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Die Wahl des richtigen Praktikum: So findest du deine Traum-Stelle

Praktika sind eine hervorragende Möglichkeit, um herauszufinden, welcher Beruf zu dir passt. Doch auch bei der Wahl des richtigen Praktikums gibt es einige Kriterien zu beachten. Wir helfen dir dabei das richtige Praktikum zu finden, damit du den größten Mehrwert aus deinem Praktikum ziehen kannst.


So findest du das richtige Praktikum

Welches Praktikum für dich das Richtige ist, hängt ganz davon ab, in welchem Rahmen du dein Praktikum absolvierst. Wenn du ein Schülerpraktikum machst, solltest du auf ganz andere Dinge wert legen, als wenn du ein Praktikum während deines Studiums absolvierst. Wir haben für dich die wichtigsten Kriterien zusammengestellt.

Schülerpraktikum finden

Schülerpraktikum finden

Viele Schüler haben einen Betrieb noch nie von innen gesehen. Das Schülerpraktikum dient deshalb erst einmal zur Orientierung. Das Praktikum dauert in der Regel 2 – 4 Wochen und soll den Schülern im Gegensatz zum trockenen Schulstoff erste praktische Erfahrungen ermöglichen. Besonders Schüler mit schlechten Noten können hier zeigen, was in ihnen steckt.

1. Betriebsgröße

Zum Einstieg in die Arbeitswelt empfiehlt sich ein kleines Unternehmen mit familiärer Atmosphäre. In diesen Betrieben hast du auch als Schüler die Chance verantwortungsvolle Aufgaben zu übernehmen. Wenn du es dir zutraust, kannst du dich auch bei größeren Unternehmen bewerben. Manchmal sind Schülerpraktika ausgeschrieben, jedoch kannst du auch eine Initiativbewerbung schreiben. Wie du eine gute Praktikumsbewerbung schreibst, erfährst du in unserem Ratgeber zu diesem Thema.

2. Standort

Außerdem bietet es sich an einen Praktikumsbetrieb in der Nähe des Wohnortes zu suchen, damit du für die kurze Zeit nicht umziehen musst. Du kannst zum Beispiel bei dem Bäcker anfragen, bei dem du sonntags deine Brötchen kaufst. Wenn du jemanden kennst, der als Anwalt arbeitet, kannst du auch bei ihm nach einem Praktikum fragen. Schülerpraktika werden oft über Beziehungen vergeben, da diese nur selten ausgeschrieben sind.

3. Betreuung

Ein gutes Schülerpraktikum zeichnet sich dadurch aus, dass dir ein Betreuer zur Seite gestellt wird. Dieser steht dir während des gesamten Praktikums zur Seite und ist dein Ansprechpartner, wenn du Fragen hast. Am besten fragst du schon vor Beginn des Praktikums nach, ob dir ein Betreuer zu Seite gestellt wird. Es ist wichtig einen Ansprechpartner im Betrieb zu haben, da die anderen Mitarbeiter oftmals keine Zeit für nähere Fragen haben.

4. Vergütung

Ein Schülerpraktikum wird in der Regel nicht vergütet. Wenn du Glück hast, bekommst du eine kleine Aufwandsentschädigung oder am Ende des Praktikums ein Geschenk. Dies hängt jedoch vom Arbeitgeber ab und ist freiwillig.

Studienpraktikum finden

Studienpraktikum finden

Fast alle Studenten absolvieren während ihres Studiums mindestens ein Praktikum. In vielen Studienfächern ist ein Praktikum sogar vorgeschrieben. Die Dauer des Praktikums ist hier erheblich länger als bei einem Schülerpraktikum und kann bis zu sechs Monaten betragen. In Ausnahmefällen treten Studenten auch noch längere Praktika an. Auch Auslandspraktika sind beliebt. Wenn du Hilfe bei deinem Bewerbungsschreiben auf Englisch brauchst, findest du in unserem Ratgeber Tipps zu diesem Thema. Ein Studienpraktikum dient in erster Linie dazu in den Wunschberuf hineinzuschnuppern und dir weitere praktische Kenntnisse anzueignen.

1. Betriebsgröße

Die Größe des Betriebs oder des Unternehmens, in dem du dein Praktikum absolvieren möchtest, ist Typsache und hängt von deinen Erfahrungen ab. Wenn du dir ein Praktikum in einem großen Unternehmen zutraust, spricht nichts dagegen. Allerdings solltest du bedenken, dass diese oft schon bestimmte Kenntnisse und Berufserfahrung erwarten, damit du mitarbeiten kannst. Neue Kenntnisse und verantwortungsvolle Aufgaben werden dir vermehrt in kleinen Unternehmen übertragen.

