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Windsurfen lernen: 7 Tipps für den Einstieg + die perfekte Ausrüstung

Erfahrene Windsurfer scheinen über das Wasser zu fliegen. Es ist beeindruckend, sie über die Wellen gleiten zu sehen. Um so elegant zu windsurfen, braucht es allerdings viel Übung. Wir geben dir sechs Tipps, die dir den Einstieg in das Windsurfen erleichtern sollen.

Das Windsurfen ist eine Wassersportart, die sich aus dem Wellenreiten (surfen) entwickelte. Es ist eine Verbindung aus Surfen und Segeln, bei der ein Segel auf dem Surfboard angebracht ist. Der Windsurfer nutzt das Segel, um mit dem Wind Geschwindigkeit aufzunehmen und gleitet mit dem Board über das Wasser. Dabei wird mit dem Segel gelenkt und es kann eine hohe Geschwindigkeit erreicht werden. Da der Antrieb des Windsurf-Boards mit dem Wind funktioniert, ist er im Gegensatz zum klassischen Wellenreiter nicht vom Wellengang abhängig. Deswegen sind viele Windsurfer auch auf Seen unterwegs.

Den richtigen Anfang in der Windsurfschule machen

Die ersten Schritte in der Windsurfschule machen

Eine Gemeinsamkeit von Wellenreiten und Windsurfen ist die Schwierigkeit. Es ist deswegen empfehlenswert, einen Grundkurs in einer Surfschule zu absolvieren. Dabei lernst du die essenziellen Grundlagen und trainierst sofort die richtige Technik. Zwar ist es theoretisch möglich, sich das Windsurfen allein beizubringen. Dabei wirst du allerdings nicht sofort merken, wenn du etwas falsch machst. So kann es passieren, dass du dir wichtige Techniken falsch aneignest und deswegen ineffizient windsurfst. Ein Lehrer kann dich sofort auf kleine Fehler bei der Technik hinweisen, sodass du sie später nicht erneut lernen musst.

Einen Kurs in einer Surfschule kannst du auch im Urlaub belegen. In ein paar Tagen erlernst du dann die praktischen Grundlagen: wie du auf dem Board stehst, wie du Geschwindigkeit aufnimmst und wie du mit dem Segel lenkst. Wenn du dir aber richtig Zeit nimmst und einen umfassenden Kurs belegst, in dem dir das vollständige Wissen vermittelt wird, erlernst du neben der Praxis auch die Theorie des Windsurfens. Dabei wird dir die Winderkennung und das Verhalten auf dem Wasser beigebracht. Zudem lernst du die Bedeutung wichtiger Windsurf-Begriffe wie Lee und Luv und die komplette Ausrüstung kennen. Bei einem solchen Kurs, der über die Grundlagen hinausgeht, kannst du auch einen Surfschein machen.

Zum Windsurfen wird in gewissen Gewässern ein Surfschein verlangt. Generell ist ein Surfschein kein Muss, kann aber sehr hilfreich sein. Er erleichtert das Ausleihen von Ausrüstung und bescheinigt, dass du die Grundlagen des Windsurfens beherrschst und die Surfer-Etikette kennst. Ein Surfschein bietet sich als Einsteiger auch an, weil du die komplette Theorie und Praxis dabei erlernst und eine Prüfung ablegen musst.

Schnupperkurs

Bevor du einen Einsteigerkurs machst oder dich gar an den Surfschein heranwagst, solltest du einen Schnupperkurs machen. Dabei wird dir die komplette Ausrüstung geliehen und du stehst das erste Mal auf einem Board. Wenn der Schnupperkurs einen guten Eindruck bei dir hinterlassen hat und dir das Windsurfen gefällt, solltest du einen kompletten Einsteigerkurs absolvieren.

Die richtige Surfschule wählen

Bei der Wahl der Surfschule solltest du zwei Dinge beachten: Es sollte sich wirklich um einen Kurs zum Erlernen von Windsurfen handeln, denn sowohl Schulen für Wellenreiten als auch für Windsurfen werden Surfschulen genannt. Außerdem solltest du darauf achten, dass sich nicht zu viele Anfänger in einem Kurs befinden. Ein Windsurf-Lehrer kann sich nur wirklich auf dich konzentrieren, wenn er nicht zu viele Menschen gleichzeitig trainieren muss.

