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Kunstgeschichte als Fernstudium

Fachredakteurin
Aktualisiert:

Kunstgeschichte als Fernstudium

Kunst spielt in der Menschheitsgeschichte schon immer eine bedeutende Rolle und bestimmt das öffentliche und private Leben.

Kunst kann emotional sein und durch umfangreiches Wissen Horizonte erobern, Perspektiven und Denkweisen entwickeln und zu gegenseitigem Austausch führen. Ein Kunstverständnis kann zudem den Alltag bereichern.

Das Studium im Fach Kunstgeschichte beinhaltet umfangreiche Kenntnisse in den Gebieten Malerei, Plastik und Architektur.

Studierende sind nach dem Studium in der Lage, Kunstwerke Epochen zuzuordnen und zu interpretieren. Das Studium vermittelt Methoden der Werkanalyse, die eine differenzierte und kritische Betrachtung von Kunstgegenständen ermöglicht.

Berufsfeld Kunsthistoriker

Das Fernstudium der Kunstgeschichte ist wissenschaftlich ausgerichtet und stellt nicht auf ein einziges Berufsziel ab. Studierende haben daher vielfältige Möglichkeiten, und es gibt eine umfangreiche Liste möglicher Berufe für Studienabsolventen.

Kunsthistoriker finden häufig Beschäftigungen in den Bereichen Verlag, Presse, Fernsehen oder Hörfunk. Zu den typischen Aufgabenbereichen zählt zum Beispiel ein Lektor.

Weitere Betätigungsfelder für Kunsthistoriker sind die Denkmalpflege sowie Tätigkeiten in Museen, Archiven oder Bibliotheken. Kunsthistoriker können auch bei der Durchführung von Ausstellungen als wissenschaftliche Mitarbeiter oder Kuratoren tätig werden.

Sie können auch in öffentlichen Verwaltungen, Verbänden oder Stiftungen angestellt sein oder sind bei Kunsthändlern, Galerien, Auktionshäusern oder Versicherungen als Gutachter und Sachverständige tätig. Auch Anwälte können Kunstsachverständige beauftragen, um Nachlässe abzuwickeln oder Schadenersatzansprüche zu erstellen.

Der Bereich der Kunstgeschichte und Kulturwissenschaft umfasst sozialwissenschaftliche und geisteswissenschaftliche Methodik. Von den Bewerbern wird ein kritisches Urteilsvermögen bei kunsthistorischen Inhalten und der Auswertung von Quellen verlangt. Zusätzlich sind Kenntnisse zu Materialien und Techniken notwendig.

Fernstudium Kunstgeschichte: Gehalt und Karriere

Kunsthistoriker sind vielfältig tätig

Der Einstieg in die Kunstbranche beginnt meistens mit einem Praktikum. Bereits während des Studiums arbeiten manche Studierende in Museen am Empfang oder an der Kasse, um einen Fuß in der Tür zu haben. Es kann auch passieren, dass mehrere Praktika absolviert werden müssen, bevor man beispielsweise eine Assistentenstelle erhält.

Um weiter aufzusteigen, muss man Glück und Können beweisen, Kontakte pflegen sowie am Ball bleiben. Wer eine Führungsposition anstrebt, hat mit einem Master bessere Chancen als mit einem Bachelor.

Der Aufstieg zu einem Direktor oder Manager ist lang und schwer, da es viele Bewerber auf solche Stellen gibt. An der Spitze eines Museums oder einer Galerie muss man zudem deutlich mehr organisieren, die Einrichtung vorbildlich repräsentieren und Mitarbeiter leiten können.

Daneben gibt es auch Banken und Unternehmen, die eigene Kunstsammlungen besitzen oder bestimmte Projekte unterstützen. Ebenso verfügen viele Versicherungen über eigene Abteilungen, die sich mit dem Schutz von Gemälden oder Skulpturen beschäftigen.

