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Englisch lernen

Die Englische Sprache wird weltweit von schätzungsweise 1,5 Milliarden Menschen gesprochen. Um die 330 Millionen beherrschen das Englische als Muttersprache – nur das Mandarin-Chinesische hat mehr Muttersprachler. Grund für die vielen Sprecher über das Ursprungsgebiet der Sprache hinaus sind Englands Zeiten als Kolonialmacht und die Tatsache, dass in den USA ebenfalls Englisch gesprochen wird. Außerdem gilt Englisch seit Ende des Zweiten Weltkriegs auch als internationale Weltverkehrssprache. Auch was die elektronischen Medien angeht, hat das Englische eine Spitzenposition inne: Über achtzig Prozent aller gespeicherten Daten sind in englischer Sprache verfasst. Kurzum: Das Englische ist Weltsprache, und zwar die derzeit wichtigste.

Egal, ob man in die USA, nach Großbritannien, Kanada, Australien oder Neuseeland fliegen will: Um sich mit den Einwohnern dieser beliebten Reiseziele zu verständigen, sind Englischkenntnisse von Vorteil, wenn nicht gar zwingend erforderlich. Ob Wirtschaft, Kultur, Wissenschaft oder Informationsmedien: In all diesen Bereichen dient das Englische als Lingua franca, also als kleinster sprachlicher gemeinsamer Nenner.

Englisch in der Welt – Verbreitung und Unterschiede

Die Bewohner von 84 Ländern und Inseln weltweit sprechen Englisch. Die am meisten gesprochene Varietät ist das amerikanische Englisch. Es wird in den USA und Kanada gesprochen und auch General American genannt. Das britische Äquivalent heißt auch Commonwealth English oder Received Pronounciation.

Das amerikanische Englisch weicht vor allem in Vokabular und Aussprache – weniger in Zeichensetzung und Grammatik – von seiner europäischen Variante ab. In den USA „trunk“ genannt, heißt der Kofferraum in Großbritannien beispielsweise „boot“. Buchstaben, die für die Aussprache keinen Unterschied bedeuten, fallen im amerikanischen Englisch oft weg, wie das „u“ bei Endungen auf -our wie in „color“ (AE), was im britischen Englisch „colour“ geschrieben wird.

Der herausstechendste Unterschied in der Aussprache des General American ist das Flapping. Dabei werden Konsonanten zwischen zwei Vokalen weicher ausgesprochen. Ein Beispiel ist das „t“ in „better“, was sich im Amerikanischen anhört wie ein „d“.

Auch die sogenannte Rhotizität unterscheidet die Englisch-Varietäten. Rhotische Dialekte – hierzu gehören das britische, neuseeländische oder australische Englisch – sprechen das „r“ nur am Anfang des Wortes aus. Während also ein US-Amerikaner, wenn er „car“ sagt, ein hörbares „r“ an den Schluss setzt, würde ein Brite hier keines aussprechen.

Neben vielen weiteren Varietäten gibt es auch Pidgin- und Kreolsprachen, die auf dem Englischen basieren. Dabei hat sich das Englische durch Kontakt zu anderen Sprachen zu etwas Neuem entwickelt.

Englisch sprechen: Aussprache und Besonderheiten

Allgemein weicht das Englische in seiner Schreibung stark von der Aussprache ab, da die Orthographie nicht oft den lautlichen Veränderungen der Sprache angeglichen wurde. Der Laut, der deutschsprachigen Lernenden oft schwerfällt, ist das „th“ wie in „that“. Es kommt nicht im Repertoire des Deutschen vor. Wie bei einem gelispelten „s“ liegt bei dessen Aussprache die Zungenspitze zwischen den Schneidezähnen. Eine weitere Besonderheit des Englischen ist das „r“: Dabei nähert sich die Zunge an die Gaumenkante hinter den Zähnen an.

Englische Vokabeln

Im Allgemeinen ist es für Sprecher des Deutschen einfach, Englisch zu lernen, da beide zu den westgermanischen Sprachen gehören.
Durch die große Ähnlichkeit treten aber auch ein paar vermeintliche Übereinstimmungen auf, die sich vom Sinn her unterscheiden: sogenannte „false friends“. Ein Beispiel ist das Wort „Bank“. Die englische Vokabel für die Sitzgelegenheit heißt „bench“. Das englische Wort „Bank“ bezeichnet lediglich das Geldinstitut.

Der Wortschatz des Englischen weist viele Entlehnungen aus dem Französischen und dem Lateinischen auf. Wer Kenntnisse dieser Sprachen hat, kann die Bedeutung von Vokabeln oftmals davon ableiten.
Das Englische hat mit etwa 620.000 Wörtern einen viel reicheren Wortschatz als das Deutsche mit seinen rund 200.000 Einträgen. Daher sollte man auch als Fortgeschrittener nicht aufhören, neue Vokabeln zu lernen.

