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Kerzen selber machen: 3 Gestaltungsideen + 3 Tipps zum Kerzen gießen

Groß oder klein, bunt oder einfarbig, stark oder neutral duftend – beim Kerzen gießen und ziehen kannst du deiner Fantasie freien Lauf lassen. Wir erklären hier wie du selber Kerzen machst, was du dafür brauchst und worauf du achten musst.

Kerzen selber machen: Das Material

Kerzen selber machen: Das Material

Selber eine Kerze zu gießen macht nicht nur großen Spaß, es ist auch gar nicht so schwer. Alles, was du brauchst, ist das passende Material. Genau wie bei anderen kreativen Handarbeiten, zum Beispiel StrickenHäkeln oder Weben, spielt das Equipment eine wichtige Rolle und hat deutliche Auswirkungen auf dein Ergebnis.

Bei der Auswahl geeigneter Materialien bist du im Prinzip nicht eingeschränkt. Es gibt aber Grundmaterialien, die du in jedem Fall brauchst. Dazu gehören in erster Linie Wachs, ein Docht und eine Gießform. Zur individuellen Gestaltung deiner Kerze, arbeitest du außerdem mit Wachsfarben und verschiedenen Düften. Welche Düfte und Farben du genau benutzt, entscheidest du bei jeder Kerze aufs Neue. Bei der Auswahl der Materialien solltest du folgende Punkte beachten.

Wachs

Das Wachs ist der wichtigste Bestandteil deiner selbstgemachten Kerze. Es gibt unterschiedliche Wachsarten, die du benutzen kannst. Dabei kommt es darauf an, ob du eine Kerze gießen oder ziehen möchtest. Das sind zwei verschiedene Techniken zur Kerzenherstellung.

Zum Kerzen gießen eignet sich sogenanntes Paraffinwachs besonders gut. Gießt du es heiß, ist es transparent. Färbst du das Paraffinwachs mit Farben ein, wirken diese bei höheren Temperaturen kräftig, bei niedrigeren Temperaturen matter. Bienenwachs ist zum Kerzen gießen nicht so gut geeignet, da es hin und wieder hart und klebrig ist. Diese Konsistenz macht das Wachs besonders schwer formbar. Möchtest du trotzdem gerne mit Bienenwachs arbeiten, nutzt du am besten eine flexible Silikonform.

Zum Kerzen ziehen eignet sich Bienenwachs dafür umso besser. Es ist günstiger als andere Wachsarten und wird gerade beim öffentlichen Kerzenziehen häufig verwendet. Möchtest du farbige Kerzen ziehen, benutzt du Paraffinwachs.

Hast du deine Kerze nach dem Kerzen ziehen schön verziert, solltest du sie zum Abschluss noch einmal in besonders heißes Paraffinwachs tauchen. So schützt du die Verzierungen vor eventuellen Beschädigungen.

Wachsfarben

Wachsmalstifte zum Färben

Es gibt spezielle Kerzenfarben zu kaufen, mit denen du das Wachs im geschmolzenen Zustand einfärbst. Möchtest du nicht so viel Geld ausgeben, nutzt du Wachsmalstifte. Diese eignen sich ebenfalls perfekt, um Kerzenwachs zu färben. Wichtig ist nur, dass die Stifte aus reinem Bienenwachs sind. In diesem Fall musst du dir keine Gedanken machen, dass das Abbrennen womöglich gefährlich sein könnte und du giftige Gase einatmest.

Am einfachsten färbst du eine Kerze, indem du die Farbe oder ein Stück des Wachsmalstiftes mit einer Portion Wachs in einem Wasserbad zum Schmelzen bringst. Das flüssige Gemisch rührst du so lange um, bis sich die Farbe gleichmäßig verteilt hat.

Duft

Genau wie bei der Farbwahl, sind dir auch im Bezug auf den Duft deiner Kerze keine Grenzen gesetzt. Ätherische Öle eignen sich besonders gut zur Herstellung wohlriechender Duftkerzen. Bergamottöl hat positive Auswirkungen auf dein Wohlbefinden und wirkt entspannend. Zündest du vor dem zu Bett gehen eine nach Bergamotte duftende Kerze an, sorgt der wohltuende Geruch dafür, dass du besser einschläfst.

