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Welcher Beruf passt zu mir: 6+7 Tipps zum Berufstest

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Du stehst kurz vor deinem Abschluss oder hast die Schule bereits abgeschlossen und fragst dich: Welcher Beruf passt zu mir? Oder du bist bereits in einem Job tätig und strebst eine berufliche Neuorientierung an? Im folgenden Artikel findest du für beide Fälle Tipps für den Berufstest.

Es ist wichtig, dass du einem Beruf nachgehst, der dir liegt und den du gerne machst. In der Regel verbringst du den Großteil deines Lebens damit. Doch das ist leichter gesagt als getan. Viele Menschen stehen vor der Frage: Welcher Beruf passt zu mir? Manchen mag die Antwort leicht fallen, da sie eine Passion entwickelt haben, der sie auch beruflich nachgehen wollen und können. Doch für viele andere stellt diese Frage ein großes Problem dar. Sie können ihre Stärken nicht selbst erkennen, sind sich nicht sicher, was ihnen auf Dauer Spaß macht oder es fällt ihnen schwer, sich zwischen verschiedenen Optionen zu entscheiden.

Welcher Beruf passt zu mir: Tipps für Schüler

Wenn du vor kurzem die Schule beendet hast oder kurz davor bist, stellst du dir sicher die Frage: Was kommt danach? Die Welt steht dir offen und die Auswahl ist enorm. Im Folgenden geben wir dir einige Tipps und Hinweise dazu, welche Fragen du dir stellen musst, um dir die Entscheidung zu erleichtern.

Notiere dir deine Gedanken und Ideen

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Halte deine Gedanken und Ideen zur Berufswahl fest

Zunächst solltest du in dich gehen, um zu erfahren, was du eigentlich möchtest. Dabei ist es hilfreich, dir deine Überlegungen aufzuschreiben oder aufzumalen. Lege dafür eine Mind-Map oder eine Liste an, in der du alle Gedanken und Ideen zu deinem Wunschberuf sammelst. Stelle dir dabei folgende Fragen.

Was sind deine Interessen?

Beginne damit, dir deine Interessen zu überlegen. Schaue dabei auch über den Tellerrand hinaus. Welchen Hobbys gehst du nach und was macht dir besonders Spaß? Womit verbringst du gerne deine Zeit? Welche Fächer haben dir in der Schule besonders Spaß gemacht? Und auch wichtig: Was wolltest du schon länger gerne einmal machen, wozu dir aber die Möglichkeiten fehlten?

Hier ein paar Denkanstöße, zu welchen Ergebnissen du kommen könntest:

  • “Ich mache total gerne Sport und wurde am liebsten den ganzen Tag damit verbringen. Sowohl alleine gehe ich regelmäßig an meine Grenzen, als auch im Mannschaftssport blühe ich so richtig auf.”
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    Berücksichtige deine Interessen bei der Berufsfindung

  • “In kreativen Tätigkeiten kann ich mich richtig ausleben. Ich liebe es, zu malen, zu basteln oder Designs zu entwerfen. Dabei denke ich mir gerne neue Motive aus und habe ständig neue Ideen.”
  • “Ich verbringe meine Zeit gerne mit Tieren. Am liebsten nutze ich meine Freizeit, um mich um mit ihnen zu beschäftigen und sie zu versorgen.”
  • “Ich liebe es, Texte zu verfassen. Egal, ob es kleine Gedichte für Freunde, Tagebucheinträge, oder sogar eigene Geschichten sind – beim Schreiben sind meinen Gedanken keine Grenzen gesetzt.”
  • “Ich beschäftige mich gerne mit Fremdsprachen. Auch außerhalb der Schule lerne ich freiwillig neue Sprachen, um mich mit Menschen aus anderen Ländern verständigen zu können und deren Kultur kennenzulernen.”
  • “Ich lebe für Musik. Ich spiele mehrere Instrumente und liebe es, mir eigene Melodien oder sogar Songs auszudenken.”
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    Vielleicht kannst du eines deiner Hobbys zum Beruf machen

