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Was soll ich studieren? 5 Tipps & 9 Fachbereiche für die Studienwahl

Fachredakteurin
Aktualisiert:

Bei über 20.000 verschiedenen Studiengängen ist die Auswahl gar nicht so einfach. Zudem gibt es einige Dinge, die du dabei beachten musst. Wir geben dir Tipps, wie du den richtigen Studiengang für dich findest und dich vorbereiten kannst.

Du hast deinen Schulabschluss in der Tasche oder möchtest dich nebenbei beruflich weiterbilden? Dann stellst du dir sicherlich die Frage, was du studieren sollst. Im Folgenden erhältst du Tipps, die dir bei der Suche nach dem passenden Studiengang helfen können.

Was du studieren kannst: Tipps und Methoden

Was du studieren kannst

Bei der Frage “Was soll ich studieren?” bist du wahrscheinlich aufgrund der vielen Möglichkeiten erst einmal ratlos.

Du möchtest den richtigen Studiengang für dich finden und weißt im ersten Moment vielleicht nicht, wo du mit der Suche beginnen sollst.

Auch stresst du dich eventuell sehr damit und setzt dich bei der Suche unter Druck. Natürlich ist die Studienwahl nicht unbedingt eine einfache Entscheidung.

Vor allem, wenn du noch nicht weißt, was dir Spaß machen könnte. Doch diese Entscheidung kann dir niemand abnehmen.

Aber mach dir keine Sorgen, denn vor dir ging es schon vielen Menschen so. Daher erklären wir dir hier, wie du stressfrei das richtige Studium für dich findest. Denn eine gute Vorbereitung führt im besten Fall dazu, dass du auch nach ein paar Semestern noch Freude an deinem Studium hast.

Wenn du bereits eine Ausbildung abgeschlossen hast oder berufstätig bist, fällt dir die Studienwahl vielleicht schon leichter. Eventuell bist du an einem Punkt angekommen, dich einfach weiterzubilden oder du strebst eine höhere Position an.

Dafür ist manchmal ein abgeschlossenes Studium erforderlich. Es sei denn, du möchtest dich beruflich umorientieren und einen Neuanfang wagen. 

Stelle dir dazu selbst ein paar grundlegende Fragen und mache dir erst einmal Gedanken zur Studienrichtung, anstatt dich auf ein Studienfach zu konzentrieren.

Folge deinen Interessen und Stärken

Folge deinen Interessen und Stärken

Finde heraus, wo deine Stärken liegen. Überlege außerdem, welche Interessen du hast und was dir in der Schule oder in bisherigen Jobs am meisten gelegen hat.

Vielleicht hattest du besonders viel Spaß in einem bestimmten Schulfach oder du hast in deiner Freizeit neue Talente entdeckt.

Vielleicht hast du auch außerhalb der Schule ehrenamtlich gearbeitet, Kinder oder Senioren betreut. Dann könnten dir pädagogische oder soziale Berufe liegen.

Oder du bist ein echtes Gaming-Talent, sodass du beispielsweise Game Design oder Games Engineering studieren kannst.

Wenn dich deine Überlegungen nicht weiterbringen, kannst du dir im Internet einen Test heraussuchen. Viele Tests sind kostenlos und du kannst dadurch mehr über deine Persönlichkeit herausfinden.

Hast du den Test einmal durchlaufen, weißt du, wo deine Interessen liegen. Zudem zeigt dir der Test am Ende an, welche Studiengänge am besten zu dir passen. Interessierst du dich beispielsweise für Mathematik, wird dir eher ein Studiengang im naturwissenschaftlichen Bereich angezeigt.

Konzentriere dich bei der Studienwahl nur auf das, was wirklich zu dir passt. Manchmal werden Studierende von ihrem familiären Umfeld oder ihrem Freundeskreis dazu gedrängt, ein bestimmtes Fach zu studieren.

Doch bei einem Studium geht es ausschließlich darum, etwas zu studieren, was dir liegt und was dich wirklich interessiert.

Wenn dich mehrere Dinge interessieren, kannst du versuchen, diese miteinander zu kombinieren. Manche Studiengänge sind interdisziplinär ausgelegt, sodass du dich nicht nur auf eine Richtung festlegen musst.

