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Handlettering: 3 Techniken & 5 Tipps für die Kreativschrift (+ Sprüche)

Handlettering vereint Schreiben und Malen und erzeugt so einen ästhetisch ansprechenden Text. So kannst du beispielsweise Geburtstags- und Weihnachtskarten besonders schön gestalten. Wie das genau geht, erklären wir dir hier.

Handlettering liegt im Trend. Und das nicht ohne Grund: Mit der Technik kannst du Glückwunschkarten und Einladungen ganz einfach aufwerten. Wie das genau geht, erfährst du im Folgenden.

Was Handlettering ist

Was Handlettering ist

Handlettering leitet sich aus der Kalligraphie ab, der Kunst des Schönschreibens. Diese hat schon jahrhundertelange Tradition und wurde unter anderem dafür verwendet, den Koran oder die Bibel abzuschreiben, so dass diese bis heute überliefert sind. Liegt bei der Kalligraphie das Schreiben im Fokus, ist es beim Handlettering das Malen. Denn bei dieser Technik malst du die Buchstaben, statt sie zu schreiben. Das sorgt für ein besonders kunstvolles Ergebnis.

Dabei sind deiner Kreativität keine Grenzen gesetzt. Du wählst selbst aus, welche Schriftarten du verwendest, wie du Wörter und Buchstaben anordnest und wie groß du diese schreibst. Auch damit unterscheidet sich das Handlettering von der Kalligraphie. Denn bei Letzterer gibt es verschiedene Regeln, die du für ein einheitliches Ergebnis beachten musst. Beim Handlettering soll das Ergebnis dagegen keinesfalls einheitlich sein. Du kannst verschiedene Stile, Farben und Schriftgrößen kombinieren – je nachdem, wie es dir gefällt. Dazu kannst du dich verschiedener Materialien bedienen.

Materialien beim Handlettering

Ob Stift, Pinsel oder Brushpen – beim Handlettering kannst du mit vielerlei Werkzeugen arbeiten, die dir ganz unterschiedliche Ergebnisse ermöglichen. Je nach Belieben kannst du für dich passende Materialien auswählen. Probiere anfangs am besten verschiedene Werkzeuge aus und entscheide dann, welche sich für deine Zwecke eignen. Wichtig ist auch, wie du die verschiedenen Materialen kombinierst. Denn nicht jedes Papier passt zu jedem Stift. Wir erklären dir, worauf du achten musst.

Papier

Das Papier spielt beim Handlettering eine entscheidende Rolle. Denn es bietet die Grundlage, auf der du arbeitest. Dabei unterschätzen viele die Wichtigkeit dieses Materials und verwenden gerade das, was sie zuhause haben. Arbeitest du mit Stiften, ist dies auch erst einmal kein Problem. Mit diesen kannst du nämlich gut auf herkömmlichem Papier arbeiten. Anders sieht es mit Brushpens aus. Diese können auf normalem Papier nämlich nicht so gut gleiten. Dadurch können die Pinsel mit der Zeit ausfransen. Sauberes Arbeiten wird mit der Zeit also immer schwieriger. Verwende stattdessen lieber sogenanntes gestrichenes Papier. Das ist besonders glatt und schont so die empfindlichen Pinselspitzen.

Stifte

Stifte für das Handlettering

Bei der Auswahl des richtigen Stifts hast du die Qual der Wahl. Denn grundsätzlich eignet sich erstmal jeder Stift für das Handlettering – ob Kugelschreiber oder Filzstift. Hast du jedoch Spaß am Handlettering gefunden, willst du mit der Zeit ein bisschen mehr mit den Materialien experimentieren. Denn mit normalen Stiften kannst du zwar verschiedene Schriftarten ausprobieren und deine geschriebenen Worte verzieren, doch so richtig kunstvoll wird es erst mit speziellen Stiften, mit denen du die Strichdicke beeinflussen kannst. Je nachdem, wie du den Stift hältst, wird die Linie dabei dicker oder dünner.

