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Malen mit Acryl: 6 Materialien + 5 Tipps für die erste Acrylmalerei

Beim Malen mit Acryl kannst du deiner Fantasie freien Lauf lassen. Gleichzeitig fördert die kreative Tätigkeit deine Konzentration und ist ein spaßiger Zeitvertreib. Alles, was du über die Acrylmalerei wissen musst, erfährst du hier. Außerdem geben wir Tipps für die ersten Bilder und verraten, welche Materialien du wirklich benötigst.

Malen mit Acryl für Anfänger

Acrylmalerei ist nicht schwer

Acrylmalerei eignet sich perfekt für unerfahrene Künstler. Der Umgang mit den Farben ist nämlich sehr einfach und du hast vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten. Zudem kannst du auf unterschiedlichen Untergründen mit Acryl malen und alle Arten von Pinseln und Techniken ausprobieren – ob abstrakte Wandgemälde oder schöne Landschaften, alles ist möglich.

Verdünnst du die Farben stark mit Wasser, haben deine Bilder eine gewisse Ähnlichkeit mit Aquarellgemälden. Tipps für diese Technik findest du hier. Im Gegensatz zu anderen Farben sind Acrylfarben relativ günstig. Möchtest du Geld sparen, ist das Malen mit Acryl also ebenfalls zu empfehlen. Informationen zu verschiedenen Maltechniken findest du hier.

Materialauswahl für die Acrylmalerei

Acrylfarben gibt es in unterschiedlichster Qualität

Zum Malen brauchst du natürlich die passenden Materialien. Dafür kannst du ganz schön viel Geld ausgeben. Insbesondere bei den Farben gibt es große Unterschiede. Ob du Geld sparst oder gleich eine ganze Menge ausgibst, hängt von dir und deinen Vorlieben ab. Für deine ersten Versuche brauchst du auf jeden Fall keine komplette Ausstattung. Hast du ein wenig Erfahrung gesammelt und stellst fest, dass dir die Arbeit mit Acryl Spaß macht, kannst du immer noch Materialien nachkaufen. Im Folgenden erklären wir dir, was du als Anfänger brauchst.

Acrylfarben

In Bezug auf die Farben hast du die Qual der Wahl. Es gibt verschiedene Qualitätsstufen. Die teuerste Farbenart heißt "Artist color". Sie zeichnet sich durch extrem lange Haltbarkeit und höchste Qualität aus. Qualitativ weniger hochwertig ist die sogenannte "studio color". Als Anfänger bemerkst du den Unterschied zwischen den beiden Farben aber fast gar nicht. Ist eine Farbe nicht mit einer der beiden Namen gekennzeichnet, kannst du davon ausgehen, dass es sich um qualitativ minderwertige Farbe handelt. Die Farbintensität ist deutlich geringer als bei den anderen Varianten. Außerdem trocknen diese Farben schnell aus. Möchtest du mit deinen Kindern malen und Geld sparen, ist das eine günstige Möglichkeit. Tipps für einen Bastelnachmittag mit Kindern gibt es hier. Zur Gestaltung eines schönen Bildes solltest du aber mindestens in Farben mit der Bezeichnung "studio color" investieren.

In Bezug auf die Farbwahl reicht es übrigens völlig aus, wenn du dir die drei Grundfarben Gelb, Rot, Blau und zusätzlich Weiß und Schwarz kaufst. Aus diesen Farben mischst du dir alle anderen Farbtöne zusammen. Es ist eine gute Idee, sich diesbezüglich mit der Farbenlehre zu beschäftigen. So weißt du beim Malen genau, welche Farben zusammenpassen und hast die Möglichkeit, neue Kombinationen zu erschaffen.

In der Regel verbrauchst du beim abstrakten Malen mehr Farbe als beim Gestalten von Landschaften oder anderen detaillierten Bildern. Es ist also eine gute Idee, vorab zu wissen in welche Richtung es gehen soll. Entweder entscheidest du dich dann für kleine Tuben mit fester Farbe (für detaillierte Bilder) oder für größere Flaschen mit flüssiger Farbe (für großflächige, abstrakte Malerei).

