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Telefoninterview: 6 Vorteile & 5+9 Tipps zum Vorstellungsgespräch

Das Telefoninterview ist eine praktische Alternative zum klassischen Vorstellungsgespräch, bei dem du einen ersten Eindruck von dir vermitteln und von dir überzeugen kannst. Wir klären dich über Vorteile des Telefongesprächs auf und geben Tipps zur Vorbereitung.

Ein Telefoninterview verläuft in der Regel ähnlich wie ein persönliches Vorstellungsgespräch. Möchtest du einen guten Eindruck von dir hinterlassen, solltest du dich also dementsprechend darauf vorbereiten. Was ein Telefongespräch ausmacht und welche Vorteile diese Art der Vorstellung bietet, erfährst du im Folgenden.

Wissenswertes über das Telefoninterview

Wissenswertes über das Telefoninterview

Bewirbst du dich auf eine interessante Stellenanzeige, heißt es zunächst: Abwarten und das beste Hoffen. Der Bewerbungsprozess kann langwierig sein, sowohl für dich als auch für das Unternehmen. Lädt dich der Personaler zu einem Telefoninterview ein, ist das ein sehr gutes Zeichen. Denn: Das Unternehmen zeigt Interesse an dir und möchte dich gerne näher kennenlernen. In der Regel handelt es sich bei einem Telefongespräch jedoch nur um den ersten Schritt, also um eine Art Vorstufe zum Face-to-Face-Gespräch. Überzeugst du von dir, wirst du sehr wahrscheinlich zu einem persönlichen Vorstellungsgespräch eingeladen.

Bei einem Telefoninterview hast du die Möglichkeit, dich vorzustellen und gleichzeitig einen ersten Eindruck vom Unternehmen und deinen potenziell zukünftigen Aufgaben zu erhaschen. Bereite dich deshalb gut auf das Gespräch vor und überlege dir vorab Fragen, die du dem Personaler stellen kannst. In der Regel erhältst du die Einladung per Mail. Überprüfe deshalb nach einer Bewerbung regelmäßig deinen E-Mail-Eingang, damit dir die Einladung nicht entgeht. Tipps zum Bewerbungsschreiben haben wir hier für dich.

Vorteile eines Telefoninterviews

Ein erstes Kennenlernen via Telefon bietet nicht nur für das Unternehmen, sondern auch für dich einige Vorteile. In jedem Fall ist es als Kompliment zu verstehen, denn du hast mit deiner Bewerbung positiv auf dich aufmerksam gemacht.

Spart Zeit und Geld

Ein Telefongespräch spart einiges an Ressourcen. Der Personaler muss für ein Gespräch vor Ort deutlich mehr Zeit einplanen und passende Termine beziehungsweise freie Räume bereitstellen. Vorteilig für dich ist, dass du nicht anreisen musst, du kannst also praktisch gar nicht zu spät kommen. Meist ruft auch das Unternehmen pünktlich zum Termin an – du musst lediglich rechtzeitig rangehen.

Schnelle Überprüfung vieler Bewerber

Bewerben sich dutzende Interessierte auf eine Stelle, hat das Unternehmen die Qual der Wahl. Indem sie im ersten Schritt nur Telefongespräche anbieten, können sie in kurzer Zeit viele Bewerber überprüfen und aussieben. Die Chance, die Stelle mit dem idealen Bewerber zu besetzen, erhöht sich für das Unternehmen.

Überprüfung der Soft Skills

Bei einem Telefongespräch sind die gleichen Soft Skills erforderlich wie bei einem persönlichen Gespräch. Der Personaler testet dich auf deine Kommunikationsfähigkeiten und deinen sozialen Umgang. Außerdem kann er sofort ermitteln, ob du in der Lage bist, ein professionelles Telefonat zu führen. Je nach Art der Beschäftigung kann das entscheidend sein für ein näheres Kennenlernen.

Klärung offener Fragen

Der Personaler erhält nicht nur von deinen sozialen Fähigkeiten einen ersten Eindruck, sondern kann auch direkt offene Fragen klären, etwa zum Lebenslauf, zu Fremdsprachenkenntnissen oder zu deinen Hard Skills. Auch du hast die Möglichkeit, Fragen zu stellen und zu überprüfen, ob das Unternehmen überhaupt zu dir und deinen Vorstellungen passt.

