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Mitarbeitergespräch: 8+2 Tipps für Angestellte & 6 häufige Fehler

In einem Mitarbeitergespräch vereinbaren Chef und Angestellter neue Ziele, sprechen über erbrachte Leistungen und klären offene Fragen. Als Angestellter ist es wichtig, dass du dich vorab intensiv auf das Gespräch vorbereitest. Wie das funktioniert und welche Fehler du vermeiden solltest, erfährst du hier.

In der Regel kommen Chef und Angestellter mindestes einmal im Jahr zu einem Mitarbeitergespräch zusammen. Es kann auch mal zu spontanen Gesprächen zwischen beiden Instanzen kommen. Mitarbeitergespräche dienen dazu, konkrete Probleme aus dem Weg zu schaffen, aber auch in die Zukunft zu planen. In der Regel erteilt der Chef außerdem Feedback zur bereits geleisteten Arbeit. Im Folgenden erfährst du, wie du dich am besten auf ein bevorstehendes Gespräch vorbereitest und welche Fehler du vermeiden solltest.

So bereitest du dich auf ein Personalgespräch vor

So bereitest du dich auf das Gespräch vor

Wie du kommunizierst, ist ausschlaggebend für ein Mitarbeitergespräch. Hast du verschiedene Wünsche oder ein bestimmtes Ziel vor Augen, bereitest du überzeugende Argumente vor. Möchtest du nach einer Gehaltserhöhung fragen, erkundigst du dich vorab nach den aktuellen Gehältern in deiner Branche und auf deiner Position.

Lege klare Ziele fest

Hast du bestimmte Ziele, die du im Gespräch erreichen möchtest, musst du diese vorab genau definieren. Nur wenn du selber weißt, was du willst, hast du die Möglichkeit, deinen Chef zu überzeugen. Denke also vorab über unterschiedliche Punkte nach und überlege, welche Änderungen du dir wünschst. Folgende Punkte lässt du dir vor dem Gespräch durch den Kopf gehen:

Zusammenarbeit: Funktioniert die Zusammenarbeit zwischen dir, deinem Chef und den Kollegen? Falls es Probleme gibt, solltest du die Ursachen identifizieren und dir mögliche Lösungsvorschläge überlegen. Fehlende oder falsche Kommunikation führt zum Beispiel immer wieder dazu, dass Konflikte über einen längeren Zeitraum hinweg Bestand haben.

Persönliche Entwicklung: Fühlst du dich mit deinen Aufgaben wohl oder gibt es Momente, in denen du gelangweilt und unterfordert bist? Ist das der Fall, solltest du über eine Weiterbildung oder eine Fortbildung nachdenken. Dabei stehst du vor neuen Herausforderungen und wirst gezielt gefördert. Auch ein Fernstudium neben der Arbeit ist für viele Arbeitnehmer attraktiv. Argumente, mit denen du deinen Chef überzeugst, findest du hier. 

Arbeitssituation: Du solltest dich an deinem Arbeitsplatz wohlfühlen, schließlich verbringst du dort einen Großteil deiner Lebenszeit. Fehlt es deinem Arbeitsplatz an etwas oder bist du generell mit der Ausstattung des Büros nicht zufrieden, sprichst du das so bald wie möglich an. Eventuell ist deinem Chef das Problem nicht bewusst und er schafft es schnell aus der Welt.

Rufe dir das letzte Feedbackgespräch ins Gedächtnis

Bist du schon länger bei der Firma angestellt, hast du mit Sicherheit das ein oder andere Gespräch mit deinem Vorgesetzten geführt. Das kann von Vorteil sein. Gibt es ein Protokoll des letzten Mitarbeitergesprächs, ist es eine gute Idee, dieses vorab zu lesen. So erinnerst du dich an mögliche Unstimmigkeiten mit deinem Chef oder an Ziele, die du nicht erreichen konntest. Bist du rechtzeitig dran, hast du die Möglichkeit, dir überzeugende Argumente zu überlegen, mit denen du deinen Chef dieses Mal umstimmst.