Je nachdem, in welche Richtung man sich spezialisieren will, gibt es verschiedene Weiterbildungsmöglichkeiten. Wer mit einem abgeschlossenen Fernstudium der Kunstgeschichte journalistisch tätig sein möchte, kann eine Fortbildung im Bereich Journalismus machen, wer den Weg als Pressesprecher einschlagen möchte, entscheidet sich für Public Relations.

Wer sich für Kunstwerke aus speziellen Epochen interessiert, kann sich durch eine Kultur- oder Geschichtsweiterbildung spezialisieren. Des Weiteren gibt es Kurse für Restaurierung, Medienmanagement und Erwachsenenbildung.

Ausstellungsmanagement

Ausstellungsmanagement: Eine Option nach dem Fernstudium der Kunstgeschichte

Kunsthistoriker, die im Ausstellungsmanagement tätig sind, haben viel mit Organisation zu tun. Sie planen Kunstausstellungen und Führungen in Museen. Gerade in der heutigen Zeit ist dabei auch interessant, neue Konzepte zu erarbeiten und aktuelle Medien in die Führungen und Ausstellungen miteinzubeziehen.

Beispielsweise lassen sich Karten auch auf Tablets darstellen, so dass die Besucher dann die jeweiligen Orte, um die es in der Ausstellung geht, genauer anschauen können.

Bei der Planung von Ausstellungen geht es auch darum, wo die Kunstwerke im Museum wie platziert werden. Für Ausstellungen fragen Kunsthistoriker Leihgaben aus Sammlungen anderer Museen oder Galerien an und organisieren den Transport. Sie schätzen den Wert der Kunstwerke und klären rechtliche Versicherungsfragen ab.

Für jede Ausstellung gibt es auch einen Katalog. Diesen erstellen die Kunsthistoriker, um den Besuchern ein bestmögliches Erlebnis zu bieten. Kunsthistoriker planen auch die Ausstellungseröffnung. Das bedeutet die Einladung von Künstlern, die in der Ausstellung vorkommen repektive von Angehörigen und Nachfahren.

Nicht fehlen dürfen wichtige Vertreter der Stadt oder sonstige Personen der Künstlerszene sowie Unternehmen, wenn es um Sponsoren für weitere Ausstellungen geht. Kunsthistoriker im Ausstellungsmanagement sollen dafür auch Kontakte knüpfen und sich Anregungen für weitere Ausstellungen holen.

Zur Planung der Ausstellungseröffnung gehört es zudem, das Programm und Redner zu organisieren. Je nach Weiterbildung können Kunsthistoriker auch zum Pressesprecher eines Museums werden, die Öffentlichkeitsarbeit leiten und Newsletter verfassen.

Kunst- und Kulturmanagement

Im Kunst- und Kulturmanagement geht es grundsätzlich darum, den Besuchern des Museums die Kenntnisse der Kunstgeschichte von der Antike bis zur Gegenwart zu vermitteln. Je nach Art der Ausstellung kann sich das auch nur auf gewisse Epochen beziehen.

Kunsthistoriker sollen museumspädagogische Konzepte erarbeiten und Führungen zielgruppengerecht durchführen. Je nach Besucher ist ein anderer Zugang oder ein weiterer Schwerpunkt wichtig. Es kann dabei von Kindern über Erwachsene bis hin zu Senioren gehen.

Kunsthistoriker organisieren und leiten auch Exkursionen von Museen, schulen Mitarbeiter oder vertiefen sich auf die Erwachsenenbildung. Dort geben Kunsthistoriker Seminare oder halten Vorträge zu kunsthistorischen und kulturgeschichtlichen Themen. Das können Weiterbildungen für Mitarbeiter oder interessierte Bürger und Informationsveranstaltungen sein.

Restaurierung und Konservierung

Restaurierungen

Je nach Tätigkeit in der Restaurierung und Konservierung sind manchmal noch weitere Fortbildungen erforderlich. Kunsthistoriker in diesem Bereich erforschen den Zustand von aller Art Kunstwerken oder Baudenkmälern.

Dabei analysieren sie, mit welchen Techniken die Kunstobjekte hergestellt wurden. Es kann auch um Motive, Darstellungsformen und Materialien gehen.