Englische Grammatik

Einiges an der englischen Grammatik ist einfach zu erlernen. Um bestimmte Dinge und Personen zu benennen, benutzt man vor den Begriffen oder Namen den Artikel „the“, während man im Deutschen zwischen „der“, „die“ und „das“ wählen muss. Die Artikel werden zudem nicht an Geschlecht, Anzahl oder Fall des Wortes angepasst wie im Deutschen.

Von Vorteil ist auch, dass die Verben kaum flektiert, also je nach Person und Anzahl verändert werden. Der einzige Unterschied besteht in dem „s“, das dem Verb in der dritten Person angehängt wird.

In der Satzstellung muss man jedoch aufmerksam sein. Das Englische verlangt die Reihenfolge SPO (Subjekt, Prädikat, Objekt), wie in: „I’m eating a sandwich“. Auch die Reihenfolge der Objekte ist festgelegt: I gave Ben the letter (Ich gab Ben den Brief). Falsch wäre: *I gave the letter Ben.

Englisch lernen auf Sprachreisen

So vielfältig wie die Länder sind, in denen Englisch gesprochen wird, so breitgefächert sind die Angebote, Sprachreisen zu unternehmen. Bei der Wahl kann auch das Reisebudget ausschlaggebend sein. England, Malta, Irland und die USA werden als klassische Ziele für Englisch-Sprachreisen angesehen. Fortgeschrittene oder besonders mutige Englischlernende wollen ihre Kenntnisse womöglich direkt im beruflichen Umfeld erproben. Da mag es von Vorteil sein, dass man sich von einigen Anbietern einen Praktikumsplatz organisieren lassen kann. Attraktiv für Angestellte ist die Möglichkeit, einen Englischkurs im Rahmen eines Bildungsurlaubs zu belegen. Wenn er bewilligt wird, finanziert der Arbeitgeber ihn mit. Hierbei sind allerdings die Auflagen zu beachten: Wie weit weg der Kursort sein darf, gibt das Heimat-Bundesland vor.

Englisch lernen an Hochschulen und Akademien

Eine große Anzahl von Bildungsinstitutionen führt Englisch in ihrem Kursangebot. Sprachschulen bieten Kurse verschiedener Niveaus an. Es ist daher ratsam, vor der Buchung einen Einstufungstest zu machen. Für viele passend können auch die Angebote einiger Sprachschulen sein, die speziell Kurse zum Thema „Englisch im Beruf“ anbieten. An allgemeinen Erwachsenenbildungseinrichtungen gibt es je nach Status des Lernenden vergünstigte Kursgebühren. Studierende können sich umsonst zu fakultätsübergreifenden Sprachkursen anmelden. Einige Universitäten bieten sogar Kooperationen mit renommierten Sprachschulen an. Die sonst kostspieligeren Kurse können dann gratis genutzt werden. Je nach Studiengang rechnet die Hochschule die dort erbrachten Leistungen an.

Englisch online lernen

Wer fürs Englischlernen nicht schon wieder die Schulbank drücken will, sollte auch Online-Angebote in Erwägung ziehen. Sprachlern-Apps warten mit unterschiedlichen Lernkonzepten auf. Sie helfen dabei, Grammatik-Grundkenntnisse und neue Vokabeln neu zu lernen und aufzufrischen. Lernende müssen sich nur einige Minuten täglich damit beschäftigen. Dadurch, dass man die App stets zur Hand hat, übt man mit großer Regelmäßigkeit. Außerdem bieten vereinzelt Verlage Online-Kurse an. Dabei handelt es sich um eine Mischung aus Einzel- und Gruppenunterricht. Bei dieser Option muss man eine monatliche Gebühr zahlen. Der Vorteil ist, dass Termine und Frequenz an die Bedürfnisse des Lernenden angepasst werden.

Englisch kostenlos lernen – Diese Möglichkeiten gibt es

Auf Videoportalen im Internet bieten einige Englischlehrer Kurse an, die man regelmäßig verfolgen kann. Cafés und Kneipen veranstalten Abende, an denen man mit Muttersprachlern ins Gespräch kommen kann. Die Kosten belaufen sich hier auf die der bestellten Kaltgetränke. Außerdem ist es möglich, über die Englisch-Institute an Hochschulen in der Nähe mit Leuten in Verbindung zu treten, die Deutsch lernen wollen. So kann man bei einem „Sprach-Tandem“ Konversation und Vokabular trainieren. Im Anschluss hilft man dem Tandem-Partner, sein Deutsch zu verbessern. Es kann zudem Lerneffekte erzielen, Filme oder Serien in der englischen Originalfassung zu schauen. Auch wer sich die Mühe macht, die Texte seiner englischen Lieblingssongs zu übersetzen, kann das Lernen mit etwas Angenehmem verbinden.

Englisch lernen ist in jedem Fall lohnend. Man lernt nicht nur die Sprache mir dem reichsten Wortschatz der Welt. Wer Englisch spricht, eröffnet sich die Möglichkeit, mit vielen Millionen Menschen zu reden.