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Vertrauen aufbauen: 5 Dos und 5 Don’ts für mehr Vertrauen

Wenn du Vertrauen aufbauen willst, gibt es einiges zu beachten. Viele Faktoren nehmen Einfluss darauf, ob dich jemand für vertrauensvoll hält oder nicht. Oft ist der erste Eindruck entscheidend. Außerdem solltest du bestimmte Verhaltensweisen vermeiden. Wir haben alle wichtigen Punkte in unseren Dos und Don’ts zum Vertrauen aufbauen für dich zusammengestellt.


Was ist Vertrauen eigentlich?

Generell wird zwischen Vertrauen und Selbstvertrauen unterschieden. Ersteres bezieht sich auf eine andere Person, Zweiteres auf das Vertrauen dir selbst gegenüber. Prinzipiell heißt Vertrauen aufbauen, dass die Aussagen und Handlungen einer anderen Person für dich als glaubwürdig und wahrheitsgemäß empfunden werden. Von einer Person, der man vertraut, nimmt man beispielsweise einen Rat an und glaubt an ihre Fähigkeiten. Gegenseitiges Vertrauen heißt, dass eine andere Person auch dich so einschätzt.

Eine Studie der Universität Berkeley fand heraus, dass wir lediglich 20 Sekunden brauchen, um einzuschätzen, wem wir vertrauen können und wem nicht. Körpersprache und Mimik verraten direkt, wem wir unser Vertrauen entgegenbringen können und wer uns Vertrauen entgegenbringt.

Wann – und wie – dich Vertrauen im Leben weiterbringt

Es hat viele Vorzüge davon, ein gutes Verhältnis zu jemandem zu haben, das auf gegenseitigem Vertrauen basiert. Eine vertrauensvolle Ausstrahlung erleichtert es dir nicht nur, schneller Kontakte zu knüpfen und Freunde zu finden. Auch bei Vorstellungsgesprächen und im Job ist sie hilfreich.

Vertrauen aufbauen bei einem Bewerbungsgespräch

Vertrauen aufbauen bei einem Bewerbungsgespräch

Wenn dein Bewerbungsschreiben überzeugt hat und du zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen wurdest, entscheiden die ersten 20 Sekunden darüber, ob der Personaler dich für vertrauensvoll hält oder nicht. Mit unseren Dos und Don’ts kannst du lernen, was du vermeiden solltest und was dir dabei hilft, den Job zu bekommen. Der erste Eindruck von Verlässlichkeit und Sympathie steht meist noch vor besonderen Kompetenzen, wenn du die Mindestanforderungen der ausgeschriebenen Stelle erfüllst. Zudem liegt es im Interesse der Firma, interne Inhalte sicher zu wissen. Das kann sie nur, wenn sie dir vertraut.

Vertrauen aufbauen im Beruf

Was gibt es Schöneres als ein vertrauensvolles Verhältnis zu den Kollegen und im Idealfall noch zum Chef? Wenn man sich gegenseitig Vertrauen schenkt, nimmt das nicht nur den Arbeitsdruck und die schlechte Stimmung. Die Arbeit profitiert auch von eurem Vertrauen, da ihr wisst, was ihr vom anderen erwarten könnt. Aufgaben können eigenständig ohne strikte Anleitung erfolgen, und es herrscht ein angenehmes Arbeitsklima.

Tipp: Wenn du ein eigenes Unternehmen hast, ist Vertrauen bei der Gewinnung von Kunden grundlegend. Arbeite mithilfe der 5 Dos an einer vertrauenswürdigen Ausstrahlung und erweitere deinen Kundenstamm.

Vertrauen aufbauen bei der Partnersuche

In der Zeit von Tinder und Co. fällt es vielen Singles schwer, bereits beim ersten Date Vertrauen aufzubauen. Es wird geflirtet und Smalltalk gehalten, aber wirklich in die Tiefe gehen die Gespräche meistens nicht. So kann nur langsam und mühselig Vertrauen aufgebaut werden. Natürlich solltest du nicht gleich deine ganze Lebensgeschichte erzählen, aber dennoch einige aussagekräftige Einblicke in dein Leben geben. Sind es wirklich dein Studium oder dein Berufsziel, die dich ausmachen oder gibt es vielleicht Wichtigeres über deinen Charakter, das Vertrauen schenkt und aufbaut? Die Vorteile sind hier, dass weniger Dates nötig sind, um sich wirklich kennenzulernen und du weißt schnell, ob du und dein Date auf derselben Vertrauensbasis seid. Achte darauf, dass nicht nur du etwas von dir preisgibst, sondern auch dein Date sich offenbart.

