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Stärken und Schwächen: 10 Do’s & 10 Don’ts fürs Vorstellungsgespräch

Stärken und Schwächen sind ein beliebtes Thema in Vorstellungsgesprächen. Hier kannst du gerade auch mit originellen Eigenschaften punkten. Mit unseren Do’s und Don’ts zu Stärken und Schwächen überzeugst du deinen Arbeitgeber und bleibst dennoch du selbst.

Um im Bewerbungsgespräch zu überzeugen, solltest du besondere Stärken und Schwächen nennen können. Gleichzeitig müssen sie auch deine Persönlichkeit widerspiegeln. Bei deinen Vor- und Nachteile zu flunkern, ist allerdings keine gute Idee. Dein Chef wird schnell merken, wie viel von deiner Einschätzung der Wahrheit entspricht.

Warum fragen Personaler nach deinen Stärken und Schwächen? Sie wollen herausfinden, ob du ins Team passt. Aus diesem Grund sind unterschiedliche Persönlichkeitstypen gefragt. Es hilft also nicht immer, sich als sehr gute Führungskraft in Szene zu setzen. Manchmal führt Bescheidenheit zu den besseren Erfolgschancen.

Stärken & Schwächen: 10 Don’ts im Vorstellungsgespräch

Stärken & Schwächen: Was du vermeiden solltest

Durch welche Stärken kennzeichnest du dich und was würdest du gerne an dir verändern? Diese Frage hast du bestimmt schon in einem Bewerbungsgespräch beantworten müssen. Eingängige Standardantworten hinterlassen beim Arbeitgeber leider keinen bleibenden Eindruck.

5 langweilige Stärken

Im Vorstellungsgespräch will dich der Arbeitgeber persönlich kennenlernen. Mit einigen Stärken kannst du hier punkten, andere sind einfältig und lassen dich langweilig wirken. Folgende Antworten solltest du auf die Frage nach deinen Stärken lieber vermeiden.

„Ich bin freundlich.“ Freundlichkeit ist keine individuelle Stärke. Sie ist eine Umgangs- und Verhaltensform. Schließlich versucht man im Alltag immer freundlich zu seinen Mitmenschen zu sein. Diese Eigenschaft sollte daher nicht als besonderes Merkmal im Gespräch erwähnt werden.

„Ich bin pünktlich.“ Auch mit Pünktlichkeit beeindruckst du deinen Gesprächspartner nicht. In unserer schnelllebigen Zeit ist Pünktlichkeit im Arbeitsalltag eine Grundvoraussetzung. Somit sollte diese nicht als Stärke genannt werden.

„Ich arbeite sorgfältig und zuverlässig.“ Ebenso gleichen diese Eigenschaften einer Floskel. Sie sind keine ausreichende Beschreibung deiner Persönlichkeit. Als Teil eines Teams wird Zuverlässigkeit und Sorgfalt in deiner Arbeit erwartet.

„Ich bin teamfähig.“ Niemand stellt gerne Alleingänger ein. Sich als besonders teamfähig zu präsentieren ist jedoch wenig hilfreich. Teamfähigkeit ist ein Teil deiner Sozialkompetenz und kein individuelles Alleinstellungsmerkmal.

„Ich bin motiviert.“ Zwar arbeitet nicht jeder in seinem Job mit viel Motivation. Dennoch beschreibt dich diese Stärke nur sehr einseitig. Vielleicht lässt du dich leicht motivieren, doch deine Leidenschaft verfliegt schon wieder nach einer halben Stunde.

5 inhaltlose Schwächen

Nun ist nach deinen Schwächen gefragt. Auch hier gibt es eine Bandbreite an stumpfsinnigen Antworten. Dein Chef hat bestimmt schon einige davon gehört. Achte also besonders auf die folgende Liste.

„Ich bin ungeduldig.“ Vielleicht beschreibt dich diese Eigenschaft gut. Dennoch ist es eine beliebte Standardantwort auf die Frage nach deinen Schwächen. Wenn du aus der Masse hervorstechen möchtest, solltest du diese Antwort daher vermeiden.

