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Paintball: 4 Tipps für den Einstieg + 6 typische Anfängerfehler

Paintball ist ein aufregender Mannschaftssport, der sich großer Beliebtheit erfreut. Immer mehr Menschen probieren Paintball aus und sind begeistert. Wir erklären dir, wie du Paintballspielen am besten erlernst, was du brauchst und welche Fehler du vermeiden solltest.

Beim Paintball spielen in der Regel zwei Teams gegeneinander und feuern sich mit Farbkugeln ab, die aus Druckluftgewehren abgeschossen werden. Wer von einer Kugel getroffen wird und somit "markiert" ist, muss das Spielfeld verlassen. Deswegen wird eine Paintball-Waffe auch "Markierer" genannt. Paintball ist ein taktischer Mannschaftssport, der aus Amerika stammt. Die Sportart hat sich im Laufe der Zeit immer weiterentwickelt und heute werden regelmäßig Turniere und Ligaspiele veranstaltet.

Warum du Paintball ausprobieren solltest

Paintball ist ein Mannschaftssport

Paintball hat sich nicht ohne Grund zu einem beliebten Hobby für viele Menschen entwickelt. Es macht sehr viel Spaß und fördert Teamwork. Paintballspieler empfinden viel Wertschätzung für ihre Teamkameraden. Deswegen empfiehlt es sich auch als Teambuilding-Maßnahme. Paintballspielen lenkt außerdem sehr gut vom Alltag ab und hilft deswegen beim Stressabbau. Du konzentrierst dich auf das Geschehen auf dem Feld und blendest alles andere aus.

Wo du Paintball spielen kannst

Paintballfelder findest du in vielen großen Städten Deutschlands. Zum Beispiel in Berlin, Hamburg, Köln und München ist Paintball sehr beliebt. Je nach dem an welcher Anlage du spielst, kannst du Paintball in Hallen oder im Freien spielen. Jedes Paintballfeld ist anders und bietet deswegen Abwechslung. Viele Hobbyspieler fahren quer durch das Land, um auf den verschiedensten Feldern zu spielen.

Jedes Feld hat verschiedene Deckungsmöglichkeiten. Reife, Tische, Fässer und ähnliche Deckungsmöglichkeiten sind über das ganze Feld verteilt. Je nach dem, welche Art von Modus ihr spielt, unterscheiden sich auch die Felder (dazu unten mehr).

Die Rechtslage beim Paintball

Paintball ist in Deutschland legal und darf deswegen auf gesichertem Gelände gespielt werden. Wenn du also einen großen Garten hast, darfst du darin Paintball spielen. Das Gesetz besagt aber, dass das Feld den Sicherheitsmaßnahmen entsprechen muss. Es darf also kein Ball das Spielfeld verlassen und natürlich dürfen keine Passanten zu Schaden kommen.

Bei dem Markierer sieht die Rechtslage übrigens ein bisschen anders aus. Der fällt nämlich unter das Waffengesetz und darf deswegen erst mit 18 Jahren verwendet werden. Deswegen ist reguläres Paintballspielen nur für Volljährige möglich. Viele Paintballanlagen bieten den Sport aber auch für Kinder an, in dem die Waffen stark abgeschwächt und damit kinderfreundlich sind. Deswegen kann Paintball auch für Kindergeburtstage eine geeignete Aktivität sein.

Tipps für den richtigen Einstieg

Der richtige Einstieg beim Paintball

Der Großteil des Lernens von Paintball funktioniert mit dem "Learning-By-Doing"-Prinzip. Mit jedem Spiel wirst du erfahrener und lernst die Technik besser kennen. Trotzdem solltest du nicht ohne eine Einweisung beginnen. Das erste Mal solltest du Paintball deswegen bei einem Verein oder Klub spielen, wo du eine Einweisung bekommst. Das macht meistens ein Trainer oder erfahrener Paintballspieler. Dabei wird dir erklärt, wie du eine Waffe hältst und schießt, wie du richtig zielst und wie du dich auf dem Feld fair verhältst.

Wenn du die Gegebenheiten zu Hause hast und auch die richtige Ausrüstung, kannst du dir das Paintballspielen auch selbst beibringen. Dabei kann es aber passieren, dass du die Waffe falsch hältst und deswegen in deinen Bewegungen und beim Zielen eingeschränkt bist. Ein Trainer beziehungsweise ein erfahrenes Teammitglied kann dich darauf aufmerksam machen.

