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Parkour lernen: Gründe, Risiken & 5 Tipps für Anfänger

Parkour ist eine aufregende Trendsportart, die du nahezu überall machen kannst. Es sieht sehr beeindruckend aus, wie erfahrene Parkour-Läufer über Hindernisse laufen, springen und die Bewegungen flüssig miteinander kombinieren. Doch wie lernst du diese Kombinationen? Wir erklären dir, wie du Parkour erlernst und was du beachten musst.

Was Parkour ist

Parkour ("Le Parkour") bezeichnet das Laufen und Springen über Hindernisse. Dabei werden Bewegungen kombiniert, um möglichst effizient und kraftsparend von A nach B zu kommen. Meistens finden diese Hindernisläufe in der Stadt über Geländer, Treppen, Wände und Häuser statt. Mittlerweile gibt es aber auch Parkour-Hallen für den Sport. Hilfsmittel werden nicht benutzt, dass ganze funktioniert ausschließlich mit der Kraft des eigenen Körpers. "Parkour-Läufer" werden "Traceure" (Wegfinder) genannt.

Parkour wird von vielen Leuten nicht nur als Sport betrachtet, sondern auch als etwas Kunstvolles. Die fließenden Bewegungen der Traceur haben etwas Tänzerisches und Anmutiges an sich, die Kontrolle der Bewegungen und die Balance der Läufer ist beeindruckend. Dahinter steckt aber auch oft jahrelanges Training.

Parkour wird oft mit Freerunning verwechselt. Die Sportarten ähneln sich, die Ausführungen sind aber verschieden. Während du beim Parkour mit so effizienten Bewegungen wie möglich an das Ziel kommen sollst, geht es beim Freerunning vor allem um kreative Sprünge und Tricks, wie Salti.

Warum du Parkour ausprobieren solltest

Warum du den Sport ausprobieren solltest

Auch wenn Profi-Traceur ihre Sportart als Kunstart ansehen, ist es immer noch eine Sportart. Du bist beim Parkour mit deinem ganzen Körper ständig in Bewegung und strengst deine Muskeln an. Dementsprechend ist es ein Ganzkörpertraining, bei dem ein Traceur bis zu über 800 Kalorien pro Stunde verbrennt. Parkour kann also bei der Fettverbrennung und beim gesunden sowie schnellen Abnehmen helfen, Anfänger machen aber leichtere Strecken und verbrennen dementsprechend weniger.

Aber nicht nur der Körper wird beim Parkour trainiert, sondern auch der Geist. Traceure benötigen ein hohes Konzentrationslevel, eine gute Selbsteinschätzung und viel Selbstdisziplin. Das sind Eigenschaften, die du alle automatisch beim Parkour trainierst. Zudem lernst du, deine Grenzen besser einzuschätzen.

Parkour hilft außerdem beim Stressabbau. Beim Klettern, Springen und Laufen über Hindernisse liegt dein ganzer Fokus auf deinen Bewegungen und der Abschätzung der Distanz zum nächsten Hindernis. Den Alltagsstress vergisst du dabei ganz schnell. Weitere Vorteile sind die individuellen und minimalistischen Aspekte der Sportart. Auch wenn es generelle Bewegungsabläufe gibt, die du kennen solltest, kannst du auch deine ganz eigenen entwickeln. Jeder bewegt sich in einem anderen Tempo und auf verschiedenste Weise, sodass jeder Traceur einen eigenen Stil entwickelt. Zudem brauchst du für den Sport kaum Ausrüstung. Bequeme Kleidung, in der du dich gut bewegen kannst und ordentliche Sportschuhe mit einem guten Grip reichen bereits aus.

Risiken des Sports

Parkour ist keine risikofreie Sportart

Parkour ist zwar eine sehr kunstvolle Sportart, sie birgt aber auch ein gewisses Risiko. Vor allem, wenn du in der Stadt deine Hindernisläufe absolvierst – und zwar über Geländer, Mauern und an Wänden. Dabei gibt es keine Absicherung und ein Fehltritt kann schon eine Verletzung bedeuten. Viele haben deswegen einen schlechten Eindruck von der Sportart, da sie Profi-Traceure in Aktion sehen und nicht glauben können, welchen Risiken sich diese Menschen aussetzen. Dieser Eindruck hält viele davon ab, der Sportart eine Chance zu geben. Dabei kannst du die Schwierigkeit und das dementsprechende Risiko selbst bestimmen.

Generell ist das Parkourlaufen nur so schwer, wie du es gestaltest. Wenn du dich einem hohen Risiko nicht aussetzen willst, kannst du es einfach lassen. Mittlerweile gibt es viele Parkour-Hallen, wo du die Sportart ausgiebig üben und bestimmte Bewegungen trainieren kannst, bevor du sie ohne Absicherung ausprobierst. Denn in Hallen sind die Hindernisse in der Regel mit sicheren Matten unterlegt, sodass das Verletzungsrisiko drastisch reduziert wird.

