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27 Tipps für die perfekte Sprachreise

In das Land reisen, dessen Sprache man lernt – das beschleunigt den Lernprozess enorm. Sprachreisen bringen jedem Lernenden etwas, ob Anfänger ohne Vorkenntnisse oder Fortgeschrittener, der seine Fertigkeiten festigen oder erweitern möchte.  Worauf bei der Vorbereitung und vor Ort zu achten ist, damit die Sprachreise gleichermaßen spaßig und erfolgreich wird.

Der informelle Kontakt mit Muttersprachlern und der strukturierte Input durch eine Lehrperson sind die Kombination, die Sprachreisen so attraktiv machen.  Die folgenden 27 Tipps sollte man bei der Planung einer solchen Sprachreise beachten, damit sie ein unvergessliches und ertragreiches Erlebnis wird.

Zweck der Sprachreise

1. Als Vorbereitung auf eine Sprachreise sollten sich Lernende zuallererst die Frage stellen: Was ist der Zweck meiner Reise? Das kann helfen, bei dem breitgefächerten Angebot durchzublicken und die passende Reise zu finden. Wer vornehmlich schnell viel lernen möchte, sollte sich einen Intensivkurs suchen. Wenn jemand allerdings primär eine angenehme Zeit verbringen möchte, sollte er auf ein gutes Rahmenprogramm achten.

Auf Leistungen achten

2. Alle Leistungen sollten im Vertrag festgeschrieben sein, den man von der Reiseorganisation vorgelegt bekommt. Dazu gehören Unterbringung, Verpflegung, Anzahl und Länge der Unterrichtsstunden, Größe der Kurse und Freizeitangebote. Reiselustige sollten auch überprüfen, ob die Kosten eine Versicherung beinhalten.

3. Wer von einem Experten prüfen lassen will, ob der Vertrag in Ordnung ist, kann ihn bei einer gemeinnützigen Organisation für Bildungsinformation oder einem Fachverband gegen eine Spende gegenchecken lassen – am besten vor dem Unterzeichnen!

4. Beim Abschluss des Vertrags ist in aller Regel eine Anzahlung vonnöten. Diese kann zwischen 10 und 20 Prozent liegen.

Rahmenprogramm der Sprachreise

5. Neben der Art des Kurses sind auch die Rahmenbedingungen ein wichtiger Faktor. Sind Exkursionen, Führungen und anderes Freizeitprogramm im Preis inbegriffen, oder müssen sie extra gezahlt werden?

Unterbringung vor Ort

6. Auch die Wohnsituation während einer Sprachreise kann Einfluss auf den Fortschritt beim Lernen nehmen. Wenn man in einer Gastfamilie wohnt, wird man eher die Möglichkeit haben, auf der Landessprache ins Gespräch zu kommen, als wenn man in einem eigenen Apartment lebt. Einige Organisationen bieten die Variante an, bei der man im Haus des Lehrers wohnt. Von diesem wird man dann einzeln unterrichtet. Bei der Unterbringung in einer Familie sollte man darauf achten, dass man bei Bedarf auch wechseln kann. Sprachreisende mit hohen Komfortansprüchen sollten eher eine Unterbringung in Apartments, Studentenwohnheimen oder Hotels vorziehen, die allerdings einen Aufpreis bedeuten kann.

7. Bei der Unterbringung kann es von Vorteil sein, zentral zu wohnen. Denn so ist es wahrscheinlicher, dass man auch nach einem Lerntag noch an weiteren Aktivitäten teilnimmt und im Thema bleibt.

Finanzierung

8. Ausschlaggebend für die Entscheidung zu einer Sprachreise sind für nicht wenige die dabei anfallenden Kosten. Daher sollte man überprüfen, ob die Unterbringungskosten und das Rahmenprogramm in den Reisekosten von Pauschalangeboten inbegriffen sind, oder ob andernfalls vor Ort Mehrkosten drohen.

9. Außerdem sollte man sich über Finanzierungsmöglichkeiten wie den Bildungsurlaub informieren. Die möglichen Ziele solcher Sprachreisen sind jedoch je nach Bundesland unterschiedlich begrenzt.

Sprachreise als Pauschalangebot oder selbst organisiert?

10. Wer die Organisation seiner Sprachreise selbst in die Hand nehmen will, kann auch den Kurs und die Unterbringung unabhängig voneinander buchen. Wer den zeitlichen Mehraufwand in Kauf nimmt, hat hier zumeist geringere Kosten. Der Vorteil an einer Reise, die von einer hiesigen Organisation veranstaltet wird, ist die rechtliche Absicherung. Denn diese Veranstalter fallen unter das deutsche Reiserecht. Das heißt, dass sie insolvenzversichert sind und man sich mit Beschwerden an sie wenden kann. Zieht man eine spezifische Sprachschule vor, kann man sich von einem Fachverband beraten lassen. Eventuell ist die gewünschte Sprachschule ja doch im Angebot einer organisierten Sprachreise vorhanden.

11. Gerade beim Flug und Transfer an den Zielort ist es etwa durch die Wahl einer Billig-Airline oder eine Last-Minute-Buchung möglich, viel Geld zu sparen. Diese Dinge selbst zu organisieren kann sich lohnen. Informationen über den Transfer zum Zielort kann man auch vom Sprachreisen-Anbieter einholen.

Die Sprachschule

12. Die Schule sollte staatlich anerkannt sein. Außerdem ist es ratsam, sich über die Ausstattung zu informieren. Zu diesem Zweck sollte man sich beim Sprachreisen-Anbieter nach dem Namen der Schule erkundigen.

13. Als Auswahlkriterien bei der Wahl einer Schule können folgende dienen: Präsentiert die Schule ihre Angebote im Internet transparent? Ist es möglich, die Sprache auf bestimmte Themen hin zu trainieren? Auch das kann ein Kriterium sein, das man bei der Wahl der Sprachschule walten lassen sollte.

