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Haare selber färben: Anleitung, 10 Tipps & 6 häufige Fehler

Fachredakteurin
Aktualisiert:

Dir die Haare selber zu färben, ist eine günstige Alternative zum Friseurbesuch. Allerdings brauchst du das richtige Know-How und einige gute Tipps für ein gelungenes Ergebnis. Erfahre in diesem Artikel, worauf du beim Haarefärben achten musst.

Blond, Braun, Kupfer, Schwarz oder Grau – wenn du deine Haare selber färben kannst, hast du unzählige Möglichkeiten. Die Auswahl der Nuancen und Haarfarben ist groß und viele Produkte bieten eine gute Qualität. Mit der richtigen Vorbereitung steht das Ergebnis dem vom Profi in nichts nach.

10 Tipps zum Haare selber färben

10 Tipps zum Haare selber färben

Es kann ganz schön knifflig sein, sich die Haare selber zu färben. Deshalb verraten wir dir im Folgenden zehn wichtige Tipps, mit denen deine nächste Haarfarbe makellos gelingt. 

Haare vor dem Färben nicht waschen

Wasche deine Haare nicht direkt vor dem Färben – denn durch das Waschen verliert die Kopfhaut ihren natürlichen Schutzfilm, der sie vor dem Färbemittel schützt.

Es empfiehlt sich, die Haare ein paar Tage vor dem Haarefärben zu waschen. Ansonsten könnten sich noch Stylingprodukte oder zu viel Fett in den Haaren befinden. Das Fett versiegelt nämlich die Keratin- und Hornschicht der Haare und so kann die Farbe schlecht eindringen.

Haare am Hinterkopf richtig färben

Färbe deine Haare am Hinterkopf vorzugsweise mit einem Mousse, da die Konsistenz das Färben maßgeblich erleichtert. Um den Hinterkopf korrekt zu färben, kannst du deine Haare in vier Bereiche abtrennen. 

Nutze zum Aufteilen der Haarpartien das spitze Ende eines Haarfärbepinsels. Halte während des Färbens die einzelnen Strähnen senkrecht vom Kopf ab. Arbeite dich von oben nach unten durch, damit genug Farbe auf den Ansatz gelangt. 

Haare blondieren 

Haare blondieren: Eine Kunst für sich

Das eigene Haar zu blondieren, ohne Schäden anzurichten ist eine Kunst für sich – mit ein paar Tipps ist das aber möglich.

Du kannst bereits einen Monat vor dem Blondieren dein Haar vorbereiten, indem du auf jegliche Hitze verzichtest. Lockenstab, Glätteisen und Föhn solltest du am besten nicht mehr benutzten. 

Verwende nährreiche Shampoos, Haarkuren oder natürliche Öle wie Arganöl – am besten ohne Silikon. Du kannst auch zu Leave-In-Conditionern greifen, die das Haar mit Feuchtigkeit versorgen. 

Blondierung enthält Wasserstoffperoxid, das Sauerstoff freisetzt und so die Farbpigmente aus dem Haar zieht. Je dunkler das Haar, desto mehr Farbpigmente muss das Wasserstoffperoxid zerstören.

Dieser Vorgang kann deine Haare sehr belasten, da Wasserstoffperoxid das Keratin in deinen Haaren angreift. Dieses Protein ist ein essentieller Grundbaustein der Haarfasern. Es macht das Haar zugfest und biegsam.

Schwarze Haare blondieren
Sehr dunkles oder schwarzes Haar solltest du lieber nicht zu Hause blondieren, sondern dem Friseur überlassen. Der Weg zum perfekten Blondton ist deutlich schwerer und mit vielen Färbeprozeduren verbunden. Das Risiko von Haarbruch und Haarausfall ist in diesem Fall also deutlich größer.

Je hochprozentiger die Konzentration des Wasserstoffperoxids, desto schädlicher ist das Blondieren. Am häufigsten empfehlen Frisöre eine Konzentration zwischen 1,9 und 9 Prozent. Das ist jedoch individuell abhängig vom Zustand und von deiner Haarfarbe.

