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Teambuilding: 4 Ideen & 5 Tipps für teambildende Maßnahmen (+ Spiele)

Bei vielen Berufen ist Teamarbeit ein essentieller Bestandteil des Alltags. Damit das Team gut zusammenarbeitet und weniger Konflikte entstehen, sind Teambulding-Maßnahmen empfehlenswert. Was das ist und welche Maßnahmen sich genau anbieten, erfährst du im Folgenden.


Beim Sport und bei Projektarbeit ist gute Teamarbeit oft unersetzlich. Damit diese reibungsfrei funktioniert und ein guter Teamgeist herrscht, können Teambuilding-Maßnahmen durchaus hilfreich sein. Gerade heutzutage arbeiten viele Menschen im Homeoffice und verbringen deswegen nur sehr wenig Zeit mit ihren Kollegen. In solchen Fällen können Teambuilding-Maßnahmen für einen besseren Zusammenhalt und einen gestärkten Teamgeist sorgen.

Teambuilding für mehr Effizienz

Teambuilding für mehr Effizienz

Teambuilding bezeichnet die Zusammenstellung eines Teams aus mehreren Mitgliedern, die sich in ihren Eigenschaften jeweils ergänzen. So muss nicht jede Person alle Fähigkeiten mitbringen, sondern es gibt Spezialisten für jeden Bereich. Es besteht also Arbeitsteilung. Im Team fügt sich das Puzzle dann zu einem Ganzen zusammen. Teambuilding-Maßnahmen sollen die Gruppe in ihrer Zusammenarbeit und die Motivation stärken.

Im Team können viele Konflikte entstehen. Teambuilding-Maßnahmen sind eine gute Möglichkeit, diesen vorzubeugen. Die einzelnen Teammitglieder lernen so, ihre Differenzen zu schätzen und erkennen, wie sie sich ergänzen können. Der Teamleiter übernimmt beim Teambuilding eine essenzielle Rolle. Er hat die Aufgabe, den Fortschritt der Gruppe zu reflektieren und für ein gutes Miteinander zu sorgen. Auch die Zusammenarbeit von Team und Teamleiter sollte beim Teambuilding berücksichtigt werden.

Teambuilding hat letztlich das Ziel, die Effizienz und Leistung des Teams zu steigern. Ist diese Leistung nicht gewährleistet, hat der Teamleiter die Aufgabe, die Arbeit des Teams zu optimieren. Das kann entweder durch eine Neustrukturierung des Teams erfolgen oder bevorzugt durch Workshops, Spiele und Coachings.

Das Team bezeichnet eine kleine Arbeitsgruppe, nicht das gesamte Kollegium. Diese Arbeitsgruppe arbeitet eng und langfristig zusammen und verfolgt ein gemeinsames Ziel, indem die einzelnen Mitglieder kooperativ zusammenarbeiten. Für eine gelungene Zusammenarbeit sollte ein guter Teamgeist herrschen.

Das Tuckman-Phasenmodell

Der US-amerikanische Psychologe Bruce Tuckman entwickelte im Jahr 1965 ein Phasenmodell für die Teamentwicklung, das das Teambuilding in fünf Phasen unterteilt. Die fünfte Phase wurde im Jahr 1977 nachträglich hinzugefügt und besitzt einen Sonderstatus in Tuckmans Phasenmodell.

1. Orientierungsphase (Forming): In dieser Phase kommt das Team zum ersten Mal zusammen. Dazu bieten sich beispielsweise Kennenlernspiele an. Da jeder andere Erwartungen an die Teamarbeit hat und mit einer anderen Einstellung an die Sache herangeht, sind die Teammitglieder in dieser Phase meist eher zurückhaltend. Jedes Teammitglied muss seine Rolle im Team erst noch finden. Das kann mit einigen Unsicherheiten einhergehen, da die einzelnen Mitglieder sich gegenseitig nicht einschätzen können und nicht wissen, welche Rolle sie im Team letztendlich übernehmen werden. Da sich das Team in dieser Phase noch findet ist es entsprechend nur wenig leistungsfähig. Der Teamleiter sollte diese Phase unterstützen, indem er ein Wohlfühlklima schafft, in dem sich jeder voll entfalten kann. Darüber hinaus sollte er den Meinungsaustausch fördern, sodass jedes Mitglied in seine Rolle finden kann. Gerade anfangs ist es wichtig, dass den einzelnen Mitgliedern das Gesamtziel und der Ablauf der Teamarbeit bewusst ist.

