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Neid und Eifersucht: 6 Tipps, mit negativen Emotionen umzugehen

Eifersucht und Neid gehören zum Mensch sein dazu und begleiten uns seit jeher. In gewissen Dosen kann sie sogar anspornen, uns in einer Beziehung oder im Job mehr Mühe zu geben. Zu viel davon frustriert uns allerdings und macht uns zu unangenehmen und unglücklichen Menschen. 6 Tipps, wie ihr mit negativen Emotionen umgehen können.

Woher Neid und Eifersucht kommen

Neid und Eifersucht: Natürliche Instinkte

So ziemlich jede Emotion, die wir fühlen, hat ihren Ursprung in einem uns angeborenen Urinstinkt. Sie haben uns seit der Steinzeit geholfen zu überleben. So hält es sich auch mit der Eifersucht: Zeigte ein Mann Interesse an einer anderen Frau, lief die Frau Gefahr verlassen zu werden und nicht mehr für ihre Kinder sorgen zu können, im schlimmsten Fall zu verhungern. Männer mussten sich dagegen sicher sein, dass sie ihre Gene weitergaben und ihnen keine Kuckuckskinder untergeschoben wurden. Wo es Liebe gibt, gibt es auch Eifersucht, daran hat sich bis heute nichts geändert. Denn auch heute noch hat Eifersucht in kleinen Maßen eine durchaus nützliche Wirkung. Beispielsweise den Partner mehr wertzuschätzen oder den Ansporn, sich in der Beziehung mehr Mühe zu geben. Sie schürt in uns aber auch Verlustängste und tut uns im großen Maß nicht gut.

Neid ist dagegen der Wunsch etwas haben zu wollen, was ein anderer hat. Das kann uns sehr quälen, aber uns auch motivieren an uns zu arbeiten, um das gleiche oder etwas ähnliches zu erreichen. Häufig sind wir im Job neidisch auf jemanden, der erfolgreicher ist oder sich schneller weiterentwickelt. Eifersüchtig sind wir, wenn sich der Partner abzuwenden droht, um sich beispielsweise nach neuen potentiellen Nachfolgern umzuschauen.

Zeigt der Partner Interesse an jemand anderem, kann das sowohl Eifersucht als auch Neid auf die andere Person auslösen. Häufig münden beide Emotionen in Aggressionen und lassen Wut in uns aufkochen.

6 Tipps gegen Neid und Eifersucht

Neid und Eifersucht haben einen gemeinsamen Ursprung: Die Unzufriedenheit mit sich selbst und das Gefühl, nicht gut genug zu sein. Glücklicherweise haben sie deshalb zum Teil auch ähnliche Lösungsansätze. Wir haben 6 Tipps zusammengestellt, die euch sowohl helfen, an Neid als auch an Eifersucht zu arbeiten. Manche davon sind besser gegen Eifersucht, manche funktionieren nur gegen Neid. Im Endeffekt ist es wie so oft individuell, welche davon jedem einzelnen helfen.

Realitätscheck: Andere die Situation beurteilen lassen

Häufig sind wir so in unserem eigenen Film drin, dass wir gar nicht mehr beurteilen können, ob wir richtig liegen oder die Pferde gerade mit uns durchgehen. Gibt es einen triftigen Grund, warum wir denken, der Partner gehe fremd? Was sind die Anhaltspunkte? Hat sich der Kollege das Lob wirklich nicht verdient oder sind wir einfach nur sauer, dass wir keines bekommen haben?
Hier kann es durchaus helfen mit einer vertrauten Person zu sprechen, von der wir uns nicht verurteilt fühlen. Sie kann die Situation von außen betrachten und erklären, wie sie sich verhalten würde. Das kann uns helfen unsere Perspektive wieder etwas gerade zu rücken und uns heraus aus unserem Kopf wieder in die Realität zu holen.

Sollten wir uns von diesen Gefühlen komplett übermannt fühlen, kann es auch helfen mit einem Therapeuten zu sprechen. Dieser kann die Situation noch neutraler beurteilen und Tipps zur Bekämpfung dieser Gefühle geben.

Sich seiner Eifersucht und Neid bewusst werden

Selbstreflexion hilft gegen Neid und Eifersucht

Sich seiner Emotionen bewusst zu werden und sie nicht nur als belanglose Gefühlsausbrüche abzustempeln oder gar zu unterdrücken, kann in jeder Lebenslage förderlich sein. Sich selbst zu hinterfragen, ist wirklich immer die einzige Möglichkeit sich auf den Weg der Besserung zu begeben. Sicherlich gibt es ab und an Situationen, in denen sich Eifersuchtsgefühle bewahrheiten. Sich vorher den Kopf darüber zerbrochen zu haben, war aber dabei nur eine zusätzliche Belastung und wird beispielsweise einen Betrug nicht weniger schlimm machen.

Sowohl Neid als auch Eifersucht sind in den meisten Fällen allerdings reine Ansichtssache und sehen aus der Perspektive einer anderen Person auch ganz anders aus. Nur wir fühlen gerade so und niemand sonst empfindet das in diesem Moment genauso wie wir. Wir müssen uns unsere Eifersucht oder unseren Neid eingestehen und fragen, woher diese kommen. Erst dann können wir die Wurzel des Problems überhaupt angehen.