Beachte jedoch, dass du etwas wählen solltest, bei dem außer deinem Interesse auch deine Stärken liegen. Wenn du nicht sonderlich begabt in naturwissenschaftlichen Fächern bist, dich aber für Medizin interessierst, solltest du dir lieber etwas anderes aussuchen.

Informiere dich

Informiere dich

An unterschiedlichen Einrichtungen gibt es die Möglichkeit, sich in Hinblick auf die Studiengangauswahl beraten zu lassen.

Bei der Bundesagentur für Arbeit gibt es zum Beispiel die persönliche Berufsberatung. Diese bietet sich auch an, wenn du noch nicht weißt, ob du studieren oder eine Ausbildung machen sollst.

Daneben gibt es auch an den Hochschulen spezielle Beratungsangebote. An den meisten Hochschulen findest du eine Zentrale Studienberatung.

Dort kannst du dir all deine Fragen rund um das Studium beantworten lassen, denn sie ist auf das Studienangebot der jeweiligen Hochschule ausgerichtet.

Zusätzlich erhältst du meistens noch Broschüren, Bücher und weiter digitale Angebote, mit denen du die möglichen Studiengänge auch zu Hause noch reflektieren und in Ruhe noch einmal alle Informationen durchgehen kannst.

Hast du schon ein paar Semester studiert und bist unzufrieden mit deiner Studienwahl, kannst du dir auch dann noch bei der Studienberatung Hilfe suchen. Du brauchst dabei keine Versagensängste zu haben. Das Studium für etwas anderes abzubrechen erfordert Mut und bringt im besten Fall Erleichterung.

Überlege, welchen Beruf du später ausüben willst

Wenn du eher eine Person bist, die lieber am Schreibtisch sitzt und mit Kundinnen und Kunden arbeitet, wäre ein Bürojob in der Wirtschaft eventuell das Richtige für dich.

Möchtest du lieber in einem Labor arbeiten, bieten sich naturwissenschaftliche Studiengänge an. Oder du schreibst vielleicht gerne Texte? Dann könnte die Arbeit in einer Redaktion zu dir passen.

Je nachdem, wo du dich in der Zukunft eher siehst, kannst du diesen Gedanken als Anhaltspunkt nehmen. Viele Studierende haben sich für ihren Studiengang entschieden, weil dieser Voraussetzung für ihren Wunschberuf ist.

Informiere dich im Voraus, was Arbeitgeber in deinem Wunschbereich in den Stellenangeboten voraussetzen. 

In einigen Studiengängen kannst du dich sogar auf bestimmte Bereiche spezialisieren. Gerade in den Masterstudiengängen gibt es häufig Vertiefungen in den Bereichen, für die du dich vielleicht erst im Laufe des Bachelorstudiums interessierst.

Vergleiche die Hochschulen mit anderen

Vergleiche die Hochschulen mit anderen

Wenn du verschiedene Hochschulen gefunden hast, die deinen Wunschstudiengang anbieten, solltest du sie miteinander vergleichen.

Schaue nach, ob es Berichte über die Hochschulen gibt und was andere Studierende dazu sagen.

Oft gibt es Profile der Hochschulen in den sozialen Netzwerken wie Instagram oder Videos auf YouTube. So kannst du einen ersten Eindruck von der Uni oder Fachhochschule gewinnen.

Alternativ kannst du dir die Hochschulen auch vor Ort ansehen. Beispielsweise veranstalten die Unis jedes Jahr Tage der offenen Tür an oder Informationsveranstaltungen.

Zudem gibt es noch das Hochschulranking, aus dem du erkennen kannst, wie die Unis im Vergleich miteinander abschneiden. Außerdem kannst du so einschätzen, welche Hochschule die beste für dein angestrebtes Fach ist.

Für das Ranking werden unter anderem Studierende und Professoren befragt sowie Fakten und Daten als Basis genommen.

Kontaktiere die Hochschule deiner Wahl

Wenn du dich für einen Studiengang entschieden hast und dir die Hochschule ebenfalls zusagt, hast du die ersten Schritte bereits gemeistert.