  • “Mir macht es super viel Spaß, Dinge zu bauen oder zu reparieren. Ich plane gerne eigene Projekte und arbeite daran, bis ich sie stolz präsentieren kann.”
  • “Beim Erstellen und Einhalten von Plänen bin ich in meinem Element. Egal, ob eigene Veranstaltungen, Gruppenausflüge oder eine gemeinsame Anschaffung – ich übernehme gerne die Organisation und kümmere mich um Buchungen, habe stets die Finanzen im Blick und bin auf alle Schwierigkeiten vorbereitet.”
  • “Ich bin total technikbegeistert. Ich bin immer auf dem neuesten Stand der Entwicklungen und bestens ausgestattet. Außerdem beschäftige ich mich mit den Funktionsweisen technischer Geräte und bin im Bekanntenkreis die Anlaufstelle bei technischen Problemen.”
  • “Ich verbringe meine Freizeit gerne damit, neue Dinge zu erforschen. Ich experimentiere gerne, lese mir aber auch gerne Forschungen zu diesem Thema durch, um ein besseres Verständnis dafür zu bekommen.”
  • “Der Umgang mit Menschen bereitet mir Freude. Egal ob Kinder, Gleichaltrige oder Menschen mit besonderen Bedürfnissen – ich blühe mit jedem sozialen Kontakt auf.”

Die Liste lässt sich noch ewig weiterführen. Überlege für dich, was dir wirklich Spaß macht und nicht mit Anstrengung, Pflicht oder Überwindung verbunden ist.

Es kann aber auch sein, dass du zwar viele Dinge gerne machst, aber in keinem so richtig aufgehst. Das ist überhaupt nicht schlimm. Es gibt trotzdem Dinge die dir liegen, auch wenn du dir dessen noch nicht bewusst bist. Im Folgenden findest du weitere Tipps, die dir bei der Orientierung helfen.

Was sind deine Stärken und Schwächen?

Überlege nun, was du besonders gut kannst, aber auch, wo deine Grenzen liegen. Denke dabei sowohl an deine Leistungen in der Schule als auch an deine Charaktereigenschaften und Fähigkeiten, die du in Hobbys und im Umgang mit anderen hervorbringst.

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Nutze deine Eigenschaften und Fähigkeiten in deinem zukünftigen Job

Überlege, welche der folgenden Fähigkeiten bei dir ausgeprägt sind:

  • Hast du starke Ansichten und Meinungen und setzt dich dafür ein oder bist du eher unentschlossen und lässt dich von anderen überzeugen?
  • Sprichst du gerne frei vor vielen Menschen oder kostet es dich Überwindung?
  • Übernimmst du in Gruppenarbeiten die Leitung oder befolgst du lieber Anweisungen?
  • Trägst du gerne Verantwortung, um Dinge selbst kontrollieren zu können oder gibst du die Verantwortung lieber ab?
  • Handelst du primär zu deinem Nutzen oder bedenkst du auch stets, wie sich deine Handlungen auf andere Menschen und deine Umwelt auswirken?
  • Lernst du gerne neue Dinge oder stützt du dich lieber auf das, was du bereits kannst?
  • Findest du dich schnell in neuen Umgebungen ein oder brauchst du lange, um dich einzuleben?
  • Brauchst du genaue Vorgaben, an denen du dich orientieren kannst oder handelst du lieber situativ?
  • Beobachtest und analysierst du lieber oder probierst du eher aktiv aus?
  • Kannst du gut mit Druck umgehen oder stressen dich Drucksituationen?

Was sind deine Ziele und Vorstellungen?

Überlege nun, was deine Ziele im Leben sind. Wo siehst du dich in einem, in fünf oder in zehn Jahren? Die Frage mag dir zunächst Angst machen, aber keine Panik: Die meisten Dinge ergeben sich im Laufe der Zeit und kommen manchmal doch anders als gedacht. Sicherlich wirst du deine Ansichten und Interessen im Laufe deines Lebens ändern. Es geht jedoch zunächst darum, was du dir momentan für deine Zukunft vorstellen kannst.

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Passt der Job zu deinen Lebenszielen?

  • Möchtest du einen festen und sicheren Job oder möchtest du flexibel sein und bevorzugst Abwechslung im Beruf?
  • Willst du vorrangig in einem Büro arbeiten oder bist du lieber draußen unterwegs, auch bei Wind und Wetter?
  • Bist du bereit und in der Lage, über lange Zeit körperlich tätig zu sein?
  • Möchtest du an einem festen Ort tätig sein oder bist du bereit, für deinen Job viel unterwegs zu sein und zu verreisen, unter Umständen auch ins Ausland?
  • Wie wichtig ist Geld in deinem Leben?
  • Möchtest du mit deinem Job etwas bewegen oder reicht es dir, wenn er deine Lebensgrundlage bildet?
  • Soll dein Job an erster Stelle stehen oder haben für dich Familie, Freunde und deine außerberufliche Selbstverwirklichung Vorrang?

