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Badminton lernen: 4 Regeln & 3 Tipps für Anfänger

Badminton ist eine sehr beliebte und weitverbreitete Sportart – und das nicht ohne Grund. Sie macht sehr viel Spaß und hält ordentlich fit. Doch viele wissen nicht, wie sie den richtigen Einstieg finden und wo sie anfangen sollen. Wir zeigen dir, was du als Anfänger beachten musst und was du brauchst.

Badminton ist eine sogenannte Rückschlagsportart, bei der zwei bis vier Spieler einen Federball hin und her schlagen und versuchen, den Ball auf dem Feld des Gegners zu platzieren. Dafür benutzen sie Badmintonschläger. Gespielt wird auf einem Feld, das durch ein hohes Netz getrennt ist. Badminton wird generell in Hallen gespielt.

Badminton ist eine sehr weit verbreitete Sportart, die viele Menschen begeistert. Sie kann von jedem erlernt werden und ist bei Olympia in mehreren Disziplinen vertreten. Wegen des gleichen Spielballs wird Badminton oft mit Federball verwechselt. Dabei steht bei Badminton der Wettbewerb im Vordergrund, während du beim Federball versuchst, den Ball so lang wie möglich hin und her zu spielen.

Warum du Badminton spielen solltest

Warum du Badminton spielen solltest

Badminton ist eine sehr aktive Sportart, bei der du dich sehr viel bewegst. Das viele Laufen verbessert deine Ausdauer und ist gut für das Herz-Kreislaufsystem. Da es gleichzeitig sehr anfängerfreundlich ist, ist es auch eine gute Sportart, um schnell oder gesund abzunehmen. Pro Stunde verbrennst du ungefähr 400 Kalorien. Die genaue Anzahl hängt aber von deinem Grundumsatz beziehungsweise deiner Größe und deinem Gewicht ab.

Badminton macht zudem sehr viel Spaß. Du kannst es allein gegen einen Gegner oder im Doppel mit einem Partner gegen zwei Gegner spielen. Da es viele Vereine gibt, findest du in fast jeder Stadt eine Halle und viele Leute, mit denen du Badminton spielen kannst. Aufgrund der schnellen Natur des Spiels bist du stets konzentriert und blendest Alltagsprobleme aus. Deswegen kann Badminton auch beim Stressabbau helfen. Weil du dich in jedem Spiel mit einem anderen Spieler misst, ist es auch eine sehr motivierende Sportart.

Regeln beim Badminton

Zwar ist Badminton leicht zu erlernen, dass heißt aber nicht, dass du den Sport auf die leichte Schulter nehmen solltest. Du musst einige Regeln beachten. Machst du zum Beispiel einen falschen Aufschlag, können dir Punkte abgezogen werden.

Ziel des Spiels

Eine Partie beim Badminton läuft in "Sätzen" ab. Wer zuerst zwei Sätze für sich entscheidet, gewinnt. Ein Satz geht dabei bis 21 Punkte. Wer zuerst 21 Punkte erreicht, gewinnt den Satz. Eine Ausnahme gibt es, wenn beide Spieler bei 20 Punkten liegen. Denn beim Badminton muss ein Satz mit zwei Punkten Abstand gewonnen werden. Bei 20:20 muss einer der Spieler also 22 Punkte erreichen. Steht es aber 21:21, muss ein Spieler mit 23 Punkten gewinnen. Bei 30 Punkten endet das Spiel jedoch. Steht es 29:29, entscheidet der letzte Ball über den Sieg des Satzes.

Fehler beim Badminton

Du kriegst einen Punkt, wenn der Federball auf dem Boden der Spielfeldseite deines Gegners landet. Das ist aber nicht die einzige Art, einen Punkt zu generieren. Beim Badminton wird oft von "Fehlern" gesprochen. Wenn du einen Fehler machst, kriegt der Gegner einen Punkt. Diese Fehler sind beispielsweise:

  • Den Ball ins Netz schlagen.
  • Den Ball ins Aus schlagen.
  • Der Schläger berührt das Netz.
  • Ein Körperteil berührt das Netz.
  • Der Ball wird mehrmals hintereinander von einem Spieler berührt.
  • Der Ball fliegt unter dem Netz hindurch.
  • Der Schläger reicht bei einem Schlag auf die Spielfeldseite des Gegners.
  • Der Aufschlag wird falsch ausgeführt.

