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Rafting: Das 1×1 für die erste Tour + 4 hilfreiche Tipps

Rafting ist eine aufregende Wassersportart, die Teamwork mit viel Spaß und Abenteuer verbindet. Viele Menschen zieht es zu Wildwasserfahrten. Doch wie lernst du das Rafting und was brauchst du dafür? Wir erklären dir alles Wissenswerte über den Wassersport und geben dir vier hilfreiche Tipps für den Anfang.

Wildwasser-Rafting ist sehr beliebt

Beim Rafting befinden sich vier bis zwölf Menschen auf einem Schlauchboot und fahren einen Fluss entlang. Dabei ist jede Person mit einem Paddel ausgerüstet und trägt dazu bei, das Boot zu bewegen. Die Geschwindigkeit wird von der Strömung des Flusses unterstützt. Gelenkt wird entweder durch mehrere Menschen mit ihren Paddeln oder einer Person, die auf dem Heck (Hinterseite) des Bootes sitzt und mit einem speziellen Paddel die Richtung bestimmt. Das Rafting zeichnet sich vor allem durch Teamwork aus, da alle Teilnehmer in einem guten Rhythmus zusammenarbeiten müssen, um gut Fahrt aufzunehmen und diese zu halten.

Bekannt wurde das Rafting vor allem durch das Wildwasser-Rafting, bei dem ein Team über einen besonders schweren Fluss mit starken Strömungen in einem möglichst unberührtem Naturgebiet fährt. Wildwasser-Rafting ist deswegen schwerer als normales Rafting. Im Laufe der Zeit haben sich mehrere Disziplinen entwickelt, in denen mittlerweile sogar Weltmeisterschaften abgehalten werden.

Deswegen lohnt sich Rafting

Regelmäßig Raften bietet einige Vorteile. Du baust eine Verbindung zu deinen Kollegen auf und lernst, den Aufwand deiner Kameraden wertzuschätzen. Dadurch herrscht gegenseitiger Respekt und ihr lernt als Gruppe, euch besser zu vertrauen. Darüber hinaus bietet Rafting eine hervorragende Abwechslung zum Alltag und hilft beim Stressabbau. Da du körperlich sehr aktiv bist, verbrennst du auch viele Kalorien. Deswegen kann Rafting sogar beim Abnehmen helfen. Beim Rafting bist du zudem immer an der frischen Luft und auf dem Wasser, was dein Immunsystem stärkt und dich wahrscheinlich zufriedener macht.

Da das Teamwork die entscheidende Komponente beim Rafting ist, ist es eine beliebte Teambuilding-Maßnahme. Die Fahrt auf dem Schlauchboot, bei der du durch Stromschnellen und an Hindernissen vorbei fährst, macht viel Spaß und schweißt die Gruppe zusammen.

Das Boot erklärt

Das Raft ist ein Schlauchboot von bis zu sechs Metern Länge und drei Metern Breite. Die genaue Größe und Form des Bootes hängen von dem Modell und der Art des Raftings ab. Es gibt asymmetrische Rafts, die mit Floßrudern gesteuert werden und symmetrische Schlauchboote mit einer zentralen Ruderanlage. Am meisten verbreitet sind aber symmetrische Rafts mit Stechpaddeln.

Rafts bestehen aus mehreren dicken Gummigeweben und mehreren Luftkammern. Das macht sie herkömmlichen Schlauchbooten gegenüber sehr stabil. Kollisionen mit Felsen oder anderen Hindernissen stellen in der Regel keine Gefahr für das Boot dar. Die Tour-Teilnehmer sitzen alle auf dem Rand des Bootes, auf beide Seiten verteilt. Die Beine befinden sich im Boot und sind mit den Füßen an Bindungen befestigt. Das sorgt trotz des Sitzens auf dem Rand des Rafts für Stabilität und Sicherheit.

So lernst du das Rafting

Wie du das Rafting erlernst

Am besten lernst du das Rafting mit einem "Guide". Das ist ein Rafting-Experte, der eine Gruppe in die Wassersportart einführt und sie beim Fahren begleitet. Solche Einsteigerkurse mit Guides bieten alle Raftingvereine an. Die Ausrüstung kannst du dir ausleihen, so dass du fast nichts mitbringen musst.

