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Gedächtnistraining: 12 Tipps für leichteres Merken

Sich Dinge ganz mühelos merken zu können ist eine ausgesprochen nützliche Fähigkeit. Manchen Menschen scheint das viel leichter zu fallen als anderen. Doch die gute Nachricht ist: Du kannst dein Gedächtnis trainieren. Gedächtniskünstler arbeiten mit Tricks, von denen wir dir einige hier vorstellen. Doch auch in deinem Alltag finden sich viele Möglichkeiten, dein Gedächtnis zu trainieren.

Apps und Webseiten zum Gehirnjogging

Es gibt viele unterschiedliche Apps und Webseiten, die dir Spiele zum Gehirnjogging anbieten. Der Grundgedanke dabei: Das Gehirn kann man wie einen Muskel trainieren. Je häufiger du es anregst, umso besser. Die Spiele können ganz unterschiedlich aussehen, von Merkaufgaben über Denksportaufgaben bis zu Reaktionsspielen. So sollen die unterschiedlichen Bereiche deines Gehirns angeregt werden. Wenn du solche Übungen regelmäßig machst, kann sich deine Gedächtnisleistung deutlich verbessern. Einige Studien zeigen sogar, dass Gehirnjogging die Gehirnleistung von Menschen mit Altersdemenz verbessern kann. Wenn du als junger, gesunder Mensch damit anfängst: umso besser.

Gedächtnistraining mit Kindern: Memory

Gedächtnistraining mit Memory

Eines der bekanntesten Spiele zum Gedächtnistraining kennst du aus deiner Kindheit: Memory. Dabei musst du dir merken, welche Kärtchen an welcher Stelle liegen, um möglichst viele Paare zu finden. Spiele doch mal wieder Memory, um dein Gedächtnis zu trainieren! Wenn du Kinder in deinem Umfeld hast, lassen sie sich sicher für gemeinsame Spielestunden begeistern. Aber auch mit Erwachsenen macht das Memory-Spielen Spaß. Es gibt viele Ausführungen, die von der Motivauswahl her besonders Erwachsene ansprechen.

Pausen für deinen Kopf

Um einen Muskel zu trainieren, musst du auch Pausenzeiten einplanen, in denen der Muskelaufbau vonstattengehen kann. Ähnlich ist es auch mit deinem Gehirn: Wenn es ständig beschäftigt wird, ist kaum noch Energie für neues Lernen frei. Ein völlig unterschätzter Faktor dabei ist das Smartphone: Auch wenn es sich für dich wie Freizeit anfühlt, ist es für dein Gehirn Schwerarbeit, soziale Medien zu checken, Filme zu sehen oder Smartphone-Spiele zu spielen. Gönne deinem Gehirn regelmäßig echte Pausen, zum Beispiel beim Meditieren oder bei einem Spaziergang.

Namen merken durch Wiederholung

Sich Namen zu merken, fällt vielen Menschen ganz besonders schwer. Kein Wunder: Häufig hört man den Namen nur ein einziges Mal, wenn man eine neue Person kennenlernt. Ihn dann gleich richtig zu verknüpfen, das ist nicht so einfach. Leichter fällt es dir, wenn du den Namen mehrfach wiederholst: Sage ihn sofort, wenn du ihn gehört hast, einmal laut und lasse dir bestätigen, dass er richtig ist. Dann kannst du ihn im weiteren Gespräch noch ein- oder zweimal fallen lassen und noch ein weiteres Mal beim Abschied. So stehen deine Chancen gut, dass der Name fest verankert ist.

Interessiere dich für andere

Ein weiterer Trick, um sich Namen zu merken: Interessiere dich für die andere Person und sammle Informationen, die du dann verknüpfen kannst. Ein Beispiel: Martin Schmied ist von Beruf Anwalt, hört gerne Jazzmusik und trainiert für einen Halbmarathon. Mit diesen Informationen fügt sich ein Gesamtbild zusammen, das dein Gedächtnis viel besser aufnehmen kann als den Namen alleine.

