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Maschinenbau als Fernstudium

Fachredakteur
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Maschinenbau als Fernstudium

Der Maschinenbau gehört zu den traditionellsten Disziplinen der Ingenieurswissenschaften. Dabei lässt er sich heutzutage ganz modern studieren, nämlich im Rahmen eines Fernstudiums.

Für wen so ein Fernstudium in Frage kommt, welche Vorteile es hat und wie viel du nach einem Fernstudium in Maschinenbau verdienst, erfährst du hier.

Berufsbild Maschinenbauer

Ob Haushaltsgeräte, Windkraftanlagen oder Raumfahrttechnik: Die Arbeit von Maschinenbau-Ingenieuren prägt unseren Alltag. Die traditionsreiche Ingenieurswissenschaft, die sich in der Industrialisierung aus dem Handwerk der Schlosser und Schmiede entwickelte, umfasst die Lehre von der Entwicklung, Konstruktion und Produktion von Maschinen.

Damit gehört der Beruf des Maschinenbauers nicht nur zu einer der vielfältigsten Ingenieursdisziplinen, sondern ist auch von fundamentaler Bedeutung für unsere hochtechnisierte Gesellschaft. Maschinenbauer genießen deshalb nicht nur hohes Ansehen, auch ihre Karrierechancen sind sehr gut einzuschätzen.

Tätigkeitsfelder im Maschinenbau

Tätigkeitsfelder im Maschinenbau

Die Arbeit eines Maschinenbauers umfasst ein weites Tätigkeitsfeld, abhängig von den Fachgebieten und Branchen, auf die er sich schon während seiner Ausbildung oder seines Studiums konzentriert hat.

Grundsätzlich wird der Alltag eines Maschinenbauers von "klassischen" Tätigkeiten wie der Entwicklung, Konstruktion und Herstellung von Maschinen, Maschinenteilen oder -anlagen bestimmt.

Darüber hinaus erfordert aber auch die Tätigkeit im Maschinenbau zunehmend interdisziplinäre Kompetenzen. Denn die Nachfrage nach qualifizierten Ingenieuren ist hoch, sodass sich deine Jobmöglichkeiten inzwischen auch auf die Bereiche Projektmanagement, Vertrieb, Qualitätssicherung, Wartung, Service und Marketing erstrecken.

Neben technischen und naturwissenschaftlichen Kompetenzen können Maschinenbauer deshalb auch von kommunikativen Fähigkeiten, interkulturellem Verständnis und Sprachkenntnissen profitieren.

Zu den attraktivsten Branchen gehören in Deutschland noch immer die Fahrzeugtechnik, die Forschung und die Begutachtung von Technik. Darum sollen die drei genannten Bereiche im Folgenden kurz vorgestellt werden:

Fahrzeugtechnik

Der Fahrzeugbau wird heutzutage auch häufig als "Automotiv-Branche" oder schlicht auf Englisch "Automotive" bezeichnet. Besonders für deutsche Maschinenbauer ist der Automotiv-Bereich eine besonders aussichtsreiche Branche und dementsprechend ein sehr beliebtes Fachgebiet.

So gehört Deutschland nach wie vor zu den exportkräftigsten Nationen der Welt, und bei einem großen Teil der exportierten Güter handelt es sich um Maschinen oder Maschinenteile.

Die Branche gliedert sich in verschiedene Bereiche. Die Automobilhersteller machen dabei nicht nur den größten, sondern vor allem auch den sichtbarsten Anteil aus.

Hinter Produktionsgiganten wie Audi, Daimler und Co. stehen nämlich die Zuliefererbetriebe, bei denen es sich häufig um mittelständische oder kleinere Unternehmen mit hohem Qualitätsanspruch und großem Innovations-Potential handelt.

