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NLP-Ausbildung: 6 Techniken, 4 Möglichkeiten + 4 Tipps

Alles Wissenswerte zur Ausbildung im NLP

Beim Neuro-Linguistischen Programmieren optimierst du mit verschiedenen Techniken die Wahrnehmung und Kommunikation des Menschen. Hier erfährst du, welche Techniken sich die Methode zu Nutze macht. Außerdem geben wir Tipps rund um die Ausbildungsmöglichkeiten im NLP.

Was Neuro-Linguistisches Programmieren ist

So funktioniert NLP

NLP ist eine Abkürzung und steht für das Neurolinguistische Programmieren. Damit bezeichnet man unterschiedliche Kommunikationstechniken und Methoden, die du gezielt einsetzt, um psychische Abläufe zu verändern. Die breitgefächerte Methode beschäftigt sich mit der Wahrnehmung und der Kommunikation des Menschen. Im Vordergrund steht die Absicht, beide Punkte mit Hilfe verschiedener Techniken zu optimieren. Wendest du das Neuro-Linguistische Programmieren an, hast du die Möglichkeit, dich und andere Menschen gezielt zu beeinflussen.

Entwickelt wurde NLP in den 1970er Jahren von Richard Bandler und John Grinder. Die Wirksamkeit der Methode ist bisher nicht wissenschaftlich nachgewiesen. Aus diesem Grund gibt es viele Kritiker. Der Name der Technik gibt Aufschluss über die Wirkweise. So steht "Neuro" für die Vorgänge im Gehirn. "Linguistisch" verdeutlicht, dass diese Vorgänge mit Hilfe von Sprache gesteuert werden. "Programmieren" bedeutet wiederum, dass bestimmt Muster veränderbar und vorhersehbar sind. Sie werden mit Hilfe der Technik hervorgerufen.

Neuro-Linguistisches Programmieren kommt in vielen unterschiedlichen Bereichen zum Einsatz. So hilft dir die Technik insbesondere dann, wenn du als Führungskraft, Coach oder Psychotherapeut arbeitest. Aber auch im privaten Bereich kannst du damit viel erreichen, zum Beispiel beim Flirten. Du wendest dabei Strategien an, die eine gute und erfolgreiche Kommunikation ermöglichen. Mit NLP verbesserst du nicht nur die Kommunikation mit anderen Menschen, sondern auch mit dir selbst. Diese Tatsache ermöglicht es dir, positiver durchs Leben zu gehen.

Techniken des NLPs

Eine NLP-Technik basiert auf Sinneswahrnehmungen

Beim Neuro-Linguistischen Programmieren kommen unterschiedliche Techniken zum Einsatz. Du nutzt sie alle, um Kommunikation zu beeinflussen. Im Grunde lassen sich alle Techniken leicht in den Alltag integrieren. Du brauchst aber Übung, damit sie funktionieren. Gerade wenn du anderen Menschen die NLP-Techniken beibringen möchtest, musst du dich ausreichend damit beschäftigen. Folgende Techniken gibt es beim Neuro-Linguistischen Programmieren.

VAKOG System

VAKOG ist eine Abkürzung für die fünf Sinnesorgane des Menschen. Dazu zählen Sehen, Riechen, Schmecken, Tasten und Hören. Jeder Mensch setzt seine Sinne unterschiedlich ein, um damit äußere Einflüsse aufzunehmen und abzuspeichern. Die Abkürzung steht dabei für Visuell (Sehsinn), Auditiv (Hörsinn), Kinästhetisch (Tastsinn, auch inneres Empfinden), Olfaktorisch (Geruchssinn) und Gustatorisch (Geschmackssinn).

Während einige Menschen ihren Sehsinn besonders häufig nutzen, nehmen andere am meisten über ihren Hörsinn wahr. Je nachdem welcher Sinn bei zwei Gesprächspartnern besonders stark ausgeprägt ist, kommt es zu Missverständnissen in der Kommunikation. NLP will mit diesem Missverständnissen aufheben.

Time Line

Bei der Time Line Technik verdeutlichst du deine eigene Lebenszeit oder die deines Gegenübers symbolisch. Du visualisierst das Leben in Form einer Linie und hast so die Möglichkeit, dir einzelne Lebensabschnitte oder Zeitspannen besser vorzustellen. Negative Gefühle bleiben häufig in deinem Unterbewusstsein vergraben. Mit der Time Line hast du die Möglichkeit. dich diesen Gefühlen zu stellen und vergangene negative Erlebnisse aufzuarbeiten. Die Technik basiert auf der Annahme, dass jeder Mensch Erinnerungen und Erfahrungen des ganzen Lebens auf einer Art Linie oder Zeitachse speichert.