Zudem herrscht beim Parkour kein Wettbewerb. Es gibt keinen Zeitdruck und niemand ist dein Gegner. Jeder macht Strecken, die seinem Erfahrungslevel entsprechen. Du wählst deine Bewegungen mit Bedacht, bevor sie irgendwann ganz automatisch ablaufen. Je besser du im Parkour wirst, desto mehr sinkt das Verletzungsrisiko, da deine Kontrolle und dein Gleichgewicht sich immer weiter verbessern. Gute Schuhe können ebenfalls das Risiko vermindern. Eine gute Sohle mit viel Grip und einer guten Dämpfung schützt deine Füße vor Verletzungen.

So lernst du Parkour am besten

Wie du Parkour am besten erlernst

Am besten lernst du eine Sportart immer von jemandem, der es schon kann. In allen großen Städten gibt es Parkour-Gruppen, denen du dich anschließen kannst. Diese Vereine bringen Neulingen das Parkourlaufen bei und zeigen dir die Grundlagen. Dabei kriegst du eine kleine Einführung in die typischen Bewegungsabläufe wie Schulterrollen, Präzisionssprünge und die richtige Landung. Durch eine Gruppe beziehungsweise einen Verein lernst du auch gute Orte zum Parkourlaufen kennen.

Solche Gruppen findest du oft auch in Parkour-Hallen. Diese bieten den besten Einstieg für Anfänger, da sie dank der zusätzlichen Sicherheit die Hemmung nehmen, verschiedene Tricks auszuprobieren. So kannst du die Bewegungen üben und lernen was es heißt, sich effizient über Hindernisse zu bewegen. Dort findest du auch Parkour-Coaches, die dich unterrichten können. Die Grundlagen kannst du dir aber auch allein beibringen. Techniken wie den Präzisionssprung oder die Schulterrolle kannst du eigentlich überall üben, zum Beispiel auf einer Rasenfläche.

5 Tipps für Parkour-Anfänger

Parkour ist keine leichte Sportart. Es braucht viel Training, um die Bewegungsabläufe so flüssig wie möglich zu gestalten und zu kombinieren. Um dir den Einstieg zu erleichtern, haben wir fünf Tipps für dich.

Überschätze dich nicht

Die Risiken beim Parkour solltest du nicht unterschätzen. Vor allem, wenn du in der Stadt unterwegs bist, solltest du immer konzentriert bleiben und dich nicht überschätzen. Versuche als Anfänger auf keinen Fall, die Profis nachzuahmen. Je erfahrener der Traceur, desto besser kann er die Distanz, Höhe und Gefahr einschätzen. Zudem weiß er genauestens über seine eigenen Fähigkeiten Bescheid. Das sind sehr wichtige Eigenschaften, die du im Laufe der Zeit erlernen musst.

Als Anfänger solltest du mit leichten Hindernissen üben, wo das Verletzungsrisiko nicht so hoch ist. Parkour-Hallen eignen sich perfekt dafür, oder Hindernisse auf Rasen oder Sand.

Fange langsam an

Wagst du bei Parkour zu schnell zu viel, wirst du dich nur verletzen. Fange deswegen klein an und arbeite dich langsam hoch. Setze dir eigene Ziele und orientiere dich nicht an anderen. Parkour-Hallen bieten meistens Hindernisse mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden. Wenn du gewisse Bewegungen und Tricks versuchen willst, probiere sie immer zuerst in der Halle aus. Wenn du sie gut beherrschst, kannst du sie auch in der Stadt anwenden. Parkour ist kein ungefährlicher Sport, deswegen ist die Erfahrung so wichtig. Du solltest immer Respekt vor den Hindernissen und Risiken haben und nicht zu leichtsinnig sein.

Schließe dich einer Gruppe an

Schließe dich einer Gruppe an

In fast allen großen Städten wie Berlin, Hamburg oder Köln findest du mittlerweile Parkour-Vereine oder -Gruppen. Das ist die beste Möglichkeit, den Sport zu erlernen. Dabei lernst du auch Gleichgesinnte kennen und Traceure, die schon viel Erfahrung sammeln konnten. Mit anderen zusammen macht der Sport gleich viel mehr Spaß und ihr motiviert euch gegenseitig.

Den Sport mit anderen zusammen zu lernen ist außerdem besser, da ihr euch immer gegenseitig im Blick habt. Sollte also etwas passieren, ist gleich jemand zur Stelle. Dazu kommt, dass dir die anderen Traceure bei der richtigen Technik helfen können, falls du Fragen haben solltest. Denke aber daran, dass jeder in seinem eigenen Tempo laufen sollte. Fühle dich nicht gezwungen, gewisse Hindernisse anzugehen, ohne wirklich dafür vorbereitet zu sein.

