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Spanisch lernen: 6 Möglichkeiten + 3 Anfängerfehler

Spanisch lernen

Spanisch gehört zu den meistgesprochenen Sprachen der Welt. In über zwanzig Ländern kannst du dich auf Spanisch mit den Einheimischen unterhalten. Das sind gute Gründe die Sprache zu lernen. Wir geben Tipps für die ersten Schritte und warnen dich vor Anfängerfehlern.

 

Spanisch in der Welt

Spanisch in der Welt

Es gibt über 400 Millionen Muttersprachler der spanischen Sprache. Damit gehört Spanisch neben Chinesisch und Englisch zu den meistgesprochenen Sprachen der Welt. In über 20 Ländern weltweit ist Spanisch Landessprache oder zumindest sehr weit verbreitet. Schon Grundkenntnisse der Sprache helfen dir dabei dich in einem spanischsprachigen Land zurechtzufinden. Auch für das Berufsleben bietet das Erlernen von Spanisch ganz neue Chancen. Sprachkenntnisse sind gefragte Fähigkeiten auf dem Arbeitsmarkt und mit spanischen Sprachkenntnissen bist du in der Lage mit vielen Kollegen weltweit in ihrer Muttersprache zu kommunizieren.

Gerade in den Ländern Mittel- und Südamerikas ist Spanisch weit verbreitet, aber auch an Orten, von denen du es vielleicht nicht unbedingt erwartest, ist Spanisch eine anerkannte Minderheitensprache, zum Beispiel auf den Philippinen. Je nachdem in welchem Land du unterwegs bist, wirst du schnell Unterschiede in der Aussprache und auch bei einigen Vokabeln feststellen. Das hängt damit zusammen, dass das Spanisch in Lateinamerika mit indogenen Worten vermischt wurde. Auch die Sprachmelodie unterscheidet sich in Europa deutlich vom Spanischen in Lateinamerika. Außerdem gibt es Dialekte, die nur in Mexiko oder Zentralamerika gesprochen werden. Sorgen brauchst du dir deswegen aber nicht zu machen. Mit den Grundsätzen der Sprache kannst du dich in jedem spanisch sprachigen Land zurechtfinden.

Besonderheiten der spanischen Sprache

Besonderheiten der spanischen Sprache

Spanisch gehört zu den romanischen Sprachen. Willst du Spanisch lernen, musst du auf verschiedene Dinge achten, denn die Sprache hat einige Besonderheiten. Am wichtigsten ist, dass du dich mit den grammatikalischen Grundlagen und der Aussprache vertraut machst. Außerdem musst du Vokabeln lernen, damit du dich unterhalten kannst. Folgendes solltest du über die Aussprache, die Vokabeln und die Grammatik wissen:

Spanische Aussprache

Die spanische Sprache hat 24 Konsonanten. Der größte Unterscheid zum Deutschen liegt in der Aussprache des Buchstabens "s".  Um das spanische "s" richtig auszusprechen, musst du deine Zunge genau im Blick behalten. Die wandert im besten Fall an deine obere Zahnreihe, während du den Buchstaben aussprichst. So entsteht ein Laut, der typisch für die spanische Sprache ist. Die richtige Aussprache des Buchstabens "s" zu erlernen ist gar nicht schwer. Mit ein bisschen Geduld und Übung beherrschst du sie mit Sicherheit bald.

Hin und wieder wird der Buchstabe "s" auch wie ein "h" ausgesprochen, zum Beispiel beim Wort "España". Je nachdem welchen Dialekt ein Muttersprachler spricht und auch abhängig davon, wo er herkommt, variiert auch die Aussprache einzelner Buchstaben immer wieder.

Spanische Vokabeln

Auf Spanisch im Restaurant bestellen

Spanisch zu schreiben ist im Grunde nicht schwer. Genau wie im Deutschen, benutzt du auch im Spanischen lateinische Buchstaben. Es gibt einige Buchstaben, die sich von deutschen Zeichen unterscheiden. Das liegt an den Akzenten, die nach bestimmten Regeln in Verbindung mit Vokalen und dem Buchstaben "n" geschrieben werden. Das "n" hast du vielleicht schon einmal als "ñ" gesehen.