Welche beruflichen Richtungen kommen in Frage?

Im Folgenden stellen wir dir einige Berufsfelder vor, die je nach deinen Interessen und Stärken in Frage kommen könnten:

  • Kreativität → Kunst, Gestaltung
  • Schreiben → Journalismus
  • Fremdsprachen → Kultur
  • Konstruieren und bauen → Handwerk, Architektur, Bau
  • Organisieren und strukturiertes Arbeiten → Wirtschaft, Verwaltung, Events
  • Technisches Interesse → IT, Elektro
  • Kontaktfreudigkeit → Beratung
  • Soziales Engagement → Soziales, Pädagogik

Recherchiere potentielle Berufe

Sobald du ein paar Berufe gefunden hast, die in Frage kommen, solltest du dich genauer darüber informieren. Erstelle am besten jeweils einen Steckbrief, der folgende Fragen beantwortet:

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Erstelle Steckbriefe für potentielle Berufe

  • Welche Aufgaben erwarten mich?
  • Kann ich in dem Beruf meine Interessen und Stärken einbringen?
  • Stimmt der Job mit meinen Zielen und Vorstellungen überein?
    • Welche Kompromisse müsste ich eingehen?
    • Welches Gehalt erwartet mich?
    • Was sind die üblichen Arbeitszeiten?
    • Wie sind die Weiterbildungsmöglichkeiten?
  • Stimmt der Job mit meinen Ansichten und Werten überein?
  • Wie sind die Ausbildungsmöglichkeiten? (Ausbildung, Studium, duales Studium, Fernstudium)
  • Bin ich für den Job geeignet beziehungsweise qualifiziert?

Lass dir Zeit bei der Berufsentscheidung

Du solltest keine unüberlegte oder erzwungene Entscheidung treffen. Wenn du voreilig einem Beruf nachgehst, der dir nicht liegt oder keine Freude bereitet, wirst du dich ewig ärgern. Beginn also rechtzeitig, dir Gedanken zu machen und führe sie über einen längeren Zeitraum fort. Ergänze also ständig deine Notizen zu den oben genannten Fragen und überprüfe, ob deine Ansichten noch aktuell sind oder ob du mittlerweile neue Erkenntnisse gewonnen hast.
In diesem Artikel findest du Tipps zum leichteren Entscheiden.

Lass dich beraten

Nutze zudem jede weitere Gelegenheit, dich über deine Möglichkeiten und bestimmte Berufe zu informieren. Es sollte dir nicht unangenehm sein, dass du noch nicht genau weißt, was du später mal machen möchtest, im Gegenteil: Das zeugt davon, dass du dir wirklich Gedanken machst, während andere die Entscheidung vor sich her schieben oder sogar blind eine Richtung einschlagen.

Auch dazu hast du verschiedene Möglichkeiten.

Berufsmessen

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Schaffe dir auf Jobmessen einen Überblick

Vielleicht besucht ihr bereits im Rahmen der Schule verschiedene Ausbildungs- oder Berufsmessen. Diese Möglichkeit solltest du tatsächlich nutzen, da du nicht nur einen Überblick über verschiedene Bereiche bekommst, sondern auch die Möglichkeit hast, dich von Experten dieser Bereiche informieren zu lassen. Besonders wertvoll ist, dass du dir von Auszubildenden oder Studierenden konkrete Erfahrungen und Empfehlungen anhören und ihre Einschätzung zu deinen Bedenken und Überlegungen einholen kannst. Sie standen vor kurzem vor der gleichen Entscheidung wie du und können deine Gedanken sehr gut nachvollziehen. Zuletzt bietet eine solche Messe bereits die Möglichkeit, konkrete Ausbildungsstätten kennenzulernen, sodass du bei Interesse bereits einen persönlichen Eindruck machen kannst und deine Chancen bei einer eventuellen Bewerbung erhöhst.

Du kannst diese Messen zwar nutzen, um erst einmal einen gesamten Überblick und Ideen zu bekommen. Es ist allerdings sinnvoll, sich vor dem Besuch die oben genannten Gedanken zu machen, um das Feld der möglichen Berufe einzugrenzen, sich speziell darauf zu fokussieren und Fragen und Zweifel zu notieren, die du im Laufe des Messebesuchs klären kannst.

