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Kreativität: 10 Tipps und 5 No-Gos für mehr Einfallsreichtum

Fachredakteur
Aktualisiert:

Einfallsreichtum und Schöpfergeist – Kreativität ist in unserer Zeit eine unverzichtbare und wichtige Kernkompetenz. Sie ist Triebfeder jeder innovativen Idee. Wir haben zehn Dos und fünf Don‘ts für dich zusammengestellt, die dir zeigen, wie du deine Kreativität förderst und trainierst.

Kreativität ist das neue In-Wort. Wohin man auch schaut, Kreativität kommt gut an. Sie schafft Innovationen und alternative Problemlösungen.

Definition von Kreativität: Was den Einfallsreichtum ausmacht

Was Kreativität ist: eine Definition

Fachwissen reicht heutzutage in vielen Branchen und Berufen nicht mehr aus. Ein kreativer Schöpfergeist wird immer mehr gefragt – und unkonventionell sollen neue Ideen und Problemlösungen auch noch sein.

Nicht jeder verfügt über das Talent, den anderen immer einen Schritt voraus zu sein und ununterbrochen schöpferisch und außergewöhnlich zu denken. Trotzdem ist Kreativität eine Kompetenz, die im Berufsleben nie gefragter war als heute. Aber wie wird man kreativ?

Kreativität (lat. creatio = Schöpfung) beschreibt die Fähigkeit und Eigenschaft eines Menschen, unkonventionell zu denken, auf neue und originelle Ideen zu kommen und Problemlösungen zu entwickeln, die dabei auch noch nützlich sind.

Kreativität als Kompetenz, die in vielen Berufen gefordert und gefördert wird, ist praxisbezogen und meint die Anwendbarkeit in bestimmten Situationen, also die Fähigkeit, seine Kreativität in Bezug auf ein bestimmtes Wissensrepertoire gesteuert einsetzen zu können.

Dabei ist die Kreativität zielgerichtet und folgt einer bestimmten Orientierung und Richtung.

Die vier kreativen Bausteine

Der US-amerikanische Wissenschaftler Mel Rhodes ist einer der bedeutsamsten Kreativitätsforscher. Er beschäftigte sich bereits in den 1960er Jahren mit den Faktoren, die unsere Kreativität maßgeblich beeinflussen. Dabei fand er vier Grundelemente, die die Kreativität ausmachen und die bis heute gültig sind:

Die kreative Person: Die Person umfasst das breite Feld der persönlichen Voraussetzungen und Charaktereigenschaften. Dazu gehören Persönlichkeit, Intellekt, Temperament, Gewohnheiten und Verhaltensweisen, dessen Bestandteile die Kreativität entweder fördern oder hemmen.

Der kreative Prozess: Zum Prozess gehören die Aspekte Motivation, Lern- und Denkvermögen, Wahrnehmung und die Art und Weise der Kommunikation.

Das kreative Produkt: Das Produkt ist gleichzeitig auch die Idee – eine geistige immaterielle oder sichtbare – und entsteht in einem Schaffensprozess (creatio). Das Produkt ist eine greifbare Idee und damit eine Erfindung.

Das kreative Umfeld: Das kreative Umfeld umfasst alle Faktoren der Umgebung, die Einfluss auf die Kreativität nehmen. Dabei spielt die Beziehung zwischen der Person und ihrer Umgebung eine wichtige Rolle.

Die vier Elemente der Kreativität zeigen einerseits, dass der Schöpfergeist als Potential bereits in uns verankert ist, also unserer Persönlichkeit eingeschrieben ist. Andererseits gibt es viele Komponenten und Möglichkeiten, durch die wir Kreativität als Kompetenz und Fertigkeit trainieren und lernen können.

10 Tipps für mehr Einfallsreichtum: so wirst du kreativer

Die folgenden Tipps helfen dir dabei, deine Kreativität gezielt zu fördern. Wenn du auf bestimmte Dinge achtest und du dir bewusstmachst, welche Aspekte deine Kreativität fördern oder sogar hemmen, kannst du deine schöpferische Energie trainieren, optimieren und gezielt nutzen.

Weg von der Routine

Brich aus deiner Routine aus

Der Alltag geht mit der Routine eines jeden Menschen einher. Und Routine führt dazu, dass die Kreativität auf der Strecke bleibt. Um deine Kreativität zu trainieren, kannst du im Alltag damit beginnen. Mach dir Gedanken, was deinen Alltag optimieren würde und suche nach kreativen Problemlösungen.

