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Psychologie als Fernstudium

Psychologie als Fernstudium

Wissen, was in anderen vorgeht – das ist für viele Menschen eine faszinierende Vorstellung. Doch ist dies nicht nur eine Bereicherung für den eigenen Horizont, sondern in vielen sozialen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Berufsfeldern auch eine sehr nützliche Zusatzqualifikation. Da Psychologie ein sehr beliebtes Studienfach ist, ist der Zugang zum Vollzeitstudium meistens durch einen sehr hohen Numerus Clausus beschränkt. Auch deshalb ist ein Fernstudium eine gute Möglichkeit, sich zu einem späteren Zeitpunkt im Leben noch einmal den Traum zu erfüllen, nebenberuflich einen Abschluss in Psychologie zu erwerben.

Der Abschluss kann den Weg zu einem neuen Berufsfeld ebnen oder aber auch eine Weiterbildung zur bisherigen Ausbildung darstellen, da Psychologie mittlerweile in vielen Bereichen von Wirtschaft über Politik bis hin zum Marketing eine sehr große Rolle spielt. Möglichkeiten zur Spezialisierung gibt es zahlreiche – oft lässt sich bereits durch die Wahl des Studienschwerpunkts der spätere Karriereweg vorzeichnen. Deshalb lohnt es sich zu überlegen, in welche Richtung es gehen soll und welche Hochschule dafür die optimalen Möglichkeiten zu bieten hat.

Berufsfeld Psychologie

Berufsfeld Psychologie

Neben der klinischen Psychologie gibt es an vielen Hochschulen die Möglichkeit, einen Studiengang mit Spezialisierung – zum Beispiel in Richtung Wirtschafts- oder Entwicklungspsychologie – zu wählen und sich somit für entsprechende Anwendungsbereiche besonders zu qualifizieren.

Als Arbeits-, Organisations- Wirtschafts-, Medien- oder Kommunikationspsychologe kann man zum Beispiel als Coach Mitarbeiterschulungen und Seminare anbieten, als Unternehmens- oder Marketingberater tätig werden, eine Stelle im Personalwesen, Vertrieb oder Verkauf annehmen oder in die Marktforschung gehen.

Wer sich auf forensische oder Rechtspsychologie spezialisiert, kann als Polizeipsychologe zum Beispiel Täterprofile erstellen oder bei Geiselnahmen vermitteln, als Gerichtsgutachter Zeugen betreuen oder die Schuldfähigkeit von Angeklagten bewerten.

Mit einem Schwerpunkt in pädagogischer Psychologie kann man nach dem Abschluss zum Beispiel als Schulpsychologe arbeiten, Gutachten für Schullaufbahnen erstellen, als Erziehungs-, Berufs- oder Studienberater tätig werden oder Weiterbildungen anbieten, unter anderem für Lehrpersonal.

Darüber hinaus gibt es viele weitere und immer neue Themengebiete, in denen Psychologen gefragt sind, um menschliches Verhalten zu analysieren und/oder Maßnahmen zu entwickeln, die eine gewünschte Entwicklung fördern können. Dazu gehören zum Beispiel Sportpsychologie zur Unterstützung von Leistungssportlern, Umweltpsychologie für die Entwicklung von Motivationskonzepten für mehr Umweltbewusstsein, politische Psychologie für die Beratung von Politikern oder zur Friedens- und Konfliktforschung.

Wer den Berufsweg des klassischen Psychotherapeuten einschlagen möchte, der in einer Klinik arbeitet oder in einer eigenen Praxis Patienten auf seiner Couch behandelt, hat dazu zwar ebenfalls über ein Fernstudium die Möglichkeit, sollte aber bedenken, dass damit ein sehr hoher Zeitaufwand verbunden ist: Neben dem Studium der Psychologie ist dafür anschließend eine drei- bis fünfjährige praktische Ausbildung zum Psychotherapeuten notwendig. Bei einem Vollzeit-Studium dauert dieser Berufsweg mindestens acht, im Durchschnitt jedoch zwölf Jahre; bei einem Fernstudium kann dies unter Umständen auch mehr Zeit in Anspruch nehmen. Wer in die Forschung gehen möchte, braucht mindestens einen Master.

Fernstudium Psychologie: Gehalt und Karriere

Vielfältige Perspektiven für Psychologen

Psychotherapie

Das klassische Berufsbild eines Psychologen ist eine eigene Praxis, der Patient liegt auf dem Sofa, erzählt über seine Probleme und der Psychologe analysiert. Um in der Psychotherapie zu arbeiten, muss man eine bundesweit einheitlich geregelte Weiterbildung absolvieren. Diese dauert in Vollzeit drei Jahre und in Teilzeit fünf Jahre. Zudem sollten Personen, die in der Psychotherapie tätig werden wollen, im Bachelor klinische Psychologie als Prüfungsfach belegen. Wer die Weiterbildung erfolgreich absolviert, kann dann in psychotherapeutischen Praxen, Krankenhäusern, Erziehungsheimen und Beratungseinrichtungen tätig werden.

Psychotherapeuten erstellen Diagnosen anhand von ärztlichen Befunden und Testverfahren. Dabei behandeln sie unterschiedliche Krankheitsbilder: Von Zwängen, Ängsten über Essstörungen bis hin zu Traumatisierungen und Depressionen ist jedes Krankheitsbild enthalten. Entsprechend der Diagnose und dem persönlichen Befinden des Patienten klären Psychotherapeuten über verschiedene Behandlungsmöglichkeiten auf. Sie entwerfen einen Therapieplan und führen diesen durch. Zur Therapie können Gruppen- und Einzelgespräche gehören, aber auch Gespräche mit Angehörigen. Die Psychotherapeuten dokumentieren den Behandlungsverlauf und bewerten abschließend, ob das Therapieziel erreicht wurde. Nach der Therapie begleiten sie die Betroffenen in unregelmäßigeren Abständen weiter und leisten Unterstützung.

