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Aufräumen: 8 Tipps für mehr Ordnung + 5 typische Fehler

In deinem Zuhause herrscht Chaos, du findest deine Lieblingshose nicht und stolperst permanent über Dinge, die auf dem Boden herumliegen? Dann ist es Zeit aufzuräumen. Wir geben Tipps für mehr Ordnung und warnen dich vor typischen Fehlern beim Aufräumen.

Wahrscheinlich gehört Aufräumen nicht gerade zu deinen liebsten Beschäftigungen. Vielleicht schiebst du diese Aktivität immer wieder vor dir her und widmest dich kreativen Hobbys wie Nähen oder Klavier spielen. Irgendwann muss es aber doch gemacht werden. Du fühlst dich gleich wohler, wenn es ordentlich in deinem Zuhause ist und du nicht dauernd nach bestimmten Dingen suchen musst.

Aufräumen klappt am besten, wenn du nicht einfach drauflos aufräumst, sondern dir vorab eine Strategie überlegst. So sparst du Zeit und räumst effektiver auf. Wir haben Tipps für dich zusammengestellt, die dir die lästige Angelegenheit erleichtern.

Tipps für ordentliches Aufräumen

Tipps für mehr Ordnung

Ordnung zu halten ist gar nicht so schwer. Alles, was du brauchst, ist eine Methode, an der du dich orientierst. Du musst herausfinden, wie du persönlich am besten aufräumst und was dich dazu bringt, deinen inneren Schweinehund zu überwinden. Wir stellen hier einige Punkte vor, die dir das Aufräumen erleichtern.

Jeden Tag ein bisschen Ordnung schaffen

Mit Sicherheit hast du keine Lust ein ganzes Wochenende drinnen zu verbringen und aufzuräumen. Gerade im Sommer fällt das besonders schwer. Diese Situation vermeidest du, indem du dafür sorgst, dass es zu jedem Zeitpunkt einigermaßen ordentlich in deinem Zuhause ist.

Stelle dazu ein paar einfache Regeln auf, die du mit Sorgfalt befolgst. Eine solche Regel könnte zum Beispiel sein, dass du frisch gewaschene Kleidung gleich nach dem Waschvorgang in deinen Kleiderschrank räumst. Tust du das nicht, folgt schon bald die nächste Ladung und der Stapel türmt sich immer höher.

Du empfindest das Aufräumen wahrscheinlich nicht als sonderlich belastend, wenn du jeden Tag nur fünf Minuten damit verbringst. Zudem kannst du dich selbst viel besser motivieren, wenn du weißt, dass die lästige Arbeit nur wenige Minuten dauert. Schiebst du die Aufgabe dagegen immer weiter nach hinten, bist du irgendwann mit einem großen Berg an Kleidung und anderen Gegenständen konfrontiert.

Hilfreich ist, wenn du bestimmte Zeiten zum Aufräumen festlegst. Das kann zum Beispiel morgens nach dem Frühstück sein oder abends vor dem Schlafen gehen. Länger als zehn Minuten wirst du nicht brauchen, wenn du dir wirklich jeden Tag Zeit nimmst. Gutes Zeitmanagement hilft also auch in Bezug auf ein ordentliches Zuhause. Hältst du dich an deinen Plan, wird das Aufräumen zur Routine und du empfindest es schon bald nicht mehr als unangenehm oder lästig.

To-Do-Liste schreiben

Hast du das Aufräumen doch zu lange vor dir hergeschoben, haben sich mit Sicherheit einige Dinge angesammelt. Damit du den Überblick nicht verlierst, schreibst du eine To-Do-Liste. Notiere darauf, in welchen Zimmern du aufräumen musst und wo die größten Baustellen sind.

Hilfreich ist an einem Ort zu beginnen, an dem du sofort siehst, was du geschafft hast. Schnelle Resultate sind ein Ansporn weiterzumachen. Vielleicht liegen einzelne Kleidungsstücke auf dem Boden oder dem Bett verteilt, die du in kurzer Zeit in den Schrank räumst. Fenster putzen erledigst du ebenfalls innerhalb kürzester Zeit.

Aussortieren

Nicht nur aufräumen, sondern auch aussortieren

Unordnung entsteht vor allem dann, wenn du sehr viele Dinge besitzt. Gerade im Kleiderschrank sammeln sich mit der Zeit immer mehr Kleidungsstücke, die du im Grunde nicht brauchst. Ungenutzte Dinge nehmen nur Platz weg und sorgen besonders schnell für Unordnung.