2. Konfrontationsphase (Storming): Die Konfrontationsphase zeichnet sich dadurch aus, dass sich die verschiedenen Teammitglieder langsam näher kommen und es so folglich vermehrt zu Konflikten kommt. In der Phase erkennst du, ob ein Teammitglied mit seinem Aufgabenbereich überfordert ist. Zudem können auch einzelne Teammitglieder aneinander geraten, weil sich ihre Rollen vielleicht überschneiden. Der Teamleiter sollte hier als Vermittler fungieren und zur Konfliktlösung beitragen, während er gleichzeitig die Ziele im Blick behält.

3. Kooperationsphase (Norming): In der Kooperationsphase wurden die größten Konflikte bereits gelöst. Die einzelnen Teammitglieder wissen um ihre Position im Team und es besteht bereits ein guter Teamgeist. Das Team steht im Vordergrund, so dass einzelne Teammitglieder ihre Bedürfnisse vorübergehend hinten anstellen. Es werden Regeln festgelegt und anstehende Aufgaben verteilt. Dabei solltest du darauf achten, dass sich kein Teammitglied ungerecht behandelt fühlt. Kommunikation sollte hier im Vordergrund stehen, da durch einen regen Austausch und Diskussionen kreativ nach Lösungen gesucht werden kann. Der Teamleiter fungiert hier als Berater, der sich für die Interessen der einzelnen Mitglieder einsetzt und bei der Regelbildung hilft.

4. Integrationsphase (Performing): In dieser Phase ist das Team besonders leistungsfähig, da jeder seine genauen Aufgabenbereiche kennt und die verschiedenen Mitglieder sich zuarbeiten und unterstützen können. Die Teammitglieder kennen sich bereits und können ihre jeweiligen Stärken wertschätzen. Es sollte ein respektvolles Klima herrschen. Da die größten Konflikte bereits gelöst wurden, können Unterschiede zwischen den einzelnen Teammitgliedern vorteilhaft und zielführend genutzt werden. Der Teamleiter kann sich in dieser Phase vermehrt zurückziehen und sollte nur noch stichprobenartig (beispielsweise durch Besprechungen) überprüfen, ob das Ziel noch im Vordergrund steht.

5. Auflösungsphase (Adjourning): Diese Phase hat einen besonderen Status, da sich die Projektarbeit hier bereits dem Ende entgegen neigt. Die Reflexion der Teamarbeit ist in dieser Phase besonders wichtig, um neue Erkenntnisse für eine mögliche weitere Zusammenarbeit zu gewinnen. Auf die Auflösungsphase folgt keine weitere Phase, da sich das Team nun langsam auflöst. Die einzelnen Teammitglieder verabschieden sich nach und nach und lösen sich so auch von der Rolle, die sie im Team übernommen haben. Bestenfalls sollte das Team stolz auf seine erbrachte Leistung sein. Der Teamleiter sollte die Bewältigung der Aufgaben angemessen loben und den einzelnen Teammitgliedern Feedback geben.

Teambuilding-Events: Pro und Kontra

Teambuilding-Events: Pro und Kontra

Teambuilding-Maßnahmen in Form von Events und Betriebsausflügen können den Arbeitsalltag erheblich auflockern. Obwohl solche Veranstaltungen für Abwechslung sorgen, lässt ihre Effektivität in manchen Fällen zu wünschen übrig. Wir stellen Vor- und Nachteile der Events vor.

Vorteile von Teambuilding-Maßnahmen

Teambuilding-Maßnahmen sind vor allem dann empfehlenswert, wenn ein neues Team zusammenkommt und die einzelnen Teammitglieder sich kennenlernen und erst eine Beziehung zueinander aufbauen müssen. Teambuilding-Events können zwischenmenschliche Beziehungen stärken und eine Plattform für ein ungezwungenes Aufeinandertreffen schaffen. Das ist vor allem bei zumeist virtuellen Teams vorteilhaft, die sonst keine oder nur wenig Zeit miteinander verbringen. So können die Veranstaltungen für einen besseren Teamgeist sorgen.

Ein Betriebsausflug in Form einer Teambuilding-Maßnahme kann gerade dann für mehr Effizienz sorgen, wenn sich das Event auf den Arbeitsalltag übertragen lässt. Dazu sollte dieses ausreichend reflektiert und die einzelnen Abläufe und Erkenntnisse auf konkrete Situationen für die Teamarbeit übertragen werden. So kann ein solches Erlebnis mitunter bei der Lösung zukünftiger Konflikte hilfreich sein und die Teamfähigkeit stärken.

