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Geocaching: 12 Cache-Arten & 5 Grundregeln für die GPS-Schnitzeljagd

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Geocaching ist sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen eine beliebte Freizeitbeschäftigung in der freien Natur. Stelle Geschick und Köpfchen unter Beweis, um die versteckten Schätze zu finden. Wir zeigen dir, wie Geocaching funktioniert und nennen dir die wichtigsten Cache-Arten. Darüber hinaus erklären wir dir alles, was du wissen musst, um deinen ersten Geocache zu finden und selbst zu verstecken.

Was ist Geocaching?

Geocaching, auch GPS-Schnitzeljagd genannt, ist eine Art moderne Schatzsuche mit GPS-Geräten, die zunehmend an Beliebtheit gewinnt. Die Verstecke, auch bekannt als Geocaches oder Caches, werden anhand geographischer Koordinaten im Internet veröffentlicht. Die Teilnehmer des Geocachings, sogenannte Geocacher, können die Verstecke mithilfe von GPS-Empfängern suchen.

Wie funktioniert Geocaching?

Geocacher verstecken ein wasserfestes Behältnis, das ein Notizbuch, das sogenannte Logbuch, enthält und veröffentlichen die Koordinaten des Versteckes im Internet. Andere Geocacher machen sich mithilfe dieser Koordinaten auf die Suche nach dem Versteck. Sobald sie es gefunden haben, tragen sie sich mit Nickname und Funddatum in das Logbuch ein. Danach wird das Behältnis an dieselbe Stelle zurückgelegt, damit der nächste Geocacher es finden kann.

Manchmal befindet sich in dem Behältnis auch ein Tauschgegenstand, den ein Geocacher für Nachfolger hinterlassen hat. Wenn du so einen Gegenstand findest, kannst du ihn mitnehmen, solltest aber wiederum eine Kleinigkeit für den nächsten Geocacher zurücklassen.

Wenn du die Geocaching-App nutzt, kannst du deinen Fund direkt vor Ort "loggen", also eintragen. Alternativ kannst du den Fund im Internet loggen, wenn du wieder zuhause bist.

Cache-Listing

Die Beschreibung eines Caches in einer Datenbank wird Cache-Listing genannt. Sie enthält alle Informationen, die du benötigst, um einen Cache zu finden. Anhand dieser Angaben kannst du außerdem filtern, welche Art von Geocache du suchst, beispielsweise in welcher Gegend er versteckt sein soll und wie schwierig die Suche sein soll. In der Regel sind folgende Informationen angegeben.

Koordinaten

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Koordinaten bestimmen

Die Koordinaten können auf unterschiedliche Weisen dargestellt werden. In der Regel werden N (Nord) und S (Süd) verwendet, um den Breitengrad (Latitude) zu bezeichnen. E (Osten) und W (Westen) bezeichnen dann den Längengrad (Longitude). Diese Koordinaten werden in Grad und Dezimalminuten angezeigt. Anstelle der Himmelsrichtungen können für N und E positive und für S und W negative Werte angegeben werden.

Die Koordinaten können in drei verschiedenen Formaten dargestellt werden, wobei 60 Minuten in einem Grad und 60 Sekunden in einer Minute sind:

NotationSchreibweise
DezimalgradN 50.94128° E 6.95828°
Grad und DezimalminutenN 50° 56.477' E 6° 57.497'
Grad, Minuten und SekundenN 50° 56' 28.601'' E 6° 57' 29.812''

Die Koordinaten kannst du am einfachsten mithilfe eines GPS-Gerätes oder eines GPS-fähigen Handys bestimmen. Wenn du dir das zutraust, kannst du sie auch klassisch auf einer Karte bestimmen, auf der die Längen- und Breitengrade eingezeichnet sind.

Entfernung

Um Caches angezeigt zu bekommen, die sich bei dir in der Nähe befinden, kannst du bei der Suche die Entfernung bestimmen, die das Versteck maximal haben soll. Du kannst den gewünschten Umkreis eingeben und den Ort, um den sich der Geocache befinden soll. Für den Ort kannst du entweder den Ortsnamen eingeben, die Postleitzahl, die Koordinaten oder den Wegpunkt eines anderen Caches.