Doppeltes Kennenlernen der Bewerber

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Vorteile des Telefoninterviews: Du kannst währenddessen Notizen machen

Da es sich bei Telefoninterviews meist nur um die Vorstufe des Kennenlernens handelt, folgt bei einem erfolgreichen Gespräch die Einladung zum persönlichen Kennenlernen. Das Unternehmen kann auf diese Weise seine Top-Bewerber genauestens unter die Lupe nehmen und mehrere intensive Gespräche führen, bevor es sich für einen Bewerber entscheidet.

Hilfsmittel in Anspruch nehmen

Auch für dich als Bewerber bietet das Telefoninterview einen interessanten Vorteil: Du kannst dir Notizen machen und zurechtlegen, auf denen du beispielsweise die wichtigsten Punkte über das Unternehmen auf einen Blick hast. Praktisch ist auch, die Stellenausschreibung oder deinen Lebenslauf auszudrucken und bereitzulegen. Lies aber keinesfalls vom Zettel ab, das könnte dem Personaler auffallen.

Tipps zur Vorbereitung auf das Vorstellungsgespräch

Auch wenn das Telefoninterview in der Regel kürzer verläuft als das klassische Vorstellungsgespräch, solltest du dich genauso sorgfältig darauf vorbereiten. Die Dauer des Gesprächs kann variieren, manche Telefonate dauern nur 15 Minuten, während andere Personaler sich eine Stunde dafür Zeit nehmen. Besprecht ihr den Termin per Mail, kannst du dich nach der geplanten Dauer erkundigen.

Tipp: Nicht immer vereinbart der Personaler vorab ein Gespräch mit dir. Manche rufen spontan und ohne jede Absprache an. Darauf solltest du in der Zeit nach deiner Bewerbung vorbereitet sein und bei unbekannten Anrufern unbedingt mit deinem vollen Namen rangehen.

Bist du gerade beschäftigt, musst du dich nicht sofort auf das Gespräch einlassen. Bedanke dich für das Interesse und teile mit, dass du gerade keine Zeit für ein längeres Gespräch hast. Du kannst anschließend gerne um einen zeitnahen Termin bitten.

Informationen sammeln

Sammle zur Vorbereitung Informationen über das Unternehmen

Egal zu welcher Art von Vorstellungsgespräch du eingeladen wurdest, bei der Vorbereitung solltest du stets Informationen über das Unternehmen sammeln. Dazu gehören grundlegende Informationen über die Branche, Standorte, Mitarbeiterzahl, Produkte und über den Bereich, für den du dich bewirbst.

Informationen findest du auf der Website des Unternehmens sowie in tagesaktuellen Nachrichten. Vielleicht findest du auch Interviews mit der Geschäftsführung. Diese geben besonders viel Aufschluss über Werte und Grundvorstellungen des Unternehmens. Kennst du die Namen deiner Gesprächspartner, kannst du auch diese recherchieren, beispielsweise auf Xing- oder LinkedIn-Profilen.

Selbstpräsentation erstellen

Bei fast jedem Telefongespräch stellst du dich und deinen Lebenslauf vor. Bereite deshalb eine kurze Selbstpräsentation vor, die die wichtigsten Punkte deines Werdegangs zusammenfasst. Keinesfalls solltest du deinen Lebenslauf ausdrucken und lieblos herunterrattern. Überlege dir stattdessen, welche Tätigkeiten und Erfahrungen dich besonders geprägt haben. Am Ende erstellst du eine Überleitung, warum dich dein bisheriger Lebenslauf zu der angebotenen Stelle führt und welche Motivation du hast, bei genau diesem Unternehmen anzufangen.

Du kannst dir hierfür gerne Notizen machen und beispielsweise deinen Lebenslauf und die Stellenausschreibung ausdrucken und vor dich legen. Verzichte allerdings darauf, deine Notizen einfach abzulesen – das könnte dem Personaler auffallen und ein schlechtes Licht auf dich werfen. Was du außerdem bei der Selbstpräsentation beachten solltest, erklären wir dir in diesem Beitrag.

