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Mingle: 4 Gründe, 4 Dos & 5 Don’ts für die Halbbeziehung

Mingle ist eine Halbbeziehung mit den Vorteilen einer Beziehung und der Freiheit eines Singles. Erfahre bei uns Wissenswertes, Gründe sowie Dos und Don’ts für eine Mingle-Beziehung und finde heraus, ob du der Typ dafür bist.

Mingle ist eine Neuschöpfung, die seit den 2000er Jahren ihren Namen trägt. Sie vereint das Singledasein mit einer Beziehung und bietet so vor allem für junge, ungebundene Leute viele Vorteile.

Wir haben alle guten Gründe, wann sich eine Mingle-Beziehung für dich lohnen kann und klären dich auch über mögliche Risiken auf, wenn du nicht der Typ für diese Art von Beziehung bist.

Mingle: Eine Definition

Was ein Mingle ist

Der Begriff “Mingle” setzt sich aus den englischen Wörtern “mixed” (“vermischt”, “zusammen”) und “Single” (“alleinstehend”) zusammen. Er bedeutet, dass man eigentlich Single ist, aber gleichzeitig eine beziehungsähnliche Verbindung eingeht. Vergleichbar ist dieses Phänomen mit einer Freundschaft Plus, nur dass Mingles meist zusätzlich typische Dinge tun, die Paare auch tun.

Sie verbringen Zeit zu zweit, kuscheln und schlafen miteinander und gehen aus, aber sie wollen sich noch Freiheit bewahren. Deswegen sind sie offiziell nicht zusammen. Der Begriff für dieses Beziehungsmodell ist ein Neologismus und wurde in den 2000er Jahren von dem Trendforscher Peter Wippermann eingeführt.

Zur Klärung, wer als ein Mingle bezeichnet werden kann: Ein Mingle ist jemand, der temporär in einer Art Beziehung ist, von der aber höchstens sein engster Freundeskreis weiß. Es gibt keine Hinweise auf Social Media, keine öffentlichen Pärchenfotos, aber private Pärchenaktivitäten. Mingles daten auch andere, haben One-Night-Stands und sind nach außen hin single.

Im Englischen wird der Begriff “Mingle” nicht so verwendet wie im Deutschen. Dort bedeutet “to mingle” übersetzt “vermischen”. “Den Mingle”, der hier ähnlich wie “der Single” verwendet wird, gibt es in der Sprache nicht.

4 Gründe für die Halbbeziehung

Es gibt diverse Gründe, eine Beziehung ohne Verpflichtungen einzugehen – heute mehr denn je. Das klassische Heiraten, Kinder bekommen, ein Leben lang zusammen sein, ist eher die Ausnahme als die Regel geworden. Die meisten haben mehrere Partner und lassen sich bei der Suche nach dem Seelenverwandten gern Zeit.

Die vielen Optionen und die Freiheit ermöglichen es, dich erst selbst zu finden, bevor du einen Partner findest. Das bedeutet meist umentscheiden, reisen, umziehen. Der Wunsch nach einer Beziehung kann unter diesen Umständen erfüllt werden, indem beide sich nicht vollständig aneinander binden. Hier scheint Mingle eine gute Lösung zu sein. Im Folgenden findest du alle Gründe, warum Singles manchmal lieber Mingles als in einer festen Partnerschaft sind.

Unsichere Zukunft

Ein Grund für eine Mingle-Beziehung ist, wenn deine Zukunft unsicher ist. Das kann entweder aufgrund eines befristeten Jobs sein, wegen eines geplanten Auslandsaufenthalts oder eines Studienwechsels. Wenn es für dich überall hingehen könnte, fällt es dir vermutlich schwer, dich fest zu binden.

Ob aus dem Dating ein offizielles Paar oder ein Mingle-Paar wird, liegt immer daran, wie sehr sich beide eine Beziehung wünschen. Wenn ihr euch über Tinder, Lovoo, Finya oder eine andere Singlebörse kennt, dauert es etwas, bis ihr euch wirklich kennenlernt. Wenn einer von beiden dann ohnehin bald wegziehen muss, beide aber den Wunsch nach beziehungsähnlicher Nähe haben, ist Mingle eine gute Lösung.

