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Goldwaschen: 3 hilfreiche Tipps + 3 typische Anfängerfehler

Goldwaschen war früher ein Beruf, heute ist es ein Hobby – eine Freizeitaktivität, die sich im wahrsten Sinne des Wortes auszahlt. Auch in Deutschland kannst du in Flüssen und Bächen nach Gold suchen. Wir verraten dir, wie du das Goldwaschen erlernst, was du brauchst und was Anfänger oft falsch machen.

Beim Goldwaschen wird mit einer speziellen Goldwaschpfanne Erde aus einem Fluss oder Bach nach kleinen Goldkörnern abgesucht. Dabei arbeiten die Goldsucher mit einer speziellen Technik, die viel Geduld fordert, aber leicht zu erlernen ist. Deswegen ist Goldwaschen für jeden möglich und eine spaßige Outdoor-Aktivität für Familien.

Warum du Goldwaschen ausprobieren solltest

Warum du das Goldwaschen ausprobieren solltest

Das Goldwaschen ist eine schöne Freizeitaktivität in der Natur. Du kannst es allein oder mit Freunden und Familie machen. Es kann viel Spaß machen und sehr motivieren, wenn du die Technik richtig erlernt hast und viele Goldkörner aufsammelst. Entdeckst du ein Glitzern auf dem Boden der Goldwaschpfanne, sorgt dies für ein Gefühl der Zufriedenheit. Es hat außerdem eine entspannende Wirkung und hilft beim Stressabbau. Sich auf die gleichen Bewegungen und Abläufe zu konzentrieren hat etwas Meditatives.

Das gefundene Gold kannst du natürlich behalten. Was du damit machst, ist dir überlassen. Viele behalten es als Erinnerungsstücke. Andere verkaufen das Gold. Allerdings ist Goldwaschen wahrscheinlich nicht das Richtige für dich, wenn du nur auf Profit aus bist. Zwar kannst du dir damit durchaus ein Taschengeld verdienen, leben kannst du vom Goldwaschen allerdings nicht. Es zeichnet sich als schöne Freizeitaktivität in der Natur aus, die Spaß mit Abenteuer verbindet, nicht durch das Geld, dass du mit dem Gold verdienen kannst.

Goldwaschen kannst du übrigens hervorragend mit Kanufahren verbinden. Touren mit dem Kajak und dem Kanadier gehen oft tagelang und können an guten Stellen zum Goldwaschen vorbeiführen.

Die richtige Ausrüstung zum Goldwaschen

Wenn du an Goldwaschkursen teilnimmst, kannst du dir die Ausrüstung meistens vor Ort ausleihen. Natürlich kannst du auch deine eigene Ausrüstung mitbringen. Diese kannst du oft in einem Gesamtpaket kaufen.

Goldwaschpfanne

Kunststoffpfannen haben Rillen an der Innenseite

Das wichtigste Werkzeug des Goldwäschers ist seine Pfanne. Darin wird das Gold gewaschen und von der Erde getrennt. Sie hat einen Durchmesser von 35 bis 45 Zentimetern und besteht aus Eisen oder Kunststoff. Eisenpfannen müssen vor Gebrauch entfettet werden, damit das Gold auch richtig gewaschen werden kann. Zusätzlich müssen sie vor Rost geschützt werden. Deswegen wird Gold heute hauptsächlich mit Pfannen aus Kunststoff gewaschen. Diese sind leichter zu handhaben und bieten trotzdem eine gute Stabilität.

Kunststoffpfannen haben meistens Rillen an der Innenseite, die das Goldwaschen sehr erleichtern und eine bessere Ausbeute ermöglichen, da das Gold in den Rillen hängen bleiben kann. Wenn du dir eine Kunststoffpfanne kaufen willst, achte auf die Farbe. Eine dunkle Pfanne eignet sich besser, da du das Gold wesentlich besser erkennen kannst. Außerdem sollte die Pfanne nicht zu groß sein. Du solltest sie leicht handhaben und gut in den Händen halten können, selbst wenn sie mit Erde und Wasser gefüllt ist. Zu schwere Pfannen erschweren den Ablauf des Goldwaschens.

Goldwaschrinne

Du kannst zum Goldwaschen auch eine Goldwaschrinne benutzen. Das ist eine längliche Rinne, die im Wasser schweres Material und somit auch Gold abfängt. Goldwaschrinnen können entweder allein oder in Kombination mit der Goldwaschpfanne benutzt werden. Die Rinnen gibt es in verschiedenen Größen und aus verschiedenen Materialien. Bei Goldwaschanlagen kannst du das Goldwaschen mit der Rinne ausprobieren und testen, ob du lieber mit Pfanne, Rinne oder beiden Hilfsmitteln Goldwaschen willst.

