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Respekt: 6 Tipps für mehr Wertschätzung im Alltag

Eines der Ziele wohl jedes Menschen ist es respektiert zu werden. Egal ob im Beruf oder privat, Respekt ist wichtig, damit du dich als Person wertgeschätzt fühlst. Wir zeigen dir, auf was du achten musst, um dir Respekt zu verschaffen.

Respekt ist nicht gleich Respekt

Respekt wird als Synonym für viele verschiedene Eigenschaften wie Anerkennung, Höflichkeit, Ehrfurcht und Wertschätzung verwendet. Je nach Situation kann Respekt einen bedrohlichen Beiklang haben. Wenn du beispielsweise Respekt vor Hunden hast, heißt das, dass du in diesem Bezug eher zurückhaltend und vorsichtig bist und Hunde lieber meidest. In einem anderen Fall kannst du es auch im Kontext von Hochachtung verwenden, beispielsweise wenn du jemandem Respekt entgegenbringst, weil er einen Marathon gelaufen ist. Du kannst auch das Verhalten von jemandem respektieren, wenn derjenige eine Entscheidung getroffen hat, die du nicht gutheißt, aber dennoch akzeptierst.

Respekt: Ein menschliches Grundbedürfnis

Respekt: Ein menschliches Grundbedürfnis

Das Gefühl respektiert zu werden, ist ein menschliches Grundbedürfnis und wird sogar durch das Grundgesetz geschützt, denn ein menschenwürdiges Leben fußt auf gesellschaftliche Anerkennung. Unsere Gesellschaft ist auf diesem Gedanken aufgebaut und basiert auf dem Entgegenbringen von gegenseitigem Respekt. Schon im Kindergarten und in der Schule lernen Kinder sich gegenseitig mit Respekt zu behandeln und auch ihre Lehrer und Betreuer zu respektieren. Dabei ist es ebenfalls wichtig, dass ihnen durch diese Autoritätspersonen Respekt entgegengebracht wird, damit die Kinder sich selbst und ihre Fähigkeiten zu schätzen wissen.

Ein Mangel an Respekt kann das Selbstwertgefühl stark beeinträchtigen, denn Respektlosigkeit drückt sich meist durch Geringschätzung, Kränkung und Missachtung aus. Wie sehr du eine Person respektierst, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Dies kann sein soziales Umfeld, sowie seine Bildung und seine Besitzgüter betreffen. Meist sind es Menschen, die etwas ausstrahlen, die von anderen respektiert werden. Auf welchen Faktor dabei am meisten Wert gelegt wird, unterscheidet sich von Person zu Person erheblich.

So verschaffst du dir Respekt

Für ein respektvolles Miteinander musst du viele Werte beachten. Möchtest du dir selbst Respekt verschaffen, musst du in jedem Lebensbereich ein bisschen anders vorgehen. Wir haben die wichtigsten Themen zusammengefasst.

Respekt im Arbeitsalltag

Respekt am Arbeitsplatz

Im Berufsleben möchte wohl jeder für seine Arbeit geschätzt und respektiert werden. Beginnst du eine neue Arbeitsstelle, muss du dir diesen Respekt wahrscheinlich erst noch erarbeiten. Gegenseitiger Respekt ist eine Grundvoraussetzung für ein angenehmes Arbeitsklima, gegenseitiges Vertrauen und Entscheidungsfreudigkeit. Meist verschaffen sich gerade junge Leute Respekt durch Leistung, doch auch andere Eigenschaften solltest du als Arbeitnehmer mitbringen, um dir bei den Kollegen und dem Chef Respekt zu verschaffen.

  • Kritikfähigkeit: Um respektiert zu werden, solltest du konstruktive Kritik positiv aufnehmen. Nur durch Kritik hast du die Chance deine Fähigkeiten zu verbessern und deine Kenntnisse zu erweitern. Du solltest Kritik annehmen und aufgeschlossen gegenüber Verbesserungsvorschlägen sein. Reagierst du dagegen abwehrend und bist vielleicht sogar beleidigt, macht das einen negativen Eindruck und deine Leistung wird weniger respektiert.
  • Eigeninitiative: Um ein gutes Bild von dir abzugeben und respektiert zu werden, solltest du dich aktiv ins Geschehen einbringen. Versuche eigene Ideen vorzuschlagen und Verantwortung zu übernehmen. Sei zuverlässig und scheue dich nicht davor Entscheidungen zu treffen. Interesse und Initiative kommen in der Arbeitswelt gut an und steigern deine Wertschätzung auf Seiten deiner Kollegen und des Arbeitgebers.
  • Standhaftigkeit: Wichtig ist außerdem, dass du zu deinen Fehlern, Entscheidungen und Werten stehst. Oft ist es besser ehrlich zu sein, anstatt dich aus einer Fehlentscheidung herauszureden. Halte an deinen Standpunkten fest, auch wenn du dich damit gegen die breite Masse stellst. So stichst du heraus. Es kann allerdings vorkommen, dass du mit diesem Verhalten nicht bei allen gut ankommst. Wenn du dir Respekt verschaffst, heißt das nicht, dass du allen Kollegen sympathisch bist, doch ihren Respekt hast du dir auf jeden Fall gesichert.