Abgesehen von regionalen Besonderheiten und des Einflusses von indogenen Worten in der lateinamerikanischen Variante des Spanisch, umfasst der spanische Wortschatz etwas weniger Worte als das Englische. Auch wenn es unzählige Worte im offiziellen Sprachgebrauch gibt, nutzt sogar spanische Muttersprachler nur den Bruchteil des verfügbaren Wortschatzes. Vokabel zu lernen ist wichtig, da du dich sonst nicht mit anderen Menschen unterhalten kannst. Gerade Worte, die du im alltäglichen Leben nutzt, solltest du am Anfang lernen. Besonders eignen sich Vokabel zum Restaurantbesuch, zum Einkauf und zur Hotelbuchung. Hast du nur wenig Zeit zum Lernen, überlegst du dir am besten vorab, was für dich am wichtigsten ist und konzentrierst dich zunächst darauf. Tipps für ein besseres Zeitmanagement gibt es hier.

Generell gilt für das Lernen von Vokabeln im Spanischen und in andere Sprachen auch: Mit 2500 Wörtern im Wortschatz kannst du in etwa ausdrücken, was du sagen möchtest. Hin und wieder fehlt dir dann zwar ein spezielles Wort. Das umschreibst du dann aber mit anderen Ausdrücken. Beherrschst du zwischen 7000 und 10000 Wörtern, bist du bereits nahe am spanischen Muttersprachler. Es ist wichtig, dass du immer wieder übst und die erlernten Vokabeln regelmäßig beim Sprechen nutzt. Ansonsten vergisst du sie ganz schnell wieder. Tipps zum Lernen lernen gibt es hier.

Spanische Grammatik

Auf den ersten Blick wirkt die spanische Grammatik ganz schön kompliziert. Es gibt zwei grammatikalische Geschlechter und über 50 konjugierte Formen pro Verb. Der spanische "Subjuntivo" ist eine ganz besondere grammatikalische Form. Den Subjunctivo nutzt du, um über Gefühle und Wünsche zu sprechen oder deine eigene Meinung auszudrücken. Wie in anderen Sprachen auch, musst du dir zusätzlich viele unregelmäßige Verben einprägen, die nicht nach einem speziellen Schema konjugiert werden.

Ganz einfach zu erlernen ist Spanisch also nicht, es gibt aber noch kompliziertere Sprachen. Kannst du Französisch oder eine andere romanische Sprache hast du einen klaren Vorteil. Dann bist du schon ungefähr mit der grammatikalischen Struktur vertraut und musst dir diese nicht gänzlich neu aneignen.

Möglichkeiten zum Spanisch Lernen

Spanisch lernen auf Sprachreisen

Es gibt unterschiedlichste Möglichkeiten Spanisch zu lernen. Welche für dich am besten geeignet ist, musst du selbst entscheiden. Dabei spielen auch Faktoren wie dein Budget und deine freie Zeit eine große Rolle. Gerade wenn du vor hast längere Zeit in Spanien zu verbringen, bietet es sich an schon vorab einige Grundkenntnisse der Sprache zu erlernen. Folgende Möglichkeiten hast du, um Spanisch zu lernen:

Sprachreisen

Am besten lernst du eine neue Sprache durch Üben und aktives Sprechen. Wo geht das besser als in einem Land, in dem du die Sprache brauchst, um dich im Alltag zurecht zu finden? Bei einer Sprachreise nimmst du aktiv am spanischsprachigen Leben teil und kannst deine Sprachkenntnisse gleich in der Praxis anwenden. Neben intensiven Lerneinheiten in der Sprachschule, übst du auch beim alltäglichen Einkauf oder im Café um die Ecke Spanisch. Gleichzeitig lernst du die Kultur vor Ort kennen.

Fragen zu Sprache und Gepflogenheiten kannst du in der nächsten Unterrichtseinheit an der Sprachschule sofort klären. Je nachdem ob du deine Sprachreise in Spanien, Mittel- oder Südamerika absolvierst, gibt es da natürlich Unterschiede und du erfährst nur etwas über das Land, in dem du dich aufhältst. Eine Sprachreise bietet nicht nur viel mehr Berührungspunkte mit dem Spanischen als es sie in Deutschland gäbe, sondern zeigt auch, welchen praktischen Nutzen Spanisch für dich hat. Die Herausforderung sich allein im Alltag zurechtzufinden ist eine zusätzliche Motivation, um die Sprache so schnell wie möglich zu lernen.

Spanischkurs an Hochschulen und Akademien

An Sprachakademien kannst du unterschiedlichste Sprachkurse belegen, auch Spanischkurse. Das Angebot an Kursen ist groß und meist sind es Muttersprachler, die die Sprache unterrichten. Das ist gut und wichtig für die eigene Aussprache und es macht Spaß mit anderen zusammen zu lernen. Wie bei anderen Kursen auch ist es am Wichtigsten, dass man sich wohlfühlt. Nur dann kommt genug Freude am Lernen dieser schönen Sprache auf. Frage doch einen Freund, ob er mit dir zusammen Spanisch lernen will.