Hast du jetzt noch Fragen zum Studienplatz, kannst du die Hochschule kontaktieren, denn viele Hochschulen helfen dir gerne weiter. Im Internet findest du dazu Kontaktformulare, meist auf der eigenen Homepage der Hochschule. Darüber kannst du dann direkt Kontakt aufnehmen.

Diese Fachbereiche gibt es

Diese Fachbereiche gibt es

Die verschiedenen Studiengänge sind hierzulande in mehrere Fachbereiche eingeteilt. Es lohnt sich, wenn du dich einmal umschaust, was es für Optionen gibt.

Du kannst so eventuell schon einen Schwerpunkt für dich finden und deine Wahl etwas eingrenzen.

Im Folgenden erhältst du einen Überblick über die Fachbereiche.

  • Gesundheits- und Medizinwissenschaften
  • Naturwissenschaften und Mathematik
  • Lehramt
  • Kultur- und Sprachwissenschaften
  • Sozial- und Gesellschaftswissenschaften
  • Rechtswissenschaften, Wirtschaftswissenschaften
  • Ingenieurwissenschaften
  • Musik, Design, Kunst
  • Agrar- und Forstwissenschaften

Die Hochschulen in Deutschland bieten viele Bachelor- und Master-Studiengänge in diesen Bereichen an. Dabei sind zum Beispiel Betriebswirtschaftslehre oder Erneuerbare Energien sehr beliebte Studiengänge.

Überlege, welche Studiumsart zu dir passen könnte

Überlege, welche Studiumsart zu dir passen könnte

Neben der Wahl des Faches solltest du dir auch überlegen, welche Art des Studiums am besten zu dir passt.

Wenn du gerade von der Schule kommst, bietet sich als Erstes ein Vollzeit- oder ein duales Studium an, das du mit der Bachelorarbeit abschließt.

Hast du deinen Bachelor bereits abgeschlossen, kannst du nun mit einem Masterstudiengang darauf aufbauen. Meist bietet sich hier ein ähnliches Fach an.

Manchmal kannst du jedoch auch in eine andere Richtung gehen, wenn du bestimmte Auflagen erfüllst. 

Das duale Studium bietet den Vorteil, dass du dein erlerntes Wissen direkt im Beruf anwenden kannst. Doch auch im Vollzeitstudium kannst du dir – beispielsweise an der Uni selbst – nebenbei einen Job als wissenschaftliche oder studentische Hilfskraft suchen.

Dagegen bietet sich ein Teilzeit- oder Fernstudium an, wenn du bereits berufstätig bist. Zudem ist ein Fernstudium eine gute Möglichkeit, dich ohne festen Wohnsitz weiterzubilden.

So kannst du beispielsweise im Ausland wohnen, aber mit einem guten Internetanschluss an einer deutschen Hochschule studieren.

Das ist vor allem praktisch, weil du bei einem Fernstudium deinen Abschluss machen kannst, ohne eine Hochschule betreten zu müssen. Der Nachteil dabei ist allerdings, dass du deine Kommilitoninnen und Kommilitonen nicht kennenlernst.

Somit bist du schnell auf dich allein gestellt und kannst niemand anderen fragen, wenn du mal Hilfe brauchst.

Ein Teilzeitstudium ist nicht nur neben dem Beruf praktisch, sondern auch, wenn du dich um deine Familie kümmern musst. Dadurch kannst du deinen Abschluss auch dann machen, wenn du zusätzlich noch andere Verpflichtungen im Alltag hast.

Dagegen kann es stressig sein, wenn du den ganzen Tag arbeitest oder dich um die Kinder kümmerst, aber abends oder am Wochenende noch lernen musst.

Wenn du dich für ein Fernstudium interessierst, kannst du dich in diesem Artikel genauer darüber informieren.

Diese Hochschularten gibt es

Diese Hochschularten gibt es

Bei etwa 400 Hochschulen in Deutschland kannst du schnell mal den Überblick verlieren. Dabei wird beispielsweise noch mal zwischen Universitäten, Fachhochschulen und privaten oder staatlichen Hochschulen unterschieden.

Zudem gibt es auch diverse Musik- und Kunsthochschulen, bei denen du dich einschreiben kannst, wenn dir derartige Bereiche liegen und du später einen kreativen Beruf ausüben möchtest.