Psychotherapeuten sind auch in der Prävention tätig. Dazu gehört es, über psychische Krankheitsbilder in Schulen, Unternehmen und Organisationen aufzuklären. Psychotherapeuten entwerfen dafür Informationsmaterial, halten Vorträge oder schreiben Fachartikel, die publiziert werden. In der Forschung untersuchen sie neue Therapiemaßnahmen und verfassen wissenschaftliche Publikationen.

Familien- und Paartherapie

Studierte Psychologen arbeiten auch in der Paartherapie

Wer in diesem Bereich arbeiten möchte, braucht meistens nur einen Bachelor. Psychologen sind hier in Praxen, Kliniken sowie Erziehungs-, Jugend und Familienberatungsstellen tätig. Gibt es Probleme in Familien oder Beziehungen, entscheiden sich Betroffene oft für eine Therapie. Der Therapeut führt hier Gespräche mit den Familienmitgliedern oder dem Paar. Er untersucht, wo es Probleme gibt und wie sie entstehen konnten. Falls Familienmitglieder Verhaltensauffälligkeiten und -störungen zeigen, analysiert der Therapeut diese und erstellt anschließend einen Behandlungsplan. Er bietet verschiedene Lösungsmöglichkeiten an, beispielsweise wie die Familie ihre Kommunikation untereinander verbessern kann, um Missverständnisse zu vermeiden. Die Behandlung dokumentiert der Familientherapeut und bewertet abschließend den Erfolg. Auch nach der Therapie ist er weiterhin für die Familien und Paare da, um gegebenenfalls zu intervenieren und Hilfestellung zu leisten. Organisatorisch gesehen muss der Therapeut oft mit Krankenkassen in Kontakt sein und dort die Abrechnung seiner Maßnahmen abstimmen. Je nach Interesse kann der Therapeut sich auf Familien oder Paare spezialisieren. In diesem Beruf gilt es, durch Fachliteratur und Fortbildungen immer auf dem neuesten Stand zu bleiben.

Kommunikationspsychologie

Psychologen sind hier in der Unternehmensberatung, bei Werbe- und PR-Agenturen, Beratungsstellen sowie in der Markt- und Meinungsforschung aktiv. Dabei geht es vor allem darum, innerbetriebliche Prozesse und Strukturen zu optimieren. Das kann beispielsweise die Personal- oder Öffentlichkeitsarbeit betreffen. Kommunikationspsychologen geben Mitarbeitern auch Motivationsschulungen, entwickeln mit ihnen eine Mitarbeiterzeitung oder planen gemeinsame Freizeitaktivitäten zwischen den Arbeitskollegen. Das sind Maßnahmen, um die Arbeitseffizienz der Mitarbeiter zu erhöhen. Kommunikationspsychologen können auch Mitarbeiter einzeln beraten, wenn diese eine spezielle Förderung benötigen. Sie schulen auch Führungskräfte und geben Feedback von den Mitarbeitern an ihre Vorgesetzten weiter. Falls es Probleme im Betrieb gibt, beispielsweise durch Mobbing, Rassismus oder Sexismus, schreitet der Psychologe ein, vermittelt und sucht Lösungen. Die Kommunikationspsychologen sind in der Regel bemüht, die Arbeitseffizienz der Mitarbeiter zu steigen, die Führungsqualitäten der Chefetage zu optimieren und ein gutes Arbeitsklima zu schaffen. Wenn neue Mitarbeiter hinzukommen, organisieren sie Teambildungsmaßnahmen.

Psychologen in der Marktforschung

In der Markt- und Meinungsforschung untersuchen Kommunikationspsychologen, wie bestimmte Produkte auf dem Markt ankommen und welche Meinung die Bevölkerung zu gewissen Themen hat. Das können beispielsweise Mobiltelefone einer Marke sein oder welche Partei die Probanden bei der nächsten Wahl wählen würden. Dazu entwerfen die Psychologen verschiedene Fragebögen, führen die Befragung durch und werten sie anschließend aus. Die Ergebnisse präsentieren sie in Fachzeitschriften oder geben sie an die Presse weiter. Das ist gerade bei politischen und gesellschaftlichen Fragen interessant.

Im Marketing werden Psychologen zur zielgerechten Produktwerbung herangezogen. Anhand des Produkts und der entsprechenden Zielgruppe konzipieren sie alles, vom Namen des Produkts bis zur Werbung auf allen Kanälen. Dafür ziehen die Kommunikationspsychologen verschiedene Forschungserkenntnisse zur Seite und erstellen mithilfe dieser die ideale Werbung.

Die Psychologen sind hier entweder freiberuflich tätig oder arbeiten in einem großen Unternehmen. Kommunikationspsychologie gibt es als eigenen Studiengang. Wer sich zu Beginn des Bachelors noch nicht sicher ist, kann meist seine Wahlmodule entsprechend legen oder sich noch im Master spezialisieren.

Wirtschaftspsychologie

In der Wirtschaftspsychologie werden psychologische Erkenntnisse auf wirtschaftliche Fragestellungen übertragen. Dabei ist die Wirtschaftspsychologie der Kommunikationspsychologie für Unternehmen ähnlich. Es geht vor allem um die betriebliche Organisation, also Personalwesen, Marketing und Management. Wirtschaftspsychologen beraten, wie in diesen Bereichen die Effizienz erhöht werden kann. Gerade wenn es um die interne Unternehmenskommunikation geht, gibt es oftmals noch Verbesserungsbedarf. Beispielsweise, wie sie sich beschleunigen lässt, welche Mittel dafür eingesetzt werden können und auch die Akzeptanz der Mitarbeiter bei neuen Maßnahmen. Ein Wirtschaftspsychologe muss auch das Mitarbeiterpotenzial optimieren. Dazu analysiert er Situationen am Arbeitsplatz genau und untersucht die Auswirkungen des Handelns auf die Arbeitsergebnisse. In Gesprächen mit Mitarbeitern und Vorgesetzten erörtert er, was von den Mitarbeitern erwartet wird, welche Erwartungen diese an ihren Chef haben und welche Fähigkeiten jeder einzelne mitbringt. Anhand dessen führt der Wirtschaftspsychologe eine Anforderungs- und Potenzialanalyse durch. Für die Mitarbeiter konzipiert er außerdem Weiterbildungsmaßnahmen.