Ergebnisse dieser Forschung werden dokumentiert und klassifiziert. Meist müssen die neuen Erkenntnisse über die Kunstwerke ins Archiv eingepflegt werden. Das läuft heute vorwiegend digital ab.

Bei besonders fragilen Kunstwerken beschäftigen sich Kunsthistoriker mit der Frage, wie diese bestmöglich aufbewahrt und ausgestellt werden können. Im Bereich der Restaurierung beschäftigen sich Kunsthistoriker mit Kunstobjekten, die beschädigt sind und beispielsweise für eine Ausstellung wieder ansprechend präsentiert werden sollen.

Dafür rekonstruieren sie die Kunstwerke und planen, welche Maßnahmen zum Schutz oder zur Restaurierung des Objekts durchgeführt werden sollen. Um Kunstwerke wirklich restaurieren zu können, müssen Kunsthistoriker meist eine Weiterbildung absolvieren.

Zur Restauration gehört viel handwerkliches Geschick und ein genauer Blick auf die Objekte. Ein kleiner Fehler kann das gesamte Kunstwerk zerstören.

Wissenschaftliche Karriere

In der Kunst gibt es noch viel zu erforschen. Um eine wissenschaftliche Karriere anzustreben, wird im Präsenz- oder Fernstudium mindestens ein Master benötigt, besser ist jedoch eine Promotion. Kunstwissenschaftler analysieren Werke der Kunst, Architektur und des Kunstgewerbes.

Dazu beziehen sie auch audiovisuelle Medien mit ein. Kunsthistoriker beschäftigen sich mit den verschiedensten Kunstwerken, von einem Comic über ein Kirchenfenster bis hin zu Industriedenkmälern aus allen Epochen, von der Antike bis zur Gegenwart.

Historiker erforschen den Erhaltungszustand des Kunstwerks, die Entstehungsgeschichte und beziehen weitere Faktoren während der Entstehungszeit des Kunstobjektes mit ein.

Die Ergebnisse werden in Fachzeitschriften oder Büchern festgehalten und ermöglichen somit anderen Wissenschaftlern sowie Studierenden den Zugang zu den Resultaten. Kunsthistoriker referieren außerdem bei Tagungen und Kongressen über ihre Erkenntnisse.

Wer seine Ergebnisse darüber hinaus gerne teilt, kann auch an Universitäten Studierende unterrichten, Vorlesungen und Seminare vorbereiten und Prüfungen erstellen. Wer Studierende betreut, muss häufig auch Hausarbeiten korrigieren oder Prüfungen abnehmen.

Sachverständiger

Sachverständige werden in der Kunst gebraucht, um Objekte jeglicher Art zu begutachten und dann deren Wert zu ermitteln. Oft geht es auch um die Frage, ob ein Kunstwerk das Original oder nur eine Fälschung ist.

Gerade professionelle Sachverständige werden dringend gesucht, da der Markt sehr groß ist. Wer als Sachverständiger tätig ist, kann sich vereidigen lassen, um nachzuweisen, dass er unparteiisch und weisungsfrei arbeitet.

Sachverständige können nicht nur von Privatpersonen, sondern auch von Museen oder Gerichten beauftragt werden. Um für Gerichte zu arbeiten, braucht man langjährige Berufserfahrung.

Ein Kunsthistoriker in diesem Feld sichtet zunächst die Kunstwerke. Für die Begutachtung müssen gründliche Recherchearbeiten und wissenschaftliche Analyseverfahren durchgeführt werden. Sachverständige untersuchen die Kunstobjekte auf ihren Stil und später dann noch genauer im Labor.

Dazu gehören Licht-, Material- und Farb-Analysen. Auch geht es darum, wem das Kunstwerk früher gehörte, ob es in einem Werkverzeichnis steht und wie die technische Verarbeitung ist. Nicht selten haben es Sachverständige mit Fälschungen zu tun.

Es gilt, diese aufzudecken. Nachdem die Analyse abgeschlossen ist, schätzen Kunsthistoriker den Wert der Kunstgegenstände.

