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Teamfähigkeit: 3 Tipps & 11 Verhaltensregeln für funktionierende Gruppen

Du bewirbst dich für einen neuen Job und schon ist sie wieder gefragt: die Teamfähigkeit. Um Arbeitsleben kommst du um die Teamkompetenz nicht herum. Doch wer gilt eigentlich als teamfähig, und welche Eigenschaften sind dafür relevant? Wir geben dir einen Überblick über die relevantesten Verhaltensregeln, wie du dich im Beruf und im Alltag teamfähig zeigen kannst.

Definition: Was Teamfähigkeit eigentlich ist

Definition: Was Teamfähigkeit eigentlich ist

Für den Begriff der Teamfähigkeit existiert keine einheitliche Definition. Stattdessen ist diese ein Zusammenschluss verschiedener Persönlichkeitsmerkmale, die auf deinem Kooperationsvermögen beruhen. Entsprechend dem englischen Synonym der social oder auch soft skills beschreibt die Teamfähigkeit somit deine soziale Kompetenz, dich im Zusammenleben mit anderen zu integrieren.

Die Teamfähigkeit setzt sich also aus vielen individuellen Eigenschaften zusammen, wie beispielsweise dein Maß an Empathie und Kommunikation. Auch die Bereitschaft Kritik zu akzeptieren ist für das Arbeiten und Leben in einer Gruppe entscheidend. Zusammen formen diese Eigenschaften deine Gruppenperformance.

11 Verhaltensregeln im Team

Teamfähigkeit ist im alltäglichen und im beruflichen Leben wichtig. Jedoch fällt nicht jedem die Arbeit in einer Gruppe leicht. Vielleicht bist du weniger gesprächig, aber kannst dafür bei einem Konflikt die Ruhe bewahren. Es gibt nicht den einen Weg zur perfekten Teamfähigkeit. Stattdessen ist nach einer guten Mischung aus den folgenden Eigenschaften gefragt.

Akzeptanz und Gleichberechtigung

Als Teil eines Teams musst du deine Gruppenmitglieder akzeptieren. Das bedeutet, auch ihre persönlichen Standpunkte nicht ständig zu kritisieren. So wie du selbst haben alle Teammitglieder eine Berechtigung für ihre Position und ein Anrecht auf ihre individuelle Meinung. Das A und O ist daher alle Personen eines Teams als gleichberechtigt anzusehen.

Kommunikation

Kommunikation in Teams ist essentiell

Zwangsläufig wirst du als Teil eines Teams mit den Gruppenmitgliedern kommunizieren. Eine gemeinsame Aufgabe zu bewältigen kann daher wesentlich besser funktionieren, wenn ihr eine gute Kommunikationskultur erschafft. Vor allem der höfliche und freundliche Umgang erleichtert die Arbeit und unterstützt eine angenehme Arbeitsatmosphäre. Hilfreiche Eigenschaften für eine gute Kommunikation sind Ehrlichkeit und Fairness. Wie du deine Kommunikation wirkungsvoll umsetzen kannst, zeigen wir dir hier.

Verantwortung

Im Team eine Aufgabe zu lösen kann manchmal kompliziert sein. Wichtig ist daher die Verantwortung, die jedes einzelne Mitglied übernimmt. Denn zur Teamfähigkeit zählt auch, konstruktiv und gewissenhaft zu arbeiten. Jeder muss sich auf die Kompetenz seiner Gruppenmitglieder verlassen können. Dadurch muss auch jeder seine eigene Aufgabe verantwortungsvoll übernehmen.

Disziplin

Neben der Verantwortung spielt auch die persönliche Disziplin eine große Rolle. Sie ist wichtig für die Verlässlichkeit und Produktivität eines Teams. Nur wenn alle Mitglieder Termine und Vereinbarungen einhalten, kann eine Arbeit in der Gruppe effizient funktionieren.