Der Wirtschaftspsychologe macht auch vor der Chefetage nicht halt: Er kann die Wünsche der Mitarbeiter weitergeben, dem Chef helfen, seinen Führungsstil zu verändern und die Mitarbeiter zu motivieren. Wirtschaftspsychologen sind auch oft im Personalrecruiting tätig. Dann ist es ihre Aufgabe, Personal zu suchen, dass auf die ausgeschriebene Stelle passt und die Vorstellungsgespräche durchzuführen. In großen Unternehmen entwerfen Psychologen meist Auswahlsysteme, anhand derer die potenziellen Mitarbeiter ausgewählt werden.

Wer sich für Wirtschaftspsychologie interessiert, kann bereits einen Bachelor in diesem Fach absolvieren. Wer einen Psychologie-Bachelor macht, kann sich anschließend im Master auf Wirtschaftspsychologie spezialisieren. Dieser Artikel gibt nähere Informationen über Wirtschaftpsychologie als Fernstudium.

Arbeitspsychologie

Psychologen sind auch an klassischen Büro-Arbeitsplätzen tätig

Die Arbeitspsychologie ist ein Unterpunkt der Wirtschaftspsychologie. Wer in diese Richtung gehen möchte, sollte dementsprechend Module im Bachelor sowie Master belegen. Arbeitspsychologen sind meist bei Sozialversicherungsträgern wie der Agentur für Arbeit tätig, sowie bei Personalberatungsunternehmen und größeren Industriefirmen. Dort sind sie Experten für Arbeitsprozesse und Arbeitsgestaltung. Wie der Wirtschaftspsychologe möchte auch der Arbeitspsychologe das Mitarbeiterpotenzial erhöhen, jedoch beschäftigt sich die Arbeitspsychologen mehr mit der Psyche der Mitarbeiter als die Wirtschaftspsychologen.

Arbeitspsychologen beraten nämlich zu psychischen Problemen am Arbeitsplatz wie beispielsweise Burn-Out, chronische Müdigkeit, erhöhter Stress und Mobbing. Dafür bieten sie offene Sprechstunden an oder gehen bei Hinweisen auf die betroffenen Mitarbeiter zu. Um psychische Probleme am Arbeitsplatz zu vermeiden, halten Psychologen auch Vorträge und entwerfen Informationsmaterial. In regelmäßigen Abständen führen sie Mitarbeiterbefragungen durch, um die Zufriedenheit und Wünsche der Angestellten herauszufinden. Wenn Mitarbeiter zufriedener sind, erhöht das meist ihre Produktivität. Daher versuchen die Arbeitspsychologen Wünsche der Angestellten möglichst umzusetzen, beispielsweise flexiblere Arbeitszeitmodelle oder einen anderen Führungsstil des Chefs. Falls es innerbetriebliche Probleme gibt, wie einen hohen Krankenstand oder eine hohe Fluktuation, muss der Arbeitspsychologe den Ursachen auf den Grund gehen und Lösungen finden. Gibt es Änderungen im Betrieb, so versucht er diese so menschengerecht und effizient wie möglich zu gestalten. Der Psychologe kann auch der Ansprechpartner für körperlich beeinträchtigte Menschen sein und beispielsweise in der Arbeitsagentur Wiedereingliederungsmaßnahmen begleiten.

Verkehrspsychologie

Verkehrspsychologe sein bedeutet, bei Fahrschulen, Unfallversicherungen sowie Behörden der Sicherheit und Ordnung zu arbeiten. Wer sich dafür entscheidet, kann sich mit dem Master Verkehrspsychologie auf seine Tätigkeit spezialisieren.

Klassischerweise ist der Verkehrspsychologe dafür bekannt, die Medizinisch-Psychologische Untersuchung (MPU), im Volksmund auch bekannt als „Idiotentest“, durchzuführen. Das bedeutet, Personen, die im Straßenverkehr schwere Verstöße begangen haben, darauf zu untersuchen, ob sie fahrtauglich sind. Der Verkehrspsychologe soll das mittels Gesprächen, psychologischen Messungen und Tests herausfinden. Personen, die körperlich beeinträchtigt sind, müssen sich bevor sie den Führerschein machen dürfen von einem Verkehrspsychologen untersuchen lassen. Nach den verschiedenen Gesprächen und Tests schreibt der Verkehrspsychologe ein Gutachten, in dem er die Eignung für den Straßenverkehr bewertet.

Fahranfängern kann es passieren, dass sie in der Probezeit einen Verstoß begehen und danach einen Verkehrserziehungskurs machen müssen. Auch andere Verkehrsteilnehmer, die eine Straftat im Verkehr begangen haben, wie beispielsweise Fahrerflucht, müssen solch einen Kurs belegen. Ein Verkehrspsychologe leitet solche Gruppen- und Einzelgespräche, in denen er die Teilnehmer nochmal über den Straßenverkehr und dessen Gefahren belehrt. Zum Abschluss schreibt er ein Gutachten, indem er gegebenenfalls weitere Therapien für bestimmte Teilnehmer empfehlen kann.

Im Bereich Verkehrserziehung arbeiten Psychologen vor allem an Schulen, Fahrschulen und Kindergärten. Sie klären die jungen Menschen über die Verkehrsregeln und Unfallvermeidung auf. In der Grundschule absolvieren sie mit den Schülern beispielsweise den Fahrradführerschein und zeigen den Kindern, wie sie ihr Fahrrad auf Verkehrstauglichkeit überprüfen. Insbesondere für Fahrschulen entwerfen Verkehrspsychologen Lehrkonzepte und Informationsmaterial. Dabei achten sie darauf, es dem Alter entsprechend anzupassen. In großen Fahrschulen geben Verkehrspsychologen Theorieunterricht.

