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Aquarell malen: 5 Materialien + 7 Tipps für die erste Aquarellmalerei

Aquarell malen ist eine kreative Tätigkeit, die deine Konzentration fördert und großen Spaß macht. Wir erklären dir, wie die ersten Bilder gelingen und geben praktische Tipps zu Material und Motiven.

Hast du tagsüber Stress bei der Arbeit, wünschst du dir bestimmt nichts sehnlicher als abends entspannt abzuschalten. Dazu gibt es viele Möglichkeiten, zum Beispiel Entspannungsübungen und Meditation. Du kannst es aber auch mit einer kreativen Tätigkeit, wie Nähen, Klavier spielen oder Weben, probieren.

Das Malen mit Aquarellfarben eignet sich ebenfalls hervorragend zu diesem Zweck. Dabei entspannst du dich nicht nur, du hast am Ende sogar ein Unikat geschaffen. Verschenkst du deine Bilder, zaubert das sowohl dir als auch deinen Freunden ein Lächeln aufs Gesicht.

Aquarell malen für Anfänger

Aquarell malen für Anfänger

Aquarell malen gilt generell als schwierig, dabei musst du nur ein paar einfach Dinge verstehen, um Erfolg zu haben. Hast du die Grundlagen einmal verinnerlicht, gelingen dir schnell tolle Bilder. Ein Vorteil dieser Maltechnik ist, dass du schnell Ergebnisse siehst. Das motiviert zusätzlich. Ein bisschen aufpassen musst du aber, denn Aquarellfarben trocknen sehr schnell. Das ist einerseits schön, denn du kannst dein Gemälde schon kurz nach der Herstellung verschenken. Andererseits ist es dir auf Grund dieser Eigenschaft in der Regel nicht möglich, dein Bild nachträglich zu verändern.

Aquarellfarben setzt du sehr vielseitig ein. Du hast die Option, sehr kontrolliert und detailliert Portraits und Landschaften zu gestalten. Es ist aber auch möglich, impressionistisch oder abstrakt zu malen. Beim Malen mit Aquarell bleibt übrigens der Untergrund sichtbar, im Gegensatz zu anderen Maltechniken. So kannst du verschiedene Farbtöne übereinander auftragen und hast noch mehr Gestaltungsfreiraum. Allgemeine Informationen zum Malen und zu verschiedenen Techniken findest du hier.

Aquarellfarben versus Wasserfarben

Aquarellfarben werden häufig mit Wasserfarben verglichen. Allerdings benutzt du bei der Aquarelltechnik im Gegensatz zu Wasserfarben nichtdeckende Farben auf Wasserbasis. Am besten merkst du dir den Unterschied zwischen beiden Techniken mit folgender Beschreibung: Bei Wasserfarben malst du mit Farbe, die mit Wasser gemischt wird. Bei Aquarell malst du mit Wasser, das mit Farbe gemischt wird.

Aquarell malen: Richtiges Material wählen

Material zum Malen auswählen

Bevor du mit dem Malen beginnst, musst du dir das passende Material besorgen. Zum Malen mit Aquarellfarben brauchst du im Grunde nicht viel. Ob du Geld sparst oder gleich eine ganze Menge ausgibst, hängt von dir ab. Als Anfänger ist eine Profiausstattung nicht nötig. Schließlich weißt du noch nicht, ob dir das Malen überhaupt Spaß macht.

Hast du dich eine Weile ausprobiert und kommst zu dem Schluss, dass du regelmäßig Aquarell malen möchtest, kannst du immer noch Material nachkaufen. Im Folgenden erfährst du, welches Material du in jedem Fall brauchst.

Aquarellfarben

Farben besorgst du dir entweder in Tuben oder in speziellen Aquarellnäpfchen. Es gibt auch noch andere Möglichkeiten. Bei den Tuben und Näpfchen handelt es sich aber um die klassischen Methoden. Aquarellnäpfchen sind nichts anderes als kleine Farbblöcke. Fährst du mit einem feuchten Pinsel darüber, entnimmst du den Blöcken Farbpigmente und malst. In den Tuben befindet sich Farbe, die bereits leicht angefeuchtet ist. Dennoch brauchst du auch in diesem Fall zusätzlich Wasser und Pinsel, damit du die Farben benutzen kannst.