Ein weiterer Tipp um die Haare durch eine Blondierung nicht zu sehr zu strapazieren, ist Olaplex – ein Wirkstoff der geschädigtes Haar im Inneren aufbaut. Die Molekülkette von Olaplex repariert gebrochene Disulfidbrücken im Haar.

Wenn die Haare nach der Blondierung einen unerwünschten Gelbstich haben, kannst du zu Silbershampoo und einem Toner greifen. Das Silbershampoo neutralisiert den geblichen Schleier durch blau-violette Pigmente.

Ein Toner sorgt dafür, dass die Haare abmattiert werden und edler aussehen. Zusätzlich entfernt Haartoner den Gelbstich, indem er die roten Farbpigmente aus dem Haar zieht. Je nach Nuance eignet sich der Toner auch, um aus dem Blondton ein schönes Weiß zu zaubern. 

Haare grau färben 

Haare grau färben

Um deine Haare grau oder silber zu färben, muss die Ausgangshaarfarbe hell sein. So kannst du das gewünschte Ergebnis leichter erzielen. Wer also keine blonden Haare hat, muss zur Blondierung greifen. 

Auch wichtig: Du brauchst eine gleichmäßige Ausgangshaarfarbe, denn sonst ist das Haar nach dem Färben fleckig.

Um die Haare dann grau oder silber zu färben, hast du die Auswahl zwischen einer Haartönung, Silbershampoo, Coloration oder Effektspülung.

Eine Tönung ist ideal, um den Beauty-Trend auszuprobieren. Die Tönung bleibt nicht dauerhaft auf dem Haar. So kannst du auch den richtigen Grauton für dich ausmachen.

Silbershampoo neutralisiert nicht nur einen vorhandenen Gelbstich, sondern sorgt durch seine intensive Pigmentierung auch für glänzendes Haar. Wenn du den passenden Grauton für dich gefunden hast, kannst du auch zur dauerhaften Coloration greifen.

Eine Effektspülung funktioniert ähnlich wie das Silbershampoo. Die Spülung wird jedoch mit Wasser vermengt. Du musst das Haar also mehrmals mit der Effektspülung waschen. Dadurch nehmen die Haare eine graue Farbe an.

Haare rot färben

Rote Haare färben

Wenn du dir deine Haare rot färben willst, musst du besonders gut vorbereitet sein. Rote Pigmente verhalten sich anders als andere Farbpigmente – sie sind kleiner und zerbrechlicher. Dennoch sind sie extrem hartnäckig.

Es kommt immer wieder vor, dass rot gefärbte Haare einen Orangestich bekommen. Das passiert, wenn die Ausgangshaarfarbe schon viele Rotpigmente enthält. Dann musst du mit grünen oder blauen Pigmenten gegenwirken.

Asch-Töne sind die Komplementärfarben zu Orange und schaffen einen optischen Ausgleich. Bei einem extremen Orangestich musst du zur Tönung greifen, ansonsten kann auch schon ein Silbershampoo Abhilfe schaffen.

Haare schwarz färben

Ob Tiefschwarz, Blauschwarz oder Schwarzbraun – wenn du deine Haare schwarz färben möchtest, stehen dir viele Nuancen zur Verfügung. Der Schritt zur dunklen Haarfarbe sollte aber gut durchdacht sein. Wenn die Haare einmal schwarz sind, ist der Weg zur vorherigen Haarfarbe um einiges schwieriger.

Prüfe vorab, welcher Schwarzton zu dir passt. Prinzipiell passen schwarze Haare eher zu dunklen Hauttypen. Wenn du jedoch den “Schneewitchen-Style” ausprobieren möchtest, kannst du dir trotz blasser Haut die Haare schwarz färben.

Folgende Übersicht hilft dir bei der Farbauswahl:

  • Warmer Hauttyp mit pfirsichfarbener und brauner Haut: Dunkelbraun, Schwarz ohne Untertöne
  • Kalter Hauttyp mit rosigem oder violettem Unterton: Kalte Schwarztöne, Blauschwarz

Ombré färben 

Ombré färben: Beauty-Trend mit hellen Spitzen

Helle Spitzen, die sich vom Rest des Haares abheben – Ombré Hair lässt das Haar um einiges strahlender wirken. 

