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Master als Fernstudium: 6 Pro- & 6 Contra-Argumente + 2 Praxisbeispiele

Du suchst eine Möglichkeit, dein Berufsleben mit einem Masterstudium zu verbinden? Dann könnte ein Master als Fernstudium die ideale Lösung für dich sein. Die Besonderheit liegt darin, dass du dich nicht zwischen beruflicher Erfahrung und akademischer Bildung entscheiden musst. Im Folgenden findest du die relevantesten 6 Pro- und 6 Contra-Argumente für ein Fernstudium im Master.

Master im Fernstudium

In einem Fernstudium bist du an einer Hochschule eingeschrieben, besuchst diese jedoch bei dir zu Hause. Ein Fernstudium kennzeichnet sich dadurch, dass du die Lernmaterialien zu dir geschickt bekommst oder diese online für dich zur Verfügung gestellt werden. Du bist also dein eigener Lehrer, teilst dir dein Lernpensum individuell ein und erreichst auf diesem Wege einen anerkannten akademischen Abschluss.

Die Zulassungsvoraussetzung für einen Master als Fernstudium bleibt häufig ein Bachelorabschluss, wie auch an öffentlichen Universitäten. Damit wird gewährleistet, dass du für die Inhalte eines Masterstudiums ausreichend vorbereitet bist. Im Fernstudium kannst du sowohl einen Master of Arts als auch einen Master of Science erwerben. Die Abschlüsse sind abhängig von der inhaltlichen Ausrichtung des Studiengangs.

Vorteile eines Masters als Fernstudium

Zahlreiche Argumente sprechen für einen weiteren Abschluss, den du auch parallel zum Beruf erwerben kannst. Wir präsentieren dir zunächst eine Reihe von Vorteilen, die dich von einem Master als Fernstudium überzeugen könnten.

Flexibilität im Alltag

Ein Kernargument für ein Fernstudium ist die damit einhergehende Flexibilität im Alltag. Vielleicht arbeitest du seit einiger Zeit, bist glücklich in deinem Job und verspürst dennoch den Wunsch, dich parallel weiterzubilden. Ein Arbeitsalltag mit einer 40-Stunden-Woche kann anstrengend und vor allem zeitintensiv sein. Sich danach, am Abend oder am Wochenende in eine Uni zu setzen, entspricht nicht jedermanns Vorstellung. Daher ist das Fernstudium eine perfekte Kombinationsmöglichkeit von Beruf und Bildung.

Der große Vorteil des Fernstudiums: Du kannst dich nach der Arbeit gemütlich zu Hause auf die Couch setzen und direkt mit dem Lernen loslegen. Das funktioniert, da du die Lerninhalte entweder zugeschickt bekommst oder online darauf zugreifen kannst. Bei den meisten Hochschulen werden die Unterlagen zum Beispiel online in einem Studierendenportal zur Verfügung gestellt.

Diese Flexibilität ist ein sehr starkes Argument, einen Master als Fernstudium zu beginnen. Mit deiner individuellen Schnelligkeit kannst du dir deine eigenen Lernziele setzen, ohne dich an ein Dozenten halten zu müssen.

Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Master

Ein Fernstudium macht flexibel

Nicht selten steigen auch Berufstätige in einen Master ein, die bereits eine Familie gegründet haben. Für sie ist die Belastung noch größer, ein Masterstudium aufzunehmen, da sie bereits vielen Verpflichtungen nachkommen müssen. Neben dem Job, der viel Zeit kostet, verwendet man viel seiner Energie für die Familie.

Die Flexibilität eines Fernstudiums bietet hier eine bequeme Alternative, mit dem Lernen loszulegen. Denn statt zeitlich an eine Veranstaltung in der Uni gebunden zu sein, kannst du auch dann lernen, wenn die Kinder im Bett sind und du einen Moment der Ruhe für dich findest. Statt dich dann noch in einen überfüllten Hörsaal zu setzen, hast du zu Hause viel Platz, um dich zu entfalten.

Höheres Einkommen in Aussicht

Neben der persönlichen Motivation ist für viele auch das Einkommen ein Antriebsfaktor für einen weiteren akademischen Grad. Mit einem zusätzlichen Abschluss werden die Einstiegschancen verbessert und auch das Gehalt kann sich steigern. Ein Master als Fernstudium ist vor allem dann eine Lösung, wenn einem im Beruf nur weniger Weiterbildungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen.

Neben dem Blick in die Zukunft musst du mit einem Fernstudium auch während deines Masters auf nichts verzichten. Da du diesen neben deinem Beruf absolvierst, bekommst du weiterhin dein volles Arbeitsgehalt. Diese finanzielle Absicherung ist für viele ein ausschlaggebender Faktor, sich für ein Fernstudium und gegen eine Präsenzuni zu entscheiden.