Empathie

Um im Team zu arbeiten ist es von Vorteil, sich in die Gefühlslage deiner Teammitglieder hineinzuversetzen. Ein gewisses Maß an Empathievermögen ist daher auch für die Teamfähigkeit von Vorteil. Empathie ist jedoch nicht bei jedem Menschen gleich ausgeprägt. Einige besitzen dieses natürliche Gespür von Beginn an, andere müssen es erst im Laufe ihres Lebens erlernen. Diese 15 Tipps können dir helfen, dich empathischer gegenüber deinen Mitmenschen zu zeigen. 

Selbstbewusstsein

Sei dir bewusst darüber, dass auch du ein Recht auf deine eigene Meinung hast. Schließlich lebt eine Teamarbeit vom gegenseitigen Austausch und manchmal auch von einer lautstarken Diskussion. Vertrau daher in deine Fähigkeiten, denn du bist nicht grundlos ein Teil des Teams. Deine individuelle Selbstsicherheit unterstützt auch die Stärke der Gruppe.

Selbstreflexion

Neben einer gesunden Portion Selbstvertrauen kann es auch notwendig sein, deine Kompetenz und deine Position selbst zu reflektieren. So lernst du dich in eine Gruppe einzufügen und dass es manchmal notwendig ist, sich selber zurückzunehmen und anderen den Vortritt zu lassen. Da der erste Schritt zur Selbstreflexion häufig am schwersten fällt, können dir diese Tricks dabei behilflich sein.

Kritikfähigkeit

Die wohl schwierigste Komponente einer Teamarbeit ist die Kritikfähigkeit. Niemand wird gerne in seiner Meinung in Frage gestellt und dennoch ist es manchmal notwendig, um die Arbeit voranzubringen. Erinnere dich also bei deiner Teamfähigkeit daran, andere nicht unberechtigt zu kritisieren und selber Kritik anzunehmen. Achte ebenfalls auf eine freundliche Kommunikationsweise, denn niemand wird gerne vor den Kopf gestoßen. Kritik sollte immer konstruktiv sein und niemanden in seiner Persönlichkeit angreifen.

Konfliktkultur

Da die Teamarbeit von unterschiedlichen Ansichten geprägt es, kann eine Diskussion nicht immer verhindert werden. Teamfähigkeit bedeutet hier, eine gepflegte Debattenkultur zu betreiben. Deine Mitmenschen ausreden zu lassen und ihnen manchmal Recht zu geben sind wichtige Schritte für deine persönliche Teamfähigkeit.

Wertschätzung und Kompromissbereitschaft

Mit einer Teamarbeit entsteht immer die Notwendigkeit, untereinander Kompromisse einzugehen. Hin und wieder kann auch dieser Schritt bei der Arbeit schwerfallen. Hier kann die gegenseitige Wertschätzung der Schlüssel zum Erfolg sein. Wer sich in einem Team wohl fühlt, wird auch bereitwilliger Kompromisse eingehen.

Ziel vor Augen

Gemäß dem Sprichwort "Viele Köche verderben den Brei" sind unterschiedliche Meinungen manchmal schwer unter einen Hut zu bekommen. Das Ziel der Arbeit darf daher nicht aus den Augen verloren werden. Eine Teamarbeit ist gewiss nicht immer die effizienteste Lösung, jedoch verbindet sie individuelle Ansichten mit einem übergeordneten Ziel.

Rollenverteilung im Team

Im Team übernimmt nicht jeder die gleiche Rolle – es gibt unterschiedliche Aufgaben zu bewältigen. Arbeitgeber bilden Teams daher gerne aufgrund persönlicher Stärken und Schwächen. Jedes Gruppenmitglied hat seine Position im Arbeitsprozess und ist für das Endergebnis wichtig. Welche Rollen gibt es und welche Rolle passt zu dir?

