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Türkisch lernen: 3 Besonderheiten + 6 Möglichkeiten

Fachredakteur
Aktualisiert:

Türkisch lernen

Für einen Urlaub, für Geschäftsverhandlungen oder aus purem Interesse – es gibt viele Gründe, Türkisch zu lernen. Wir stellen verschieden Möglichkeiten vor und verraten, welche Fehler du als Anfänger vermeiden solltest.

Einfach online türkisch lernen mit Sprachlern-App Babbel

Unsere folgenden Methoden und Tipps erleichtern das Lernen der türkischen Sprache, eine zeitintensive Herausforderung bleibt es aber allemal. Zum Erlernen einer neuen Fremdsprache führen heutzutage viele Wege.

In der Vergangenheit lernten Erwachsene eine neue Sprache vorwiegend an der Volkshochschule oder in stationären Kursen privater Bildungsanbieter. Nachteile: Die Lernenden haben sich an einen starren Kursplan und an ein fixes Lerntempo zu halten.

Eine zeitgemäße Möglichkeit sind (Web-)Apps wie die von Marktführer Babbel. Als Lern-Oberfläche dienen hier der Internet-Browser und Smartphone-Apps, Interaktion wird großgeschrieben und spielerische Elemente halten die Motivation oben.

Dazu gibt es bei Babbel die Möglichkeit zum Austausch mit anderen Lernenden – darunter sogar eine Matching-Option von Sprach-Tandem-Partnern online.

Die Sprachlern-App lässt sich komplett kostenlos und unverbindlich ausprobieren, in jeder Lernsprache sind die ersten Lektionen kostenlos. Kommt man auf den Geschmack, kann die Premium-Version bereits für faire 5,99 Euro monatlich freigeschaltet werden.

Türkisch in der Welt

Türkisch in der Welt

Um die 80 Millionen Menschen sprechen Türkisch als Muttersprache. Auf Grund der Vokalharmonien gilt die türkische Sprache als sehr wohlklingend. Seit 1923 ist das Türkische Staatssprache der Türkei. 80 Prozent der in der Türkei lebenden Menschen sprechen Türkisch als Muttersprache.

In der Republik Zypern ist das Türkische neben dem Griechischen Amtssprache. Als lokale Amtssprache ist die türkische Sprache in Rumänien, Mazedonien und im Kosovo auch über das Landesgebiet hinaus vertreten.

Der Istanbuler Dialekt gilt als Hochsprache des Türkischen. Es gibt auch noch zahlreiche andere Dialekte, die geographisch unterteilt werden. So ordnet man der Schwarzmeerregion, der Ägäis, dem Osten, dem Südosten und dem mittleren Teil Anatoliens jeweils eine gesonderte dialektale Gruppe zu.

Besonderheiten der türkischen Sprache

Besonderheiten der türkischen Sprache

Türkisch ist eine Turksprache und gehört zum sogenannten orghusischen Zweig. Willst du Türkisch lernen, musst du ein paar Dinge beachten. Die Sprache hat nämlich einige Besonderheiten.

Am wichtigsten ist, dass du fleißig Vokabeln lernst, damit du dich auch unterhalten kannst. Außerdem musst du dich mit den grammatikalischen Grundlagen und der Aussprache vertraut machen. Folgendes solltest du über die Aussprache, die Vokabeln und die Grammatik wissen:

Türkische Aussprache

Eine Besonderheit prägt das Türkische vor allem in der Aussprache. Innerhalb eines Wortes besteht eine "Vokalharmonie". Die Vokale des Türkischen kannst du in zwei Gruppen einteilen:

1. Dunkle Vokale: a, o, u, ı

2. Helle Vokale: e, i, ö, ü

In einem Wort kommen nur Vokale einer dieser beiden Klassen vor. Ausnahmen sind Wörter, die aus dem Arabischen in den türkischen Wortschatz eingeflossen sind. Ein Mangel an Vokalharmonie kann also auf eine Entlehnung aus einer anderen Sprache hinweisen.

Die Vokale des Türkischen ähneln denen des Deutschen sehr. Ausnahme ist das "ı". Es wird weit hinten im Mund gebildet und klingt sehr dumpf.

Du kannst es entfernt mit dem unbetonten "e" in "haben" vergleichen. Im Türkischen gibt es keine Diphthonge wie das deutsche "ei" oder "au". Aufeinandertreffende Vokale sprichst du jeweils einzeln aus.

