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Amnesie: 7 Formen und 13 Ursachen bei plötzlichem Gedächtnisverlust

Der plötzliche Verlust des Gedächtnis ist eine Horrorvorstellung. Betroffenen fehlt die Erinnerung an Vergangenes, und auch das Merken neuer Informationen fällt bei einer Amnesie schwer. Wir sagen dir, in welchen Formen sich die Amnesie äußert und welche Ursachen infrage kommen.


Was ist Amnesie?

Was Amnesie ist

Das Wort Amnesie stammt von den griechischen Begriffen “a” (nicht, ohne) und “mnesis” (Erinnerung) und bezeichnet einen Erinnerungs- oder Gedächtnisverlust. Diese Form der Gedächtnisstörung kann sowohl das zeitliche als auch das inhaltliche Erinnerungsvermögen beeinträchtigen. In vielen Fällen wird der Gedächtnisverlust durch ein bestimmtes Ereignis ausgelöst und bezieht sich daher auf einen begrenzten Zeitraum. Wie weit der Verlust des Erinnerungsvermögens zurückgeht, kann von einigen Sekunden über mehrere Stunden bis hin zu einigen Tagen variieren, bevor die Amnesie aufgetreten ist. Jedoch können auch Erinnerungen aus der weiter entfernten Vergangenheit betroffen sein.

Während der Phase der Amnesie können Betroffene eigentlich abgespeicherte Erinnerungen nicht mehr abrufen und auch das Erinnern an aktuelle Handlungen kann gestört sein. Diese Phase ist normalerweise zeitlich begrenzt, kehrt aber nicht wieder ins Gedächtnis zurück. Wie lange der Gedächtnisverlust andauert, hängt von der Schwere der Schädigung des Gehirns ab. Bei sehr schweren Hirnschäden kann auch die Fähigkeit für neue Erinnerungen verloren gehen. Die Betroffenen erinnern sich dann eher an weiter zurückliegende Dinge, als an die aktuelle Lebenssituation. So kann es vorkommen, dass etwa eine Erinnerung an den Ex-Mann besteht, der neue Partner aber nicht erkannt wird.

Amnesien und Persönlichkeit

Erinnerungen sagen viel über dich als Menschen aus. Sie prägen, wer du bist, was dir wichtig ist und was dich als Person ausmacht. Erinnerungen sind also ein wesentlicher Bestandteil deiner Persönlichkeit. Bei einem Gedächtnisverlust verlierst du mit deinen Erinnerungen auch einen Teil deiner Persönlichkeit, da bei einer Amnesie das episodische Gedächtnis betroffen ist. Bereits erlernte Fähigkeiten, wie Schreiben oder Autofahren sind an das prozedurale Gedächtnis geknüpft und werden im Rahmen einer Amnesie meist nicht verlernt.

Ursachen für Amnesie und mögliche Erkrankungen

Ursachen für Amnesie und mögliche Erkrankungen

So unterschiedlich die Formen der Amnesie sind, so unterschiedlich sind auch die Ursachen. Sie eint aber die Tatsache, dass entweder das Gehirngewebe beschädigt wurde oder eine Störung im Gehirn vorliegt. Dabei können die Ursachen sehr vielfältig sein und nicht direkt Aufschluss über eine Amnesieerkrankung geben. Grundsätzlich kommen sowohl psychische als auch physische Ursachen infrage. Eine Schädigung des Hirngewebes oder eine Störung des Gehirns kann verschiedenste organische Ursachen haben.

Ein Unfall mit einer Gehirnerschütterung oder einem Schädel-Hirn-Trauma ist die häufigste Ursache. Auch der Missbrauch von Drogen, Alkohol und Medikamenten kann eine Amnesie begünstigen. Neben schädlichen Auswirkungen auf die gesamten Organismus, können auch Vergiftungen durch biologische, chemische oder physikalische Substanzen eine Amnesie verursachen. Organisch bedingte psychische Störungen oder Erkrankungen wie Demenz und Epilepsie gelten auch als Ursache.