14. Sollte man ehemalige Lernende dieser Schule kennen oder Einschätzungen in Foren im Internet finden, kann man diese ebenfalls als Informationsquelle nutzen, bevor man sich festlegt.

Zertifikate

15. Wenn man durch die Sprachreise auf ein bestimmtes Niveau des Europäischen Referenzrahmens gelangen will wie dem TOEFL-Test (Test of English as a Foreign Language), da man es für einen Job oder für ein Studium benötigt, sollte man natürlich bei der Wahl des Sprachkurses darauf achten. Einige Kurse sind sogar mit der jeweiligen Niveaustufe ausgezeichnet.

Einstufungstest zur Vorbereitung

16. Vor Ort zu merken, dass man durch den fest gebuchten Kurs über- oder unterfordert ist, kann frustrierend sein. Um das Reiseerlebnis nicht zu trüben, sollte man schon bei der Vorbereitung darauf achten, dass in der Sprachreise ein Einstufungstest inbegriffen ist.

Intensität der Sprachreise

17. Große Fortschritte, Erholung oder auch Kenntnisse der Landeskultur – wer sich darüber im Klaren ist, was er mit seiner Reise erreichen will, kann sich auch bei der Wahl der Wochenstundenzahl besser orientieren. Wer auch Urlaub machen will, sollte Kurse vorziehen, die um die 20 Unterrichtsstunden pro Woche anbieten. Lernende, die die Reise vornehmlich zur Verbesserung der Sprachkenntnisse antreten, sollten mindestens 30 Stunden pro Woche Unterricht nehmen. Miteinberechnen sollte man auch zwei bis drei Stunden Vor- und Nachbereitung des Unterrichts. Und obendrauf kommen noch eventuelle Sprachtandems mit Einheimischen und Unterhaltungen in Cafés mit anderen Kursteilnehmern.

18. Die Intensität kann man aber auch in Bezug auf die Dauer der Sprachreise festlegen. Als Faustregel sollte der Lernende weniger Kursstunden nehmen, je länger er zu bleiben vorhat. Plant man eine dreimonatige Reise, sollte man einen Kurs mit 20 Wochenstunden bevorzugen.

Dauer der Sprachreise

19. Je nach Ziel, was man sich beim Erlernen der Sprache gesteckt hat, sollte man die Dauer der Sprachreise planen. Wer als Anfänger startet, sollte mindestens drei bis vier Wochen einplanen. Dann ist genug Zeit, um in die Sprachumgebung einzutauchen.

Reisezeit

20. Möchte man ein touristisches Ziel bereisen, sollte man darauf achten, nicht in der Hauptsaison zu buchen, da dadurch ein höherer Preis entstehen kann. Bei Buchungen im Winter sollte man daran denken, dass es in südlichen Gefilden trotzdem sehr kalt sein kann, weil Häuser und Wohnungen nicht richtig beheizt sind. Dadurch kann es im Winter sogar in Südspanien sehr ungemütlich werden.

Größe der Lerngruppe

21. Die perfekte Kombination ist eine Mischung aus Einzel- und Gruppenunterricht. Doch auch beim Gruppenunterricht gibt es Unterschiede: Die Anzahl an Lernenden sollte 20 nicht überschreiten. Bei Intensivkursen sollten sogar nicht mehr als zwölf Personen von einer Lehrperson unterrichtet werden, damit eine gute Lernqualität gewährleistet bleibt.

Zusammensetzung der Lerngruppe

22. Sich auch außerhalb des Klassenzimmers in der Zielsprache zu verständigen, ist durch den Aufenthalt im betreffenden Land schon einmal möglich. Wer sich aber ausschließlich in einer deutschsprachigen Gruppe von Mitschülern bewegt, wird sich meist in der Muttersprache unterhalten. Daher sollte man darauf achten, dass die Lerngruppen international zusammengesetzt sind.

23. Auch kann es bei der Zusammensetzung der Gruppe besser sein, wenn die Sprachreise einzelnen Lernern angeboten wird und nicht auf gemeinsam reisende Gruppen zugeschnitten ist. Darauf zu achten, kann verhindern, sich gleichsprachige Lernende gegenüber den anderen abschotten. Treffen internationale Lernende aufeinander, wird man sich eher in der Zielsprache unterhalten.

Konkrete Vorbereitung auf die Sprachreise

24. Für die Arbeit im Kurs oder um die Hausaufgaben zu erledigen, ist es von Vorteil, sich ein kleines zweisprachiges Wörterbuch anzuschaffen. Auch ein elektronischer Taschenübersetzer ist praktisch, besonders im Alltag, wenn es mal schnell gehen muss. Überdies gibt es einige Wörterbuch-Apps, die man sich am besten noch über den heimischen Mobilfunktarif beziehungsweise einen WLAN-Hotspot herunterladen sollte.

25. Einen Reiseführer über den Zielort zu leihen oder zu kaufen kann einem helfen, sich schneller zu orientieren und zu wissen, was man auf keinen Fall verpassen möchte. Für Anfänger interessant sind auch die Rubriken, in denen schon einmal die wichtigsten Formulierungen zur Verständigung in der Landessprache aufgeführt sind.

26. Vor der Reise ein paar Informationen zum eigenen Land oder der Heimatstadt nachzulesen, kann im Austausch mit den anderen, internationalen Kursteilnehmer von Interesse sein.

27. Und noch ein Tipp zum Abschluss: Von den Einheimischen sollte man sich Musik und Filme in der Landessprache empfehlen lassen. Die kann man dann als Souvenirs mitnehmen und damit nach der Reise die gemachten Fortschritte frisch halten.

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