Entspannung

Vielen Menschen fällt es schwer zu entspannen

Im stressigen Alltag fällt es vielen Menschen nicht leicht, sich regelmäßig zu entspannen. Dabei ist das sehr wichtig, damit der Körper eine Chance zur Regeneration hat. Stehst du ständig unter Strom, schlägt dir das schon nach kurzer Zeit auf die Gesundheit und du bekommst ernsthafte Probleme. Tipps für mehr Entspannung gibt es hier.

Beim Neuro-Linguistischen Programmieren spielt Entspannung eine entscheidende Rolle. Es gibt viele verschiedene Techniken, die dabei Anwendung finden. In erster Linie kommt es auf deine persönliche Präferenz an. Nicht jeder Mensch entspannt mit der gleichen Methode am besten. Probiere daher mehrere Methoden aus und entscheide im Nachhinein, welche für dich geeignet ist.

Ankern

Beim Ankern hältst du positive Gefühle fest

Die Technik des Ankerns basiert darauf, dass bestimmte Bilder oder Sinneseindrücke Gefühle in dir auslösen. So verbindest du vielleicht den Geruch von frisch gemähtem Gras mit dem Glücksgefühl des Sommers oder den Geruch nach Tannennadeln mit Weihnachten und Geborgenheit. Auch Musikstücke oder bestimmte Kleidungsstücke können Erinnerungen und damit verbundene Gefühle wachrufen.

NLP nutzt dieses Phänomen und löst durch sogenannte Anker bestimmte Reaktionen aus. Anker können ganz unterschiedliche Dinge sein, zum Beispiel Bilder oder Gerüche, aber auch Berührungen und Worte. Mit Hilfe von Ankern beeinflusst du die Gefühle und Gedanken deines Gegenübers und lenkst sie in eine spezielle Richtung. So hast du die Möglichkeit, gezielt bestimmte Gefühle auszulösen und ein Gespräch gezielt zu steuern.

Um zu verstehen wie das Ankern funktioniert, probierst du es am besten einmal selbst aus. Setze oder lege dich entspannt hin und schließe die Augen. Denke nun an eine Situation, in der du sehr viel Spaß hattest und dich glücklich gefühlt hast. Das kann ein Nachmittag mit Freunden sein oder ein besonders schöner Urlaubstag. Konzentriere dich nun ganz darauf, wie du dich in diesem Moment gefühlt hast. Versuche dich voll und ganz in die vergangene Situation hineinzuversetzen und stelle sie dir bildlich vor. Wer war anwesend? Wonach hat es damals gerochen? Worüber hast du mit deinen Freunden gesprochen?

Spürst du das Glücksgefühl von damals deutlich, setzt du einen Anker, um es zu fixieren. Das funktioniert, indem du dich für ein bestimmtes Wort, eine Geste oder eine Berührung entscheidest. Es sollte sich allerdings nicht um eine alltägliche Bewegung handeln oder um ein Wort, das du immer benutzt. Wichtig ist, dass du den gewählten Trigger zu einem späteren Zeitpunkt gezielt einsetzt, um das Glücksgefühl wieder heraufzubeschwören und ihn nicht aus Versehen benutzt.

Um zu überprüfen, ob du den Anker erfolgreich gesetzt hast, löst du dich aus der Entspannung und lenkst dich ab. Nach kurzer Zeit löst du den Anker aus und beobachtest, ob dich ein Glücksgefühl überkommt. Ist das nicht der Fall, begibst du dich wieder in die Entspannung und setzt den Anker noch einmal neu.

Pacing and Leading

Gesprächspartner nehmen die gleiche Körperhaltung an

Bei dieser Technik gleichen zwei Menschen in einem Gespräch ihre Körperhaltung an. Dabei spielen Gestik und Mimik eine entscheidende Rolle. Im Pacing passt du dein Verhalten an das deines Gegenübers an und schaffst so ein Gefühl von Verbundenheit. Auch Atmung und Sprechgeschwindigkeit können angepasst werden. Hast du so eine gute Basis für die Kommunikation hergestellt, lässt du das Pacing hinter dir und gehst ins Leading über. Dabei lenkst du dein Gegenüber, das sich wiederum an dein Verhalten anpasst.

Trance

Der Trancezustand ist beim NLP von entscheidender Bedeutung. Du begibst dich mit einer Selbsthypnose in Trance und hast so die Möglichkeit, einen Zustand der Tiefenentspannung zu erreichen. Dieser Zustand ermöglicht dir einen Kontakt mit deinem Unterbewussten. Das Bewusstsein ist dabei ausgeschaltet. Denkst du zu viel, bist du alles andere als entspannt. Ein Trancezustand hilft zum Beispiel bei der Verarbeitung von starken Schmerzen. Diese werden dann nicht mehr so deutlich wahrgenommen. Einige schwangere Frauen bereiten sich so auf die Geburt ihres Kindes vor. Anzeichen für eine Schwangerschaft haben wir hier für dich zusammengestellt.