So verhältst du dich während des Gesprächs

So verhältst du dich während des Gesprächs

Hast du dich gründlich auf das Gespräch vorbereitet, steht einer erfolgreichen Unterhaltung im Grunde nichts im Wege. Es gibt aber ein paar Aspekte, die du gewinnbringend einsetzen kannst. Versuche folgende Punkte im Gespräch zu beachten, dann erreichst du mit Sicherheit mehr, als du denkst.

Interesse zeigen

Du solltest nicht nur Interesse an den Worten deines Chefs zeigen, sondern an deiner Arbeit und dem Unternehmen im Allgemeinen. Erkläre im Mitarbeitergespräch, welche Aufgaben dir besonders viel Spaß machen und wo du dich eventuell gerne weiterbilden würdest. Das Interesse kommt dir mit Sicherheit beim Aushandeln eines begleitenden Studiengangs oder einer Weiterbildung zugute. Versuche möglichst überzeugend darzustellen, inwiefern sich deine Interessen für die Weiterentwicklung des Unternehmens auszahlen.

Aufmerksam sein

Es ist äußerst wichtig, dass du während des Gesprächs aufmerksam bist. Lass dich von nichts und niemandem ablenken. Dein Handy schaltest du aus oder lässt es an deinem Arbeitsplatz zurück. Du kannst nur angemessen auf die Aussagen deines Chefs reagieren, wenn du ihm aufmerksam zugehört hast. So weißt du genau was Sache ist und hast eine Möglichkeit, die Argumente nachzuvollziehen. Widmest du dem Gespräch deine volle Aufmerksamkeit, fällt es dir im Anschluss nicht schwer, angemessen darauf zu reagieren.

Auf die Körperhaltung achten

Ein Lächeln macht dich sympathisch

Deine Körperhaltung sagt eine Menge über dich und dein Selbstbewusstsein aus. Sitzt du zusammengesunken auf dem Stuhl, spürt dein Vorgesetzter, dass du eingeschüchtert bist und womöglich sogar Angst hast. Achte aus diesem Grund darauf, eine möglichst aufrechte und lockere Haltung einzunehmen. Halte deine Schultern gerade und das Kinn nach vorne gerichtet. Ein Lächeln lockert die Situation zusätzlich auf und verleiht dir Sympathiepunkte. Do’s und Dont’s für ein sympathisches Auftreten gibt es hier.

Eigene Meinung begründen

Bist du anderer Meinung als dein Chef, musst du diese Ansicht unbedingt ausreichend begründen. Lieferst du überzeugende Argumente, stimmen diese dein Gegenüber womöglich um. Hast du dir vorab verschiedene Punkte überlegt, die du gerne ansprechen möchtest, hältst du diese auf einer Liste fest. Nimm deine Notizen mit in die Gesprächssituation und orientiere dich daran. Widerlegt dein Chef deine Ansichten mit nachvollziehbaren Argumenten, musst du aber auch in der Lage sein, diese zu akzeptieren.

Stärken in den Vordergrund stellen

Während des Personalgesprächs bietet sich mit Sicherheit die Gelegenheit dazu, deinem Chef zu zeigen, wie wichtig du für das Unternehmen bist. Bescheidenheit brauchst du hier nicht zu pflegen. Stelle lieber an Hand von konkreten Beispielen dar, was du während deiner Zeit als Angestellter geleistet hast und welche Pläne du für die Zukunft hast.

An diesem Punkt bietet es sich auch an, Loyalität zu beweisen. Verdeutliche deinem Vorgesetzten, inwiefern du dich voll und ganz für das Unternehmen einsetzt und hinter den gesteckten Zielen stehst. Machst du deine Loyalität im Mitarbeitergespräch öffentlich, wirkt sich das häufig positiv auf den weiteren Verlauf aus. Erkennt dein Chef, dass du motiviert bist und ein Gewinn für das Unternehmen darstellst, überzeugst du ihn leichter von deinen Wünsche und Träumen.