Universitäten haben oft ein romanisches Institut, in dem nicht nur die spanische Sprache, sondern auch spanische Literatur, Traditionen und andere landestypische Themen auf dem Lehrplan stehen. Studierst du an einer Universität, lohnt es sich über ein Auslandssemester und ein Praktikum in einem spanischsprachigen Land nachzudenken. Sind deine Sprachkenntnisse noch nicht gut genug, um in einem spanischen Unternehmen zu arbeiten, kannst du dich nach Einsatzmöglichkeiten in deutschen Auslandsvertretungen in Spanien, Mittel- oder Südamerika erkundigen. Sprachsemester und Sommerkurse werden auch direkt von spanischen Hochschulen organisiert und teilweise sogar durch Stipendien unterstützt oder vollfinanziert.

Online Spanisch lernen

Online Spanisch lernen

Hast du nicht genug Zeit für einen Sprachkurs oder möchtest erst einmal für dich alleine entscheiden, ob Spanisch wirklich die Sprache ist, die du erlernen willst, bieten sich online zahlreiche Möglichkeiten. Vor allem Sprachkursen mit Videounterricht sind sehr beliebt. Gerade für Grundkenntnisse bieten diese Möglichkeiten einen schnellen und unverbindlichen Einstieg.

Tipp: Frage dich selbst vorab, ob du genug Selbstdisziplin für diese Lernmethode hast. Da gibt es nämlich niemanden, der dich motiviert und dir gut zuredet, wenn es einmal nicht klappt. Außerdem ist bei dieser Methode die Gefahr größer, dass du dir eine falsche Aussprache angewöhnst. Im direkten Kontakt mit einem Muttersprachler wirst du sofort verbessert. Allein zu Hause fällt dir dein Fehler womöglich gar nicht auf.

Spanisch lernen mit einer App

Auch mit Apps lässt sich Spanisch gut lernen. Musst du Geld sparen, informierst du dich am besten über die vielen kostenlosen Angebote. Mit einer App bist du beim Lernen sehr flexibel und kannst auch unterwegs üben. Dann nutzt du die Zeit effektiv, in der du auf deinen Bus oder einen Freund wartest.

Egal ob kostenpflichtig oder nicht, die meisten Apps erinnern dich per Benachrichtigung auf dein Smartphone an deine nächste Übungseinheit. Viele korrigieren auch deine Aussprache an Hand einer Aufzeichnung deiner Stimme. Allerdings fordert auch diese Lernmethode viel Ausdauer und Selbstdisziplin. Plane jeden Tag fünf bis zehn Minuten zum Üben ein, wenn du schnell Erfolg haben willst. Hier gehts zum Testbericht der Sprachlern-App Babbel.

Spanisch kostenlos lernen

Viele Onlinekurse und Apps bieten eine kostenlose Probemöglichkeit. Entweder zeitlich oder inhaltlich beschränkt, kannst du dir so einen ersten Eindruck über die Methode zum Spanisch lernen verschaffen. Alternativ suchst du in deiner Stadt nach Lerngruppen. Das geht besonders gut über soziale Netzwerke. Melde dich doch in einer Sprachaustausch-Gruppen an. In vielen größeren Städten gibt es spanische Muttersprachler, die ihr Deutsch verbessern möchten und im Gegenzug gerne auch ihre eigene Sprache vermitteln.

Spanisch lernen in deiner Freizeit

Spanisch lernen in deiner Freizeit

Hast du keine Zeit regelmäßig einen Sprachkurs zu besuchen und kein Geld eine Sprachreise zu buchen, bieten sich trotzdem einige Möglichkeiten zum Spanisch lernen. Am meisten Spaß macht das Lernen, wenn du es mit Aktivitäten verbindest, die du sowieso gerne machst. Folgende Methoden eignen sich da besonders gut:

Spanische Musik hören

Spanische Musik macht gute Laune und passt perfekt zu einem gemütlichen selbst gekochten Abendessen, als Vorbereitung auf eine Party oder bei der Joggingrunde durch den Park. Hörst du spanische Musik nimmst du unbewusst viele neue Vokabeln wahr und gewöhnst dich an die Sprachmelodie. Die vielen spanischen Muttersprachler produzieren natürlich auch ganz viel unterschiedliche Musik. Da ist für jeden Geschmack etwas dabei. Verstehst du einen Teil des Textes nicht auf Anhieb, suchst du im Internet nach dem Liedtext und liest beim Hören mit. So lernst du schnell und einfach neue Vokabeln.

