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Jonglieren: 4 Tipps zur Jonglage + 6 Anfängerfehler

Tücher und Bälle durch die Luft jonglieren macht Spaß und steigert deine Konzentrationsfähigkeit. Jonglage zu lernen ist gar nicht so schwer. Wir geben dir Tipps für die ersten Versuche und warnen dich vor Anfängerfehlern.

Anleitung zur Jonglage

Anleitung zur Jonglage

Möchtest du jonglieren lernen, entscheidest du dich bei deinen ersten Versuchen am besten für die sogenannte Kaskade. Das ist eine Grundfigur mit drei Bällen, die relativ einfach zu erlernen ist. Die Bälle wirfst und fängst du dabei in Form einer liegenden Acht.

Obwohl diese Grundfigur einfach zu verstehen ist, musst du genug Zeit zum Üben einplanen. Genau wie bei anderen Hobbys, zum Beispiel  beim Klavier spielen oder Nähen, wirst du mit der Zeit immer besser. Schon bald kannst du deine Freunde auf einer Party oder deinen Traumpartner beim ersten Date mit deinen Künsten beeindrucken. Zum Jonglieren lernen gehst du am besten folgendermaßen vor.

Haltung üben

Beim Jonglieren musst du eine spezielle Grundhaltung einnehmen, damit du möglichst wenige Fehler machst. Übe diese Haltung zunächst einmal ohne Bälle. Stelle dich dazu bequem hin und winkle deine Unterarme an. Deine Handflächen zeigen nach oben, deine Ellbogen sind relativ nah am Körper positioniert. Präge dir diese Körperhaltung genau ein, denn du solltest sie während des Jonglierens möglichst beibehalten. Das hört sich zunächst einfach an, ist aber gar nicht mehr so einfach, wenn die Bälle im Spiel sind.

Werfen und Fangen mit einem Ball

Ganz zu Beginn übst du nur mit einem Ball, um ein Gefühl für das Werfen und Fangen zu bekommen. Dazu wirfst du den Ball immer wieder von deiner rechten in deine linke Hand. Entwickle einen gleichmäßigen Rhythmus und lasse dich nicht aus der Ruhe bringen. Achte insbesondere darauf, dass deine Wurf- und Fangbewegungen nicht hektisch sind.
Das Üben mit einem Ball hilft dir dabei, auch beim Jonglieren mit mehreren Bällen die Ruhe zu bewahren. Achte darauf, deine zuvor eingeübte Haltung bei dieser Übung nicht zu verlassen. Außerdem darfst du den Ball nicht zu hoch werfen. Die perfekte Höhe hast du erreicht, wenn sich der Ball am höchsten Punkt etwa vor deiner Stirn oder ein bisschen über deinem Kopf befindet.

Übung mit zwei Bällen

Übung mit zwei Bällen

Fühlst du dich mit einem Ball sicher, nimmst du einen weiteren Ball zur Hand. Du hältst je einen Ball in deiner rechten und einen Ball in deiner linken Hand. Den Ball aus deiner rechten Hand wirfst du nun diagonal nach links oben, etwa auf Höhe deiner Stirn. Hat der Ball den höchsten Punkt erreicht, wirfst du den Ball aus deiner linken Hand diagonal nach rechts oben und fängst kurz darauf den ersten Ball mit der gerade freigewordenen Hand auf.

Hast du beide Bälle gefangen, kehrst du das Ganze um. Du wirfst also zuerst mit der linken Hand nach rechts oben und wenn der Ball am höchsten Punkt ist, mit der rechten Hand nach links oben. Diese Übung vermittelt dir ein Gefühl für den Umgang mit zwei Bällen. Nimm dir genug Zeit für die Übung und gewöhne dich an das Gefühl der Bälle in deiner Hand.

Jonglieren mit drei Bällen

Hast du ausreichend mit zwei Bällen geübt, nimmst du noch einen weiteren dazu. Bist du Rechtshänder, hältst du zwei Bälle in deiner rechten Hand und einen in deiner linken Hand. Mit drei Bällen gehst du im Prinzip genauso vor wie mit zwei Bällen. Du wirfst also einen Ball aus deiner rechten Hand diagonal nach links oben. Es folgt ein Ball aus der linken Hand, wenn der erste den höchsten Punkt erreicht hat. Nach dem ersten Wurf hast du also zwei Bälle in deiner linken Hand und einen in deiner rechten Hand.

