein Online Depot eröffnest

Bei den meisten Banken kannst du dir telefonisch oder vor Ort ein eigenes Online Depot erstellen lassen. Du kannst dies aber auch auf der Webseite der Anbieter tun. Damit du ein Depot eröffnen kannst, musst du dort ein Referenzkonto angeben, von dem aus du das Geld zum Investieren überweisen willst. In der Regel ist auch ein Identitätsnachweis nötig. Dieser geschieht häufig mittels Postident-Verfahrens. Meist wird das Depotkonto dann mit der ersten Überweisung aktiviert und du kannst von da an mit dem Wertpapierhandel beginnen.

Freistellungsauftrag für das Online Depot einrichten

Investoren müssen 25 Prozent ihrer Kapitalerträge über die Abgeltungssteuer an den Staat abführen. Darunter fallen Zinsen, Dividenden, Fondsausschüttungen und auch Kursgewinne von Wertpapieren. Da es sich bei der Abgeltungssteuer um eine sogenannte Quellensteuer handelt, überweist die Bank diese 25 Prozent deiner Erträge direkt an das zuständige Finanzamt.

Übersteigen deine Erträge allerdings nicht den jährlichen Steuerfreibetrag von 801 Euro (oder 1.602 Euro für Ehepaare), dann solltest du einen Freistellungsauftrag für dein Depot einrichten. Denn für Erträge unter diesem Steuerfreibetrag musst du gar keine Steuern zahlen. Deine Bank oder dein Broker wird dies allerdings automatisch tun, solange du keinen Freistellungsauftrag eingerichtet hast. Einen solchen kannst du meist schnell und unkompliziert mit einem Formular auf der Webseite deines Brokers erstellen.

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