Galerie und Auktionshaus

In Galerien und Auktionshäusern sind viele Kunsthistoriker tätig. Sie bestimmen hier Kunstwerke, katalogisieren und verkaufen diese. Dazu gehört es, immer wieder neue Kunden zu finden und zu betreuen.

Die Kunden müssen besucht und die Schätzungen meist vor Ort durchgeführt werden. Je nach Spezialisierung des Auktionshauses oder der Galerie sind profunde Kenntnisse in diesem Bereich notwendig. Potenzielle Käufer wollen fachlich-kompetent beraten werden.

In den Galerien wird meist zeitgenössische Kunst vertrieben. Kunsthistoriker in diesem Bereich sollten daher die neuesten Entwicklungen und Trends in der Kunstszene beobachten und in der Galerie widerspiegeln können. Dafür ist ein breites Wissen in der zeitgenössischen Kunst von Nöten. Öffentliche Meinungen wollen zudem berücksichtigt werden.

Dokumentationsstellen, Bibliotheken, Archive

Dieser Bereich gehört zu der klassischen Tätigkeit eines Kunsthistorikers. Sie bauen dort Medien- und Informationsbestände sowie Sammlungen der Kunstgeschichte auf. In Bibliotheken müssen oft Neuanschaffungen getätigt werden.

Hier müssen Kunsthistoriker viel Fachliteratur lesen und anschließend bewerten, ob sich der Kauf des Buches lohnt.

Im Archiv werden Register angelegt und gepflegt. Das Material im Archiv soll regelmäßig ausgewertet und überprüft werden. Die Digitalisierung hat ein Großteil der Museen und Bibliotheken nur schleppend erreicht. Noch heute sind viele Einrichtungen damit beschäftigt, alle Kunstobjekte digital zu erfassen und in das System einzupflegen.

Das geht nur schrittweise voran, und da die Digitalisierung gründlich erfolgen soll, ist das ein langsames Unterfangen. In der Arbeit werden alle Kunstgegenstände in einer 3D-Ansicht mit den jeweiligen relevanten Informationen erfasst.

Gehalt

Wie bei fast allen Berufen hat neben weiteren Faktoren der Standort des Arbeitgebers Einfluss auf die Höhe des Gehalts. Das Entgelt eines studiertenHistorikers für Kunstgeschichte hängt stark von dem Bereich ab, in dem er arbeitet, wie groß das Unternehmen ist und welchen Stellenwert es am Kunstmarkt hat.

Wie die Übersicht der Berufsfelder zeigt, gibt es sehr viele Möglichkeiten für Kunsthistoriker, tätig zu werden. Daher ist es auch schwierig, Angaben über das Gehalt zu machen.

Einsteiger im Bereich des Kunsthandels erhalten zu Beginn ein Monatsgehalt von etwa 1.700 bis 1.800 Euro brutto. Die Gehälter in Museen sind ähnlich, wobei Festanstellungen mittlerweile eher selten geworden sind. Viele Kunsthistoriker sind selbstständig auf Honorarbasis tätig.

Ist Kunstgeschichte das richtige Studium für mich?

Fernstudium der Kunstgeschichte: Kunst-Interesse ist Voraussetzung

Wer sich für Kunst und Kultur interessiert, erfüllt schon wichtige Voraussetzungen für das Fernstudium. Jedoch reicht das allein nicht aus.

Wer Kunsthistorik studiert, sollte vor allem Interesse an Analyse und Gestaltung haben. Im Studium erlernen Studierende, Kunstwerke zu untersuchen, zu beurteilen und den Wert zu schätzen.

Generell ist auch ein Interesse an Gestaltung wichtig, da Kunsthistoriker beeinflussen, welche Objekte wie ausgestellt werden oder wie Führungen durchgeführt werden.

Eine allgemeine Leistungs- und Einsatzbereitschaft wird zudem vorausgesetzt. Es kommt oft vor, dass Kunsthistoriker auch abends oder am Wochenende arbeiten müssen. Das kann ein Kundenbesuch sein, wenn man in einer Galerie tätig ist oder eine Ausstellungseröffnung am Wochenende.