Pinsel

Wähle den Pinsel passend zu deinem Projekt

Die Auswahl der passenden Pinsel kostet gegebenenfalls ganz schön viel Zeit. Es gibt nämlich ein sehr großes Angebot und viele unterschiedliche Modelle. Pinsel bestehen in der Regel aus drei Teilen, nämlich den Pinselhaaren, einer Metallzwinge, die die Haare an Ort und Stelle hält und einem Holzstiel. Für kleine, detailreiche Arbeiten sind kleine Pinsel die richtige Wahl. Zum Auftragen von Farbe in großen Mengen wählst du einen großen Pinsel.

Zum Malen mit Acryl entscheidest du dich am besten für einen Pinsel aus Kunsthaar. Möchtest du bestimmte Techniken ausprobieren, brauchst du außerdem ein Malmesser oder einen Spachtel, um die Farben auf dem Maluntergrund zu verteilen. Weißt du noch nicht genau was du malen möchtest oder bist unsicher, welcher Pinsel am besten zu deinem Projekt passt, lässt du dich in einem Fachgeschäft beraten. Beim Pinselkauf ist Geld sparen übrigens keine gute Idee. Billige Exemplare verlieren nämlich schnell viele Haare und ruinieren im schlimmsten Fall dein Bild.

Maluntergrund

Leinwände sind in der Acrylmalerei sehr beliebt

Welchen Maluntergrund du wählst, ist dir selbst überlassen. Zum Malen mit Acryl eignen sich zum Beispiel Papier, Karton, Holz oder eine Leinwand. Bedenke bei deiner Auswahl, dass Papier sehr dünn ist und sich zum Beispiel nicht auf einer Staffelei platzieren lässt. Kaufst du einen Keilrahmen, kannst du die darauf gespannte Leinwand mit Hilfe von Keilen nachträglich fester spannen.

Mischpalette

Damit du die unterschiedlichen Farben möglichst schnell und einfach zusammen mischen kannst, besorgst du dir eine Mischpalette. Darauf trägst du einzelne Farben auf, vermischst sie nach Belieben und verdünnst sie gegebenenfalls mit Wasser. Die Palette ist nicht nur zum Mischen gut geeignet, sie hält dich auch davon ab die Farben zu früh auf die Leinwand beziehungsweise einen anderen Maluntergrund zu übertragen.

Wasserbecher

Jedes Mal, wenn du die Farbe wechselst, solltest du die benutzten Pinsel ausreichend säubern. Tust du das nicht, verschmutzt deine Farbe und sieht bräunlich aus. Zur Reinigung stellst du dir einen Becher mit Leitungswasser bereit. Hast du deine Pinsel mehrmals darin gesäubert, ist das Wasser dreckig und muss ausgetauscht werden. Eine gründliche Reinigung der Pinsel ist also nicht nur nach Abschluss deines Malprojekts wichtig, sondern schon währenddessen. Achtest du darauf, vermischen deine Farben nicht und deine Pinsel bleiben dir länger erhalten.

Acrylstifte

Möchtest du nicht mit flüssigen Farben malen, greifst du auf Stifte aus Acryl zurück. Damit hast du ebenfalls die Möglichkeit auf unterschiedlichsten Oberflächen zu malen, zum Beispiel auf Glas, Stein, Stoff, Papier, Holz oder einer Leinwand. Die Farben der Stifte kannst du natürlich nicht individuell zusammen mischen. Daher musst du dir gleich eine große Auswahl an Stiften kaufen.

Tipps für die ersten Acrylbilder

Beim Malen tropft oft etwas daneben

Bei deinen ersten Malversuchen denkst du am besten gar nicht viel nach, sondern probierst dich einfach aus. Es gibt so viele Techniken und potenzielle Möglichkeiten, dass du bei zu vielen Überlegungen womöglich den Überblick verlierst. Lässt du deiner Kreativität freien Lauf, findest du mit Sicherheit bald eine Technik, die dir liegt und besonders viel Spaß macht.

Dennoch gibt es ein paar Dinge, die dir den Umgang mit Acryl erleichtern. Im Folgenden haben wir hilfreiche Tipps für dich zusammengestellt, an denen du dich bei deinen ersten Malversuchen orientieren kannst.