Natürliche Düfte kannst du auch aus frischen Früchten gewinnen. Dazu presst du zum Beispiel den Saft aus Zitrusfrüchten und gibst ihn in das geschmolzene Wachs. Allerdings ist die Wirkung dabei meistens nicht so intensiv wie bei hochkonzentrierten ätherischen Ölen.

Dochte

Fertige Kerzendochte kaufst du bequem online oder in Bastelläden. Es gibt aber auch eine Möglichkeit, den Docht selber herzustellen. Eine Anleitung dazu findest du weiter unten. Wichtig ist, dass der Kerzendocht nicht aus synthetischem Garn besteht, sonst werden beim Abbrennen giftige Dämpfe freigesetzt. Das ist bei fertigen Kerzendochten aber sowieso nicht der Fall. Diesen Hinweis musst du nur beachten, wenn du selbst einen Docht herstellst.

Gießform

Leere Papprolle als Gießform

Kerzengießformen gibt es in allen erdenklichen Größen und Formen. In der Regel sind sie aus transparentem Kunststoff oder Glas gefertigt. Musst du Geld sparen oder möchtest das Kerzen gießen erst einmal ausprobieren, funktionierst du Alltagsgegenstände zu Kerzengießformen um. Besonders gut eignen sich leere Klopapierrollen. Diese befüllst du mit flüssigem Wachs und schneidest sie nach dem Abkühlen an der Seite auf.

Solange ein Gefäß einigermaßen hitzebeständig ist, eignet es sich als Kerzengießform. Je nachdem, welche Form das gewählte Gefäß hat und aus welchem Material es besteht, lassen sich die fertigen Kerzen allerdings nur schwer daraus lösen. Du solltest dir also vorher überlegen, ob ein bestimmtes Gefäß wirklich geeignet ist. Gießt du Wachs in kleine Gläser oder Muscheln, sieht es schön aus, wenn du die abgekühlte Kerze einfach darin lässt.

Sets zum Kerzen gießen

Für Anfänger gibt es spezielle Startersets zum Kerzen gießen. Darin ist alles enthalten, was du zum Herstellen deiner eigenen Kerze brauchst. Du musst dich also nicht darum kümmern, die Utensilien selbst zusammenzusuchen. In der Regel beinhaltet das Set mindestens eine Kerzengießform, Wachs, eine Wachsfarbe und eventuell Verzierungen wie Sticker oder ähnliches.

Arbeitest du mit einem Set, bist du eingeschränkt, denn du suchst dir die Materialien nicht selbst aus. Außerdem ist ein Set in der Regel relativ teuer. Viele Dinge hast du schon zu Hause oder kaufst sie einzeln günstiger als in einem Starterset.

Anleitung zum Kerzen selber machen

Anleitung zum Kerzen gießen

Es gibt die unterschiedlichsten Methoden Kerzen selber herzustellen. Zunächst einmal musst du dich entscheiden, ob du eine Kerze gießen oder ziehen möchtest. Für welche Methode du dich entscheidest, hängt auch davon ab, welche Form deine Kerze haben soll. Gießt du die Kerze, ist sie in der Regel dicker oder verbleibt im entsprechenden Gießgefäß, zum Beispiel einem kleinen Glas. Ziehst du eine Kerze, ist das Ergebnis lang und schmal. Wir geben hier eine Übersicht zu den einzelnen Verfahren.

Kerzen gießen in einer Form

Für diese Variante benötigst du eine Gießform oder eine leere Klopapierrolle. Diese positionierst du mit dem Docht in der Mitte auf deiner Arbeitsfläche. Den Docht kannst du an einem Holzspieß befestigen, damit er beim Einfüllen des Wachses nicht verrutscht. Nutzt du eine Klopapierrolle, stellst du diese am besten in ein mit Sand gefülltes Glas. So richtet das heiße Wachs keinen Schaden auf deinem Tisch an.