Auf typische Fragen vorbereiten

Natürlich kannst du dich nicht zuverlässig auf Fragen des Unternehmens vorbereiten, denn du weißt schließlich nicht, was dich erwartet. Dennoch gibt es die ein oder andere Standard-Frage, die immer mal wieder von Personalern gestellt wird. Überlege dir originelle Antworten etwa zu deinen Stärken und Schwächen. Zu den Klassikern zählen auch Fragen zu deiner Motivation oder deinem Lebenslauf. Welche typischen Fragen es noch gibt, erfährst du im Folgenden.

Typische Fragen und passende Antworten

1. "Erzählen Sie ein wenig über sich selbst"

Diese Frage ist das Zeichen dafür, dass du nun von dir selbst erzählen kannst. Nun hast du die Möglichkeit, dich selbst zu präsentieren und die wichtigsten Tätigkeiten und Erfahrungen aus deinem Lebenslauf zu erläutern. Erkläre auch, welche Motivation dich antreibt und warum du unbedingt bei diesem Unternehmen arbeiten möchtest.

2. "Was sind Ihre Stärken und Schwächen?"

Der Klassiker unter den Vorstellungsgespräch-Fragen ist die der Stärken und Schwächen. Das Unternehmen möchte deine eigene Einschätzung hören und gleichzeitig wissen, wie du mit Fragen nach negativen Aspekten umgehst. Du solltest nicht zu sehr protzen oder dich selbst beweihräuchern, gleichzeitig aber selbstbewusst auftreten und dir deiner Stärken und Schwächen bewusst sein. Bei den Schwächen kannst du gerne erklären, dass du gerade daran arbeitest und am besten ein Beispiel nennen, wie dir das gelingt. Do’s und Don’ts zur Frage nach Stärken und Schwächen haben wir hier zusammengestellt.

3. "Warum haben Sie sich auf diese Stelle beworben?"

Mit dieser typischen Frage möchte der Personaler wissen, wie sorgfältig du die Stellenausschreibung gelesen und verstanden hast und ob du dich in der Vorbereitung mit dem Unternehmen auseinandergesetzt hast. An dieser Stelle kannst du auch anbringen, welche Erfahrungen du bereits sammeln konntest und inwiefern sie für das Unternehmen eine Bereicherung darstellen könnten.

Telefonverbindung prüfen

Überprüfe die Telefonverbindung

Damit bei dem Telefongespräch nicht plötzlich die Technik versagt, solltest du vorher unbedingt die Telefonverbindung prüfen. Telefonierst du mit dem Handy, sollte der Akku ausreichend geladen sein. Deshalb ist es in der Regel besser, wenn du mit dem Festnetz-Telefon telefonierst.

Hintergrundgeräusche vermeiden

Während des Telefongesprächs sollten keine Hintergrundgeräusche die Unterhaltung stören. Schalte dazu unbedingt Geräte wie Radio, Fernseher oder Musikboxen aus. Am besten sollten auch keine anderen Menschen im Raum sein. Suche dir also schon vor dem Gespräch einen Ort, an dem du ungestört telefonieren kannst.

Befindet sich unglücklicherweise genau zu dem Zeitpunkt des Gesprächs eine Baustelle nebenan, kannst du vorher Bekannte oder Freunde fragen, ob du für maximal eine Stunde ungestört bei ihnen telefonieren darfst.

Tipps zum Telefongespräch

Damit du einen guten ersten Eindruck beim Vorstellungsgespräch via Telefon vermittelst, haben wir einige praktische Tipps für dich zusammengestellt.

Angenehm und höflich auftreten

Bleib freundlich und höflich beim Vorstellungsgespräch

Auch wenn er dir nicht gegenübersitzt, kann sich der Personaler beim Telefoninterview einen ersten Eindruck von deinen Soft Skills machen. Er prüft unter anderem deine Kommunikationsfähigkeit. Versuche deshalb den Personaler von Anfang an emotional abzuholen, indem du dir seinen Namen merkst (wenn du ihn nicht vorher schon gewusst hast) und ihn ab und zu mit Namen ansprichst. Spätestens zur Verabschiedung solltest du dich noch einmal ausdrücklich bei ihm bedanken und ihn dabei mit Namen ansprechen. Das baut eine gewisse Nähe und Verbundenheit auf.

Höre außerdem aufmerksam zu und lass deinen Gesprächspartner ausreden. Sein Gegenüber beim Sprechen zu unterbrechen, ist nicht nur unhöflich, sondern zeigt auch, dass du nicht wirklich zuhören kannst.