Trage alte Kleidung

Beim Malen konzentrierst du dich voll und ganz auf die Gestaltung deines Bildes. Mit Sicherheit geht auch mal ein bisschen Farbe daneben und landet womöglich sogar auf deinem T-Shirt oder an anderen Stellen, an denen sie nicht hingehört. Daher ist es eine gute Idee, zum Malen alte Kleidung anzuziehen. Alternativ trägst du einen Malkittel, um dein Outfit zu schützen. Wie du deine alte Kleidung mit der Batik-Technik upcyclest, erfährst du hier.

Lege deine Arbeitsfläche mit Zeitung aus

Was für deine Kleidung gilt, ist natürlich auch für die Räumlichkeiten beziehungsweise die Möbel relevant. Hin und wieder tropfen die Farben oder laufen von deiner Malunterfläche herunter. Gerade bei abstrakten Malereien passiert das immer wieder mal. Daher solltest du deine Arbeitsfläche schützen. Das gelingt zum Beispiel, indem du eine Folie über den Tisch spannst oder auf dem Boden auslegst. Alternativ eignet sich Zeitung.

Überlege dir ein Motiv

Überlege dir vorab was du mit Acryl malen möchtest

Bevor du mit dem Malen beginnst, solltest du dir überlegen was du malen möchtest. Bei einem abstrakten Bild gehst du nämlich anders vor als bei einer Landschaftszeichnung. Hast du einmal angefangen zu malen, kannst du dein Vorhaben nur schwer ändern. Überlege dir also genau, wo du wie viel Farbe aufträgst. Je nachdem, ob du detailliert malen möchtest oder nicht, brauchst du auch besonders dünne oder dicke Pinsel.

Hast du vor ein bestimmtes Motiv zu malen, ist es immer eine gute Idee dieses mit einem Bleistift vorzuzeichnen. Dann orientierst du dich bei der Gestaltung daran. Tipps zum Zeichnen lernen gibt es hier. Möchtest du dich erst einmal mit den Farben vertraut machen und nicht so detailliert malen, sind abstrakte Bilder eine gute Idee. Dabei passieren dir nicht so schnell Fehler und es macht nichts aus, wenn du ein bisschen Farbe an einer anderen Stelle aufträgst als geplant.

Beschäftige dich mit der Farbtheorie

Kenntnisse der Farbtheorie helfen dir beim Malen mit Acryl

Damit du die Farben beim Malen genauso mischst, wie du es dir wünschst, solltest du dich vorab mit der Farbtheorie auseinandersetzen. Hast du einmal verstanden, welche Farben wie entstehen, mischst du sie wie im Schlaf zusammen.

Kennst du dich noch gar nicht aus, orientierst du dich am besten an der Darstellung zur Farbtheorie des Schweizer Malers und Kunsttheoretikers Johannes Itten. Konkret handelt es sich dabei um zwölf Farbfelder, in denen Primärund Sekundärfarben abgebildet sind. An Hand dieser Darstellung erkennst du, welche Farben bis zu welchem Grad miteinander harmonieren. Grundsätzlich mischst du alle Farben aus den drei Primärfarben oder Grundfarben Gelb, Rot und Blau.

Gelb, Rot und Blau sind die einzigen Farben, die du auf jeden Fall kaufen musst. Du kannst sie nämlich nicht aus anderen Farben herstellen. Probiere dich zu Beginn einfach ein bisschen aus und mische die Primärfarben in unterschiedlichsten Kombinationen zusammen. So entwickelst du schnell ein Gefühl für das richtige Mischverhältnis einzelner Nuancen.

Durch die entsprechenden Mischverhältnisse entstehen Sekundärfarben wie Violett, Grün und Orange. Mischst du jeweils zwei benachbarte Farben des Farbkreises der Primär- und Sekundärfarben zusammen, entstehen Tertiärfarben. Möchtest du mehr über Farbpsychologie erfahren, klicke hier.

Bilder zum Nachmalen als Inspiration

Lass dich von Gemälden inspirieren

Bei der abstrakten Malerei kannst du nicht viel falsch machen. Möchtest du aber ein gegenständliches Gemälde erschaffen, fällt dir das zu Beginn womöglich schwer. Eventuell hast du auch Probleme damit ein passendes Motiv zu finden. Sollte das der Fall sein, schaust du dir Werke anderer Künstler an und lässt dich davon inspirieren. In Kunstbüchern oder im Internet wirst du diesbezüglich schnell fündig. Überlege dir vorab, ob du ein Stillleben, eine Landschaft oder ein Porträt gestalten möchtest und suche dann gezielt nach solchen Bildern.