Besser geeignet sind also Pinsel oder spezielle Brushpens. Letzterer kombiniert Vorteile von Pinsel und Stift. Du hast zwar eine Pinselspitze, die dir mehr kreativen Spielraum lässt, allgemein erinnert die Form jedoch eher an einen Stift. Auch die Farbe befindet sich wie bei einem Fineliner oder Filzstift im Stiftgehäuse. Du musst deine Pinselspitze also nicht in Farbe tunken. Allerdings musst du dir darum auch mehrere Brushpens zulegen. Denn pro Stift kannst du nur mit einer einzigen Farbe schreiben. Willst du mit mehreren Farben arbeiten, brauchst du auch mehrere Brushpens.

Techniken für das Handlettering

Allgemein kannst du beim Handlettering zwischen drei verschiedenen Techniken unterscheiden. Am beliebtesten ist wohl das sogenannte Brushlettering, bei dem du mit den Brushpens arbeitest. Kommst du mit normalen Stiften besser zurecht, gibt es auch Faux Calligraphy oder eben das normale Handlettering. Wie sich diese Techniken unterschieden, erläutern wir dir im Folgenden.

Brushlettering

Brushlettering

Das Brushlettering zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass du mit verschiedenen Strichstärken und dementsprechend mit einem Pinsel oder Brushpen arbeitest. Verschiedene Strichstärken erzeugst du, indem du den Brushpen in unterschiedlichen Winkeln hältst. Das kann sich anfangs als ein bisschen schwierig erweisen. Mit der Zeit entwickelst du jedoch ein Gefühl für den Stift und kannst besser einschätzen, wie er sich in welchem Winkel verhält. Es lohnt sich, zu Beginn erst einmal ein paar einfache Übungen mit dem Brushpen zu machen, bevor du dein erstes Projekt startest. Sonst könnte sich dieses nämlich als Enttäuschung herausstellen. Male mit deinem Brushpen ein paar Linien und beobachte, wie sich der Stift verhält. So bekommst du ein besseres Gefühl für den Stift und direkt mehr Sicherheit im Umgang mit diesem.

Faux Calligraphy

Hast du keinen Brushpen zu Hand, besitzt kein passendes Papier oder möchtest erst einmal mit einer leichteren Methode ins Handlettering einsteigen, kannst du die Faux Calligraphy anwenden. Dabei imitierst du sozusagen die unterschiedlichen Strichstärken, die du mit dem Brushpen natürlich erzeugst. Das funktioniert in insgesamt drei Schritten. Zuerst schreibst du das Wort in einer gewünschten Schriftart auf. Die absteigenden Linien verdickst du, so dass du einen Brushlettering-Effekt erzielst. Einige Buchstaben verdickst du besser auf der linken Seite, während du einen schöneren Effekt erzielst, wenn du andere Buchstaben auf der rechten Seite verstärkst. Versuche dreidimensional und räumlich zu denken, wenn du die entsprechenden Linien nachmalst. Zum Schluss malst du die Zwischenräume aus.

Normales Handlettering

ABC des Letterings

Handlettering zeichnet sich jedoch nicht ausschließlich durch die Strichstärke aus, sondern vor allem durch das kunstvolle Gestalten der Buchstaben. Dabei kannst du dich verschiedener Stile bedienen und deine Wörter ganz individuell designen. Obwohl du hier auf den Effekt der verschiedenen Strichstärken verzichtest, kannst du doch mit verschiedenen Schriftgrößen und Farben arbeiten. Mit verschiedenen Stiften kannst du zudem die Dicke deines Striches beeinflussen. Mit Filzstiften erzeugst du beispielsweise einen dickeren Strich als mit Finelinern.

Tipps für das Handlettering

Damit deine ersten Handlettering-Versuche auch ein Erfolg werden, kannst du ein paar Aspekte beachten, die für ein schönes Ergebnis sorgen. Denn obwohl du eigentlich schon mit Papier und Kugelschreiber loslegen kannst, weißt du vielleicht gar nicht, wie du überhaupt anfangen sollst.

