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NLP: Die besten 4 Techniken für eine wirkungsvolle Kommunikation

NLP ist die Kurzform für Neuro-Linguistisches Programmieren. Die breitgefächerte Methode beschäftigt sich mit der Wahrnehmung und Kommunikation des Menschen und versucht diese mit verschiedenen Techniken zu optimieren. So kannst du dich und andere gezielt beeinflussen. Wir erklären dir die wichtigsten Grundlagen und stellen einfache, aber dennoch wirkungsvolle Techniken vor.


Was ist NLP?

Was NLP ist

Neurolinguistisches Programmieren ist in vielen Bereichen vorteilhaft. Einige Menschen erlernen die Technik, um ihre Kompetenzen als Führungskraft, Coach oder Psychotherapeut zu verbessern. Andere möchten beim Flirten besser ankommen. NLP hilft dabei Verhaltensweisen zu ändern, die einer guten Kommunikation im Wege stehen. Dadurch wird nicht nur die Kommunikation mit anderen sondern auch die mit dir selbst verbessert. Ziel ist es, positiver durchs Leben zu gehen.

Die ersten Züge dieser Methode entwickelten sich in den 70er Jahren. Damals untersuchten die beiden Amerikaner Richard Bandler und John Grinder die Wirkungsweisen bewährter Therapien, um diese auch in anderen Therapien anzuwenden. Sie fokussierten sich vor allem auf die kommunikativen Fähigkeiten und die Verhaltensweisen der Therapeuten und leiteten Kommunikationstechniken und Behandlungsmethoden daraus ab. Zusammenfassend nannten sie ihre Lehre NLP. Im Laufe der Jahre kamen neue Techniken und Methoden dazu, die das Angebot erweiterten.

Allgemein setzt sich der Begriff Neurolinguistisches Programmieren aus drei Bereichen zusammen. Ein Bereich bezieht sich auf das Nervensystem (Neuro), das die Sinneswahrnehmungen bearbeitet. Der zweite Bereich beschäftigt sich mit Sprache (Linguistik). Inbegriffen ist sowohl die Kommunikation mit anderen als auch die innerliche Kommunikation mit sich selbst. Der dritte Bereich handelt von gezielter Veränderung (Programmieren), denn mit Hilfe der Kommunikation hat der Mensch die Möglichkeit seine Wahrnehmung zu beeinflussen. Die Wirksamkeit dieser Methode konnte bisher jedoch noch nicht wissenschaftlich nachgewiesen werden. Bei ernsten psychischen Problemen solltest du daher einen ausgebildeten Therapeuten hinzuziehen, wenn du NLP anwenden möchtest.

Die NLP-Vorannahmen

Das Neurolinguistische Programmieren setzt mehrere Annahmen voraus, die die grundlegenden Einstellungen dieser Methode veranschaulichen. Vom DVNLP, dem Deutschen Verband für Neuro-Linguistisches Programmieren, werden diese wie folgt zusammengefasst:

  1. Jeder Mensch ist einzigartig und nimmt die Welt auf eine andere Weise wahr. So lebt jeder auf seine ganz spezielle Art.
  2. Geist, Körper und Umwelt können sich gegenseitig beeinflussen. Dein Handeln kann deine Denkweise beeinflussen. Auch deine Gedanken können auf dein Empfinden wirken.
  3. Alles ist Kommunikation, auch Schweigen.
  4. Die Reaktion des Empfängers zeigt die Bedeutung von Kommunikation.
  5. Jeder Mensch bildet sich durch seine Erfahrungen eine ganz eigene Vorstellung von der Welt und handelt nach seiner Realität.
  6. Es ist immer besser, genügend Wahlmöglichkeiten beziehungsweise Handlungsoptionen zu haben, da dadurch eine höhere Chance besteht, das gewünschte Ziel zu erreichen.
  7. Der Mensch trifft für sich immer die beste Wahl aus den Möglichkeiten, die in seiner Wahrnehmung bestehen. Er verhält sich immer auf die bestmögliche Weise im Rahmen seiner Möglichkeiten.
  8. Die Verhaltensweisen eines Menschen ergeben in seiner Weltwahrnehmung immer einen Sinn und sind die Folge einer positiven Absicht.
  9. Egal wie sich der Mensch verhält, sein Verhalten ist ihm immer von Nutzen.
  10. Alles was für eine Veränderung nötig ist, trägt der Mensch bereits in sich. Er hat die Fähigkeit neue Dinge zu erlernen und gewohnte Verhaltensmuster zu ändern.
  11. Du kannst nicht versagen, nur Feedback erhalten.
  12. Bist du mit einer Methode nicht erfolgreich, probiere eine andere aus. Wenn du flexibel bist, wirst du erfolgreich sein.