Individuelles Lernen

Neben der ökonomischen Perspektive erfährst du durch ein Fernstudium viel über deine individuellen Lernkompetenzen. Du kannst dir die Lerninhalte nach deinen Vorlieben einteilen und bist nicht an andere Studierende oder Dozenten gebunden. Dich halten keine unproduktiven Gruppenarbeiten zurück, du kannst deinen Lernplan vollkommen deinem Arbeitspensum anpassen.

Neben dem zeitlichen Aspekt bist du zudem frei von ineffizienten Methoden des Lernens. Du entscheidest, in welchem Format du lernst, ob du traditionelle Kartei-Karten formulierst oder dir dein eigenes Lernhörbuch zusammen bastelst. Die Wahlfreiheit unterscheidet sich stark von einem Präsenzstudium und bietet dir die Möglichkeit, dich selber besser kennenzulernen. Diese Erkenntnisse können dir auch in deiner Berufslaufbahn nützen.

Probezeit möglich

Studieren auf Probe? Kein Problem!

Viele Hochschulen bieten eine Probezeit des Studiengangs an. Im Vergleich zu Präsenz-Hochschulen ist das ein entscheidendes Argument, sich für ein berufsbegleitendes Fernstudium zu entscheiden. In einem Vollzeit-Master hast du nämlich nicht die Möglichkeit, dich innerhalb dieser Probezeit umzuentscheiden. Im Gegenteil bist du an die Semesterzeit gebunden und kannst dich erst nach diesem halben Jahr für einen anderen Studiengang bewerben.

Bei allen Hochschulen kannst du dir zunächst eine Probemappe anfordern, um dir einen Überblick über die Lerninhalte zu verschaffen. Einige bieten danach zusätzlich die Möglichkeit an, für einen Zeitraum auf Probe zu studieren. Du kannst so herausfinden, ob du persönlich für das Masterstudium geeignet bist und ob du es mit deinem Job unter einen Hut bekommst.

Lebe, wo du willst

Durch ein Fernstudium im Master musst du zudem keine Abstriche bei deinem Wohnort machen. Du musst keine absurden Summen für die Miete ausgeben, nur um in einer Großstadt zu leben, dir die vielleicht nicht einmal gefällt. Stattdessen suchst du dir deinen Ort zum Leben aus und dein Fernstudium passt sich deinem Leben an.

Nachteile eines Fernstudiums

Obwohl sich ein Master als Fernstudium deinen Lebensbedingungen anpasst, gibt es dennoch einige Kriterien bei deiner Entscheidung zu beachten.

Der Austausch fehlt

Volle Hörsääle – im Fernstudium allenfalls bei seltenen Präsenz-Veranstaltungen

Bevor du dich für ein Fernstudium als dein Masterstudium entscheidest, solltest du dir darüber bewusst sein, welchem Lerntyp du entsprichst. Ein Fernstudium ist häufig auch ein Onlinestudium, in dem du vergleichsweise wenig Kontakt erfährst. Der Austausch über Lerninhalte kann jedoch wichtig sein, um diese langfristig als Wissen zu verankern. Du solltest dich daher selbst fragen, ob es für dich relevant ist, über Gelerntes zu sprechen.

Früher war der fehlende Austausch ein großer Faktor, der zum Abbruch des Masterstudiums geführt hat. Durch den technologischen Fortschritt existieren heute allerdings viele universitäre Onlineforen, in denen du Fragen stellen und dich über Lerninhalte austauschen kannst. Du musst also keine Angst haben, dass du mit offenen Fragen alleine gelassen wirst.

Keine neuen Kontakte

Eine Besonderheit am studentischen Leben sind die Menschen, die du während deines Studiums triffst. Vor allem im Master wissen viele Studierende genau, was sie interessiert. Vielen tut es da gut, Personen kennenzulernen, die sich ebenfalls für dieses spezifische Lernfeld begeistern. Im Masterstudium werden oft Kontakte geknüpft, die wesentlichen Einfluss auf deine weitere berufliche Laufbahn nehmen können.

Diese Form von Networking kann dir ein Fernstudium nicht bieten. Durch die Verknüpfung von Studium und Beruf sind die meisten Studierenden jedoch gut vernetzt und sammeln bereits professionelle Arbeitserfahrung. Der berufliche Alltag bietet also bereits eine breite Möglichkeit, um neue Persönlichkeiten kennenzulernen.