Bist du unterwegs und dir fällt spontan ein schönes Motiv ein, hältst du das am besten in einer Skizze mit Bleistift und Papier fest. Nimm dazu immer einen Notizblock mit. So hast du die Möglichkeit, deine Ideen schnell und einfach festzuhalten. Möchtest du später mit dem Malen beginnen, nimmst du die Skizze zur Hand und orientierst dich daran.

So gelingt dir ein abstraktes Bild mit Acryl

Mit Acryl abstrakte Bilder malen

Möchtest du ein abstraktes Bild malen, darfst du nicht an einen bestimmten Gegenstand denken, sondern musst deiner Fantasie freien Lauf lassen. Male einfach drauflos und verschwende keine Gedanken daran, wie dein Gemälde am Ende aussehen wird. Fehler gibt es bei dieser Art der Malerei nicht. Wähle Farben aus, die dir gefallen und trage sie an der Stelle auf, die dir passend erscheint. Wie du die Farben mischst und wie du sie aufträgst, ist allein dir überlassen.

Hast du viele Farben aufgetragen, machst du am besten eine Pause und betrachtest dein Bild mit Abstand. So beurteilst du am besten, an welchen Stellen Farben fehlen und wie du weiter vorgehst. Zu überladen darf dein Bild übrigens nicht sein, sonst vermischen sich die Farben und verlaufen zu sehr ineinander. Es ist immer eine gute Idee einen Tag abzuwarten und das Bild am nächsten Tag noch einmal auf sich wirken zu lassen.

Acrylfarben entfernen

Ist Acrylfarbe einmal getrocknet, hast du keine Möglichkeit sie wieder in einen flüssigen Zustand zu versetzen. Möchtest du Acryfarbe entfernen, brauchst du eine spezielle Reinigungssubstanz. Dabei musst du aber vorsichtig sein, sonst beschädigst du womöglich deinen Maluntergrund. Folgende Mittel eignen sich zur Entfernung von Acrylfarbe:

Isopropanol: Ist Farbe auf deine Kleidung getropft oder hast du auf Kunststoffe oder Holz gemalt und möchtest die Farbe entfernen, eignet sich dieser Alkohol sehr gut dazu. Pass aber auf, dass die Flüssigkeit nicht in Kontakt mit deiner Haut kommt, sonst musst du mit Reizungen rechnen.

Ammoniaklösung: Vielleicht kennst du diesen Stoff auch unter der Bezeichnung Salmiakgeist. In konzentrierter Form wirkt Ammoniaklösung ätzend. Halte die Lösung also unbedingt von deinem Körper fern und versuche die Dünste nicht einzuatmen. Besonders gut eignet sich dieses Reinigungsmittel für Metall, Glas und Kunststoff. Von Alu, Holz und Messing darfst du die Farbe damit nicht entfernen.

Aceton: Diese farblose Flüssigkeit wirkt auf Metall, Glas und Holz besonders gut. Genau wie bei der Ammoniaklösung kommt es dabei zur Bildung von starken Dünsten, die du nicht einatmen solltest. Hast du auf Kunststoff gemalt, darfst du Aceton nicht als Reinigungsmittel verwenden.

Aus deiner Kleidung entfernst du die Farbe am besten mit Isopropanol und einer alten Zahnbürste. Bevor du die Lösung großzügig aufträgst, solltest du überprüfen, ob sie die Farbe deiner Kleidung angreift. Träufle dazu ein paar Tropfen auf die Innenseite des Kleidungsstückes. Besteht der Stoff den Test, trägst du die Lösung anschließend großzügig auf den Fleck auf. Lasse das Ganze mindestens eine Viertelstunde lang einweichen und bürste dann mit der Zahnbürste darüber. Übe ruhig ein wenig Druck aus, damit du die Farbe vollständig entfernst. Bekommst du den Fleck beim ersten Mal nicht ganz weg, tränkst du die Farbe erneut in die Lösung, lässt die Flüssigkeit einwirken und schabst mit der Zahnbürste darüber. Den Prozess wiederholst du so oft, bis der Fleck verschwunden ist.

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