Vokabeln lernen mit der Schlüsselwortmethode

Vokabeln kannst du dir leichter merken, wenn du das Wort in der Fremdsprache mit einem ähnlich klingenden deutschen Wort verknüpfst. Zwei Beispiele: Um dir das englische Wort „belt“ für „Gürtel“ zu merken, bildest du die Vorstellung aus, dass ein Gürtel wie ein Hund bellt. Willst du dir „caterpillar“ für „Raupe“ merken, stellst du dir vor, wie eine Raupe einem Kater eine Pille gibt. Solche Bilder lassen sich viel leichter im Gedächtnis verankern als die Vokabeln selbst. Sicher wirst du nicht zu jedem Wort ein passendes Schlüsselwort finden, aber doch zu sehr vielen. Und mit der Zeit verstärkt sich auch deine Fantasie und Kreativität, die dir für diese Übung helfen.

Dem Gehirn Futter geben

Um dein Gehirn auf Hochleistung zu halten, musst du es regelmäßig anregen. Du hast in deinem Job hauptsächlich Routinearbeiten zu erledigen? Dann solltest du in deiner Freizeit neue Dinge lernen. Suche dir etwas, das dir Spaß macht und dein Gehirn anregt. Lies zum Beispiel ein Sachbuch zu einem neuen Thema oder lerne ein Musikinstrument.

Erinnerndes Lesen üben

Bewusster Lesen für besseres Erinnern

Wenn du dir den Stoff aus einem Buch merken möchtest, solltest du „mit dem Stift“ lesen. Das bedeutet: Überlege dir nach jedem Absatz, was die wichtigste Aussage dieses Abschnitts war. Unterstreiche diese oder schreibe sie auf. Nach einigen Seiten wiederholst du in Gedanken oder laut die wichtigsten Informationen aus dem Text. Das dauert zwar ein wenig länger als das reine Lesen, dafür merkst du dir aber auch viel mehr Inhalte. Trainieren kannst du diese Methode übrigens nicht nur mit Fachbüchern, sondern auch mit Romanen.

Gute Stimmung hilft beim Merken

Ein Zusammenhang, den wir intuitiv wissen, ist längst auch wissenschaftlich erwiesen: Man merkt sich Dinge besser, wenn man gut drauf ist. Um etwas für dein Gedächtnis zu tun, kannst du also auch einfach dafür sorgen, dass du gut gelaunt bist, bevor du neue Informationen erhältst.

Merktechnik „Körperliste“ nutzen

Um dir Dinge wie zum Beispiel einen Einkaufszettel zu merken, kannst du dir eine „Körperliste“ anlegen. Dazu verbindest du die einzelnen Informationen bildlich mit bestimmten Körperteilen. Bei der Milch stellst du dir zum Beispiel vor, wie deine Schuhe mit Milch gefüllt sind und beim Gehen überschwappen. Die Butter verknüpfst du mit deinen Knien, indem du dir vorstellst, wie du ein Stück Butter darauf verreibst. So kannst du mit deinem ganzen Körper weitermachen. Wenn du dich dann an deine Einkaufsliste erinnern willst, genügt es, die einzelnen Körperteile durchzugehen.

Zahlentechnik „Tastenbild“ als Gedächtnistraining

Zahlen müssen wir uns immer noch recht häufig melden: Pins, Geburtstage, Telefonnummern … Gerade bei Pin-Nummern ist das Merken besonders wichtig, denn die solltest du natürlich weder aufschreiben noch abspeichern. Um dir solche Zahlenkombinationen leichter zu merken, kannst du dir ein Tastenfeld vorstellen, auf dem du die Nummer eingibst. Dadurch verknüpfst du die abstrakten Zahlen mit einer konkreten Handlung und das erleichtert das Merken.

Tägliche Anlässe zum Üben des Gedächtnis nutzen

In deinem Alltag gibt es viele kleine Anlässe, die du ohne großen Aufwand zum Üben nutzen kannst. Probiere zum Beispiel, ob du dir eine kürzere Einkaufsliste nicht auch merken kannst. Einen Zettel zum Spicken kannst du ja trotzdem dabei haben. Oder du versuchst, Telefonnummern aus dem Gedächtnis einzutippen, statt sie im Handy aufzurufen. Merke dir Straßennamen, an denen du vorbeikommst, das Datum für dein nächstes Meeting oder die Autoren der letzten Bücher, die du gelesen hast. Mit ein wenig Aufmerksamkeit wirst du sicher viele Anlässe in deinem Alltag finden, mit denen du dein Gedächtnis ganz nebenbei trainieren kannst. Probiere es einfach mal aus!

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