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Italienisch lernen

Italienisch ist eine Sprache, die vorwiegend im europäischen Mittelmeerraum gesprochen und verstanden wird. Sie hat sich direkt aus dem Lateinischen entwickelt und gehört zu den romanischen Sprachen. Als Amtssprache ist sie in Italien, der Schweiz, dem Vatikanstaat und San Marino anerkannt. In Somalia ist sie Sekundärsprache. Einer der Hauptgründe, Italienisch zu lernen, ist ein Urlaub oder beruflicher Aufenthalt in Italien. Reisende, die regelmäßig beliebte Urlaubsziele wie die Toskana und Rom besuchen oder sich für römische Geschichte interessieren, möchten sich gerne im Urlaubsland verständigen. Auch wer berufliche Kontakte pflegt oder eine Studienjahr in Italien verbringt, sollte über Sprachkenntnisse verfügen. Einige Sprachenlerner entscheiden sich für Italienisch, weil sie bereits andere romanische Sprachen wie Französisch oder Spanisch beherrschen, und das Erlernen des Italienischen für sie sehr einfach ist.

Italienisch sprechen: Aussprache und Besonderheiten

Im Italienischen gibt es eine deutliche Trennung zwischen der formalen Hochsprache und den im Alltag verwendeten Dialekten. Das bedeutet für den Sprachenlerner, dass er während des Italienaufenthalts einer anderen Form des Italienischen begegnet als im Sprachkurs. Die italienischen Dialekte sind zahlreich. Besonders stark unterscheiden sich nord- und süditalienische Varianten voneinander. Die Aussprache ist für Muttersprachler der meisten europäischen Sprachen gut zu erlernen. Zu beachten sind einige Besonderheiten bei der Schreibung. Die Aussprache von g und c variiert, je nachdem welcher Vokal folgt. Einige Buchstaben werden geschrieben, aber nicht ausgesprochen. Konsonanten können im Italienischen lang oder kurz sein. Der Unterschied ist relevant, weil sich bei ungenauer Aussprache die Bedeutung ändern kann.

Italienische Vokabeln

Ein Großteil des italienischen Wortschatzes stammt aus dem Lateinischen. Das gilt vor allem für den Grundwortschatz und Wörter des täglichen Lebens. Aber auch wissenschaftliche und technische Begriffe sind lateinischen Ursprungs, da Latein über Jahrhunderte hinweg Wissenschaftssprache war. Viele dieser Wörter sind einfach zu erlernen, weil es in anderen Sprachen ein ähnliches Fremdwort gibt. Beim Wörterlernen müssen Anfänger besonders auf die sogenannten „Falschen Freunde“ achten. Das sind Wörter, die in der Muttersprache und der Fremdsprache sehr ähnlich sind, die sich aber in der Bedeutung vollkommen unterscheiden. Dazu gehören beispielsweise kalt – caldo (Bedeutung: warm), Kamera – camera (Bedeutung: Schlafzimmer) oder brutto – brutto (Bedeutung: hässlich).

Italienische Grammatik

Der Satzbau des Italienischen ist für die Alltagssprache unkompliziert. Einfache Sätze werden nach dem Muster Subjekt – Prädikat – Objekt gebildet. Dies gilt auch für die Nebensätze. Adjektive stehen in der Regel nach dem Substantiv, das sie beschreiben. Italienisch ist eine flektierende Sprache, bei der Verben und Substantive durchgebeugt werden. Im Italienischen gibt es ein grammatisches Geschlecht, das alle Substantive in maskulin oder feminin aufteilt. Es ist wichtig, gleich zu Beginn immer das Geschlecht mitzulernen, weil sich beim Bilden von Sätzen die Artikel und Adjektive nach dem Geschlecht des zugehörigen Substantivs richten. Das Verbsystem kennt mehrere Zeiten, Aspekte und Modi sowie aktive und passive Formen. Viele der Verben werden regelmäßig nach einem bestimmten Muster gebildet. Es gibt aber auch wichtige unregelmäßige Verben, deren Sonderformen gelernt werden müssen.

Italienisch lernen auf Sprachreisen

Für das Italienisch lernen bietet sich ein Sprachkurs im Land an, um die Kenntnisse zu verbessern. Sprachreisen haben den Vorteil, dass die Sprache nicht nur im Unterricht geübt wird, sondern auch im direkten Kontakt mit Muttersprachlern. Das schult das Hörverständnis, und wichtige Alltagsfloskeln werden bald selbstverständlich. Für Kunstliebhaber, Feinschmecker und Geschichtsinteressierte bietet Italien eine Fülle an faszinierenden Reisezielen. Aktivurlauber können neben dem Italienischunterricht sportlichen Aktivitäten wie Schwimmen, Segeln, Wandern oder Bergsteigen nachgehen. Sprachreisen werden für alle Sprachniveaus und für unterschiedliche Zielgruppen angeboten. So ist neben Einzel- und Gruppenunterricht für Anfänger und Fortgeschrittene auch Wirtschaftsitalienisch oder Italienisch für die Tourismusbranche möglich. Wer möchte, kann einen Reiseveranstalter wählen, der am Ende des Sprachurlaubs die Prüfung für ein anerkanntes Italienisch-Zertifikat anbietet.