Man sollte daher auch offen sein, zu anderen Zeiten zu arbeiten. Dazu gehört es auch immer, Kontakte zu pflegen. Ob zu Kunden, Künstlern, die eventuell für die nächste Ausstellung infrage kommen, zur Kunstszene allgemein, zu staatlichen Einrichtungen oder Unternehmen.

Bei Museen kann das auch die Suche nach einem neuen Sponsor sein. Kunsthistoriker sollten daher immer bereit sein, auf Menschen zuzugehen, Kontakte zu knüpfen und zu pflegen.

Beim Arbeiten ist bei Kunsthistorikern Sorgfalt, Verantwortungsbewusstsein und Selbstständigkeit sehr wichtig. Die Kunstwerke wollen richtig analysiert, beschrieben und eingeordnet werden. Auch bei der Schätzung des Wertes des Kunstobjektes sollten keine Fehler unterlaufen.

Die Konzepte für Ausstellungen, Führungen und Anfragen für Leihgaben an andere Museen wollen selbstständig durchgeführt werden.

Auch die Kommunikation und das eigene Auftreten, sind Faktoren, die nicht unterschätzt werden dürfen. Seminare, Vorträge, Führungen und Vorlesungen wollen verständlich und interessant abgehalten werden. Dazu gehört eine gute Vorbereitung, ein präzises Ausdrucksvermögen und ein selbstsicheres Auftreten.

Wenn Kunsthistoriker Gutachten schreiben oder Forschungsergebnisse festhalten, sollten sie sich schriftlich verständlich ausdrücken können und die Rechtschreibung beherrschen.

Wer sich für Restaurierungsarbeiten interessiert, sollte auf jeden Fall ein gutes handwerkliches Geschick mitbringen, da gerade alte Kunstobjekte sehr fragil sein können. Generell sollten Kunsthistoriker Organisationstalente sein und auch vor Mathematik nicht zurückschrecken.

Wenn es um Ausstellungsplanung geht, muss oft miteinbezogen werden, welche finanziellen Mittel zur Verfügung stehen, wie man diese richtig einsetzt und die Ausgaben berechnet.

Zuletzt müssen Kunsthistoriker immer lernbereit sein. Ob es um neue Restaurierungstechniken oder Trends in der Kunst geht – man muss immer auf dem neuesten Stand bleiben sowie bereit sein, Fortbildungen zu besuchen und Fachliteratur zu lesen.

Kunstgeschichte als Fernstudium oder als Präsenzstudium?

Das Fernstudium der Kunstgeschichte eignet sich besonders für Menschen, die über ein kunst- und kulturhistorisches Interesse verfügen. Bestand schon immer ein großes Interesse für Geschichte und Kunst, kann diese Vorliebe durch ein Fernstudium der Kunstgeschichte vertieft werden.

Grundkenntnisse in der Historie von Kunstwerken sind natürlich ein Vorteil. Sie sind jedoch keine unabdingbare Voraussetzung für das Studium.

Voraussetzung ist die Motivation, sich intensiv mit Geschichte und Kunst auseinanderzusetzen, Disziplin aufzubringen und effektiv zu lernen. Interessierte können ein Fernstudium der Kunstgeschichte beginnen, wenn sie einen detailbezogenen, analytischen Blick für Kunst haben, Kunstliebhaber sind oder einfach das historische Wissen vertiefen wollen.

Das Fernstudium der Kunstgeschichte eignet sich jedoch nicht für Menschen, die eine sichere Festanstellung oder ein hohes Gehalt erwarten. Wem die Analyse von Kunst und Geschichte alleine zu trocken ist, sollte nicht Kunstgeschichte studieren.

Kunstgeschichte ist ein Fach, das sich gut als Fernstudium eignet. Hier gibt es je nach Anbieter keine bis wenige Präsenztermine. Natürlich muss man zu den Prüfungen anwesend sein, doch die Studieninhalte lassen sich selbstständig und individuell aufteilen. Es gibt kein Pflichtpraktikum, jedoch empfiehlt sich ein Praktikum oder der Beginn einer Tätigkeit in dem Bereich schon während des Studiums.