Bei Behörden für Sicherheit und Ordnung wirken Verkehrspsychologen an Entwicklungsprozessen für Verkehrseinrichtungen und Verkehrsleitsystemen mit. Dabei analysieren sie das Verhalten von Verkehrsteilnehmern und insbesondere die Entstehung von Unfällen. Verkehrspsychologen entwerfen Konzepte, wie Unfälle vermieden und Risiken minimiert werden können.

Tierpsychologie

Tierpsychologie

Wer lieber mit Tieren statt mit Menschen zusammenarbeitet, kann als Tierpsychologe tätig werden. Manche finden den Einstieg über die Veterinärmedizin, andere studieren Psychologie und machen nach dem Studium eine entsprechende Weiterbildung. Als Tierpsychologe arbeitet man in Tierarztpraxen, zoologischen Gärten oder Tierparks. In Zoos oder Parks beobachten sie die Tiere. In Tierarztpraxen kommen Halter mit ihrem Haustier, das sich auffällig verhält. In beiden Fällen muss der Psychologe das Verhalten genau analysieren. Häufig verhält sich ein Tier komisch, weil es krank ist oder Schmerzen hat. Falls eine Krankheit vorliegt, wird das Tier von einem Tierarzt behandelt. Liegt eine Verhaltensstörung vor, konzipiert der Tierpsychologe einen Therapieplan anhand der Störung. Häufig verhalten sich Tiere anders, da sie Misshandlungen erfahren oder sich noch nicht an ihren neuen Besitzer gewöhnt haben. Zur Therapie gehört es auch, viele Gespräche mit dem Tierhalter zu führen, um den Ursachen auf den Grund zu gehen und um Fortschritte zu analysieren.

Tierpsychologen erstellen zudem Gutachten über das Aggressionspotenzial von Hunden. Auch dann beobachten sie das Tier, analysieren sein Verhalten, sprechen mit dem Tierhalter und schreiben abschließend den Bericht.

Sportpsychologie

Sportspychologie

Als Sportpsychologe ist man in Sportverbänden, Fitnesszentren oder Olympiastützpunkten tätig. Viele Sportpsychologen arbeiten auch freiberuflich. Es gibt bereits Bachelor in Sportpsychologie, den Weg zum Sport kann man aber auch erst mit dem Master einschlagen.

Obwohl Sport sehr viel mit der körperlichen Leistung zu tun hat, spielt die Psyche auch eine zentrale Rolle. Manche Sportler bekommen gewisse psychische Blockaden, die ihre Leistung hemmen. Beispielsweise bei den Hochspringern in der Leichtathletik: Für Hochspringerinnen ist die zwei Meter Marke wichtig, wer sie überspringt, kann sich meist Medaillenchancen ausrechnen und gehört zur Weltelite. Manche Sportlerinnen, die bereits 1,98 Meter übersprungen haben und die zwei Meter locker springen können, sind jedoch mental blockiert, da die zwei Meter solch eine große Bedeutung haben. In diesem Fall kann ein Sportpsychologe helfen, der durch gewisse Mentale Übungen oder Trainingsmethoden hilft, die Blockade zu lösen.

Generell suchen Sportpsychologen immer Optimierungsmöglichkeiten und analysieren dabei den Leistungsprozess des Sportlers. Eine gute Zusammenarbeit zwischen Sport und Psychologe ist daher unabdingbar. Der Psychologe erfährt durch Gespräche viel über den Lebensweg des Sportlers und seine bisherigen Leistungen. Daran werden psychologische Trainingsmethoden konzipiert und individuelle sportpsychologische Pläne ausgearbeitet. Sportler können auch immer wieder Phasen haben, in denen sie ihre Motivation verlieren. Der Sportpsychologe hilft dann durch spezielles Motivationstraining. Gerade bei Verletzungen begleiten Psychologen das Aufbautraining, da es für Sportler wichtig ist, mentale Unterstützung zu haben.

Bei Teamsportarten ist es meist bei erfolgreichen Vereinen üblich, dass neue Spieler gekauft werden oder Spieler den Verein verlassen. Der Sportpsychologe versucht, durch gewisse Trainings und Aktivitäten, den Teamgeist aufzubauen und zu festigen. Bei Konflikten im Team vermitteln er
Generell sind Sportpsychologen, ob bei Einzelsportlern oder im Team, Ansprechpartner beim Umgang mit Erfolgsdruck und Niederlagen. Gerade unerfahrene Sportler sind im Stadion meist von der Atmosphäre beeindruckt oder lassen sich durch internationale Konkurrenz einschüchtern. Sportpsychologen bauen mentale Stärke auf und optimieren diese ständig.

Schulpsychologie

Wer in der Schulpsychologie tätig sein möchte, kann einen Bachelor in Fach der pädagogischen Psychologie absolvieren. Man arbeitet meist in Schulen, Schulaufsichtsbehörden oder Kindergärten.

Schulpsychologie

Der Schulpsychologe ist Ansprechpartner für Eltern, Schüler und Lehrer. An Schulen gibt es bisher Vertrauenslehrer, doch viele Schüler möchten dort nicht hingehen, da sie Nachteile bei den Noten fürchten. Daher geht die Tendenz dahin, an jeder Schule mindestens einen Schulpsychologen einzustellen, der sich den Problemen, Sorgen und Ängsten der Lernenden annimmt. Wird ein Schüler gemobbt, fühlt sich unter Druck gesetzt oder hat Schwierigkeiten im Elternhaus, kann er sich an den Schulpsychologen wenden. Lehrer oder Mitschüler können dem Schulpsychologen auch Hinweise geben, sofern sich ein Schüler auffällig verhält und Hilfe benötigt. Der Psychologe vermittelt dann und bietet dem Schüler Lösungen für seine Probleme an.