Auch über die in der Schulen angebotenen Messen hinaus solltest du dich nach Angeboten umschauen. Tu dich mit Freunden zusammen oder frage jemanden aus der Familie, ob er dich begleitet. Gerade wenn du die Initiative ergreifst und freiwillig eine Messe besuchst, baust du deine Hemmungen ab.

Berufsberatung

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Lass dich von Experten beraten

Es gibt außerdem die Möglichkeit, eine Berufsberatung in Anspruch zu nehmen. Häufig wird diese Beratung von der Schule aus organisiert und kostenlos angeboten. Wenn du dir über deine Berufswahl noch unsicher bist, solltest du das Angebot definitiv nutzen. Die Berater sind Experten und haben einen objektiven Blick auf die Situation. Auf Basis deiner Gedanken und Überlegungen machen sie dir konkrete Vorschläge, was zu dir passen würde und geben dir dazu eine realistische Einschätzung, was dich dabei erwartet, also zum Beispiel welche Gehälter und Jobchancen in nächster Zeit zu erwarten sind.

Freunde und Familie um Einschätzung bitten

Wenn es dir schwer fällt, deine eigenen Stärken und Potentiale zu entdecken, kannst du Personen in deinem Umkreis um Hilfe bitten. Viele Dinge, die du gut kannst, fallen dir vielleicht gar nicht auf, weil sie dir eben so leicht fallen und du sie als selbstverständlich ansiehst. Mit Sicherheit können deine Freunde und Familie dir ein paar Dinge über dich erzählen, die dir noch nicht bewusst waren. Es ist zwar allein deine Entscheidung, welchen Weg du später einschlagen möchtest, trotzdem kannst du sie auch mal spontan fragen, wo sie dich in mehreren Jahren sehen. Vielleicht eröffnen sich dir dadurch neue Ideen, an die du bisher noch nicht gedacht hast.

Informationen aus erster Hand

Wenn du schon eine genauere Vorstellung von deinem Berufsweg hast, kannst du Menschen, die diesen Berufen nachgehen, direkt um Rat bitten. Es gibt immer Vorurteile über bestimmte Berufe, sowohl im positiven als auch im negativen Sinne. Nur wenn du jemanden fragst, der diesen Beruf selbst ausübt oder ausgeübt hat, kannst du mit vertrauenswürdigen und hilfreichen Erfahrungen und Hinweisen rechnen. Die meisten werden dir gerne helfen, wenn du sie mit deinem Anliegen kontaktierst.

Berufe ausprobieren

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Absolviere möglichst Praktika in verschiedenen Bereichen

Natürlich hast du nicht die Zeit und die Möglichkeiten, in jeden Beruf reinzuschnuppern. Es kann aber sinnvoll sein, die Jobs, die in die engere Auswahl kommen, auszuprobieren. Die effektivste Möglichkeit sind Orientierungspraktika, die du in deinen Schulferien oder auch nach Schulabschluss machen kannst. Manchmal werden auch Berufspraktika während der Schulzeit angesetzt. Nutze dieses Praktikum, um einen potentiell zukünftigen Beruf auszutesten.

Ansonsten kannst du auch Personen, die den jeweils in Frage kommenden Beruf ausführen, fragen, ob du ihnen ein paar Tage über die Schulter gucken darfst – natürlich nur, wenn der Beruf das erlaubt und zu einer angemessenen Zeit, in der die Person nicht zu gestresst ist.

Möglichkeiten abwägen

Wenn du nun eine Vorstellung davon hast, in welche berufliche Richtung es dich führen könnte, gibt es immer noch verschiedene Möglichkeiten, diese einzuschlagen. Die Möglichkeiten, die du dabei hast, hängen neben den Angeboten auch von deinen persönlichen Möglichkeiten ab. Generell hast du die Wahl zwischen einer Ausbildung, einem Studium, einem dualen Studium, oder einem Fernstudium. Im Folgenden geben wir dir einen Überblick über die zentralen Vor- und Nachteile der jeweiligen Optionen.