Es gibt einige Konsonanten, die du im Türkischen anders aussprichst als im Deutschen. So sprichst du ein "c" wie ein "j" in "joggen" aus, ein "h" am Wortende als "ch" wie im deutschen Wort "ich".

Das Türkische besitzt außerdem das gerollte "Zungenspitzen-r", das im Deutschen nur in einigen Dialekten existiert. Außerdem musst du Acht auf das "ğ" geben. Das wird kaum ausgesprochen.

Allgemein gibt es lautlich im Türkischen viele Übereinstimmungen mit dem Deutschen. Es sollte dir also nicht schwer fallen die Aussprache zu erlernen.

Türkische Vokabeln

Türkische Vokabeln

Im Türkischen werden verschiedene Wortelemente aneinandergereiht, die eine Bedeutung haben. Ein einzelnes Wort kann also in manchen Fällen ein ganzer Satz sein.

Dementsprechend lang sind einige türkische Wörter. "Evdeyim" heißt "Ich bin zu Hause", wobei "ev" für "ich" steht, "de" ist die Ortsbezeichnung und "yim" ist das Suffix, das die Person anzeigt.

Die Ordnung ist bei der Aneinanderreihung dieser bedeutungstragenden Silben festgelegt.

Wie im Arabischen kannst du aus einem Wortstamm verschiedene Begriffe bilden. So leitest du bei sonst unbekannten Wörtern ohne Probleme den Sinn ab, wenn dir der Stamm bekannt ist. Kannst du Französisch, hast du einen Vorteil.

Fast 5.000 Entlehnungen wie "kuaför" (Friseur) oder "sürpriz" (Überraschung) können einem das Lernen erleichtern. Trotzdem musst auch du beim Lernen Geduld und Selbstdisziplin mitbringen. Tipps zum Vokabeln lernen gibt es hier.

Türkische Grammatik

Die Grammatik des Türkischen ist sehr komplex. Die Aneinanderreihung von Worten wird auch zum Ausdrücken bestimmter grammatischer Funktionen eingesetzt. Du musst also immer wieder sehr lange Wörter bilden und verstehen.

Es gibt im Türkischen sechs Fälle mit denen Nomen dekliniert werden. Das sind einmal alle Fälle, die es auch im Deutschen gibt. Dazu kommen existierenden Fällen, durch die das Nomen dekliniert werden kann, gibt es im Türkischen noch zwei weitere:

1. Vokativ: Dieser Fall steht für Ortsangaben

2. Ablativ: Dieser Fall antwortet auf die Fragen "von wo?", "woher?" oder "wohin?".

Auch die türkischen Verben haben eine Vielzahl von Formen. Neben dem Passiv gibt es auch noch andere sogenannte "Genera Verbi". Durch das Hinzufügen einer Silbe wird ein Verb genauer bestimmt. Da Verb "zur Welt kommen" (doğmak) wird mit einer Silbe mehr zu "gebären" (doğ-ur-mak). Diese Veränderung heißt "kausativ".

Als Zeitformen gibt es neben solchen, die im Deutschen bekannt sind, auch den "Aorist", den "Optativ", oder "Nezessitativ". In diesen Fällen wird das Verb durch ein Suffix in seiner zeitlichen Dimension noch genauer eingegrenzt. Für die Grammatik brauchst du also ganz schön viel Motivation. Gib nicht gleich auf, wenn du Probleme hast, sondern versuche es immer wieder. Tipps für ein besseres Zeitmanagement gibt es hier.

Türkisch für Anfänger: Möglichkeiten zum Lernen

Türkisch lernen auf einer Sprachreise

Es gibt unterschiedlichste Möglichkeiten Türkisch zu lernen. Bevor du dich detailliert über alle Möglichkeiten informierst, solltest du dir in erster Linie überlegen wie viel Zeit und Geld du investieren möchtest.

Gerade wenn du vor hast längere Zeit in der Türkei zu verbringen, bietet es sich an schon vorab einige Grundkenntnisse der Sprache zu erlernen. Folgende Möglichkeiten hast du, um Türkisch zu lernen:

Sprachreise

Zahlreiche Veranstalter ermöglichen das Erlernen der Sprache in der Türkei. Da die politische Lage angespannt ist, solltest du dich in jedem Fall an die Hinweise des Auswärtigen Amtes halten und die aktuelle Situation im Auge behalten.