Das Wachs erhitzt du nun in einem Wasserbad. Du erhitzt dafür Wasser in einem Topf, gibst das Wachs in einen zweiten Topf und stellst diesen in das warme Wasser des ersten Topfes. Am besten benutzt du für das Wachs einen alten Topf, den du nicht mehr zum Kochen brauchst. Eventuell bleiben nämlich Wachsreste darin zurück, die du nicht mehr vollständig gelöst bekommst.

Das Wachs darf auf dem Herd nicht kochen. Erhitze das Wasserbad nach Möglichkeit auf mittlerer Stufe, dann löst sich das Wachs vollständig auf, wird aber nicht zu heiß. Rühre das Wachs immer wieder mit einem Holzstab um. Ist es vollständig geschmolzen, fügst du nach Belieben Farben und Düfte hinzu und rührst noch einmal gut um. Anschließend gießt du es vorsichtig in die bereitgestellte Form. Achte darauf, dass sich keine Klümpchen mehr im Topf befinden. Gegebenenfalls musst du das Wasserbad stärker erhitzen.

Möchtest du eine Kerze in verschiedenen Farben gestalten, erhitzt du mehrere Wachsportionen in unterschiedlichen Töpfen. Diese färbst du unterschiedlich ein. Ist die erste Wachsportion geschmolzen, füllst du die Gießform zu einem Drittel. Du lässt das Wachs kurz auskühlen und gießt dann andersfarbiges Wachs aus dem zweiten Topf hinzu. So erhältst du mehrfarbig gestreifte Kerzen.

Ist die Gießform gefüllt, lässt du das Wachs circa zwei Stunden in der Rolle auskühlen. Danach schneidest du die Pappe vorsichtig an der Seite auf. In der Regel lässt sich die Pappe ohne Probleme von der Kerze abziehen. Hast du eine Gießform aus Glas benutzt, ziehst du die Kerze vorsichtig am Docht heraus. Sollte das nicht gehen, gießt du von außen kochendes Wasser über die Form. Das Wachs darfst du dabei nicht berühren. Durch die Hitze von außen löst sich die Kerze von der Form.

Kerzen gießen im Glas

Kerzen gießen im Glas

Möchtest du eine Kerze gießen, die nach dem Abkühlen im Glas bleibt, gehst du genauso vor wie beim Kerzen gießen mit Hilfe einer Form. Allerdings musst du dich vor Beginn für ein dekoratives Glas entscheiden, in dem die Kerze schön aussieht. Besonders gut eignen sich alte Marmeladengläser oder Porzellantässchen, die du nicht mehr zum Kaffee oder Tee trinken benutzt.

Auch in diesem Fall positionierst du den Docht in der Mitte des Gefäßes und schüttest das flüssige Wachs nach dem Erhitzen vorsichtig darüber. Hast du die Kerze gegossen, muss sie nur noch Abkühlen und ist gleich danach bereit, angezündet zu werden.

Kerzen ziehen

Diese Variante der Herstellung von Kerzen ist etwas zeitintensiver als das Kerzen gießen. Zum Kerzen ziehen brauchst du Geduld. Bringst du diese mit, kannst du schöne schmale Kerzen gestalten. Die Methode dauert so lange, weil du die Kerze durch wiederholtes Eintauchen in flüssiges Wachs herstellst.

In einem ersten Schritt bereitest du den Kerzendocht vor. Dieser muss circa 20 Zentimeter länger sein als die Kerze werden soll. Damit stellst du sicher, dass du beim Eintauchen mit deiner Hand nicht zu nah an das heiße Wachs herankommst. Als Kerzendocht benutzt du einen Baumwollfaden. Dessen oberes Ende verknotest du. Das untere Ende beschwerst du, damit sich der Docht nicht verheddert. Dazu knotest du zum Beispiel eine Holzperle am Ende des Dochts fest. Diese sorgt gleichzeitig dafür, dass die Kerze während des Eintauchens nicht vom Docht rutscht.