Ferner gibt es zahlreiche weitere Tätigkeitsfelder für Maschinenbauer, zum Beispiel Entwicklung und Bau landwirtschaftlicher Geräte sowie Systemanalyse. Dabei werden Simulationstechniken genutzt, um Systeme und Systemstrukturen zu analysieren.

Die so gewonnen Erkenntnisse werden auf reale Systeme – zum Beispiel Produktionsanlagen -zu übertragen, um Faktoren wie Belastungsfähigkeit oder Effizienz zu überprüfen.

Forschung und Entwicklung

Forschung und Entwicklung

Schätzungsweise die Hälfte aller Maschinenbauer in Deutschland ist in den Bereichen Forschung und Entwicklung tätig. Hierbei geht es um die Neu- oder Weiterentwicklung von Produkten.

Häufig sollen Maschinen oder Bauteile optimiert, das heißt noch belastungsfähiger oder effizienter gestaltet werden. Auch Design-Aspekte können eine Rolle spielen.

Die Erstellung von Modellen und Prototypen macht einen wichtigen Aspekt der Arbeit in Forschung und Entwicklung aus.

Dabei stellt ein Maschinenbauer unter Beweis, das er theoretische Kenntnisse und praktische Fähigkeiten verbinden und ein (verbessertes) Produkt erstellen kann. Im Zuge der Konstruktionstechnik kommen vor allem Kenntnisse der höheren Mathematik sowie der technischen Mechanik und Dynamik zum Zuge.

Gutachter-Tätigkeit

Eine andere, beliebte Karriereoption für Maschinenbauer ist die Tätigkeit eines Gutachters. Dieser Berufszweig ist für dich besonders interessant, wenn sich bei dir technische Begeisterung mit ausgeprägtem wirtschaftlichem Interesse verbindet.

Besonders Versicherungen kommen hier als Auftraggeber in Frage. Denn die von Versicherungsnehmern gemeldeten Schäden müssen erst dahingehend überprüft werden, ob sie ersatzberechtigt sind.

Dafür muss ein Maschinenbauer feststellen, welches Ausmaß der Schaden besitzt – so kann es um Probleme an einzelnen Maschinen gehen, aber auch um Schäden an komplexen maschinellen Großanlagen -, wie er verursacht wurde und ob er sich wieder beheben lässt.

Doch auch als selbstständiger Gutachter bieten sich viele Karrierechancen für kommunikative Maschinenbauer.

Fernstudium Maschinenbau: Gehalt

Fernstudium Maschinenbau: Gehalt

Maschinenbauer ist ein Beruf, der nicht nur hohe Anforderungen mit sich bringt, sondern auch von grundlegender Bedeutung für die Industrie ist. Daher dürfen sich Ingenieure in diesem Bereich über hohe Einstiegsgehälter freuen:

Abhängig von Branche, Unternehmensgröße und Standort verdienen angehende Maschinenbauer zwischen 40.000 und 50.000 Euro brutto im Jahr. Während sich das Einstiegsgehalt bei kleineren Betrieben eher im unteren Bereich dieser Skala bewegt, können Anfänger in großen Unternehmen auf höhere Gehälter hoffen.

Dafür gewinnen Einsteiger in kleinen Betrieben oft vielfältigere Berufserfahrung und werden schneller mit der Leitung und Durchführung eigener Projekte betraut. Wer dabei gute Ergebnisse erzielt, kann sich nach nur wenigen Jahren über eine Gehaltssteigerung freuen.

Denn praktische Erfahrung zählt in den meisten Unternehmen mehr als die Art des Studienabschlusses. Es macht also keinen allzu großen Unterschied, ob du mit einem Bachelor oder einem Master in die Berufswelt einsteigst.

Anders sieht es bei einer Promotion aus: Als Doktor der Ingenieurswissenschaften steigst du mit der entsprechenden Praxiserfahrung schneller in Führungspositionen auf, wo die Gehälter höher liegen.