Organische Ursachen einer Amnesie

  • Gehirnerschütterung
  • Schädel-Hirn-Trauma
  • Schlaganfall
  • Hirnhautentzündungen
  • Gehirnentzündungen
  • Migräne
  • Drogen-, Alkohol- oder Medikamentenmissbrauch
  • Vergiftungen
  • organisch bedingte psychische Störungen
  • Epilepsie
  • Demenz

Amnesien können jedoch nicht nur organische, sondern auch psychische Ursachen haben. Traumatische Erlebnisse können zum Teil extreme seelische Belastungen für die Betroffenen bedeuten und eine Störung des Gedächtnis beziehungsweise einen Gedächtnisverlust hervorrufen. Auch Psychosen, die auf den Wandel im Erleben der eigenen Persönlichkeit auf die Umwelt zurückzuführen sind, sind mögliche Auslöser.

Psychische Ursachen einer Amnesie

  • extreme psychische Belastungen aufgrund traumatischer Erlebnisse
  • Psychosen

Formen der Amnesie

Formen der Amnesie

Eine Amnesie kann in unterschiedlichen Ausprägungen auftreten und wird je nach Umfang und Zeitraum in verschiedene Formen klassifiziert. Auslösende Ursachen und das betroffene Hirnareal bestimmen die Dauer. Bei psychisch bedingten Amnesien handelt es sich meist um eine Art Schutzmechanismus, mit dem die Psyche besonders traumatische und belastende Ereignisse ausblenden oder verdrängen möchte. Die Formen der Amnesie unterscheiden sich nach der Art des Gedächtnisverlusts sowie inneren und äußeren Einflussfaktoren und Ursachen, wobei sich einzelne Krankheitsbilder auch überschneiden können.

Anterograde Amnesie

Bei der anterograden Amnesie liegt eine Gedächtnisstörung vor, die den unmittelbaren Zeitraum nach dem schädigenden Ereignis betrifft. Die anterograde Amnesie wirkt sich schwerwiegend auf den Alltag des Betroffenen aus. Typisch ist, dass die Betroffenen anfangs noch normal wirken. Sobald sie aber mit neuen Informationen oder Eindrücken konfrontiert werden, wird recht schnell klar, dass sie unter anterograden Amnesie leiden. Sie vergessen alles innerhalb kürzester Zeit und können sich kein neues Wissen merken. Die Merkfähigkeit für neue Bewusstseinsinhalt ist so stark reduziert, dass selbst kurze Telefonnummern oder Namen sofort wieder vergessen und erst gar nicht in das dauerhafte Bewusstsein aufgenommen werden. Zudem kann es vorkommen, dass die Betroffen im Auto sitzen und plötzlich nicht mehr wissen, wohin sie eigentlich fahren wollten. Die Patienten vergessen sogar die Vergesslichkeit und können Informationen nicht mehr so leicht abrufen .

Allerdings wissen die Betroffenen bei dieser Form meist noch wer sie sind und erkennen auch Familienmitglieder. Zudem behalten sie ihre intellektuellen Fähigkeiten und spüren bei manchen Dingen eine Vertrautheit, die sie allerdings nicht genau zuordnen können. Ursachen können neurodegenerative Prozesse sein. Dabei handelt es sich um den Verfall des Nervensystems beziehungsweise den Ausfall wichtiger Neuronenkreise im Gehirn. Dies ist beispielsweise bei Alzheimer und anderen Demenzformen der Fall. Drogenkonsum, ein Herzinfarkt, eine mangelnde Sauerstoffzufuhr oder traumatische Hirnverletzungen, bei denen der Hippocampus in Mitleidenschaft gezogen wird, können ebenfalls eine anterograde Amnesie auslösen. Die anterograde Amnesie ist die häufigste Form der Gedächtnisstörung.

Retrograde Amnesie

Die retrograde Amnesie bezeichnet einen Gedächtnisverlust, der den Zeitraum kurz vor dem schädigenden Ereignis betrifft. Dabei handelt es sich um eine rückwirkende Form der Amnesie. Der Betroffene hat keinerlei Erinnerungen mehr an den Zeitpunkt vor dem auslösenden Ereignis. Er kann sich beispielsweise nicht mehr an den Unfallhergang erinnern. Zusammenhänge, Erlebnisse und im Gedächtnis abgespeicherte Bilder können nicht mehr in das Bewusstsein gerufen werden.