Palette

Malst du mit Aquarellnäpfchen, brauchst du nicht unbedingt eine Palette. Hast du dich für Farbtuben entschieden, ist eine Palette aber eine gute Idee. Darauf kannst du die Farben nämlich schnell und einfach zusammenmischen und nach Belieben verdünnen. Trägst du die Farben gleich auf dein Bild auf, verlierst du schnell die Kontrolle und hast zu viel Farbe auf dem Papier. Das lässt sich im Nachhinein nicht mehr rückgängig machen.

Papier

Das Papier spielt eine wichtige Rolle

Neben den Farben ist das passende Papier von entscheidender Bedeutung. Aquarellpapier ist vergleichsweise teuer. Das liegt an seinen besonderen Eigenschaften. Entscheide dich zuerst für ein Format und eine Größe. Es gibt zum Beispiel strukturiertes oder glattes Papier, einzelne Papierbögen oder ganze Blöcke. Beim Malen lässt du das Papier im Block, es sei denn, du verwendest nur sehr wenig Wasser. Hast du das Blatt herausgetrennt und malst sehr feucht, droht es zu zerreißen.

Pinsel

Jeden Pinsel gibt es in unterschiedlichen Ausführungen und Stärken. Er besteht immer aus drei Teilen, nämlich den Pinselhaaren, einer Metallzwinge, die die Haare an Ort und Stelle hält und einem Holzstiel. Möchtest du kleine detaillierte Strukturen malen, entscheidest du dich für einen feinen Pinsel. Große Flächen füllst du am besten mit einem großen Pinsel.

Zum Malen mit Aquarellfarben gibt es spezielle Pinsel. Am besten entscheidest du dich für ein Modell mit Naturhaaren. Daran bleibt die Farbe nämlich besonders gut hängen. In erster Linie solltest du deine Entscheidung für einen Pinsel davon abhängig machen, was du malen möchtest. Sogenannte Wassertankpinsel erleichtern dir den Umgang mit der richtigen Wassermenge. Mit diesem Pinsel kannst du die Wasserabgabe auf das Papier ohne Probleme kontrollieren.

Bist du dir unsicher, welcher Pinsel am besten zu deinem Vorhaben passt, lässt du dich in einem Fachgeschäft beraten. Zu sehr sparen solltest du beim Pinselkauf nicht. Billige Exemplare verlieren nämlich schnell Haare. Diese bleiben im schlimmsten Fall in den Farben auf deinem Bild hängen und ruinieren es.

Pinselreiniger

Im Idealfall säuberst du deinen Pinsel in klarem Wasser

Nach jeder Benutzung solltest du deine Pinsel unbedingt gründlich reinigen. Tust du das nicht, werden sie schnell spröde und gehen kaputt. Außerdem bleibt bei unzureichender Reinigung eine Menge Farbe im Pinsel hängen. Nach dem Trocknen bekommst du diese nicht mehr so gut entfernt. Im Idealfall säuberst du deine Pinsel nach jeder Benutzung erst einmal mit klarem Wasser.

Funktioniert das nicht ausreichend, helfen dir spezielle Reinigungsmittel weiter. Diese wählst du passend zu deinem Pinsel aus. Für jede Art gibt es unterschiedliche Mittel. Du musst dir nicht für jeden Pinsel das passende Reinigungsmittel kaufen. Es ist aber sinnvoll, sich über die Möglichkeiten zu informieren. Benutzt du einen Pinsel besonders häufig, kann es durchaus von Vorteil sein, ihn regelmäßig mit Reinigungsmitteln von überschüssigen Farbresten zu befreien.

Tipps für die ersten Aquarellbilder

Möchtest du Farben mischen, musst du die Farblehre kennen

Hast du gerade erst mit dem Aquarell malen angefangen, bist du sehr wahrscheinlich mit einigen Herausforderungen konfrontiert. Es gibt verschiedene Techniken, bei denen du womöglich den Überblick verlierst. Lass dich davon aber nicht verunsichern, sondern probiere dich einfach aus. Mit Sicherheit hast du bald eine Technik gefunden, die dir besonders viel Spaß macht. Im Folgenden haben wir Tipps für dich zusammengestellt, mit denen dir das Malen der ersten Bilder besonders leichtfällt.