Überblick behalten

In einem Mitarbeitergespräch kommt es immer wieder vor, dass dir dein Chef neue Aufgaben zuteilt oder dir mehr Verantwortung überträgt. Nimm diese Herausforderungen nur an, wenn du ihnen wirklich gewachsen bist. Sag in keinem Fall aus Angst zu oder ab. Überlege dir rational, ob du weitere Aufgaben in deinen Arbeitsalltag aufnehmen kannst.

Lass dich nicht davon einschüchtern, dass du in einem Gebiet noch nicht viel Erfahrung hast. Womöglich bietet sich die Chance, neue Dinge zu lernen. So hast du die Möglichkeit, dich im Rahmen deiner Arbeitszeit persönlich weiterzuentwickeln.

Bedenkzeit einfordern

Bedenkzeit einfordern

Macht dir dein Chef ein Angebot, über das du erst einmal nachdenken möchtest, ist es dein gutes Recht, Bedenkzeit einzufordern. Lass dich zu nichts überreden und triff keine überstürzten Entscheidungen.

Frage deinen Chef lieber nach einem weiteren Gespräch, indem du ihm deinen Entschluss nach reiflicher Überlegung mitteilst. Zu lange darfst du allerdings auch nicht überlegen, sonst zieht dein Vorgesetzter das Angebot womöglich wieder zurück. Du brauchst auch kein schlechtes Gewissen zu haben, wenn du das Angebot nach reiflichem Überlegen ablehnst.

Verbesserungsvorschläge machen

Egal ob dein Chef etwas an deiner Arbeitsweise kritisiert oder nicht, jeder Vorgesetzte freut sich, wenn Angestellte ihre Performance verbessern wollen. Hast du eine Idee, wie du deine Arbeitsleistung steigern kannst, solltest du deinen Chef das wissen lassen. Insbesondere wenn du gerade kritisiert wurdest, zeugt dieses Verhalten von besonderer Motivation.

Das solltest du beim Mitarbeitergespräch vermeiden

Das solltest du beim Mitarbeitergespräch vermeiden

Du kannst dich noch so gut auf das Gespräch mit deinem Chef vorbereiten, Fehler passieren immer wieder. Wichtig ist, dass du souverän damit umgehst und dich nicht davon verunsichern lässt. Es gibt ein paar Dinge, die du während eines Mitarbeitergesprächs unbedingt vermeiden solltest. Folgende Punkte gehören dazu.

Chef unterbrechen

Egal wie sehr du dich über eine Aussage deines Chefs ärgerst, es ist keine gute Idee, ihn zu unterbrechen. Selbst wenn eine Darstellung fehlerhaft ist, wartest du besser ab, bis dein Chef seinen Gesprächsanteil beendet hat. Reagiere im Anschluss sofort auf seine Aussage und berichtige sie gegebenenfalls.

Emotionen freien Lauf lassen

Je nachdem welche Punkte angesprochen werden, geht es im Gespräch auch mal drunter und drüber. Vielleicht bist du frustriert, weil deine Position missverstanden wird oder du keine Gelegenheit bekommst, deine Ideen zu erklären. Deinen Ärger und deine Angst lässt du dennoch nicht an deinem Vorgesetzten aus, sondern bittest im Nachhinein Freunde um Unterstützung.

Versuche während des Gesprächs so sachlich wie möglich zu bleiben. Egal wie sehr du dich aufregen könntest, es gilt Ruhe zu bewahren. Emotionen haben bei einem Mitarbeitergespräch nichts verloren.

