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Serviettentechnik: Anleitung in 10 Schritten + 5 Gestaltungsideen

Egal ob an Weihnachten, zum Geburtstag oder bei einer Familienfeier – eins darf auf dem Tisch nicht fehlen: Servietten. Du kannst dir damit aber nicht nur den Mund abwischen, sondern auch kleine Kunstwerke gestalten. Wir erklären, wie die Serviettentechnik funktioniert, geben Tipps für die ersten Versuche und stellen Gestaltungsideen vor.

Was Serviettentechnik ist

Was Serviettentechnik ist

Servietten gibt es in den unterschiedlichsten Farben und mit ganz individuellen Mustern. Bei der Serviettentechnik gestaltest du Gegenstände mit deiner Lieblingsserviette. Was du verschönern möchtest, ist ganz dir selbst überlassen. Du kannst zum Beispiel eine kleine Schachtel schmücken oder einem alten Blumentopf neues Leben einhauchen. Im Prinzip beklebst du einfach einen Gegenstand mit der gewünschten Serviette.

Die Technik eignet sich perfekt, um individuelle Geburtstagsgeschenke zu gestalten. Mit einem selbstgemachten Geschenk zauberst du deinen Freunden mit Sicherheit ein Lächeln aufs Gesicht. Die Serviettentechnik ist sehr praktisch, denn du benötigst nicht viele Materialien und hast in kürzester Zeit etwas ganz Individuelles gestaltet. Auch DIY-Projekte wie Nähen, Weben oder Stricken eignen sich perfekt, um anderen eine Freude zu machen. Vielleicht kannst du das sogar kombinieren und dein selbstgenähtes Stück in einer Kiste verschenken, die mit Serviettentechnik gestaltet ist.

Diese Materialien brauchst du für die Serviettentechnik

Folgende Materialien brauchst du für die Serviettentechnik

Serviettentechnik ist denkbar einfach. Das Beste daran ist, dass du nicht viele Materialien benötigst. Tatsächlich hast du das meiste davon wahrscheinlich schon im Haus. Folgende Dinge brauchst du:

  • Servietten: In Deko- oder Bastelgeschäften gibt es eine große Auswahl an Servietten zu kaufen. Schaue dich dort um und du wirst mit Sicherheit fündig. Es gibt Servietten in allen Farben und Mustern. Auch im Internet ist das Angebot groß. Lass dir bei der Auswahl Zeit, denn die Serviette entscheidet über das Ergebnis deines Projekts.
  • Serviettenkleber: Du brauchst speziellen Kleber, um die Serviette auf deinen ausgewählten Gegenstand zu kleben. Den Kleber kaufst du ebenfalls in Bastelgeschäften oder im Internet.
  • Schere: Eventuell musst du die Serviette an verschiedenen Stellen zurechtschneiden. Daher solltest du eine Schere bereitlegen.
  • Stift: Mit dem Stift zeichnest du die Konturen des Gegenstandes auf die Serviette. Das erleichtert dir das Zurechtschneiden.
  • Schwamm: Mit dem Schwamm begradigst du die Serviette und drückst den Kleber an.
  • Pinsel: Mit dem Pinsel trägst du den Kleber auf den Gegenstand auf und befestigst die Serviette an der richtigen Stelle.
  • Gegenstand: Suche dir einen Gegenstand aus, den du verzieren möchtest. Du hast auch die Möglichkeit, bereits ausrangierte Gegenstände zu verschönern und ihnen neues Leben einzuhauchen. Alternativ kaufst du in einem Bastelladen zum Beispiel einen Bilderrahmen oder etwas ähnliches.
  • optional Dekoration: Wenn du möchtest, verwendest du kleine Glitzersternchen, Bänder oder ähnliches, um den Gegenstand weiter zu verzieren.
  • optional Acrylfarbe: Je nachdem welchen Gegenstand du gestaltest, eignet sich Acrylfarbe zur Grundierung. Beklebst du zum Beispiel eine Glasflasche, malst du sie vorher in einer Farbe an und platzierst die Serviettenstücke im Anschluss darauf.