Dein Gehalt steigert sich nämlich mit dem Maß der Verantwortung, dass du im Beruf übernimmst. Maschinenbauer in Führungspositionen können daher mit der entsprechenden Berufserfahrung mit einem Bruttogehalt von circa 75.000 Euro jährlich rechnen.

Mit mehr als zehn Jahren Berufserfahrung, der entsprechenden Erfolgsbilanz und dem richtigen Unternehmen können Maschinenbau-Ingenieure zwischen 90.000 und 150.000 Euro jährlich verdienen, wobei es die höchsten Gehälter in Automotive und Elektro-Industrie gibt.

Fernstudium Maschinenbau: Karriere

Fernstudium Maschinenbau: Karriere

Die Karriereaussichten für Maschinenbau-Ingenieure sind durchweg positiv. Maschinenbauer werden überall dort benötigt, wo es um Planung, (Weiter-)Entwicklung, Konstruktion und Herstellung von Maschinen geht – also in fast allen Industriezweigen.

Hinzu kommt, dass der Branche ein Generationswechsel bevorsteht: Während viele ältere Ingenieure allmählich in den Ruhestand gehen, kommen aufgrund der hohen Studienanforderungen weniger Maschinenbauer nach, sodass es wenige, begehrte Bewerber auf viele Stellen gibt.

Auch erweitern sich die Tätigkeitsfelder eines Maschinenbauers in einer hochtechnisierten Gesellschaft beständig. So existieren zum Beispiel mittlerweile viele Arbeitsplätze im Sektor der erneuerbaren Energien, die es vor wenigen Jahren noch gar nicht gab.

Um als Maschinenbau-Ingenieur Karriere zu machen, solltest du allerdings neben technischer Kompetenz auch einige interdisziplinäre Fähigkeiten mitbringen.

Denn ein weiterer zukunftsträchtiger Aspekt der Branche ist Verflechtung des klassischen Maschinenbaus mit anderen Berufsbereichen wie Design, Vertrieb, Marketing oder Service. Hier werden fachlich qualifizierte Ingenieure gesucht, die  Kenntnisse in Wirtschaft, Psychologie und Kommunikation mitbringen.

Teamfähigkeit wird vorausgesetzt, besonders in großen Unternehmen spielt interkulturelle Kompetenz eine wichtige Rolle. Damit einhergehend kannst du in der Branche mit Sprachkenntnissen punkten.

Englisch wird heutzutage vorausgesetzt, damit kannst du im Bewerbungsgespräch also nicht beeindrucken. Anders sieht es mit Kenntnissen in Spanisch, Russisch oder Chinesisch aus – damit kannst du dich von anderen Bewerbern absetzen.

Ist Maschinenbau das richtige Studium für mich?

Ist Maschinenbau das richtige Studium für mich?

Die Aussichten auf gute Karrierechancen und ein hohes Gehalt als Maschinenbauer sind für viele Studienbewerber reizvoll. Doch ein Studium im Maschinenbau ist anspruchsvoll: Aufgrund hoher Anforderungen und selektiver Prüfungsverfahren gibt es viele Studienabbrecher.

Das kann auch daran liegen, dass viele Interessenten mit falschen Erwartungen in das Studium starten. Deshalb solltest du dir vorher gründlich überlegen, ob ein Studium im Maschinenbau das richtige für dich ist.

Zu den grundlegenden Voraussetzungen für ein erfolgreiches Studium im Maschinenbau gehört natürlich ein ausgeprägtes Interesse an und Verständnis von Technik. Zusätzlich dazu sind (sehr) gute mathematische Fähigkeiten und Spaß an höherer Mathematik eine unabdingbare Voraussetzung zum Maschinenbauer.

Dazu kommen außerdem Kenntnisse in Chemie und Physik, denn als Maschinenbauer musst du dich mit naturwissenschaftlichen Problemstellungen auseinandersetzen.