Respekt als Führungskraft

Sitzt du in der Führungsetage, solltest du neben den genannten Eigenschaften noch einiges mehr mitbringen. Neben dem entsprechenden Knowhow ist vor allem ein gutes Durchsetzungsvermögen wichtig, um dir bei deinen Angestellten Respekt zu verschaffen. Eine geringe Durchsetzungsfähigkeit kann gerade in der Führungsetage als Schwäche ausgelegt werden. Es ist wichtig, dass du standfest bist und nicht allzu leicht nachgibst. Zeige allerdings auch Empathie, vor allem wenn es um Beschwerden geht. Erst wenn sich dein Mitarbeiter verstanden und ernst genommen fühlt, ist es möglich eine zufriedenstellende Lösung zu finden.

Um dir als Führungskraft Respekt zu verschaffen, solltest du außerdem Verantwortung für deine Handlungen und die deiner Mitarbeiter übernehmen. Entscheidungen, die unter deiner Führung getroffen wurden, fallen in deinen Verantwortungsbereich. Wälze die Verantwortung daher nicht auf deine Mitarbeiter ab, sondern spreche ein mögliches Fehlverhalten in einem Vier-Augen-Gespräch an, um deine Angestellten nicht bloßzustellen. Respekt beruht auf Gegenseitigkeit.

Des Weiteren solltest du selbstbewusst auftreten, um von deinen Angestellten respektiert zu werden. Achte auf deine Wirkung, deine Körpersprache und Gestik, wenn du mit deinen Mitarbeitern redest. Versuche ernstgemeinte Kritik nicht zu hart aber auch nicht zu lasch herüberzubringen. Eine gute Kommunikationsfähigkeit kann dir dabei helfen. Bleibe sachlich und gehe niemals auf die persönliche Ebene, wenn du Kritik äußerst. So behältst du den Respekt deiner Mitarbeiter.

Respekt als weibliche Führungskraft

Frauen haben es auf der Führungsetage besonders schwer, denn noch oft werden ihnen Klischees wie mangelndes Durchsetzungsvermögen nachgesagt. Greifen sie jedoch durch, gelten sie als zickig. Sind sie im Gegensatz dazu zu soft, kann ihr Führungsstil schnell als weiblicher Kuschelkurs aufgefasst werden. Frauen wird oft eine soziale Komponente nachgesagt, während Männer eher konkurrenzorientiert sein sollen.

Die Gleichstellungsbeauftragte der Fachhochschule Bielefeld Hilde Schumacher-Grub hat dieses Phänomen untersucht und kam tatsächlich zu dem Schluss, dass Frauen eher auf einer Augenhöhe mit ihren Angestellten sprechen, während Männer ihre Führungsposition herausstellen. Auch in der Kommunikation untereinander unterscheiden sich Männer und Frauen. Sind Männer unter sich, halten sie meist eine gewisse Körperdistanz. Sprechen sie dagegen mit einer Frau nehmen sie viel Raum ein. Auch Frauen können im Gespräch mit dem anderen Geschlecht auf die Flirt-Schiene abrutschen.

Willst du dir jedoch Respekt verschaffen, solltest du es vermeiden einen Unterschied zwischen Männern und Frauen zu machen, was deine Mitarbeiter betrifft. Du solltest deinen ganz individuellen Führungsstil wahren. Ein sozialer Führungsstil auf einer Augenhöhe mit deinen Angestellten ist nicht schlechter als ein autoritärer Stil. Scheue jedoch nicht davor zurück, wenn du einmal durchgreifen musst. Wichtig ist, dass du deine Aufgaben zufriedenstellend umsetzt und mit deinen Mitarbeitern zusammen ein gutes Ergebnis erzielst. Dann wirst du in jedem Fall respektiert.

Respekt in der Partnerschaft

Respekt in der Partnerschaft

Respekt ist ein grundlegender Baustein einer jeden Beziehung, doch mitunter kann die gegenseitige Wertschätzung im Laufe der Beziehung abnehmen. Vor allem nach einer langjährigen Ehe kann es vorkommen, dass du den Partner als eine Selbstverständlichkeit ansiehst. An einer guten Beziehung solltest du jedoch jeden Tag arbeiten. Dazu gehört, dass du deinem Partner aufmerksam zuhörst, wenn er von seinem Tag spricht oder gemeinsame Aktivitäten planst. Lebt ihr allerdings nur noch vor euch hin und habt euch nichts mehr zu sagen, kann das ein Anzeichen dafür sein, dass ihr euch nicht mehr genug respektiert.