„Ich bin perfektionistisch.“ Diese Antwort wirkt auf jeden Zuhörer unsympathisch. Denn perfektionistisch bedeutet meistens, dass man keine Aufgaben abgeben kann. Perfektionisten sind dementsprechend schwer in ein Team einzubinden.

„Ich bin unpünktlich.“Auch diese Aussage ist eine vorhersehbare Antwort. Diese Schwäche beschreibt dich nicht in deiner Persönlichkeit. Zudem illustriert sie einen Mangel an Zuverlässigkeit.

„Ich lege zu viel Wert auf Fairness.“Zu viel Wert auf Fairness? Mit dieser Antwort versuchst du eine Stärke als Schwäche zu verkaufen. Manchmal kann das gelingen. Oftmals versteckst du dich mit solchen Floskeln jedoch hinter der Wahrheit. Personaler kennen diese Vermeidungstaktiken und werden dir auf den Zahn fühlen.

„Ich habe keine Schwächen.“ Die schlimmste Antwort, die du geben kannst. Denn mit dieser Behauptung liegst du falsch. Jeder Mensch bringt seine kleinen Eigenarten mit in den Arbeitsalltag. Das ist auch in Ordnung. Du solltest also auf jeden Fall 2 bis 3 Schwächen nennen können.

10 Do’s für deine Stärken und Schwächen

Mit diesen Stärken & Schwächen überzeugst du

Zum Thema Stärken und Schwächen gibt es einige wissenschaftliche Studien. In diesen Untersuchungen wurde durchweg herausgefunden, dass Bewerber mit ehrlichen und authentischen Eigenschaften am meisten überzeugen. Wir geben dir ein paar Beispiele, welche Antworten im Bewerbungsgespräch fruchten.

5 überzeugende Stärken

Bei deinen Stärken solltest du darauf achten, nicht zu dick aufzutragen. Eine Mischung aus Überzeugungskraft und Bescheidenheit ist optimal. Am besten erläuterst du deine Stärken an einem Beispiel. Daran lässt sich gut erkennen, dass deine Antwort authentisch ist.

„Ich habe eine hohe Auffassungsgabe.“ Auch diese Antwort klingt zunächst etwas pauschal. Wenn du sie mit einem Beispiel schmückst, wirkt es gleich viel überzeugender. Welchen Nutzen hat deine Auffassungsgabe? Vielleicht arbeitest du mit Daten und Zahlen und kannst diese schnell erfassen. Oder du arbeitest im Kontakt zu Kunden. Hier bist du empathisch und spürst schnell, was sich deine Kunden wünschen.

„Ich arbeite sehr strukturiert.“ Struktur ist in jedem Job wünschenswert. Strukturierte und organisierte Menschen punkten im Beruf durch ihre Fähigkeit, den Überblick zu behalten. Wenn du also gut im Zeit-Management bist, dann solltest du diese Stärke auf jeden Fall erwähnen.

„Ich bin entscheidungsfreudig.“ Mit dieser Stärke signalisierst du Entschlossenheit, ohne verbissen zu wirken. Gut Entscheidungen treffen zu können, ist eine starke Eigenschaft. Das bedeutet jedoch nicht, dass du nicht auch mal Fehler machst. Erkläre dich im Vorstellungsgespräch und gib deinem Zuhörer ein konkretes Beispiel. So kann man die Bedeutung dieser Stärke besser nachvollziehen.

„Ich vertrete gerne meine Meinung.“ Diese Stärke ist sehr empfehlenswert. Allerdings musst du sie im Gespräch unbedingt erläutern. Du möchtest schließlich nicht ignorant und selbstverliebt wirken. Zeige lieber, dass du dich im Team auch mal durchsetzen kannst. Gleichzeitig solltest du dann allerdings auch deine Toleranz gegenüber anderen Meinungen unterstreichen.