Es ist wichtig, dass du deine Besitztümer hin und wieder durchschaust und dich von einigen trennst. Dazu musst du ein bisschen mehr Zeit einplanen als zehn Minuten. Hast du bestimmte Kleidungsstücke mehrere Jahre nicht mehr angehabt, ist es Zeit, dass du sie ausmistest. Mit Sicherheit wirst du sie nicht vermissen.

Möchtest du von Anfang an dafür sorgen, dass du nicht zu viele Dinge besitzt, gibt es dafür eine gute Möglichkeit. Bringe nur dann etwas Neues mit nach Hause, wenn du vorher ungefähr genauso viele Gegenstände aussortiert hast. Kaufst du dir neue Schuhe, solltest du dich vorab von einem alten Paar trennen. Neue Seife, Feuchtigkeits– oder Antifaltencreme brauchst du erst dann, wenn deine Vorräte aufgebraucht sind.

Vielleicht gibt es Dinge, die dir einfach nicht mehr gefallen, aber noch gut erhalten sind. Diese musst du nicht wegschmeißen, sondern kannst sie spenden oder auf einem Flohmarkt verkaufen. Wichtig ist, dass du dich wirklich von alten Gegenständen trennst, wenn du etwas Neues gekauft hast. Verschiebe diesen Schritt nicht auf den nächsten Tag, sonst gerät er in Vergessenheit.

Jedem Teil einen festen Platz geben

Dieser Punkt ist entscheidend für eine aufgeräumte Wohnung und erspart dir eine Menge Stress. Lege für jedes Teil einen Platz fest, an den es gehört. Nach jeder Benutzung des Gegenstandes bringst du ihn an seinen angestammten Platz zurück. So weißt du immer, wo du dieses spezielle Teil findest und musst nie danach suchen.

Trenne dich von zu vielen Ablageflächen

Fensterbank nicht als Ablagefläche nutzen

Tische, Stühle und Fensterbänke eignen sich sehr gut, um Dinge darauf abzulegen. Gerade im Schlafzimmer gibt es oft einen Stuhl, auf dem noch nie jemand gesessen hat. Er dient lediglich dazu, Kleidung darauf abzulegen. Arbeitest du an deiner Ordentlichkeit, solltest du dich so schnell wie möglich von diesem Stuhl und anderen überflüssigen Ablageflächen trennen.

Stehen dir nicht viele Flächen als Ablage zur Verfügung, räumst du deine Dinge automatisch an ihren angestammten Platz. Fensterbänke schützt du mit Pflanzen oder anderen Dekorationen davor, eine Ablagefläche zu werden.

Putzen

Putzen sollte ein fester Bestandteil des gründlichen Aufräumens sein. Hast du vor, dein Regal neu zu ordnen, befreist du es bei dieser Gelegenheit auch von Staub. Du brauchst den Boden nicht jeden Tag nass zu wischen. Dazu würden zehn Minuten auch gar nicht ausreichen. Nimmst du dir aber eine umfangreichere Aufräum-Aktion vor, gehört auch intensives und richtiges Putzen dazu.

Keller nutzen

Es gibt einige Dinge, die du nur an wenigen Tagen im Jahr brauchst, zum Beispiel Karnevalskostüme. Von diesen Kleidungsstücken oder Gegenständen möchtest du dich verständlicherweise nicht trennen. Sie stehen allerdings die meiste Zeit im Weg herum und nehmen dir Wohnraum weg. Bewahre solche Dinge im Keller oder in einer Garage auf. Einmal im Jahr kramst du sie dann hervor und verstaust sie nach der Benutzung wieder an ihrem angestammten Ort.

Belohnung nach getaner Arbeit

Kuchen als Belohnung

Nach getaner Arbeit tut eine Belohnung besonders gut. Überlege dir schon während des Aufräumens, womit du dir im Anschluss etwas Gutes tust. Das spornt dich an und steigert die Motivation. Vielleicht backst du nach dem Räumen einen Kuchen oder kochst ein leckeres Abendessen? In jedem Fall sollte es etwas sein, dass dich glücklich macht und worauf du dich schon während der Arbeit freust.

Zimmer aufräumen

Mit dem Aufräumen beginnst du, indem du den Boden frei räumst. Erst dann hast du die Möglichkeit, dich ohne Probleme im Zimmer umher zu bewegen. Danach arbeitest du beim Zimmer Aufräumen von oben nach unten. Das heißt du entstaubst Lampen, schaffst Ordnung in Regalen und auf Fensterbänken sowie allen im Raum befindlichen Möbelstücken. Erst zum Schluss kümmerst du dich um den Boden und beendest damit deine Arbeit in diesem Zimmer.