Im Einklang mit diesen naturwissenschaftlichen Fähigkeiten solltest du über ein logisches Denkvermögen, räumliches Vorstellungsvermögen und lösungsorientiertes Denken verfügen.

Darüber hinaus gibt es noch eine entscheidende Eigenschaft, die einen erfolgreichen Maschinenbauer auszeichnet: Kreativität. Denn du musst einen Weg finden, theoretische Überlegungen zur Lösung praktischer Probleme anzuwenden.

Abstraktes und kreatives Denkvermögen sowie Eigeninitiative sind daher weitere, wichtige Voraussetzungen, um Maschinen und komplexe maschinelle Anlagen zu planen, zu konstruieren oder zu verbessern.

Maschinenbau als Fernstudium oder als Präsenzstudium?

Fernstudium oder als Präsenzstudium?

Noch immer ist ein Studium die grundlegende Voraussetzung dafür, dass du den Titel eines Maschinenbau-Ingenieurs tragen darfst.

Das Stichwort "Studium" wird von vielen immer noch ausschließlich mit dem klassischen Präsenzstudium verknüpft, inklusive überfüllter Hörsäle, unbequemer Klappsitze und gelangweilter Dozenten.

Dabei gibt es heutzutage mit der Option Fernstudium eine attraktive Alternative, um Maschinenbau-Ingenieur zu werden. Welche Vor- und Nachteile die Optionen Fernstudium vs. Präsenzstudium mit sich bringen, erfährst du im Folgenden.

Präsenzstudium oder Fernstudium: Interaktion vs. Flexibilität

Interaktion vs. Flexibilität

Wie der Name schon sagt, zeichnet sich ein Präsenzstudium vor allem dadurch aus, dass du als Studierender aktiv vor Ort bist. Du sitzt in Vorlesungen, besuchst Seminare und nimmst an praktischen Übungen teil.

Ein großer Vorteil dieser Studienform liegt in der Kommunikation und Interaktion mit anderen Personen – in erster Linie anderen Studierenden, aber auch Dozenten und Professoren.

Besonders für junge Menschen, die sich im Erststudium befinden, kann es sehr hilfreich sein, sich mit anderen Studierenden über Fragen und Probleme auszutauschen, gemeinsam Aufgaben zu erarbeiten oder in direkten Austausch mit Lehrpersonen zu treten.

Auf der anderen Seite bringt das Präsenzstudium aber auch einen großen Nachteil mit sich: Es richtet sich vorrangig an Personen, die nicht berufstätig sind und mindestens fünf Tage die Woche ihrem Studium widmen können.

Denn für Berufstätige ist es nahezu unmöglich, einen Vollzeitjob mit ständiger Campus-Präsenz zu vereinen.

Wenn du schon eine Ausbildung oder ein Studium absolviert hast und mit beiden Beinen im Berufsleben stehst, ist ein berufsbegleitendes Fernstudium für dich deshalb die bessere Alternative.

Dieses bietet den Vorteil zeitlicher und räumlicher Flexibilität: Das Lehrmaterial, das inzwischen meist am PC zur Verfügung gestellt wird, kannst du bearbeiten, wann und wo du willst.

Häufig sind Fernstudiengänge außerdem auf die Bedürfnisse Berufstätiger ausgelegt und veranschlagen pro Woche nur wenige Stunden zur Bearbeitung einer Lerneinheit.

Darüber hinaus bieten moderne Fernstudiengänge durch das Internet heutzutage ebenfalls häufig die Möglichkeit zu Kommunikation und Austausch.

Oft gibt es feste Betreuer, an die du dich mit Fragen oder Lernschwierigkeiten wenden kannst. Interaktion und Kommunikation finden also auch im Fernstudium statt, nur eben nicht direkt von Angesicht zu Angesicht, sondern über verschiedene Medien.