Unterschiedliche Einstellungen zum Leben

Unterschiedliche Einstellungen zum Leben

Wenn ihr auf einer Wellenlänge seid, aber eine unterschiedliche Erwartung vom Leben habt, ist das ein Grund für eine Mingle-Beziehung. Bei einem Freund würde es dich vermutlich nicht stören, dass er keine Kinder möchte oder eine andere politische Einstellung hat als du. Bei einem Partner kann das aber ein ausschlaggebender Grund zur Trennung sein.

Wenn ihr euch als Freunde also super versteht, gerne Zeit miteinander verbringt und euch körperlich anziehend findet, könnt ihr es mit Mingle versuchen. Allerdings kann es hier leicht passieren, dass ihr euch verliebt und alles viel komplizierter ist, als zuvor. Überlegt es euch also gut und werft vorher einen Blick in unsere Dos und Don’ts, um zu wissen, worauf ihr euch einlasst.

Selbstverwirklichung

Zwischen 20 und 30 Jahren steht für viele Singles die Selbstfindung und -verwirklichung im Vordergrund. Sie wollen sich nicht von einem Partner einschränken oder beeinflussen lassen und ihren Weg gehen. Aus diesem Grund vermeiden sie feste und offizielle Beziehungen.

Auch die Ehe ist heute lange kein Muss mehr. Familiengründung steht nicht für jeden im Vordergrund und wird immer öfter nach hinten verschoben. Insbesondere wenn Karriere gemacht wird, geht der Job zunächst vor. Fernbeziehungen sind nicht selten. Allerdings solltest du immer für dich entscheiden, worauf du mehr Wert legst.

Manche Singles können solche rationalen Entscheidungen wie eine Mingle-Beziehung leicht treffen, andere sind nicht dafür geschaffen. Auch ist es von der individuellen Beziehung zwischen den Singles abhängig.

Bindungsangst

Es gibt Singles, die sich ausschließlich in Mingle-Beziehungen, einer offenen Beziehung oder einer Freundschaft Plus befinden. Grund dafür ist ihre Bindungsangst. Sie beenden die Beziehung, bevor es richtig ernst wird und vermeiden so Verantwortung und die Konfrontation mit ihren Gefühlen. Bevor du eine Mingle-Beziehung eingehst, solltest du dir im Klaren sein, dass es jederzeit vorbei sein kann und ihr keine Verpflichtungen eingegangen seid.

Unterschied zur offenen Beziehung, Polyamorie und Freundschaft Plus

Unterschiede zu Mingles

Eine offene Beziehung ist eine offizielle Beziehung, in der beide Partner aber auch andere Sexualpartner haben dürfen. Ob dieses Detail offiziell gehalten wird oder nicht, bleibt jedem Paar selbst überlassen. Eine Mingle-Beziehung ist hingegen inoffiziell und schließt keine gemeinsamen Zukunftspläne ein. Polyamorie ist das Führen mehrerer Liebesbeziehungen gleichzeitig.

Eine Freundschaft Plus ist zwar ähnlich wie ein Mingle zu sein, aber doch gibt es auch hier einen Unterschied. Bei einer Freundschaft Plus gehen zwei Freunde einfach gelegentlich miteinander ins Bett. Mingles sind zwar auch Freunde, sie unternehmen aber auch typische Pärchen-Aktivitäten zusammen. Bei beiden wird das Sexleben eher geheim gehalten.

4 Dos für eine Mingle-Beziehung

In den folgenden Kapiteln findest du einige Dos, die du als Mingle befolgen solltest. Wenn du dir des Risikos bewusst bist und ehrlich zu dir selbst bist, hast du gute Chancen, nicht verletzt zu werden und die Mingle-Beziehung voll auskosten zu können.

Sie hat nämlich insbesondere als junger Mensch einige Vorteile, wenn du sowohl Single sein willst, um deinen Spaß zu haben als auch die Vorzüge einer festen Beziehung genießen willst. Triff andere Singles, um dich nicht zu verlieben und stellt gemeinsam Regeln auf, mit denen ihr euch sicher fühlt.