„Ich kann gut vor Menschen sprechen.“ Dein Präsentationstalent ist ein essentieller Teil deiner Sozialkompetenz. Wenn es auf dich zutrifft, solltest du es als Stärke im Vorstellungsgespräch erwähnen. Nur sei vorsichtig, der Personaler wird im Gespräch schnell bemerken, ob diese Eigenschaft der Wahrheit entspricht. Trittst du selbstsicher auf, kannst du hiermit jedoch punkten.

5 nennenswerte Schwächen

Nun sind wir am schwierigen Teil des Bewerbungsgesprächs angelangt. Du sollst deine Schwächen nennen, ohne dich für den Job zu disqualifizieren. Am besten verwendest du daher regulierende Wörter wie „manchmal“ oder „ab und zu“. So relativierst du deine Schwächen geschickt. Achte darauf, auch hier authentische Antworten zu geben.

„Manchmal komme ich schwer auf den Punkt.“ Eine gute Erkenntnis, die du nur durch Selbstreflexion erhältst. Du bist dir darüber bewusst, dass du in einer Präsentation hin und wieder länger brauchst. Das ist eine Schwäche, an der man arbeiten kann.

„Nein sagen ist nicht meine Stärke.“ Mit dieser Schwäche sendest du deinem Arbeitgeber ein klares Signal: Manchmal nehme ich zu viele Aufgaben gleichzeitig an. Denn zu seinem Vorgesetzten Nein zu sagen, fällt oftmals schwer. Hierin kannst du dich im Laufe deiner Karriere jedoch gut verbessern.

„Ich bringe für diesen Bereich wenig Erfahrung mit.“ Mit dieser Schwäche spielst du mit offenen Karten. Und streng genommen ist es keine persönliche Schwäche. Wenig Erfahrung lässt sich mit einer motivierten Arbeitseinstellung schnell ausgleichen. Denn jeder fängt irgendwann mal an.

„Ich bin manchmal sehr direkt.“ Diese Schwäche kannst du aufführen, solange du nicht im Kundenservice arbeitest. Dinge direkt anzusprechen kann in vielen Arbeitssituationen helfen. Es kann jedoch auch Kollegen vor den Kopf stoßen.

„Im Vergleich zu anderen bin ich introvertiert.“ Wenn du im Büro arbeitest, kannst du diese Schwäche im Vorstellungsgespräch erwähnen. Denn ein Team kann nicht nur aus lauten, extrovertierten Mitarbeitern bestehen. Vielleicht sucht dein Arbeitgeber genau diese Eigenschaft: einen kühlen Kopf in hitzigen Situationen.

Selbstreflexion: Wie erkenne ich meine Stärken und Schwächen?

Selbstreflexion: wie erkenne ich meine Stärken und Schwächen?

Die beste Methode zur Erkennung der eigenen Stärken und Schwächen ist die Selbstreflexion. Nimm dir einen Moment Zeit um deine Arbeitsweise zu analysieren. Die folgenden Fragen können dir dabei als Hilfsmittel dienen.

  • Hältst du Termine und Fristen gut ein?
  • Können Mitarbeiter auf dich bauen?
  • Kommen deine Kollegen bei Fragen auf dich zu?
  • Hilfst du anderen gerne bei ihrer Arbeit?
  • Brauchst du Ruhe, um zu arbeiten?
  • Bleibst du auch in Diskussionen ruhig?
  • Kannst du andere Menschen gut einschätzen?
  • Gehst du gerne auf andere zu?

Manchmal hilft es, sich mit anderen Mitmenschen zu vergleichen. Sei ehrlich zu dir selbst und gestehe dir deine Schwächen ein. Vielen fällt diese Aufgabe leicht. Bei den persönlichen Stärken wird es dann schwieriger. Mit diesen Tipps lernst du dich selbst besser kennen.

Du kannst auch deine Familie und Freunde um Hilfe bitten. Deine Freunde solltest du vor allem nach deinen Stärken fragen. Denn sie sind nicht grundlos mit dir befreundet. Vielleicht ergänzt ihr euch gut und seid genau auf einer Wellenlänge. Freunden fällt es dann oft leicht, etwas Nettes über dich zu sagen.