Generell helfen Schulpsychologen auch bei fehlender Lernmotivation, Prüfungsangst, aggressivem Verhalten sowie Konzentrations-, Lese und Rechtschreibschwierigkeiten. In Klassen geben sie dazu verschiedene Tipps. Weitere Informationsveranstaltungen geben Psychologen beispielsweise zum Thema Mobbing. Fällt ein Schüler massiv auf, zum Beispiel durch aggressives Verhalten, kann der Schulpsychologe eine Therapie einleiten und dazu Gutachten anfertigen. Ist ein Schüler möglicherweise hochbegabt, kann der Psychologe mit ihm einen Test dazu durchführen und seine besondere Begabung feststellen.

In der Forschung beschäftigen sich Schulpsychologen damit, wie man Erziehung und Unterricht optimal kombiniert, wie man Schülern den Lernstoff besser vermitteln kann oder wie Schüler effektiver lernen können. Wer mehr in die pädagogische Richtung gehen möchte, kann auch ein Fernstudium der Sozialpädagogik in Betracht ziehen.

Forensische Psychologie

Die forensische Psychologie ist ein sehr spannender Teil der Psychologie. Man arbeitet später bei Justizbehörden, der Kriminalpolizei oder forensischen Abteilungen von Kliniken. Im Studium können sich Interessierte bereits durch Wahlmodule spezialisieren. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, später bei einer Behörde zu landen, daher ist es ratsam, mindestens einen Master zu machen.

Je nach Vorlieben kann sich ein forensischer Psychologe auf einen Bereich spezialisieren. Fachmänner werden benötigt, wenn es um das Sorge- und Umgangsrecht bei Scheidungsfällen geht. Dann muss ein Psychologe Gespräche mit den Eltern und den Kindern führen, die Lebenssituationen aller genau analysieren und in einem Gutachten empfehlen, bei welchem Elternteil die Kinder besser aufgehoben wären. Auch wenn ein Kind in eine Pflegefamilie gegeben werden soll, da sich die Eltern nicht ausreichend kümmern, muss sich der Psychologe ein Bild von der Situation machen und anschließend ein Gutachten schreiben. Des Weiteren können forensische Psychologen die Glaubwürdigkeit von Zeugenaussagen oder die Schuldfähigkeit von Personen bewerten. Begeht beispielsweise ein 19-Jähriger eine Straftat, kann er unter gewissen Voraussetzungen noch nach Jugendstrafrecht verurteilt werden. Der Psychologe stuft dann ein, ob dies der Fall ist. In Justizvollzugsanstalten können Gefangene unter bestimmten Voraussetzungen beantragen, in den offenen Vollzug zu gehen, nach zwei Drittel der Haftzeit entlassen zu werden oder einer Beerdigung eines Verwandten beizuwohnen. Der Psychologe muss dann verschiedene Gutachten durchlesen, Sozialarbeiter und Beamte zum Inhaftierten befragen und die Resozialisierungsentwicklung des Gefangenen beurteilen. Nach einem Gespräch mit dem Gefangenen schreibt der Psychologe ein Gutachten, ob der Antrag des Inhaftierten genehmigt wird. Wenn beispielsweise Gewalttäter entlassen werden, muss der Psychologe einstufen, ob von diesen noch eine Gefahr ausgeht und kann Maßnahmen wie eine elektronische Fußfessel empfehlen.

Neben der Erstellung von Gutachten kann der Psychologe in Justizvollzugsanstalten Therapien für Straftäter anbieten. Diese bestehen meist aus Einzel- oder Gruppengesprächen oder sonstigen Aktivitäten. Der Psychologe kann auch Diagnosen erstellen, wie beispielsweise eine Persönlichkeitsstörung. Der Behandlungsverlauf muss natürlich dokumentiert werden.

Forensische Psychologen schulen auch Polizeibeamte, die bei der Kriminalpolizei oder in der Justizvollzugsanstalt arbeiten. Dann werden die Beamten trainiert, wie sie Vernehmungen richtig durchführen oder wie sie in den verschiedenen Hafthäusern Konflikte vermeiden sowie sinnvoll beilegen.

Suchtpsychologie

Als Suchtpsychologe hat man – wie der Name es schon verrät – mit Suchtkranken zu tun. Das können Süchte jeglicher Art sein von Drogen über Glücksspiele bis hin zu Handyabhängigkeit. Suchtpsychologen sind meist in Krankenhäusern, Arztpraxen, Beratungsstellen sowie Wohngruppen für Suchtkranke tätig. Zunächst verfolgen sie die Entgiftungskur der Patienten, die in der Regel auch ärztlich begleitet wird. Dabei führen sie Gespräche mit den Betroffenen, ihren Angehörigen und Freunden. Es gehört auch dazu, die Betroffenen und Angehörigen genau über die Diagnose zu informieren und zu beraten. Nach der Entgiftungskur geht es meistens in die intensive Gesprächstherapie. Davor muss der Suchtpsychologe einen Therapieplan erstellen und auch bei der Krankenkasse einen Antrag auf Therapie stellen. Er begleitet den gesamten Behandlungsprozess, bewertet diesen und schaut, ob das Ziel erreicht wurde. Auch nach der Therapie ist der Suchtpsychologe meist für den Betroffenen da und führt in unregelmäßigeren Abständen Gespräche mit ihm.

In Beratungsstellen ist der Suchtpsychologe vor allem damit beschäftigt, über verschiedene Süchte aufzuklären. An Schulen oder in Unternehmen erzählt er über diverse Drogen sowie Süchte und informiert über die Gefahren und Folgen. Suchtkranke können sich auch an Beratungsstellen wenden. Psychologen klären dann über Therapiemöglichkeiten auf und helfen den Betroffenen, die Therapie zu beginnen.

Wer Suchtpsychologe werden möchte, kann den Bachelor schon in Gesundheits- und Rehabilitationspsychologie absolvieren oder sich während des Studiums auf klinische Psychologie spezialisieren.

Lifecoaching

Lifecoaches helfen etwa bei Stress

Wer als Lifecoach arbeitet, macht mit seinen Klienten keine Psychotherapie. Der Trend des Lifecoachings kommt aus den USA und ist in Deutschland noch eher unbekannt. Wer sich auf diesen Ast begibt, kann damit vermutlich ein gutes Geschäft machen.