Auf Gleichmäßigkeit achten

Besonders schön ist das Handlettering nur, wenn du die Buchstaben derselben Schriftart gleichmäßig gestaltest. Das bedeutet nicht nur, dass du die Buchstaben in derselben Art und Weise schreibst, sondern auch, dass diese jeweils gleich groß sind, beziehungsweise denselben Neigungsgrad besitzen. Dafür ist es empfehlenswert Hilfslinien einzuzeichnen. Am besten zeichnest du diese dünn mit dem Bleistift, damit du sie später wieder ausradieren kannst. Für den Anfang eignen sich sechs Hilfslinien. Mit ein bisschen mehr Übung kannst du die Linien nach und nach weglassen.

  1. Basislinie: Die Basislinie ist die Richtlinie für alle anderen Linien, die du einzeichnest. Du findest sie in jedem Schulheft. Auf ihr liegt der Buchstabe sozusagen auf.
  2. Oberlinie: Die Oberlinie bietet die Begrenzung für aufsteigende Buchstaben wie ein ’h’ oder ’t’.
  3. Oberlinie für Großbuchstaben: Großbuchstaben gehen oftmals ein bisschen höher als andere aufsteigende Buchstaben. Darum kannst du kurz über der Oberlinie eine spezielle Oberlinie für Großbuchstaben einzeichnen.
  4. x-Linie: Zwischen der Basis- und Oberlinie liegt die x-Linie. Diese beschreibt die Höhe von Kleinbuchstaben anhand der Größe des kleingeschriebenen ’x’. Meist liegt die Linie genau in der Mitte der zwei Linien.
  5. Neigungslinie: Mit der Neigungslinie legst du fest, wie schräg deine Buchstaben liegen. Das hat großen Einfluss auf die Einheitlichkeit deines Ergebnisses.
  6. Unterlinie: Die Unterlinie legt fest, wie tief absteigende Buchstaben gehen sollen wie beispielsweise ein ’g’. Der Abstand zur Basislinie sollte ungefähr so groß sein wie der zur Oberlinie.

Regelmäßig Buchstaben üben

Übe zuerst die Buchstaben des Alphabets

Nur wenn du das Handlettering regelmäßig betreibst, kannst du dich verbessern. Anfangs bist du mit deinen Ergebnissen vermutlich noch nicht hundertprozentig zufrieden. Mit der Zeit wirst du jedoch immer besser. Versuche dich anfangs erst einmal an einer Schriftart und übe die einzelnen Buchstaben. Wenn du dich bei der Ausführung sicher fühlst, kannst du auch das Alphabet einer anderen Schriftart lernen. So kannst du dich verschiedener Techniken bedienen, wenn du beispielsweise ein Wort besonders hervorheben möchtest, indem du es nicht nur in einer anderen Farbe schreibst, sondern auch in einer anderen Schriftart. Nach und nach kannst du deine Technik immer weiter verfeinern und deinen eigenen Stil entwickeln.

Inspirationen suchen

Im Alltag findest du zahlreiche Inspirationen, die deinen Handlettering-Stil beeinflussen können. Nicht nur online findest du unzählige Bilder mit verschiedenen Schriften, an denen du dich orientieren kannst. Auch von Graffiti und Werbeschriften kannst du dich inspirieren lassen und diese für dein Handlettering verwenden. Lasse deiner Fantasie freien Lauf. Du kannst auch eigene Schriften kreieren mit deinen ganz eigenen Regeln. Vielleicht inspirieren dich auch Bilder und Geschichten dazu.

Einfach ausprobieren

Probiere verschiedene Schriftarten aus

Vielleicht hältst du deine eigene Handschrift für unästhetisch und traust dich deshalb nicht daran, das Handlettering auszuprobieren. Allerdings hat Handlettering nur bedingt etwas mit deiner persönlichen Handschrift zu tun. Du kannst dir verschiedene Schriftarten aneignen, indem du sie regelmäßig mithilfe der Hilfslinien übst. Auch wenn deine Ergebnisse anfangs vielleicht ein wenig unsauber aussehen, wirst du mit der Zeit immer besser. Erfahren wirst du dies allerdings nie, wenn du das Handlettering niemals ausprobierst. Das Gleiche gilt, wenn eine Schriftart in deinen Augen besonders kompliziert aussieht. Je mehr Schriftarten du jedoch lernst, desto individueller kannst du deine Handlettering-Texte im Endeffekt gestalten.