Eine Selbsthypnose durchzuführen ist gar nicht so einfach und bedarf einer Menge Übung. Wichtig ist, dass du dabei völlig ungestört bist und dich nichts und niemand ablenkt. Setzte oder lege dich hin. Wähle eine Position in der du dich absolut sicher und geborgen fühlst. Schließe deine Augen und blende den Alltag zu gut wie möglich aus. Es hilft, wenn du dich gedanklich an einen Ort begibst, der dir guttut. Das kann zum Beispiel ein schöner Strand oder eine einsame Berghütte sein. Zur Wahl des Ortes gibt es keine Vorschriften. Atme regelmäßig tief in den Bauch ein und wieder aus. Mit der Zeit entspannt sich dein Körper immer mehr und du gleitest in einen Trancezustand.

Funktioniert die Selbsthypnose bei den ersten Versuchen nicht, ist das kein Grund zur Enttäuschung. Du brauchst dazu eine Menge Konzentration und Übung.

Ablauf einer NLP-Ausbildung

Ablauf einer NLP-Ausbildung

Entscheidest du dich für eine NLP-Ausbildung, bekommst du alle grundlegenden Techniken und Kenntnisse des NLPs vermittelt. Die Bandbreite der Ausbildungsmöglichkeiten ist sehr groß. Es gibt sowohl einmalige Infoveranstaltungen als auch mehrjährige Ausbildungen. In der Regel dauert eine Ausbildung aber einige Wochen.

Bevor du dich für ein Angebot entscheidest, solltest du dir im Klaren darüber sein, was du dir von der Ausbildung versprichst. Je nachdem für welche Art du dich entscheidest, erreichst du nach Abschluss der Ausbildung unterschiedliche Level. Erst ab einer gewissen Stufe wirst du vom Deutschen Verband für Neuro-Linguistisches Programmieren zertifiziert. Du musst mindestes die Stufe NLP-Basic erreicht haben.

Unabhängig vom Programm, werden dir in Übungsseminaren und Infoveranstaltungen verschiedene Techniken nähergebracht. Zunächst wendest du diese bei dir selbst an, um sie besser zu verinnerlichen und davon zu profitieren. In welchem Umfang die Vermittlung stattfindet, hängt von der Art des Kurses ab. Folgende Stufen sind möglich.

NLP-Practitioner

Hast du die erste Stufe der Ausbildung erfolgreich absolviert, kannst du dich als NLP-Practitioner bezeichnen. Während der Ausbildung werden dir Basis-Informationen und grundlegende Modelle des NLPs vermittelt. Du lernst sowohl die Theorie rund um die Methoden kennen als auch die Praxis. Dazu gehört das Lösen von Problemen, das Aufbrechen von Verhaltensmustern und das Erreichen gesetzter Ziele. Nicht nur deine Mitmenschen profitieren von deiner Ausbildung, sondern in erste Linie du selbst.

In kleinen Gruppen bekommst du Aufgaben gestellt, die du gemeinsam mit den anderen Auszubildenden lösen musst. Eine einheitliche Zertifizierungsstelle oder gesetzliche Richtlinien gibt es zu dieser Ausbildung nicht. Machst du lediglich die Ausbildung zum NLP-Practitioner, beschäftigst du dich in der Regel nur mit deiner persönlichen Entwicklung und hast nicht die Möglichkeit, andere Menschen zu coachen.

NLP-Coach

Als NLP-Coach vermittelst du dein Wissen

Die nächste Ausbildungsstufe macht dich zum NLP-Coach. Dabei baust du deine Rolle als Coach aus, die du später so anwenden kannst, wie du möchtest. Du lernst dich als Coach vorzubereiten und deine Klienten umfassend zu beraten. Voraussetzung für diese Ausbildung ist, dass du dich zuvor zum NLP-Practitioner hast ausbilden lassen.

In der Regel finden die Kurse an Wochenenden statt. Die Ausbildung eignet sich einerseits für Führungskräfte, andererseits für Menschen, die Andere in der NLP-Technik coachen möchten. In der Ausbildung lernst du verschiedene Fragen- und Gesprächstechniken kennen, beschäftigst dich mit Konfliktmanagement und mit Team- und Gruppenprozessen.

NLP-Master

In dieser Ausbildung werden dir fortgeschrittene Techniken vermittelt. Die Aufnahme der bekannten Methoden und Techniken in die eigene alltägliche Arbeitsweise steht dabei im Vordergrund.