Ein Beispiel kann bereits der Wecker sein, der einem jeden Morgen den letzten Nerv raubt. Anstatt einfach die Routine zu akzeptieren und ihn zehn Mal in Folge klingeln zu lassen, woraufhin man dann unter Stress und Zeitdruck zur Arbeit hechtet, kann man sie auch durchbrechen.

Finde eine unkonventionelle Lösung für das Problem, das im Alltag zur Gewohnheit geworden ist.

Das Ausbrechen aus der Routine bedeutet, den Weg nicht wie gewohnt zu gehen. Sei kein Gewohnheitstier mehr. Versuche neue Möglichkeiten und Alternativen zu finden.

Suche nach einer Wecker-Alternative, durch die du nicht verschläfst. Nutze beispielsweise ein Wecksystem, dass dich zwingt, sofort aufzustehen. Etwa eine App, die mit deinem Radio, Fernseher oder Lichtschalter verknüpft ist, sodass ein Verschlafen unmöglich wird.

Das Beispiel zeigt, dass sich viele mit dem Problem auseinandergesetzt haben und die innovativen Ideen bereits Einzug in unser alltägliches Leben gefunden haben.

Do: Breche aus deinen gewohnten Denkmustern aus und sei offen für neue Ideen.

Neugier und Begeisterung

Ist die Neugier und Begeisterung gering, fehlt es auch an der Motivation, etwas Neues und Originelles zu entwickeln. Das Erfolgskonzept für Kreativität liegt vor allem in der Begeisterungsfähigkeit.

Es kann auch eine Sache betreffen, die dir seit geraumer Zeit den letzten Nerv raubt, solange sie deine Leidenschaft erweckt. Hieraus entsteht eine intrinsische Motivation, also eine Motivation, die aus eigenem Antrieb erwächst und sich in der Sache selbst begründet. Das sichert den Spaßfaktor und die Eigeninitiative. Lustlosigkeit und Desinteresse dagegen hemmen die Denkfähigkeit.

Do: Mach dir Gedanken darüber, was dich antreibt. Neugier und Begeisterung sind Voraussetzung für kreatives Denken.

Unsicherheit akzeptieren

Kreatives Denken ist im Gegensatz zu konformem Denken immer unsicher. Ambiguitätstoleranz ist in diesem Zusammenhang das wichtige Stichwort. Darunter ist die Fähigkeit zu verstehen, Mehrdeutigkeiten und Widersprüche akzeptieren zu können.

Kreative Lösungen werden häufig in Prozessen entwickelt. Unstimmigkeiten und Unklarheiten gehören dazu und sind oft Ausgangspunkte für neue, innovative Ideen.

Ist ein System sicher und konform, ergeben sich wenig Möglichkeiten für Neuschöpfungen. Werden hingegen Unsicherheiten und Störfaktoren geschaffen, steigt auch die Potenzialität an Variablen, die neue und innovative Ideen und Lösungen ermöglichen.

Do: Schaffe Unsicherheiten und Störfaktoren. Lass dich durch sie nicht entmutigen, sondern sieh darin die zahlreichen sich ergebenden Möglichkeiten.

Spontanität und Flexibilität

Kreativ werden bedeutet Spontanität und Flexibilität

Spontanität ist in jedem Fall Teil-Kompetenz der Kreativität. Wer an gewohnten Ordnungs-Mustern festhält und sich an Regelhaftigkeiten und Plänen festbeißt, hemmt seine Kreativität.

Ergeben sich während des Schaffensprozesses neue Wege und Möglichkeiten, dann nimm diese als Chance wahr. Durch die Kunst des Improvisierens kannst du schneller auf eine innovative neue Idee stoßen, als du dachtest.

Do: Orientiere dich an den Ergebnissen und Möglichkeiten, die sich während des Schaffensprozesses ergeben und sei flexibel und spontan in der Herangehensweise.

Selbstreflexion und Kritikfähigkeit

Um kreativ zu sein, ist freies Denken erforderlich. Das bedeutet, sich von festen Denkmustern zu befreien und in sich zu gehen. Wenn die Gedanken stagnieren und du nicht vorankommst, hilft es oft, sich selbst zu hinterfragen, um einen Weg aus der Blockade herauszufinden:

  • Was ist das genaue Problem, vor dem ich stehe?
  • Gibt es Möglichkeiten einer anderen Herangehensweise?
  • Was habe ich womöglich übersehen oder falsch gemacht?

Hilfreich ist zumeist eine genaue Selbstreflexion. Durch eine andere Herangehensweise ermöglichen sich neue Perspektiven. Hierfür ist auch Kritikfähigkeit besonders wichtig. Die Augen anderer ermöglichen es einem, den Prozess aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten.