2. Standort

Da deine Praktika während des Studiums meist von längerer Dauer sind, lohnt es sich zum Teil für das Praktikum umzuziehen. Dies hängt vor allem von deinen finanziellen Möglichkeiten ab. Wenn dich eine Praktikumsstelle in einer anderen Stadt oder gar in einem anderen Land interessiert, solltest du dich dort bewerben und einen Umzug in Betracht ziehen. Vor allem wenn in deiner Stadt keine Unternehmen sind, die den Berufszweig vertreten, der dich interessiert, solltest du dich in anderen Städten umsehen. Andererseits lohnt es sich auch dich in deinem Wohnort nach einer geeigneten Praktikumsstelle umzusehen. Aus einem Praktikum kann eventuell eine Werkstudentenstelle werden und du könntest neben deinem Studium weitere Berufserfahrung sammeln.

3. Betreuung

Auch bei einem Studienpraktikum empfiehlt es sich einen Betreuer an der Seite zu haben. Obwohl du wahrscheinlich schon selbstständiger bist und mehr Kenntnisse und Fähigkeiten hast als ein Schülerpraktikant, lohnt es sich einen Ansprechpartner zu haben, der bei Fragen und Problemen weiterhelfen kann. Wenn du keinen Betreuer zur Seite gestellt bekommst, kannst du dich jedoch auch an die anderen Mitarbeiter wenden oder versuchen bestimmte Probleme selbst zu lösen. Dennoch solltest du am Ende deines Praktikums ein Feedback-Gespräch bekommen, damit du eine Rückmeldung zu deiner Leistung erhältst.

4. Vergütung

Die Vergütung eines Studienpraktikums variiert enorm und hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab. Ein freiwilliges Praktikum sollte vergütet werden, während ein Pflichtpraktikum nicht zwangsweise vergütet werden muss. Außerdem hängt die Vergütung oftmals von der Größe und der Art des Unternehmens bzw. der Branche ab. In einer Unternehmensberatung erhältst du weitaus mehr Gehalt als in der Kulturbranche. Des Weiteren bekommst du in der Regel mehr Praktikumsgehalt, wenn du bereits über einen Studienabschluss verfügst, also schon im Master bist.

Praktikum nach Studienabschluss

Praktikum nach Studienabschluss

Normalerweise solltest du gegen Ende deines Studiums schon genug praktische Erfahrung gesammelt haben, um direkt ins Berufsleben einzusteigen. Solltest du jedoch keine Berufserfahrung während deines Studiums gesammelt haben, empfiehlt es sich auch nach dem Studium ein Praktikum zu machen, um bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu haben. Außerdem ist es sinnvoll ein Praktikum nach Studienabschluss zu machen, wenn sich deine Berufswünsche geändert haben. Dennoch solltest du aufpassen nicht zu viele Praktika zu machen, da du sonst Gefahr läufst in der Praktikumsschleife zu enden.

1. Betriebsgröße

Bei der Auswahl des Betriebs solltest du dir überlegen, in welcher Art von Unternehmen du im Anschluss gerne arbeiten möchtest. Nach Studienabschluss solltest du darauf achten, dass dir das Unternehmen und das Praktikum voll zusagen, da du die Chance hast Kontakte zu knüpfen und vielleicht sogar übernommen zu werden. Dies kann in kleinen, mittelständischen aber auch großen Unternehmen der Fall sein. Meist steht schon in der Stellenausschreibung ob eine Chance auf Übernahme besteht.

Achtung: Manche Unternehmen schreiben in ihre Stellenanzeigen, dass eine Chance auf Übernahme besteht, um qualifizierte Praktikanten anzulocken. Jedoch stellen sie am Ende des Praktikums nicht ein, sondern suchen den nächsten Praktikanten. Solche Unternehmen erkennst du oft daran, dass sie im Verhältnis zur Größe des Unternehmens überdurchschnittlich viele Praktikumsstellen ausschreiben.

2. Standort

Auch wenn es um den Standort geht, solltest du dir überlegen, ob du dir vorstellen kannst für längere Zeit in der Stadt zu bleiben, in der das Unternehmen sitzt. Denn solltest du nach deinem Praktikum einen Job angeboten bekommen, wirst du wahrscheinlich noch einige Jahre in der Stadt leben. Planst du jedoch nicht übernommen zu werden, kannst du auch noch einmal für einige Wochen umziehen oder eventuell ein Auslandspraktikum machen.

