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Japanisch lernen: 6 Möglichkeiten + 4 Anfängerfehler

Japanisch lernen

Für den nächsten Urlaub in Japan, für Geschäftsverhandlungen oder aus purem Interesse – es gibt viele Gründe, Japanisch zu lernen. Wir stellen verschieden Möglichkeiten vor und verraten, welche Fehler du als Anfänger vermeiden solltest.

Einfach japanisch lernen per Web-App

Unsere folgenden Methoden und Tipps erleichtern das Lernen der japanischen Sprache, eine zeitintensive Herausforderung bleibt es aber allemal. Zum Erlernen einer neuen Fremdsprache führen heutzutage viele Wege. In der Vergangenheit lernten Erwachsene eine neue Sprache vorwiegend an der Volkshochschule oder in stationären Kursen privater Bildungsanbieter. Nachteile: Die Lernenden haben sich an einen starren Kursplan und an ein fixes Lerntempo zu halten.

Eine zeitgemäße Möglichkeit sind (Web-)Apps wie die von Sprachenlernen24. Der bereits seit 1997 tätige Anbieter verspricht eine Vermittlung des japanischen Grundwortschatzes innerhalb von drei Monaten – bei einem Zeitaufwand von gerade einmal 17 Minuten täglich. Das japanisch lernen erfolgt mit kombinierten interaktiven Text- und Audio-Inhalten und vorwiegend im Selbststudium, allerdings verfügt Sprachenlernen24 über eine lebhafte Community für den Austausch mit anderen. Sprachenlernen24 bietet sowohl eine zeitlich befristete kostenlose Demo-Version als auch eine 30-Tage-Geld-Zurück-Garantie und kann somit problemlos ausprobiert werden.

Japanisch in der Welt – Verbreitung und Unterschiede

Japanisch in der Welt – Verbreitung und Unterschiede

Die japanische Sprache ist mit rund 127 Millionen Sprechern eine der elf am häufigsten gesprochenen Sprachen der Welt. Auch im Internet ist das Japanische vergleichsweise häufig vertreten: Fünf Prozent aller Seiten sind auf Japanisch verfasst.

Außerhalb von Japan hörst du auch in den USA immer wieder japanisch. Dort lebt nämlich eine große ausgewanderte Sprechergruppe. Andere japanische Auswanderer leben heute in Südamerika. In Brasilien ist die größte japanische Gemeinschaft außerhalb Japans angesiedelt. Auch in Korea, Taiwan und in Teilen Chinas gibt es Menschen, die Japanisch sprechen.

Japan besteht aus 6.852 Inseln. Dementsprechend hoch ist die Anzahl an Dialekten. Grob unterteilt werden sie in zwei Typen: Der erste wird im östlichen Gebiet um Tokio gesprochen. Aus diesem leitet sich auch die japanische Standardsprache ab. Der zweite Dialekt heißt “Kyoto-Osaka-Typ” und ist eher im Westen verbreitet.

Die Verschiedenartigkeit der Dialekte wirkt sich auf die Betonung, die Grammatik und auch das Vokabular aus. Bei manchen Dialekten aus den Randgebieten Japans kann es sogar vorkommen, dass sie von Sprechern anderen Japanisch-Sprechern nicht verstanden werden. Ein extremer Fall sind die sogenannten Ryūkyū-Sprachen: Sie werden als eigene japanische Sprachen gewertet.

Besonderheiten der japanischen Sprache

Besonderheiten der japanischen Sprache

Willst du Japanisch lernen, musst du einiges beachten. Die Sprache hat nämlich ganz schön viele Besonderheiten. Gerade das komplexe Schriftsystem bereitet Anfängern oft Schwierigkeiten. Beim Lernen brauchst du viel Geduld und Motivation. Hast du das Schriftsystem einmal verstanden, gewöhnst du dich schnell an die neue Sprache. Folgendes solltest du über die Aussprache, die Vokabeln und die Grammatik des Japanischen wissen:

Japanische Aussprache

Die Laute der japanischen Sprache unterscheiden sich nicht stark von denen des Deutschen. Daher sind sie relativ einfach zu erlernen. Die Vokale sind sogar fast gleich, wobei das /u/ einer Mischung aus dem deutschen “u” und “ü” ähnelt.

Auch bei den Konsonanten wirst du keine größeren Probleme bekommen. Eine kleine Schwierigkeit könnte lediglich folgender Aspekt sein: Anstatt dem im Standarddeutschen gebräuchlichen “r” gibt es einen Konsonant, der klanglich einer Mischung aus “r” und “l” ähnelt.