Ausbildung

VorteileNachteile
praxisnahmeist geringes Ausbildungsgehalt
Gehalt in der Ausbildungspäter geringeres Gehalt als nach Studium
häufig Übernahme nach der Ausbildungnur Einblick in ein Unternehmen
meist in der Nähe möglich
ohne (Fach-)Abitur möglich

Studium

VorteileNachteile
später höheres Gehalt als nach einer Ausbildungkein Gehalt, meist Nebenjob nötig
Einblick in verschiedene Schwerpunktetheoretisch, oft anspruchsvoll, wenig Praxisbezug
finanzielle Unterstützung vom Staatoft mit Umzug verbunden
meist nur mit (Fach-)Abitur möglich
keine direkte Übernahme nach Abschluss
Studiengebühren (bei staatlichen Unis recht gering, an privaten ziemlich hoch)

Duales Studium

VorteileNachteile
höheres Gehalt als nach einer Ausbildungmeist nur mit (Fach-)Abitur möglich
praxisnahoft mit Umzug verbunden
häufig Übernahmenur Einblick in ein Unternehmen
Gehaltanstrengend, zeitaufwändig
Studiengebühren werden oft übernommen

Fernstudium

VorteileNachteile
ortsungebundenmeist hohe Gebühren
flexibelsehr theoretisch
auch nebenberuflich möglicherfordert Disziplin und Motivation

In diesem Artikel erfährst du mehr zum Thema Fernstudium.

Je nach angestrebtem Beruf und Zielen sind die einen Möglichkeiten sinnvoller als andere, beziehungsweise gibt es nur eingeschränkte Möglichkeiten, den Beruf zu erlernen. Speziell in handwerklichen Berufen hast du aufgrund der nötigen Praxiserfahrung nur die Möglichkeit, eine Ausbildung zu machen – während zum Beispiel im wissenschaftlichen Sektor ein Studium der reguläre Weg in den Job ist. Manche Berufe sind nur über ein Studium zu erlernen, die wiederum ein abgeschlossenes Abitur voraussetzen. Das kannst du zum Beispiel berufsbegleitend nachholen. In diesem Artikel erfährst du mehr dazu.

Welcher Job passt zu mir: Tipps für Erwachsene

Doch auch, wenn du schon einen Beruf erlernt und vielleicht auch schon für längere Zeit ausgeübt hast, heißt das nicht, dass du ihm für immer nachgehen musst. Wenn du in deinem Job unglücklich bist und dich nach einer beruflichen Neuorientierung sehnst, sollte dem nichts im Wege stehen. Im Folgenden geben wir dir Tipps für eine berufliche Neuorientierung.

Gründe für Neuorientierung ermitteln

Bevor du Nägel mit Köpfen machst, solltest du in dich gehen und dir überlegen: Warum möchte ich mich eigentlich umorientieren? Was ist der Grund dafür, dass du nicht (mehr) glücklich bist? Welche weiteren Umstände haben dich zu einer Neuorientierung bewogen? Folgende Aspekte könnten dabei eine Rolle spielen:

  • Das Berufsbild hat sich geändert (früher andere Anforderungen und Aufgaben als heute)
  • Du und deine Vorstellungen haben sich geändert
  • Du fühlst dich über- oder unterfordert
  • Dein aktueller Beruf erfüllt dich nicht / fühlt sich nicht sinnstiftend an
  • Du bist auf der Suche nach einer neuen Herausforderung
  • Deine Möglichkeiten haben sich geändert (du bist eingeschränkter oder hast jetzt mehr Möglichkeiten)

Positive Aspekte betrachten

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Was gefällt dir an deinem jetzigen Job?

Nachdem du dir die Ursache deines Wunsches nach einer Neuorientierung bewusst gemacht hast, solltest du über die Dinge nachdenken, die dir an deinem bisherigen Job gefallen haben. Auch wenn du dich umorientieren möchtest, gibt es sicherlich Aspekte, die du nicht missen möchtest. Das muss nicht unbedingt mit der Tätigkeit an sich zu tun haben, sondern kann sich auch auf folgende Bereiche beziehen:

  • Eingespieltes Team
  • Flexible Arbeitszeiten
  • Gute Bezahlung
  • Sicheres Anstellungsverhältnis
  • Nahegelegener Arbeitsplatz

Doch vor allem die konkreten Aspekte deiner Tätigkeit könnten bei der Umorientierung entscheidend sein. Überlege dir, was dir Spaß gemacht hat und was auch dein neuer Job mit sich bringen sollte:

  • Umgang mit Menschen oder Tieren oder individuelle Tätigkeit
  • Möglichkeit zur Kreativität oder Vorgaben zur Orientierung
  • Abwechslungsreiche Tätigkeit oder bekannte Abläufe
  • Theoretische oder praktische Aufgaben

Ansprüche definieren

Nun solltest du abwägen, welche Eigenschaften dein neuer Job miteinander vereinbaren sollte. Lege anschließend einen Steckbrief an, in dem du deine Prioritäten festlegst. Vielleicht weichen deine Vorstellungen gar nicht so sehr von deiner aktuellen Beschäftigung ab, vielleicht hast du aber auch mittlerweile komplett andere Vorstellungen entwickelt und du sehnst dich nach einer kompletten Neuorientierung.

Stärken und Schwächen ermitteln

Wenn du schon länger im Berufsleben stehst, wirst du mit Sicherheit schon ein Gefühl dafür bekommen haben, was dir besonders gut liegt und was nicht beziehungsweise hast mittlerweile neue Stärken entwickelt. Wenn du das Gefühl hast, dass deine jetzige Tätigkeit dein Potential nicht voll ausschöpft, ist deine berufliche Umorientierung die Möglichkeit, endlich deine Talente zu nutzen.

Richtigen Beruf finden

Vielleicht kreist schon lange eine Idee oder ein Traumjob in deinem Kopf, dem du nun endlich nachgehen möchtest. Vielleicht gefällt dir aber auch die generelle Richtung, die du eingeschlagen hast und du möchtest dich nur leicht umorientieren.

In jedem Fall solltest du prüfen, ob die Gegebenheiten mit deinen Ansprüchen und Vorstellungen übereinstimmen.

Möglichkeiten abwägen

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Überlege, welche Möglichkeiten sich für dich ergeben

Je nachdem, wie sehr dein neuer Weg von deinem bisherigen Pfad abweicht, stehen dir verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Wenn du dich komplett neu orientierst, hast du ähnlich wie Schüler die Möglichkeit, eine Ausbildung, ein Studium, ein duales Studium oder ein Fernstudium zu beginnen.

Dabei hängt es natürlich zusätzlich von deiner Situation ab, welche Alternativen für dich in Frage kommen. Vielleicht hast du bereits eine Familie mit kleinen Kindern, monatliche Kosten, die gedeckt werden müssen und bist dementsprechend weniger flexibel und auf ein gewisses Einkommen angewiesen. In dem Fall könnt es sinnvoll sein, sich nach berufsbegleitenden Ausbildungsmöglichkeiten umzuschauen. Es gibt viele Möglichkeiten für berufsbegleitende Ausbildungen und Studiengänge. Speziell ein Fernstudium bietet sich in dem Fall an.

Doch vielleicht kannst du auch deine bisher erworbenen Kenntnisse und Erfahrungen nutzen, wenn auch in einem anderen Kontext. Informiere dich über Weiterbildungs- und Umschulungsmöglichkeiten, die dich zu deinem Ziel bringen.

Keine Hemmungen haben

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Finde den Job, der dich glücklich macht

In jedem Fall solltest du dich nicht aufgrund der Meinung Anderer zurückhalten lassen. Wenn du dich nach einer beruflichen Neuorientierung sehnst, sollte dich nichts davon abhalten. Dabei ist es egal, wie alt du bereits bist – jeder verdient es, glücklich zu sein – und dabei gilt: besser spät als nie. Dieser Schritt aus der sicheren, bekannten Situation in eine neue, ungewisse Zukunft erfordert Mut und Ehrgeiz. Doch denke stets daran: Menschen, die versuchen, diese Entscheidung herabzusetzen, sind vielleicht oft selbst nicht glücklich und beneiden dich um diese Stärke und Entschlossenheit, dich aus alten Mustern zu lösen.

Außerdem solltest du dich auch nicht davon abhalten lassen, dass du in deiner Ausbildung oder dem Studium zu den älteren Menschen zählen wirst: Mit Sicherheit bringst du einiges an Erfahrung und Weisheit mit, wovon junge Menschen profitieren können. Dir kann wiederum dieses frische und unbehaftete Umfeld dabei helfen, deinen Horizont zu erweitern.

Generell gelten für dich die gleichen Tipps zur Berufsfindung wie für Schüler, mit dem Vorteil, dass du schon Lebens- und Berufserfahrung gesammelt hast und dich und deine Stärken und Interessen bereits kennen lernen konntest.

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