Bei einer retrograden Amnesie sind das semantische und episodische Langzeitgedächtnis betroffen, wohingegen das Gehirn im Hier und Jetzt kaum eingeschränkt ist. Während im semantischen Langzeitgedächtnis Allgemeinwissen gespeichert ist, enthält das episodische Langzeitgedächtnis Information aus dem eigenen Leben. In besonders schlimmen Fällen wissen die Betroffen dann nicht mehr, wer sie sind. Grund für eine retrograde Amnesie können psychologische Ursachen, wie besonders traumatische Erlebnisse, Schädel-Hirn-Traumata, Infektionen oder Mangelernährung sein. Je nach Schwere des Traumas kann die retrograde Amnesie für Sekunden, Minuten, Stunde, Tage, Wochen oder gar Monate andauern. Auch wenn sich der Zustand der Patienten wieder bessert und sich die retrograde Amnesie zum Teil zurückbildet, bleibt ein Teil des Gedächtnisverlusts bestehen. Zusammenhänge, Erlebnisse und Erinnerungen aus der Zeit vor dem Trauma bleiben für immer vergessen.

Globale Amnesie

Globale Amnesie: Die schwester Form

Bei der globalen Amnesie handelt es sich um die schwerste Amnesieform. Hier liegt sowohl eine anterograde als auch eine retrograde Form der Amnesie vor. Die Betroffenen können zum einen keine neuen Inhalte mehr abspeichern und sind nicht mehr in der Lage, Neues zu lernen. Zum anderen bestehen keinerlei Erinnerungen mehr an die Vergangenheit und auch keine Chancen, diese wieder abrufen zu können. Gespeicherte Abläufe, die meist unterbewusst gesteuert werden, funktionieren in der Regel noch, da das prozedurale Gedächtnis bei der globalen Amnesie nicht betroffen ist. Alltägliche Dinge, die die Betroffenen vor Eintritt der globalen Amnesie erlernt und ausgeführt haben, funktionieren auch weiterhin. So verlernen die Patienten etwa das Fahrrad- oder Autofahren nicht, finden sich im Straßenverkehr aber nicht mehr zurecht.

Transiente globale Amnesie

Auch die transiente globale Amnesie vereint beide Formen der retrograden und anterograden Amnesie. Typisch ist ein plötzlicher und über mehrere Stunden einsetzender Ausfall des Neugedächtnis. Das bedeutet, dass die Patienten nicht in der Lage sind, neue Erinnerungen oder Inhalte nach dem auslösenden Trauma in ihrem Gedächtnis zu speichern. Sie sind sich zwar ihrer Person bewusst, haben aber kein Gespür für Zeit und neue Situationen. Besonders auffällig ist, dass sie immer wieder dieselben Fragen stellen, ohne sich daran oder an die Antwort zu erinnern. Zusätzlich können keine Erinnerung aus dem Zeitraum vor der Amnesie abgerufen werden. Davon sind besonders Ereignisse aus der jüngeren Vergangenheit betroffen. Ein weiteres Merkmal der transienten globalen Amnesie ist eine starke Desorientierung. Die Patienten finde sich in einer eigentlich bekannten Umgebung nicht mehr zurecht oder wundern sich über neue oder verrückte Gegenstände und Möbel in ihrer Wohnung.

Die Ausprägung der retrograden Amnesie ist bei der transienten globalen Amnesie etwas beschränkter und bezieht sich meist auf eine kürzere Zeitspanne vor dem auslösenden Ereignis. Das heißt, dass sehr alte Erinnerungen und Fähigkeiten noch präsent sind, während etwa der letzte Urlaub keinerlei Erinnerungen hervorruft. Das Kurzzeitgedächtnis ist dagegen aber noch intakt, sodass der Betroffene ganz neue Eindrücke und Informationen für ein paar Momente im Gedächtnis behalten kann. Bei der Hälfte aller Patienten tritt die transiente globale Amnesie spontan auf.

Bei der anderen Hälfte werden beispielsweise körperliche Anstrengungen, emotionale Belastungen oder das Eintauchen in warmes oder kaltes Wasser als Auslöser vermutet. Genau wie der plötzliche Eintritt ist auch eine spontane und vollständige Rückbildung zu erwarten, weshalb es bei dieser Form lediglich einer Nachuntersuchung, aber keiner Therapie bedarf. Transient bedeutet vorübergehend, weshalb diese Form nur eine bis 24 Stunden andauert. Während diesem Zeitraum kann der Patient beziehungsweise sein Gedächtnis keine Erinnerungen, Bilder, Informationen, Gefühle oder Sprache abrufen und im fehlt die Orientierung bei Situationen, Ort und Zeit.