Diese Annahmen setzen den Grundstein für eine gelungene Kommunikation, die es dir ermöglicht, dich auf die Realität deines Gegenübers einzustellen und deine eigene Realität zu beeinflussen. So bist du flexibler in deiner Kommunikation und kannst offener auf andere Menschen zugehen. Du selbst kannst dich Herausforderungen stellen und flexibler auf Veränderungen reagieren.

4 Techniken für eine wirkungsvolle Kommunikation

Das Neurolinguistische Programmieren nutzt verschiedene Techniken, um die Kommunikation zu beeinflussen. Kommunikation beeinflusst das Denken und Handeln und sollte daher in der besten Weise genutzt werden, so dass du dein volles Potenzial entfalten kannst. Die meisten Techniken lassen sich leicht in den Alltag integrieren, brauchen aber meist ein bisschen Übung, damit sie funktionieren. Lass dich nicht unterkriegen und behalte die NLP-Vorannahmen im Hinterkopf, um motiviert zu bleiben.

Sinneswahrnehmungen

Sehen, Riechen, Schmecken, Tasten und Hören – das sind die fünf Sinne, mit denen der Mensch die Welt wahrnimmt. Mit diesen Sinnen ist es möglich äußere Einflüsse aufzunehmen und sie abzuspeichern. Das macht sich das Neurolinguistische Programmieren zunutze. Hier werden die Sinne jedoch anders bezeichnet und als VAKOG abgekürzt:

  • Visuell = Sehsinn
  • Auditiv = Hörsinn
  • Kinästhetisch = Tastsinn/ Spüren, auch inneres Empfinden
  • Olfaktorisch = Geruchssinn
  • Gustatorisch = Geschmackssinn

NLP geht davon aus, dass jeder Mensch bestimmte Sinne bevorzugt. Häufig sind dies visuelle und auditive Präferenzen oder visuelle und kinästhetische Tendenzen, die ein Mensch am häufigsten zur Wahrnehmung gebraucht.

Gefühle verankern

Gefühle verankern

Manche Sinneindrücke lösen Gefühlsreaktionen aus, da sie eine Erinnerung wachrufen. Die meisten Menschen verbinden beispielsweise den Geruch von Zimt mit Weihnachten, einen Song mit einer bestimmten Person oder ein Kleidungsstück mit einer gewissen Situation. Darauf baut NLP auf, denn es nutzt dieses Phänomen, um bestimmte Reaktionen durch einen Auslöser, einen Anker, heraufzubeschwören. Dieser Auslöser kann aus den verschiedenen Sinnen entspringen. Es kann sich sowohl um ein Bild, ein Geräusch oder ein Geruch als auch um eine Berührung handeln. Jeder Sinneseindruck kann dem Menschen als Anker dienen. Sie sorgen dafür, dass Gefühle und Gedanken bewusst beeinflusst werden können. Einige Sinneindrücke lösen bereits Konnotationen aus, andere können bewusst geschlossen und je nach Situation genutzt werden. So können bestimmte Gefühle bewusst ausgelöst werden.

Übung: Damit du ein Gefühl verankern kannst, musst du dieses zuerst in einer gewissen Stärke in dir auslösen. Möchtest du beispielsweise das Gefühl der Freude in dir verankern, solltest du an eine Situation denken, die dir viel Freude bereitet hat. Versuche dich währenddessen zu entspannen und ganz auf das Gefühl zu konzentrieren.

Das Gefühl sollte immer stärker werden. Es hilft, wenn du dir die Situation genau vor Augen führst. Schließe die Augen und versuche ein detailliertes Bild zu schaffen. Wie sah die Umgebung aus, als du Freude empfunden hast? Wonach hat es gerochen? Erinnerst du dich an eine Stimme, die damals sprach? Wenn das Gefühl stärker wird, halte die Empfindung fest und spüre nach. Genieße die Freude, die in dir wächst.

Wenn du glaubst, dass das Gefühl am stärksten ist, kannst du den Anker setzen. Das heißt, du machst eine bestimmte Geste, sagst ein bestimmtes Wort oder berührst dich an einer bestimmten Körperstelle. Wichtig ist, dass der Anker etwas Besonderes ist, also nicht so leicht verwechselt werden kann. So kannst du ihn gezielt einsetzen, wenn du das Gefühl der Freude hervorrufen möchtest. Bei einer Berührung solltest du darauf achten, dass es eine Stelle ist, die du nicht aus Gewohnheit oft berührst wie zum Beispiel der Arm. Trotzdem solltest du darauf achten, dass dein Anker leicht durchzuführen ist.