Deutlich sprechen

Beim Telefongespräch fehlen Mimik und Gestik, was eine reibungslose Kommunikation erschweren kann. Achte deshalb darauf, möglichst klar und deutlich zu sprechen. Damit vermittelst du Selbstbewusstsein und stellst deine Kommunikationsfähigkeit unter Beweis. Am besten gelingt dir eine klare Aussprache, indem du aufrecht stehst. Das heißt: Bauch leicht einziehen und anspannen, Brust etwas raus und die Schultern leicht nach hinten und unten ziehen. Allein durch die Haltung suggeriert dir dein Körper mehr Selbstbewusstsein, was sich auch in deiner Stimme und deinem Auftreten widerspiegeln kann.

Getränk hinstellen

Bei Nervosität leiden viele Menschen unter einem trockenen Mund oder Hals. Stelle dir für den Fall der Fälle ein Glas Wasser bereit, um Trockenheit im Rachen zu vermeiden. Am besten wählst du ein Getränk, dass dich nicht aufstoßen lässt.

Gesprächspausen zulassen

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Lass Gesprächspausen zu

Beim Telefonat weißt du während einer Gesprächspause nicht, was dein Gesprächspartner gerade macht. Das kann unangenehm sein, sollte dich jedoch nicht aus der Ruhe bringen. Versuche also nicht jede Pause mit Smalltalk zu füllen, sondern nimm dir die Zeit um deine Gedanken zu sortieren und einen Moment innezuhalten. Vielleicht schaut der Personaler gerade über deinen Lebenslauf oder überlegt sich eine Frage. Nutze die Zeit, um kurz durchzuatmen.

Fragen zum Gehalt vermeiden

Ein Telefoninterview stellt in der Regel nur die Vorstufe zum persönlichen Kennenlernen dar. Hast du von dir überzeugt, wirst du also noch einmal persönlich eingeladen. Fragen zu Gehalt, Urlaub oder Arbeitszeiten sind deshalb im Telefongespräch nicht angebracht. Hebe sie dir für das persönliche  Vorstellungsgespräch auf.

Eigene Fragen überlegen

Die letzten paar Minuten eines Vorstellungsgespräch dienen der Klärung offener Fragen. In der Regel fragt dich der Personaler, ob du noch etwas bestimmtes wissen möchtest. Dies solltest du nicht verneinen. Überlege dir deshalb schon im Vorhinein Fragen zum Unternehmen oder zu der angebotenen Stelle oder deinen potenziellen Aufgaben. Das zeigt, dass du Interesse an dem Unternehmen und dich auch vorher schon mit ihm auseinandergesetzt hast.

Notizen anfertigen

Fertige Notizen während des Gesprächs an

Praktisch am Telefoninterview ist, dass du währenddessen Notizen machen kannst. Etwa zu aufkommenden Fragen, die du zum Schluss stellen kannst oder zu schwierigen Fragen, die du nicht beantworten konntest. Mach jedoch keine Notizen, wenn du währenddessen nicht zuhören kannst. Schließlich weiß der Personaler nicht, was du in der Zwischenzeit tust und könnte dein Verhalten als Abwesenheit und Desinteresse interpretieren.

Nachfragen stellen

Das Rauschen der Leitung oder das Nuscheln des Gesprächspartners kann dazu führen, dass du nicht jedes Wort verstehst. Scheu dich nicht, Nachfragen zu stellen, wenn du etwas akustisch nicht ganz verstanden hast. Bleib dabei freundlich und vermeide Laute wie "Hm?". Formuliere die Nachfrage lieber wie folgt: "Entschuldigung, ich habe Sie akustisch nicht verstanden. Könnten Sie das bitte wiederholen?"

Abwarten und geduldig sein

Hast du das Telefoninterview hinter dir, heißt es nun: Abwarten. In der Regel sagt der Personaler von sich aus, wie viel Zeit die Entscheidung voraussichtlich in Anspruch nehmen wird. Tut er das nicht, kannst du ruhig nachfragen. Verzichte allerdings darauf, jeden Tag nach dem Gespräch um eine Antwort zu bitten. Das setzt das Unternehmen unter Druck und zeugt von hoher Ungeduld. Hier haben wir Tipps und Übungen für dich, wie du Geduld lernen kannst.

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