Hältst du diese Reihenfolge nicht ein und wischst zuerst den Boden, musst du ihn nach dem Entstauben der Regale und Fensterbänke wahrscheinlich noch einmal säubern.

Kleiderschrank aufräumen

Kleiderschrank aufräumen

Es ist gar nicht so einfach im Kleiderschrank Ordnung zu halten. Am einfachsten fällt das, wenn du dich für ein System entscheidest und deine Kleidung stets danach sortierst. Möchtest du deinen Kleiderschrank aufräumen und deine Kleidung neu sortieren, solltest du genug Zeit dafür einplanen.

Am besten räumst du den Schrank in einem ersten Schritt komplett leer und breitest den Inhalt auf dem Boden aus. So hast du die Möglichkeit, deine Kleidung zu sichten und dir ein Prinzip für mehr Ordnung zu überlegen.

Verschaffe dir zunächst einen Überblick und sortiere ungeliebte Teile aus. Sammle sie in einer Tüte, die du gleich in den Flur stellst. So entfernst du die überflüssige Kleidung direkt aus deinem Blickfeld. Überlege im nächsten Schritt, wie du die verbleibenden Stücke im Schrank organisierst. Dazu gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Folgende Beispiele gehören dazu:

Saisonaler Kleiderschrank

Ein beliebtes Sortiersystem ist der sogenannte saisonale Kleiderschrank. Dazu sortierst du Winterkleidung im Sommer in die hinteren Ecken des Schrankes oder in eine passende Schublade unter deinem Bett. Im Winter tauschst du die Kleidung aus und positionierst Sommerkleidung weiter vorne im Schrank. So hast du immer die passenden Kleidungsstücke griffbereit im Schrank liegen.

Nach Farben sortieren

Sortierst du deine Kleidung nach Farben, behältst du einen besonders guten Überblick. Außerdem wirkt der Schrank auf den ersten Blick noch ordentlicher. Sogenannte Basic-Teile solltest du allerdings unabhängig von ihrer Farbe gut sichtbar im Schrank platzieren. Dazu gehören zum Beispiel einfarbige T-Shirts, Tops und Jeanshosen.

In der Regel ziehst du eines dieser Teile beinahe jeden Tag an und möchtest wahrscheinlich keine unnötigen Handgriffe tätigen, um sie aus dem Schrank zu holen. Natürlich kannst du auch deine Basics zuerst nach Farben sortieren und in einem zweiten Schritt einen geeigneten Platz im Schrank aussuchen.

Accessoires in Schubladen organisieren

Taschen, Gürtel und Schmuck – all deine Accessoires brauchen ebenfalls einen festen Platz im Schrank. Platzierst du sie an einer Stelle, hast du einen guten Überblick. Besonders praktisch für dieses Unterfangen sind Schubladen mit vielen kleinen Fächern. Lege je ein Accessoire in ein Fach. So entsteht keine Unordnung.

Aufräum-Tipps von Marie Kondo

Tipps von Marie Kondo

Marie Kondo ist eine japanische Beraterin, die in zahlreichen Büchern und Fernseh- beziehungsweise Netflixserien ihre Methoden zum erfolgreichen Aufräumen präsentiert. Ihr Prinzip heißt "KonMari" und funktioniert nach ganz bestimmten Regeln. Dabei geht es nicht darum nur Ordnung zu schaffen, sondern sich gezielt von einem Teil des Besitzes zu trennen. So schaffst du mehr Platz im eigenen Wohnraum.

Marie Kondo empfiehlt beim Aufräumen und Ausmisten in einer ganz bestimmten Reihenfolge vorzugehen. Es gibt Dinge, von denen du dich leichter trennst als von anderen. Besonders leicht dürfte das Entrümpeln deines Kleiderschrankes sein. Dieser enthält viele Gegenstände, zu denen keine persönliche Bindung besteht. Von solchen Gegenständen kannst du dich relativ leicht trennen. Schwieriger ist es, Erinnerungsstücke an Urlaube oder familiäre Ereignisse zu entsorgen. Diese Kategorien solltest du dir laut Marie Kondo erst zum Schluss vornehmen.