Kongrade und psychogene Amnesie

Bei der kongraden Amnesie bezieht sich der Gedächtnisverlust auf ein konkretes Ereignis. Dabei kann sich der Betroffene nicht an den Auslöser, wie etwa einen Unfall, erinnern. Eine retrograde oder anterograde Amnesie liegt bei dieser Form nicht vor. Zwar ist die Erinnerung an das schädigende Ereignis wie ausgelöscht, der Patient kann sich aber sowohl an Zurückliegendes erinnern als auch neue Informationen aufnehmen. Eine Unterform der kongraden Amnesie ist die psychogene Amnesie, bei der ein Trauma für das Vergessen des Erlebnisses verantwortlich ist. Das kommt vor, wenn der Patient versucht, das Erlebte zu verdrängen. Besonders häufig ist dies bei Zeugen von Gewalttaten oder Missbrauchsopfern der Fall. Erlebnisse und Erfahrungen, die der Patient als äußerst unangenehm empfindet, werden aus dem Gedächtnis gelöscht und können nicht wieder abgerufen werden.

Sowohl bei der kongraden als auch bei der psychogenen Amnesie ist meist das deklarative Gedächtnis betroffen, das den bewussten Zugriff auf Informationen möglich macht. Autobiographische Gedächtnisinhalte werden von den Betroffenen zudem eher vergessen als Allgemeinwissen. Es ist unklar, ob die verdrängten Erinnerungen wirklich für immer verloren sind oder ob sie mithilfe einer Therapie wieder ins Gedächtnis zurückgeholt werden können. Allerdings kann eine Therapie den Betroffenen helfen, das Erlebnis, das die Störung verursacht hat, zu verarbeiten.

Amnestisches Syndrom

Das amnestische Syndrom beschreibt verschiedene Veränderungen und Störungen des Gehirns, die sich vor allem auf das Gedächtnis auswirken. Betroffene können sich nicht an länger zurückliegende Ereignisse erinnern, da das Langzeitgedächtnis nicht mehr wie gewohnt arbeitet. Auch das Kurzzeitgedächtnis kann beeinträchtigt sein, sodass Patienten desorientiert wirken und Schwierigkeiten haben, Neues zu erlernen. Da das Arbeitsgedächtnis noch funktioniert und aktuelle Informationen verarbeitet werden, stellen gewohnte Handlungsabläufe keine Probleme dar.

Kognitive Fähigkeiten wie Wahrnehmung und Intelligenz sind ebenfalls nicht beeinträchtigt. Neben Gedächtnisstörungen und Desorientierung ist die Konfabulation ein typisches Symptom. Dabei füllen die Betroffenen auftretende Gedächtnislücken mit erfundenen Inhalten. Der Verlauf hängt von der Schwere der Verletzung beziehungsweise der Beeinträchtigung des Gehirns ab.

Wie Gedächtnisverlust diagnostiziert wird

Wie Gedächtnisverlust diagnostiziert wird

Aufgrund des Gedächtnisverlusts ist den Betroffenen oft selbst nicht klar, dass sie unter einer Amnesie leiden könnten. Fragt jemand immer wieder nach der Uhrzeit, hat er offensichtlich vergessen, dass er dies bereits getan hat. Aus diesem Grund sind Aussagen von Angehörigen, Freunden und Anwesenden für die Diagnose sehr wichtig. Sollte kein offensichtliches Ereignis, wie ein Unfall als Auslöser in Frage kommen, wir der Arzt bei einem Anamnesegespräch nach dem ersten Auftreten der Gedächtnislücken, vorhandenen Krankheiten und der Einnahme bestimmter Medikamente fragen oder ob ein Zusammenhang zwischen einem bestimmten Ereignis und dem Gedächtnisverlust besteht. Je nachdem unter welchen Umständen die Amnesie aufgetreten ist und welche Veränderungen damit einhergegangen sind, ergeben sich bereits Hinweise auf die Form der Amnesie.