  • Koordination: Dein Talent fördert die Struktur der Teamarbeit. Du konzentrierst dich darauf, den Überblick und das Ziel nicht zu verlieren.
  • Kreativität: Du bist die Person mit den innovativen Ideen. Deine Stärken liegen in deiner Phantasie und deiner kreativen Gestaltung.
  • Umsetzung: Du versuchst, die Innovationen deiner Kollegen in die Tat umzusetzen und zu verwirklichen. Dein Fokus liegt vor allem auf der Realisierbarkeit der Aufgabe.
  • Kommunikation: Du vermittelst zwischen Kreation und Umsetzung, da deine Stärke im Gespräch zu deinen Mitmenschen liegt. Du bist empathisch und kannst unterschiedliche Standpunkte leicht verbinden.
  • Leitung: Du bist die Schnittschnelle zwischen deinem Team und dem Vorgesetzen. Du repräsentierst die Gruppe nach außen und ermöglichst eine konstruktive Umsetzung. Du besitzt ausreichend Selbstvertrauen, kannst aber auch Kritik für die Gruppenarbeit einstecken.

Warum ist Teamwork so relevant?

Warum ist Teamwork so relevant?

Hin und wieder sitzt man im Team zusammen und nichts Gutes kommt dabei herum. Statt eine produktive Idee zu verfolgen, scheinen sich alle Gruppenmitglieder gegenseitig zu kritisieren. Du fragst dich selbst, wie effizient diese Arbeit in der Gruppe wirklich ist. Warum ist Teamwork bei Arbeitgebern so beliebt?

Die Arbeit in der Gruppe fördert die individuelle Belastbarkeit und erweitert den persönlichen Horizont. Durch Kommunikation können Fehler schon im Kern behoben werden, die dir alleine vielleicht nicht aufgefallen wären. Wenn ein jeder im Team sein Bestes gibt, entsteht dadurch häufig etwas Größeres. Unternehmen unterstützen daher die Bereitschaft, sich in eine Gruppe zu integrieren. Es fördert die Flexibilität der Mitarbeiter.

3 Tipps für Teamfähigkeit im Bewerbungsprozess

3 Tipps für Teamfähigkeit im Bewerbungsprozess

Für Unternehmen ist die Teamfähigkeit eines Bewerbers besonders wichtig. Denn im Arbeitsalltag ist die Kommunikation mit Kollegen und Vorgesetzen allgegenwärtig. Auch die Fähigkeit, Kritik anzunehmen und umzusetzen lässt sich durch die Teamfähigkeit ermitteln.

Aus diesen Gründen wird schon in deiner Bewerbung auf Hinweise zur Arbeit in Gruppen geachtet. Zum Beispiel sind Hobbys wie ein Mannschaftssport ein guter Indikator für deine Teamfähigkeit. Aber auch soziales Engagement zeigt, dass dir viel am Kontakt zu deinen Mitmenschen liegt.

Ein weiterer Hinweis für deine Teamfähigkeit ist deine Beurteilung in deinem Arbeitszeugnis. Zudem testen Unternehmen deine soft skills gerne in einem Assessment Center. Häufig sind hierbei Aufgaben in einer kleinen Gruppe zu lösen. Bei diesem Gespräch wirst du dann durch Mitarbeiter im zwischenmenschlichen Umgang beurteilt. Besonderes Augenmerk liegt hier auf deiner Kommunikations- und Durchsetzungsfähigkeit. Aber auch das Talent mit deinen Kollegen zu kooperieren wird beurteilt.

Neben der praktischen Übung spielt die Teamfähigkeit auch im eigentlichen Bewerbungsgespräch eine Rolle. Manchmal wird nach deiner persönlichen Einschätzung zu deiner Kooperationsfähigkeit gefragt. Einige Unternehmen erwarten auch Vorschläge zur Gestaltung eines angenehmen Arbeitsklimas. Es ist also von Vorteil, wenn du deine eigene Teamperformance einschätzen kannst.