Empfindlich auf Kritik reagieren

Steht ein Mitarbeitergespräch bevor, musst du dich darauf einstellen, dass dein Chef eventuell Teile deiner Leistung kritisiert. Ist das der Fall, darfst du nicht wütend werden oder auf andere Art und Weise unangebracht reagieren. Sieh die Kritik als Chance, deine Performance in der Firma in Zukunft zu verbessern. In jedem Fall sollte dein Chef respektvoll kritisieren und eventuelle Nachfragen ohne Zögern beantworten. Wie du am besten mit Kritik umgehst, erfährst du hier.

Kritisierst du deinen Chef, musst du dir vorab genaue Argumente zurechtlegen. Behalte dabei im Hinterkopf, dass deine Kritik möglicherweise ungerechtfertigt ist. Stelle darum immer Fragen, um auch die Position deines Chefs zu erfahren und sein Handeln nachvollziehen zu können. Vielleicht bekommst du so eine andere Sichtweise auf sein Verhalten. In keinem Fall darfst du deine Meinung anklagend oder allzu forsch vermitteln.

Kritik ignorieren

Kritik ignorieren ist ein großer Fehler

Auf Kritik empfindlich zu reagieren ist keine gute Idee. Ebenfalls wenig produktiv ist es, Kritik zu ignorieren oder mit abfälligen Gesten darauf zu reagieren. So hast du keine Gelegenheit dich zu verbessern und wirst beim nächsten Gespräch womöglich noch einmal kritisiert. Versuche also jeden Kritikpunkt ernst zu nehmen und mache dir Gedanken darüber, wie du deine eigene Leistung verbesserst.

Womöglich fällt es dir schwer, Fehler einzugestehen. Versuche als stets an dir zu arbeiten und deine Fähigkeiten diesbezüglich zu verbessern. Gehst du gar nicht auf die geäußerte Kritik ein, sieht dich dein Chef als unbelehrbarensturen oder gar überheblichen Mitarbeiter. Im schlimmsten Fall entzieht er dir wichtige Aufgaben und sieht davon ab, bei wichtigen Entscheidungen nach deiner Meinung zu fragen. Damit dir viele Möglichkeiten offenstehen, solltest du Kritik also in keinem Fall ignorieren.

Allem einfach zustimmen

Bist du mit einem Argument deines Chefs nicht einverstanden, ist es völlig legitim, Bedenken zu äußern. Im Gespräch hast du meistens nicht viel Zeit über einen Punkt nachzudenken. Bist du dir bei einer bestimmten Sache unsicher, ist es eine gute Idee nach einem weiteren Gespräch zu fragen. In der Zwischenzeit überlegst du dir passende Argument. In keinem Fall darfst du jeder Aussage zustimmen, auch wenn du anderer Meinung bist. Das macht dich auf Dauer unglücklich und wirkt sich womöglich negativ auf dein Arbeitsverhalten aus.

Bist du niemals anderer Meinung, hält dich dein Chef womöglich sogar für schwach. Traue dir also zu, deine Komfortzone zu verlassen und deine Meinung zu äußern. Natürlich solltest du immer konstruktiv reagieren. Rechtfertigungen, Entschuldigungen und Vorwürfe sparst du dir besser. Scheust du nicht davor zurück, deine Meinung zu äußern und dein Handeln zu begründen, wirst du von deinem Vorgesetzten respektiert und geachtet.

Nicht nachfragen

Hast du ein Argument deines Chefs nicht verstanden oder kannst es absolut nicht nachvollziehen, musst du unbedingt nachfragen. Schließlich ist es dir nur möglich deine eigene Performance anzupassen, wenn du weißt, was du falsch gemacht hast. Schäme dich nicht für deine Fragen, sondern stelle sie offen heraus. In den meistens Fälle erkundigt sich der Vorgesetzte zum Abschluss des Gesprächs, ob der Angestellte weitere Fragen hat. Aber auch während des Gesprächs ist es möglich, Fragen zu stellen. Die meisten Missverständnisse lassen sich im direkten Austausch am besten aus dem Weg schaffen.

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