3. Betreuung

Nach Studienabschluss solltest du in der Lage sein eigenständig und verantwortungsbewusst zu arbeiten. Auch ohne Betreuer solltest du in der Lage sein dich schnell in Aufgabengebiete einzuarbeiten und eigene Ideen einzubringen. Jedoch solltest du ein Feedback-Gespräch am Ende deines Praktikums bekommen, damit du eine Rückmeldung zu deiner Leistung erhältst.

4. Vergütung

Die Praktikumsvergütung sollte an deine Qualifikation angepasst werden, jedoch passiert dies meist nur geringfügig. Auch hier hängt die Vergütung von vielen verschiedenen Faktoren ab, wie der Länge deines Praktikums, der Branche und der Größe des Unternehmens.

Rechtliche Regelungen zum Praktikum

Wenn du ein Praktikum absolvierst, kann es nur von Vorteil für dich sein, wenn du deine Rechte kennst und weißt, welche Ansprüche du besitzt. Vielen Schülern und Studenten fällt es schwer den Überblick über die gesetzliche Lage zu behalten, denn es gibt viele Faktoren, die es zu beachten gibt.

Freiwilliges Praktikum

  • Bezahlung: Bei freiwilligen Praktika hast du einen Anspruch auf eine angemessene Ausbildungsvergütung. Dies dient vor allem dazu, dass du trotz des Praktikums deinen Lebensunterhalt bestreiten kann. Nur wenn das Praktikum weniger als einen Monat andauert, besteht dieser Anspruch nicht. Seitdem es einen gesetzlichen Mindestlohn gibt, besteht außerdem bei einem Praktikum von mehr als drei Monaten ein Anspruch auf einen Stundenlohn von 8,84€.
  • Urlaub: Wenn du ein freiwilliges Praktikum machst, hast du außerdem einen Anspruch auf den gesetzlichen Mindesturlaub. Dieser beträgt 20 Tage im Jahr. Bist du kürzer als ein Jahr im Betrieb, wird dir der Urlaub anteilig berechnet. Bei beispielsweise sechs Monaten Praktikum hättest du Anspruch auf 10 Tage Urlaub.
  • Kündigung: Du kannst das Arbeitsverhältnis mit Mindestfrist von vier Wochen kündigen. Der Arbeitgeber hat dieses Recht nur in Ausnahmefällen.
  • Praktikumszeugnis: Du hast am Ende des Arbeitsverhältnis’ einen Anspruch auf ein einfaches Zeugnis.

Pflichtpraktikum

Machst du ein Pflichtpraktikum, hast du die oben aufgeführten Rechte nicht. Der Betrieb oder das Unternehmen müssen dich weder vergüten noch Urlaub gewährleisten. Am Ende des Praktikums müssen sie dir lediglich eine Praktikumsbescheinigung für die Schule oder die Universität aushändigen. Aufgrund dieser Rechtslage sind Pflichtpraktikanten bei Unternehmen besonders beliebt und werden bei der Einstellung gegenüber freiwilligen Praktikanten oft bevorzugt.

Praktikumsvertrag

Vor Beginn des Praktikums empfiehlt es sich einen Praktikumsvertrag abzuschließen. Dies ist keine Pflicht, jedoch hat es Vorteile für Praktikant und Unternehmen, da hier die Ansprüche und Rechte beider Seiten festgelegt sind. In einem Praktikumsvertrag sollte der Zeitraum, die wöchentliche Arbeitszeit, Vergütung und der Urlaubsspruch festgelegt sein. Außerdem empfiehlt es sich die Bereiche, in denen du eingesetzt werden sollst, bereits vorher auszuhandeln.

Versicherungspflicht beim Praktium

Pflichtpraktikanten muss in der Regel keine Arbeitslosen-, Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung bezahlt werden. Erst ab einer Vergütung von 450 Euro kann sich das ändern. Jedoch muss jeder Praktikant unfallversichert werden. Das kann allerdings auch durch die Schule erfolgen. Von der Arbeitslosenversicherung sind Praktikanten befreit.

Arbeitsschutz beim Praktikum

Vor allem Minderjährige dürfen in der Woche nicht mehr als acht Stunden bzw. zehn Schichtstunden am Stück arbeiten. In der Woche sollte die Arbeitszeit höchstens 40 Stunden betragen. Grundsätzlich teilen sich die 40 Stunden auf fünf Arbeitstage die Woche auf. Die Arbeitszeit sollte in der Regel zwischen 6 und 20 Uhr erfolgen. Ausnahmen existieren für Handwerksberufe wie Bäcker.

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