Die große Kunst ist es, keine allzu großen Pausen zwischen den einzelnen Würfen einzulegen. Den nächsten Ball wirfst du immer dann, wenn der vorherige am höchsten Punkt in der Luft ist. So entsteht ein ständiger Kreislauf.

Wichtig ist, dass du dich bei deinen ersten Versuchen vor allem auf das Werfen fokussierst. Es hängt nämlich von der Genauigkeit deines Wurfes ab, wie gut oder schlecht du einen Ball fängst. Mach dir keine Sorgen, wenn die Bälle am Anfang immer wieder auf dem Boden landen. Sobald du präzise wirfst, fällt dir auch das Fangen leicht.

Zu Beginn schaffst du wahrscheinlich nur wenige Würfe hintereinander. Je öfter du übst, umso sicherer wirst du sowohl im Werfen als auch im Fangen. Plane jeden Tag fünf Minuten zum Üben ein und du jonglierst bald ohne Probleme.

So wirst du zum Jongleur: Tipps und Tricks

Fühlst du dich mit der Grundtechnik sicher, gibt es verschiedene andere Dinge, die du beim Jonglieren ausprobieren kannst. Einen perfekten Jongleur gibt es im Grunde nicht. Jeder hat ständig die Möglichkeit den Schwierigkeitsgrad zu erhöhen, neue Techniken auszuprobieren oder das Jonglieren mit speziellen Tricks zu kombinieren. Hier findest du ausgewählte Tipps und Tricks.

Jonglieren in unterschiedlichen Positionen

Bist du sehr sicher im Jonglieren, kannst du deine Körperhaltung variieren und so den Schwierigkeitsgrad erhöhen. Versuche es zunächst mit hohem oder tiefem Jonglieren. Dafür musst du die Haltung gar nicht sonderlich stark verändern, sondern vielmehr deine Wurftechnik. Wirf die Bälle höher oder tiefer als sonst und probiere aus, ob das Jonglieren gut funktioniert.

Hast du diese Herausforderung gemeistert, streckst du deine Arme über deinen Kopf und jonglierst in dieser Position. Alternativ führst du die Kaskade unter deinem Bein aus oder mit gestreckten Armen.

Jonglieren mit vier Bällen

Jongliere mit vier Bällen

Beim Jonglieren mit vier Bällen hältst du in jeder Hand zwei Bälle. Das Grundmuster dieser Jonglage unterscheidet sich deutlich von der Kaskade mit drei Bällen. Du wirfst die Bälle diesmal nicht diagonal, sodass sie vor deinem Körper kreuzen. Stattdessen fängst du sie mit der gleichen Hand, mit der du sie geworfen hast. Die Bälle wechseln also nicht die Hände. Demnach jonglierst du zwei Bälle in deiner linken und zwei Bälle in deiner rechten Hand.

Achte darauf, dass jede deiner Hände eine Kreisbewegung von innen nach außen macht. Dann fliegen die Bälle auf einer Ebene und nicht von vorne nach hinten. Du wirfst den Ball von der Körpermitte in einem Kreis nach außen, fängst ihn und trägst ihn mit der Hand wieder zur Körpermitte. Mit dieser Technik hast du die Bälle am besten unter Kontrolle. Jede Hand jongliert dabei einen Zweiballkreis.

Sobald deine Würfe an Rhythmus verlieren, fängst du alle Bälle auf und beginnst von vorne. Du entscheidest dabei selbst, ob du immer zwei Bälle zur gleichen Zeit werfen möchtest (je einen mit einer Hand) oder einzeln nacheinander.

Mit verschiedenen Gegenständen experimentieren

Experimentiere mit verschiedenen Gegenständen

Hast du die Technik der Kaskade lange genug geübt und fühlst dich sicher, erhöhst du den Schwierigkeitsgrad. Dazu jonglierst du zum Beispiel mit anderen Gegenständen. Schon mit Tennisbällen ist es nicht ganz so einfach, weil sie leichter aus der Hand springen als Jonglierbälle. Willst du dich selbst besonders herausfordern, kombinierst du unterschiedlich große und schwere Gegenstände. Es wird dir dabei deutlich schwieriger fallen, einen regelmäßigen Rhythmus zu halten.