Schwierigkeit

Außerdem kannst du bei der Suche angeben, mit welcher Schwierigkeit der Geocache bewertet sein soll. Diese wird entweder in Sternen oder in Zahlen angegeben. Ein Stern beziehungsweise die Zahl eins bezeichnet dabei die einfachste Kategorie und fünf Sterne oder die Zahl fünf die schwierigste.

Der Schwierigkeitsgrad gibt an, wie leicht und damit wie schnell ein Cache zu finden ist und wie anspruchsvoll der Weg dahin ist.

SchwierigkeitsgradBezeichnungAnspruch
★☆☆☆☆ (1/5)easy / einfachinnerhalb weniger Minuten zu finden
★★☆☆☆ (2/5)average / durchschnittlichinnerhalb etwa 30 Minuten zu finden
★★★☆☆ (3/5)challenging / anspruchsvollkann etwas mehr Zeit in Anspruch nehmen
★★★★☆ (4/5)difficult / schwierigHerausforderung, auch für erfahren Cacher
★★★★★ (5/5)extremeernste körperliche oder geistige Herausforderung, kann besondere Fähigkeiten und Ausrüstung erfordern

Als Anfänger solltest du zunächst einen einfacheren Geocache auswählen. Wenn du das Prinzip verstanden hast und ein Gefühl für die Verstecke entwickelst, kannst du dich langsam steigern und dich immer neuen Herausforderungen stellen.

Vor allem wenn du mit Kindern geocachen gehst, solltest du eher einfachere Caches aussuchen. So stellst du sicher, dass sie die Verstecke wirklich finden und Erfolgserlebnisse haben. Wenn du merkst, dass sie damit unterfordert sind, kannst du eine höhere Kategorie wählen, um ihnen eine Herausforderung zu bieten.

Gelände

Es kann außerdem entscheidend sein, auf was für einem Terrain du dich auf dem Weg zum Cache befindest. Auch hier wird das Gelände mit Sternen oder Zahlen von eins bis fünf bewertet. Eins bezeichnet die einfachsten Wege, fünf die schwierigsten.

SchwierigkeitsgradAnspruch
★☆☆☆☆ (1/5)einfach zugänglich, mit Kinderwagen und Rollstuhl zu erreichen, Strecke unter 600 Meter
★★☆☆☆ (2/5)einfache Wanderung unter drei Kilometern auf vorgegebenen Wegen, auch für kleinere Kinder geeignet
★★★☆☆ (3/5)nur für Erwachsene und ältere Kinder, kann abseits von Wegen liegen und Steigungen enthalten
★★★★☆ (4/5)nur für Outdoor-Begeisterte, steile Aufstiege, lange Strecken, schwieriges Gelände
★★★★★ (5/5)erfordert spezielle Fähigkeiten und Ausrüstung (wie Kletterausrüstung, Tauchausrüstung oder Boot)

Auch hier solltest du einen Geocache wählen, dessen Terrain deinen Fähigkeiten entspricht. Fange lieber mit einem einfacheren Gelände an und steigere dich langsam. Wenn du Kinder dabei hast, solltest du auch hier darauf achten, dass das Gelände dafür geeignet ist.

Der Vorteil bei diesem Suchkriterium ist, dass du auf mögliche Einschränkungen und Behinderungen Rücksicht nehmen kannst. Wenn du also einen Kinderwagen mitnehmen möchtest oder auf einen Rollstuhl oder Rollator angewiesen bist, kannst du ein Gelände mit dem Schwierigkeitsgrad eins problemlos bewältigen. Bei manchen Datenbanken kannst du sogar zusätzlich angeben, dass die Strecke für Menschen mit einer Sehbehinderung geeignet sein soll.