Der Guide dient als Lehrer und Ansprechpartner während einer Rafting-Tour. Bevor es losgeht, wird er dich und deine Gruppe in alle Aspekte des Raftings einweisen. Dabei erklärt er, wie du richtig paddelst, wie die Ausrüstung funktioniert und welche Sicherheitsvorkehrungen es gibt. Außerdem erklärt er dir, wie du dich auf dem Wasser verhältst und wie du auf einen Fall ins Wasser reagieren solltest.

Wenn die Grundlagen erklärt wurden, setzt sich die Gruppe in das Boot und verteilt sich gleichmäßig auf beide Seiten. Der Guide setzt sich ans Heck des Bootes, so dass er einen guten Überblick über die Gruppe hat und jeden einzelnen Teilnehmer observieren kann. Das hilft vor allem beim Erlernen der richtigen Paddeltechnik. Der Guide hat ebenfalls ein Paddel, das aber nicht zum Antrieb des Rafts beiträgt, sondern als Steuerelement dient. Wegen des Überblicks über Gruppe und Strecke gibt der Guide auch die Kommandos, wann und wie gepaddelt werden muss.

Einen Experten wie einen Guide dabei zu haben, ist für die ersten Touren sehr empfehlenswert. Er kann der Gruppe die richtigen Anweisungen geben, wie sie sich in gewissen Momenten zu verhalten haben. Die erste starke Stromschnelle zu befahren, ist eine kleine Herausforderung und bedarf viel Koordination.

Je nach Kurs brauchst du keine feste Gruppe für die Teilnahme. Es gibt auch Kurse für mehrere einzelne Teilnehmer, aus denen dann zusammen eine Gruppe gebildet wird. Für den Anfang bietet sich auch ein Schnupperkurs an, in dem du testen kannst, ob dir das Rafting gefällt.

Das brauchst du für die Rafting-Tour

Für eine erste Tour brauchst du in der Regel nichts Besonderes mitzubringen. Ziehe am besten eine Badehose und ein T-Shirt an. Die grundlegende Rafting-Ausrüstung kannst du dir normalerweise ausleihen.

Neoprenanzug oder -jacke

Beim Rafting wirst du wahrscheinlich nass

Beim Rafting wirst du sehr wahrscheinlich nass. Als Anfänger ist es ganz normal, dass die Gruppe die Kontrolle über das Boot verliert und im Wasser landet. Damit der Körper trotz der Nässe warm bleibt, ziehst du für das Rafting einen Neoprenanzug oder eine Neoprenjacke an. Ein Neoprenanzug sollte gut passen und dich in deiner Beweglichkeit nicht stören.

Tipp: Ausgeliehene Neoprenanzüge wurden wahrscheinlich schon vorher oft getragen und können deswegen unhygienisch sein und nicht perfekt sitzen. Willst du den Sport öfter ausüben, kann es sich lohnen, einen eigenen Neoprenanzug anzuschaffen, der auf deine Körpermaße zugeschnitten ist. Einen Neoprenanzug kannst du zudem bei anderen Wassersportarten wie Surfen, Kajakfahren oder Wakeboarden verwenden.

Schwimmweste

Über dem Neoprenanzug trägst du eine Schwimmweste. Diese ist wegen der starken Strömungen oft Pflicht und hält dich über Wasser. Schwimmwesten für das Rafting haben einen extra Riemen, an dem du nach einem Fall ins Wasser wieder ins Boot gezogen werden kannst.

Helm

Ein Helm ist ebenfalls Pflicht, vor allem beim Wildwasser-Rafting. Wegen der starken Strömung kann das Boot während der Fahrt kentern. Beim Fall oder unter Wasser schützt ein Helm vor dem Zusammenprall mit einem Felsen oder einem Teammitglied.

Schuhe

Deine Füße werden beim Rafting mit hoher Wahrscheinlichkeit nass. Vereine empfehlen deswegen alte Turnschuhe anzuziehen oder Neoprenschuhe mitzubringen. Diese halten deine Füße mit Sicherheit warm. Du kannst dir aber auch Neoprensocken zulegen.

Wo du raften kannst

Wo du raften kannst

Rafting-Vereine findest du oft in der Nähe von großen Flüssen wie dem Rhein. In Bayern und im Allgäu kannst du gut raften, sowie in Leipzig und in Österreich. Generell wird Rafting weltweit angeboten. Viele besondere Flüsse ziehen Rafter aus der ganzen Welt an. Denn beim Wildwasser-Rafting erkundest du die Natur und erreichst Landschaften, die für andere Menschen nicht zugänglich sind.