Das Wachs erhitzt du in einem möglichst schmalen, langen Gefäß. Es muss so groß sein, dass du die Kerze vollständig mit Wachs bedeckst, ohne sie zu verbiegen. Ist das Wachs flüssig, tauchst du den Docht mit der Holzperle zuerst hinein und ziehst ihn nach wenigen Sekunden wieder aus dem Wachs heraus.

Es folgen einige Minuten Trockenzeit an der Luft, bevor du den Docht ein weiteres Mal in das Wachs tauchst. Möchtest du keine gerade, sondern eine spiralförmige Kerze ziehen, drehst du den Docht nach dem zweiten und dritten Eintauchen mehrmals um die eigenen Achse. So bilden sich schöne Kurven und deine Kerze sieht besonders aus.

Achte darauf, dass die Kerze bei jedem Eintauchen vollständig bedeckt ist. Bis die Kerze dicker wird, dauert es eine ganze Weile. Wichtig ist, dass das Wachs in dieser Zeit nicht zu sehr auskühlt. Gegebenenfalls musst du es zwischendurch noch einmal erhitzen.

Bist du mit dem Umfang der Kerze zufrieden, hängst du sie zum Trocknen auf. Zu Beginn tropft die Kerze stark. Es empfiehlt sich also den Boden mit Zeitungspapier oder ähnlichem abzudecken. Ist die Kerze trocken, aber noch ein bisschen warm, schneidest du das untere Ende gerade mit einer Schere ab.

Kerzendocht selber machen

Kerzendocht aus Baumwollgarn

Auch einen Kerzendocht selber zu machen ist nicht schwer. Alles, was du dazu brauchst, ist passendes Garn und ein wenig Wachs. Das Garn muss unbedingt aus Baumwollfäden bestehen, da beim Abbrennen sonst giftige Dämpfe freigesetzt werden. In keinem Fall darfst du Mischgarn oder gar Kunstgarn benutzen.

Baumwollgarn gibt es in unterschiedlichen Stärken. Die Stärke berechnet sich wiederum aus den einzelnen Fäden, aus denen das Garn besteht. Dein Garn sollte mindestes zwölf Millimeter dick sein, das entspricht circa 24 Fäden. Stärkeres Garn eignet sich ebenfalls.

Hast du dich für einen Garn entschieden, misst du die gewünschte Länge ab, fügst zwei Zentimeter hinzu und schneidest den Faden ab. Bedenke, dass der Docht länger sein muss als deine gesamte Kerze. Die Einzelfäden des Garns ziehst du auseinander und bildest daraus drei gleichgroße Stränge. Willst du dir diesen Arbeitsschritt sparen, kaufst du dünneres Garn und schneidest drei gleich lange Fäden ab. Die einzelnen Stränge flechtest du locker zusammen.

In einem weiteren Schritt schmilzt du Wachs in einem Wasserbad und ziehst den geflochtenen Docht möglichst gleichmäßig hindurch. Am besten funktioniert das in einem hohen, schmalen Gefäß. Ist der Docht vollständig mit Wachs benetzt, hängst du ihn zum Trocknen auf.

Tipps zum Kerzen gießen

Tipps zum Kerzen gießen

Es ist wichtig, dass du jeden einzelnen Arbeitsschritt verinnerlichst, damit du bei der Herstellung deiner Kerzen möglichst wenige Fehler machst. Neben den Grundschritten gibt es ein paar Dinge, mit denen du noch mehr Spaß beim Herstellen deiner eignen Kerzen hast. Wir haben ein paar Tipps gesammelt, von denen du dich inspirieren lassen kannst.

Experimentiere mit Düften, Formen und Farben

Egal wie du deine Kerze herstellst, es ist immer eine gute Idee mit Düften, Farben und Formen zu experimentieren. Am Anfang solltest du dabei aber nicht übertreiben. Lerne dein Material erst einmal kennen und lass deiner Fantasie danach freien Lauf. Erst wenn du ein wenig Erfahrung gesammelt hast, ist es eine gute Idee eine Kerze komplett nach deinen Vorstellungen zu gestalten. Bist du dir noch unsicher, hältst du dich besser an ein Rezept, um Fehler zu vermeiden.