NLP-Trainer

Diese Ausbildungsform ist dann interessant für dich, wenn du selbst eine NLP-Ausbildung leiten und durchführen möchtest. Auch wenn du ein Interesse daran hast Seminare, Workshops oder Vorträge mit Hilfe von NLP zu veranstalten, kann die Ausbildung durchaus interessant sein. Damit du dich für diese Ausbildungsstufe anmelden darfst, brauchst du ein NLP-Master-Zertifikat und zwei Jahre Praxiserfahrung seit dem Beginn der Ausbildung zum NLP-Practitioner.

Weiterbildung an der Fernuniversität

Möchtest du dich zum NLP-Practitioner weiterbilden, kannst du auch einen Kurs an einer Fernuniversität belegen. Bei einem Fernstudium bist du zeitlich flexibel und musst keine Präsenzstunden wahrnehmen. Wichtig ist aber ein passendes Zeitmanagement, damit du gut auf die Prüfungen vorbereitet bist. Kriterien zur Wahl der Hochschule gibt es hier. Achte bei der Auswahl unbedingt darauf, dass deine Hochschule von der staatlichen Zentralstelle für Fernunterricht (ZFU) anerkannt und zugelassen ist. Viele Universitäten bieten Weiterbildungen für Coaches an, NLP ist dann nur ein Teilaspekt des Programms.

Tipps für die NLP-Ausbildung

Tipps für die NLP-Ausbildung

Das Angebot für eine NLP-Ausbildung ist sehr groß. Es ist gar nicht so einfach, sich für einen Anbieter zu entscheiden. Das liegt auch daran, dass es keine einheitlichen Regeln für die NLP-Ausbildung gibt. Aus diesem Grund können die Anbieter selbst entscheiden, wie sie einen Kurs aufbauen. Bevor du dich für einen Ausbildungslehrgang entscheidest, gibt es also einiges zu beachten. Die einzelnen Kurse unterscheiden sich nämlich sowohl in Bezug auf die vermittelten Inhalte erheblich voneinander als auch in Bezug auf die Kosten und die Ausbildungsdauer. Wir haben hier ein paar Tipps für dich zusammengestellt, die dir die Auswahl erleichtern.

Schaffe eine Grundlage

Die NLP-Methode kommt in vielen verschiedenen Bereichen zur Anwendung. Sowohl in der Pädagogik als auch in der Psychologie und im Sport feiert NLP Erfolge. Allerdings handelt es sich bei NLP um eine Weiterbildung, die auf einem grundlegenden Studium oder einem anderen Ausbildungsberuf aufbaut. Hast du gerade erst dein Abitur gemacht, solltest du also darüber nachdenken, zunächst ein Bachelorstudium oder eine umfassende Berufsausbildung zu absolvieren. Besonders sinnvoll ist ein Studium der Psychologie, Pädagogik oder Sportwissenschaften.

Informiere dich rechtzeitig

Informiere dich rechtzeitig

Da das Angebot an Ausbildungsplätzen sehr groß ist, informierst du dich am besten rechtzeitig über deine Möglichkeiten. Überlege dir auch, ob die Ausbildung wirklich zu dir passt. Es wäre sehr ärgerlich, wenn du eine Ausbildung beginnst und sie nach kurzer Zeit wieder abbrichst. Die Arbeit sollte dir zum größten Teil Spaß bereiten und deinen Vorstellungen entsprechen. Nimm Kontakt zu einem NLP-Coach auf und stelle ihm Fragen zu den Inhalten und dem Ablauf seines Arbeitsalltags.

Statte der Einrichtung einen Besuch ab

Hast du dich für einen Kurs entschieden, solltest du der Einrichtung einen Besuch abstatten, bevor du einen Vertrag unterschreibst. Gerade wenn für den Kurs hohe Gebühren anfallen, ist es keine gute Idee, sich blindlings hineinzustürzen. Vor Ort kommst du mit Dozenten ins Gespräch und knüpfst eventuell auch Kontakt zu Absolventen. Vielleicht gibt es auch einen Tag der offenen Tür, an dem du Informationen einholen kannst. Einige Trainer bieten kostenlose Erstgespräch an. Möchtest du mehr über einen Trainer erfahren, lohnt ein Blick auf die entsprechende Website.

Geh mit Überzeugung an die Sache heran

Eine NLP-Ausbildung ist nur dann sinnvoll, wenn du dich mit ausreichender Motivation und Überzeugung in die Ausbildung stürzt. Hast du von vornherein Zweifel an der Methode oder findest sie nicht wissenschaftlich fundiert, solltest du dich nach einer anderen Ausbildung umschauen. Nur wenn du selbst vom Konzept überzeugt bist, hast du Erfolg und die Möglichkeit, dein Wissen an andere Menschen weiterzugeben.

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