Anders als im Deutschen kommen im Japanischen die Konsonanten immer in Verbindung mit Vokalen vor. Das klingt manchmal zwar nicht so, das liegt aber nur daran, dass du die Vokale /i/ und /u/ je nach Position im Wort bisweilen so weit kürzt, dass sie kaum oder gar nicht mehr hörbar sind. Einzige Ausnahme von den Vokal-Konsonant-Kombinationen im Japanischen ist das “n”, der einzige Konsonant, der alleinstehen kann.

Japanische Schriftzeichen

Japanische Schriftzeichen

Eine Besonderheit des Japanischen ist das komplexe Schriftsystem, das eine Mischung aus chinesischen Schriftzeichen (genauer Kanji) und den Silbenschriften (genauer Morenschrift) Hiragana und Katakana ist. Hiragana und Katakana stellen mit jedem Zeichen eine Silbe dar. Die dritte Schrift Kanji bezieht sich auf Zeichen, die aus dem Chinesischen stammen. Daneben gibt es noch Romaji, die Umschrift japanischer Wörter mittels lateinischer Buchstaben.

Bevor du richtig anfangen kannst zu lernen, musst du die Schriften beherrschen. Ansonsten bringt es auch nichts Vokabeln zu lernen, denn dabei steht ein japanisches Zeichen für einen Begriff. Tipps zum Lernen lernen gibt es hier.

Hiragana Tabelle

Im Internet findest du zahlreiche Seiten mit Hiragana Tabellen, die dir beim Lernen helfen. In den meisten Tabellen sind die Zeichen markiert, die anders ausgesprochen werden als du es im Deutschen machen würdest. Auch Ausnahmen sind in der Tabelle festgehalten. So behältst du beim Lernen den Überblick.

Katakana Tabelle

Genau wie es eine Hiragana Tabelle gibt, gibt es auch Übersichtstabellen für die zweite japanische Silbenschrift Katakana. Am besten druckst du dir beide Tabellen aus und hängst sie auf. Dann kannst du gleich nachschauen, wenn du dir bei der Aussprache nicht sicher bist.

Japanische Vokabeln

Japanische Vokabeln lernen

Vokabeln lernst du, indem du die entsprechenden Kanji-Zeichen lernst. Jedes Zeichen steht für jeweils einen bestimmten Begriff. Insgesamt gibt es um die 50.000. Für jedes Kanji existieren außerdem verschiedene Lesarten. Du kannst sie auch untereinander kombinieren, wodurch wieder ganz neue Bedeutungen entstehen. Tipps zum Vokabeln lernen gibt es hier.

50.000 klingt natürlich erst einmal nach einer unglaublichen Zahl. Lass dir davon aber nicht den Mut nehmen. Nur 1.945 Kanjis wurden vom japanischen Bildungsministerium als wissenswert eingestuft. Abgesehen davon gibt es die Lesehilfe Furigana. Das sind kleine neben den Kanjis notierte Hiragana- oder Katakana-Zeichen.

Du musst alle drei Zeichensysteme kennen, denn sie werden oft parallel verwendet, manchmal sogar alle im gleichen Satz. Hinzu kommt, dass die Schreibweise zur Eingrenzung der Bedeutung gleichklingender Wörter dient.

Eine weitere Besonderheit im Vokabular des Japanischen sind die Zahlwörter: Je nachdem was du zählst, verändert sich auch das Zahlwort. Außerdem werden oft Zähleinheitswörter benutzt, die im Satz zwischen der Zahl und dem gezählten Begriff stehen. Das ist vergleichbar mit “Blatt” in “drei Blatt Papier”.

Japanische Grammatik

Die Satzstellung ist im Japanischen ist SOP (Subjekt – Objekt – Prädikat). Dabei steht das Prädikat am Ende eines Satzes oder Nebensatzes. Beschreibende Elemente setzt du vor das Wort, das sie beschreiben.

Ein besonderes Merkmal der japanischen Grammatik ist die Höflichkeitssprache. Im Deutschen wird Höflichkeit lediglich durch die Ansprache mit Sie und Du und die entsprechende Verbform ausgedrückt. Im Japanischen gibt es drei verschiedene Höflichkeitsformen, die die Endung des Verbs verändert.

Außerdem werden in der Höflichkeitssprache bestimmte Wörter verwendet und Präfixe dem Bezugswort vorangestellt. Die Stufen der Höflichkeitssprache reichen von “bescheiden-höflich” über “neutral-höflich” bis “ehrerbietig-höflich”. Am leichtesten zu erlernende Höflichkeitsform gilt die neutral-höfliche Ansprache. Diese kannst du in vielen Kontexten verwenden, ohne Gefahr zu laufen, dich im Ton zu vergreifen. Generell sind Japaner nachsichtig und nehmen es Ausländern nicht krumm, wenn sie mit der Wahl der Höflichkeitsstufe daneben liegen.