Trainiere deinen Körper

Parkour ist eine sehr anstrengende Sportart. Dein ganzer Körper wird gefordert. Auch wenn du deine Fitness beim Parkour trainierst, ist es keine schlechte Idee, den Körper nebenbei gezielt auf die Sportart vorzubereiten. Zum Beispiel brauchst du beim Parkour sehr viel Ausdauer. Diese kannst du gut mit Laufübungen wie Joggen trainieren.

Deine Muskeln kannst du ebenfalls trainieren, da du dich beim Parkour wahrscheinlich oft an Wänden oder ähnlichen Hindernissen hochziehst. Eine gute Muskulatur erhöht außerdem die Stabilität des Körpers. Da du beim Parkour immer dein eigenes Körpergewicht stemmst, bietet sich ein Training mit dem eigenen Körpergewicht an, so wie Liegestütze. Beim Training der Muskeln solltest du darauf achten, dass du sie nicht so weit aufbaust, dass sie dich in deinen Bewegungsabläufen einschränken. Mehr über die richtige Ernährung beim Muskelaufbau erfährst du hier.

Der Gleichgewichtssinn ist ebenfalls wichtig. Über gewisse Passagen musst du balancieren. Deswegen solltest du deine Balance ein wenig auf Baumstämmen oder Stangen trainieren.

Weil dein Körper bei Parkour so sehr gefordert wird und unter Anspannung steht, bieten sich entspannende Übungen wie Yoga als Ausgleich an. Alles was du über Yoga wissen musst und wie du es lernst, erfährst du hier.

Wärme dich immer auf

Bei Parkour werden die Muskeln schnell und schwer beansprucht. Deswegen solltest du sie vorher immer auf die Belastung vorbereiten. Wärme dich deswegen umfangreich auf.  Mit einer guten Aufwärm-Einheit lässt sich zudem einem Muskelkater vorbeugen.

Mit einem guten Aufwärm-Training wird die Leistungsbereitschaft des Körpers sowie die mentale Bereitschaft gesteigert. Aufwärmen vermindert außerdem das Verletzungsrisiko. Muskeln, Bänder, Gelenke und das Herz-Kreislaufsystem werden in Schwung gebracht und auf die eigentliche Tätigkeit vorbereitet.

Ähnliche Sportarten

Parkour wird oft mit ähnlichen Sportarten verwechselt. Viele Menschen denken beispielsweise, dass Parkour und Freerunning dieselbe Sportart wäre. Dabei geht es beim Parkour darum, das Ziel so schnell wie möglich und mit so wenig Kraftaufwand wie möglich zu erreichen. Beim Freerunning geht es eher um die Ausführung von Tricks und kunstvollen Bewegungen.

Freerunning

Parkour und Freerunning werden oft verwechselt

Freerunning und Parkour werden oft miteinander verwechselt, weil sich einige Bewegungen und Techniken der beiden Disziplinen sowie die Einsatzgebiete der beiden Sportarten ähneln.

Beim Freerunning steht aber hauptsächlich die Kreativität im Vordergrund, nicht das Tempo oder die Effizienz wie beim Parkour. Deswegen kombinieren Freerunner die Sprünge über Hindernisse mit Tricks wie Salti. Wegen der spektakulären Natur der Sportart hat sie sich vor allem durch die Medien stark verbreitet.

Tricking

Tricking ist eine junge Sportart, die eher dem Freerunning ähnelt als dem Parkour. Das Tricking ist nämlich eine Mischung aus verschiedenen Kampfsporttechniken, bei der du hauptsächlich Tricks wie Salti, Schrauben und Drehungen in der Luft machst. Das funktioniert komplett ohne Hilfsmittel und mit der Kraft des eigenen Körpers. Es ist quasi Freerunning, ohne die Hindernisse.

Hindernislauf und Extrem-Hindernislauf

Der klassische Hindernislauf ist eine Disziplin in der Leichtathletik, bei der der Sportler eine vorgegebene Strecke so schnell wie möglich läuft und dabei über Hindernisse springt. Im Laufe der Zeit hat sich aber auch diese Sportart weiterentwickelt und mittlerweile trainieren viele für Extrem-Hindernisläufe. Ähnlich wie beim Parkour stammt auch diese Trendsportart aus dem Militär. Es geht darum, sehr schwierige Hindernisse zu bezwingen wie Klettergerüste, Kriechstrecken, Tauchstrecken oder Reifenbarrikaden. Dabei werden unter anderem deine Ausdauer, Geschicklichkeit und Koordination gefördert.

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