Vertrauen aufbauen in einer Beziehung

Vertrauen aufbauen in einer Beziehung

In einer Beziehung ist Vertrauen das A und O. Es legt den Grundstein einer gemeinsamen Zukunft und gibt euch ein Gefühl von Sicherheit. Das Vertrauen in den Partner bietet Unterstützung und auch schwierige Zeiten im Leben sind leichter zu bewältigen. Geheimnisse, die dich belasten, sind bei einem vertrauenswürdigen Partner sicher. Dasselbe gilt für Freunde. Euer Verhältnis sollte allerdings ausgeglichen sein und immer auf derselben Art von Vertrauen basieren. Ein vertrauensvolles Verhältnis zu deinen Lieben sorgt für psychische Entlastung und mindert Zukunftsängste.

Vertrauen aufbauen, um das Selbstwertgefühl zu stärken

Soziale Kontakte sind unsere ständigen Begleiter im Alltag. Ob wir diesen Kontakten vertrauen oder nicht, hängt davon ab, wie wichtig wir uns für sie fühlen. Wer vertraut, zeigt Wertschätzung und stärkt das Selbstwertgefühl des Anderen. Gegenseitiges Vertrauen bedeutet, dass man sich für die persönliche Meinung des anderen interessiert, ohne sie zu bewerten. Wenn du dich viel mit Menschen umgibst, die dir Vertrauen schenken, werden sowohl dein Selbstwertgefühl als auch dein Selbstbewusstsein steigen, da du in ständigem, ehrlichen Austausch mit Anderen stehst. Du kannst dich selbst besser reflektieren und fühlst dich wohler in deiner Haut, da du dich in einer sicheren Umgebung befindest.

Vertrauen aufbauen mit diesen 5 Dos

Wie baue ich eigentlich Vertrauen auf? Viele Menschen wecken schon in ihrer natürlichen Verhaltensweise Vertrauen. Es ist einfach ihre sympathische Art, die ihnen vieles im Leben erleichtert. Andererseits gibt es auch Menschen, denen es schwer fällt, selbst Vertrauen aufzubauen. Sie wurden vielleicht oft enttäuscht oder sind von Natur aus eher pessimistisch. Wenn du Schwierigkeiten hast, anderen zu vertrauen, ist es in der Regel auch umgekehrt der Fall und es fällt dir ebenfalls schwer, dass andere Vertrauen zu dir aufbauen. Diese 5 Dos helfen dir dabei, deine Ausstrahlung zu verbessern und vertrauensvoller zu wirken.

So erweckst du einen vertrauenswürdigen Eindruck

Da wir relativ schnell merken, wer uns sein Vertrauen schenkt, ist es besonders wichtig auf deine Mimik und Gestik zu achten. Auch wenn du weißt, dass du eine vertrauenswürdige Person bist, bedeutet das noch nicht, dass du es nach außen auch ausstrahlst. Um die Vorteile eines vertrauensvollen Verhältnisses zu deinen Mitmenschen genießen zu können, haben wir die wichtigsten Kriterien für dich ausgewählt. Sie werden als besonders vertrauenserweckend empfunden:

  • Häufiges Nicken: Wer häufig nickt, wirkt nicht nur verständnisvoll, sondern auch aufmerksam. Diese beiden Eigenschaften helfen beim Vertrauen aufbauen. Übertrieben häufiges Nicken solltest du vermeiden, es wirkt aufgesetzt oder sogar aufdringlich.
  • Lächeln: Jemand der viel lächelt, wirkt sympathisch. Der Eindruck von Sympathie geht oft einher mit Empathie. Lächelnde Menschen wirken vertrauens- und verständnisvoll. Häufiges Lächeln vertieft Gespräche schneller und man lernt sich schneller kennen, da gegenseitig ein sicheres Gefühl vermittelt wird.
  • Augenkontakt: Im Volksmund heißt es, wer etwas zu verstecken hat oder lügt, kann dir nicht in die Augen schauen. Im Umkehrschluss bedeutet das, dass ein Mensch der Augenkontakt halten kann, nichts zu verbergen hat. Zudem strahlt Augenkontakt Aufmerksamkeit aus.
  • Offene Körpersprache: Eine vertrauenserweckende Körpersprache ist immer offen. Wenn du deine Arme verschränkst oder eingeschüchtert mit einem krummen Rücken in der Ecke stehst, wirkt das nur wenig vertrauensvoll. Eine aufrechte Haltung und souveräne Gestikulation mit den Händen (nicht zu übertrieben) wirkt selbstsicher und vertrauensvoll.