Anschließend werden sowohl das Kurzzeitgedächtnis als auch das Langzeitgedächtnis mithilfe von standardisierten Tests auf ihre Funktion überprüft. Die Ergebnisse geben Aufschluss über die Form  und inwiefern das Gedächtnis beeinträchtigt ist. Zusätzlich werden bildgebende Verfahren wie eine Kernspintomografie (MRT) oder eine Computertomographie (CT) eingesetzt, um Schädigungen des Gehirns, die für die Amnesie verantwortlich sein können, auszumachen. So lassen sich etwa Tumore, Hirnblutungen, Blutergüsse oder andere Verletzungen erkennen, die natürlich auch einer sofortigen Behandlung bedürfen. Um die Epilepsie als Auslöser für den Gedächtnisverlust auszuschließen, können die Gehirnströme mithilfe eines EEGs gemessen werden. Mit der Single-Photon-Emissions-Computertomografie (SPECT) wird überprüft, ob alle Bereiche des Gehirns mit ausreichend Blut versorgt werden. Im Rahmen dieser Untersuchung sind auch Symptome von Epilepsie und Alzheimer erkennbar. Der Krankheitsverlauf hängt stark von der Form den Ursachen ab und ist oft genauso wenig vorhersehbar, wie das Auftreten.

Therapiemöglichkeiten bei Amnesie

Therapiemöglichkeiten bei Amnesie

Einer Amnesie kannst du nicht vorbeugen. Gerade Unfälle oder emotionale Traumata sind unvorhersehbar. Bei der Behandlung der Amnesie stehen meist die Ursachen im Vordergrund. Sind Unfälle mit Schädel-Hirn-Traumata, Hirnblutungen oder Krankheiten wie Epilepsie, Alzheimer, Gehirnentzündungen oder ein Schlaganfall die Ursache, werden vorrangig die Erkrankungen behandelt. Kann ein emotionales Trauma als Ursache ausgemacht werden, ist eine Psychotherapie wichtig, um das Trauma zu verarbeiten. Dass dabei aber auch Erinnerungen zurückkehren, ist nicht gewährleistet. Je nach Form und Ausprägung der Amnesie kann auch eine Verhaltenstherapie sinnvoll sein.

Da auch Stress die Gedächtnisleistung beeinträchtigen kann, helfen Maßnahmen zur Entspannung wie Yoga, Meditation, Autogenes Training oder Progressive Muskelentspannung. Auch Gedächtnistraining kann dabei helfen, die funktionstüchtigen Areale des Gehirns in Schwung zu halten und einer Demenzerkrankung vorbeugen. Zudem beugt eine gesunde Ernährung einer Verkalkung der Arterien vor. Für Patienten spielt das Umfeld eine entscheidende Rolle. Verständnisvolle und geduldige Angehörige und Freunde sind ebenso wichtig, wie eine Umgebung, die das Gehirn zum lernen animiert. Anfangs sollten sich die Betroffene aber vor allem mit bekannten und vertrauten Dingen umgeben.

Komplikationen und Folgen einer Amnesie

Komplikationen und Folgen einer Amnesie

Je nach Form, Ausprägung und Ursache kann der Alltag der Betroffenen zum Teil stark eingeschränkt sein. Abgesehen von schlimmen Erkrankungen wie Tumoren oder Rehamaßnahmen nach Operationen, die immer einen Einschnitt in den Alltag bedeuten und weitreichende gesundheitliche Folgen haben, kann die Gedächtnisstörung eine Reihen von Folgen nach sich ziehen, die alle Bereiche des täglichen Lebens betroffen können. Vor allem das persönliche Umfeld und soziale Kontakte können unter den Folgen leiden. Nicht jeder zeigt sich geduldig und empathisch, wenn die Patienten immer wieder dieselben Fragen stellen oder an Freizeitaktivitäten nicht mehr teilnehmen können, weil sie sich alleine nicht mehr zurecht finden. Der Gedächtnisverlust stellt auch den Tagesablauf auf den Kopf. Betroffene können in der Schule oder im Studium nicht mehr die volle Leistung bringen oder ihren Beruf nicht mehr ausüben. Die Folgen sind emotionaler Stress, psychische Störungen oder eine soziale Isolation.

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