Hast du keine Angst vor diesen potenziellen Hindernissen, bietet sich neben den herkömmlichen Kursen eine Methode des Sprachenlernens an, bei der du im Haus der Lehrperson lebst. Entscheidest du dich für diese Option, kannst du zwischen fünfzehn und dreißig Unterrichtsstunden pro Woche buchen.

Bei einer Sprachreise nimmst du aktiv am türkischsprachigen Leben teil und kannst deine Sprachkenntnisse gleich in der Praxis anwenden. Neben dem Unterricht in der Sprachschule, übst du auch beim alltäglichen Einkauf oder im Café um die Ecke Türkisch.

Gleichzeitig lernst du die Kultur vor Ort kennen. Ein beliebtes Reiseziel für Sprachreisen ist Istanbul. Auch Sprachschulen in Antalya und Izmir bieten Kurse an.

Türkischkurse an Hochschulen und Akademien

Das Studienfach Turkologie wird an unterschiedlichsten Hochschulen angeboten. Du kannst auch ein Fernstudium belegen. Das gibt dir zeitliche und räumliche Flexibilität. Im Gegensatz zu einem Präsenzstudium kannst du dir nämlich selbst einteilen, wann du was lernst. Du musst nur für ein paar Prüfungen an bestimmten Terminen anwesend sein.

Zu Sprachkursen an der Universität werden auch Studierende anderer Fakultäten zugelassen. Sind genug Plätze frei, hast du auch als externer Bewerber eine Chance. Der Kurs ist ähnlich aufgebaut wie Sprachkurse an Volkshochschulen.

In der Regel dauern die Kurse ein Semester lang und werden von Dozenten der Universität geleitet. Tipp: Studierst du nicht mehr, möchtest aber trotzdem an einem Kurs teilnehmen, erkundigst du dich am besten im Studierendensekretariat, ob das möglich ist.

In bekannten Sprachschulen und Erwachsenenbildungs-Institutionen wird oft Türkisch als Kurs vor Ort gelehrt. Neben verschiedenen Kursstufen kannst du Prüfungen ablegen, um ein Fremdsprachenzertifikat zu erlangen. Es gibt auch Türkischkurse, die als Bildungsurlaub konzipiert sind.

Türkisch online lernen

Online Türkisch lernen

Hast du nicht so viel Zeit oder möchtest erst einmal allein lernen, kannst du dich online nach Angeboten umschauen. Insbesondere für Anfänger gibt es da zahlreiche Möglichkeiten.

Willst du ein Wort nachschlagen, stehen dir zahlreiche Wörterbücher zur Verfügung. Grammatik und Wortschatz kannst du auf einigen Internetseiten probeweise kostenfrei, danach kostenpflichtig üben.

Achte darauf, dass du ein Online-Angebot nutzt, das sowohl Übungen zum Hörverständnis beinhaltet als auch Aufgaben zum Trainieren von Vokabeln und Grammatik.

Bei einem Online-Kurs bist du zeitlich total flexibel, denn du musst nicht extra zu einem Kurs fahren und dich an feste Termine halten. Allerdings droht beim selbstständigen Lernen im Internet die Gefahr, dass du deine Lerneinheiten vergisst.

Schreibe dir also eine To-Do-Liste, die du nach und nach abarbeitest. Du kannst auch einen Freund bitten, dich regelmäßig an dein Vorhaben zu erinnern.

Türkisch lernen mit einer App

Türkisch lernen mit einer App

Neben dem reinen Online-Angebot gibt es auch zahlreiche Sprachlern-Apps, die du dir zum Türkisch lernen auf dein Smartphone oder dein Tablet laden kannst. Es gibt viele kostenlose Angebote, die sich perfekt eignen, wenn du Geld sparen musst.

Mit einer App bist du beim Lernen sogar noch flexibler als beim Online lernen, denn du kannst auch unterwegs üben. Dann nutzt du die Zeit effektiv, in der du auf deinen Bus oder einen Freund wartest.

Egal ob kostenpflichtig oder nicht, die meisten Apps erinnern dich per Benachrichtigung an deine nächste Übungseinheit.

Die Benachrichtigungen solltest du unbedingt aktivieren, sonst vergisst du regelmäßig zu lernen. Suche dir am besten eine App aus, die deine Aussprache an Hand einer Aufzeichnung deiner Stimme korrigiert.