Japanisch für Anfänger: Möglichkeiten zum Lernen

Japanisch lernen auf Sprachreisen

Du hast viele unterschiedliche Möglichkeiten Japanisch zu lernen. Welche für dich am besten geeignet ist, musst du selbst entscheiden. Dabei spielen auch Faktoren wie dein Budget und deine freie Zeit eine große Rolle. Vielleicht planst du einen längeren Aufenthalt in Japan. Dann bietet es sich an schon vorab einige Grundkenntnisse der Sprache zu erlernen. Folgende Möglichkeiten hast du, um Japanisch zu lernen:

Sprachreisen

Grammatik pauken und Vokabeln lernen sind nicht alles. Um ein gutes Selbstbewusstsein beim Sprechen zu entwickeln, ist es ratsam, das Gelernte mit Muttersprachlern zu üben. Nur so kannst du dich an deren Aussprache orientieren und hast schnell Erfolg.

In Alltagssituationen vor Ort bemerkst du, ob eine bestimmte Formulierung überhaupt gebräuchlich ist oder seltsam klingt. Eine Sprachreise nach Japan bietet sich da perfekt an. Dabei festigst du das Erlernte in der Praxis festigen und erlebst nebenbei das Land und die Kultur.

Eine Vielzahl von Organisationen bietet verschiedenste Ziele für eine Sprachreise an. Neben Tokio stehen auch Osaka, Fukuoka, Kobe oder Gifu als Orte zur Auswahl. Bei einigen Anbietern kannst du den Japanischkurs sogar mit Surfschulungen oder Auslandspraktika kombinieren. Tipps zur Wahl des richtigen Praktikums gibt es hier.

Japanischkurs an Hochschulen und Akademien

Japanischkurs an Hochschulen und Akademien

Hochschulen bieten oft kostenlose Fremdsprachen-Kurse für fachfremde eingeschriebene Studierende an. Nicht selten befindet sich das Japanische im Repertoire. Bist du nicht eingeschrieben, kannst du dich über Angebote außerhalb der Hochschulen informieren oder an der Uni nachfragen, ob auch externe Teilnehmer mitmachen können.

Willst du Japanisch studieren, kannst du das auch im Rahmen eines Fernstudiums tun. Dabei bist du räumlich und zeitlich total unabhängig. Du lernst in deinem Tempo und hast so viel weniger Stress als bei einem Präsenzstudium. Nur für ein paar wenige Prüfungen musst du persönlich anwesend sein.

Weitere Angebote bieten japanische Kulturinstitute an, sowie Clubs oder Vereine. Informiere dich bei allgemeinen Bildungseinrichtungen vorab über die Qualität des Kurses. Die kann nämlich sehr unterschiedlich ausfallen. Tipp: Kontaktiere Teilnehmer anderer Kurse und komm mit ihnen ins Gespräch.

Japanisch online lernen

Japanisch online lernen

Vielleicht hast du nicht genug Zeit, um einen Sprachkurs zu belegen oder wohnst zu weit von einer Sprachschule entfernt. Dann kannst du online nach passenden Angeboten suchen.

Zeitlich bist du total flexibel, denn du musst nicht extra zu einem Kurs fahren und dich an feste Termine halten. Allerdings darfst du deine Lerneinheiten nicht vergessen. Schreibe dir am besten eine To-Do-Liste, die du nach und nach abarbeitest. Zusätzlich musst du auf deine Selbstdisziplin achten, ohne die dein Vorhaben zum Scheitern verurteilt ist.

Leider sind auf den Seiten der einschlägigen Sprachlehrverlage keine professionellen Japanisch-Onlinekurse zu finden. Dafür gibt es eine Reihe von Podcasts und Video-Kursen von anderen Anbietern im Internet. Viele vermitteln eher die Grundlagen der Sprache. Willst du schnell sehr gute Lernerfolge erzielen, buchst du am besten einen persönlichen Sprachen-Coach. Er passt den Unterricht individuell an deine Fähigkeiten an.

Japanisch lernen mit einer App

Japanisch lernen mit einer App

Japanisch-Lern-Apps sind inhaltlich sehr unterschiedlich gewichtet. Hier kannst du zwischen Kanji-Datenbanken, bunt illustrierten Karteikarten-Apps in Manga-Optik und Hiragana- und Katakana-Übungen wählen. Bei einigen ist die Lernsprache Englisch. Nutze in jedem Fall eine App, die deine Aussprache an Hand einer Aufzeichnung korrigiert. Gewöhnst du dir diese falsch an, musst du mit dem Lernen nämlich noch einmal von vorne anfangen.