Nun kannst du deinen Anker testen. Löse dich von dem Gefühl der Freude und denke an etwas anderes. Wenn du so weit bist, kannst du den Anker auslösen. Spürst du Freude, hat der Anker funktioniert. Funktioniert dein Anker noch nicht, kannst du den Prozess so lange wiederholen, bis er die gewünschte Gefühlsregung auslöst. Manchmal ist ein Gefühl schon nach einem Mal verankert. In anderen Fällen brauchst du mehrere Anläufe, um ein Gefühl mit einem Sinneseindruck zu verankern.

Entspannungstechniken

Entspannung spielt im Neurolinguistischen Programmieren ebenfalls eine große Rolle. Viele Menschen haben Probleme abzuschalten und sich zu entspannen. Entspannungstechniken, die im NLP angewandt werden, können schon nach kurzer Zeit zu einer verbesserten Entspannung führen und Stress reduzieren.

Oft wird Visualisierung zur Entspannung genutzt. Das heißt, dass du dir einen Ort vorstellst, der eine besonders beruhigende Wirkung auf dich hat. Dies kann beispielsweise ein ruhiger Ort in der Natur sein – ein Wald, ein Strand oder eine sternklare Nacht. Wichtig ist, dass du dich ganz auf dein inneres Bild konzentrierst und dir diesen Ort mit all deinen Sinnen vorstellst. Dazu gehört beispielsweise der Tannenduft des Waldes oder das Gefühl von Salz auf deiner Haut am Strand. Diesen Entspannungszustand nennt man Trance.

Selbsthypnose

Selbsthypnose

Auch Selbsthypnose wird im NLP zur Entspannung genutzt und kann dafür sorgen, dass du konzentrierter an Herausforderungen heran gehst. Bei der Selbsthypnose hast du die Möglichkeit die Tür zu deinem Unterbewusstsein zu öffnen, zu dem du sonst weniger Zugang hast. Dein Bewusstsein sorgt dafür, dass du im Alltag funktionierst. Es kann in manchen Dingen allerdings hinderlich sein, beispielsweise können durch dein bewusstes Denken Zweifel an deiner Persönlichkeit laut werden. Im Unterbewusstsein existieren diese Zweifel nicht.

Schon in ganz alltäglichen Situationen gerätst du immer wieder in eine Selbsthypnose. Es reicht schon, wenn du gedankenverloren aus dem Fenster schaust oder ganz gespannt einen Film anguckst. Diese Zustände kann man bereits als Selbsthypnose bezeichnen. Affirmationen sind ebenso eine gute und leichte Möglichkeit, dein Unterbewusstsein zu erreichen. Die laut ausgesprochenen oder in Gedanken formulierten Sätze mit positivem Inhalt finden bei ständiger Wiederholung den Weg in dein Unterbewusstsein und setzen sich dort fest, so dass du deine Fähigkeiten beeinflussen kannst.

Selbsthypnose ist vor allem dann wirkungsvoll, wenn du in einen gewissen Flow kommen möchtest, beispielsweise wenn du etwas schreiben und in einen Schreibfluss geraten willst. Ähnlich wie bei der Verankerung kannst du dies auch mit deinem Trancezustand machen. Sagst du beispielsweise ein bestimmtes Wort oder machst eine spezielle Geste, kannst du dich so innerhalb von Sekunden in Selbsthypnose versetzen.

Übung: Entspanne dich. Wenn du dich vollkommen gelassen fühlst, malst du dir eine Situation aus, in der du dich vollständig im Flow befindest, beispielsweise wie du am Schreibtisch sitzt und konzentriert einen Aufsatz schreibst. Wichtig ist, dass du mit all deinen Sinnen dabei bist. Du solltest dich selbst als Protagonist eines Films sehen, in dem du diesen Aufsatz schreibst. Diesen Zustand nennt man dissoziierte Erinnerung.

Nun stellst du dir dieselbe Szene vor. Dieses Mal siehst du dich jedoch nicht, sondern bist der Protagonist selbst. Versuche mit all deinen Sinnen in die Rolle zu fühlen. Was siehst du? Was riechst und spürst du? Dieser Zustand wird assoziierte Erinnerung genannt. Wenn du merkst, dass du dich voll und ganz im Flow befindest, kannst du einen Anker setzen. Dann kehrst du in die Gegenwart zurück, indem du dich beispielsweise bewegst.