Plane jeden Tag fünf bis zehn Minuten zum Üben ein, wenn du schnell Erfolg haben willst. Es lohnt sich eine bestimmte Tageszeit festzulegen, an der du Zeit zum Lernen hast. Hier geht es zum Testbericht der Sprachlern-App Babbel.

Türkisch kostenlos lernen

Willst du erst einmal ausprobieren, ob du mit der türkischen Sprache warm wirst bevor du Geld in einen Kurs investierst, bieten sich ebenfalls viele Möglichkeiten. Einige Apps, die auch Türkisch in ihrem Repertoire zum Sprachenlernen anbieten, lassen sich gratis herunterladen.

Entweder zeitlich oder inhaltlich beschränkt, kannst du dir so einen ersten Eindruck über die Methode zum Türkisch lernen verschaffen.

Zusätzlich kannst du dich online in Portalen und Foren nach geeignetem kostenlosem Lehrmaterial erkundigen. Um in eine Sprache einzusteigen, sind auch Videokurse hilfreich, die auf entsprechenden Portalen frei zur Verfügung stehen.

Türkisch lernen in deiner Freizeit

Türkisch lernen in deiner Freizeit

Sind dir ein Sprachkurs und Online-Angebote zu theoretisch und du willst lieber Kreativität und Spaß Türkisch lernen, solltest du dir Möglichkeiten in deiner Freizeit suchen.

Am meisten Spaß macht das Lernen, wenn du es mit Aktivitäten verbindest, die du sowieso gerne machst. Wir geben dir im Folgenden ein paar Tipps, wie das gelingt:

Tandempartner suchen

Tritt über Online-Portale oder eine Vermittlung an einer Universität mit türkischen Muttersprachlern in Kontakt und erkundige dich, ob jemand Lust hat dein Tandempartner zu werden.

Das Tandempartner-Programm ist beim Sprachen lernen eine besonders beliebte Methode für alle, die nicht so viel Geld zur Verfügung haben. Damit die Methode Erfolg hat, brauchst du aber ein paar Grundkenntnisse der türkischen Sprache.

Hast du einen türkischen Muttersprachler gefunden, der gerne Deutsch lernen möchte, vereinbarst du regelmäßige Treffen mit ihm. Macht das worauf ihr beide Lust habt. Entweder lädst du deinen Tandempartner zu dir nach Hause zu Kaffee und einem selbstgebackenen Stück Kuchen ein oder ihr geht zu zweit bouldern oder Billard spielen.

Wichtig ist, dass ihr eine Aktivität wählt, die euch beiden Spaß macht. Dabei unterhaltet ihr euch die Hälfte der Zeit auf Deutsch und die andere Hälfte der Zeit auf Türkisch. So lernt habt in eurer Freizeit und frischt gleichzeitig eure Sprachkenntnisse auf.

Türkische Zeitungen lesen

Hast du schon Grundkenntnisse des Türkischen und möchtest dein Leseverstehen verbessern, besorgst du dir am besten türkische Tages- und Wochenzeitungen.

Kommst du nicht an eine gedruckte Version oder liest generell lieber digital, greifst du einfach auf das umfangreiche Online-Angebot zurück, das alle bekannten Zeitungen haben.

Beim Lesen lernst du nicht nur die Sprache, sondern informierst dich auch über Nachrichten aus der ganzen Welt. Dabei kann der türkische Blick auf die Dinge ganz neue Perspektiven für dich eröffnen. Tipp: Halte ein Wörterbuch bereit und schlage unbekannte Vokabeln gleich nach.

 

Einfach online türkisch lernen mit Sprachlern-App Babbel

Unsere folgenden Methoden und Tipps erleichtern das Lernen der türkischen Sprache, eine zeitintensive Herausforderung bleibt es aber allemal. Zum Erlernen einer neuen Fremdsprache führen heutzutage viele Wege.

In der Vergangenheit lernten Erwachsene eine neue Sprache vorwiegend an der Volkshochschule oder in stationären Kursen privater Bildungsanbieter. Nachteile: Die Lernenden haben sich an einen starren Kursplan und an ein fixes Lerntempo zu halten.

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Dazu gibt es bei Babbel die Möglichkeit zum Austausch mit anderen Lernenden – darunter sogar eine Matching-Option von Sprach-Tandem-Partnern online.

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