Lerne die Farben kennen

Beim Malen mit Aquarellfarben ist der Einsatz von Primärfarben sehr wichtig. Du kannst zwar fertig gemischt Farben kaufen, in der Regel mischst du sie aber selbst zusammen. So hast du mehr kreativen Freiraum und kannst deiner Fantasie freien Lauf lassen. Bevor du mit dem Malen beginnst, solltest du dich also mit der Farbtheorie beschäftigen. Orientiere dich dazu an einer Darstellung des Schweizer Malers und Kunsttheoretikers Johannes Itten. Konkret handelt es sich dabei um zwölf Farbfelder, in denen Primärund Sekundärfarben abgebildet sind. Betrachtest du die Darstellung genau, lernst du eine Menge darüber, welche Farben miteinander harmonieren und welche nicht.

Gelb, Rot und Blau sind Primärfarben oder auch Grundfarben. Diese kannst du nicht durch das Mischen anderer Farben herstellen. Mischst du die Grundfarben in entsprechenden Verhältnissen zusammen, stellst du daraus aber alle anderen Farben her. Am Anfang ist das gar nicht so einfach. Hast du einmal ein bisschen herumprobiert und verschiedene Farbkombinationen getestet, bekommst du schnell ein Gefühl für das richtige Mischverhältnis.

Sekundärfarben kreierst du, wenn du nebeneinanderstehende Primärfarben zusammenmischst. So entsteht aus Blau und Rot Violett, aus Gelb und Blau Grün und aus Rot und Gelb Orange. Mischst du jeweils zwei benachbarte Farben des Farbkreises der Primär- und Sekundärfarben zusammen, entstehen Tertiärfarben. Informationen zur Farbpsychologie gibt es hier.

Übe das Mischen der Farben

Das Mischen der Farben kannst du üben

Hast du gerade erst begonnen dich mit der Farblehre zu beschäftigen, führst du das Mischen der Farben vor dem eigentlichen Malprozess einmal als Trockenübung durch. Dazu mischst du einfach unterschiedliche Farben zusammen und findest heraus, welche am besten zusammenpassen. Beginnst du später mit dem Malen, solltest du darauf achten, von hell nach dunkel vorzugehen. Zu dunkel geratene Flächen lassen sich nämlich nur schwer oder gar nicht mehr aufhellen. Möchtest du, dass deine Farben besonders hell strahlen, darfst du nicht mehr als drei Farben miteinander vermischen.

Plane dein Bild

Gerade beim Malen mit Aquarellfarben ist es eine sehr gute Idee, wenn du dir vorab überlegst, wie dein Bild genau aussehen soll. Hast du die Farbe einmal auf das Papier aufgetragen, bekommst du sie nämlich nicht mehr vollständig entfernt. Du kannst höchstens mit einer anderen Farbe darüber malen, um den Farbton zu verändern. Überlege dir also genau, wo du wie viel Farbe aufträgst.

Du vereinfachst dir die Arbeit, indem du mit einem Bleistift eine Skizze deines geplanten Bildes auf ein zweites Stück Papier zeichnest. Daran kannst du dich dann während des Malens mit den Aquarellfarben orientieren.Tipps zum Zeichnen lernen gibt es hier.

Male nach Vorlagen

Lass dich von anderen Gemälden inspirieren

Am Anfang fällt es dir womöglich schwer, die Proportionen einer Figur oder eines Gegenstandes richtig einzuschätzen. Vielleicht fehlen dir auch die Ideen für ein Motiv. Schaue dir in einem solchen Fall Werke anderer Künstler an und lass dich inspirieren. Vorher musst du entscheiden, ob du ein Stillleben, LandschaftenPortraits oder ein abstraktes Gemälde herstellen willst.