Benötigtes Werkzeug

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Benötigtes Werkzeug für ein Geocache

Darüber hinaus kann es entscheidend sein, welches Werkzeug oder welche Ausrüstung erforderlich ist, um den Geocache zu finden. Ohne dieses Werkzeug ist es möglicherweise schwierig oder unmöglich, den Cache zu finden. Häufig benötigst du einen Kompass für Peilungen oder Orientierungen und eine Taschenlampe. Anspruchsvolle Caches können spezielle Ausrüstung wie Kletterzeug, Tauchausrüstung, Höhlenzeug oder ein Boot erfordern.

Cache-Größe

Die im Listing angegebene Größe kann dir bei der Suche helfen. Sie reichen von micro bis large. Zudem gibt es Caches ohne einen Behälter und Caches, die mit "andere Größe" gekennzeichnet sind. In dem Fall findest du in der Cache-Beschreibung nähere Informationen zu der Form des Geocaches. In der Regel sehen die jeweiligen Cache-Größen so aus:

BezeichnungCache-Größe
microkleine Filmdose oder Schild
smallkleine Tupperbox
regularMunitionsbox oder größere Tupperbox
largegroße Box, Kiste
andere Größensiehe Cache-Beschreibung
kein Behälter

Cache-Arten

Mittlerweile hat sich die GPS-Schnitzeljagd weiterentwickelt und es sind neben den traditionellen Geocaches viele weitere Kategorien entstanden. Die jeweilige Kategorie eines Geocaches lässt sich im Listing eines Caches erkennen und hilft bei der Suche nach dem Versteck. Im Folgenden werden zwölf der verbreitetsten Cache-Arten erklärt:

Der traditionelle Geocache besteht in der Regel aus einem Behälter und einem Logbuch und befindet sich an einer festen Position. Das Behältnis sollte wasserdicht sein. Dafür eignen sich Gegenstände wie Filmdosen, Tupperdosen, PETlinge oder größere Boxen. Größere Behälter enthalten in der Regel einen Tauschgegenstand.

Beim Platzieren eines Geocaches ist zu beachten, dass du es so gut versteckst, dass ein Nicht-Geocacher, ein sogenannter Muggel, es nicht zufällig findet. Die Endkoordinaten des Versteckes sind bereits in der Cache-Beschreibung angegeben und führen direkt zum Geocache.

Drive-In-Geocache ist ein traditioneller Geocache, der in der Nähe eines Parkplatzes liegt. Diese Art von Geocaches ist meistens einfach zu finden und es ist keine Spezialausrüstung erforderlich.

Ein Multi-Cache ist dem traditionellen Cache sehr ähnlich, mit dem Unterschied, dass der Cache aus zwei oder mehr Stationen besteht. Bei der ersten Station erhältst du Informationen, die dich zur nächsten Station, auch Stage genannt, führen und dich schließlich zum Cache leiten. Dazu musst du oft bestimmte Aufgaben oder Rätsel lösen.

Meistens musst zu zunächst etwas Vorarbeit leisten, um einen Rätsel-Cache, auch Mystery-Cache oder Puzzle-Cache, zu finden. Oft bekommst du vorab in der Cache-Beschreibung ein Rätsel oder eine Rechenaufgabe, die du lösen musst, um die Endkoordinaten zu erhalten. Wenn du die Koordinaten herausgefunden hast, kannst du dich auf die Suche nach dem Cache machen – genau wie bei einem Traditional Geocache.

Challenge-Caches sind eine Sonderform der Rätsel-Caches. Du musst eine oder mehrere Qualifikationen erfüllen, bevor du den Geocache loggen kannst. Ein Beispiel ist, dass du eine bestimmte Anzahl verschiedener Geocache-Arten an einem Tag finden musst.

Bei Letterbox-Hybrids handelt es sich um eine altmodischere Variante, bei der du dich mit Karte und Kompass auf die Suche nach dem Versteck machst. An dem gesuchten Ort befindet sich die sogenannte Letterbox mit einem Stempel. Diesen Stempel trägst du in dein eigens mitgebrachtes Logbuch ein. In einer zweiten Box, der Cachebox, kannst du dich wie gewohnt in das örtliche Logbuch eintragen.

Ein Biltema-Cache, auch Angel-Cache oder Schweden-Cache genannt, ist ein Geocache, der auf einer bestimmten Höhe hängt. Diese Caches befinden sich meistens in Höhen von etwa fünf bis zehn Metern. Sie können dementsprechend in der Regel nur mit einem Hilfswerkzeug heruntergenommen werden.