Zeige deine menschliche Seite

Zeige deine menschliche Seite

Vertrauen und Sympathie gehen Hand in Hand. Wenn du dich auch mal von deiner privaten Seite zeigst, gibst du deinem Gegenüber einen Vertrauensvorschuss. Natürlich gilt das im Job oder bei Bewerbungsgesprächen nur in Maßen, aber es wirkt immer sympathisch, wenn du einige private Details mit einfließen lässt. Es fördert die Authentizität, die aufgrund deiner Ehrlichkeit Vertrauen schafft. Im Alltag kannst du dich ruhig ab und an verletzlich oder selbstironisch zeigen, wenn du Vertrauen aufbauen willst. Wenn du selbst etwas offenbarst, hast du gute Chancen, dass es auch dein Gegenüber tut. Du gewinnst Vertrauen, wenn du Menschlichkeit zeigst und aus deiner gewohnten Rolle fällst. Überheblichkeit und distanzierte Ausdrucksweisen (wie z.B. affektiertes Siezen) sind kontraproduktiv und blockieren den Aufbau von Vertrauen.

Der Pygmalion-Effekt

Der Pygmalion-Effekt bezeichnet ursprünglich die positive Einschätzung eines Schülers bevor er Leistung erbracht hat und die anschließende Erfüllung dieser Erwartung. Das Prinzip dahinter ist leicht nachzuvollziehen: Wer ein subtiles Grundvertrauen entgegenbringt, strahlt das auch aus und wird von seinem Gegenüber oft positiv überrascht. Wenn Leistungsdruck und Skepsis entfallen, sind Menschen in der Lage wesentlich effektiver und konzentrierter zu arbeiten. Das Gegenteil ließe sich mit einer Prüfungssituation vergleichen, in der man vor lauter Aufregung ein Blackout hat und seine Fähigkeiten nicht anwenden kann. Vor allem Menschen in Führungspositionen sollten dieses Prinzip in ihren Führungsstil integrieren, um den gewünschten Pygmalion-Effekt für besseres Arbeiten zu erzielen.

Vertrauen wieder aufbauen

Es ist immer möglich, wieder zu vertrauen. Ein wichtiges Do beim Vertrauen aufbauen ist, die Hoffnung nicht zu verlieren. Insbesondere Menschen, die oft enttäuscht worden sind, neigen dazu, sich zu verschließen. Sie vertrauen niemandem mehr, aber hoffen dennoch, dass ihnen Vertrauen geschenkt wird. Dabei versäumen sie das gemeinschaftliche Sicherheitsgefühl und riskieren, dass auch ihnen durch ihre Einstellung kein Vertrauen mehr entgegengebracht wird. Denn um Vertrauen zu bekommen, musst du auch Vertrauen schenken. Dazu gehört es, dich zu offenbaren und auch Seiten von dir zu zeigen, die du vielleicht lieber versteckt halten würdest. Das Risiko beim Vertrauen aufbauen ist also, dass man sich angreifbar macht. Doch die Vorteile von gegenseitigem Vertrauen überwiegen und sind es wert, es zu riskieren.

Nähere dich langsam an

Wenn du bei einer fremden Person Vertrauen aufbauen willst, ist es wichtig, nicht vorschnell zu handeln. Was viele Menschen abschreckt, sind konkrete Bewertungen. Zum einen weißt du nicht, wie die Person mit Kritik umgeht, zum anderen ist es ziemlich respektlos Menschen zu bewerten, die man nicht kennt. Zeige eher Interesse, indem du Fragen stellst, die nicht zu persönlich sind – so bleibst du im Gespräch. Beim nächsten Gespräch dürfen die Fragen schon etwas persönlicher sein. Wenn du merkst, dass dein Gegenüber noch nicht so weit ist, Privates zu erzählen, kannst du etwas von dir preisgeben und somit Vertrauen zeigen. Wenn du Glück hast, kommt beim nächsten Mal etwas von ihm/ihr zurück.