Jeder Fluss, auf dem Rafting betrieben wird, hat einen Schwierigkeitsgrad. Sie werden auf einer Skala (International Scale of River Difficulty) von eins bis sechs bewertet. Je höher die Zahl, desto schwieriger ist der Fluss. Klasse eins bis drei kannst du auch als Anfänger mit einem Guide befahren, vier bis sechs richtet sich eher an erfahrene Rafter.

Tipps für deine erste Rafting-Tour

Rafting ist für viele Menschen eine ganz neue Erfahrung. Vor der ersten Tour haben die meisten Menschen viel Respekt. Um dir den Einstieg zu erleichtern, haben wir drei Tipps für dich.

Achte auf die Sicherheit

Rafting ist aufregend und macht viel Spaß, es kann aber auch gefährlich sein. Ziehe immer eine Schwimmweste und einen Helm an, vor allem beim Wildwasser-Rafting. Prüfe die Fußbindungen im Boot und setze dich so hin, dass du einen guten Halt hast und gut paddeln kannst. Wie die Sicherheitsvorkehrungen genau aussehen, wird dir der Guide erklären. Du solltest für das Rafting in einer ordentlichen Verfassung sein und nicht unter Alkohol- oder Drogeneinfluss stehen. Technische Geräte wie Handy oder Kamera solltest du entweder sicher verstauen oder erst gar nicht mitnehmen. Das Gleiche gilt für Wertsachen.

Verhalte dich clever im Wasser

Als Anfänger wirst du zu Beginn wahrscheinlich im Wasser landen. Deswegen solltest du wissen, wie du dich im Wasser verhältst. Schwimme niemals gegen den Strom, das verbraucht nur unnötig Energie, die du später mitunter brauchen kannst. Bei Wildwasser-Fahrten ist die Strömung auch oft so stark, dass du es wahrscheinlich nicht zurück zum Boot schaffen wirst. Schwimme deswegen mit der Strömung ans Ufer. Wenn es dir möglich ist, schwimme mit Brustkraulen. Solltest du dich in der Nähe deines Bootes befinden, können deine Teammitglieder versuchen, dich wieder an Board zu ziehen. Dafür eignet sich auch der Riemen an der Schwimmweste.

Probiere die Fahrt mit einem Riverbug

Viele Rafting-Vereine bieten dir das Testen der Strecke mit einem Riverbug an. Das ist ein Mini-Schlauchboot für eine Person, in das du dich wie in einen Schwimmreifen setzt und damit die Strömung herabfährst. Dabei werden an deinen Händen und Füßen Flossen befestigt. Mit einem Riverbug lernst du die Strecke kennen, bevor du sie in einem Raft mit einer Gruppe anfährst. Viele Kurse bieten diese Fahrten auch mit einem Guide an, der wichtige Grundlagen beim langsamen Fahren mit einem Riverbug erklärt und erläutert, wie du dich auf einem Raft an gewissen Stellen im Fluss zu verhalten hast. Das lohnt sich vor allem bei einer Wildwasserfahrt, bei der es schnell mal chaotisch werden kann.

Höre auf deinen Guide

Höre auf deinen Guide

Der Guide ist nicht nur der Lehrer, sondern auch der Leiter der kleinen Gruppe. Er hat eine gute Übersicht über jedes Gruppenmitglied und eine gute Sicht auf die Strecke. Er kennt den Fluss und seine Abschnitte. Achte deswegen gut auf die Kommandos des Guides, die sich oft nicht an das komplette Boot richten, sondern nur an eine Seite. Vor allem in gefährlichen Momenten wie beim Herunterfahren eines kleinen Wasserfalls, wird der Guide euch über die nötige Technik und das richtige Verhalten informieren.

Rafting versus Kanufahren

Wo du raften kannst, kannst du auch mit dem Kanu fahren. Kanu ist der Oberbegriff für das Fahren mit dem Kajak oder dem Kanadier, wobei der Kanadier nicht für Wildwasser-Touren geeignet ist. Wenn du lieber allein oder nur mit ein paar Freunden fahren willst, eignet sich auch eine Fahrt mit dem Kajak oder eine Tour mit dem Kanadier hervorragend. Dabei ähnelt die Fahrt mit dem Kanadier dem Rafting am meisten, da auch hier mehrere Personen zusammen in einem Boot sitzen. Beim Kajakfahren hast du meistens ein Boot für dich allein.

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