Auch Tagungen können wunderbar durch Teambuilding-Maßnahmen ergänzt werden. Wenn tagsüber gearbeitet wird, kann ein abendlicher Kochkurs die Atmosphäre auflockern und die Veranstaltung abrunden. Bevor du dich für eine Teambuilding-Maßnahme entscheidest, solltest du dir bewusst sein, was du mit der Veranstaltung bezwecken möchtest. Allgemein kannst du mit solchen Events verschiedene Zwecke fördern. Sie können beispielsweise für mehr Vertrauen untereinander sorgen, eine bessere Arbeitsatmosphäre schaffen, bei der Definition neuer Ziele helfen oder bei der Konfliktbewältigung hilfreich sein.

Wir haben ein paar Ideen für die einzelnen Ziele der Teambuilding-Events zusammengestellt.

  • Vertrauen schaffen: Klettern, Kanufahren, Rafting
  • Arbeitsatmosphäre verbessern: Kochkurs, Wandern, gemeinnützige Arbeit, Bowling
  • Neue Ziele definieren: Improvisationstheater, Bogenschießen, (Graffiti) Malen
  • Konflikte bewältigen: Escape Room, Schnitzeljagd, Geocaching

Nachteile von Teambuilding-Maßnahmen

Teambuilding-Maßnahmen haben allerhand Vorteile, können die Leistung des Teams meist jedoch nur kurzfristig beeinflussen. Die positiven Einflüsse aus der Veranstaltung halten meist nur wenige Wochen an und nehmen dann immer weiter ab. Dies sollte der Teamleiter bedenken, wenn er Aufwand und Kosten für den Betriebsausflug berechnet. Er sollte sich im Vorhinein fragen, ob das Ergebnis die Kosten und den Aufwand rechtfertigt.

Eine Teambuilding-Maßnahme kann die Arbeitsweise des Teams zwar positiv beeinflussen und verbessern, aber auch ein erhöhter Druckfaktor sein. Nach dem Teambuilding-Event können die Teammitglieder mitunter das Gefühl haben, jetzt im Team effektiver arbeiten zu müssen, da Zeit und Geld in eine gute Zusammenarbeit der Teammitglieder investiert wurde. Dies kann sogar zu einer Verschlechterung der Leistung führen. Daher ist es wichtig, im Vorhinein nicht zu viel Druck bei den Teammitgliedern aufzubauen.

Ideen für dein Teambuilding-Event

Ideen für dein Teambuilding-Event

Teambuilding kann auf vielen verschiedenen Wegen erfolgen. Von der einfachen Konferenz über Diskussionsrunden bis zur Sportveranstaltung kann hier alles mit dabei sein. Wir haben zahlreiche Ideen für dein persönliches Ziel zusammengefasst.

Verschiedene Sportarten

Als Teambuilding-Event bieten sich zuerst einmal Sportarten an. Diese eignen sich für ganz unterschiedliche Zwecke und können den Fokus entweder auf die Zielsetzung, den Aufbau von Vertrauen oder einfach eine angenehme Teamatmosphäre setzen. Geeignete Sportarten sind beispielsweise:

Strategiespiele

Strategiespiele eignen sich ebenfalls hervorragend als Teambuilding-Maßnahme. Die Teammitglieder können hier lernen, gemeinsam auf ein Ziel hinzuarbeiten, Konflikte zu bewältigen und Probleme zu lösen. Angeboten wird beispielsweise:

  • Escape Room
  • Schnitzeljagd
  • Stadtrallye
  • Labyrinth bauen
  • Kugelbahn bauen

Kreative Tätigkeiten

Kreative Tätigkeiten können eine tolle Alternative zum grauen Büroalltag bieten. Sie fördern nicht nur die Kreativität, sondern können auch dazu beizutragen, neue Ziele zu definieren und Ideen zu entwickeln. Geeignet sind Tätigkeiten wie beispielsweise:

  • Malkurs wie Graffiti malen
  • Theater beziehungsweise Improvisationstheater
  • Kochkurs

Gemeinnützige Arbeit

Von gemeinnütziger Arbeit profitiert nicht nur das Team, sondern auch die Umwelt oder Menschen, die Hilfe benötigen. Das sorgt für eine positive Stimmung im Team und kann die Arbeitsatmosphäre verbessern. Empfehlenswert sind zum Beispiel:

  • Parkreinigungsaktionen
  • Spendenlauf

Tipps für effektives Teambuilding

Tipps für effektives Teambuilding

Nicht nur Teambuilding-Maßnahmen können für einen besseren Teamgeist sorgen, sondern auch im Alltag können der Teamleiter und die Teammitglieder an sich für ein angenehmes Klima sorgen. Dabei können folgende Tipps helfen.