Anleitung: So funktioniert die Serviettentechnik

So funktioniert die Serviettentechnik

Die Serviettentechnik ist denkbar einfach und eignet sich auch für einen Bastelnachmittag mit Kindern. Dabei musst du nur aufpassen, dass die Kinder den Kleber nicht in den Mund nehmen oder sich anderweitig verletzen. Wie du bei der Gestaltung genau vorgehst, hängt davon ab, welchen Gegenstand du verschönern möchtest. Folgendermaßen funktioniert die Serviettentechnik.

Suche das Material aus

Entscheide dich zunächst für das passende Material. Dazu gehört die Auswahl eines Gegenstandes, den du gestalten möchtest und der Kauf von ausgewählten Servietten.

Entscheide, wie du den Gegenstand beklebst

In einem nächsten Schritt musst du dir überlegen, ob du den Gegenstand komplett beklebst oder einige Stellen darauf frei lässt. Du hast zum Beispiel die Möglichkeit einen Gegenstand mit Acrylfarbe zu bemalen und nur ein paar ausgewählte Stellen mit Teilen einer Serviette zu bekleben.

Bereite die Serviette vor

Möchtest du den Gegenstand komplett abdecken, zeichnest du mit einem Stift die Kontur des Gegenstands auf die Serviette. Es ist wichtig, dass du dabei präzise arbeitest, sonst wirft die Serviette beim Kleben Falten. Entferne alle überschüssigen Serviettenteile und lege sie zur Seite. Möchtest du nur Teile des Gegenstandes bekleben, schneidest du die entsprechenden Motive aus der Serviette heraus oder reißt sie ab. Besonders gut eignen sich dazu Blumenmotive.

Löse die oberste Schicht

Hast du die Serviette zurechtgeschnitten, löst du vorsichtig die oberste Schicht ab. Bei den ersten Versuchen ist das gar nicht so einfach, denn die Schichten hängen oftmals fest zusammen. Bewahre Geduld und werde nicht nervös, sonst reißt die Serviette womöglich. Hast du die oberste Schicht abgelöst, kannst du den Rest der Serviette entsorgen. Für die Serviettentechnik benötigst du nur die oberste Schicht.

Optional: Bemale den Gegenstand

Wenn du möchtest, bemalst du den Gegenstand vor dem Bekleben

Möchtest du den Untergrund des Gegenstandes bemalen, tust du das an dieser Stelle. Wichtig ist, dass du die Farbe möglichst gleichmäßig und glatt aufträgst. Nur so kommt die Serviette im Nachhinein zur Geltung. Nach dem Bemalen stellst du den Gegenstand zur Seite und lässt ihn trocknen. Erst wenn die Farbe gar nicht mehr feucht ist, kannst du ohne Bedenken weitermachen.

Klebe die Serviette auf

Nun trägst du den Kleber auf den Gegenstand auf. Natürlich nur an den Stellen, an denen du die Servietten anbringen möchtest. Nutze den Pinsel, um die Serviette auf dem Gegenstand flach zu drücken. Achte darauf, dass du die Serviette genau dort platzierst, wo du sie haben möchtest. Im Nachhinein kannst du die Position nicht mehr verändern, da das dünne Material sonst sehr schnell reißt. Sollten sich Blasen bilden, hast du mit dem Pinsel die Möglichkeit diese in Richtung Rand auszustreichen. Dabei darfst du keine Zeit verlieren, sonst bilden sich unschöne Falten und gegebenenfalls Risse.

Lass dein Kunstwerk trocknen

Lass dein Kunstwerk lange genug trocknen

Stelle den beklebten Gegenstand nun zum Trocknen zur Seite. Warte dabei ruhig ein paar Stunden, bis du den Gegenstand ohne Probleme berühren kannst.

Lackiere den Gegenstand

Es folgt die Lackierung mit Serviettenkleber. Damit sorgst du dafür, dass die Serviette wirklich an Ort und Stelle bleibt und bei Benutzung des Gegenstandes nicht einreißt. Dazu kannst du den gleichen Pinsel verwenden wie zuvor. Alternativ nutzt du einen großen Borstenpinsel, damit arbeitest du deutlich schneller. Allerdings musst du nach getaner Arbeit auch mehr Material säubern.

