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Ausbildung zum Gesundheitsberater

Die Gesundheitsberatung befasst sich mit den Themen gesunde und ausgewogene Ernährung, Abnehmen, Fitness und Sport. Dabei liegt der Schwerpunkt auf der Beratung zur ganzheitlichen Gesundheit.

Die Gesundheit steht bei Umfragen nach dem höchsten Gut im Leben immer auf Platz Eins. Daraus ergibt sich auch, dass der Gesundheitsmarkt seit Jahren stark wächst. Wir sind immer mehr dazu bereit, Zeit und Geld in unsere Gesundheitsvorsorge und das eigene Wohlbefinden zu investieren. Durch die Nachfrage steigt auch das Angebot: Der deutsche Fitnessmarkt boomt, ebenso die Lebensmittel-, Pharma- und Kosmetikindustrie. Im Jahr 2017 überholte die Gesundheitswirtschaft mit ihrer Anzahl an Beschäftigten sogar die der Automobilindustrie. Das Angebot ist so groß, dass viele den Überblick verlieren. Diese Entwicklung zeigt, dass die Gesundheitsberatung eine immer wichtigere Rolle in unserem Leben spielt und professionelle Fachkräfte in unserer heutigen Gesellschaft unentbehrlich sind.

Berufsfeld Gesundheitsberater

Gesundheitsberater widmen sich der Frage nach einer gesunden Lebensführung. Dabei geht es in erster Linie um die Bewahrung der Gesundheit und die Prävention von Krankheiten. Als Gesundheitsberater bist du Ansprechpartner für jene, die eine gesunde Lebensführung anstreben, ihre Essgewohnheiten umstellen und den Körper dabei fit halten wollen. Du informierst deine Klienten über die Zusammensetzung von Lebensmitteln, erarbeitest individuelle Ernährungspläne, persönliche Bewegungs-Strategien und Sportprogramme. Auch die Aufklärungsarbeit gehört zum Aufgabenfeld des Gesundheitsberaters. Dafür kommen insbesondere Senioren, Kinder und Schwangere in Frage. Dabei kommt es darauf an, einfühlsam, geduldig und individuell auf Menschen und ihre Bedürfnisse einzugehen.

Bei der Gesundheitsberatung wird grundsätzlich davon ausgegangen, dass Körper und Geist in einer symbiotischen Beziehung zueinander stehen. Das seelische Wohlergehen, die körperliche Befindlichkeit und die Umwelt sind zentrale Faktoren für unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit. Als Gesundheitsberater verfügst du über das Wissen der verschiedenen Faktoren, die Einfluss auf unsere Gesundheit nehmen. Das fundierte Wissen dient dir dazu, individuell auf Klienten einzugehen und sie in jeder Lebensphase in Fragen der ganzheitlichen Gesundheit zu unterstützen. Dazu gehört das körperliche und seelische Gleichgewicht in Einklang zu bringen, sofern die Balance instabil oder verloren gegangen ist. Die Grundgedanke einer ganzheitlichen Gesundheitsberatung ist es folglich, den gesunden Menschen als Einheit von Körper und Seele zu verstehen.

Die Aufgaben eines Gesundheitsberaters sind:

  • Beratungsgespräche zu führen
  • die Symptome auf ihre Ursachen zurückzuführen
  • Prävention: den Gesundheitszustand verbessern
  • zu vermitteln, dass eine gesunde Ernährung auch genussvoll ist
  • das gemeinsame Kochen
  • das Erstellen von Ernährungsplänen
  • das Gestalten und die Planung von Bewegungsplänen und Sportprogrammen
  • Übungen anzuleiten und zu erklären
  • Kneipp-Anwendungen praktisch umzusetzen
  • Entspannungsmethoden und -techniken anzuwenden und weiterzugeben
  • Vorträge und Präsentationen zu halten

Die Ausbildung zum Gesundheitsberater findet in Form einer Weiterbildung statt. Sie eröffnet dir vielfältige Beschäftigungsmöglichkeiten in der Gesundheitsbranche. Im Folgenden haben wir einige mögliche Berufsfelder für dich aufgelistet, die dir als Inspiration dienen können.

Stellen für Ernährungsberatung und Sanitätshäuser

Da es die Aufgabe eines Gesundheitsberaters ist, die Gesundheit aufrecht zu erhalten, liegt ein wichtiges Augenmerk auf der Aufklärungsarbeit. Du arbeitest eng mit Menschen zusammen und unterstützt sie in ihrem Wunsch nach einem gesunden Lebensstil. Es gibt sowohl die Möglichkeit, in einem Unternehmen eingestellt zu sein als auch, selbstständig zu werden. Suchst du nach einer Festanstellung, bieten sich Gesundheitszentren, soziale Einrichtungen und (medizinische) Praxen an. Sanitätshäuser bieten dir die Möglichkeit, die Kunden beim Kauf medizinischer Produkte zu beraten.