Vertrauen aufbauen: Vermeide diese 5 Don’ts

Jeder Mensch baut unterschiedlich schnell Vertrauen auf. Das kann zum einen an der Persönlichkeit liegen und zum anderen an den Erfahrungen, die gemacht wurden. Die einen vertrauen schnell, die anderen brauchen Beweise dafür, dass sie dir vertrauen können. Um möglichst keine Fehler zu machen, die das Vertrauen gefährden könnten und um potentielle Mechanismen zu vermeiden, die dir das Vertrauen erschweren, haben wir die folgenden fünf Don’ts für dich zusammengestellt.

Kein Misstrauen oder Kontrollzwang

Misstrauen ist das Gegenteil von Vertrauen. Es gibt deinem Gegenüber ein schlechtes Gefühl und verursacht, dass er auch dir gegenüber misstrauisch wird. Selbst kleine Nuancen von Misstrauen sind spürbar und beeinträchtigen von Beginn an die Beziehung zwischen zwei Menschen. Versuche dir die positiven Eigenschaften einer vertrauensvollen Beziehung bewusst zu machen und deinen Kontrollzwang hinter dir zu lassen. Vertrauen und Kontrolle sind nicht kompatibel. Insbesondere, wenn du einer fremden Person Vertrauen entgegenbringst, ist das ein Zeichen von mentaler Stärke. Es besteht natürlich das Risiko, dass deine Erwartungen nicht erfüllt werden, dafür hast du aber ein stabiles Fundament für eine gute zwischenmenschliche Beziehung geschaffen.

Kein Konkurrenzdenken

Vertrauen aufbauen ist nicht möglich, wenn du in deinen Mitmenschen Konkurrenz siehst oder eifersüchtig bist. Das beeinträchtigt das Vertrauen und schürt Misstrauen. Konkurrenzdenken ruft regelrecht Angst vor dem Vertrauen hervor. Alles, was du offenbarst, könnte ja möglicherweise gegen dich verwendet werden. Diese Einstellung setzt allerdings auch voraus, dass du immer auf dich allein gestellt bist. Dabei ist es viel schöner – und auch deutlich produktiver – Herausforderungen gemeinsam zu bewältigen. Bevor du dich also in Konkurrenzdenken versteifst, denke zuerst an die Vorteile, die du hättest, wenn du deinem „Konkurrenten” eine Chance gibst. Ihr könntet auch Verbündete werden und voneinander profitieren.

Sei nicht nachtragend

Sei nicht nachtragend

Wenn du einer Person dein Vertrauen geschenkt hast und sie es missbraucht hat, kann es sehr schwer fallen, es erneut aufzubauen. Es dauert nicht nur ziemlich lang bis tiefes Vertrauen entsteht, es ist auch sehr zerbrechlich. Wenn eine jahrelange Freundschaft einen kleinen Vertrauensbruch erleidet, kann es passieren, dass sie auseinanderbricht. Doch jeder Mensch macht Fehler und es ist wichtig Menschen um sich zu haben, die man wirklich gut kennt, die loyal sind und die auch dir vertrauen. Je nachdem wie schwerwiegend der Vertrauensbruch ist, solltest du für dich selbst abwägen, ob diese eine Enttäuschung es wert ist, die Freundschaft oder Partnerschaft dafür zu beenden. Vergebung baut ein noch stärkeres Vertrauen zwischen euch auf und unterstützt das Selbstwertgefühl des anderen.

Fälle keine vorschnellen Urteile

Natürlich, der erste Eindruck zählt, aber du solltest dich nicht darauf versteifen. Was wirklich hinter der Fassade steckt, wirst du erst kennenlernen, wenn du dem Menschen eine Chance gibst. Wenn du möchtest, dass jemand dir vertraut, solltest du auch selbst in Erwägung ziehen, ihm zu vertrauen. Ansonsten wird er deine Zweifel spüren und sich auch dir nicht anvertrauen. Sei flexibel in deinem Urteil und konzentriere dich auf Eigenschaften, die du an deinem Gegenüber magst, um einen vertrauensvollen Eindruck zu erwecken.

Schenke Vertrauen für Vertrauen

Es ist wichtig, dass du beim Vertrauen aufbauen darauf achtest, dass du auch deinem Gegenüber vertrauen kannst. Wahllos jedem Vertrauen zu schenken ist zwar eine liebenswürdige Eigenschaft, kann aber auch bedeuten, dass du oft verletzt wirst. Deshalb ist es nicht verkehrt eine kleine Vorauswahl zu treffen, wem du dein Vertrauen schenkst und wem nicht. Die Person, der du vertraust, sollte allerdings auch dir vertrauen. Das Risiko, dass Vertrauen immer auch mit Angreifbarkeit einhergeht, sollte immer für beide gelten.

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