Es gibt spezielle Biltema-Angeln, mit denen du diese Art Cache erreichen kannst. Dabei handelt es sich um kegelförmige, ausziehbare Stäbe, an deren Spitze ein Haken oder Magnet montiert wird, um den Cache damit zu angeln.

Bei Whereigo-Caches handelt es sich um interaktive Caches. Dafür müssen Spieler zunächst eine entsprechende Cartridge, also ein Spielmodul, auf ihr GPS-Gerät laden. Die GPS-Koordinaten führen dich an einen Ort, von dem aus du mit virtuellen Objekten und Charakteren interagieren kannst.

Die Möglichkeiten von Whereigos sind umfangreich. Es können zum Beispiel bestimmte Geräusche abgespielt oder Bilder und Texte mit Aufgaben angezeigt werden, wenn du dich bestimmten Orten näherst. Zudem können Whereigos so konzipiert sein, dass der Spieler selbst entscheiden kann, in welcher Reihenfolge er die Stationen besuchen möchte.

Bei einem Event-Cache handelt es sich um ein Zusammentreffen von Geocachern. Die Beschreibung des Caches enthält neben dem Zeitpunkt und dem groben Ort des Treffens die genauen Koordinaten des Treffpunkts. Nach dem Event kannst du das Treffen als Cache loggen.

Ein Mega-Event-Cache ist eine Sonderform. Dafür müssen mindestens 500 Geocacher angemeldet sein. In der Regel läuft ein Mega-Event über mehrere Tage und verfügt über ein Rahmenprogramm wie das gemeinsame Suchen und Auslegen von Caches. Bei mehr als 5.000 Teilnehmern spricht man von Giga-Events.

Eine weitere Sonderform sind CITO-Events. CITO steht dabei für "Cache In, Trash Out", was auf deutsch so viel heißt wie "Cache rein, Müll raus". Diese Events schließen häufig an ein Mega-Event an, um die Eventfläche von Müll zu befreien. Darüber hinaus gibt es private CITO-Events, bei denen sich Geocacher treffen, um eine Fläche in der Natur von Müll zu befreien. Anschließend legen sie an der bereinigten Stelle einen Cache.

Am Ziel eines virtuellen Caches befindet sich nicht wie gewohnt ein Cache-Behälter und ein Logbuch. Um den Cache loggen zu dürfen, musst du stattdessen bestimmte Aufgaben erfüllen. Du musst zum Beispiel ein Foto von dem Ort machen und hochladen oder eine Frage beantworten, die du nur vor Ort lösen kannst. Die Beschreibung enthält direkt die Endkoordinaten des Caches. Virtuelle Caches befinden sich meistens an Orten, an denen es schwierig oder nicht erlaubt ist, einen Cache zu legen oder an denen es der Natur schaden würde.

Ein Earth-Cache ist ein Beispiel für virtuelle Caches. Sie liegen an geologisch interessanten Orten. Da diese häufig in Naturschutzgebieten liegen oder unberührt sind, wird hier auf Behältnisse mit einem Logbuch verzichtet.

Um ein Webcam-Cache zu lösen wird eine öffentliche Webcam genutzt. In den Koordinaten wird eine Webcam angegeben, die der Geocacher aufsuchen muss, um ein Foto von sich selbst in der Webcam zu machen. Oft muss zusätzlich ein Foto von dem jeweiligen Ort gemacht werden oder ein bestimmter Gegenstand auf dem Foto gehalten werden, um sicherzustellen, dass es sich wirklich um den Geocacher handelt.

Ein Nacht-Cache kann die Form eines traditionellen Caches haben, ist aber in der Regel als Multi-Cache oder Rätsel-Cache ausgelegt. Die Besonderheit ist, dass er nur bei Dunkelheit auffindbar ist. Die Stationen oder der Cache sind zum Beispiel durch Reflektoren, blinkende LEDs, Lichtschranken oder ähnliches gekennzeichnet. Manche erfordern spezielle Tools wie eine Taschenlampe, eine UV-Leuchte oder ein Nachtsichtgerät, damit die Hinweise entdeckt werden.