Dekoriere den Gegenstand

Möchtest du Dekorationselemente verwenden, ist jetzt die Gelegenheit dazu. Solange der Serviettenkleber noch feucht ist, bringst du diese ohne Probleme an. Ebenso wie beim Platzieren der Serviettenteile gilt auch hier: Überlege dir genau, wo du welche Dekoration anbringen willst. Befindet sie sich einmal auf dem Gegenstand, kannst du die Position nicht mehr ändern.

Lass den Gegenstand erneut trocknen

Abschließend lässt du dein Kunstwerk erneut trocknen und entfernst gegebenenfalls überstehende Serviettenteile mit einer Schere.

So meisterst du die Serviettentechnik

Wähle Gegenstände mit einer glatten Oberfläche

Viel falsch machen kannst du bei der Serviettentechnik nicht. Dennoch gibt es einige Dinge, die dir die Arbeit erheblich erleichtern. Dabei kommt es auch darauf an, welche Gegenstände du beklebst. Im Folgenden geben wir Tipps, mit denen du schon bei den ersten Versuchen schöne Kunstwerke gestaltest.

Gegenstand mit glatter Oberfläche wählen

Gerade bei deinen ersten Versuchen, solltest du unbedingt Gegenstände mit einer glatten Oberfläche bekleben. Einkerbungen und Krümmungen in Holz, Glas, Blech oder anderen Materialien erschweren dir die Arbeit erheblich. In einem solchen Fall liegt die Serviette nämlich nicht vollständig auf und löst sich bei der Benutzung womöglich wieder. Außerdem besteht die Gefahr, dass die Serviette beim Auftragen des Klebers reißt.

Motive ausreißen, statt ausschneiden

Je nach Motiv ist es eine gute Idee, die Serviette zu zerreißen anstatt sie zurechtzuschneiden. So vermeidest du saubere Kanten, die einen harten Kontrast auf dem Gegenstand bilden würden. Mit ausgerissenen Serviettenstücken gelingt dir ein schönerer Übergang. Das gilt natürlich nur, wenn du einzelne Stellen beklebst. Beim Reißen musst du aber vorsichtig sein, damit du die Motive auf der Serviette nicht zerstörst.

Motive Probe legen

Nichts ist enttäuschender als ein aufgeklebtes Motiv, das nicht gefällt oder sich an der falschen Stelle befindet. Hast du den Kleber einmal aufgetragen und die Serviette darauf platziert, kannst du die Position in der Regel nicht mehr verändern. Daher ist es immer eine gute Idee, die Motive einmal zur Probe auf dem Gegenstand zu platzieren. Schneide sie dazu zurecht, trage aber noch keinen Kleber auf. Bist du mit der Position zufrieden, klebst du ein Motiv nach dem anderen auf. So behältst du den Überblick und machst keine Fehler.

Glas reinigen

Glas solltest du vor dem Bekleben gründlich reinigen

Möchtest du Serviettentechnik auf Glas durchführen, musst du darauf achten das Glas vorab gründlich zu reinigen. Es dürfen weder Kleber von einem Etikett noch andere Verunreinigungen auf der Oberfläche haften. Säuberst du das Glas nicht, kriegst du beim Auftragen der Serviette womöglich Probleme. Je nachdem, was sich auf dem Glas befindet, haftet diese nicht gut darauf und löst sich bei der Benutzung des Gegenstandes ab.

Holz abschleifen

Wählst du eine Holzkiste oder einen anderen Gegenstand aus Holz zum Bekleben, solltest du diesen vorher abschleifen. So sorgst du dafür, dass dir das Bekleben einfacher gelingt und die Serviettenabschnitte wirklich auf dem Gegenstand haften bleiben. Außerdem entfernst du damit Splitter. Zum Bekleben brauchst du einen speziellen Serviettenkleber, der für die Arbeit auf Holz geeignet ist.

Serviettenkleber selber machen

Möchtest du Geld sparen, stellst du den Serviettenkleber selbst her. Das ist gar nicht schwer und du brauchst nur einige wenige Zutaten.

Du brauchst:

  • Tapetenkleister
  • Wasser
  • Holzleim
  • Tasse
  • verschließbares Glas
  • Gegenstand zum Umrühren

Folgendermaßen gehst du vor:

  1. Zunächst rührst du aus Wasser und Tapetenkleister in der Tasse eine Mischung an.
  2. Die Mischung füllst du in das verschließbare Glas um.
  3. Nun gibst du eine Tasse Holzleim in das Glas und rührst das Ganze ordentlich um. Schon ist dein selbstgemachter Serviettenkleber fertig. Bei Bedarf kannst du schnell und einfach mehr davon herstellen.