Gieße eine Kerze aus alten Wachsresten

Mit Sicherheit hast du zu Hause noch ein paar Kerzenreste herumliegen. Gerade bei Teelichtern bricht der Docht oft zu früh ab und führt dazu, dass du sie nicht mehr anzünden kannst.

Sammle solche Wachsreste und nutze sie zur Herstellung einer neuen Kerze. Dazu sortierst du sie zunächst nach Farben und schmilzt sie danach im Wasserbad. Dreck oder Dochtreste fischst du ganz leicht aus dem flüssigen Wachs heraus. Nach Belieben fügst du nun Farben und Düfte hinzu und gestaltest so eine neue Kerze.

Hab nicht zu hohe Ansprüche

Das Herstellen von individuell gestalteten Kerzen sollte in keinem Fall zu einer Belastung für dich werden. Plane also genug Zeit ein, sodass du dich nicht stressen musst. Möchtest du die Kerze verschenken, gießt oder ziehst du sie also am besten nicht erst einen Tag vor der Übergabe. Geht dann etwas schief, kannst du es nicht mehr ausbessern.

Zudem darfst du gerade bei deinen ersten Versuchen nicht erwarten, dass du sofort eine perfekte Kerze zu Stande bringst. Mit Sicherheit machst du zu Beginn noch Fehler. Vielleicht ist der Farbverlauf nicht ganz so wie du ihn dir vorgestellt hast oder die Form der Kerze spricht dich nicht an. Sei davon nicht enttäuscht, sondern versuche es einfach noch einmal. Beim zweiten Versuch sieht das Ergebnis bestimmt schöner aus.

Ideen zur Gestaltung

Ombré Kerze selber färben

Bei der Gestaltung deiner Kerzen kannst du all deine Kreativität ausleben. Es liegt ganz in deiner Hand, welche Form, Größe oder Farbe deine Kerze hat. Möchtest du nicht selber gießen oder ziehen, sondern eine gekaufte Kerze verschönern, ist auch das möglich. Wir haben hier ein paar Ideen zur Gestaltung gesammelt, die du auch als Anfänger leicht umsetzt:

Ombré Kerzen selber machen

Ombré Kerzen haben einen besonders schönen Farbverlauf. An der Spitze sind sie sehr hell, oftmals sogar weiß. Am anderen Ende leuchten sie in einer intensiven Farbe. Dazwischen gibt es verschiedene Farbabstufungen, die die beiden Extreme zueinander führen.

Möchtest du selber eine Ombré Kerze färben, musst du dich zunächst für eine Farbe entscheiden. Dann bereitest du drei hohe Gläser vor, in die du jeweils ein wenig neutrales, weißes Kerzenwachs gibst. Nun fügst du in jedes Glas unterschiedliche Portionen Wachsfarbe, beziehungsweise verschieden große Stücke eines Wachsmalstiftes. Außerdem brauchst du eine weiße Kerze, die du einfärbst. Entweder stellst du diese vorher selbst her oder du nutzt gekaufte Kerzen.

Die Mischung aus Wachs und Färbemittel in den Gläsern erhitzt du in einem Wasserbad und wartest bis alles vollständig geschmolzen ist. Dann nimmst du die Kerze in die Hand und tunkst sie vorsichtig in das am wenigsten intensiv gefärbte Wachs. Tauche die Kerze fast bis zur Spitze ein und nimm sie nach ein paar Sekunden wieder heraus. Lasse die Kerze kurz abkühlen und wiederhole den Vorgang ein bis zwei Mal. Die Methode funktioniert genauso wie das Kerzen ziehen.

Bist du mit dem Ergebnis zufrieden, folgt das nächste Glas mit der etwas intensiveren Farbmischung. Dieses Mal tauchst du die Kerze nur bis zur Hälfte ein, lässt sie abkühlen und wiederholst den Vorgang weitere ein bis zwei Mal. Zu guter Letzt folgt das dritte Glas mit der intensivsten Farbmischung. Hier tunkst du nur das untere Ende der Kerze zwei bis dreimal in das Wachs.