Mache dir daher Gedanken, welche Art von Hochschule dich interessieren könnte. An Universitäten ist das Studium theoretischer, während es an Fachhochschulen eher verschulter und anwendungsorientierter ist.

Universitäten bilden dabei die Studierenden für die wissenschaftliche Forschung aus, wobei dort das wissenschaftliche selbstständige Arbeiten im Fokus steht.

Bist du eher eine Person, die ihr Wissen gleich anwenden möchte, ist ein Studium an einer Fachhochschule wahrscheinlich passender.

Kennt man dich dagegen eher als einen Menschen, der sich selbstständig das notwendige Wissen aneignen kann und eher theoretisch begabt ist, kommt eine Universität für dich infrage.

Den richtigen Ort zum Studieren finden

Den richtigen Ort zum Studieren finden

Je nachdem, ob du eher heimatverbunden bist oder die Großstädte besser kennenlernen möchtest, kannst du das Studium auch von dem Ort abhängig machen.

Eventuell sagt dir sogar ein Studium im Ausland zu. Das bietet sich beispielsweise an, wenn du sowieso schon nahe an der Grenze zu einem Nachbarland wohnst.

Sei dir bewusst, dass du dich grundsätzlich schon früh mit der Wohnungssuche auseinandersetzen solltest.

Gerade in den Städten, die bekannt für ihre Unis sind, machen Studierende einen Großteil der Einwohnerinnen und Einwohner aus. Dort ist es nicht immer einfach, in kurzer Zeit eine Wohngemeinschaft oder eine eigene Wohnung zu finden.

Wenn du nur für eine bestimmte Zeit im Ausland studieren möchtest, kannst du dich auch für ein Auslandssemester anmelden.

Wie du dich auf so eine Erfahrung vorbereiten kannst, erfährst du in diesem Artikel.

Voraussetzungen für bestimmte Studiengänge

Voraussetzungen für bestimmte Studiengänge

Nicht jeder Studiengang ist zulassungsfrei. Bei einigen ist ein hoher NC Voraussetzung für eine Zulassung zum Studium.

Dabei steht NC für “Numerus Clausus” und bezeichnet den Notendurchschnitt. In medizinischen Studiengängen gibt es zusätzlich einen Medizinertest.

Wenn dein NC für den Wunschstudiengang zu niedrig ist, kannst du dich beispielsweise erst einmal für eine Ausbildung in einem ähnlichen Bereich bewerben und das Studium danach anfangen.

Denn sollte der NC zu hoch sein, kannst du durch Wartesemester das Studium später noch beginnen. Dabei dauert ein Wartesemester ein halbes Jahr.

Je mehr Wartesemester du hast, desto eher wirst du bei der Studienplatzvergabe berücksichtigt. So kannst du zum Beispiel die Zeit bis zum Medizinstudium mit dem Beruf des Krankenpflegers überbrücken.

Ein Mythos ist allerdings, dass sich dein NC durch Wartesemester verbessert. Eine höhere Anzahl an Wartesemestern erhöht lediglich deine Chance, den Studienplatz zu bekommen. Wenn mehrere Interessierte dieselbe Anzahl an Wartesemestern haben, ist das zweite Kriterium die Abiturnote.

Je nach Studienfach benötigst du auch spezielle Sprachkenntnisse, beispielsweise wenn du Spanisch oder Englisch auf Lehramt studieren möchtest. Dazu werden die jeweiligen Nachweise erfordert, anhand derer ersichtlich ist, welches Sprachniveau du beherrschst.

Wenn du das erwünschte Niveau noch nicht erreicht hast, kannst du dich auch für Sprachkurse an der Uni anmelden. Diese sind im Gegensatz zu anderen Kursen abseits der Hochschule nicht kostenpflichtig.

Alternativ dazu gibt es auch diverse Apps, mit denen du selbstständig eine Sprache lernen kannst. Damit kannst du deine Sprachkenntnisse in deinem eigenen Tempo verbessern.

Zudem gibt es für Bereiche wie Musik, Design, Kunst oder Schauspiel jeweils eine bestimmte Aufnahmeprüfung. Dabei musst du entweder eine Mappe mit Arbeiten von dir abgeben, etwas vorspielen oder auch vorsprechen.

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