In einer Partnerschaft solltest du versuchen, deinen Partner so zu akzeptieren wie er ist. Konflikten solltest du nicht aus dem Weg gehen, sondern versuchen sie gemeinsam mit deinem Partner zu lösen. Auch die Standpunkte und Meinung des Anderen sollte angehört und respektiert werden. Es gibt viele Möglichkeiten, wie du deinem Partner Respekt entgegenbringen kannst. Schon ein einfaches Kompliment kann den Tag des Anderen ein bisschen schöner machen. Auch gemeinsam eingenommene Mahlzeiten und kleine, persönliche Geschenke wirken sich positiv auf die Beziehung aus. Gebe deinem Partner das Gefühl wichtig zu sein und schenke ihm deine Zeit.

Achte darauf, dass du auch von deinem Partner das Gefühl vermittelt bekommst, dass du respektiert wirst. Wenn du an deiner Beziehung arbeiten möchtest und es kommt nichts zurück, kann das sehr schmerzhaft sein. Halte dir vor Augen, dass gegenseitiger Respekt wichtig ist, damit du lange in deiner Partnerschaft glücklich bist. Wenn du dich selbst respektierst, solltest du auch eine respektvolle Liebesbeziehung eingehen.

Was ist respektloses Verhalten?

Ein Mangel an Respekt kann sich in unterschiedlichen Verhaltensweisen äußern. Vor allem Jugendliche neigen dazu die Grenzen ihrer Erziehungsberechtigten auszureizen, aber auch untereinander verhalten sie sich oft respektlos. Diese Respektlosigkeit kann sich durch Worte aber auch durch körperliche Angriffe äußern. Beschimpfungen und beleidigende Gesten sind ein Anzeichen für mangelnden Respekt. Im schlimmsten Fall äußert sich Respektlosigkeit durch Mobbing und Gewalt wie eine Prügelei. Dadurch werden die Rechte des Gegenübers missachtet und er wird physisch und psychisch gedemütigt.

Auch Kleinigkeiten können schon Anzeichen für mangelnden Respekt sein. Wenn du beispielsweise während eines Gesprächs dein Gegenüber nicht zu Wort kommen lässt, kann das auf ihn respektlos wirken. Ein weiteres Beispiel von respektlosem Verhalten wäre, wenn du dein Gegenüber immer wieder unrechtmäßigerweise kritisierst und schlecht machst. Mit diesem Verhalten unterdrückst du den Anderen, während du selbst dich über ihn stellst. Des Weiteren kann auch ein Mangel an Schuldeingeständnis ein Zeichen von Respektlosigkeit sein, beispielsweise wenn dein Partner sich für ein Fehlverhalten nicht entschuldigt.

Respektlosigkeit tritt immer dann auf, wenn zwei oder mehr Menschen ungleich behandelt werden, etwa wenn der Eine sich über den Anderen stellt, ihn niedermacht und nur kritisiert. Dadurch entsteht eine Hierarchie, die vor allem für Liebesbeziehungen ungesund ist.

Wie du mit Respektlosigkeit umgehen solltest

Wie du mit Respektlosigkeit umgehen solltest

Wenn dir Respektlosigkeit widerfährt, fühlst du dich wahrscheinlich ungerecht behandelt und gedemütigt. Allerdings ist nicht jede Respektlosigkeit als solche gemeint. Viele Menschen empfinden ihr Verhalten nicht als respektlos, obwohl es auf andere so wirkt. Deshalb solltest du zuerst ruhig bleiben. Ist die respektlose Person nur eine flüchtige Bekanntschaft, ist es oft besser über das Fehlverhalten hinwegzusehen und dieser Person in Zukunft aus dem Weg zu gehen. Hast du dagegen öfter mit ihr zu tun, überlege zuerst, was zu diesem Verhalten geführt haben könnte, bevor du das Thema ansprichst.

Im nächsten Schritt solltest du dein Gegenüber darauf hinweisen, dass du dich durch sein Verhalten respektlos behandelt fühlst. Dabei ist es egal, ob dein Gegenüber dein Chef, dein Partner oder ein Freund ist, wenn du dich respektlos behandelt fühlst, solltest du es ansprechen. Achte jedoch darauf, dass du dich selbst respektvoll verhältst und den Anderen nicht beleidigst. Sieht der Andere sein respektloses Verhalten nicht ein, solltest du Konsequenzen ziehen und auf Abstand gehen. Lasse dich nicht klein machen, sondern bewahre dein Selbstbewusstsein und deine Würde.

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