NLP Ausbildung

Eine NLP Ausbildung vermittelt dir alle grundlegenden Techniken und Kenntnisse des NLP. Mit Übungsseminaren und Infoveranstaltungen werden dir die verschiendenen Techniken näher gebracht und auch bei dir angewendet. Es gibt sowohl einmalige Infoveranstaltungen als auch mehrjährige Ausbildungen. Du kannst verschiedene Level erreichen. Ab einer gewissen Stufe kannst du vom Deutschen Verband für Neuro-Linguistisches Programmieren zertifiziert werden.

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Kommentare


Aschtar Sideki 11. August 2020 um 13:18

Insbesondere diesen Punkten würde ich mit Begründung nicht zustimmen:

7. Der Mensch trifft für sich immer die beste Wahl aus den Möglichkeiten, die in seiner Wahrnehmung bestehen. Er verhält sich immer auf die bestmögliche Weise im Rahmen seiner Möglichkeiten.

Das kling konsequentialistisch und die Realität zeigt etwas anderes. Viele Menschen haben nicht ausreichend Weitsicht, vllt. sogar Intelligenz, um zu verstehen, was ihren persönlichen Ziele am stärksten erreichen lässt. Sie entscheiden sich für Meinungen und Verhalten, dessen Wirkung allen langfristig schadet und sie kaum erreichen können wollen, wenn sie in einer gesunden und positiven Weltgemeinschaft leben wollen. Ich halte es für gut möglich, dass 50% der Wähler Parteien aus einer bestimmten Absicht wählen, ohne eigentlich zu verstehen, dass diese Partei nicht wirklich ihre Absicht bewirkt oder nicht zu dieser Absicht führen kann (auch aus fehlerhaften Vorstellungen und Unverständnis heraus). Manche glauben, das "geringste Übel" sich auszusuchen ohne zu wissen, dass es auch bessere Alternativen gibt.

Es gibt keine allgemeine Intelligenz, die weiß, wie sich jedes beliebige Ziel bestmöglich erfüllen ließe. Das ist auch mathematisch unmöglich, im Prinzip ist es das berüchtigte Halteproblem. Allgemein ist die Aussage unrichtig.

8. Die Verhaltensweisen eines Menschen ergeben in seiner Weltwahrnehmung immer einen Sinn und sind die Folge einer positiven Absicht.

Aus dieser Aussage heraus gebe es keine Negativität, gäbe es kein gut und kein böse. Jeder Schaden, den andere durch eigene Handlungen und auch unter eigenem Wissen erleiden, ist ein Versehen. Denken sie darüber nach, ob das irgendwie zu all den anti-sozialen oder kriminellen Persönlichkeiten passt oder zu Saddisten, die aus eigener Gefälligkeit und Machtbefriedigung heraus anderen weh tun oder schaden wollen. Ist jedes böse oder schlechte Handeln positiv, nur weil sich eine Person dazu entschieden hat, auch wenn diese Person "böse" Stimmen hören sollte? Das ist mir zu liberalphilosophisch voreingenommen als dass es eine Allgemeingültigkeit haben könnte.

9. Egal wie sich der Mensch verhält, sein Verhalten ist ihm immer von Nutzen.

Das ist aus eigener Erfahrung heraus gänzlich inkorrekt. Das würde ja einen universalen Utilitarismus unterstellen. Ich bin eine Person, die nicht aus Nutzen sondern hauptsächlich aus Prinzip und Skalierbarkeit heraus handelt. Ich versuche aus moralischen und nicht nutzenbezogenen Standpunkten heraus zu handeln. Viele Dinge, die ich tue, nutzen mir nicht, eventuell sogar im Gegenteil. Manche Dinge bringen gar keinen Nutzen, wenn diese nur eine Person tut, man gesteht sich selbst Nachteile ein, aber wenn alle es tun würden, dann wäre der "Nutzen" enorm. In der Hoffnung, dass andere das eigene Handeln nachahmen werden (weil viele Menschen im Leben immer nur Nachlaufende sind), tut man diese Handlungen trotzdem und es hat womöglich trotzdem keine Wirkung. Die Nutzenmaximierung ist ein zutiefst ökonomisches Konzept. Nur bedeutet nützlich nicht auch sinnvoll oder moralisch.

Und dass alles erreicht werden könne, wie 11. und 12. suggerieren, ist auch nicht richtig. Vor allem sollte man sich zuerst hinterfragen, ob es allgemein sinnvoll ist, bestimmte Dinge zu erreichen oder ob es nicht einfach eine dekadente Gier ist. Es gibt bestimmte Dinge, die sich in sich logisch inkorrekt sind und sich ausschließen. Manchmal braucht man einfach nur viel Glück und Hartnäckigkeit.

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