Das kann natürlich für Personen, die in Vollzeit arbeiten, Familie haben und noch studieren möchten zu einer großen Belastung werden. Doch wer mehr praktische Erfahrung zum Vorstellungsgespräch mitbringt, hat selbstredend bessere Chancen als ein Bewerber ohne.

Siehe auch Bewerbung nach dem Fernstudium: 6 Argumente, mit denen du punktest. Oftmals haben Fernstudierende je nach Chef die Möglichkeit, ihren Beruf für einen gewissen Zeitraum in Teilzeit zu absolvieren. Somit kann es dann auch mit dem Praktikum funktionieren.

Praxisbezug ist beim Fernstudium der Kunstgeschichte eine Herausforderung

Ein Nachteil für Fernstudierende kann sein, dass in bestimmten Modulen die Praxiserfahrung fehlt. An Präsenz-Unis werden in Übungen und Seminaren Kunstobjekte analysiert und eingeordnet. Als Fernstudierender gibt es verschiedene Übungen des Anbieters, jedoch besteht selten die Möglichkeit, die Aufgabe direkt am Objekt durchzuführen.

Präsenz-Unis bieten auch Seminare dazu, wie man Forschungsergebnisse schriftlich und mündlich ansprechend präsentiert. Auch das kann Fernstudierenden fehlen. Schriftlich korrigiert ein persönlicher Tutor, mündlich fehlt jedoch dann das Feedback.

Wer aber ein Praktikum absolviert, kann diesen Nachteil wettmachen.

Präsenz-Unis bieten auch Exkursionen an. In diesen werden dann Museen oder Forschungsstätten besucht. Als Fernstudierender kann man das allerdings aufholen, wenn man in seiner Freizeit verschiedene kulturelle Angebote besucht.

Ansonsten gibt es bei einem Präsenzstudium natürlich mehr Möglichkeiten, mit Kommilitonen in die Diskussion zu treten und sich auszutauschen. Fernstudien-Anbieter haben dafür aber auch Internetforen.

Wer diszipliniert arbeitet, sich seine Zeit gut einteilen kann und sich für Kunstgeschichte besonders interessiert, trifft mit dem Fernstudium die richtige Wahl. Wer Tipps für die Motivation braucht, findet sie hier.

Fernstudium Kunstgeschichte: Dauer, Aufbau, Inhalte

Dauer, Voraussetzungen und mögliche Förderungen für ein Fernstudium der Kunstgeschichte unterscheiden sich zum Teil sehr stark voneinander. Je nachdem, welche Hoch- beziehungsweise Fernschule vom Studierenden besucht wird, sollten Interessierte Kontakt aufnehmen und zunächst einen kostenlosen Studienführer anfordern.

Studierwillige erhalten so genaue Angaben über den Studienablauf und können alle Anbieter miteinander vergleichen. Folgende Module müssen Fernstudierende der Kunstgeschichte absolvieren:

Studieninhalte

Einführung in die Kunstgeschichte

Das Modul soll die Studierenden im Fernstudium in die Methoden des Faches einführen. Dabei geht es auch um inhaltliche Grundladen, systematische Orientierung über Gegenstände in der Kunstgeschichte und deren Interpretation.

Kunstgeschichte des Mittelalters, der Neuzeit und der Moderne

Zu Mittelalter, Neuzeit und Moderne wird je ein Grundlagenmodul angeboten. Darüber hinaus gibt es Vertiefungsmodule, je nachdem, worauf man sich spezialisieren möchte. Studierende beschäftigen sich im grundstämmigen Modul mit den zentralen Problemen der jeweiligen Epoche.

Dabei geht es um verschiedene Gattungen, Techniken, Stile sowie Funktionen des Mittelalters, der Neuzeit und der Moderne. Verschiedene Kunstgegenstände aus den jeweiligen Epochen werden analysiert und eingeordnet.