Jonglieren mit Tüchern

Das Jonglieren mit Tüchern gilt als besonders einfach. Trotzdem eignen sie sich nicht unbedingt zum Einstieg, weil sich die Wurftechnik deutlich von der Jonglage mit Bällen unterscheidet. Du wirfst die Tücher nämlich zu einem späteren Zeitpunkt ab. Das liegt daran, dass sie nicht so hoch fliegen wie die Bälle. Du solltest also nicht zu Tüchern greifen, weil du es nicht schaffst, mit Bällen zu jonglieren. Investiere in diesem Fall lieber noch ein bisschen Zeit und übe die Technik mit Bällen.

Dennoch macht auch das Jonglieren mit Tüchern großen Spaß. Möchtest du es einmal ausprobieren, greifst du die Tücher mit drei Fingern. Idealerweise nutzt du deinen Daumen, Zeige- und Mittelfinger. Nun wirbelst du die Tücher nacheinander mit deinem ganzen Arm hoch in die Luft. Erst im letzten Moment wirfst du sie mit einer Streckung deines Handgelenks nach oben. Nun jonglierst du weiter wie mit Bällen und achtest genau auf den Zeitpunkt des Abwurfs.

Jonglieren mit Keulen

Jonglieren mit Keulen

Das Jonglieren mit Keulen ist eine besondere Herausforderung. Genau wie beim Jonglieren mit Bällen empfiehlt es sich, erst einmal mit einer und dann mit zwei Keulen zu üben, um ein Gefühl dafür zu bekommen. Die Keulen fasst du nicht ganz am Ende des Griffs an, sondern in der Mitte. Du wirfst sie mit einer Drehung in die Luft. Dabei musst du darauf achten, dass sich die Keule wirklich einmal herumdreht. Du darfst also nicht zu langsam werfen, aber auch nicht zu schnell.

Übe den Wurf einer Keule so lange mit beiden Händen, bis du dich sicher fühlst. Auch mit Keulen jonglierst du am einfachsten in der Kaskade-Technik. Die besondere Herausforderung dabei besteht darin, die Keulen nach der Umdrehung an der richtigen Stelle aufzufangen.

Regelmäßig üben

Übung macht den Meister. Das gilt auch für das Jonglieren. Du wirst nicht von heute auf morgen zum perfekten Jongleur. Obwohl du die Grundtechnik relativ schnell erlernst, brauchst du Zeit, um dich beim Werfen und Fangen wirklich sicher zu fühlen.

Für regelmäßiges Üben spricht auch die Tatsache, dass Jonglieren ein gutes Gehirntraining ist. Die Aktivität beansprucht nämlich beide Gehirnhälften und lässt sie zusammenarbeiten. So entstehen neue Verbindungen und du steigerst dein Konzentrationsvermögen. Darüber hinaus hat das Jonglieren auch eine entspannende Wirkung. Beherrschst du die gleichmäßigen Bewegung, haben sie etwas meditatives und lassen dich innerlich zur Ruhe kommen.

Typische Anfängerfehler beim Jonglieren lernen

Typische Anfängerfehler beim Jonglieren lernen

Die Grundlagen des Jonglierens sind so simpel, dass du sie schnell und ohne Vorwissen erlernen kannst. Ein paar Dinge musst du aber dennoch beachten. Viele Anfänger machen leicht vermeidbare Fehler und verlieren dadurch schnell die Motivation. Folgende Anfängerfehler solltest du beim Jonglieren lernen vermeiden.

Bälle übergeben

Viele Anfänger machen den Fehler die Bälle gar nicht erst zu werfen, sondern sie von der einen in die andere Hand zu übergeben. Vermeide dies, sonst bekommst du Probleme, wenn du mit drei Bällen jonglieren möchtest. Übe zunächst das Werfen und kümmere dich erst im Nachhinein um das Fangen. So gewöhnst du dir ein Übergeben des Balls gar nicht erst an. Hast du einmal verinnerlicht, wie du den Ball werfen musst, ist das Fangen auch ganz schnell erlernt. Wichtig ist, dass du mit beiden Händen übst, auch mit deiner schwächeren Hand.