Die Größe des Badmintonfeldes

Das Badmintonfeld

Das Feld ist standardmäßig 13,4 Meter lang und 6,1 Meter breit. Das Feld wird durch Linien gekennzeichnet und getrennt, die sich auf dem Hallenboden befinden. Jede Spielfeldseite besteht aus drei Rechtecken, eins quer vor dem Netz und zwei längs darüber. Je nach Spielmodi unterscheidet sich die Größe des Feldes. Bei einem Einzel ist das Spielfeld kleiner. Das Spielfeld hat nämlich zwei "Außenlinien". Bei einem Doppel gilt die äußere Linie als Spielfeldgrenze, bei einem Einzel die Innere.

Der richtige Aufschlag

Die erwähnten Rechtecke spielen eine wichtige Rolle beim Aufschlag. Der Aufschlag ist der Schlag, der einen Spielzug eines Satzes beginnt. Da eine gute Aufschlagtechnik direkt einen Punkt einbringen kann, ist er einer der wichtigsten Schläge beim Badminton. Die Rechtecke sind deswegen wichtig, da der Aufschlag immer diagonal erfolgen muss. Wenn du also den Aufschlag von deinem linken Rechteck ausführst, muss der Ball auf das von dir aus rechte Rechteck des Gegners geschlagen werden. Machst du das nicht, gilt es als falscher Aufschlag und der Gegner erhält einen Punkt.

Im Einzel hat immer der Spieler Aufschlag, der auch den letzten Punkt gemacht hat. Im Doppel funktioniert das ähnlich. Wenn du Aufschlag hast und du und dein Partner diesen Spielzug gewinnen, führst du erneut den Aufschlag durch. Verliert ihr den Spielzug, hat der Gegner Aufschlag. Wenn ihr dann das nächste Mal Aufschlag habt, ist dein Partner an der Reihe. Da jeder Aufschlag abwechselnd von links und rechts ausgeführt wird, müssen du und dein Partner wahrscheinlich mehrmals die Seiten wechseln.

So lernst du Badminton richtig

Da Badminton in der Regel ein Hallensport ist, ist ein Verein die beste Möglichkeit, den Einstieg in den Sport zu finden. Wegen der starken Verbreitung des Sports finden sich viele Vereine in allen großen Städten, die meist eigene Hallen haben und die Felder rund um die Uhr zur Verfügung stellen.

Da du Badminton nicht allein spielen kannst, bietet sich ein Verein dafür umso mehr an. Dort findest du immer Leute, mit denen du üben kannst. So lernst du den Sport spielerisch. Wenn du dir trotzdem nicht sicher bist, ob du einem Verein beitreten willst, kannst du auch einen Schnupperkurs machen. In einem Schnupperkurs wird dir die Ausrüstung zur Verfügung gestellt und du kriegst einen Einblick in eine Übungseinheit des Kurses. Dabei werden dir in der Regel auch die Grundlagen beigebracht. So siehst du direkt, ob der Sport beziehungsweise der Verein etwas für dich ist.

Wenn du einem Verein beitrittst, wirst du ebenfalls eine Einführung in den Sport bekommen und mit anderen Anfängern zusammen lernen. Dadurch spielst du immer mit Leuten mit deinem Niveau zusammen. Du kannst einem Verein auch zusammen mit Freunden beitreten. Da sich in einem Verein immer viele Spieler mit verschieden Erfahrungsstufen befinden, hast du auch immer Ansprechpartner da, die dir Tipps geben können. Das kann vor allem beim Erlernen der richtigen Schlagtechnik helfen, zum Beispiel beim Aufschlag. Erfahrene Mitglieder oder Badmintontrainer können dich außerdem auf Fehler aufmerksam machen, die dir selbst wahrscheinlich nicht auffallen würden.