Der Unterschied zwischen Lifecoaching und Psychotherapie ist, dass ein Psychotherapeut Patienten behandelt, die psychisch-krank sind und sie somit über einen längeren Zeitraum betreut. Ein Lifecoach ist für kurzfristige Probleme seiner Klienten da. Die Kunden sind psychisch gesund und wenden sich zum Beispiel an einen Lifecoach, weil sie Motivationsprobleme haben, Stress reduzieren wollen oder keinen Lebenspartner finden. Der Lifecoach verschafft sich einen Überblick über die Situation des Klienten und gibt dann individuelle Tipps, wie der Klient seine Ziele erreichen kann. Die Zusammenarbeit ist in der Regel von kurzer Dauer, jedoch wenden sich die Klienten nach erfolgreicher Zusammenarbeit bei wiederauftretenden Problemen erneut an den Lifecoach.

Gehalt

Mit einem Bachelor- oder Master-Abschluss in Psychologie kann man sowohl in der freien Wirtschaft als auch im öffentlichen Dienst eine Stelle finden. Im öffentlichen Dienst sind dies meistens Stellen im Gesundheitswesen sowie bei Forschungs-, Bildungs- oder sozialen Einrichtungen. Dort steigt man mit einem Bachelor-Abschluss in der Entgeltgruppe (EG) 9 bis 11 ein, mit einem Master-Abschluss kann man auch direkt ab EG13 einsteigen. Die Höhe des Gehalts in der EG 9 beträgt derzeit 2.711 Euro monatlich, in der EG 13 beträgt es 3.657 Euro. Ab dem zweiten Jahr der Anstellung kann mit der ersten Lohnerhöhung gerechnet werden.

In der freien Wirtschaft hängt es stark von Standort, Unternehmensgröße, Branche, Erfahrung und dem eigenen Verhandlungsgeschick ab, wie hoch das (Einstigs-)Gehalt ist. Die Vergütung kann bei einer Erstanstellung durchschnittlich zwischen 2.600 und 3.500 Euro monatlich liegen, falls man sich als Neueinsteiger bewirbt, doch wird es bedeutend höher ausfallen, wenn die vor beziehungsweise neben dem Fernstudium gesammelte Berufserfahrung für die angestrebte Stelle ebenfalls relevant ist.
Eine weitere Möglichkeit besteht darin, sich nach dem Psychologiestudium als Berater selbstständig zu machen. Hier hängt der Verdienst sehr stark von der Auftragslage und den eigenen Honorarforderungen ab. Ein Stundensatz bei Anfängern für eine Einzelberatung kann in der Regel durchaus mit circa 40 bis 50 Euro angesetzt werden, bei mehr Erfahrung sind auch 120 bis 150 Euro pro Stunde nicht ungewöhnlich. Als Unternehmens-Coach sind auch wesentlich höhere Honorarforderungen möglich.

Ist Psychologie das richtige Studium für mich?

Wer Psychologie im Fernstudium belegen möchte, sollte zumindest Interesse aufbringen, in einem der genannten Tätigkeitsfelder zu arbeiten. Zwar sind die Tätigkeiten unterschiedlich und vielseitig, doch gewisse Vorlieben und Eigenschaften werden vorausgesetzt.

Psychologen sollten im Allgemeinen bereit sein, Gruppen- und Einzelbehandlungen durchzuführen, dabei Konflikte aufzuarbeiten sowie Lösungen anzubieten. Sie müssen verschiedene Symptome und Erkrankungen analysieren. Wer als Psychologe tätig ist, braucht eine gute Merkfähigkeit: Zwar kann man sich vor jedem Patienten die Akten durchlesen, doch es ist immer gut, die Diagnosen und Geschichten der Personen im Kopf zu haben. Nebenbei ist eine genaue Beobachtungsgabe, pädagogisches Geschick und Organisationstalent gefragt.

Fernstudium der Psychologie: Absolventen müssen psychisch und physisch belastbar sein

Psychologen müssen bereit sein, auch zu ungewöhnlichen Zeiten zu arbeiten. Wer in Bereitschaftsdiensten und Notfallpraxen aktiv ist, muss am Wochenende, an Feiertagen und nachts ran. Gibt es spezielle Probleme mit einem Patienten, müssen Psychologen über ihr Diensthandy dauerhaft erreichbar sein, damit die Klienten ihren Therapeuten im Notfall kontaktieren können. Ob mit psychisch-kranken Patienten oder Mitarbeitern eines Unternehmens: Psychologen müssen Durchhaltevermögen beweisen. Es kann immer wieder Rückschläge geben oder die Therapie schlägt nicht an, wie geplant. Dann gilt es, die Ruhe zu bewahren, die Betroffenen weiterhin zu motivieren und nach anderen Lösungsmöglichkeiten zu suchen.

Deswegen ist ein selbstsicheres, freundliches und motiviertes Auftreten für einen Psychologen unabdingbar. Dazu gehört es auch, sich als kommunikations- und kontaktfähig zu beweisen. Für eine erfolgreiche Zusammenarbeit ist das Verhältnis zwischen Psychologe und Klient wichtig. Dafür muss der Psychologe schnell das Vertrauen gewinnen und Einfühlungsvermögen zeigen. Dabei muss er sich auch durchsetzen können und beispielsweise die Geschäftsleitung eines Unternehmens überzeugen, wenn es um ein neues Konzept in der Öffentlichkeitsarbeit geht.

Ein Psychologe trägt hohe Verantwortung: Wenn es um die Erstellung von Gutachten für Behörden oder Gerichte geht, ist Genauigkeit gefragt. Mit seinen Therapiemaßnahmen beeinflusst der Psychologe maßgeblich die Zukunft eines psychisch-kranken Menschen. Wenn ein Verkehrspsychologe beispielsweise entscheidet, dass eine Person sich nicht für den Straßenverkehr eignet, hat das für dieses Individuum weitreichende Folgen. Jede Entscheidung sollte gut durchdacht sein. Auch im Strafvollzug, wenn es darum geht einen Täter vorzeitig zu entlassen, ist die Erstellung eines Gutachtens eine verantwortungsvolle Aufgabe, die mit Sorgfalt erledigt werden möchte.