Do: Gehe selbstreflektiert an deinen Schaffensprozess heran und sieh in der Kritikfähigkeit die Möglichkeit des Lernens und Perspektivwechsels. Vier Augen sehen immerhin auch mehr als zwei.

Der morphologische Kasten

Der morphologische Kasten ist eine altbewährte Kreativitätstechnik. Dabei gelangst du durch geordnete Denkstrukturen zur Problemlösung. Es geht darum, ein bestehendes Problem in einzelne Bestandteile zu zerlegen.

Danach wird durch eine einfallsreiche Kombination geschaut, wie die einzelnen Teile am besten zusammenpassen, sodass das Problem eliminiert wird. Dazu gehören folgende Aspekte:

  • sich über alle möglichen Lösungen Gedanken machen
  • neue Kombinationen von bereits Bestehendem ausprobieren
  • neue Variablen schaffen, durch die sich viele neue Möglichkeiten ergeben
  • Auflistung in Form einer Tabelle, um die Möglichkeiten zu Visualisieren
  • Tabellen ermöglichen ein geordnetes Aufstellen verschiedener Parameter, Merkmale oder Faktoren und eröffnen dadurch neue Lösungswege

Das Wort Kasten steht für die Matrix in Form einer Tabelle, die man durch die verschiedenen Variablen entwickelt. Durch eine systematische Herangehensweise und klare Denkstrukturen werden neue Lösungsmöglichkeiten aufgezeigt, die vorher undenkbar waren.

Bereits durch kleine Kombinationen in der Matrix oder Tabelle können verschiedene innovative Ideen entstehen.

Do: Der morphologische Kasten ermöglicht dir, den kreativen Prozess zielgerichtet zu steuern. Visualisierungen durch Tabellen helfen bei der Entwicklung von Ideen, da sich hier Variablen und Potenzialitäten sowie Kombinationsmöglichkeiten aufzeigen lassen.

Freie Assoziationen: Brainstorming

Das Brainstorming ist eine allseits bekannte Kreativitätstechnik. Die meisten haben bereits in der Schule Erfahrungen damit gesammelt. Die Grundidee des Brainstormings ist, alle Informationen zu einem bestimmten Thema zu sammeln.

Die Gedanken sprudeln dabei ungefiltert und unsortiert aus einem heraus. Dadurch werden der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Bei der Betrachtung des Gedanken-Konglomerats können neue kreative Ideen entstehen.

Das Füllhorn an ungefilterten Assoziationen ermöglicht auch Kombinationsmöglichkeiten verschiedener, zunächst unverbundener oder zusammenhangloser Gedanken.

Do: Verabschiede dich von Ordnung und System. Schreibe alles, was dir zu deinem Thema einfällt, unzusammenhängend und ungefiltert auf ein großes weißes Blatt Papier.

Mindmap: Die geordneten Gedanken

Mindmap: Die geordneten Gedanken

Dem Erstellen von Mindmaps sind keine Grenzen gesetzt, ganz gleich ob mit Buntstiften und Filzstiften auf einem großen Papier oder in einem Online-Programm.

Mindmaps sind eine fabelhafte Möglichkeit, um Gedanken (des Brainstormings) zu ordnen und zu systematisieren. Am Ende sollte dein Mindmap einer Landkarte ähneln – mit Inseln, Brücken, verschiedenen Farben und Ausprägungen.

Das englische Wort mind meint dabei all deine Gedanken, die dann auf der map = Karte visualisiert werden.

Was eine Mindmap ausmacht:

  • Das Hauptthema befindet sich in der Mitte
  • Teil- und Unter-Themen, die von dem zentralen Punkt ausgehen
  • Verästelungen zeigen Verbindungen an
  • Farbliche Hervorhebungen
  • Verbindung von Kreativität und Struktur
  • Gliederungen werden sichtbar
  • Wichtige und nebensächliche Themen werden ersichtlich (Kennzeichnung durch beispielsweise Dicke und Dünne der Verästelungen/Verbindungen oder Farbintensität)
  • Bilder können der Visualisierung helfen und neue Assoziationen schaffen
  • Netzartige Wissensstruktur

Eine Mindmap sollte nie als “fertig” betrachtet werden. Sie ist immer beliebig erweiterbar und lässt der Kreativität keine Grenzen. Beachtest du all diese Punkte, wird sich dir am Ende ein viel klareres Bild deiner Gedanken präsentieren.

Es gibt auch Möglichkeiten, Gruppen-Mindmaps zu erstellen. Dabei können beispielsweise all die Dinge, die während des Gruppen-Brainstormings gesammelt wurde, in einer Mindmap systematisiert werden.