Unabhängigkeit und Selbstwertgefühl stärken

Sowohl in einer Beziehung als auch im beruflichen Bezug ist Unabhängigkeit eine sehr wichtige Eigenschaft. Sie sorgt dafür, dass wir uns selbst gut genug sind und uns nicht ständig mit anderen vergleichen oder uns über die Zuneigung unseres Partners definieren. Nichts ist falsch daran, gerade in Freundschaften und Liebesbeziehungen, in gewissen Situationen auf jemanden angewiesen zu sein. Denn schließlich sind wir auch für geliebte Menschen da, wenn sie uns brauchen. Machen wir uns aber zu sehr von ihrem Verhalten abhängig, beeinflusst das unsere Stimmung und wir beziehen jede Regung und Veränderung auf uns selbst. Das kann uns in Extremfällen sogar zum Egoisten machen und wir nehmen nicht mehr wahr, wann wir selbst vielleicht einen Schritt zurücktreten sollten.

Bei Arbeitskollegen ist das eigentlich ganz ähnlich: Sind wir neidisch, missgönnen wir anderen ihren Erfolg, für den sie womöglich selbst hart arbeiten mussten. Wir beziehen es auf uns, dass der Arbeitskollege erfolgreicher ist als wir. Vielleicht werfen wir ihm sogar vor sich als etwas besseres zu fühlen. Dabei kümmert er sich vermutlich gar nicht darum, was wir so treiben.

Aufgeschobenes endlich machen

Häufige Anflüge von Neid oder Eifersucht sind ein Signal dafür, dass es Zeit ist an sich zu arbeiten. Es sind Hinweise dafür, mit sich selbst unzufrieden zu sein und seine eigene Lebensweise nicht so in Ordnung zu finden wie vielleicht gedacht.

Zur Lösung dieses Problems spielt es eine große Rolle das eigene Selbstwertgefühl zu stärken und sich zu fragen, welche Veränderungen im Leben einen von diesen Neid- und Eifersuchtsgefühlen befreien könnten.
Ist die letzten Jahre etwas auf der Strecke geblieben? Gibt es noch etwas, dass wir die nächsten Jahre unbedingt erreichen wollen? Es ist wichtiger, sich um sich selbst zu kümmern und eigene Ziele zu stecken, als immer darauf zu schauen, was die anderen besser machen. Eine To-Do-Liste kann helfen sich die eigenen Ziele vor Augen zu führen und einen Plan zu machen diese abzuarbeiten. Mit jedem neu erreichten Ziel, sollte es noch so klein sein, verändert sich die eigene Gemütslage. Ein Anflug von Stolz und Zufriedenheit überkommt uns und wir vergessen den Neid den anderen gegenüber zumindest für eine Weile. Wer am Ende mit sich selbst zufrieden ist, hat keinen Grund auf andere neidisch zu sein.
Auch in einer Beziehung ist es wichtig immer auch seine eigenen Wünsche und Ziele vor Augen zu haben und nicht nur welche, die mit dem Partner zusammenhängen. Jeder von uns ist eine individuelle Person, die Zufriedenheit nicht anderen überlassen kann. Sei es eine neue Sportart auszuprobieren oder ein paar neue Leute kennenzulernen. Nicht für alles braucht man den Partner an der Seite.
Achtung: Bloß nicht unter Druck setzen. Nichts passiert schneller, nur weil man sich stresst.

Nach Unterschieden suchen und weniger vergleichen

Wir beneiden vor allem erst einmal Menschen, von denen wir denken, dass sie uns ähnlich sind. Als Buchhändler sind wir vermutlich nicht auf einen erfolgreichen Fußballer neidisch und umgekehrt. In diesem Beispiel ist die Distanz einfach schon so groß, dass es auf uns eher absurd wirken würde Neid zu empfinden. Wir sollten uns klar machen, dass sich Neid in den allermeisten Fällen nur auf einen bestimmten Bereich beschränkt. Sind wir eifersüchtig auf den Arbeitskollegen, beschränkt sich das auf eine berufliche Ebene. Sind wir auf das Aussehen einer anderen Person neidisch, denken wir dabei nur an Oberflächlichkeiten. Aber wollen wir deshalb zwangsläufig unsere Familie und Freunde mit ihnen tauschen? Wahrscheinlich nicht. Sich Dinge aufzuschreiben, die uns von der Person unterscheiden, hilft uns dabei Distanz zu schaffen und uns klar zu machen, dass wir dieser gar nicht so ähnlich sind und ein direkter Vergleich keinen Sinn macht. Das kann sich sowohl auf berufliche Unterschiede beziehen, als auch auf das Leben generell.

Sich seiner Stärken bewusst machen

Eigene Stärken erkennen und herausstellen

Niemand kann alles. Den einen Tag sind wir neidisch auf das unermüdliche Organisationstalent einer Bekannten, den anderen Tag wünschen wir uns so gelassen zu sein wie eine andere. Beides zusammen lässt sich nur sehr schwer vereinen, aber manchmal wollen wir am liebsten alles. Vielleicht befinden wir uns aber auch im perfekten Mittelfeld zwischen Gelassenheit und Organisationstalent und es ist uns gar nicht so bewusst. Es gibt mit Sicherheit viele Dinge, die andere an uns schätzen, die wir als selbstverständlich hinnehmen. Es ist wichtig sich seiner Fähigkeiten bewusst zu machen, um sich anderen gegenüber nicht minderwertig zu fühlen. Sollte es einem schwer fallen Stärken an sich zu finden, hilft es gute Freunde oder Familienmitglieder zu fragen, was sie an einem schätzen. So fallen uns selbst schneller Dinge ein, die uns an uns gefallen.

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