Gestaltungsideen für die Serviettentechnik

Eine Glasflasche eignet sich perfekt für die Serviettentechnik

Beim Basteln mit Serviettentechnik kannst du deiner Kreativität freien Lauf lassen. Es gibt spezielle Bastelsets. Genauso gut eignen sich aber alte Gegenstände, die du sonst wegwerfen würdest. Mit Serviettentechnik verschönerst du sie. Dann sehen sie gleich ganz anders aus. Solltest du keine eigenen Ideen haben, geben wir dir im Folgenden ein paar Inspirationen.

Serviettentechnik auf Glas: Flasche bekleben

Hast du eine Glasflasche übrig, solltest du diese nicht direkt im Glascontainer entsorgen. Flaschen bieten sich nämlich hervorragend an, um daraus mit Serviettentechnik schöne Vasen zu gestalten. Am besten malst du die Flasche zunächst in einer Grundfarbe an, damit die Servietten später nicht von der Rückseite durch das Glas schimmern. Gegebenenfalls brauchst du auch speziellen Serviettenkleber für Glas. Erkundige dich dazu am besten in einem Bastelgeschäft nach den passenden Materialien.

Serviettentechnik auf Holz: Bilderrahmen bekleben

Möchtest du einen Bilderrahmen gestalten, solltest du darauf achten, dass er eine möglichst glatte Oberfläche hat. Ist das nicht der Fall, wirft die Serviette schnell Falten und die Gestaltung sieht unordentlich aus. Auch auf einem Bilderrahmen sieht es sehr schön aus, wenn du das Holz mit Acrylfarbe bemalst und nur einige Stellen mit Serviettenmotiven beklebst.

Möbel gestalten

Alte Möbel mit Serviettentechnik verschönern

Es gibt viele Möbel, die noch voll funktionsfähig sind, aber einfach nicht mehr schön aussehen. Vielleicht bist du auf dem Flohmarkt fündig geworden oder hast etwas von deiner Oma geerbt. Es wäre viel zu schade diese Möbel nicht zu nutzen. Daher solltest du dir einmal überlegen, ob du sie nicht mit Serviettentechnik aufpeppen willst. Deiner Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt.

Je nachdem um welches Möbelstück es sich handelt und in welchem Zustand sich dieses befindet, schleifst du die Oberfläche vor dem Bekleben ab. Dazu eignet sich feines Schleifpapier besonders gut. Sollten sich noch Farbreste auf dem Möbelstück befinden, entfernst du sie damit ohne Probleme. Es ist auch eine gute Idee, die Oberfläche im Anschluss mit Acrylfarbe zu grundieren. Insbesondere dann, wenn du feine Motive darauf kleben möchtest. Hast du das Möbelstück vorbereitet, gehst du beim Bekleben genauso vor, wie es in der allgemeinen Anleitung beschrieben ist.

Kerzen verzieren mit Serviettentechnik

Auch Kerzen lassen sich mit Serviettentechnik schön verzieren. Wichtig ist dabei, dass du Kleber kaufst, der nicht entflammbar ist. Lasse dich dazu am besten in einem Bastelgeschäft beraten. Damit die Motive auf der Kerze gut zur Geltung kommen, solltest du dich außerdem für eine helle Kerze entscheiden. Bei deinen ersten Versuchen lässt du lieber die Finger von runden Kerzen. Es ist nämlich eine ganz schöne Herausforderung diese zu bekleben. Auf Grund der Form bilden sich immer wieder Falten.

Lampenschirme schmücken

Serviettentechnik funktioniert auch auf Papier

Sogar auf Papier lässt sich die Serviettentechnik problemlos umsetzen. Hast du unifarbene Lampenschirme aus Papier, kannst du sie mit deinen Lieblingsmotiven gestalten. Da das Papier sehr dünn ist, darfst du in diesem Fall nicht zu viel Kleber verwenden. Passt du nicht auf, reißt das Papier und der Lampenschirm ist hinüber. Benutze also lieber etwas weniger Kleber und füge mehr hinzu, wenn die Menge nicht ausreicht.

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