Do: Systematisiere deine ungefilterten Gedanken (Brainstorming) in einer Mindmap. Durch die Visualisierung kurbelst du deinen Denkprozess an und verschaffst deinen kreativen Gedanken Ordnung und System.

Umwelt: Wahrnehmung und Ortswechsel

Die Umwelt ist ein wichtiger Einflussfaktor für deine Kreativität. Daraus ergeben sich zahlreiche Konsequenzen für die Förderung und Hemmung von schöpferischem Denken. Setze dein Augenmerk darauf, dir eine Umgebung zu schaffen oder zu suchen, in der du dich wohl und frei fühlst. Achte dabei auf Folgendes:

  • angenehme Raumtemperatur
  • das passende Licht
  • ansprechendes Raum-Interieur / Einrichtung
  • Geräusche / Lautstärke
  • frische Luft und Geruch

Auch wenn kreatives Denken im Kopf stattfindet, können kleinste Veränderungen der Umwelt einen großen Einfluss auf uns nehmen. Fehlen dir Ideen und merkst du eine Blockade in deinem Inneren, dann ist ein Ortswechsel genau das richtige.

Forscher haben herausgefunden, dass gerade in Phasen, in denen das Gehirn nicht fokussiert ist, kreative Ideen entstehen und Problemlösungen entwickelt werden.

Wenn wir loslassen und den Fokus auf den Ortswechsel legen, arbeitet das Gehirn im Unterbewusstsein weiter und lässt Assoziationen freien Lauf. Hier schlummern oft die kreativen Gedanken.

Oft helfen extreme Ortswechsel um die Kreativität anzuregen, wie zum Beispiel:

  • aus dem tristen Büro in die grüne Natur
  • aus der leisen Einsamkeit am Schreibtisch hinaus in die überfüllte Straßenbahn
  • ausgiebiges Duschen ist nicht nur Balsam für die Seele, sondern fördert auch den unbewussten Gedankenstrom und kurbelt damit die Kreativität an
  • Ein wenig Smalltalk – vor allem mit Fremden – beflügelt die Gedankenwelt

Do: Schaffe dir die richtigen Rahmenbedingungen für deine Kreativität und wechsle häufiger den Ort. Sei gelassen bei inneren Blockaden. Schaffe bewusst Ruhephasen. Oft lösen sich dadurch bereits viele Probleme und es ergeben sich neue Ansatzpunkte.

Kommunikation

Kommunikation ist häufig Triebfeder für kreative Ideen. Durch gemeinsames Austauschen ergeben sich ganz neue Denkstrukturen: Du brichst aus deinen gewohnten Mustern aus und entdeckst neue Wege. Daraus ergeben sich neue Assoziations-Ketten.

Die Kollegen werden nicht nur zu einer Bereicherung für dich. Auch du wirst zu einem positiven Einflussfaktor für deine Kollegen. Durch gemeinsames Arbeiten an einer Idee steigert sich ganz von selbst die Motivation. Das Gefühl, Teil einer Gemeinschaft zu sein, unterstützt dabei den Antrieb und die Eigeninitiative.

Do: Diversity ist ein wichtiges Stichwort. Gemeinsam fällt es leichter, aus gewohnten Denkmustern und Routinen auszubrechen. Erzeuge bewusst Spannungen im System. Gerade Störfaktoren schaffen Unterschiedlichkeiten und Unsicherheiten, wodurch Umdenken und Andersdenken gefördert werden.

Heterogene Gruppen, die aus unterschiedlichen Charakteren bestehen, mit unterschiedlichen Skills und Fachkompetenzen, führen eher zum Erfolg als homogene Gruppen.

5 No-Gos, die deine Kreativität hemmen

Beachtest du die vorgenannten Tipps, kannst du deine Kreativität gezielt üben und fördern. Wichtig ist dabei aber auch zu wissen, was du vermeiden solltest. Wir haben fünf Fehler für dich zusammengestellt, die deine Kreativität hemmen und die du vermeiden kannst.

Unterscheide Zielstrebigkeit von Verbissenheit

Unterscheide Zielstrebigkeit von Verbissenheit

Wenn du ein Ziel erreichen willst ist es wichtig, fokussiert und ambitioniert zu sein. Dabei vergessen aber viele, dass Verbissenheit hemmend für den Arbeitsprozess und die Kreativität ist.

Am besten arbeitest du, wenn du auch mal gelassen an die Sache herangehst. Ruhephasen helfen dem Unterbewusstsein, Informationen zu verarbeiten. Dadurch entstehen kreative Ideen oft von ganz allein.