Mit der Zeit entwickelst du außerdem ein Gefühl dafür, welche Schriftarten besonders gut zu bestimmten Texten passen. Weichere Schriften eignen sich beispielsweise für romantische Liebesbotschaften, während zackigere Schriften zum Beispiel Warnungen symbolisieren können. Welche Schriften du letztendlich für verschiedene Sprüche und Wörter verwendest, ist jedoch Geschmacksache.

Verzierungen benutzen

Noch individueller und schöner gestaltest du deine Projekte, wenn du die Schriften mit Schnörkeln und kleinen Zeichnungen verzierst. Auch die Buchstaben selbst kannst du mit Mustern ausmalen und erzeugst so einen besonderen Effekt. Mit verschiedenen Farben kannst du deinem Handlettering noch mehr Dynamik verleihen. Wenn du möchtest, kannst du auch mit verschiedenen Untergründen arbeiten. Male beispielsweise mit Aquarellfarben kleine Farbwolken und schreibe nach dem Trocknen deinen ausgewählten Spruch darauf. Mehr zum Thema Malen lernen erfährst du hier.

Sprüche für das Handlettering

Sprüche für das Handlettering

Besonders gut macht sich Handlettering auf selbstgemachten Karten, beispielsweise zum Geburtstag oder Weihnachtsfest, aber auch Speisekarten kann die kreative Schreibtechnik aufwerten. Zitate und Sprüche passen sehr gut zum Handlettering. Schreibe doch dein Lebensmotto auf und hänge es zur Dekoration an die Wand. Mit Handlettering macht dieses nämlich ganz schön was her. Welche Zitate und Sprüche sich zum Geburtstag und Weihnachten eignen, zeigen wir dir im Folgenden.

Sprüche für Weihnachten

Weihnachtskarten kannst du mit Handlettering besonders schön gestalten. Jede Textzeile kannst du nach ihrem Inhalt ausarbeiten. Verzierungen machen sich ebenfalls gut. Weitere Weihnachtswünsche für das Handlettering gibt es hier.

  1. Ho, ho, ho … Wir wünschen euch
    kuschelig warme –
    leuchtend besinnliche –
    himmlisch ruhige –
    engelsschöne –
    kalorienbombige –
    und rentierstarke Weihnachten.
  2. Ich wünsche dir
    Zeit, um in Erinnerungen von gestern zu schwelgen.
    Zeit, um hier und heute zur Ruhe zu kommen.
    Zeit, um neue Pläne für morgen zu schmieden.
  3. Zeit für Liebe und Gefühl,
    heute bleibt’s nur außen kühl!
    Kerzenschein und Plätzchenduft,
    Weihnachten liegt in der Luft!
  4. Weihnachten, die schönste Zeit soll bringen Freude, Glück und Zufriedenheit.
  5. Dieser Kartengruß soll sagen: Viel Freude an den Weihnachtstagen.

Sprüche zum Geburtstag

Neben dem klassischen “Happy Birthday“ gibt es unzählige andere schöne Sprüche und Zitate, mit denen du Freunden, Familie und Verwandten zum Geburtstag gratulieren kannst. Diese Texte kannst du entsprechend ihrem Inhalt gestalten und verzieren. Weitere Geburtstagssprüche findest du hier.

  1. Happy Birthday!
  2. Ich wünsche dir im Leben so viel Zeit
    wie Sand im tiefen Meer dort treibt.
    Es soll dir stets so gut ergehen
    wie die Sternlein am Himmel stehen.
    Ich wünsche dir so viel Glück und Segen,
    wie Tröpflein, die vom Himmel regnen.
    Zum Geburtstag meine allerherzlichsten Glückwünsche!
  3. Dein Geburtstag, der soll super sein
    voll Spaß und auch voll Sonnenschein!
    Geschenke gibt’s auch Allerlei,
    wir wünschen dir viel Spaß dabei!
  4. Ich wünsche dir 365 Tage Freude, 8.760 Stunden Gesundheit und 525.600 Minuten Glück und Zufriedenheit bis zum nächsten Geburtstag.
  5. Ein Jährchen älter, sei nicht sauer.
    Du wirst nur reifer und auch schlauer.
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