Finanzielle Belastung

Ein Master als Fernstudium kostet

Die monatlichen Fixkosten für ein Master als Fernstudium variieren unter den Hochschulen sehr stark. Auch die fachliche Ausrichtung kann einen signifikanten Einfluss auf die Gebühren haben, die in einem Semester anfallen. Zwar sind diese finanziellen Eckpunkte für Berufstätige weitaus besser zu stemmen als für Vollzeitstudierende, dennoch ist es eine zusätzliche finanzielle Belastung.

Du solltest dich daher frühzeitig und vor allem umfassend über alle möglichen Kosten eines Master-Fernstudiums informieren – diese Angabe findet sich bei allen Hochschulen im kostenlosen Infomaterial, das du anfordern kannst. So gibt es verschiedene Varianten, in welchen Zeiträumen die Bezahlung anfällt. Einige Hochschulen fordern einen Semesterbeitrag, andere beanspruchen monatliche Fixkosten. Viele Berufstätige, die sich dennoch für ein Fernstudium im Master entscheiden, greifen auf einen Studienkredit zurück. Einen Kredit für ein Studium aufzunehmen, lässt viele Interessenten zurückschrecken. Auf lange Sicht kann sich die Weiterbildung jedoch stark rentieren. Zudem kannst du deine monatlichen Kosten für ein Fernstudium steuerlich absetzen – hier erfährst du, wie das funktioniert. 

Vielen Studierenden steigen bereits nach ihrem Bachelor-Abschluss ins Berufsleben ein, was vom Bildungssystem auch so vorgesehen ist. Die Weiterbildung durch einen sich unmittelbar anschießenden Master bleibt dann erst einmal auf der Strecke. Viele Arbeitgeber fördern dich allerdings, wenn du auch nach dem Berufseinstieg Interesse an einem Fernstudium zeigst. Vor allem wenn das Studium die anwendbaren Fachkompetenzen erhöht, sind Unternehmen zur finanziellen Unterstützung ihrer Mitarbeiter bereit. Ein Gespräch mit deinem Chef ist daher auf jeden Fall noch vor der Anmeldung zu einem Fernstudium zu empfehlen – hier findest du Argumente dazu.

Urlaubstage für Prüfungen

Auch in einem Fernstudium musst du am Ende des Semesters Prüfungen absolvieren. Nicht immer stehen die Klausurphasen im Einklang zu deinem Beruf. Manchmal treffen heiße Phasen im Berufsalltag direkt auf den Zeitraum der Klausurvorbereitung. Hier ist die Doppelbelastung von Studium und Beruf dann besonders groß. Hin und wieder wirst du dir auch Urlaub für deine Prüfungen nehmen müssen, beispielsweise um dich besser vorzubereiten oder weil die Klausur auf einen Wochentag fällt.

Dennoch gibt es auch Möglichkeiten, deine Prüfungen online zu absolvieren. Mit einem reinen E-Learning Angebot, in welchem du die Lerninhalte online vermittelt bekommst, sind auch die Klausuren im Format einer virtuellen Klausur.

Anrechnung und Wechsel

Ein Fernstudium als Master birgt Risiken, wenn es um den Wechsel eines Studiengangs oder zu einer anderen Hochschule geht. Im Gegensatz zu öffentlichen Universitäten, die einem einheitlichen Anrechnungssystem folgen, variieren die Lerninhalte in einem Fernstudium stärker. Das liegt auch daran, dass die Bildungsstandards von dem jeweiligen Bundesland und nicht von der Bundesregierung festgelegt werden.

Ein Fernstudium bindet dich finanziell. Daher solltest du dich vorab über die anfallenden Kosten an der Hochschule informieren. Die Möglichkeit, aus einem Master-Fernstudium kostengünstig auszusteigen, hängt nämlich ebenfalls von der gewählten Hochschule ab.

Work Life Balance kann leiden

Die Work Life Balance kann leiden

Um dich für oder gegen einen Master als Fernstudium zu entscheiden, solltest du bei deinen Überlegungen vorrangig auf dich selbst vertrauen. Du weißt am besten, ob du bereit bist, deine Freizeit  für ein Studium zu opfern. Ebenso kennst du deine Stärken und Schwächen, deine Schnelligkeit im Lernen und deine Toleranzgrenze, wie viel du dir neben deinem Beruf zumuten kannst und wie es mit deiner Work-Life Balance bestellt ist. Solltest du also bereits in den ersten Wochen bemerken, dass du der Doppelbelastung von Beruf und Studium nur schwer Stand halten kannst, ist es ratsam, über den gewählten Zeitpunkt des Masterstudiums nachzudenken.