Ein beweglicher Cache, oder Moving-Cache, ist nicht wie die anderen Caches dauerhaft an den gleichen Koordinaten zu finden, sondern ändert seine Position. Er kann von jedem Finder an einem neuen Ort versteckt werden. Wichtig ist, dass die neuen Koordinaten und gegebenenfalls die neue Aufgabe im Log-Eintrag aktualisiert werden. Alternativ kann sich ein beweglicher Cache an einem Verkehrsmittel befinden und verändert dementsprechend regelmäßig seine Position.

Wie finde ich einen Geocache?

Jetzt, wo du die Grundlagen des Geocachings kennst, kannst du dich auf die Suche nach deinem ersten Geocache machen. Es gibt mehrere Geocache-Datenbanken, in denen du nach Caches in deiner Nähe suchen kannst. In und um große Städte wie Berlin, Hamburg, Hannover, Köln und Leipzig gibt es besonders viele Geocaches. Doch auch darüber hinaus sind Caches deutschlandweit verteilt. Auch in vielen kleinen Orten und besonders an schönen und abgelegenen Plätzen gibt es Caches.

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Geocaching gibt es nicht nur in Deutschland

In Deutschland gibt es zwar nach den USA die meisten Geocaches, doch auch in vielen anderen Ländern kannst du dich auf die Suche machen. So kannst du sogar im Urlaub geocachen gehen und so unbekannte und sehenswerte Orte entdecken.

Bevor du loslegst, solltest du dich jedoch mit den Grundregeln des Geocachings vertraut machen und prüfen, ob du über die Grundausstattung verfügst.

Grundregeln

Um der Natur nicht zu schaden und um anderen Spielern nach dir die Möglichkeit zu geben, den Geocache ebenfalls in seiner Ausgangsform aufzufinden, gibt es ein paar ungeschriebene Geocaching-Regeln, an die du dich halten solltest.

Keine Spuren hinterlassen

Die Natur ist sehr wertvoll und empfindlich. Darüber hinaus ist sie das Spielfeld beim Geocaching. Achte also beim Geocaching darauf, dass du auf den Wegen bleibst und vermeide Abkürzungen, wenn du zum Cache navigierst. So verhinderst du, dass du unnötigerweise Pflanzen, Insekten und deren Behausungen zerstörst.

Es sollte selbstverständlich sein, dass du unterwegs keinen Müll hinterlässt. Nimm alles, was du auf deinen Ausflug mitbringst, auch wieder mit nach Hause oder entsorge es unterwegs in einem Mülleimer. Darüber hinaus kannst du Abfall mitnehmen, den andere hinterlassen haben. So tust du der Natur und anderen Geocachern etwas Gutes.

Unauffällig verhalten

Versuche dich auf der Suche nach einem Cache möglichst unauffällig zu verhalten. Wenn du sehr auffällig nach dem Versteck suchst und ein Muggel, also ein unwissender Nicht-Geocacher, dich beobachtet, wird er vielleicht neugierig und geht dir nach. Es besteht die Gefahr, dass er den Geocache findet, damit aber nichts anfangen kann und ihn beschädigt oder entfernt.

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Hinterlasse anderen Geocachern einen Tauschgegenstand

Tauschgegenstand hinterlassen

Manche Geocaches enthalten einen Gegenstand oder mehrere Gegenstände. Diese Gegenstände kannst du gerne mitnehmen – aber nur, wenn du für den nächsten Geocacher ebenfalls eine kleine Überraschung oder ein Andenken da lässt. Nur so kann die Kette fortgeführt werden und auch alle nachfolgenden Geocacher können sich freuen.

Nicht zu viel verraten

Um nicht zu viel vorwegzunehmen, solltest du vorsichtig sein, wenn du etwas in einem Geocache-Log teilst. Wenn du zum Beispiel Fotos von dem Versteck oder dem Geocache-Behälter machst, solltest du überlegen, ob sie nicht vielleicht zu viel über die Position verraten, bevor du sie dem Log hinzufügst. Generell solltest du anderen Geocachern nicht zu viele Hinweise oder Lösungen geben, da so der Spaß am Entdecken verloren geht.