Im Arbeitsalltag erfahren Psychologen oft dramatische Schicksale, die sehr ergreifend und mitreißend sein können. Doch auch das sollte ein Psychologe beherrschen: Eine professionelle Distanz zu den Patienten zu wahren. Von den Erlebnissen sollte man sich nicht herunterziehen oder beeinflussen lassen. Dazu zählt auch zu akzeptieren, wenn ein Mensch sich nicht therapieren lassen möchte. Es gilt, über alle Patientenschicksale oder Vorgehensweisen in Unternehmen Stillschweigen zu wahren.

Zuletzt sollten Psychologen selbstständig arbeiten: Sie müssen Therapien organisieren und planen, Gutachten schreiben – selten ist das Teamarbeit. Außerdem müssen Psychologen lernbereit sein: Es kommen oft neue Therapieformen oder Forschungserkenntnisse an die Öffentlichkeit. Dann gilt es, sich die Erkenntnisse durch Fachliteratur anzueignen und gegebenenfalls in seiner eigenen Arbeit umzusetzen.

Wer in der Schulpsychologie oder Familientherapie tätig sein möchte, sollte selbstredend gerne mit Kindern und Jugendlichen arbeiten. In der Tierpsychologie ist es wichtig, möglichst keine Allergien zu haben und mit Tieren gut umgehen zu können.

Psychologie als Fernstudium oder als Präsenzstudium?

Psychologie eignet sich gut als Fernstudium. Je nach Anbieter gibt es mehr oder weniger Präsenztermine. In der Regel sind Präsenztermine aber eher selten. Auch die Inhalte sind so konzipiert, dass man sie sich leicht selbst aneignen kann. Da auch bei einem Präsenz-Studium viel Frontalunterricht ist und man wenig Praxisübung hat, macht es somit kaum einen Unterschied, ob man ein Fern- oder Präsenzstudium absolviert.

Zu den Vorteilen des Fernstudiums gehört, dass es oft nicht nur zum Winter- oder Sommersemester begonnen werden kann, sondern meistens flexible Einstiegszeiten angeboten werden. Die Lerneinheiten kann man sich selbst frei einteilen. Zum Teil werden als Studienvoraussetzung auch Berufsausbildung und Berufserfahrung anerkannt, wodurch manche Hochschulen ihren Studienbewerbern zum Beispiel anbieten, auch ohne vorheriges Bachelor-Studium gleich das Master-Studium zu beginnen, wenn sie die entsprechenden Erfahrungen mitbringen. Ein weiterer Vorteil sind die digital abrufbaren Lernmaterialien, die den Lernstoff komplett abbilden, was bei einem Vollzeitstudium nicht immer der Fall ist.

Psychologie als Fernstudium bietet nur wenige Präsenz-Veranstaltungen

Ein Nachteil des Fernstudiums ist der fehlende Austausch mit Mitstudierenden, wobei es je nach Studiengang auch hier die Möglichkeit gibt, durch angebotene (digitale) Foren Kontakt mit anderen Fernstudierenden aufzunehmen. Zu vielen Fernstudiengängen gehört auch ein Mentoren-Programm, sodass Studierende sich jederzeit per E-Mail, telefonisch oder zu bestimmten Terminen persönlich beraten lassen können. Jedoch ist insgesamt ein großes Maß an Selbstdisziplin und gutes Zeit- und Organisationsmanagement nötig, um ein Fernstudium erfolgreich abschließen zu können. Wer sich eher wenig für Mathematik, Biologie und Chemie interessiert, muss sich bei gewissen Modulen besonders zusammenreißen, da es schwierig sein kann, sich bei Fächern zu motivieren, die einem nicht liegen.

Es bietet sich meist an, ein Praktikum oder ein Praxissemester zu absolvieren. Zwar ist dies nicht Pflicht, doch es erhöht die Jobchancen schlussendlich deutlich. Weitere Informationen zum Thema Fernstudium vs. Präsenzstudium bietet dieser Artikel.

Fernstudium Psychologie: Dauer, Aufbau, Inhalte

Neben zielgerichteten Lehrgängen, etwa zum Suchtberater, Seelsorger oder Paarberater, die als ein bis dreijähriges Fernstudium angeboten werden, sind die meisten Fernstudiengänge als Bachelor-Studiengang mit drei bis vier Jahren Studiendauer beziehungsweise Master-Studiengang mit zwei bis drei Jahren Studiendauer konzipiert. Die meisten Inhalte sind theoretisch, wenn auch mit Anwendungsbezug konzipiert. Jedoch ergänzen die meisten Hochschulen die Fernstudien auch mit Praxis-Workshop-Angeboten. Folgende Module sind im Bachelor Pflicht:

Studieninhalte eines Fernstudiums Psychologie

Allgemeine Psychologie

Im Modul der allgemeinen Psychologie erlernen die Studierenden im Fernstudium ein Basiswissen über die menschliche Wahrnehmung, die Lenkung von Aufmerksamkeit, das Gedächtnis, die Verarbeitung von Informationen aus der Umwelt sowie Theorien zur Speicherung von Informationen. Im Weiteren geht es um verschiedene Emotionen und die zwischenmenschliche Kommunikation.

Statistik

Die Statistik ist für die Studierenden sehr wichtig, da sie in diesem Modul lernen, Ergebnisse von psychologischen Studien kritisch und selbst erhobene Daten auszuwerten. Die Studierenden erfahren zudem, wie sie entsprechende Computerprogramme nutzen und die Wahrscheinlichkeitsrechnung anwenden.