Schaufel

Die Erde für die Pfanne muss erst mit einer Schaufel aus dem Flussbett beziehungsweise vom Ufer geholt werden. Dafür eignen sich am besten eine leicht zu verstauende Schaufel mit einem mittellangen Stiel sowie eine Klappschaufel. Wenn das Wasser nicht zu tief ist, eignet sich aber auch eine Gartenschaufel. Das Blatt der Schaufel muss stabil sein, da obere Gesteins- und Kiesschichten entfernt werden müssen.

Röhrchen und Pinzette

Das gefundene Gold wird in kleinen, verschließbaren Röhrchen gelagert. Um die Goldkörner aus der Pfanne in die Röhrchen zu bewegen, benutzt du am besten eine Pinzette.

Sieb

Ein Sieb ist zu Beginn nicht unbedingt erforderlich, kann dir den Goldwasch-Alltag aber erleichtern. Es hilft beim Auswaschen von grobem Material und filtert sofort größere Steine. Siebe werden auch oft passend zur Goldwaschpfanne angeboten.

Kleidung

Zum Goldwaschen solltest du Kleidung anziehen, die warm hält und auch dreckig werden kann. Goldwaschen findet immer im Freien statt, deswegen kann es kalt und nass werden. Kleide dich entsprechend und ziehe immer Gummistiefel an, denn Uferböschungen können häufig matschig sein. Mit Gummistiefeln kannst du dich auch in flaches Wasser stellen.

Tipps zum Goldwaschen

Goldwaschen lernst du am besten in einem Kurs

Goldwaschen zu erlernen ist nicht schwer. Es in einem Kurs zu lernen, ist trotzdem empfehlenswert. Solche Kurse werden deutschlandweit in Goldwaschanlagen angeboten. Dabei lernst du von Anfang an die richtige Technik und hast immer jemanden, der dir über die Schulter schauen kann. Du kannst außerdem erfahrenen Goldwäschern zuschauen und vielleicht ein paar Tricks lernen. In einem Kurs lernst du außerdem alle Ausrüstungsgegenstände kennen und wie du sie in der Praxis benutzt. Darüber hinaus wird dir erklärt, wie du gute Stellen zum Goldwaschen findest und wie du mit dem Gelände und Strömungen umgehst.

Solche Goldwaschanlagen bieten auch immer Schnupperkurse an, die eine hervorragende Möglichkeit für Einsteiger sind. Bei einem Schnupperkurs kannst du dir die komplette Ausrüstung ausleihen und herausfinden, ob dir Goldwaschen überhaupt Spaß macht.

Die richtige Technik

Der Erfolg beim Goldwaschen hängt von der richtigen Stelle und der richtigen Technik ab. Beides wird dir bei einem Einsteigerkurs erklärt und bei beidem hilft dir vor allem die Erfahrung. Bei der Suche nach der richtigen Stelle können dir vor allem erfahrenere Goldwäscher helfen. Beim Erlernen der richtigen Technik hilft Geduld, denn die Technik muss dir ins Blut übergehen. Dabei wird das Gold auf den Boden der Pfanne bewegt, während das restliche Material langsam aus der Schüssel gewaschen wird.

Der genaue Ablauf

Wenn du einen Platz am Wasser gefunden hast, buddelst du einen Teil Erde und Gestein aus dem Flussbett oder dem Ufer frei und füllst es in die Pfanne. Größere Steine kannst du direkt aus der Pfanne entfernen. Wenn du ein Sieb hast, kannst du die Erde damit filtern und so weiteres großes Gestein entfernen.

Die gefüllte Pfanne hältst du dann unter Wasser und bewegst sie mehrmals hin und her, damit das Gold in den Boden sinkt und die gröberen Bestandteile der Erde, des Steins und des Sandes sich aus der Pfanne lösen. Wenn nur noch wenig feines Material in der Pfanne ist, holst du die Pfanne mit circa einem halben Liter Wasser aus dem Fluss. Mit dem restlichen Wasser kannst du jetzt den übrig gebliebenen Sand mit kreisförmigen Bewegungen in der Pfanne bewegen. Dadurch bleiben die Goldkörner am Boden der Pfanne oder in den Rillen hängen. Wenn du dich an einer guten Stelle befindest, solltest du erfolgreich sein und die ersten glitzernden Goldkörner sehen. Diese entfernst du dann mit der Pinzette aus der Pfanne und füllst sie in das Röhrchen.

Der richtige Ort zum Goldwaschen

Wo du Goldwaschen kannst

Kurse zum Goldwaschen werden deutschlandweit bei Goldwaschanlagen angeboten. Goldwaschen kannst du generell am besten in Gebirgen. Gewässer in Gebirgen eignen sich, da hier die Niederschläge, Frost und Gletscherwirkung zu einem natürlichen Zerbröckeln des Gesteins und der darin enthaltenden Erze führen. Die Erze bröckeln langsam die Berge hinunter. Wenn sie im Wasser landen und ins Tal fließen, lösen sie sich mit der Zeit immer mehr auf und die darin befindlichen Goldkörner und -Nuggets werden freigelegt.