Fallstudien

In diesem Modul werden die erworbenen Kenntnisse über Kunstgeschichte und die Epochen zur Analyse angewendet. Die Studierenden sollen Kunstgegenstände aus diversen Epochen untersuchen und eigenständig Fragestellungen entwickeln.

Dabei geht es auch um die schriftliche und mündliche Präsentation der jeweiligen Ergebnisse.

Quellen und Methoden

Studierende sollen durch das Modul erlernen, mit fachspezifischen Quellen richtig umzugehen, also diese fehlerfrei auszuwerten. Sie erlernen, welche Erkenntnisse aus gewissen Quellen gezogen werden können.

Studienorganisation

Allgemeines

Fernstudium: Mischung aus Präsenz- und Online-Kursen

Je nach Anbieter des Fernstudiums kann es organisatorische Unterschiede geben. Das betrifft den Starttermin, der von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich sein kann. Auch die Mischung aus Präsenz- und Onlinekursen ist vom Anbieter abhängig.

Je nach Interessen sollten das Fernstudierende berücksichtigen. Dafür können Studieninteressierte Informationsmaterial bei jedem Anbieter online anfordern.

Bachelor

Nahezu jede Universität in Deutschland besitzt ein kunsthistorisches Institut. Allerdings ist das Studium theoretisch orientiert, wird aber durch Praktika und Praxismodule ergänzt. Im Bachelorstudium erhalten Studierende eine Einführung in die Geschichte der Kunst und beschäftigen sich mit europäischen und außereuropäischen Werken.

Zudem werden die theoretischen und methodischen Grundlagen vermittelt, um Kunstwerke zu interpretieren. Ein Fernstudium im Fach Kunsthistorik dauert in der Regel sechs Semester. Je nachdem, ob man in Vollzeit oder Teilzeit studiert, kann die Dauer in die Länge gezogen werden.

Master

Im Masterstudium wird den Studenten ein weiteres kunsthistorisches Fachwissen vermittelt. Historiker können sich zum Beispiel auf eine bestimmte Epoche oder Kunstgattung spezialisieren. Daneben erwerben sie im Rahmen des Masters ein vertieftes theoretisches und methodisches Wissen.

Der Master dauert in der Regel vier Semester, wenn man in Teilzeit studiert, geht es dementsprechend länger. In der Kunsthistorik bietet es sich auf jeden Fall an, einen Master zu machen. In nahezu allen Führungspositionen in dieser Branche wird ein Master vorausgesetzt. Wer forschen möchte, sollte über eine Promotion nachdenken.

Voraussetzungen

Um ein Fernstudium der Kunstgeschichte zu beginnen, ist meist das Abitur von Nöten (siehe auch Fernstudium ohne Abitur). Je nach Anbieter werden sogar Lateinkenntnisse vorausgesetzt. Wer über keine Lateinkenntnisse verfügt und kein Interesse hat, sich diese anzueignen, sollte das unbedingt bei der Wahl des Anbieters beachten.

Studierende der Kunstgeschichte sollten sich selbstredend für Geschichte, Kunst und Kultur interessieren. Da viele Kunstwerke interpretiert und analysiert werden müssen, ist es unabdingbar, auch analytische Fähigkeiten zu besitzen. Da das Studium gerade als Fernstudium sehr trocken werden kann, sollten Studierende bereit sein, umfangreiche Fachliteratur zu lesen.

Fernstudium Kunstgeschichte: Kosten

Die Kosten für ein akademisches Fernstudium der Kunstgeschichte richten sich nach der jeweiligen Fakultät. Sie sind jedoch deutlich höher als die Gebühren für nicht-akademische Fernlehrgänge. Bei Bachelor- und Master-Studiengängen, welche mit einem international anerkannten Grad abschließen, können Gesamtkosten von bis zu 10.000 Euro anfallen.

Über die genauen Kosten informieren alle Fernhochschulen mit kostenlosen Info-Broschüren, die direkt bei den Anbietern angefordert werden können.

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