Geeignete Kleidung und Ausrüstung

Zuletzt ist es wichtig, dass du für deinen Geocaching-Ausflug angemessen vorbereitet bist. Zunächst solltest du dich dem Wetter entsprechend kleiden und auch auf einen Wetterumschwung gefasst sein. Zudem solltest du ausreichend Verpflegung dabei haben, da du vorher nie genau weißt, wie lange du unterwegs sein wirst.

Je nach Cache ist eine besondere Ausrüstung nötig, um ihn ausfindig zu machen. Die Informationen dazu solltest du vorher aus der Cache-Beschreibung entnehmen.

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Grundausstattung zum Geocachen

Unabhängig davon gibt es eine Geocache-Grundausstattung, die du stets bei dir tragen solltest:

  • GPS-Gerät oder GPS-fähiges Smartphone: wichtigster Gegenstand, nötig, um zu den Koordinaten zu navigieren
  • Stift: nötig, falls dem Cache kein Stift beiliegt
  • Taschenlampe: auch tagsüber hilfreich, falls der Cache sich in Löchern oder Baumhöhlen befindet

Die meisten einfachen Geocaches kannst du ohne weitere Ausrüstung finden. Für andere brauchst du hingegen bestimmte Werkzeuge, um sie zu entdecken oder Zugriff zu bekommen. Welche das sind, erfährst du im Listing des Caches. Diese speziellen Werkzeuge könnten Folgende sein:

Darüber hinaus kannst du in speziellen Geocaching-Shops hilfreiches Zubehör erwerben, das dir die Suche erleichtert. Diese Ausrüstung ist jedoch nicht zwingend nötig und wird deswegen als erweiterte Cacherausrüstung (ECA) bezeichnet. In diesen Shops findest du zum Beispiel Multifunktions-Werkzeuge, Lampen, Lupen, Akkus, Taschen, Outdoor-Kleidung und vieles mehr.

Neben diesen physischen Werkzeugen, benötigst du häufig Geocaching-Tools, um zum Beispiel Koordinatenformate zu konvertieren, Entfernungen zu berechnen, Codes zu entschlüsseln oder Hilfe bei Zahlen und Worträtseln zu erhalten. Geocaching-Toolboxen kannst du online finden. Typischerweise enthält solch eine Box zahlreiche Tools in folgenden Kategorien:

  • Koordinaten
  • Textfunktion
  • Verschlüsselungen und Chiffren
  • Umwandlungen und Alphabete
  • Zahlen
  • Codetabellen

Geocaching-App

Anstelle eines GPS-Gerätes kannst du auch einfach dein Handy nutzen, um Koordinaten zu bestimmten. Dazu kannst du dir entsprechende Apps auf dein Smartphone laden. Auch einen Kompass kannst du dir als App herunterladen. So sparst du dir zusätzliche Ausrüstung und hast die wichtigsten Werkzeuge in einem Gerät vereint.

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Geocaching-Apps zur Bestimmng der Koordinaten

Darüber hinaus gibt es mittlerweile spezielle Geocaching-Apps, die nicht nur Koordinaten bestimmen können. Die meisten dieser Apps greifen direkt auf eine Geocaching-Datenbank zu, sodass du dir sofort Geocaches in deiner Nähe anzeigen lassen kannst. Außerdem kannst du die Caches einfach loggen, sobald du sie gefunden hast. Einige Apps verfügen über zahlreiche zusätzliche Funktionen, wie Tabellen, Rechner und Hinweise, die dir bei der Suche nach Geocaches helfen. Viele dieser Apps sind sogar kostenlos.

Wenn du dich beim Geocaching auf Apps verlässt, ist es extrem wichtig, dass dein Handy über genügend Akku verfügt. Sowohl die Aktivierung des GPS als auch die Verwendung der App verbraucht enorm viel Energie. Achte also darauf, dass dein Handy-Akku voll geladen ist und nimm idealerweise eine Powerbank mit, um dein Smartphone unterwegs aufzuladen.