Die Spitzen solltest du mit einer Blondierung oder Coloration behandeln, deren Nuance mit der eigenen Haarfarbe harmonisiert.

Streiche mit einer Paddelbürste von oben nach unten durch die Haarlängen bis zu den Spitzen. Trage nur so viel Coloration oder Blondierung auf, wie nötig.

Je stärker du den Kontrast deiner Spitzen zu der Ausgangshaarfarbe haben möchtest, desto länger muss das Produkt einwirken. 

Unterschied zwischen Creme, Mousse und Lotion 

Eine Lotion ist sehr flüssig und kann direkt aus der Applikatorflasche auf die Haare gegeben werden. Die Lotion birgt jedoch die Gefahr, zu tropfen und so schnell für unschöne Flecken auf der Haut zu sorgen.

Mousse weist eine ähnliche Konsistenz wie Schaumfestiger auf und lässt sich dadurch besser im Haar verteilen. Haarmousse ist allerdings nicht so farbintensiv und bislang nur in dunkleren Farbtönen erhältlich.

Haarcreme eignet sich für Anfänger, da sie eine dickflüssigere Konsistenz als eine Lotion hat und du sie dadurch besser auftragen kannst. 

Flecken auf der Haut vermeiden

Eingefärbte Hautpartien im Gesicht, Nacken oder an den Ohren sind unschön. Deswegen lohnt es sich, die Haut mit Vaseline oder einer fettigen Creme einzucremen.

So gelangt die Farbe nicht an die Haut und die Creme kannst du nach dem Färbevorgang einfach mit einem Tuch abwischen. 

Die richtige Haarfarbe auswählen

Die richtige Haarfarbe auswählen

Um die perfekte Haarfarbe zu finden, solltest du deinen Hauttyp nicht außer Acht lassen.

Es gibt kalte, neutrale und warme Hauttypen. Folgende Nuancen passen zu den einzelnen Hauttypen:

  • Warmer Hauttyp: warme Beigetöne und goldblond
  • Neutraler Hauttyp: alle Nuancen
  • Kalter Hauttyp: kalte Brauntöne, schwarz und aschblond

Du kannst auch anhand deines Schmucks deinen Hauttyp ausfindig machen. Trägst du gerne Silber, dann hast du mit hoher Wahrscheinlichkeit einen kalten Hauttyp. Trägst du gerne Goldschmuck, bist du wahrscheinlich eher ein Typ für warme Farben. 

Deine Adern verraten ebenso viel über deinen Hauttyp. Wenn sie blau oder lila hervortreten, hast du einen kalten Hauttyp. Sehen die Adern grün aus, dann hast du einen warmen Hauttyp.

6 häufige Fehler beim Haarefärben

Damit das Endergebnis des Haarefärbens wirklich gut aussieht, haben wir sechs häufige Fehler zusammengestellt, die du unbedingt vermeiden solltest. Dazu gehört zum Beispiel, vorher keinen Allergietest zu machen.

Allergietest vergessen

Auch wenn es mühselig erscheinen mag, verzichte vor dem Haarefärben nicht auf einen Allergietest – selbst wenn du das Haar bereits coloriert hast. Denn in jeder Haarfarbe stecken Allergene, die unter Umständen schwere Reaktionen hervorrufen können.

Für einen Allergietest trägst du einen zwei Zentimeter großen Klecks Haarfarbe mit einem Wattestäbchen hinter deinem Ohr auf. Wenn nach 48 Stunden keine Reaktion auftritt, dann kannst du deine Haare bedenkenlos selber färben.

Eine allergische Reaktion erkennst du an folgenden Symptomen: Schwellungen, Rötungen und starker Juckreiz.

Sprödes Haar nach dem Färben

Spröde Haare nach dem Färben

Wenn dein Haar direkt nach dem Haarefärben spröde aussieht, verwende die beiliegende Haarkur.