Präsenzstudium oder Fernstudium: Theorie vs. Praxis

Theorie vs. Praxis

Beim Präsenzstudium liegt der Fokus auf der Theorie. Zwar gibt es auch praktische Übungen, um das erlernte Wissen zur Anwendung zu bringen, und viele Studiengänge schreiben inzwischen mindestens ein Pflichtpraktikum vor, damit Studierende erste Einblicke in das Berufsleben erhalten.

Insgesamt geht aber erst einmal um die Vermittlung theoretischer Kenntnisse.

Bei Studierenden von Fernstudiengängen sieht das anders aus. Fernkurse richten sich vorrangig an Berufstätige; also an Leute, die bereits eine Ausbildung oder ein Studium absolviert und in einem bestimmten Berufsfeld bereits Erfahrungen gesammelt haben.

Im Hinblick auf den Maschinenbau bedeutet das, dass die Absolventen von Fernstudiengängen einige Vorteile gegenüber Studierenden im Präsenzstudium haben.

Aufgrund ihrer Erstausbildung und ihrer Berufspraxis verfügen die Absolventen von Fernkursen nämlich häufig schon über ausgeprägtes Vorwissen und Kenntnisse. Sie haben daher ein besseres Verständnis der Studieninhalte und müssen nicht erst alles von Grund auf lernen.

Ferner, und dies ist ein sehr wichtiger Aspekt im Hinblick auf den Maschinenbau, erlauben Fernstudiengänge die Verbindung von Theorie und Praxis.

Denn Berufstätige, die Fernkurse absolvieren, arbeiten häufig bereits in einschlägigen Bereichen und können so ihr erlerntes Wissen direkt in der Praxis umsetzen.

Da die praktische Erfahrung sowohl für die Karriere als auch für die Gehaltsperspektiven von Maschinenbauern ein ausschlaggebender Faktor ist, haben die Absolventen von Fernstudiengängen hier einen klaren Vorteil.

Präsenzstudium oder Fernstudium: Der Kostenfaktor

Der Kostenfaktor

Ein Präsenzstudium und ein Vollzeitjob schließen sich aus. Viele Studierende versuchen trotzdem, sich durch Nebenjobs etwas dazu zu verdienen.

Dabei stehen allerdings die Miete und Lebenshaltungskosten häufig im Vordergrund. Die Studiengebühren selbst beschränken sich – zumindest bei staatlichen Universitäten – meist auf Semestergebühren und einige Lehrmittel.

Im Gegensatz dazu sind Fernstudiengänge deutlich teurer. Neben Kosten für Semestergebühren und Lehrmaterial werden häufig noch Anmeldegebühren fällig, manche Fernkurse berechnen zudem eine monatliche Gebühr.

Ein Fernstudium kann Absolventen daher schnell mehrere Tausend Euro kosten. Zwar gibt es verschiedene Möglichkeiten, diese Kosten zu finanzieren, und die Studierenden sind aufgrund ihrer Berufstätigkeit finanziell besser aufgestellt. Doch die Tatsache bleibt: Ein Fernstudium muss man sich erst einmal leisten können.

Präsenzstudium oder Fernstudium: Selbstfindung vs. Karriereschub

Selbstfindung vs. Karriereschub

Ein Unterschied zwischen Fernstudium und Präsenzstudium liegt auch in der Motivation und Mentalität der Studierenden. Wenn du dich trotz höherer Kosten für ein Fernstudium entscheidest, hast du diesen Schritt wohlüberlegt.

Du hast bereits Berufserfahrung gesammelt und bist entschlossen, durch das Studium deine Karriere voranzubringen.

Um dieses Ziel zu erreichen, musst du viel Selbstdisziplin aufbringen. Denn es kann ganz schön anstrengend sein, neben deinem Vollzeitjob auch noch ein Fernstudium zu bestreiten.