Je mehr Badminton du spielst, desto besser wirst du auch. Wenn du die Willenskraft und Selbstdisziplin hast, aus deinen Fehlern zu lernen, wirst du schnell ein guter Badmintonspieler. Das Gute daran ist, dass Badminton ein sehr motivierender Sport ist, weil ein gelungener Spielzug beziehungsweise ein gutes Match ein sehr befriedigendes Gefühl hinterlässt.

Badminton-Ausrüstung

Wenn du einem Verein beitrittst oder einen Schnupperkurs belegst, kannst du dir die nötige Ausrüstung wahrscheinlich ausleihen. Wenn du aber ernsthaft und regelmäßig Badminton spielen willst, solltest du dir eine Eigene besorgen.

Schläger

Der Badmintonschläger sollte sich gut führen lassen

Die Schläger beim Badminton zeichnen sich durch ihre leichte Handhabung aus. Du solltest schnell ein gutes Gefühl für deinen Schläger entwickeln, damit du die Schläge deines Gegners schnell und gut beantworten kannst. Suche dir deswegen einen Schläger aus, der gut zu dir passt. Die Badminton Schläger gibt es aus verschiedenen Materialien, die unterschiedlich teuer sind und unterschiedlich viel wiegen. Wegen der Schnelligkeit des Sports sollte der Schläger nicht zu schwer sein, damit du schnell und gut reagieren kannst.

Aber nicht nur die Materialien sind verschieden. Es gibt auch verschiedene Schwerpunkte. Manche Schläger haben ihren Schwerpunkt am oberen Ende des Schlägers, andere am Griff und wieder andere am Kopf. Diese verschiedenen Schwerpunkte eignen sich für verschiedene Spielweisen, zum Beispiel für eine eher defensive oder offensive Spielweise. Es gibt aber auch Allrounder-Schläger. Diese eignen sich für Anfänger besonders gut, weil du noch keine feste Spielweise entwickelt hast.

Die Saiten der Schläger sind ebenfalls verschieden. Sie bestehen in der Regel aus Kunststoff und sind unterschiedlich stark gespannt. Je nach Härte erzeugt die Spannung ein unterschiedliches Schlaggefühl. Teste die Schläger deswegen immer auch mit einem Ball aus und lasse dich beraten.

Federbälle

Federbälle gibt es ebenfalls aus verschiedenen Materialien. Diese entscheiden über das Gewicht und die Flugbahn des Federballs. Profis wählen ihre Spielbälle mit Bedacht. Als Anfänger ist die Wahl nicht so gravierend, achte aber darauf, dass sich die Bälle gut schlagen lassen.

Tipp: Schläger und Federbälle bekommst du oft zusammen in einem Badminton-Set.

Schuhe für Badminton

Zwar gibt es extra Schuhe für Badminton, als Anfänger reichen aber ganz normale Hallenschuhe. Sie sollten keine färbende Sohle haben und bequem sitzen. Achte dabei auf das Gewicht der Schuhe. Beim Badminton bewegst du dich sehr viel, sie sollten deswegen relativ leicht sein und dich nicht in deiner Bewegung einschränken.

3 Tipps für Badminton-Anfänger

Auch wenn Badminton nicht schwer zu erlernen ist, gibt es ein paar Informationen, die dir als Anfänger behilflich sein können. Deswegen haben wir Tipps für Badminton-Anfänger.

Triff den Ball mit der Mitte des Schlägers

Triff den Federball mit der Mitte des Schlägers

Die richtige Schlagtechnik ist eine Übungssache. Als Anfänger wird es dir wahrscheinlich passieren, dass du den Ball aus Versehen mit dem äußeren Kreis deines Schlägers triffst oder sogar mit dem Aluminium. Der Ball fliegt dann schlecht und du kannst einen Fehler machen. Du musst deswegen ein Gefühl für Ball und Schläger entwickeln und wissen, wann du den Schläger schwingst, wenn der Ball in der Luft ist.

Im Laufe der Zeit wirst du dich an die richtigen Bewegungen gewöhnen. Am Anfang kann es aber schwer sein, den Ball richtig zu treffen, wenn du ihn nicht im Blick hast. Die Technik lässt sich gut mit einem Überkopfschlag üben. Versuche, einen hohen Ball auf der Höhe seiner Flugbahn zu erwischen. Wenn du deinen Schläger über deinen Kopf schwingst, kannst du quasi durch den Schläger hindurchschauen. So hast du den Ball im Blick und kannst sichergehen, dass du ihn mit der Mitte des Schlägers triffst. So lässt sich langsam ein Gefühl dafür entwickeln, den Ball richtig zu treffen.