Unterrichts- und Schulungsraum

Als Gesundheitsberater kannst du als Lehrperson an Schulen arbeiten und im Rahmen von Schulungsprogrammen Vorträge halten und Gruppen leiten. Da Gesundheitsberater meist als Selbstständige oder Freiberufler arbeiten, besteht die Form der Arbeit oft aus Kooperationen. Da der Gesundheitsmarkt immens groß ist, gibt es viele verschiedene Möglichkeiten, wie etwa die Kooperation mit:

  • Volkshochschulen
  • Krankenhäusern
  • Unternehmen und Betrieben
  • diversen Diätclubs
  • Kindergärten
  • Fitnessstudios
  • Arztpraxen
  • Krankenkassen

In diesen Arbeitsfeldern kannst du deine Mitmenschen über die Grundlagen der ganzheitlichen Gesundheit informieren und wichtige Ratschläge geben. Dabei gehst du auch individuell auf einzelne Fragen der Teilnehmer ein. Es gibt in diesen Bereichen aber ebenfalls Festanstellungen, wie etwa in der Gesundheitsberatung bei Krankenkassen und bei Sozialversicherungen.

Naturkost-Fachgeschäfte

Gesundheitsberater werden in Naturkostläden, Biomärkten und Reformhäusern eingesetzt. Der Markt für Naturkost und Bioprodukte wächst stetig. Dadurch bieten sich hier viele neue berufliche Perspektiven. Als Angestellter kennst du die Produkte und wirbst mit Bio-Lebensmitteln aus ökologisch-kontrolliertem Anbau (organic food). Als Gesundheitsberater arbeitest du hier an der Schnittstelle zwischen gesunder Ernährung, Nachhaltigkeit und ökologischem Bewusstsein. Vor allem in der Kundenberatung kannst du viel bewirken und einen Teil dazu beitragen, das Bewusstsein für Lebensmittel, ihre Herkunft und Produktionsbedingungen zu verbessern. Wenn du im Verkauf tätig bist, kennst du dich mit den EU-Richtlinien, Etikettierungen und Kennzeichnungen aus. Du bist ebenfalls der richtige Ansprechpartner, wenn es um artgerechte Haltung, genetisch veränderte Lebensmittel oder den Einsatz von Antibiotika, Pflanzenschutzmittel und Dünger geht.

Wellness-Hotels und Fitness-Branche

Wellness-Hotels, Spa-Clubs und Fitnessstudios erfreuen sich einer immer größeren Nachfrage. Der immer größer werdende Arbeitsmarkt bietet viele neue berufliche Perspektiven. Wenn du aktiv bist und Sport deine Passion ist, ist das Fitnessstudio eine grandiose Möglichkeit um Sport, Fitness und Ernährung in deinem Beruf zu vereinen.

Als Ansprechpartner für ganzheitliche Gesundheit stehst du den Mitgliedern des Fitnessstudios unterstützend zur Seite. Deine Hauptaufgabe besteht darin, individuell auf die Mitglieder einzugehen und Sportprogramme zu erarbeiten. Dabei verfügst du über das nötige Know-how, welche Ernährung zu welchem Sporttyp passt und welche Techniken und Methoden die Richtigen sind, um das individuelle Ziel auf dem perfekten Weg der Balance zwischen Körper und Seele zu erreichen. Eine Ausbildung zum Fitnesstrainer ist hier eine sinnvolle Kombinationsmöglichkeit.

Ausbildung zum Ernährungsberater

Die Weiterbildung zum Gesundheitsberater enthält viele Parallelen zur Ausbildung des Ernährungsberaters. Deswegen ist es ratsam, sich vorher zu informieren und die Weiterbildungsberufe zu vergleichen. Es gibt auch Anbieter, die eine Kombination der zwei Ausbildungen anbieten. Wie die Gesundheitsberatung befasst sich auch die Ernährungsberatung mit einer ausgewogenen Lebensführung, dem Thema Fitness und einer gesunden Ernährung. .

Ausbildung zum Gesundheitsberater: Gehalt und Karriere

Der Beruf Gesundheitsberater liegt im Trend und ermöglicht einige Karrierechancen. Somit bietet er ebenfalls Potential für einen Gehaltsaufstieg.