Nach vorne werfen

Vermeide es, die Bälle zu weit nach vorne zu werfen. Das führt dazu, dass du ihnen hinterherläufst und dich so immer weiter nach vorne bewegst. Merkst du, dass du mit diesem Problem zu kämpfen hast, versuchst du beim nächsten Mal die Bälle bewusst näher an deinem Körper zu halten und sie eher nach hinten als nach vorne zu werfen. Alternativ stellst du dich mit deinem Gesicht vor eine Wand, sodass dir gerade genug Platz zum Jonglieren bleibt. Wirfst du die Bälle nun zu weit nach vorne, prallen sie an der Wand ab.

Bälle zu früh fangen

Fang die Bälle erst auf, wenn sie auf Höhe deiner Hände angelangt sind. Anfänger tendieren dazu die Bälle schon auf Schulterhöhe zu fangen, da sie Angst davor haben, es sonst nicht rechtzeitig zu schaffen. So machst du dir aber nur Stress, weil du die Flugzeit stark verkürzt. Gewöhne dir gleich zu Beginn an, die Bälle lieber später als früher zu fangen. Dabei werden am Anfang mit Sicherheit einige auf dem Boden landen, aber schon nach kurzer Zeit gewöhnst du dich daran.

Unrhythmisch Werfen und Fangen

Wirfst und fängst du nicht in einem Rhythmus, passieren dir schnell Fehler. Du solltest also von Anfang an darauf achten, dass du die Bälle gleichmäßig bewegst. Fällt dir das schwer, zählst du am besten laut mit, wenn du einen Ball wirfst und fängst. So merkst du, wenn sich Unregelmäßigkeiten ergeben.

Bälle stoßen zusammen

Bälle stoßen zusammen

Dieser Fehler kommt häufig durch unrhythmisches Werfen und Fangen zustande. Versuche stets im gleichen Rhythmus zu jonglieren, um dies zu vermeiden. Eine weitere Möglichkeit für diesen Fehler ist, dass du die Bälle unterschiedlich hoch wirfst. Stellst du dieses Problem bei dir fest, bittest du jemand anderen um Hilfe. Immer wenn ein Ball den höchsten Punkt erreicht, gibt er ein Signal und du wirfst den nächsten Ball. So lernst du die Abstände besser einzuschätzen und bekommst ein gutes Gefühl für das Jonglieren.

Zu früh vor Publikum jonglieren

Die größte Herausforderung beim Jonglieren besteht darin, dein Können ohne Fehler vor einem Publikum zu präsentieren. Wahrscheinlich bist du beim ersten Mal sehr nervös. Eventuell zittern sogar deine Finger. Das macht die Durchführung der Jonglage schwierig. Plane lieber genug Zeit und Geduld zum Üben ein. Erst wenn du dich ganz sicher fühlst und lange genug für dich alleine jongliert hast, solltest du deine Künste publik machen. Mutest du dir zu viel zu, machst du schnell Fehler und bist von dir selbst enttäuscht.

Jonglierbälle selber machen

Hast du keine Jonglierbälle zu Hause, nutzt du andere Gegenstände oder bastelst dir deine eigenen Bälle. Das ist gar nicht schwer. Im Folgenden findest du eine Anleitung zum Jonglierbälle selber basteln.

Für drei Jonglierbälle brauchst du folgende Materialien:

  • sechs Luftballons
  • drei Handvoll Reiskörner oder Mehl
  • Frischhaltefolie
  • Schere

Anleitung:

  1. Zunächst schneidest du ein quadratisches Stück Frischhaltefolie ab, etwas 20 mal 20 Zentimeter groß.
  2. Auf die Frischhaltefolie streust du eine Handvoll Reiskörner oder Mehl. Achte darauf, dass du die Folie nicht zu voll belädst.
  3. Forme ein Säckchen aus der Folie und ihrem Inhalt und verknote es. Die Reiskörner oder das Mehl dürfen nun nicht mehr herausdringen.
  4. Schneide nun den Hals eines Luftballons ab und stülpe ihn über das Säckchen aus Folie.
  5. Schneide bei einem zweiten Luftballon den Hals ab und stülpe ihn über die offene Stelle des ersten Luftballons.
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