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Private Altersvorsorge: 5 Fallstricke & 6 Möglichkeiten für die Zusatzrente

Die gesetzliche Rente reicht oft nicht aus, um den gewohnten Lebensstandard im Alter zu behalten. Darum solltest du dich frühzeitig um eine private Altersvorsorge kümmern. Wir verraten dir, welche Möglichkeiten es gibt, wie du die passende Vorsorge findest und welche Fallstricke du vermeiden solltest.

Was die private Altersvorsorge ist

Was die private Altersvorsorge ist

Wenn die meisten Menschen das erste Mal ihre Renteninformation bekommen, fällt ihnen vor allem eines auf: Das ist ganz schön wenig. Selbst wer viele Jahren in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlt, kann seine Ausgaben im Alter kaum über die staatliche Rente decken. Deswegen brauchen viele Vorsorger eine gute private Altersvorsorge als Ergänzung. Langersehnte Wünsche oder sogar die erträumte Weltreise im Lebensabend rücken so wieder in greifbare Nähe. Tipps zum Geld sparen bekommst du hier.

Da dem Staat durchaus bewusst ist, dass die gesetzliche Rente für die meisten Menschen nicht ausreicht, unterstützt er sie auch bei der privaten Vorsorge. Das ist sowohl bei der Rürup-Rente als auch bei der Riester-Rente der Fall. Darüber hinaus gibt es weitere Möglichkeiten, sich ein finanzielles Polster für das Alter aufzubauen. Die bestmögliche Vorsorgeart für jeden gibt es nicht, da sie immer vom Alter, dem Einkommen und der Lebenssituation abhängt. In der Regel sind junge Sparer allerdings gegenüber älteren im Vorteil, da sie durch ihren langen Anlagehorizont ein größeres Kapital ansparen und auch ein höheres Risiko eingehen können. Einen Überblick über das Thema Altersvorsorge gibt es hier.

Die passende Altersvorsorge auswählen

Die passende Altersvorsorge auswählen

Um die passende Altersvorsorge für dich zu finden, solltest du erst prüfen, wie viel gesetzliche Rente du voraussichtlich bekommen wirst. Das hängt in erster Linie davon ab, wie viel du während deines Erwerbslebens verdienst. Wer fünf Jahre Beiträge gezahlt und mindestens 27 Jahre alt ist, dem schickt die deutsche Rentenversicherung automatisch eine Renteninformation mit der zu erwartenden Rente zu. 2018 erhielten deutsche Rentner im Durchschnitt aber gerade einmal 906 Euro Rente im Monat. Rechne dir aus, wie viel Geld du im Monat benötigst und wie groß die Differenz zur gesetzlichen Rentenzahlung ist. Eine Übersicht über deinen monatlichen Bedarf kann dir ein Haushaltsbuch geben.

Schränke die Vorsorgearten für dich ein

Als nächstes solltest du dich über alle Möglichkeiten der privaten Altersvorsorge informieren. Wir geben dir in diesem Artikel eine Übersicht mit allen Vor- und Nachteilen der verschiedenen Möglichkeiten.

Schließlich kommt der schwere Teil. Du musst dich für eine Vorsorgeart entscheiden. Frage dich zuerst, ob du eine Immobilie kaufen oder bauen willst. Wenn ja, solltest du Geld in sicheren Anlagen wie Tages- oder Festgeld dafür zurücklegen. Auch eine Riester-Variante wie Wohnriester oder ein Riester-Bausparvertrag können sinnvoll sein.

Wer sich gegen eine Wohnung oder Immobilie für die Altersvorsorge entscheidet, sollte sich fragen, ob er eine staatliche Förderung in Anspruch nehmen will. Die gibt es bei Riester- und Rürup-Verträgen sowie bei der betrieblichen Altersvorsorge (durch Steuererleichterungen). Der Nachteil: Diese Vorsorgearten sind in der Regel sehr unflexibel und du kommst erst bei Renteneintritt an dein Geld. Wenn du diese Fragen für dich beantwortet hast, kannst du Auswahl der Vorsorgeart bereits stark einschränken.