Durch die Haarfarbe öffnet sich die Schuppenschicht des Haares, damit die Farbpigmente eindringen können. Ein Haarbalsam oder eine Haarkur verschließt die Oberfläche und dein Haar glänzt wieder. 

Wie oft kann ich mir die Haare färben?

Zwischen zwei Colorationen sollten immer mindesten sechs Wochen liegen. Wenn deine Haarfarbe nur ein paar Tage hält, ist das ein Zeichen für überstrapaziertes Haar. In diesem Fall solltest du ihm eine Pause gönnen. Im nächsten Kapitel erfährst du mehr.

Haarfarbe hält nicht 

Wenn die Haarfarbe nicht hält, färbst du deine Haare vielleicht zu oft. Denn durch jedes Färben wird die Haarstruktur durchlässiger und poröser, sodass dein Haar mehr Wasser aufnimmt.

Es empfiehlt sich daher, vor dem Färben die Spitzen zu schneiden und geschädigtes Haar mit Feuchtigkeit zu versorgen. Erfahre hier, wie du deine Haare selber schneiden kannst.

Haarfarbe hält nicht: Viele Haarpflegeprodukte enthalten Silikon

Wer bereits kaputte oder strapazierte Haare färbt, tut sich also selbst nichts Gutes. Beim Haarefärben verändern Chemikalien die Struktur des Haares – das Haar wird anfälliger für Haarbruch. 

Silikon im Haar kann ebenfalls ein Grund sein, warum die Farbe nicht hält. Wer Stylingprodukte mit Silikonen benutzt, riskiert ein sogenanntes "Build-Up". Das bedeutet:

Im Haar sammelt sich das Silikon an und legt sich wie ein Schutzfilm um die einzelnen Haare. So erscheint das Haar gepflegt und glatt. Das Silikon verhindert aber, dass Farbpigmente in die Haare eindringen können. 

Haarfarbe ist ungleichmäßig

Wenn das Ergebnis des Haarefärbens ungleichmäßig oder verfälscht ist, hattest du eventuell noch alte Farbreste oder Stylingprodukte im Haar. Manche Stellen sind dadurch dunkler oder heller als der Rest. 

Auch nach mehrfachem Färben besteht das Risiko, dass sich neue Haarpigmente zu den bereits vorhandenen addieren. So fällt das Farbergebnis noch intensiver aus.

Coloration, Intensivtönung, Tönung: Die falsche Variante gewählt 

Coloration, Intensivtönung oder Tönung?

Ob Coloration, Intensivtönung oder Tönung – die Wahl richtet sich nach dem gewünschten Farbziel. 

Eine Coloration färbt das Haar durch die künstliche Pigmentierung dauerhaft. Die Farbe lässt sich dadurch nicht auswaschen.

Wer sich bei der Farbnuance vergreift, hat nur zwei Möglichkeiten: rauswachsen lassen oder mit einer anderen Nuance überfärben.

Wenn du zur Coloration greifst, solltest du sicher sein, dass du die Farbe eine längere Zeit an dir sehen willst.

Bei der Intensivtönung wird ähnlich wie bei der Coloration die oberste Haarschicht aufgebrochen. Sowohl die Intensivtönung als auch die Coloration ist mit chemischen Quellmitteln angereichert.

Dies bewirkt eine tiefere Einlagerung der Pigmente im Haar – so kann die Haarfarbe nur langsam herauswachsen. Auch bei der Intensivtönung solltest du dir daher sicher sein, dass du die Haarfarbe längerfristig haben möchtest. 

Eine Haartönung dringt nicht so tief in dein Haar ein und ist perfekt für Menschen geeignet, die gerne zwischen verschiedenen Haarfarben wechseln.

Beim Haaretönen legen sich die Pigmente wie ein Film um das Haar, der sich von Haarwäsche zu Haarwäsche reduziert. Nach circa sechs bis acht Wäschen ist die Haartönung komplett ausgewaschen.