Marie Kondo hält nichts von der Idee nur in einzelnen Zimmern aufzuräumen. Sie ist der Meinung, dass du am effektivsten Ordnung schaffst, wenn du in Kategorien vorgehst, zum Beispiel zunächst Kleidung, dann Bücher, dann Kleinkram und so weiter ordnest.

Beim Ausmisten setzt Marie Kondo auf Glücksgefühle. Sie rät dazu, jedes Teil in die Hand zu nehmen und zu fragen, ob es einen glücklich macht. Nur wenn die Frage mit "ja" beantwortet wird, darf der Gegenstand bleiben. Alle anderen sortierst du aus. Hier kommt die spirituelle Komponente von Marie Kondos Prinzip ins Spiel. Die Aufräum-Expertin rät dazu, sich bei den aussortierten Gegenständen zu bedanken. Diese Geste dient der Wertschätzung des eigenen Besitzes.

Hast du dich von genügend Dingen getrennt, teilst du jedem deiner verbleibenden Besitztümer einen speziellen Platz zu. So weißt du immer genau, wo du das gewünschte Objekt findest und musst keine Zeit verschwenden, um danach zu suchen.

Typische Fehler beim Ordnung schaffen

Fehler beim Aufräumen

Hast du einmal eine persönliche Strategie entwickelt, fällt dir das Aufräumen wahrscheinlich gar nicht so schwer wie gedacht. Es gibt allerdings einige Dinge, auf die du unbedingt achten musst, um Unannehmlichkeiten zu vermeiden. Folgende Fehler passieren immer wieder beim Ordnung machen im eignen Zuhause.

Zu viel auf einmal vornehmen

Klein anfangen lohnt sich. Nimm dir in keinem Fall vor, an einem Wochenende eine ganze Wohnung oder gar ein ganzes Haus aufzuräumen. Das ist vollkommen unrealistisch und viel zu viel Arbeit. Hast du zu hohe Erwartungen an dich selbst, führt das nur zur Enttäuschung. Setze dir immer wieder neue, kleine Ziele, die schnell zum Erfolg führen. So geht deine Motivation nicht verloren und du bleibst mit Elan bei der Sache.

Ohne Plan aufräumen

Dieser Punkt passt zum vorherigen Tipp, denn wenn du ohne Plan aufräumst, nimmst du dir sehr wahrscheinlich auch zu viel vor. Überlege dir vorab in welchem Raum du Ordnung schaffen willst und lege deinen Fokus auf einen bestimmten Bereich. Dabei hilft dir eine To-Do-Liste, auf der du alle erledigten Punkte abhakst. Machst du dir vorab einen Plan, handelst du effektiver und es droht nicht die Gefahr, dass dich deine Motivation mitten im Prozess des Aufräumens verlässt.

Nicht von teuren Gegenständen trennen

Oftmals fällt es Menschen schwer sich von Dingen zu trennen, für die sie einmal viel Geld ausgegeben haben. Dennoch bringt es nichts an etwas festzuhalten, das du nie benutzt. Musst du Geld sparen, beziehungsweise möchtest dir etwas dazuverdienen, kannst du versuchen den ungenutzten Artikel zu verkaufen. Befindet er sich in einem guten Zustand, findet sich mit Sicherheit ein Käufer und du erhältst einen Teil des ursprünglichen Preises zurück.

Dinge mit abgelaufenem Verfallsdatum aussortieren

Kosmetische Produkte ausmisten

Dieser Punkt gilt insbesondere für Produkte im Badezimmer. Vielleicht hast du dir vor Jahren eine Creme gekauft, sie einmal benutzt und seither nie mehr angerührt. Ein Blick auf das Verfallsdatum zeigt, ob es sich noch lohnt die Creme aufzuheben. Besitzt du Produkte, die noch haltbar sind aber trotzdem nie benutzt werden, freuen sich deine Freunde mit Sicherheit darüber.

Ausgemistete Dinge nicht sofort entsorgen

Hast du dich dafür entschieden einen Gegenstand auszumisten, solltest du ihn schnellstmöglich aus deinem Zuhause entfernen. Womöglich haben sich beim Aufräumen ganze Tüten mit unbrauchbaren Dingen angesammelt. Diese darfst du unter keinen Umständen in der Wohnung behalten, sonst packst du sie womöglich irgendwann wieder aus. Hast du eine Tüte mit Kleidung gefüllt, bringst du diese gleich nach dem Aufräumen zum Altkleider-Container oder spendest sie. Was nicht im Container entsorgt werden kann, verschenkst du oder schmeißt es weg.

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