Bestimme deine Risikobereitschaft

Überlege im Anschluss, mit welchem Risiko du dich bei deiner Altersvorsorge wohlfühlst. Hierbei gilt: Je mehr Zeit dir zur Rente bleibt, desto eher kannst du Risiken eingehen. Risikoreiche Anlagen sind meist fondsgebundene Rentenversicherungen oder private Geldanlagen in Aktien oder Immobilien. Wem nur noch wenig Zeit bis zum Renteneintritt bleibt, der sollte dagegen lieber in sichere Anlagen investieren. Ansonsten ist die Gefahr groß, dass das eingezahlte Kapital bei Rentenbeginn weniger wert ist. Bei vielen Vorsorgearten kannst du beispielsweise eine Garantie auf deine Beiträge vereinbaren. Somit beugst du einem Wertverlust deiner Anlage vor, dafür ist die Rendite aber auch geringer. Entscheidungen treffen ist nicht leicht, hier haben wir ein paar Tipps für dich.

Fallstricke beim Vertragsabschluss der Zusatzrente

Fallstricke beim Vertragsabschluss

Vor dem Vertragsabschluss deiner privaten Altersvorsorge (oder deinem Investment, das dafür gedacht ist) solltest du die Geldanlage auf folgende Fallstricke überprüfen.

Nicht an den eigenen Tod denken

Immer wieder gibt es Fälle, in denen das gesamte Vermögen eines Menschen an die Versicherung geht, weil er unerwartet verstirbt. Ohne entsprechende Klauseln im Vertrag sehen Hinterbliebene nichts von dem mühsam angesparten Geld, das der Verstorbene in seine Altersvorsorge investiert hat. Auch wenn der Gedanke an den eigenen Tod befremdlich sein mag, solltest du ihn bei deinen Plänen für die Altersvorsorge unbedingt mit einbeziehen. Mit zusätzlichen Vereinbarungen wie der Rentengarantiezeit oder der Hinterbliebenenrente kannst du auch Angehörige mit deiner Zusatzrente absichern.

Die Kosten übersteigen die Rendite

Hohe Verwaltungskosten und Vermittlerprovisionen können deine Rendite erheblich schmälern. Schaue deshalb nicht nur auf die möglichen Zinsen, Zuschüsse oder Steuervorteile, sondern auch auf die Kosten. Wenn möglich, lasse dir die Rendite nach Abzug der Kosten vorrechnen.

Du hast kein Kapitalwahlrecht vereinbart

Bei einer privaten Rentenversicherung solltest du dir ein Kapitalwahlrecht zusichern. Das bedeutet, dass du beim Renteneintritt entscheiden kannst, ob du das Geld als lebenslange Rente oder als einmalige Summe ausgezahlt bekommen willst. Ohne ein Kapitalwahlrecht kannst du später keinen Einfluss auf die Auszahlungsart deiner Rente nehmen.

Vorzeitige Kündigung

Die vorzeitige Kündigung einer privaten Altersvorsorge ist oft mit erheblichen Gebühren verbunden. Bei einer Rürup-Rente ist sie sogar ganz ausgeschlossen und du kommst erst bei Renteneintritt wieder an dein Geld. Zahle also nur Geld ein, das du bis zum Ruhestand nicht brauchst.

Du zahlst mehr ein, als du Rente bekommst

Viele Rentenversicherungen lohnen sich erst, wenn du besonders alt wirst. Vorher übersteigen deine gezahlten Beiträge die Summe, die du durch deine Rentenzahlung im Alter ausgezahlt bekommst. Lasse dir auch hier von deinem Vermittler das genaue Alter ausrechnen, ab dem du von dem Vorsorgeprodukt profitierst.

Möglichkeiten der privaten Altersvorsorge im Vergleich

Grundsätzlich hat jede Art der privaten Altersvorsorge ihre Vor- und Nachteile und ist in verschiedenen Risikoklassen verfügbar. Unterscheiden musst du zwischen staatlich geförderten und nicht-geförderten Varianten.

Staatlich geförderte Altersvorsorge

Neben der betrieblichen Altersvorsorge fördert der Staat mit der Riester- und der Rürup-Rente die private Vorsorge. Wir verraten dir, welche Vor- und Nachteile beide Möglichkeiten haben und für wen ein Vertragsabschluss sinnvoll ist.

Riester-Rente

Riester-Rente

Der Staat unterstützt Riester-Sparer sowohl mit Steuervorteilen als auch mit Zulagen. Abschließen kann sie jeder Arbeitnehmer und auch jeder Beamte; ebenso Selbstständige, die in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert sind. Wer ausreichend in seinen Vorsorgeplan investiert, bekommt im Jahr 175 Euro Zuschuss vom Staat. Die Kinderzulage beträgt sogar bis zu 300 Euro pro Kind im Jahr. Dadurch lohnt sich ein Riester-Vertrag besonders für Familien mit vielen Kindern.