Fällt dir spontan selbst ein tolles Motiv ein, ist es eine gute Idee, dieses in einer Skizze festzuhalten. Im besten Fall hast du auch unterwegs immer einen Notizblock und einen Bleistift dabei und kannst spontane Einfälle festhalten. Packst du dann zu Hause deine Aquarellfarben aus, dient dir die Skizze als Vorlage.

Male von hell nach dunkel

Aquarellfarben decken nicht besonders stark. Daher planst du am besten nicht nur was du malst, sondern auch an welchen Stellen du welche Farben verwendest. Wichtig ist dabei, dass du nach Möglichkeit von hell nach dunkel malst. Die Farben trocknen sehr schnell. Du kannst also ohne Probleme eine Schicht auftragen, kurz warten und eine weitere hinzufügen. Beim Auftragen der zweiten Schicht musst du möglichst schnell arbeiten. Lässt du dir zu lange Zeit, löst sich die erste Farbschicht und verwischt.

Lerne das Nicht-Malen

Im Umgang mit Aquarellfarben musst du nicht nur das Malen lernen, sondern auch das Nicht-Malen. Das mag sich zunächst etwas seltsam anhören, ist aber von entscheidender Bedeutung. Im Unterschied zu vielen anderen Maltechniken erzeugst du beim Malen mit Aquarellfarben nämlich nur weiße Flächen, wenn du einen Teil des Papiers nicht bemalst. Weiße Farbe gibt es nicht. Vielleicht hast du auch schon einmal die Bezeichnung Negativtechnik gehört.

Hab nicht zu hohe Ansprüche

Hab Geduld mit dir selbst und setze dich nicht unter Druck. Das Malen soll dir Spaß bereiten und nicht in Stress ausarten. Mit Sicherheit bist du gerade bei den ersten Versuchen nicht mit allem zufrieden, was du malst. Womöglich gelingt dir auch erst beim fünften oder sechsten Versuch ein schönes Bild. Wichtig ist, dass du dich nach ein paar Fehlversuchen nicht entmutigen lässt, sondern es immer weiter versuchst.

Aquarelle mit Blumen malen

Aquarelle mit Blumen malen

Blumen sind ein sehr beliebtes Motiv für Aquarellgemälde. Auch als Anfänger kannst du schöne Bilder mit diesem Motiv kreieren. Es gibt unzählige Techniken und Möglichkeiten, mit denen du Blumen malen kannst. Am besten probierst du verschiedene Versionen aus und entscheidest im Anschluss selbst, was dir am besten gefällt.

Zwei Farben und ein einzelner Pinsel reichen schon aus, um ein Blumenmotiv zu malen. Je nachdem, wie du die Farben mit dem Wasser vermischst, entstehen ganz unterschiedliche Schattierungen und Farbverläufe. Eine Blumenart, die du besonders einfach und schnell malst, ist die Rose. Wähle dazu einen möglichst dünnen Pinsel und entscheide dich für eine Farbe. Fülle den Pinsel mit Farbe beziehungsweise tunke ihn in die gewünschte Farbe ein und beginne mit der vordersten Pinselspitze kleine Striche umeinander zu malen. Die Striche sollten jeweils aussehen wie der Buchstabe "C". Je nach Größe der Blüte, musst du unterschiedlich viele Striche machen. Das ist alles, was du zum Malen einer Rosenblüte wissen musst.

Möchtest du zusätzlich Blätter malen, tunkst du deinen Pinsel in grüne Farbe und setzt ihn wiederum mit der Spitze auf. Den Pinsel ziehst du nun ein paar Millimeter nach unten und erhöhst dann den Druck auf den Pinsel, bis du ihn mit der vollen Breite aufsetzt. Ziehe den Pinsel wieder ein paar Millimeter über das Papier und nimm danach ein bisschen Druck aus deiner Hand heraus, bis du wie zu Beginn nur noch mit der Spitze des Pinsels malst. So entstehen einfache und schöne Blumenblätter. Es gibt natürlich noch viele weitere Methoden, um Rosen und andere Blumen zu malen. Eine gute Idee ist es auch, das gewünschte Motiv mit Bleistift vorzuzeichnen. Drückst du den Stift nicht fest auf, kannst du die Linie ohne Probleme mit Aquarellfarben übermalen.

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