Sei dir des Risikos bewusst

Mingles gehen Risiken ein, und zwar zum einen, dass sie sich verlieben und zum anderen, dass sie jederzeit ‘verlassen’ werden können. Die Gefahr, sich zu verlieben, ist nicht gering, da ihr eigentlich alles tut, was auch ein Pärchen tut. Wenn es aber ausschlaggebende Gründe gibt, warum eine offizielle Beziehung keine Zukunft hat, kann das ziemlich weh tun.

Das andere Risiko ist die Angst vor dem Verlassenwerden. Auch wenn ihr beide keine feste und monogame Beziehung wollt, werdet ihr euch mit der Zeit aneinander gewöhnen. Dazu gehört auch, sich zu vertrauen und aufeinander zu verlassen.

Da Mingles aber meist auf der Suche nach einem geeigneten Partner sind, ist die Chance relativ hoch früher oder später verlassen zu werden. Je nachdem wie regelmäßig ihr über euren Status sprecht, kann das manchmal sehr überraschend sein und dich vielleicht verletzen, auch wenn du vorher wusstest, worauf du dich einlässt.

Sei ehrlich zu dir selbst

Mingle-Beziehungen werden meist eingegangen, wenn es noch keinerlei Gefühle gibt, der Sex gut ist und ihr euch gut versteht. Diese drei Grundlagen führen aber manchmal schneller zu Gefühlen, als euch lieb ist.

Ihr solltet unbedingt hin und wieder darüber sprechen, wie ihr euch mit der Situation fühlt. Ist noch alles locker, kein Problem. Aber sollte einer von euch Gefühle oder Erwartungen entwickeln, sieht die Lage schnell anders aus.

Sei deshalb unbedingt ehrlich zu dir selbst und gestehe dem anderen, wenn du dabei bist, dich zu verlieben. Wenn dein Gegenüber anders darüber denkt, solltet ihr eure Vereinbarung lieber auflösen, damit niemand verletzt wird.

Triff andere Singles oder Mingles

Triff andere Singles oder Mingles

Um Gefühlen vorzubeugen und die Mingle-Beziehung richtig auszukosten, solltest du unbedingt andere Singles oder Mingles nebenbei treffen. Offiziell bist du Single, schau dich also auf Singlebörsen um, flirte und unterhalte dich in Bars oder Clubs.

Du solltest davon ausgehen, dass dein Mingle-Partner dasselbe tut und deshalb unbedingt die Stimme in deinem Kopf ausstellen, dass du womöglich eine Verpflichtung ihm gegenüber haben könntest.

Stellt Regeln auf

Ähnlich wie bei einer offenen Beziehung oder Freundschaft Plus ist es wichtig, Regeln aufzustellen. Dass ihr euch mit anderen trefft, ist ohnehin klar, aber erzählt ihr einander davon? Nennt ihr Namen und sprecht über Details oder wollt ihr lieber nicht Bescheid wissen? Wie sieht es mit Verhütung aus?

Diese Fragen können früher oder später relevant werden. Außerdem solltet ihr euch bewusst sein, dass Dates mit anderen immer vorgehen sollten, da es mit euch beiden so oder so nicht für eine feste Beziehung reicht. Offene Kommunikation ist der Schlüssel für eine erfolgreiche Mingle-Beziehung mit all ihren Vorteilen.

5 Don’ts für eine Mingle-Beziehung

Die folgenden Don’ts warnen dich vor den Risiken einer Mingle-Beziehung und zeigen dir, ob du der Typ dafür bist oder nicht. Zum Beispiel gehören keine romantischen Gefühle in eine solche Art der Beziehung. Außerdem ist Eifersucht fehl am Platz und du solltest keine Hoffnung auf eine offizielle Beziehung haben.

Verschwiegenheit gehört auch zu einer solchen Übereinkunft dazu. Erzählst du zu vielen Leuten von euch, rutscht ihr in die Sparte der offiziellen Beziehung oder müsst getrennte Wege gehen, weil ihr so Probleme haben werden, jemand anderes kennenlernen zu können.