Die richtige Haltung beim Paintball

Bei der Haltung solltest du darauf achten, die Waffe immer mit beiden Händen stabil zu halten. Eine Hand hältst du neben dem Abzug ("Triggerhand"), die andere am Lauf. Halte das Ende der Waffe nicht auf der Schulter, sondern gegen die Schulter gepresst. Ansonsten verfällst du automatisch in ein Hohlkreuz und kannst dich nur noch eingeschränkt bewegen. Auch den Abzug kannst du dann nicht mehr so frei betätigen.

Das Paintballgewehr presst du mit der Hand am Lauf gegen deine Schulter, sodass sie auch noch auf der Brusthöhe bleibt, wenn du deine Triggerhand nicht am Markierer hast. Die Triggerhand dient übrigens nicht nur zum Schießen, sondern hilft auch bei der Stabilität. Eine Waffe mit vollem Paint kann nämlich ziemlich schwer sein. Halte deine Ellenbogen so nah am Körper wie möglich, aber so, dass du den Markierer noch angenehm halten kannst. Ansonsten kann dein Arm hinter der Deckung hervorschauen und dein Gegner kann dich leichter erkennen.

Zielen beim Paintball

Als Anfänger wirst du dich wahrscheinlich erst an das Zielen mit dem Markierer gewöhnen müssen. Die Farbkugeln fliegen in einem Bogen, nicht gerade. Sie sind schwerer als normale Kugeln. Deswegen solltest du dich vor der ersten Runde unbedingt mit dem Schussgefühl vertraut machen und die Paintballwaffe austesten. Je nach Modell kann die Flugbahn auch verschieden ausfallen.

Am besten zielst du auf den Hals des Gegners. Da die Kugeln in einem Bogen fliegen, prallen sie dann auf den Oberkörper. Dort hast du die größte Zielfläche und der Aufprall der Kugel schmerzt nicht besonders. Wenn du einen rennenden Gegner treffen willst, ziele vor ihn in seine Laufrichtung.

Verhalte dich fair

Paintball kann unter gewissen Umständen gefährlich sein. Deswegen solltest du wissen, wie du dich auf dem Feld zu verhalten hast. Ziele niemals auf den Kopf. Ein Treffer am Kopf kann trotz Schutzmaske schmerzhaft sein und zählt deswegen gar nicht erst. Schieße nicht aus zu naher Distanz, solche Treffer können auch sehr schmerzhaft sein. An vielen Paintballanlagen gilt deswegen die "Gotcha"-Regelung. Dabei kannst du "Gotcha!" sagen, wenn du dich unmittelbar hinter einem Gegner befindest und ein Schuss wegen der Regelung nicht in Frage kommt. Wenn du das bei einem Gegner schaffst, gilt er als abgeschossen.

Wenn du von einer Kugel getroffen wirst, scheidest du aus der Runde aus. Dann musst du so schnell wie möglich das Spielfeld verlassen, damit die Runde ohne Störungen weitergehen kann. Verhalte dich dabei fair und trödele nicht. Hebe am besten deine Hände, damit jeder weißt, dass du schon ausgeschieden bist.

Verwende die richtige Ausrüstung

Verwende die richtige Ausrüstung

Die komplette Ausrüstung kannst du dir bei einer Paintballanlage ausleihen. Dazu gehören neben dem Paintballgewehr eine Schutzmaske und in der Regel auch ein Overall. Zum Paintballspielen solltest du angenehme Sportschuhe tragen, die sich bei schnellen Bewegungen gut anfühlen und nach mehreren Stunden immer noch gut federn.

Overall und Körperpanzerung

Im Laufe von mehreren Runden wirst du wahrscheinlich oft getroffen werden. Du wirst vermutlich blaue Flecken davontragen. Mit der richtigen Körperpanzerung kannst du diese und mögliche Schmerzen minimieren. Gleichzeitig musst du immer noch den Aufprall spüren können, damit du weißt, wann du getroffen wurdest. Es gibt spezielle Schutzkleidung für Paintball, die dich vor blauen Flecken bewahrt und auch gute Bewegungsfreiheit bietet. Zu Beginn kannst du aber auch einfach dicke Kleidung unter dem Overall anziehen, wie einen alten Kapuzenpulli.

Der Overall sollte in einer Farbe sein, auf der die Farbe der Kugeln leicht zu erkennen ist. Handschuhe beziehungsweise Handgelenkschützer sind ebenfalls wichtig, da ein Treffer dort sehr schmerzhaft ist.

Tipp: Für Männer ist ein Tiefschutz lohnenswert. Es gibt Overalls mit Körperpanzerung und Tiefschutz extra für das Paintballspielen.