Übe Windsurfen bei schwachem Wind

Übe Windsurfen bei schwachem Wind

Für viele Anfänger ist es verlockend, so schnell wie möglich ein hohes Tempo aufzunehmen. Das ist aber ein Fehler und kann sehr gefährlich werden. Die richtige Balance auf dem Board zu finden und mit dem Segel zu halten, gestaltet sich zu Beginn schwierig. Ohne das richtige Gleichgewicht landest du schnell im Wasser. Deswegen solltest du erst einmal bei schwachem Wind üben. Es braucht Zeit, bis du Board und Segel so beherrschst, dass du jede Windströmung ohne Probleme ausnutzen kannst.

Gewöhnt sich der Köper einmal an dieses Gleichgewichtsgefühl, verlernt er es nicht mehr. Deswegen bietet sich das Windsurfen als gute Urlaubsaktivität an: Hast du es einmal gelernt, kannst du im nächsten Urlaub direkt da weitermachen, wo du aufgehört hast.

Schmerzen beim Windsurfen nicht ignorieren

Windsurfen ist eine sehr anstrengende Wassersportart, bei der der Körper unter viel Spannung steht. Dabei wird vor allem die Rückenmuskulatur stark beansprucht. Es ist nicht selten der Fall, dass Windsurfer deswegen nach dem Surfen unter Rückenschmerzen leiden. Sollte das bei dir ebenfalls der Fall sein, stemple diese Schmerzen nicht als einfachen Muskelkater ab. Regelmäßige Rückenschmerzen können zu anhaltenden Problemen führen.

Wärme dich deswegen vor dem Surfen immer gut auf. Viele Windsurfer verbinden das Surfen mit Yoga, um dem Körper die Spannung zu nehmen und sich ordentlich zu dehnen. Andere gehen gerne ins Fitnessstudio, um ihre Muskeln gezielt zu trainieren und aufzubauen. Mehr über die richtige Ernährung für den Muskelaufbau erfährst du hier.

Die Haltung auf dem Board ist ebenfalls wichtig. Du solltest nicht gerade wie eine Kerze auf dem Board stehen, sondern deine Beine stabil und locker halten, indem du sie leicht beugst. Beim Windsurfen solltest du den Druck auf die Beine konzentrieren und den Rücken gerade halten. Um Schmerzen zu vermeiden, solltest du es außerdem nicht übertreiben. Viele Anfänger vergessen die Zeit und merken wegen des Adrenalins beim Windsurfen nicht, wie erschöpft der Körper eigentlich schon ist. Gib deinem Körper deswegen genügend Zeit, sich zu erholen und zu regenerieren.

Wenn du bereits vor dem Windsurfen unter Rückenschmerzen leidest, solltest du dich vor dem Training mit deinem Arzt in Verbindung setzen.

Tipp: Wenn du im Wasser das Segel aufheben musst, solltest du dich besser nicht bücken. Bleibe in einer stabilen Haltung stehen und ziehe das Segel mit den Händen ein, indem du das mit dem Board verbundene Seil nutzt.

Besorge dir die richtige Ausrüstung zum Windsurfen

Ein Windsurf-Board besteht aus einem Rig und einem Surfbrett. Das Rig ist eine Konstruktion aus Segel, Mast und Gabel. Für ein gutes Windsurf-Erlebnis ist aber in der Regel noch weitere Ausrüstung nötig.

Board

Windsurf-Boards

Das Board zum Windsurfen teilt sich die Eigenschaften mit dem des Wellenreitens. Je größer das Board, desto besser gleitet es. Je kleiner es ist, desto besser lässt es sich manövrieren. Das Windsurf-Board ist allerdings ein bisschen dicker und stabiler gebaut als ein normales Surfbrett, da das Rig in der Mitte des Boards befestigt wird. Daneben haben viele Windsurf-Boards Fußhalter.

Bei einem Windsurf-Board kommen Finnen zum Einsatz. Eine Finne ist ein Führungselement am Board, das beim Windsurfen an eine umgekehrte Haiflosse unter dem Board erinnert. Sie sorgt für mehr Stabilität und Kontrolle. Die Finne muss vor jedem Einsatz am Board befestigt werden.