Falsches Endergebnis

Wenn das Endergebnis des Haarefärbens anders aussieht als auf der Verpackung angegeben, dann hast du die Haarfarbe zu lange oder zu kurz auf dem Kopf gelassen.

Überschreite auf keinen Fall die maximale Einwirkzeit. Wenn die Farbe zu lange einwirkt, wird die Haarfarbe meist dunkler als auf den Beispielbildern der Verpackung. Doch auch weil einige Farben sehr aggressiv sind, können sie bei einer überschrittenen Einwirkzeit die Haarstruktur massiv beschädigen.

Wenn du die angegebene Einwirkzeit unterschreitest, kann es zu unerwünschten Farbnuancierungen kommen – das Endergebnis ist zu hell. Dann hilft es, wenn du einen weiteren Färbevorgang mit dem gleichen Produkt vornimmst.

Anleitung: Haare selber färben

Anleitung zum Haare selber färben

Die nachfolgende Anleitung erklärt, wie du dir deine gewünschte Haarfarbe bequem zu Hause selber zaubern kannst. Hier findest du Tipps, mit denen du auch Kosmetik selber herstellen kannst.

Vorbereitung

Bevor du dir die Haare färbst, lies unbedingt die Gebrauchsanweisung. So erfährst du, ob du die Farbe auf nassem oder trockenem Haar auftragen musst und wie lange die Einwirkzeit beträgt.

Vermeide unschöne Flecken, indem du alte Kleidung anziehst und dir ein Handtuch überlegst.

Auftragen

Mische die Farbe nach der Gebrauchsanweisung zusammen und trage sie auf deine Haare auf. Es empfiehlt sich für eine gleichmäßige Applikation, einen Färbepinsel zu benutzen. Am besten nimmst du einen Kunststoffpinsel, da Pinsel aus Metall mit der Farbe reagieren.

Beginne dann mit den unteren Haaren. Sie sind in der Regel am gesündesten und brauchen deswegen länger, damit die Farbe einzieht. Am Oberkopf geht es schneller.

Trage die Farbe am Haaransatz auf und arbeite dich dann über die Haarlängen bis in die Spitzen vor. Das Aufteilen der Haare in kleine Strähnchen ermöglicht eine rasche Vorgehensweise.

Im Anschluss an das Färben lässt du die Haarfarbe einwirken – achte dabei wieder auf die Vorgaben der Gebrauchsanweisung.

Ausspülen

Nach Ende der Einwirkzeit geht es nun ans Ausspülen: Feuchte das Haar mit warmem Wasser an und schäume die Haarfarbe auf. So lösen sich die Farbrückstände von der Kopfhaut. Spüle danach die Farbe so lange aus, bis das Wasser klar ist.

In der Regel erhältst du zusätzlich zu der Haarfarbe auch einen Haarbalsam oder eine Haarkur. Trage die Kur auf das nasse Haar auf und verteile sie gleichmäßig mit einem Kamm. Nach einer kurzen Einwirkzeit kannst du die Kur wieder ausspülen.

Zum Ausspülen musst du übrigens kein Shampoo benutzen, denn die Haarfarbe enthält bereits waschaktive Substanzen, welche eine ausreichende Reinigungswirkung erzielen.

Wenn möglich, solltest du auf das Föhnen verzichten und deine Haare lieber an der Luft trocknen lassen. So werden sie nicht noch mehr strapaziert.

Haare färben nach Mondkalender

Manche Menschen färben ihre Haare nach dem Mondkalender oder gehen nur an bestimmten Tagen zum Friseur. Dazu betrachten sie die Mondphasen und schwören auf ein schnelleres Haarwachstum, eine bessere Wirkung der Pflegeprodukte oder eine intensivere Färbung der Haare. Ob der Mond wirklich Einfluss auf das Haarefärben hat, wurde bisher aber noch nicht nachgewiesen. 