Bei Schwächen ist die Familie der bessere Ratgeber. Sie kennen dich dein Leben lang und wissen genau, wo deine Macken liegen. Achte darauf, dass sich dieses Gespräch nicht in ein Streitgespräch verwandelt. Deine Familie hilft dir lediglich bei deiner Selbsteinschätzung.

Versteckte Fragen im Bewerbungsgespräch

Versteckte Fragen im Bewerbungsgespräch

In deinem Vorstellungsgespräch haben Stärken und Schwächen keine Erwähnung gefunden. Du wurdest auch nicht danach gefragt. Aber bist du dir da sicher? Personaler haben sich neue Methoden einfallen lassen, um indirekt mehr über dich zu erfahren.

Deine Stärken testen

Statt direkt nach deinen Vorzügen zu fragen, wirst du im Gespräch aus der Reserve gelockt. Mit den folgenden Fragen testen dich Personaler gern:

  • Welche drei Eigenschaften würde dein Chef an dir schätzen?
  • Wofür hast du von Kollegen Komplimente bekommen?
  • Womit konntest du vor deinem Chef glänzen?
  • Wodurch hebst du dich von anderen ab?
  • Welche Arbeitsbereiche machen dir besonders Spaß?
  • Wo kannst du deine größten Erfolge verbuchen?

An dieser Stelle ist ein gutes Gespür gefragt. Natürlich solltest du von deinen Erfolgen erzählen. Gib jedoch Acht auf ausgeglichene Beispiele. Denn du sollst hier keine Lobeshymne über dich singen. Die richtige Mischung aus Stolz und Bescheidenheit macht’s.

Deine Schwächen herauslocken

Etwas gemeiner sind die versteckten Fragen nach deinen Schwächen. Um dich besser kennenzulernen verwenden Personaler trickreiche Formulierungen. Bei den folgenden Beispielen solltest du also zweimal überlegen, bevor du antwortest.

  • Warum möchtest du den Job wechseln?
  • Was stört dich im Arbeitsalltag?
  • Was würdest du verbessern?
  • Welches Feedback hast du bisher von deinem Chef bekommen?
  • Was hat dich an deinen Kollegen gestört?
  • Was nervt dich an Kundengesprächen am meisten?

Deine Antworten können viel über dich verraten. In einem Job mit Kundenkontakt solltest du dich zum Beispiel nicht ungeduldig zeigen. Zudem sind die Gründe für deinen Jobwechsel interessant. Vielleicht warst du mit deinem Chef nicht auf einer Wellenlänge. Vielleicht fällt es dir aber auch schwer, dich in ein Team einzufinden. Lass also bei deinen Schwächen besondere Vorsicht walten.

Skalenfragen

Wie würdest du deine Teamfähigkeit beschreiben? Mit sogenannten Skalenfragen ermitteln Personaler deine konkrete Einschätzung. Auf einer Skala von 1 bis 10 sollst du dich dann selber beurteilen. Hier solltest du unbedingt darauf achten, nicht zu hohe und nicht zu niedrige Zahlen zu nennen.

Variiere in deinen Antworten und lass dich nicht aus der Ruhe bringen. Du bist manchmal unpünktlich? Dann gestehe hier deine Schwäche ein. Bei der Frage zu deiner Motivation kannst du dann ganz klar mit 10 antworten.

Bleib authentisch

In einem Vorstellungsgespräch solltest du nicht nur das sagen, was gerne gehört wird. Viel mehr kommt es darauf an, dass du authentisch bleibst. Arbeitgeber suchen unterschiedliche Eigenschaften. Genau aus diesem Grund wird es schließlich Stärken und Schwächen genannt. Auch du kennzeichnest dich durch deine ganz eigene und damit besondere Persönlichkeit.

Wenn du deine Vor- und Nachteile noch nicht richtig benennen kannst, dann probiere es doch mal mit einem Persönlichkeitstest. Durch simple Fragen lernst du dich so besser kennen.

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