Gehalt

Da die Ausbildung zum Gesundheitsberater in Form einer Zweitausbildung absolviert wird, erweiterst du damit nicht nur deine Berufsperspektiven, sondern hast auch gute Chancen auf ein höheres Gehalt. Aufgrund der erweiterten beruflichen Qualifikationen und der größeren Fachkompetenz liegt das Durchschnittsgehalt bei Festangestellten bei rund 2.400 Euro brutto im Monat.

Hier ist zu beachten, dass das Gehalt je nach Branche, Bundesland und Unternehmen variieren kann. Grundsätzlich gilt: Je mehr Fachkompetenz und Berufserfahrung vorhanden ist, umso höher ist in der Regel auch das Gehalt. Da viele Gesundheitsberater selbstständig sind oder als Nebenberufler arbeiten, hängt das Gehalt bei ihnen von der aktuellen Anzahl der Kunden ab. Hier ist es von Vorteil, wenn man über eine gute Überzeugungskraft und rhetorische Fähigkeiten verfügt und mit seiner Kompetenz herausragen kann.

Karrieremöglichkeiten

Wenn du bereits eine Ausbildung im Gesundheitswesen abgeschlossen hast, bietet dir die Weiterbildung zum Gesundheitsberater viele neue Perspektiven und Karrieremöglichkeiten. Da das Bewusstsein für eine gesunde Lebensführung in der Gesellschaft eminent gewachsen ist, ist die Ausbildung zum Gesundheitsberater so erfolgversprechend, wie nie zuvor. Es gibt jedoch viele verschiedene Faktoren, von denen dein beruflicher Erfolg abhängt. Dazu gehört die Form der Erstausbildung, auf der die Weiterbildung fußt. Als Hebamme oder Physiotherapeut hast du gute Chancen, in deinem Beruf aufzusteigen. Durch deine Zusatzqualifikation kannst du dich in einem Pool von Konkurrenten hervorheben und so einen größeren Kundenkreis aufbauen.

Durch ein zusätzliches Hochschulstudium im Bereich der Gesundheits- und Ernährungswissenschaften oder eine Weiterbildung zum Manager kannst du deine Karrieremöglichkeiten erweitern. Je höher deine Position, umso mehr Verantwortung übernimmst du und umso höher fällt in der Regel auch das Gehalt aus.

Ist Gesundheitsberater die richtige Ausbildung für mich?

Mit diesen Fragen findest du die Antwort darauf, ob der Ausbildungsberuf zum Gesundheitsberater der Richtige für dich ist:

  • Ist dir eine gesunde und ausgewogene Ernährung wichtig?
  • Interessierst du dich für körperliche Fitness und ist dir das allgemeine geistige und körperliche Wohlbefinden wichtig?
  • Macht es dir Spaß, Ernährungs- und Fitnesspläne zu erstellen?
  • Arbeitest du gerne mit Menschen zusammen und hilfst ihnen?

Wenn du diese Fragen mit einem eindeutigen “Ja” beantworten kannst, ist die Weiterbildung zum Gesundheitsberater die richtige Wahl. Wenn du in deinem Beruf erfolgreich sein möchtest, solltest du einige Fähigkeiten und Eigenschaften mitbringen. Da du als Gesundheitsberater hauptsächlich in der Beratung tätig bist, sind eine ausgeprägte kommunikative Kompetenz und Einfühlungsvermögen grundlegend. Außerdem sollte dir ein aktiver und gesunder Lebensstil wichtig sein. Dadurch bist du nicht nur ein gutes Vorbild für deine Klienten, sondern verbesserst auch deine Glaubhaftigkeit und verkörperst bildlich, was du anderen mit auf den Weg gibst.

Voraussetzungen für eine Ausbildung zum Gesundheitsberater

Für die Weiterbildung musst du folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • ein abgeschlossener Realschulabschluss
  • Ausbildung oder Tätigkeit (einschlägige Berufserfahrung) in einem Gesundheitsberuf
  • Ausbildung oder Tätigkeit (einschlägige Berufserfahrung) in einem (sozial-)pädagogischen, medizinischen oder einem anderen beratenden Beruf mit einem gesundheitlichen Schwerpunkt

Wenn du bereits eine Ausbildung im Bereich der Gesundheit absolviert hast oder Berufspraxis gesammelt hast – etwa als Arzt, Osteopath, Apotheker, Masseur, Heilpraktiker, Krankenpfleger, Physiotherapeut oder Fitnesstrainer – erleichtert das eine Weiterbildung zum Gesundheitsberater. Alternativ bieten sich auch Erstausbildungen in pädagogischen und sozialen Berufen an, wie beispielsweise die Ausbildung zum Sozialpädagogen, Erzieher oder Lehrer. Grundsätzlich ist es aber so, dass viele Anbieter keine beruflichen Qualifikationen verlangen, um die Voraussetzungen für eine Weiterbildung zu erfüllen.