Sozialpsychologie

In diesem Modul wird Grundwissen über soziale Wahrnehmung, Vorurteile und Stereotype vermittelt. Dabei geht es auch darum, wie sich Menschen eine Meinung bilden und in Gruppen interagieren. So erlernen Studierende die Möglichkeiten und Grenzen von Teamarbeit sowie das Verhalten des Menschen im sozialen Kontext, auch in Paarbeziehungen.

Grundlagen der Diagnostik

In der Diagnostik geht es um die Standards der Testdurchführung, Entscheidungsfindung, die entsprechende Verfahrensauswahl bei einem Test und die allgemeine Durchführung von Studien. Die Studierenden erlernen zudem, wie sie bestmöglich und effektiv Daten gewinnen, je nachdem, in welchem Bereich der Test verwirklicht werden soll.

Entwicklungspsychologie

Im Modul Entwicklungspsychologie wird im Fernstudium vermittelt, welche Methoden, Befunde und Theorien es zu den entwicklungsbezogenen Phänomenen des Denkens, Erlebens und Verhaltens gibt. Es geht auch darum, wie Erkenntnisse gewonnen werden und welche Theorien es zur Entwicklungspsychologie gibt. Die Studierenden erlernen, Alltagsphänomene mit wissenschaftlichen Konzepten in Bezug zu setzen und erfahren Basiswissen zu weiteren Forschungsmethoden.

Differentielle Psychologie

Dieses Modul behandelt die Persönlichkeitspsychologie. Dabei sollen Studierende lernen, warum Menschen in bestimmten Situationen gewisse Verhaltensweisen zeigen. Weiter geht es um Variationen der Persönlichkeit und Intelligenzquotienten. Es werden auch verschiedene Bilder der Persönlichkeitsstörung vermittelt.

Biologische Psychologie

Die Studierenden erfahren hier Grundlagen des menschlichen Erlebens und Verhaltens von der biologischen Seite. In Praxis-Workshops sind die Studierenden im Labor und erforschen selbst das menschliche Nervensystem. Es werden Begriffe wie Nerven, Neuronen, Informationsübermittlung und Messmethoden vermittelt.

Studienorganisation

Allgemeines

Wer ein Fernstudium der Psychologie aufnehmen möchte, jedoch nicht weiß, in welche Richtung er sich spezialisieren möchte, muss sich keinen Stress machen. Mit dem Bachelor kann man zunächst die Grundlage legen, wer dann schon Präferenzen entwickelt, kann dementsprechende Wahlmodule belegen. Im Fach Psychologie bietet es sich an, einen Master zu machen, weil man sich dann auf den gewünschten Bereich spezialisieren kann. Ein Praktikum während des Studiums kann auch helfen, seine eigenen Interessen herauszufinden.

Bachelor

Im Bachelor-Studium werden neben allgemeinen Grundlagen der Psychologie und des wissenschaftlichen Arbeitens verschiedene Bereiche der Psychologie vorgestellt. Je nach Ausrichtung des Studiengangs werden zum Beispiel Seminare in Marketing-, Kommunikations-, Wirtschafts-, Arbeits-, Sozial-, Sport-, Entwicklungs- oder Gerontopsychologie bis hin zur biologischen Psychologie angeboten.

Darüber hinaus stehen bei fast allen Studiengängen auch Statistik-Kurse auf dem Lehrplan, da empirische Forschungsprojekte und deren Auswertung ein wichtiger Teil des Studiums sind und je nach Berufsweg auch danach Anwendung finden. Der Bachelor of Science dauert als berufsbegleitendes Fernstudium acht Semester, kann aber zum Teil auch auf sechs Semester verkürzt werden.

Master

Auf das Bachelor-Studium aufbauend kann mit der notwendigen Qualifikation ein Master-Studium aufgenommen werden. Dieses dauert je nach Hochschule als Fernstudium in der Regel vier bis sechs Semester. Ein Master of Science in Psychologie vertieft nicht nur das Fachwissen, sondern bietet als höherwertiger Abschluss im Vergleich zum Bachelor oft bessere Karrierechancen. Darüber hinaus ist ein Master-Abschluss die Grundvoraussetzung, um promovieren zu dürfen und so in das Berufsfeld der Wissenschaft und Forschung einzusteigen. Vor dem Master sollte man sich Gedanken machen, welchen beruflichen Weg man einschlagen möchte, um sich schon spezialisieren zu können.

Voraussetzungen

Wer sich für ein Fernstudium der Psychologie entscheidet, braucht meistens Abitur. Darüber hinaus sollte man sich auch für Naturwissenschaften begeistern können: Mathematik mit Wahrscheinlichkeitsrechnungen sowie Statistik, Biologie und Chemie sind große Themenblöcke im Studium. Schließlich sollen die Studierenden die Funktionsweise des menschlichen Organismus kennenlernen.

Darüber hinaus sollte man natürlich gerne mit Menschen zusammenarbeiten, Verständnis für deren Lebenssituation aufbringen und bereit sein, ihnen weiterzuhelfen.

Fernstudium Psychologie: Kosten

Die Kosten für das Fernstudium variieren je nach Hochschule stark. So reicht die Preisspanne je nach Anbieter von 300 Euro bis 700 Euro Studiengebühren pro Monat; dazu kommen in den meisten Fällen auch noch eine einmalige Immatrikulations- und Prüfungsgebühr sowie gegebenenfalls Kosten für Studienmaterialien. Während manche Hochschulen einen Festpreis für den Studiengang anbieten, richtet sich bei anderen der Preis nach der tatsächlichen Studiendauer. Bei einigen Anbietern lässt sich die Regelstudienzeit kostenlos verlängern. Andere Anbieter werben mit Beratungs- und Betreuungsangeboten, die über den Studienabschluss hinausreichen und/oder bieten ihren Fernstudierenden eine kostenlose Probezeit von vier Wochen zu Beginn des Studiums. Über die konkreten Kosten eines Fernstudium der Wirtschaftsinformatik informieren Info-Broschüren, die bei allen Hochschulen kostenlos und unverbindlich angefordert werden können.

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