Wenn du dich auf Goldsuche befindest, solltest du übrigens nicht mitten in der Strömung goldwaschen. Die meistens Erze sammeln sich an Stellen mit geringen Strömungen, so wie zum Beispiel kleine Inseln in einem Fluss oder in einem Talsee, in dem ein Bach aus einem Gebirge mündet.

Bei der Auswahl des Ortes solltest du dich informieren, welche Erze das Gebirge enthält. Nicht in jedem findest du Gold. Die Hohen Tauern in Österreich sind zum Beispiel ein beliebtes Ziel für Goldwäscher, aber auch in manchen großen Flüssen in Deutschland kannst du das Goldwaschen erlernen. Am Rhein und an der Elbe finden sich immer wieder Goldwäscher ein. Auch der Südschwarzwald ist ein beliebter Ort für Goldwäscher.

Typische Anfängerfehler

Auch wenn das Goldwaschen leicht zu erlernen ist, gibt es doch immer wieder Fehler, die Anfänger oft machen. Diese Fehler solltest du für eine gelungene Goldwasch-Erfahrung vermeiden.

Falsche Einstellung

Das Goldwaschen ist eine Geduldssache. Es erfordert viel Ausdauer und auch eine gute Portion Glück. Viele Anfänger geben schon früh auf, weil sie kein Gold finden. Dabei wenden sie oft die falsche Technik an und suchen an den falschen Orten – zwei Faktoren, die für das Goldwaschen entscheidend sind. Du darfst dich deswegen nicht frustrieren lassen. Erste Erfolge lassen beim Goldwaschen ein bisschen auf sich warten, ähnlich wie beim Angeln. Die Geduld zahlt sich aber aus und du wirst wortwörtlich belohnt. Gold ist nicht umsonst als versteckter Schatz bekannt. Es ist auch wirklich so.

Wenn du an einem Kurs teilnimmst, sollte die Suche nach dem richtigen Ort kein Problem darstellen, da diese Kurse immer an Flüssen beziehungsweise Bächen mit Gold stattfinden. In dem Kurs lernst du direkt die richtige Technik. Dann gilt es nur noch, geduldig zu sein und mit der Zeit wirst du immer mehr Goldkörner in deiner Pfanne finden.

Zu unruhige Bewegungen

Anfänger schütteln die Pfanne oft zu stark

Ein Schritt beim Goldwaschen ist das Schütteln der Pfanne unter Wasser, um die obere Schicht Sand und Erde auszuwaschen. Viele Anfänger sind dabei zu unruhig und schütteln die Pfanne zu stark. Dabei können Goldkörner verloren gehen, die sich in der oberen Schicht der Erde befinden. Das Ziel dieses Schrittes ist nämlich, die Goldkörner an den Boden der Pfanne zu drücken, während die obere Schicht über den Pfannenrand verschwindet. Das funktioniert aufgrund des schwereren Gewichts des Goldes. Bleibe bei diesem Schritt ruhig und mache langsame und gleichmäßige Bewegungen. Der Schlüssel bei der Technik ist, das richtige Gleichgewicht zwischen Stärke und Sicherheit zu finden. Wenn du dir beim Goldwaschen nicht sicher bist, schau Experten zu. Erfahrene Goldwäscher wissen alles über die richtige Technik und haben vielleicht sogar Tipps für die genaue Stelle parat.

Goldwaschen in Bottichen

An vielen Goldwaschanlagen wird das Goldwaschen in Bottichen angeboten, um einen ersten Eindruck zu bekommen. Diese sind aber eher Touristenattraktionen als eine realistische Darstellung des Goldwaschens. Bottiche sind nämlich meistens vorgefertigt und bieten nicht das echte Goldwasch-Erlebnis. Das Goldwaschen macht dementsprechend nicht so viel Spaß. Allerdings bieten sich Bottiche gut für Kinder an, da Kinder oft nicht so viel Geduld besitzen wie ihre Eltern.

Ist Goldwaschen in Deutschland erlaubt?

Das Goldwaschen ist grundsätzlich erlaubt. Hierbei gibt es aber regionale Unterschiede in den Gesetzgebungen, die sich auch immer wieder ändern können. In Naturschutzgebieten ist Goldwaschen meistens nicht erlaubt.

Es gibt Flussabschnitte, die von Privatpersonen oder Wassersportvereinen gepachtet werden und an denen du ebenfalls nicht Goldwaschen darfst. Goldwaschen kann außerdem dann für dich zum Problem werden, wenn du dabei fahrlässig handelst, beispielsweise wenn du deinen Müll zurücklässt. Wenn du an einem Kurs teilnimmst, bist du aber immer auf der sicheren Seite und musst dir keine Gedanken über die Gesetzeslage machen.

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