Allerdings ist das Angebot an Apps zum Japanisch lernen leider nicht so umfangreich, wie bei vielen anderen Sprachen. Die Sprachlern-App Babbel bietet Japanisch nicht an. Trotzdem gibt es ein paar kostenlose Angebote, die du dir auf dein Smartphone oder Tablet laden kannst, wenn du erstmal kein Geld ausgeben möchtest.

Mit einer App bist du beim Lernen sehr flexibel und kannst auch unterwegs üben. Dann nutzt du die Zeit effektiv, in der du auf deinen Bus oder einen Freund wartest. Egal ob kostenpflichtig oder nicht, die meisten Apps erinnern dich per Benachrichtigung auf dein Smartphone an deine nächste Übungseinheit. Plane jeden Tag fünf bis zehn Minuten zum Üben ein.

Japanisch kostenlos lernen

Willst du erst einmal schauen, ob dir das Japanische liegt oder musst du Geld sparen, kannst du dich auch nach kostenlosen Angeboten umhören. Leider ist das Angebot auch in dieser Hinsicht nicht so umfangreich wie bei anderen Sprachen. Es gibt zwar kostenlose Apps, bei vielen ist die Lernsprache aber nicht Deutsch, sondern Englisch.

Mit Gratis-Apps und auf einigen Internetseiten ist es möglich, grundlegende Kenntnisse des Japanischen zu erlangen. Willst du also nur kurz etwas nachschauen, hilft dir das Online-Angebot weiter. Deine Sprachkenntnisse vertiefen kannst du dabei aber nicht. Auf YouTube gibt es ein paar Einführungsvideos, die allerdings nicht über die Grundlagen der Sprache hinausgehen.

Japanisch lernen mit einem Tandempartner

Suche an Universitäten oder Gruppen in sozialen Netzwerken einen japanischen Muttersprachler, der seine Deutschkenntnisse verbessern will. Bei regelmäßigen Treffen unterhaltet ihr euch dann abwechselnd auf Deutsch und auf Japanisch. Ein Sprach-Tandem ist besonders effektiv, um Sprachpraxis zu erlangen und Fragen zu klären.

Was ihr bei euren Treffen unternehmt, entscheidet ihr gemeinsam. Ihr könnt euch zum Beispiel zu Kaffee und Kuchen treffen, gemeinsam wandern gehen oder worauf ihr sonst noch Lust habt. Dabei verbessert ihr euch gegenseitig und lernt voneinander. Du kannst deine neu erworbenen Sprachkenntnisse sofort anwenden und bekommst gleich ein Feedback. Nebenbei erfährst du auch noch etwas über die Kultur und die Bräuche in Japan.

Typische Anfängerfehler beim Japanisch lernen

Typische Anfängerfehler beim Japanisch lernen

Fängst du gerade mit dem Japanisch lernen an, gibt es einiges zu beachten. Beherrschst du die japanische Schrift, ist der erste große Schritt schon einmal geschafft. Trotzdem gibt es ein paar typische Fehler, die Anfänger beim Japanisch lernen immer wieder machen. Wenn du die Fehler kennst, hast du aber schon bald kein Problem mehr damit. Folgende Dinge solltest du beim Japanisch lernen vermeiden:

Die Partikel “Wa” und “Ga” vertauschen

Dieser Fehler ist immer wieder bei Japanischanfängern zu beobachten, denn es ist wirklich nicht einfach die Partikel auseinander zu halten. Selbst Muttersprachler haben manchmal ihre Schwierigkeiten mit den beiden Partikeln.

Damit du möglichst wenige Fehler machst, kannst du dir aber Folgendes merken: Der Partikel “wa” (は) kennzeichnet die Thematik des Satzes, der Partikel “ga” (が) kennzeichnet das Subjekt des Satzes.

Japaner mit “Du” ansprechen

Anders als im Deutschen solltest du die Ansprache “Du” vermeiden, wenn du mit Japanern sprichst. Stattdessen verwendest du den kompletten Namen der Person. Das ist einfach ein höflicherer Umgangston.

Die falsche “Ich”-Form verwenden

Im japanischen gibt es verschiedene Personalpronomen, die für das Wort “ich” stehen. Welches du verwendest hängt von Geschlecht, Alter und Kontext ab. Es gibt zwei verschiedene männliche Personalpronomen, ein weibliches und eins, das für beide Geschlechter in Frage kommt. Hast du die Unterschiede noch nicht verstanden, verwendest du am besten das Pronomen, das für beide Geschlechter in Frage kommt.

Geschlechter durcheinanderbringen

In der japanischen Sprache spielen Geschlechter eine große Rolle. beachtest du die Unterschiede bestimmter Formen und Ausdrücke nicht, kommt es schnell zu Verwirrungen. Außerdem gibt es bestimmtes Vokabular, dass du als Frau nicht verwenden solltest.

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