Tandempartner suchen

Ein Tandempartner ist eine besonders beliebte und kostengünstige Möglichkeit eine andere Sprache zu lernen. Allerdings brauchst du dafür schon ein paar Grundkenntnisse. Am besten fragst du an einer Universität nach einem Tandemprogramm. Das Prinzip funktioniert so: Dir wird ein spanischer Muttersprachler zugeteilt, mit dem du dich regelmäßig triffst, zum Beispiel zu Kaffee und Kuchen, zum Sport machen oder worauf ihr sonst noch Lust habt. Dabei unterhaltet ihr euch die Hälfte der Zeit auf Deutsch und die andere Hälfte auf Spanisch. So lernt ihr beide etwas und könnte dem anderen beim Lernen helfen. Dein Tandempartner korrigiert deine Fehler sofort und du lernst im Laufe des Gesprächs immer wieder neue Vokabeln kennen.

Spanische Filme gucken

Suche dir beim nächsten Filmabend bewusst einen spanischen Film aus und schaue ihn dir in Originalsprache an. Kannst du noch nicht so gut spanisch, wählst du deutsche Untertitel. Bist du schon fortgeschrittener, eignen sich spanische Untertitel. Dann siehst du im direkten Vergleich wie bestimmte Worte geschrieben und ausgesprochen werden. Es lohnt sich auch einen Film zweimal anzuschauen, wenn du beim ersten Mal noch nicht alles verstanden hast.

Spanische Bücher lesen

Auch ein Buch in Originalsprache zu lesen, hilft dir beim Spanisch lernen weiter. Im Gegensatz zum Film bietet sich hier der Vorteil, dass du in deinem eigenen Tempo lesen und Worte nachschlagen kannst, die du nicht auf Anhieb verstehst. Fällt dir das Lesen am Anfang noch schwer, legst du am besten eine deutsche Übersetzung des Buchs daneben. Dann kannst du die beiden Texte direkt miteinander vergleichen.

Typische Anfängerfehler beim Spanisch lernen

Typische Anfängerfehler beim Spanisch lernen

Beim Spanisch lernen gibt es einiges zu beachten. Genau wie bei allen anderen Sprachen musst du zunächst mal einige Vokabeln kennen und die Grammatik beherrschen, bevor du dich unterhalten kannst. Es gibt ein paar typische Fehler, die Anfänger beim Spanisch sprechen immer wieder machen. Wenn du sie kennst, hast du aber schon bald kein Problem mehr mit diesen Fehlern. Folgendes solltest du beim Spanisch lernen vermeiden:

Das "r" nicht rollen

Wahrscheinlich tust du dich genau wie viele anderen Spanischanfänger schwer damit, das "r" zu rollen. Das solltest du aber unbedingt versuchen, denn so verbesserst du deine Aussprache sehr schnell. Lass dir nicht den Mut nehmen, wenn es am Anfang noch nicht klappt. Du bekommst schnell ein Gefühl dafür und dann fällt es dir nicht mehr schwer das "r" zu rollen. Tipp: Lege die Zunge hinter deine Schneidezähne und bringe sie zum Vibrieren. Klappt das noch nicht, sprichst du beim nächsten Mal ein "d" statt dem "r". Dann gewöhnt sich deine Zunge an die Position im Mund und schon bald kannst du das "r" rollen.

"b" und "v" unterschiedlich aussprechen

Anders als im Deutschen, werden die Buchstaben "b" und "v" im Spanischen gleich ausgesprochen. Unterschiede gibt es nur, wenn sich die Stellung innerhalb eines Wortes verändert. Steht einer der Buchstaben am Anfang, werden "b" und "v" hart ausgesprochen. Steht einer der Buchstaben innerhalb des Wortes ist die Aussprache weicher.

Sprichwörter eins zu eins übersetzen

Sowohl im Deutschen als auch im Spanischen gibt es viele Sprichwörter und Redewendungen. Allerdings lassen sich diese nicht immer eins zu eins in die andere Sprache übersetzen. Die Bedeutung der Redewendung ergibt sich nämlich oft nicht aus den einzelnen Wörtern, sondern aus dem Zusammenhang.

Bei einigen Redewendungen klappt es mit einer direkten Übersetzung, zum Beispiel bei "Alle Wege führen nach Rom". Das heißt auf Spanisch "Todos los caminos llevan a Roma". Bei anderen Sprichworten ergibt eine direkte Übersetzung aber nicht so viel Sinn. So heißt der Satz "Der frühe Vogel fängt den Wurm" auf Spanisch "al que madruga dios lo ayuda". Übersetzt du das zurück ins Deutsche bedeutet der Satz so viel wie "Gott hilft dem, der früh aufsteht".

 

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