Stärken der einzelnen Teammitglieder fördern

Der Teamleiter hat nicht nur die Aufgabe das Team als Ganzes weiterzubringen, sondern auch die einzelnen Teammitglieder zu fördern. Zwar sollte das Team immer auf ein Ziel hinarbeiten. Die einzelnen Teammitglieder sollten dabei jedoch nicht auf der Strecke bleiben. Der Teamleiter sollte die Bedürfnisse der Teammitglieder ernst nehmen. Die Unzufriedenheit des Einzelnen kann sich nämlich auf das gesamte Team übertragen. Die Teammitglieder sollten sich wertgeschätzt fühlen und ihre Stärken ausleben können. Im besten Fall fördert der Teamleiter diese Stärken, so dass jeder von einer Zusammenarbeit profitieren kann.

Konflikte ansprechen

Besteht dennoch einmal Unzufriedenheit, sollte man diese in keinem Fall auf sich beruhen lassen. Konflikte sollten direkt angesprochen werden, so dass keine unterdrückten Spannungen entstehen, die die Zusammenarbeit langfristig belasten und sogar zu einem Zerwürfnis zwischen den Teammitgliedern führen können. Stattdessen sollte offen diskutiert und eine gemeinsame Lösung gefunden werden. Jeder sollte die Möglichkeit haben, seinen Standpunkt deutlich zu machen, ohne dass dies direkt in einer hitzigen Diskussion endet.

Mitarbeitergespräche mit dem Teamleiter

Regelmäßige Feedback-Gespräche sorgen dafür, dass erst gar keine Unzufriedenheit aufkommen kann. Dies muss nicht unbedingt im offiziellen Rahmen passieren, sondern bereits ein gemeinsamer Kaffee oder ein gemeinsames Mittagessen können hier für Klarheit sorgen. Das Zwischenmenschliche ist besonders wichtig, damit die Teamarbeit gut funktioniert und die Teammitglieder sich wohlfühlen. Die Arbeitsatmosphäre kann bereits mit ein wenig Smalltalk aufgelockert werden. So zeigt der Teamleiter zusätzlich Interesse an seinen Mitarbeitern.

Betriebsausflüge können von der Steuer abgesetzt werden

Teambuilding-Maßnahmen haben einige Vorteile und können dazu noch von der Steuer abgesetzt werden. Betriebsausflüge können bis zu zweimal jährlich steuerlich abgesetzt werden. Dabei solltest du jedoch darauf achten, dass nicht mehr als 110 Euro pro Teammitglied ausgegeben werden und mindestens 20 Prozent der Teammitglieder teilnehmen. Auch der Chef sollte die Veranstaltung besuchen, damit eine Absetzung möglich ist.

Teambuilding-Spiele

Teambuilding-Spiele

Wer auf eine komplette Veranstaltung verzichten möchte und einfach zwischendurch ein paar Teambuilding-Spiele in den Arbeitsalltag integrieren will, hat verschiedene Möglichkeiten. So gibt es zahlreiche Spiele für unterschiedliche Zwecke – um Vertrauen aufzubauen, zum Kennenlernen oder um die Arbeitsatmosphäre aufzulockern.

Hindernislauf

Bei diesem Spiel bilden sich jeweils zweier Teams, wovon ein Teammitglied sich die Augen verbinden muss. Der andere muss seinen blinden Kollegen nun durch einen Raum führen und zwar nur mittels Worten. In dem Raum sind einige Hindernisse ausgelegt, sodass der Weg ein wenig komplizierter und eine genaue Beschreibung unumgänglich ist. Das Spiel sorgt für Vertrauen zwischen den Teammitgliedern.

Gordischer Knoten

Bei diesem Spiel stehen alle Teammitglieder in einem Kreis zusammen und strecken eine Hand mit geschlossenen Augen nach vorne aus. Sie ergreifen die Hand, die sie als erstes finden. So entsteht ein Knoten, den die Teammitglieder im Folgenden lösen müssen, ohne die Hände loszulassen. Diese Spiel fördert die Kommunikation untereinander und kann zur Konfliktbewältigung beitragen.

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