Dazu kommt, dass ein Fernstudium in der Regel in einem vorgesehenen Zeitraum absolviert werden sollte – bei Überschreitung entstehen oft zusätzliche Gebühren. Es ist also notwendig, dass du dich auch bei Stress zum Lernen motivieren kannst und dir eine Zeiteinteilung für dein Studium erstellst, um sicher zu gehen, dass du das Studium auch schaffst.

Im Gegensatz dazu ist ein Präsenzstudium oft mit weniger Druck verbunden. Sofern Studierende nicht auf finanzielle Förderung angewiesen sind, steht es ihnen frei, die vorgeschriebene Regelstudienzeit ohne Konsequenzen zu überschreiten.

Viele Studienanfänger merken außerdem im Laufe der Zeit, dass sie lieber etwas anderes studieren möchten oder dass das Studium gar nichts für sie ist. Sie gehen also mit ganz anderen Erwartungen und Vorstellungen an ein Studium als Berufstätige, die sich fortbilden möchten – und bei Bedarf können sie das Studium einfach wechseln oder abbrechen.

Diese Freiheit haben die Absolventen von Fernstudiengängen, allein schon aufgrund der hohen Kosten, eher selten.

Duales Studium im Maschinenbau

Es gibt auch die Möglichkeit, im Maschinenbau ein duales Studium zu absolvieren. Das ist im Grunde ein berufsbegleitendes Präsenzstudium. Durch die Kooperation zwischen einer Fachhochschule und einem Ausbildungsbetrieb hast du auch hier die Möglichkeit, während des Lernens praktische Berufserfahrung zu sammeln.

Allerdings eignet sich ein duales Studium im Maschinenbau eher als Erstausbildung – so ist das Ausbildungsgehalt deutlich niedriger als das Gehalt eines Berufstätigen, der ein Fernstudium absolviert – für Personen, die aufgrund von Praktika schon einen sehr genauen Berufswunsch haben. Als Fortbildungsmöglichkeit ist es weniger geeignet.

Fernstudium Maschinenbau: Dauer, Aufbau und Inhalte

Um zu entscheiden, ob ein Fernstudium im Maschinenbau das Richtige für dich ist, musst du dich über verschiedene Aspekte informieren. Im Folgenden findest du deswegen alles zu Voraussetzungen, der Studiumsorganisation sowie Unterschieden zwischen Bachelor- und Master-Fernstudium.

Voraussetzungen

Voraussetzungen fürs Fernstudium Maschinenbau

Für ein Fernstudium zum Maschinenbauingenieur gibt es erst einmal einige formale Voraussetzungen, die erfüllt sein müssen.

Grundlegende Voraussetzung bei vielen Fernhochschulen ist ein höherer Schulabschluss, zum Beispiel das Abitur oder Fachabitur. Ist ein solcher Abschluss nicht vorhanden, ist ein Studium trotzdem möglich.

Für ein Fernstudium ohne Abitur qualifizieren dich zum Beispiel eine Technikerausbildung – beispielsweise zum Maschinenbautechniker -, mehrere Jahre Berufserfahrung oder ein Meisterabschluss nachgewiesen werden können.

Zusätzlich dazu sind einige Studiengänge NC-begrenzt, können also nur dann von Absolventen höhere Schulabschlüsse belegt werden, wenn sie eine bestimmte Schulabschlussnote haben. Sofern bisher keine ausgeprägte Berufserfahrung vorhanden ist, ist ein dreimonatiges Vorpraktikum bei vielen Fernhochschulen Pflichtvoraussetzung.

Abgesehen von diesen formalen Voraussetzungen gibt es noch ein paar persönliche Eigenschaften, die Bewerber mitbringen sollten. Wie bereits angesprochen, handelt es sich dabei um fundierte Kenntnisse der Naturwissenschaften und Spaß an Mathematik, Physik und Chemie.

Auch gute Englischkenntnisse werden inzwischen in Studium und Beruf vorausgesetzt. Hierzu kommen noch die notwendigen Charaktereigenschaften, die du brauchst, um ein Fernstudium erfolgreich zu absolvieren: Selbstdisziplin, Motivation und eine gute Auffassungsgabe.