Aber auch Besserverdienende profitieren von den Steuervorteilen. Bis zu 2.100 Euro im Jahr können sie von der Steuer absetzen. Doch Vorsicht: Steuervorteile und Zulagen werden miteinander verrechnet. Die tatsächliche Steuerrückerstattung ist somit immer etwas geringer als der errechnete Steuervorteil.

Während Riestern für Geringverdiener früher unprofitabel war, ist das seit 2018 anders. Denn wer vorher während seines Erwerbslebens nicht genug verdient hat und die staatliche Grundsicherung im Alter bekam, hatte umsonst in einen Riester-Vertrag eingezahlt. Die Riester-Rente musste er sich auf die Grundsicherung anrechnen lassen. Seit 2018 ist das anders: Riester-Sparer dürfen in jedem Fall 100 Euro ihrer monatlichen Riester-Rente behalten. Weiterhin werden ihnen für größere Beträge bis 200 Euro nur 70 Prozent auf die Grundsicherung angerechnet.

Vorsorger können Riester-Verträge in verschiedenen Varianten abschließen. Zur Auswahl stehen Wohn-Riester für Menschen, die sich eine Immobilie anschaffen wollen, ein Riester-Bausparvertrag, ein Riester-Banksparplan, eine Riester-Rentenversicherung oder ein Riester-Fondssparplan.

Rürup-Rente

Rürup-Rente

Die Rürup-Rente eignet sich vor allem für Selbständige und Freiberufler, aber auch für Gutverdiener. Beliebt ist sie bei beiden Personengruppen aufgrund der hohen Steuererleichterungen. Der Höchstbetrag, der jährlich steuerlich absetzbar ist, liegt 2019 bei rund 24.000 Euro. Wie hoch die Steuererstattung genau ausfällt, hängt wiederum von deinem persönlichen Steuersatz ab.

Die Rürup-Rente gibt es in zwei Varianten: Die klassische Rürup-Rente und die fondsgebundene Rürup-Rente. Erstere verspricht eine Garantieverzinsung (die durch mögliche Überschüsse noch steigen kann), dafür sind die Renditechancen etwas geringer. Bei der fondsgebundenen Rürup-Rente legt der Versicherer das Geld in Aktienfonds an. Dort ist die Rendite etwas höher, dafür ist das Investment aber auch mit mehr Risiko verbunden. Wer sich absichern will, kann eine Beitragsgarantie vereinbaren. Diese stellt sicher, dass der Vorsorger bei Renteneintritt ein Anrecht auf das gesamte von ihm angesparte Kapital hat. Es darf also nicht weniger werden.

Versicherte können eine Rürup-Rente (anders als eine Riester-Rente) nicht kündigen. Lediglich eine Beitragsbefreiung ist möglich. Dadurch kommen sie dennoch nicht vor dem 62. Lebensjahr an das bis dahin angesparte Kapital heran.

Altersvorsorge ohne Förderung

Neben den staatlich geförderten Vorsorgearten kannst du natürlich auch mit eigenen Geldanlagen für das Alter vorsorgen. Mehr Tipps zum Thema Geld anlegen gibt es hier.

Private Rentenversicherung

Private Rentenversicherung

Private Rentenversicherungen sind eine Variante der Lebensversicherung. Der Unterschied liegt darin, dass der Versicherer das Geld solange auszahlt, bis der Versicherte stirbt. Bei einer klassischen Lebensversicherung zahlt er hingegen erst nach dem Tod des Versicherten. Rentenversicherungen lohnen sich daher oft nur bei einer entsprechend hohen Lebenserwartung, da der Versicherte so mehr Rente für seine Beiträge bekommt.

Bei privaten Rentenversicherungen kannst du zwischen zwei Varianten unterschieden: Der aufgeschobenen Rente und der Sofortrente. Bei der aufgeschobenen Rente spart der Versicherte über mehrere Jahre Kapital an, das in dieser Zeit Zinsen erwirtschaftet. Ab seinem Renteneintritt, bekommt er dann eine monatliche Rente ausgezahlt. Bei der Sofortrente zahlt der Versicherte alles auf einen Schlag ein. Anschließend beginnt die monatliche Rentenzahlung entweder sofort oder mit mit einer Aufschiebung von wenigen Jahren.