Don’t: Verabschiede dich von Verbissenheit. Sei gelassen, wenn sich dir Steine in den Weg legen.

Vorsicht vor Gruppenarbeit

Steigt man in direkter Gruppenarbeit in einen kreativen Prozess ein, kann das oft hemmend wirken. Denn noch bevor du dir eigene Gedanken und Assoziationen zu dem Thema machen kannst, prasseln alle Gedanken und Ideen deiner Kollegen auf dich ein. Dadurch wirst du von Anfang an in eine bestimmte Richtung hin beeinflusst.

Verpasst du den Moment für selbstständige Gedankengänge, kannst du auch nicht mehr zu dem Punkt zurückkehren, an dem du vielleicht ganz andere Ideen entwickelt hättest. Nimm dir lieber direkt zu Beginn Zeit, um deinen spontanen Ideen freien Lauf zu lassen, bevor du in die Gruppenarbeit einsteigst.

Don’t: Steige nicht direkt mit deiner Gruppe in den Prozess der kreativen Findung ein. Konzentriere dich zunächst auf dich und deine Assoziationen und Ideen zu einem bestimmten Thema.

Entmutigen lassen

So viele Genies und Erfinder berichten seit jeher, man habe zunächst nicht an sie oder ihre Idee geglaubt. Hätte Reich-Ranicki die Entscheidungsgewalt über den Nobelpreis für Literatur, hätte Günter Grass dann einen erhalten? Wohl kaum.

Und auch an die zukunftsverändernde Kraft der Glühbirne von Edison zweifelten viele und hielten seine Erfindung nicht für gesellschaftstauglich. Edison selbst scheiterte viele Male vor seinem Durchbruch.

Neues, Innovatives und Originelles findet oft ebenso viele Skeptiker wie Menschen, die an die Idee glauben. Wichtig ist, sich nicht entmutigen zu lassen und den Avantgardisten in sich zu sehen.

Don’t: Lasse dich nicht entmutigen und glaube an dich selbst und deine kreative Idee. Sieh in dir selbst den Wegbereiter und lasse dich nicht von deinem Weg abbringen.

Perfektion

Das Streben nach Perfektion und die Suche nach der einen richtigen Antwort sind wahrhafte Kreativitäts-Unterdrücker. Wenn es viele mögliche Antworten gibt, umso besser. Durch die Vielheit an Kombinationsmöglichkeiten erhöhen sich die Chancen für neuartige und originelle Ideen.

Sieh nicht nur das eine Ziel vor Augen, sondern konzentriere dich auf den Prozess der Ideenentwicklung. Lass dich auf neue Wege ein, auch wenn die Gefahr besteht zu scheitern. Sieh darin die Möglichkeit, aus Fehlern und zu lernen.

Don’t: Sei nicht perfektionistisch. Das macht schnell blind für Augenscheinliches. Sei offen für neue Wege, auch wenn die Gefahr da ist zu scheitern. Hinterfrage die simpelsten Dinge und sieh darin die Chance, Neues herauszufinden.

Zeitdruck

Viele sind davon überzeugt, nur unter Zeitnot die besten Ideen zu haben und am besten arbeiten zu können. Verabschiede dich von diesem Mythos. Zeitdruck wirkt sogar hemmend auf die Kreativität.

Innovative Ideen brauchen Zeit. Oft sind sie kein Geistesblitz, sondern entwickeln sich langsam in unserem Unterbewusstsein. Außerdem ist das Eintauchen in die Materie äußerst wichtig für den Prozess des Erfindens. Und das braucht nun mal auch seine Zeit.

Don’t: Lass dich nicht unter Druck setzen. Ideen brauchen ihre Zeit.

Kreativität: Eine Frage der Einstellung

Kreativität: Eine Frage der Einstellung

Die Do’s und Don’ts zeigen, dass Kreativität viel mit der eigenen Einstellung und Haltung zu tun hat. Wenn du offen und positiv eingestellt bist und an deine eigene Kreativität glaubst, wird es dir bereits viel leichter fallen, deine Gedanken zu öffnen.

Vor allem in den Rahmenbedingungen, also allen Faktoren, die das Umfeld betreffen, hast du viel Spielraum und Möglichkeiten, deinen Einfallsreichtum zu fördern.

Verlier bei all dem öffentlichen und beruflichen Druck um die Kernkompetenz Kreativität niemals deine Gelassenheit und Ruhe.

Entspannungsphasen und Pausen helfen, Informationen im Unterbewusstsein zu verarbeiten. Wer weiß, vielleicht fällt dir deine kreative Problemlösung oder innovative Idee bei der nächsten Dusche oder beim Bahn-Fahren ein.

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