Gesichtsmaske

Die Gesichtsmaske beziehungsweise der Helm ist Pflicht und ohne darfst du nicht auf das Paintballfeld. Die Maske schützt das ganze Gesicht und hat eine große Schutzbrille, durch die du gucken kannst und die gleichzeitig deine Augen schützt. Die Maske hat außerdem kleine Atemlöcher. Wenn du durch den Mund atmest, kann die Schutzbrille beschlagen. Versuche deswegen, die Luft hauptsächlich mit der Nase aufzunehmen. Es gibt sehr hochqualitative Masken, die trotz Atmung durch den Mund nicht so schnell beschlagen.

Markierer und andere Waffen

Die standardmäßige Paintballwaffe ist ein Druckluftgewehr, das kleine Farbkugeln verschießt. Markierer gibt es in den verschiedensten Farben und Größen, manche sehen sogar so aus wie echte Waffen. Oben auf der Waffe gibt es eine kleine Luke, die mit einem Behälter für die Farbkugeln verbunden ist und die die Munition in die Waffe befördert.

Es gibt neben Paintballgewehren auch Paintballpistolen. Diese werden von vielen Experten als Sekundärwaffe genutzt, da du beim Paintballspielen immer nur eine gewisse Anzahl an Munition für deinen Hauptmarkierer dabei hast. Solche Pistolen können auch anstelle des "Gotcha"-Modus benutzt werden, da Schüsse aus nächster Nähe mit ihr nicht so schmerzhaft sind wie mit einem Gewehr. Manche Menschen benutzen die Paintballpistole auch als ihren Hauptmarkierer, weil sie damit beweglicher und flexibler sind als mit einem standardmäßigen Gewehr.

Munition und Farbkugelbehälter

Die Munition beim Paintball sind kleine Farbkugeln, die sich in einem Behälter oberhalb der Waffe befinden. Dieser Behälter wird "Hopper" genannt und ist durch eine kleine Öffnung mit dem Markierer verbunden. Die Farbkugeln sind wasserlöslich und biologisch abbaubar. Jedes Team hat seine eigenen Farben. Die Farbkugeln kannst du vor Ort kaufen oder dir in einem Sportgeschäft besorgen.

Ausrüstung kaufen

Wenn du regelmäßig Paintballspielen willst, kannst du dir auch eine eigene Ausrüstung zulegen. Diese kannst du in Paintball-Shops oder gebraucht bei einer Paintball-Börse kaufen. Ein Vorteil bei einer eigenen Ausrüstung ist die richtige Größe. Sie ist auf dich abgestimmt und bietet viel Bewegungsfreiheit. Du musst dich allerdings auch dann an deinen eigenen Markierer gewöhnen und lernen, wie du ihn richtig reinigst.

Regeln und Spielmodi beim Paintball

Beim Paintball gibt es verschieden Spielmodi

Vor deiner ersten Paintballrunde kannst du dich schon zuhause darauf vorbereiten. Du kann zum Beispiel die Regeln lernen. Es gibt Regeln, die bei jeder Partie gleich sind, und andere, die sich je nach Paintballanlage oder Spielmodus ändern. Grundsätzliche Regeln für jedes Feld sind zum Beispiel:

  1. Die Maske auf dem Feld niemals ausziehen
  2. Die Waffe erst entsichern, wenn du dich auf dem Spielfeld befindest und die Runde losgeht
  3. Das Spielfeld verlassen, sobald du getroffen wurdest

Der Minimalabstand zu einem Spieler für einen Abschuss kann zum Beispiel eine Regelung sein, die ein Paintballverein für sich selbst gesetzt hat.

Neben den Regeln kannst du dich auch über die verschiedenen Spielmodi informieren.

Team Deathmatch

Team Deathmatch ist die klassischste Variante des Paintballs. Zwei Teams treten gegeneinander an und das Team mit den meisten Abschüssen gewinnt. Dabei hat jedes Team seine eigene Farbmunition.

Capture the Flag

"Capture the Flag" steht für "Erobere die Flagge". Auch bei diesem Modus spielen zwei Teams gegeneinander, allerdings ist die Gewinnbedingung eine ganz andere. Jedes Team hat eine Basis, in der eine Flagge positioniert ist. Um zu gewinnen, muss dein Team die Flagge des Gegners in die eigene Basis bringen.

Free for All

Bei "Free for All" spielt jeder gegen jeden, es gibt keine Teams. Die letzte Person auf dem Feld gewinnt.

Fort Assault

Bei "Fort Assault" oder "Festungsangriff" verteidigt eine Gruppe ein festes Gebiet, während das andere Team das Gebiet einnehmen muss. Die Angreifer gewinnen, wenn sie jeden Verteidiger abgeschossen haben. Da die Verteidiger bei diesem Modus in der Regel einen defensiven Vorteil mit der Deckung haben, haben sie immer nur ein Leben. Die Angreifer können allerdings so oft wie möglich neu starten. Wenn sie ein Mal von einem Verteidiger getroffen wurden, verlassen sie das Feld, waschen die Farbe ab und können wieder an der Runde teilnehmen. Ist das Zeitlimit vorbei und die Festung steht noch, gewinnen die Verteidiger.