Bei beiden Varianten können Vorsorger zwischen risikoärmeren und risikoreicheren Formen der Rentenversicherung wählen. Die klassische Rentenversicherung, die einen Garantiezins zusichert, lohnt sich heute allerdings aufgrund der hohen Kosten und den vergleichsweise niedrigen Zinsen kaum noch. Auch die Kosten für risikoreichere Varianten sind hoch. Daher ist zu einer privaten Rentenversicherung meist nur im Zuge der betrieblichen Altersvorsorge, einem Riester-, oder einem Rürup-Vertrag zu raten, um staatliche Unterstützung mitzunehmen.

Altersvorsorge mit einem ETF-Sparplan

Altersvorsorge mit einem ETF-Sparplan

Private Rentenversicherungen lohnen sich kaum noch und die staatlich geförderten Alternativen haben vor allem einen Nachteil: Ihnen fehlt es an Flexibilität. Was wenn das Geld schon vor dem Renteneintritt benötigt wird? Wer noch viel Zeit zur Verfügung hat, sich mit einem gewissen Risiko anfreunden kann und das Geld später flexibel nutzen möchte, kann sein Geld am Kapitalmarkt anlegen.

Wer mit diesem Wunsch zu seiner Bank geht, bekommt häufig einen Investmentfonds angeboten. Der Nachteil hierbei: Ein Fondsmanager wählt die Aktien oder Anleihen aus und verlangt dafür hohe Kauf- und Verwaltungskosten. Außerdem ist nicht gewährleistet, dass der Fonds auch eine gute Rendite bringt, die die Kosten übersteigt.

Die bessere Alternative sind passiv geführte Indexfonds (ETFs). Diese bilden simple Indexe wie etwa den Dax nach und kommen ohne Fondsmanager aus. Das senkt die Kosten enorm, während die Rendite im Vergleich zu aktiv gemanagten Fonds ähnlich ist. Mit einem ETF-Sparplan können Vorsorger langfristig kleine Beträge sparen und streuen ihr Risiko über viele Einzelwerte hinweg. Trotzdem sind auch ETFs mit einem gewissen Risiko verbunden. Denn zwischenzeitlich kann jeder Index starke Kursverluste haben. Über einen langen Anlagehorizont gleicht sich dieses Risiko jedoch aus, da die großen Indizes in der Vergangenheit langfristig immer gestiegen sind. Anleger sollten zudem auf günstige Verwaltungskosten und Ordergebühren für ihren Sparplan achten. In den meisten Fällen sind Sparpläne über ein Online-Depot viel günstiger als bei einem analogen Wertpapierdepot bei einer Filialbank.

Das Eigenheim als Altersvorsorge

Das Eigenheim als Altersvorsorge

In Zeiten niedriger Zinsen und Inflation gelten Immobilien als beliebte Alternative bei deutschen Vorsorgern. Laut einer Umfrage des deutschen Immobilienverbandes schreiben 58 Prozent der Befragten dieser Möglichkeit in Zukunft eine größere Rolle bei der Altersvorsorge zu.

Bei einem Eigenheim fließt ein großer Betrag des Vermögens in ein einzelnes Objekt. Dafür können Vorsorger allerdings schon vorher in einem Haus oder einer Eigentumswohnung wohnen und sparen sich die Miete. Der Kauf oder Bau eines Eigenheims als Altersvorsorge ist allerdings nur dann sinnvoll, wenn die Immobilie vor Renteneintritt komplett abbezahlt ist. Ansonsten können die Kreditraten im Ruhestand zu einer großen Belastung werden.

Wenn du dich für ein Eigenheim entscheidest, siehst du die Immobilie wahrscheinlich nicht ausschließlich als Geldanlage. Dein Arbeitsort und dein soziales Umfeld entscheiden womöglich über den zukünftigen Wohnort. Das ist allerdings nicht immer ein guter Ort für ein Investment. Auch wenn die Immobilienpreise in Städten stetig zu steigen scheinen, können Immobilien in ländlichen Regionen sogar an Wert verlieren. Vorsorger sollten sich deshalb keine falschen Illusionen machen, dass sich das Investment garantiert rentiert. Und selbst wenn das Eigenheim abbezahlt ist, fallen immer noch Nebenkosten an. Darum solltest du dich für ein Eigenheim nicht ausschließlich aus finanziellen Gründen entscheiden. Zudem solltest du auch die altersgerechte Gestaltung schon früh in deine Planungen zum Kauf oder Bau eines Eigenheims mit einberechnen.