Geocache verstecken

Wenn du bereits einige Geocaches gefunden hast, reizt es dich vielleicht, eigene Caches zu verstecken und damit zum Geocache-Owner zu werden. Dafür solltest du zunächst mit den verschiedenen Cache-Arten, typischen Verstecken und den weiteren Angaben vertraut sein. Das Verstecken erfordert im Prinzip drei grundlegende Schritte, bei denen du weitere Richtlinien befolgen musst.

Wähle ein geeignetes Versteck

Zunächst sollte sich das Versteck an einem besonderen Ort befinden, den du anderen Geocachern zeigen möchtest. Dabei ist es wichtig, dass du lokale Gesetze befolgst, also zum Beispiel nur Orte wählst, zu denen der Zutritt erlaubt ist. In manchen Fällen kann das Einholen einer Genehmigung erforderlich sein, um einen Cache zu verstecken.

Zudem dürfen dein Geocache und dazugehörige Stationen nicht zu nah an anderen Geocaches liegen. Andernfalls besteht die Gefahr, dass Geocaches sich gegenseitig beschränken. Außerdem sollte dein Geocache langfristig zugänglich sein.

Idealerweise sollte sich dein Geocache in der Nähe deines Wohnortes befinden, damit du ihn regelmäßig warten kannst.

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Geocache-Behälter eindeutig kennzeichnen

Entscheide dich für einen Geocache-Behälter

Auch deinen Geocache-Behälter solltest du mit Bedacht wählen. Er sollte eindeutig als Geocache erkannt werden können, ein Logbuch enthalten und witterungsfest sein. Auch die enthaltenen Gegenstände müssen dazu geeignet sein, eine längere Zeit draußen zu liegen und sollten für alle Altersgruppen angemessen sein.

Reiche deinen Geocache zur Überprüfung ein

Um deinen Geocache online zur Überprüfung einzureichen, musst du zuvor die genauen Koordinaten des Standortes ermitteln. Dann kannst du eine Cache-Seite einrichten, auf der du alle nötigen Informationen angibst. Den Cache musst du bei der Antragstellung bereits platziert haben. Anschließend wird dein Cache geprüft. Wenn alles in Ordnung ist und den Richtlinien entspricht, wird dein Geocache veröffentlicht.

Geocaching auf dem Kindergeburtstag

Geocaching ist nicht nur ein Spaß für Erwachsene, sondern eignet sich auch als Aktivität auf einem Kindergeburtstag. Ähnlich wie eine Schnitzeljagd bietet Geocaching die Vorteile, dass die Kinder sich an der frischen Luft bewegen und austoben, sinnvoll beschäftigt sind und dabei auch noch geistig gefordert werden.

Du kannst dir überlegen, ob du dafür selbst Geocaches verstecken möchtest, die die Kinder suchen sollen, oder ob du bereits existierende Caches verwendest. Wenn du eigene Geocaches erstellst, umgehst du die Gefahr, dass andere Geocacher das Versteck vor den Kindern finden. Zudem kannst du so die Strecke und den Inhalt des Geocaches nach deinen Vorstellungen anpassen.

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Geocaching als Aktivität auf einem Kindergeburtstag

Generell sollten die Caches einfach und gut sichtbar sein, damit die Kinder sie auch finden. Natürlich sollen sie dabei trotzdem etwas gefordert werden, damit sie sich nicht langweilen. Den Schwierigkeitsgrad der Rätsel und des Versteckes sowie der zurückzulegenden Strecke solltest du dem Alter und den Fähigkeiten der Kinder entsprechend anpassen.

Achte außerdem darauf, dass ihr auf Wetterumschwünge gefasst seid und dass du genügend Verpflegung für die Kinder dabei hast. Außerdem solltest du dein Vorhaben bereits in der Geburtstagseinladung vermerken, sodass sich die Kinder entsprechend kleiden und nötige Werkzeuge mitbringen.

Weitere Ideen für einen gelungenen Kindergeburtstag findest du in diesem Artikel.

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