Achte darauf, dass das gefärbte Wachs zu jedem Zeitpunkt heiß und flüssig ist. Kühlt es zu sehr ab, erwärmst du es noch einmal im Wasserbad. Ansonsten werden die einzelnen Wachsschichten zu dick und sehen nach dem Abkühlen nicht so schön aus.

Sandkerzen selber machen

Kerzen gießen im feuchten Sand

Für diese Methode brauchst du keine Kerzengießform, sondern lediglich feuchten Sand. Ansonsten funktioniert das Ganze im Prinzip so, wie das herkömmliche Kerzen ziehen. Zum Herstellen einer Sandkerze brauchst du:

  • Wachs
  • feuchten Sand
  • Holzspieß
  • Docht
  • Eimer
  • Wasser

Befülle den Eimer mit feuchtem Sand und drücke eine Vertiefung hinein. In das Loch füllst du später das flüssige Wachs. Gestalte die Vertiefung so, wie deine Kerze später aussehen soll. Bist du mit der Gestaltung zufrieden, knotest du den Docht an den Holzspieß und legst ihn so über das Loch, dass er in der Mitte hineinragt. Achte darauf, dass der Docht den Boden des Lochs berührt. Erhitze nun das Wachs im Wasserbad, gib Düfte und Farben nach deinem Geschmack hinzu und fülle die geschmolzene Masse vorsichtig in das Loch.

Lasse die Kerze einen Tag lang abkühlen. Ziehe sie dann vorsichtig am Holzspieß aus dem Sand heraus. Lose Sandkörner schüttelst du ab und begradigst den Boden der Kerze mit einem Küchenmesser.

Duftkerzen selber machen

Gekaufte Duftkerzen riechen manchmal so intensiv, dass der Geruch nicht jedem zusagt. Machst du deine Duftkerze selbst, kannst du individuell bestimmen, wonach und wie stark deine Kerze duften soll. Ätherische Öle sind zur Gestaltung des Duftes besonders gut geeignet.

Zur Herstellung einer Duftkerze brauchst du nur wenige Utensilien. Einige davon hast du bestimmt schon zu Hause. Folgende Dinge benötigst du:

Zunächst schmilzt du das Wachs in einem Wasserbad. Sobald es vollständig geschmolzen ist, gibst du ein paar Tropfen des ätherischen Öls hinzu. Achte darauf, dass es wirklich nur wenige Tropfen sind. Ansonsten wird der Geruch viel zu intensiv.

Rühre das Öl mit einem Holzstab unter das Wachs. Am besten benutzt du dazu einen alten Holzlöffel, den du nicht mehr brauchst. Es ist nämlich sehr schwierig die Wachsreste im Nachhinein vollständig vom Löffel zu entfernen. Hast du das Öl gut im Wachs verteilt, füllst du die Mischung in das bereitgestellte Glas und fügst den Docht ein. Das Wachs lässt du im Glas abkühlen. Alternativ gießt du die Duftkerze in eine Form und löst sie nach dem Abkühlen heraus oder befüllst leere Teelichthüllen.

Kerzen gießen mit Kindern

Kerzen gießen mit Kindern

Kindern macht das Kerzen gießen ebenfalls großen Spaß. Die Aktivität eignet sich perfekt für einen abwechslungsreichen Kindergeburtstag. Natürlich können die Kinder nicht selbstständig Kerzen gießen. Die Verletzungsgefahr durch das flüssige Wachs ist dabei viel zu groß. Sie können aber Farben auswählen und die Form ihrer Kerze gestalten.

Sandkerzen sind sehr einfach herzustellen. Die Methode bietet Kindern viele Gestaltungsmöglichkeiten. Möchtest du gemeinsam mit Kindern eine Sandkerze herstellen, bereitest du für jeden einen kleinen Eimer mit Sand vor. Darin können die Kinder selbstständig eine Vertiefung gestalten. Den Docht positionieren sie ebenfalls selbstständig über dem Loch. In der Zwischenzeit erhitzt du das Wachs und füllst es im geschmolzenen Zustand in die Vertiefungen. Nach dem Abkühlen haben die Kinder eine schöne Erinnerung an die gemeinsame Zeit.

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