Immobilien vermieten: Mieteinnahmen im Ruhestand

Immobilien vermieten: Mieteinnahmen im Ruhestand

Selbst wenn du eine Immobilie noch mit einem Kredit finanzierst, kannst du sie schon vermieten. Mit den Mieteinnahmen kannst du wiederum die Raten bezahlen. Im Ruhestand können diese Einnahmen zudem deine Rente erheblich aufstocken. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass du für die Wohnungen oder das Haus immer Mieter findest und du insgesamt eine positive Mietrendite einfährst. Instandhaltung, Verwaltung, Sanierungen und Kreditraten können das Immobilieninvestment zu einem kostspieligen Unterfangen machen.

Wer die Immobilie in seinem Ruhestand verkaufen will, muss zudem auf eine positive Wertsteigerung spekulieren. Hier haben sich in der Vergangenheit Immobilien in mittelgroßen Städten mit moderat steigenden Preisen bewährt. Dennoch bleibt das Investment in Mietobjekte eine komplexe Angelegenheit, in der Demographie, Jobmärkte, Bildungsperspektiven und zahlreiche andere Faktoren eine Rolle spielen. Vorsorger sollten sich vor dem Immobilienkauf also sorgfältig mit dem Thema auseinandersetzen.

Betriebsrente: Die Alternative zur privaten Altersvorsorge

Betriebsrente: Die Alternative zur privaten Altersvorsorge

Alternativ zur privaten Vorsorge können Angestellte auch eine betriebliche Altersvorsorge in Anspruch nehmen. Auch hier findest du die gängigen Vorsorgeprodukte wie Riester, Rürup oder eine private Rentenversicherung. Der Unterschied ist nur, dass der Arbeitgeber die Vorsorgeart bestimmt und in vielen Fällen die Beiträge für seine Angestellten übernimmt. In anderen Fällen bezahlen die Mitarbeiter die Beiträge aus ihrem Bruttolohn. Somit fallen auf diese Beiträge keine Steuern oder Sozialabgaben an.

Bei wem der Chef die Beiträge übernimmt, der sollte die betriebliche Altersvorsorge in jedem Fall in Anspruch nehmen. Immerhin ist das Geld geschenkt. In allen anderen Fällen sollten Angestellte genauer nachrechnen.

Absicherung für Hinterbliebene

Absicherung für Hinterbliebene

Mit der privaten Altersvorsorge sind Hinterbliebene selten abgesichert. Bei privaten Rentenversicherungen oder Riester-Renten lässt sich zusätzlich noch eine Hinterbliebenenrente oder eine Rentengarantiezeit vereinbaren. Bei Letzterer zahlt der Versicherer die Rente für einen bestimmten Zeitraum an bezugsberechtigte Familienmitglieder weiter, wenn der Versicherte stirbt. Mit einer Hinterbliebenenrente können Bezugsberechtigte sogar eine lebenslange Rente bekommen. Darüber hinaus gibt es folgende Alternativen, die Familie nach dem eigenen Tod finanziell abzusichern.

Risikolebensversicherung

Die Risikolebensversicherung zahlt, wenn der Versicherte in einem vereinbarten Zeitraum verstirbt. Sie wird also für eine bestimmte Dauer abgeschlossen. Tritt der Todesfall in dieser Zeit jedoch nicht ein, verfallen die eingezahlten Beiträge.

Kapitallebensversicherung

Die Kapitallebensversicherung funktioniert ähnlich wie die Risikolebensversicherung. Allerdings verfallen die Beiträge am Ende der Laufzeit nicht, sondern die Versicherung zahlt sie inklusive Zinsen und Überschüsse an den Versicherten aus.

Sterbegeldversicherung

Die Sterbegeldversicherung zahlt genauso wie die Kapitallebensversicherung in jedem Fall. Nur gibt es hierbei keinen festgelegten Zeitraum, an dessen Ende die Versicherung das Geld auszahlt. Stattdessen zahlt die Versicherung erst im Todesfall. Wann der eintritt, ist dabei unerheblich.

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