Teamfähigkeit unter Beweis stellen

Im Berufsalltag ist ein gesundes Mittelmaß aus Eigenständigkeit und Teamfähigkeit besonders wichtig. Manche Aufgaben gilt es alleine zu bestreiten, andere erfordern jedoch eine Kombination aus den Stärken des Teams. Nicht immer fällt es dann leicht, Aufgaben und Verantwortung an Kollegen abzugeben.

Für viele Prozesse bietet die Arbeit in Teams jedoch große Vorteile, da sich jeder so auf seine persönlichen Stärken konzentrieren kann. Um deinem Arbeitgeber deine Teamfähigkeit zu zeigen, solltest du also vor allem die Arbeit deiner Kollegen anerkennen und wertschätzen. Mit diesem ersten Schritt ist eine wichtige Grundlage gelegt. Jeder arbeitet produktiver und motivierter, wenn er sich als Teil einer Gruppe wohl fühlen kann.

Es ist auch hilfreich, dich lediglich auf eine Rolle im Team zu fokussieren. Vielleicht übernimmst du normalerweise sowohl die Koordination als auch die Leitung einer Gruppe. Manchmal ist es dann nicht möglich, allen Anforderungen gerecht zu werden. Der Schlüssel liegt darin Dinge abzugeben und so das Ergebnis zu verbessern.

Für die Produktivität der Gruppe ist auch die Arbeitsatmosphäre wichtig. Du kannst deine Teamfähigkeit ebenfalls unter Beweis stellen, indem du für Ausgeglichenheit und Motivation bei der Arbeit sorgst. Zum Beispiel unterstützt du einen Kollegen in seiner Idee, obwohl es für dich keinen direkten Vorteil hat.

Teamfähigkeit trainieren

Deine Teamfähigkeit kannst du mit ein paar simplen Verhaltensregeln schon im Alltag verbessern. Zum Beispiel ist auch die interkulturelle Anpassungsfähigkeit ein großer Vorteil für die Arbeit im Team. Sich mit verschiedenen Kulturen und Traditionen zu beschäftigen fördert die persönliche Toleranz.

Auch deine Flexibilität ist ein Teil deiner soft skills. Spontan Verantwortung zu übernehmen oder für andere Menschen im Alltag einzustehen verbessert deine Teamfähigkeit enorm. Ebenso fördert es deine persönliche Belastbarkeit in Stresssituationen. In hektischen und nervösen Momenten einen klaren Kopf zu bewahren ist eine starke Eigenschaft für ein Team.

Versuche dich in deinem Alltag an diese Werte zu erinnern. Es ist nicht immer wichtig im Recht zu sein, manchmal liegt die Lösung in der Einfühlsamkeit und dem Verständnis für deine Mitmenschen.

Wenn dir das nicht ausreicht, gibt es zudem Kurse und Weiterbildungen zur Unterstützung der eigenen Teamfähigkeit. Auch Hochschulen und Universitäten bieten Möglichkeiten an, dich neben deinem Studium auf dein Arbeitsleben vorzubereiten.

Soft skills im Alltag

Teamfähigkeit ist ein Faktor, der die Produktivität im Berufsleben steigert. Doch auch im privaten Alltag unterstützen die soft skills ein friedvolles Miteinander. Zu der sozialen Kompetenz zählen daher auch Eigenschaften wie Motivation und Menschenkenntnis.

Einige nützliche soft skills sind sogar durch den Alltag häufig leichter zu erlernen. Vielen kommunikativen Menschen fällt es zum Beispiel leicht, eine Präsentation vor großen Gruppen zu halten. Andere sind in ihrer Natur sehr organisiert und strukturiert und übertragen diese Eigenschaften auch auf ihre Arbeit. Auch dein Zeitmanagement kann dir als Talent im Alltag helfen.

Nicht zu unterschätzen ist auch eine motivierte und positive Lebenseinstellung. Deine persönliche Balance kann für eine Arbeit im Team ein großer Gewinn sein. Mit diesen Tipps und Tricks sorgst du für eine ausgeglichene Work Life Balance.

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