Tipp: Informiere dich bei der jeweiligen Institution über die Voraussetzungen. Zwar ist eine Ausbildung bei vielen Institutionen bereits mit einem Realschulabschluss möglich, eine erste Berufsausbildung im Gesundheitsbereich ist jedoch von Vorteil.

Ausbildung zum Gesundheitsberater: Dauer, Aufbau, Inhalte

Dauer, Aufbau und Inhalt können je nach Institution und Form der Ausbildung variieren. Wir haben die wichtigsten Fakten für dich zusammengefasst.

Dauer

Die Dauer der Ausbildung variiert, je nachdem, ob sie in Form eines Präsenzlehrgangs oder als Fernstudium absolviert wird.

Präsenzlehrgang: Dauert etwa 3 bis 6 Monate
Fernstudium: Dauert zwischen 9 und 24 Monate

Da die Berufsbezeichnung Gesundheitsberater nicht staatlich geschützt ist, gibt es auch keine staatlich festgelegte Ausbildungsform. Hierbei solltest du darauf achten, dass der Ausbildungszeitraum nicht unter drei Monaten liegt. Vor allem für Quereinsteiger lohnt sich eine Ausbildung über mehrere Monate bis zu zwei Jahren, damit sie sich ein adäquates Fachwissen aneignen können.

Aufbau

Der Beruf Gesundheitsberater ist ebenso wie der Beruf Ernährungsberater keine geschützte Berufsbezeichnung. Aufgrund dessen gibt es keine staatlich geregelte Berufsausbildung. Weil es keine gesetzlichen Regelungen gibt, ist es nicht möglich, die Leistungen über die Krankenkasse abzurechnen.

Alternative Lehrgangsbezeichnungen sind:

  • Präventionsberater
  • Gesundheitscoach
  • Gesundheits- und Ernährungsberater

Während eines Präsenzlehrgangs bist du an den Lehrplan gebunden. Hier ist es wichtig, dass du dir einen Ort in deiner Nähe suchst, da du während der Seminare anwesend sein musst. Das bietet den Vorteil, dich mit anderen Studierenden austauschen zu können.

Während des Fernstudiums erarbeitest du dir deine Fachkenntnisse selbstständig. Hierfür wird dir von dem jeweiligen Anbieter Lernmaterial zur Verfügung gestellt. Ein Fernstudium bietet den Vorteil, dass du an keinen festen Ort und an keine Einschreibungsfristen gebunden bist. Außerdem kannst du dir deine Zeit individuell einteilen und dein Lerntempo selbst bestimmen. Ein Fernstudium hat zudem den Vorteil, dass du die Ausbildung parallel zu deinem Beruf umsetzen kannst.

Am Ende deiner Ausbildung zum Gesundheitsberater schließt du diese mit einer internen Prüfung am jeweiligen Institut ab. Sie besteht in der Regel aus einer mündlichen und einer schriftlichen Prüfung. Sobald du bestehst, erhältst du dein Zeugnis oder Zertifikat der jeweiligen Institution.

Wichtig: Da der Beruf Gesundheitsberater keine geschützte Berufsbezeichnung ist, ist es wichtig, sich vor unseriösen Anbietern in Acht zu nehmen. Deine beruflichen Perspektiven hängen von der Institution ab, an der du die Ausbildung absolvierst. Wenn du ein anerkanntes Zertifikat erwerben willst, solltest du deine Ausbildung an einem bekannten und traditionsreichen Bildungsunternehmen absolvieren. Versichere dich dabei, dass der Abschluss staatlich anerkannt ist. Wenn du online recherchierst, nimm dir Zeit, seriöse Anbieter ausfindig zu machen und fordere Infomaterial und -broschüren an. Vergleiche dabei Kosten, Dauer und Inhalte.

Inhalte

Während der Weiterbildung zum Gesundheitsberater ist das Themenfeld auf die ganzheitliche Gesundheit ausgerichtet. Die spezifischen Fachkenntnisse, die du dir während der Ausbildung aneignest, helfen dir bei der Kundenberatung.