Ein Windsurf-Board sollte an deine Größe und dein Gewicht angepasst werden. Als Anfänger in einem Einsteigerkurs übst du noch auf einem etwas größeren Board, da sich die Balance auf diesem leichter erlernen lässt. Für regelmäßiges Windsurfen ist ein passendes Board allerdings empfehlenswert. Dazu unterscheiden sich die Boards je nach Einsatzgebiet. Vor dem Kauf eines Boards solltest du dir darum die Fragen stellen: Wo willst du surfen, auf dem Meer oder auf dem See? Wie willst du windsurfen, entspannt oder schnell mit Sprüngen und Tricks? Je nach Art des Windsurfens unterscheiden sich leichte Merkmale des Boards. Die Finne zum Beispiel unterscheidet sich bei einem Rennboard von der eines Freestyleboards.

Rig

Das Rig ist der entscheidende Teil des Windsurf-Boards. Die Komponenten müssen aufeinander abgestimmt sein, um ein gutes Fahrgefühl zu ermöglichen. Deswegen ist es empfehlenswert, Segel, Mast und Gabel zusammen zu kaufen. Dann weißt du im Vorhinein bereits, dass du sie zusammen gut verwenden kannst.

Surfsegel

Das Segel ist ebenfalls von der Körpergröße abhängig. Eine große, schwere Person braucht auch ein großes Segel, um entsprechend mehr Wind aufzunehmen. Im Einsteigerkurs erhältst du allerdings erst einmal ein kleineres Segel, damit du dich nicht zu schnell fortbewegst und das Segel nicht zu schwer ist. Ein kleines Segel ist außerdem einfacher zu handhaben. Profi-Windsurfer haben übrigens immer mehrere Segel dabei, da sich für verschiedene Windstärken auch verschiedene Segelarten lohnen.

Mast

Die Art von Mast orientiert sich an der Wahl des Segels. An einem Mast können verschiedene Arten von Segeln angebracht werden, deswegen wirst du zu Beginn nicht mehrere brauchen. Jeder Mast hat einen vom Hersteller angegebenen Härtegrad, da es verschiedene Biegekategorien gibt. Diese unterschieden sich ebenfalls nach der Art des Windsurfens. Der Mast wird mittels Mastfuß mit dem Board verbunden.

Gabel

Die Gabel ist eine Halterung, die an Mast und Segel angebracht wird. An der Gabel hältst du dich fest und mit ihr steuerst du das Segel. Die Größe der Gabel orientiert sich ebenfalls an der des Segels. Die Gabeln gibt es in verschiedensten Materialien und zu verschiedensten Preisen. Einsteiger-Gabeln sind oft aus Aluminium und sehr schwer, erfüllen aber ihren Zweck.

Die Lightriding-Alternative

Das Rig gibt es auch in aufblasbarer Form, bei der Segel, Mast und Gabel schon miteinander verbunden sind und nur aufgepumpt werden müssen. Ein Lightride-Rig ist leichter zu transportieren und das Verletzungsrisiko ist geringer. Die Kontrolle mit einem klassischem Rig ist allerdings besser.

Trapez

Ein Trapez hilft bei der Stabilität

Stundenlanges Windsurfen kann sehr in die Arme gehen. Um die Haltung zu erleichtern, wurde das Trapez entwickelt. Es verbindet den Körper mit der Gabel und entlastet so die Arme, während es zusätzliche Stabilität bietet. Ein Trapez wird entweder um die Hüfte wie ein Gürtel getragen oder an Brust oder Gesäß befestigt. Ein Hüfttrapez bietet die beste Bewegungsfreiheit und ist deswegen am beliebtesten.

Das Trapez wird mit einem Trapeztrampen mit der Gabel verbunden. Die Trampen gibt es in verschiedenen Längen und sollten möglichst viel Halt und Bewegungsfreiheit bieten. Viele Windsurfer haben Ersatz-Trampen dabei, falls eins reißen sollte.

Trapeze solltest du anprobieren. Ein Sitztrapez fühlt sich anders an als ein Hüfttrapez. Probiere so viele wie möglich aus.

Neoprenanzug

Viele Windsurfer tragen Neoprenanzüge beim Surfen. Sie halten den Körper warm, selbst wenn er nass wird. Deswegen ist ein Neoprenanzug bei kälteren Temperaturen ein Muss. Aber auch bei warmen Temperaturen lohnt sich ein Neoprenanzug, da Nässe dem Körper immer Wärme entzieht. Außerdem schützt er den Körper vor Sonnenstrahlen, die durch das Wasser reflektiert werden und deswegen beim Wassersport stärker wirken. Darum solltest du immer ausreichend Sonnencreme verwenden.