6 Typische Anfängerfehler beim Paintballspielen

Paintballspielen ist für viele eine ganz neue Erfahrung. Dementsprechend machen viele die gleichen Fehler.

An einem Ort bleiben

Bleibe immer in Bewegung. Wer die ganze Partie nur an einem Ort bleibt, wird oft früher abgeschossen. Deine Gegner achten darauf, wo und aus welcher Richtung geschossen wird. So wissen sie schnell, wo du bist und können dich überraschen, was beim Paintball spielen den Abschuss bedeuten kann. Bewege dich deswegen von Deckung zu Deckung und versuche selbst, das Überraschungselement zu deinen Gunsten zu nutzen. Achte auf den Schussrhythmus deiner Gegner, sodass du dich nicht in ihre Schussbahn bewegst. Sei zielstrebig, schnell und krieche nur, wenn es absolut sein muss. Renne nicht sofort in die Mitte, sondern bewege dich an der Seite. In der Mitte ist die Chance am höchsten, abgeschossen zu werden.

Nicht im Team spielen

Wie in fast jedem Teamspiel ist auch beim Paintball die Kommunikation sehr wichtig. Spreche dich mit deinen Teamkameraden vor der Partie ab und entwickelt am besten eine Strategie. Versucht auch während der Partie in Kontakt zu bleiben, beispielsweise mit Handzeichen und wenn es sein muss mit Codewörtern. Denkt beim Sprechen daran, dass euch auch die Gegner hören können.

Ihr könnt euch auch immer in Zweier-Teams bewegen. Dabei deckt ihr immer zwei Seiten ab und dein Partner hält dir den Rücken frei. Dabei entwickelt ihr schnell eine richtige Kameradschaft. Allerdings solltet ihr beim Spielen in Zweier-Teams darauf achtgeben, euch nicht von einem Gegner überraschen zu lassen. Ansonsten kann es passieren, dass ihr beide von einem einzelnen Gegner abgeschossen werdet.

Kein Gefühl für die Waffe haben

Beim Auswählen des Markierers solltest du darauf achten, dass du ihn gut führen kannst und mit seiner Schussmechanik zurechtkommst. Teste die Reichweite aus und schieße auf ein stabiles Ziel, um die Waffe auszutesten. Übe auch das Nachladen und Rennen mit einer Waffe, damit du für so viele Situationen wie möglich gewappnet bist.

Munition verschwenden

Die Munition bei einer Paintballrunde ist endlich. Deswegen solltest du immer im Hinterkopf haben, wie viel Schuss du ungefähr hast. Ziele bedacht und feuere nicht einfach drauf los. Zu Beginn schießen viele Anfänger nach Gefühl, anstatt ordentlich zu zielen. Denke an die Reichweite deines Markierers. Wenn deine Munition komplett leer ist und du keine Sekundärwaffe hast, kannst du immer noch ein Teammitglied nach Munition fragen. Ansonsten bist du in der Regel draußen.

Nicht an das Spielfeld anpassen

Lerne das Spielfeld kennen

Neben dem Teamwork ist die Kenntnis des Feldes ein weiterer Schlüssel zum Sieg. Spieler, die ihre Bewegungsabläufe an das Spielfeld anpassen und das Layout der Deckungsmöglichkeiten kennen, sind deutlich im Vorteil. An Felder im Freien wie in einem Waldstück kannst du dich sogar noch zusätzlich anpassen, indem du Camouflagekleidung trägst.

Schaue dir das Spielfeld vor Beginn der Partie an und überlege dir mit deinem Team Strategien. Vermeide bunte und auffällige Kleidung. Am besten eignen sich dunkle Farben.

Zu defensiv spielen

Viele Anfängerteams starten ihre ersten Runden oft mit einer sehr defensiven Taktik. Sie versuchen, die Gegner zu sich kommen zu lassen, indem sie sich die ganze Zeit nur in ihrem Startgebiet aufhalten und kaum bewegen. Wenn eure Gegner euch um die Mitte des Spielfeldes nicht antreffen, wissen sie in der Regel, wo ihr euch befindet. Außerdem geht durch eine solch defensive Taktik oft der Spielspaß verloren, da ihr die ganze Zeit hinter eurer Deckung wartet.

Wenn du keine Bewegungen entdeckst, nichts hörst und auch niemand schießt, solltest du dich weiterbewegen. Versuche, flexibel zu bleiben und ein gutes Gleichgewicht zwischen Angriff und Verteidigung zu finden.

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