Praxisbeispiele für Master im Fernstudium

In manchen Berufszweigen sind die Erfahrungen, die sich aus dem Job heraus ergeben, für deinen persönlichen Werdegang besonders entscheidend. Die soziale Kompetenz lässt sich eher durch den Umgang mit Menschen als durch eine akademische Ausbildung erlernen. Daher endet hier der akademische Weg häufig mit einem Bachelorabschluss. Wir zeigen dir anhand von zwei Beispielen, für welche Berufe sich ein Fernstudium im Master dennoch lohnt.

Beispiel 1: Master Soziale Arbeit als Fernstudium

Master Soziale Arbeit als Fernstudium

Das Berufsfeld der sozialen Arbeit ist vielfältig und erfordert ein hohes Maß an Interaktion und Empathie. Als Sozialarbeiter oder Sozialpädagoge übernimmt man große Verantwortung, indem man gesellschaftliche Abläufe mitgestaltet. So erstrecken sich die Tätigkeitsfelder der sozialen Arbeit über alle Altersgruppen: man leistet Unterstützung in Schulen, Familien oder Altersheimen.

Wenn man Soziale Arbeit im Bachelor studiert hat, ist es empfehlenswert, danach zunächst Praxiserfahrung zu sammeln. Einige können sich im Studium für die Lerninhalte begeistern, stellen im Arbeitsalltag jedoch fest, dass sie den Anforderungen auf menschlicher Ebene nicht gewachsen sind.

Der Master in Sozialer Arbeit ist daher als Fernstudiengang beliebt, um Beruf und Weiterbildung zu verbinden. Ein zusätzlicher Abschluss kann vor allem für das Gehalt Vorteile mit sich führen, wodurch das Einkommen ein prägnanter Faktor für ein Fernstudium darstellt. Aber auch die Vermittlung theoretischer Inhalte ist ein Argument, erneut ein Studium aufzunehmen. Neue Lernformen lassen sich so aus der Wissenschaft auf die Praxis übertragen.

Beispiel 2: Master Psychologie als Fernstudium

Master Psychologie als Fernstudium

Durch den hohen Bewerberandrang ist ein Fernstudium in der Psychologie eine Alternative, um einen Studienplatz ohne überdurchschnittlich gute Noten zu erhalten. Zulassung erhält man entweder durch ein Bachelorstudium mit einschlägiger beruflicher Erfahrung (1 Jahr) oder durch Praxiserfahrung von 6 Jahren inklusive einer abgeschlossenen Ausbildung des Berufs.

Ein Masterstudium in Psychologie ist notwendig, um bestimmte Stufen der Karriereleiter zu erklimmen. Nur die Kombination von Bachelor und Master gilt als abgeschlossene akademische Ausbildung. Bei einigen Berufszweigen kommt eine Ausbildung zum Psychotherapeuten zusätzlich hinzu. Die berufliche Tätigkeit in der Psychologie erfordert daher einen langen Atem.

Ein Fernstudium neben dem Beruf stellt oft eine der wenigen Möglichkeiten dar, um seinen Wunschberuf ausüben zu können. Dabei gilt zu beachten, dass ein Hochschulstudium in Psychologie nicht mit einem Master der öffentlichen Universität gleichgesetzt werden kann. Es gibt Unterschiede in der Akkreditierung, die vor dem Start eines Fernstudiums unbedingt zu beachten sind.

Neben der medizinischen Perspektive der Psychologie erstrecken sich die Anwendungsbereiche jedoch bis hin zur Wirtschaft. Ein Master als Fernstudium ist daher eine Möglichkeit, persönliche Interessen zu vertiefen. So sind Masterstudiengänge der Wirtschafts- oder Kommunikationspsychologie häufig in privater Hand und nur durch ein Fern- oder Präsenzstudium zu erreichen.

Berufsaussichten

Welchen Einfluss ein Master als Fernstudium auf deine berufliche Laufbahn nimmt, hängt viel mit deiner individuellen Performance und deiner beruflichen Ausrichtung zusammen. Ein Fernstudium eignet sich besonders dann, wenn du deinen Job nicht für ein Vollzeitstudium aufgeben möchtest, auf deine akademische Weiterbildung aber nicht verzichten willst.

Ob du dich anschließend für ein Präsenzstudium oder ein Fernstudium entscheidest, hängt von deiner persönlichen Vorliebe ab. Dein Arbeitgeber wird so oder so zu schätzen wissen, wie viel Mühe und Zeit du in eine solche Weiterbildungsmaßnahme gesteckt hast. Welche Hochschule zu dir passt, kannst du hier herausfinden. 

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