Halte dich stets bereit

Beim Badminton gibt es verschiedene Strategien, die dein Gegner bei dir anwenden kann. Bleibe deswegen stets achtsam und bereit, in jede mögliche Richtung zu laufen. Versuche dafür, nach einem Schlag zurück in die Mitte deines Feldes zu gehen. Ein häufiger Anfängerfehler ist, in einer Position des Feldes zu bleiben. Der Spieler vermutet, dass der Gegner den Ball wieder dorthin spielt. Nach einem langen Schmetterball (mehr dazu später) bleiben zum Beispiel manche Spieler hinten stehen. Dabei bietet das dem Gegner die Möglichkeit, den Spielball möglichst nah am Netz auf dein Feld zu schlagen. Deswegen solltest du dich immer in die Mitte zurückbewegen. Von dort aus kannst du am besten in jeden Teil des Feldes gehen.

Probiere verschiedene Strategien und Techniken aus

Irgendwann wird dir auffallen, dass sich dein Gegner nicht so leicht bezwingen lässt. Damit du ausreichend Punkte erzielen kannst, eignen sich bestimmte Taktiken oder Schlagtechniken. Zum Beispiel solltest du den Aufschlag ausgiebig üben, damit du den Gegner schon beim ersten Ballkontakt mit einem gut positionierten Schlag ins Schwitzen bringen kannst.

Eine beliebte Taktik ist außerdem, den Ball jedes Mal in eine andere Richtung zu schlagen und den Gegner so in Bewegung zu halten. Dadurch ermüdet der Gegner schneller und du kontrollierst den Rhythmus des Matches. Während du den Ball bei einem Schlag nach links außen und beim nächsten nach rechts außen schlägst, hat der Gegner keine Wahl als hin und her zu laufen und zu "antworten" – also den Ball übers Netz bringen, ohne einen gewissen Hintergedanken. Da viele mit ihrer Rückhand nicht so gut sind, sind sie bei der Hälfte der Schläge zudem fehleranfälliger.

Versuche einen Drop- oder Schmetterball

Versuche dich an Techniken wie dem Dropball

Wenn du komfortabel mit den Grundtechniken von Badminton bist, solltest du dich an verschiedenen Schlagtechniken probieren. Besonders beliebt sind Schmetterball und Dropball. Beim Schmetterball schlägst du den Ball dem Namen nach mit viel Kraft, sodass er sehr schnell fliegt und schwer zu kontern ist. Dabei musst du aber aufpassen, dass du nicht zu stark schlägst, sonst fliegt der Ball über den Rand des Feldes. Um einen guten Schmetterball beim Badminton zu schlagen, solltest du den Ball auf der Höhe der Flugbahn treffen. Versuche zu Beginn nicht, von unten zu schmettern. Dabei endet der Ball bei Anfängern oft im Netz.

Eine weitere Technik ist der Dropball. Dabei schlägst du den Ball auf eine Weise, dass er so nah wie möglich hinter dem Netz des Gegners auf sein Feld fällt. Ein gut platzierter Dropball ist schwer zu verhindern. Aus der Position wird es dem Gegner nicht leichtfallen, den Ball auf dein Feld zurück zu befördern.

Besonders effektiv werden diese Techniken, wenn du sie miteinander kombinierst. Wenn dein Gegner es zum Beispiel schafft, deinen Schmetterball zu kontern, kannst du direkt danach einen Dropball versuchen, je nach dem wo sich dein Gegner befindet. Diese Kombination von verschiedenen Schlagtechniken können den Gegner verwirren und ermüden. So erlangst du die Kontrolle über das Spiel. Zusätzlich kannst du Schläge antäuschen. Zum Beispiel kannst du so tun, als würdest du einen starken Schmetterball ausführen, bremst den Schlag aber vorher ab und lässt den Federball langsam über das Netz fliegen.

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