Studiumsorganisation

Studiumsorganisation

Wenn du dich detailliert über die Organisation eines Fernstudienganges informieren möchtest, solltest du am besten direkt konkrete Angebote recherchieren.

Dennoch haben fast alle Angebote Gemeinsamkeiten, die einen groben Gesamtüberblick ermöglichen.

So schwankt beispielsweise die Dauer eines Bachelor-Fernstudiums je nach Anbieter, liegt aber im Durchschnitt bei circa 7 Semestern, die je nach Hochschule kostenfrei oder gegen Gebühr überschritten werden können.

Neben naturwissenschaftlichen Kenntnissen sollen dir im Fernstudium vor allem ingenieurswissenschaftliche Fähigkeiten vermittelt werden. So lernst du, das theoretische Wissen praktisch anzuwenden, Problemstellungen zu erkennen und eigenständige Lösungsansätze zu erarbeiten.

Neben diesen Kernaspekten bindet das Studium häufig noch andere Kompetenzgebiete mit ein, zum Beispiel BWL, Marketing, Psychologie oder Kommunikation. Das Studium folgt somit den interdisziplinären Anforderungen des Ingenieursberufs.

Obwohl die Inhalte je nach Anbieter variieren, gibt es einige Lerninhalte, die immer auf dem Lehrplan stehen. Dazu gehören:

  • Grundlagen der Mathematik und Physik für Ingenieure
  • Höhere Mathematik: Integral- und Differenzialrechnung
  • Grundlagen in Informatik
  • Grundlagen im technischen Zeichnen
  • Statik
  • Dynamik
  • Strömungsmechanik
  • Metallkunde bzw. Werkstoffkunde
  • Messtechnik
  • Fertigungstechnik
  • Planen, Konstruieren und Darstellen
  • Qualitätsmanagement
  • BWL-Grundlagen

Viele Hochschulen bieten dir zudem die Möglichkeit, dich schon während des Studiums auf verschiedene Fachbereiche zu konzentrieren. Dazu zählen beispielsweise Lasertechnik, Antriebstechnik, Konstruktion, Technische Mechanik, Robotertechnik und Arbeitsmaschinen.

Bachelor

Der Bachelorabschluss im Maschinenbau heißt meist "Bachelor of Engineering" und kann angetreten werden, wenn du die Hochschulreife besitzt, praktische Berufserfahrung oder eine Ausbildung vorweisen kannst.

Die meisten Fernhochschulen veranschlagen eine Regelstudienzeit von 7 Semestern, also 42 Monaten, die je nach Anbieter gegen Gebühr oder kostenlos um einen bestimmten Zeitraum verlängert werden dürfen.

Ziel des Bachelors ist die Vermittlung interdisziplinärer Fachkompetenzen des Maschinenbaus. Dabei geht es sowohl um den Erwerb mathematischer und naturwissenschaftlicher Kenntnisse als auch Fähigkeiten in den Bereichen der Elektrotechnik, der IT und des Maschinenbaus an sich.

Die Möglichkeit der Schwerpunktsetzung durch die Studierenden erlaubt es schon während des Studiums, sich auf ein bestimmtes Fachgebiet zu spezialisieren und seine Karrierechancen durch fächerübergreifende Kenntnisse in Marketing, Kommunikation oder BWL zu steigern.

Aufgrund der hohen Nachfrage und der guten Karriereaussichten kannst du bereits mit einem Bachelorabschluss als Maschinenbauingenieur weit kommen – insbesondere, wenn du den Bachelor berufsbegleitend durch ein Fernstudium erworben hast.

Denn Studien haben ergeben, dass Unternehmen bei Ingenieuren eindeutig mehr Wert auf praktische Erfahrung legen als auch den akademischen Abschluss. Der Gehaltsunterschied zwischen Bachelor und Master ist schon am Anfang nicht allzu groß und kann im Laufe des Arbeitslebens mit wachsendem Erfolg ausgeglichen werden.