Ein Neoprenanzug sollte immer gut passen und möglichst faltenfrei sitzen. Sonst kann er beim Windsurfen leicht stören. Die Anzüge gibt es in verschiedenen Stärken, sodass du auch noch bei Kälte angenehm windsurfen kannst. Neben dem Anzug gibt es auch noch Neoprenschuhe, -handschuhe und -hauben.

Windsurfen mit gebrauchter Ausrüstung

Eine preiswerte Alternative zu einem neuen Windsurf-Board ist ein gebrauchtes Board. Das ist prinzipiell möglich, da gut gepflegte Boards und Rigs sehr lange halten können. Aber vor dem Kauf solltest du das Windsurf-Board genauestens unter die Lupe nehmen und überprüfen, ob die Abnutzung nicht zu stark ist. Bei zu starker Abnutzung gleitet das Board nicht optimal über das Wasser oder es lässt sich nicht so leicht mit dem Segel lenken.

Windsurfe nicht allein und denke an die Gefahren

Wie bei den anderen Surfarten auch bewegst du dich beim Windsurfen in einem für den Menschen nicht natürlichen Lebensraum. Deswegen solltest du immer vorsichtig fahren und dich nicht allein auf das Wasser hinauswagen. Wenn du mit einem Partner surfst, könnt ihr aufeinander achtgeben und euch im Notfall aushelfen. Als Anfänger verlierst du wahrscheinlich leicht die Kontrolle über das Windsurf-Board und landest im Wasser.

Vor allem auf dem Meer solltest du außerdem an die Gefahren beim Windsurfen denken. Zu starke Winde oder Strömungen können dir schnell zum Verhängnis werden. Fahre nicht in der Nacht, passe auf Hindernisse wie spitze Felsen auf und denke daran, dass du wahrscheinlich nicht allein im Wasser bist. Andere Windsurfer oder Surfer, Kajakfahrer oder Schwimmer teilen sich mit euch das Wasser.

Halte Abstand zu anderen Windsurfern

Beim Windsurfen Abstand zu anderen Surfern einhalten

Da sich bestimmte Wetterbedingungen und Orte für das Windsurfen anbieten, finden sich viele Surfer gleichzeitig in einem Gebiet wieder. Damit es zu keinem Zusammenprall kommt, solltest du immer genügend Abstand zu den anderen Surfern einhalten. Folge deswegen nicht direkt dem Surfer vor dir und mache einen großen Bogen um ihn, wenn du ihn überholen willst. Das gilt auch bei Rennen. Jeder muss genügend Zeit und Platz zum Ausweichen haben, damit es zu keinem Unfall kommt. Angemessen ist ein Abstand von mindestens eineinhalb Mastlängen.

Andere Surf-Arten ausprobieren

Viele Wassersportler kennen sich mit den verschiedenen Surfarten aus und praktizieren mehr als nur eine. Das bietet sich vor allem dann an, wenn verschiedene Wetterbedingungen herrschen. Starke Wellen aber wenig Wind sind schlecht für den Windsurfer, dafür gut für den Wellenreiter. Das sorgt für maximale Abwechslung im Surfurlaub.

Wellenreiten

Unter Surfen versteht der Laie die klassische Form des Wellenreitens. Dabei stehst du auf einem Surfboard und nutzt die Kraft und Form der Welle zur Fortbewegung. Das klassische Surfen hat sich im Laufe der Zeit weiterentwickelt und heute gibt es verschiedene Arten von Boards für verschieden starke Wellengänge.

Kitesurfen

Neben dem Windsurfen wirst du auch beim Kitesurfen von dem Wind über das Wasser gezogen. Hier wird der Wind allerdings mit einem Lenkdrachen aufgenommen, nicht mit einem Segel. Der Lenkdrache ("Kite") ist über eine Leine mit einer Vorrichtung verbunden, die du in der Hand hältst und mit der du auch lenkst. Mithilfe des Windes kann ein Kitesurfer spektakuläre Tricks machen.

Wakeboarding

Ähnlich wie beim Kitesurfen hast du auch beim Wakeboarden eine kleine Vorrichtung in der Hand, die mit einer Leine verbunden ist. Diese ist allerdings mit einem Motorboot oder einer Seilbahn verbunden, sodass du unabhängig von Wind und Wellengang bist und zu jeder Zeit fahren kannst.

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