Romantische Gefühle

Bei einer beziehungsähnlichen Freundschaft, in der sämtliche Pärchen-Aktivitäten zusammen unternommen werden, ist es schwierig, keine Gefühle zu entwickeln. Romantische Gefühle oder Liebe sind in einer Mingle-Beziehung allerdings nicht von Vorteil.

Ihr entscheidet euch für diese Art von Beziehung, da ihr keine gemeinsame Zukunft seht. Deshalb machen Gefühle die bevorstehende Trennung nur noch heftiger. Wenn du merkst, dass du Gefühle entwickelst, solltest du es ansprechen und fragen, wie dein Gegenüber zu eurer Beziehung steht.

Eifersucht

In einer Mingle-Beziehung ist Eifersucht fehl am Platz

Eifersucht ist in einer Mingle-Beziehung fehl am Platz. Wenn du generell ein eifersüchtiger Mensch bist, ist sie wahrscheinlich eher nichts für dich. Ob du eifersüchtig bist oder nicht, merkst du bereits daran, dass es dich belastet, wenn Freunde etwas mit anderen Freunden allein unternehmen.

Außerdem hegst du selbst gegen diejenigen Groll, die nach dir etwas mit deinem One-Night-Stand hatten. In einer Beziehung bist du eher besitzergreifend und du hast es gern, wenn du weißt, was dein Partner gerade tut. Wenn all diese Eigenschaften auf dich zutreffen, solltest du lieber kein Mingle sein.

Hoffnung auf eine offizielle Beziehung

Eine Mingle-Beziehung sollte nie in der Hoffnung auf eine offizielle Beziehung begonnen werden. Wenn der andere sich nichts Offizielles mit dir vorstellen kann, solltest du das akzeptieren. Er wird seine Gründe haben und seine Meinung in Zukunft sehr wahrscheinlich nicht ändern.

Wenn du bereits zu Beginn Gefühle für den anderen hast, wirst du die Halbbeziehung wahrscheinlich nicht gut verkraften. Du wirst wissen, dass er sich auch mit anderen trifft und öffentlich nicht zu dir steht. Er geht keine Verpflichtungen mit dir ein und ist auch nicht verantwortlich für eine gemeinsame Zukunft. Mach dir das bewusst, bevor du es als Mingle versuchst.

Zu vielen Leuten von euch erzählen

Wenn du sehr froh oder stolz auf eure Halbbeziehung bist, könntest du dazu neigen, deinen Freunden davon zu erzählen. Vielleicht kennen sie die Person sogar und du kannst es einfach nicht länger geheim halten. Es ist auch in Ordnung, wenn du mit deiner besten Freundin darüber sprichst, aber beschränke dich bei den Eingeweihten auf den engsten Kreis.

Ansonsten riskierst du, dass aus einer inoffiziellen Beziehung auf einmal eine offizielle wird und jeder darüber spricht. Das könnte nicht nur bewirken, dass ihr beide euch unter Druck gesetzt fühlt, sondern auch, dass einer von euch die Reißleine zieht.

Bei einer Mingle-Beziehung geht es ja gerade darum, auch noch andere kennenzulernen. Das ist nicht mehr so gut möglich, wenn alle in eurem Bekanntenkreis darüber Bescheid wissen. Versuche dich also zurückzuhalten und weihe nur vereinzelt Personen ein, denen du vertrauen kannst.

Selbstzweifel

In dem Wissen, dass sich der andere keine offizielle Beziehung mit dir vorstellen kann, könntest du Selbstzweifel entwickeln. Diese sind allerdings völlig fehl am Platz und entstehen aus zu hohen Erwartungen. Eine Mingle-Beziehung gibt dir zwar viel Nähe und Zuneigung, aber nicht das Gefühl, dass du der oder die eine bist.

Allerdings muss das nicht an dir liegen. Es liegt vermutlich eher an eurer Beziehungsinkompatibilität, dass ihr keine Gefühle füreinander habt oder, dass der andere sich einfach generell keine Beziehung vorstellen kann. Dessen solltest du dir bewusst sein, bevor du eine solche Verbindung eingehst. Mit diesen Tipps stärkst du dein Selbstbewusstsein und hier findest du Übungen für ein besseres Selbstwertgefühl.

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