Lerninhalte:

  • Salutogenese (-Modell)
  • Anatomie (Aufbau, Gestalt und Struktur des menschlichen Körpers)
  • Physiologie (Lebensvorgänge und funktionelle Abläufe im Organismus)
  • Gesunde und ausgewogene Ernährung
  • Ernährung und Gesundheit
  • Lebensmittelqualität
  • Ernährung und Allergien
  • Ernährungsbedingte Krankheiten
  • Fasten, Diäten und Nahrungsergänzung (auch zur Hilfe bei Übergewicht)
  • Alternative Ernährungsformen
  • Typgerechte Ernährung
  • Vegetarismus, Veganismus
  • Konstitutionstypen
  • Lebensmittelkunde
  • Naturheilkunde: Heilpflanzen- und Heilkräuterkunde, Naturarzneimittel, Naturkosmetik
  • Präventions-Konzepte
  • Kneipp-Therapie
  • Säure-Basen-Haushalt
  • Nährstoffanalyse
  • Beratungspsychologie: Beratungsmethoden und Gesprächsführung
  • Entspannungstechniken und Stressmanagement
  • Fitness und Bewegung
  • Rückenschule
  • Psychosomatik
  • Lehrküche; (Heil-)Kräuter, Gewürze und ihre Wirkung

Das theoretische Wissen dient dir als Gesundheitsberater nicht nur bei der Beratung, sondern auch bei der praktischen Anwendung. Deine fachliche Kompetenz zeichnet aus, dass du dich mit Lebensmitteln, ihrer Zusammensetzung und ihrem Nährwert auskennst. Das hilft nicht nur bei der Erstellung eines Ernährungsplans, sondern auch dabei, gesundes Essen mit den richtigen Tipps und Tricks zu einem genussvollen Koch-Erlebnis zu machen. Als Gesundheitsberater hilfst du deinen Klienten dabei, die ganzheitliche Gesundheit zu einer Lebenseinstellung werden zu lassen, die zu einem besseren Wohlbefinden führt und dadurch auch glücklich macht. Dazu gehört auch Fitness und Sport.

Salutogenese: Der Kerngedanke der ganzheitlichen Gesundheit

Die Salutogenese ist ein wichtiges Stichwort für die Ausbildung zum Gesundheitsberater. Die Wortherkunft aus dem Lateinischen zeigt den Kerngedanken und Grundsatz der Ausbildung. Das lateinische salus steht für “Gesundheit” und “Wohlbefinden” und die Endung –genese für die Entstehung.

Der Begriff steht für den Perspektivenwandel, der sich in den letzten Jahren in der Gesundheitsindustrie vollzogen hat. Dabei geht das Salutogenese-Konzept nach Aaron Antonovsky (1923–1994) davon aus, dass unsere Gesundheit kein Zustand, sondern ein Prozess ist. Aufgrund dessen ist es wichtig, den menschlichen Körper und Geist in seinen Wechselwirkungen zu verstehen. Dabei geht die Theorie von essentiellen Fähigkeiten aus, die der Mensch für eine gesunde Lebensführung benötigt. Diese gesundheitsfördernde- und erhaltende Eigenschaft ist das Kohärenzgefühl. Es besteht aus diesen drei Komponenten:

  • Verstehbarkeit: meint die Fähigkeit der Verknüpfung von Zusammenhängen. Dabei geht es vor allem um die Betrachtung deiner selbst in Bezug auf andere und deine Umgebung.
  • Handhabbarkeit: meint die Fähigkeit des Umgangs mit Geschehnissen und den ideologischen Grundsatz, sein Leben selbst frei gestalten zu können.
  • Sinnhaftigkeit: meint die Bedeutsamkeit von allem, was wir erleben und was unser eigenes Leben mit Inhalt füllt.

Die Gesundheit wird als aus mehreren Dimensionen bestehend aufgefasst. Das meint, dass unser Körper und unser inneres Wohlbefinden in einem wechselseitigen Verhältnis stehen und sich gegenseitig beeinflussen. Geraten wir gesundheitlich aus dem Gleichgewicht, hilft uns das Kohärenzgefühl bei der Bewältigung und beim Verständnis von Krankheit und Gesundheit. Der Salutogenese kommt somit eine leitmotivische Funktion zu. Sie kann als Leitwort, Kern- und Knotenpunkt der Gesundheitsberatung verstanden werden.

Ausbildung zum Gesundheitsberater: Kosten

Die Kosten für eine Weiterbildung zum Gesundheitsberater fallen von Institution zu Institution sehr unterschiedlich aus. Die Kosten für eine solche Ausbildung belaufen sich insgesamt auf circa 1.000 bis 2.800 Euro. Darin enthalten sind meist alle Unterrichts- und Lehrmaterialien und auch die wahrzunehmenden Präsenzseminare. Fernstudiengänge lassen sich von der Steuer absetzen, auch bei einer Ausbildung zum Gesundheitsberater lässt sich Geld vom Staat zurückfordern.