Master

Ein Bachelorstudium ist, wie auch im Präsenzstudium, die Voraussetzung für ein Fernstudium mit Masterabschluss. Für einen Master of Engineering werden im Durchschnitt 4 Semester, also 24 Monate, einkalkuliert – es gibt aber auch Angebote, die nur 3 Semester umfassen.

Sofern auch der Bachelor im Rahmen eines Fernstudiums erworben wurde, empfiehlt es sich, auch den Master – falls möglich – bei demselben Anbieter zu absolvieren, da hier Kenntnisse und Anforderungen am weitesten übereinstimmen.

Inhaltlich dient das berufsbegleitende Masterstudium der Vertiefung der im Bachelorstudium erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten.

Auch gibt es Möglichkeiten zu einer intensiveren Spezialisierung. Da ein Master-Abschluss für höhere Positionen qualifiziert, wird hier oft ein weiterer Fokus auf fächerübergreifende Kompetenzen wie Projektmanagement und Vertrieb gelegt.

Noch immer garantiert dir ein Master-Abschluss ein höheres Einstiegsgehalt. Der Gehaltsunterschied zum Bachelor-Abschluss ist allerdings weniger stark ausgeprägt als in anderen Branchen. Und auch in Bezug auf die berufliche Entwicklung kommt es vor allem auf praktische Erfahrung, persönlichen Einsatz und beruflichen Erfolg an.

Durch die Kenntnisse, die du im Masterstudium erwirbst, bist du als Masterabsolvent allerdings grundsätzlich besser für die Übernahme von Führungspositionen vorbereitet. Dies solltest du im Hinblick auf deine Karriere im Hinterkopf behalten.

Fernstudium Maschinenbau: Kosten & Fördermittel

Fernstudium Maschinenbau: Kosten & Fördermittel

Die Kosten für ein Fernstudium variieren extrem je nach Angebot. Die Qualität der Lehre spielt dabei eine große Rolle.

So gibt es Studiengänge, die ausschließlich über Online-Veranstaltungen und Info-Material bestritten werden; andere bieten optional die Teilnahme an Präsenzseminaren an, stellen Labore zur Verfügung und legen Wert auf eine intensive personelle Betreuung.

Im Durchschnitt fallen für ein Fernstudium im Maschinenbau mehrere Tausend Euro an.

Ein Fernstudium kann dich also viel Geld kosten. Es gibt aber verschiedene Möglichkeiten, die Kosten stark zu reduzieren. Zum einen lohnt sich oft ein Gespräch mit dem aktuellen Arbeitgeber über deine Fortbildungspläne.

Wenn das Unternehmen von deinem Fernstudium profitiert, stehen die Chancen nicht schlecht, dass sich dein Arbeitgeber zumindest an den Kosten für das Studium beteiligt.

Zum anderen lassen sich oft die Kosten für ein Fernstudium von der Steuer absetzen. Viele Fernhochschulen bieten ihren Studierenden zudem die Möglichkeit an, Studiengebühren in Raten zu zahlen.

Weiterhin kannst du dich nach finanzieller Förderung durch Stipendiengeber oder Bund und Länder erkundigen. Dazu gehört zum Beispiel auch das Aufstiegs-Bafög. Hierbei handelt es sich um Fördermittel aus dem Bundesausbildungsförderungsgesetzes (Bafög), die an Personen vergeben werden, die sich nach abgeschlossener Berufsausbildung beruflich weiter qualifizieren möchten.

Wenn du dich für ein Fernstudium zum Maschinenbau-Ingenieur interessierst, gibt es also viele Möglichkeiten, um dich während des Studiums finanziell zu entlasten und gleichzeitig deine Karriere voranzubringen.

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