Haarefärben in der Schwangerschaft

Viele Frauen rätseln, ob das Haarefärben während der Schwangerschaft ein Risiko für das Ungeborene darstellt. Bislang ist unklar, inwieweit die Substanzen einer Haarfarbe die kindliche Entwicklung negativ beeinflussen. Erfahre hier, wie du Anzeichen einer Schwangerschaft erkennst.

Einige Chemikalien in den Haarfarben standen im Verdacht, gesundheitsschädliche Auswirkungen auf den Menschen zu haben.

Vor allem bei einer dauerhaften Färbung mit chemischen Produkten könnte der Körper die giftigen Stoffe in geringen Mengen über den Blutkreislauf aufnehmen.

Friseurinnen in der Schwangerschaft
Friseurinnen sind permanent in Kontakt mit chemischen Haarfarben und sollten in der Schwangerschaft an ihrem Arbeitsplatz auf eine ausreichende Belüftung achten und Handschuhe verwenden.

Aus diesem Grund müssen alle Haarfärbeprodukte in der Europäischen Union der Kosmetikverordnung von 2003 entsprechen. Mehr als 180 Inhaltsstoffe sind demnach von der EU verboten worden. Die Kosmetikhersteller sind durch die Verordnung auch gesetzlich dazu verpflichtet, die Produkte einer wissenschaftlichen Bewertung zu ihrer Sicherheit zu unterziehen.

Haarefärben in der Stillzeit

Haare färben in der Stillzeit

Rund 70 Substanzen sind übrig geblieben, die laut der Kosmetikverordnung als sicher eingestuft werden.

Doch auch bei diesen Inhaltsstoffen lässt sich nicht zu 100 Prozent sagen, dass sie für den Menschen kein Risiko darstellen.

Zwar sind die Stoffe nicht krebserregend, aber einige von ihnen sind starke Kontaktallergene.

Zu den Allergenen zählen beispielsweise:

  • p-Phenylendiamin
  • 2,5-Toluylendiamin

Da also nicht ausgeschlossen werden kann, dass geringe Mengen über den Blutkreislauf aufgenommen werden, sollten Frauen in der Stillzeit auf das Haarefärben verzichten. Denn gelangen die Stoffe in den Blutkreislauf, ist auch die Muttermilch betroffen.

Als werdende oder stillende Mutter solltest du generell so wenig wie möglich in Kontakt mit Chemikalien kommen. Wenn du dennoch auf das Haarefärben nicht verzichten möchtest, kannst du Färbeshampoos oder Naturhaarfarben benutzen.

Färbeshampoos sind normale Shampoos, die mit Farbpigmenten angereichert werden. Sie stellen eine Alternative zu chemischen Färbemitteln dar.
Reine Naturhaarfarben mit Inhaltsstoffen natürlichen Ursprungs verzichten auf chemische Zusatzstoffe. Achte jedoch auf eine gute Qualität der Bestandteile.

Privat Haare färben lassen von mobilen Friseuren

Mobile Friseure: Privat Haare färben lassen

Wenn du das Haarefärben lieber dem Profi überlassen willst und keine Lust auf Wartezeiten im Salon hast, kannst du auch Dienstleistungen von mobilen Friseuren in Anspruch nehmen.

Mobile Friseure kommen dem Wunsch der Privatsphäre nach und schneiden oder färben dir deine Haare bequem zu Hause.

Wenn du dir also deine Haare vom Profi färben lassen willst, kann das inklusive Beratung viel Zeit in Anspruch nehmen, die du dann nicht mehr im Friseursalon verbringen musst. Während die Farbe einwirkt, entspannst du in gewohnter Umgebung.

Kostenvergleich: Haare selber färben oder beim Friseur

Wenn du dir die Haare professionell färben lässt, kann der Preis schnell nach oben gehen. Im Folgenden gibt dir ein kurzer Kostenvergleich einen Überblick. Beachte aber, dass sich die Kosten je nach Friseursalon und Länge der Haare stark unterscheiden.  

Kostenübersicht Selber färben Friseur
Ansatz färben ab 2 Euro ab 30 Euro
Intensivtönung ab 2 Euro ab 35 Euro
Coloration ab 4 Euro ab 36 Euro
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