Italienisch lernen an Hochschulen und Akademien

Hochschulen und Akademien bieten Sprachkurse aus verschiedenen Gründen an. Bei Universitäten sind Italienischkurse häufig Bestandteil eines Romanistikstudiums. Sie können nur von immatrikulierten Studenten belegt werden. Die Kursinhalte und Prüfungen werden durch die Prüfungsordnung festgelegt. Daneben haben viele Hochschulen ein Sprachenzentrum mit Kursen in verschiedenen gängigen Fremdsprachen. Das Angebot steht meist allen Hochschulangehörigen offen. Der Kursverlauf ähnelt den Kursen an einer VHS. Der Sprachkurs dauert ein Semester lang und verwendet ein gängiges Lehrwerk der Zielsprache. Die Dozenten sind Hochschulmitarbeiter, Muttersprachler oder Studenten mit fortgeschrittenen Kenntnissen. Private Sprachakademien sind Institute, die Fremdsprachen vorwiegend mit dem Ziel eines Sprachzertifikats lehren. Die Teilnehmer durchlaufen eine Anzahl von Kursen, die nach international anerkannten Leitlinien unterrichtet werden. Anschließend legen sie Prüfungen ab, die das erreichte Sprachniveau zertifizieren. Eine weitere Möglichkeit, Sprache und Kultur kennenzulernen, sind Kurse des Istituto Italiano di Cultura. Diese offiziellen Kulturinstitute der italienischen Regierung bieten ein besonders authentisches Lernerlebnis.

Italienisch online lernen

Online Lernen wird immer beliebter. Diese Form des Sprachenlernens erlaubt eine sehr flexible Zeiteinteilung. Anfahrt und das Einplanen fester Kurszeiten entfällt. Die Lektionen werden ganz nach Belieben in den persönlichen Tagesablauf eingebunden. Die Auswahl an Lernmaterialien und Lerntechniken ist vielfältig. Programme kontrollieren korrekte Eingaben bei Sprachübungen. Ein direkter Kontakt zum Sprachlehrer ist mit Email, Chat oder Webcam möglich. Wer Italienisch online lernen möchte, findet ein umfassendes Angebot für jedes Budget vor. Von einfachen Lernhilfen über Vokabeldatenbanken bis zu Online-Grammatikübungen gibt es alles im Internet kostenlos. Viele Anbieter von Sprachlehrmaterialien haben Lernsoftware und Apps entwickelt, mit denen sich Italienisch per Computer oder Mobilgerät lernen lässt. Außerdem lassen sich reguläre Sprachkurse bei professionellen Anbietern buchen. Wie bei den normalen Kursen ist Einzel- oder Gruppenunterricht auf allen Niveaus möglich. Wer möglichst schnell sehr gute Lernerfolge erzielen will, bucht einen persönlichen Sprachen-Coach für individuell angepassten Unterricht.

Italienisch kostenlos lernen: Diese Möglichkeiten gibt es

Italienisch lässt sich kostenfrei erlernen. Um Fortschritte zu erzielen, muss der Lernende aber meist genug Interesse und Disziplin mitbringen, um das erforderliche Lernpensum durchzuarbeiten. Im Internet gibt es viele Übungsmaterialien, Kurse und Lernprogramme, die kostenlos angeboten werden. Allerdings liegt es am Lernenden selbst, sich die qualitativ hochwertigen Angebote zusammenzusuchen. Portale und Foren können bei der Auswahl der geeigneten Lernmaterialien helfen. Eine sehr gute Möglichkeit, Italienisch kostenlos zu lernen, ist ein sogenanntes Sprachtandem. Hier arbeiten zwei Interessenten zusammen, die jeweils die Muttersprache des anderen erlernen möchten. Bei dieser Variante erhalten die beiden Tandem-Partner nicht nur authentischen Sprachunterricht vom Muttersprachler, sondern auch viele interessante Informationen über Land und Kultur. Wer Interesse an dieser Form des Sprachenlernens hat, findet über Kleinanzeigen und Aushänge an Sprach- oder Hochschulen einen passenden Partner.