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Expertise: 8 Kriterien & 5 Tipps für mehr Fachwissen (+ Beispiele)

Mit Expertise ist das Fachwissen einer Person zu einem speziellen Thema gemeint. Welche Kriterien dabei erfüllt werden müssen und welche Tipps es dazu gibt, erklären wir dir in diesem Artikel.

Wenn dir Expertise über ein bestimmtes Fach zugeschrieben wird, kann sich das positiv auf deine berufliche Karriere auswirken. Es reicht jedoch nicht aus, selbst zu behaupten, man sei Expertin oder Experte.

Definition: Die Bedeutung von Expertise

Definition: Das bedeutet Expertise

Bei der Expertise handelt es sich um die Fähigkeiten, Eigenschaften oder das Wissen einer Person über ein bestimmtes Gebiet. Eine weitere Definition lautet, dass eine Expertise das schriftliche Gutachten einer Fachfrau oder eines Fachmannes ist.

Die Bedeutung des Wortes kann daher für zweierlei Dinge stehen. Dabei verwendet man den Begriff vor allem in der Wirtschaft, in der Politik, im Recht sowie im Kunsthandel.

Bei Letzterem steht die Expertise zum Beispiel für das Wissen, das sich eine Person über bestimmte Kunstwerke angeeignet hat.

Der Begriff entstand im 19. Jahrhundert und ist an das französische Wort "expertise" angelehnt. Das Wort kann mit "Gutachten durch Sachverständige" oder "Untersuchung" übersetzt werden.

Ursprünglich kommt der Begriff der Expertise jedoch aus dem Lateinischen. Ein kundiger und erfahrener Mensch war ein sogenannter "expertus". Sein Wissen galt als bewährt und erprobt.

Hier findest du einige Beispielsätze zum Begriff der Expertise:

  • Nur ein Sachverständiger ist dazu fähig, eine Expertise zu erstellen.
  • Nach dem jahrelangen Studium besitzt sie die nötige Expertise, um die Aufgabe zu lösen.
  • Jemand muss eine Expertise anfertigen lassen.
  • Der Richter bezweifelte die Korrektheit der Expertise.
  • Bei dem aktuellen politischen Geschehen ist seine Expertise gefragt.

Tipp: Hier findest du noch mehr Bedeutungen und Beispiele für Expertise.

Synonyme für Expertise
Die folgenden Begriffe kannst du als Synonyme für Expertise verwenden:

  • Bewertung
  • Einschätzung
  • Beurteilung
  • Begutachtung, Gutachten
  • Urkunde
  • Expertenwissen
  • Stellungnahme
  • Kritik
  • Zeugnis
  • Urteil

Wichtig: Im Internet ist es recht einfach, sich Expertin oder Experte zu nennen. Ob eine Person wirklich über die gefragte Expertise verfügt, lässt sich durch gezielte Fragen herausfinden.

Welche Kriterien für Expertise erfüllt sein müssen

Welche Kriterien für Expertise erfüllt sein müssen

Bei den folgenden Kriterien kannst du erkennen, wann von Expertise gesprochen werden kann.

So findest du ganz einfach heraus, ob es sich um eine wahre Expertin beziehungsweise einen wahren Experten handelt oder ob die Person nur mit ihrem Halbwissen prahlt.

Expertise versus Wissen

Mit Expertise ist ein theoretisches Fachwissen oder auch das praktische Anwendungswissen gemeint. In den meisten Fällen hat eine Person dann jahrelange Erfahrungen auf dem Gebiet gesammelt.

So werden beispielsweise bei politischen Ereignissen Expertinnen und Experten zu Rate gezogen, um die Situation genauer zu erläutern. Dabei verlässt man sich auf das Wissen dieser Person, da es immer nachvollziehbar und glaubhaft ist.

Bei Wissen handelt es sich lediglich um theoretisches Wissen oder umgangssprachlich auch Know-how.

Drei Kompetenzen für Expertise

Du benötigst darüber hinaus drei Kompetenzen, um als Expertin oder Experte auf einem Gebiet zu gelten:

  • Fachwissen: Darunter versteht man ein tiefes und inhaltliches Know-how in dem eigenen Fachgebiet
  • Anwendungswissen: Bei dieser Kompetenz handelt es sich um die Fähigkeit, deine erworbenen Erfahrungen auch in der Praxis und auf andere Ereignisse anwenden zu können.
  • Effizienz: Wenn du effizient bist, besitzt du das Vermögen, mit wenig Aufwand vergleichsweise viele Aufgaben erledigen zu können.

Vielleicht kennst du es noch von Referaten aus dem Schulunterricht, der Ausbildung oder der Hochschule. Für ein Referat bereitest du dich bestmöglich vor und hältst am Ende einen Vortrag über das Thema, über das du dich informiert hast.

Jedoch kannst du nicht von Expertise sprechen, wenn du dich lediglich über die wichtigsten Punkte einer Thematik informiert hast. Du verfügst erst über Expertise, wenn du auch ins Detail gehen und jede spezifische Frage in Bezug auf das Thema beantworten kannst.

An diesem Beispiel kannst du feststellen, was der Unterschied zwischen tiefer Expertise und angelerntem Wissen ohne tieferes Verständnis ist.

Fachliche Expertise

Fachliche Expertise

Wenn du zum Beispiel Maschinenbau im Bachelor und Master studierst, dich im Master noch weiter spezialisierst und genau in diesem Bereich einen Job findest, verfügst du über fachliche Expertise.

Genauer gesagt hast du über die Ausbildungsjahre hinweg ein spezifisches Know-how in deinem Fachbereich erworben. Ebenso kannst du dir durch schulische Ausbildungen oder das Lesen von wissenschaftlichen Aufsätzen und Fachbeiträgen eine bestimmte Expertise aneignen.

Möchtest du in der Forschung tätig werden, kannst du die Expertise auch über deine Abschlussarbeit erwerben. Hierzu zählen vor allem Masterarbeiten oder die Dissertation.

Die berufliche Expertise

Wenn eine Person bereits jahrelang praktische Erfahrungen in einem bestimmten Beruf erlangt hat und nun eine Expertin oder ein Experte auf dem Gebiet ist, spricht man von beruflicher Expertise.

Diese berufliche Expertise erlangst du beispielsweise durch eine Spezialisierung in deinem Beruf. Bereits in vielen Studiengängen hast du die Möglichkeit, dich in eine bestimmte Richtung zu spezialisieren.

Expertise ist keine Selbstbezeichnung

Expertise ist keine Selbstbezeichnung

Um als Expertin oder Experte auf einem bestimmten Gebiet zu gelten, muss dir die Expertise zugeschrieben werden.

Eine Person, die auf ihre Kompetenz und ihr Fachwissen hinweisen muss, besitzt keine echte Expertise. Allerdings ist dies ein Hinweis auf das Experten-Syndrom.

Dabei handelt es sich um Personen, die zu jedem Thema und überall ihr Halbwissen und ihre angeblich fachliche Meinung ausdrücken. Auf privaten Feiern mag das zwar funktionieren, im beruflichen Umfeld ist das jedoch nachteilig.

Expertise benötigt starke Argumente

Wenn du herausfinden willst, ob es sich bei deinem Gegenüber um eine Expertin oder einen Experten handelt, kannst du auf ihre oder seine Argumentation achten.

Expertise bedeutet in diesem Kontext, dass man seine Aussagen plausibel untermauern kann. Neben der Lautstärke und geübter Rhetorik zählen hier vor allem nachvollziehbare und sachliche Argumente.

Wichtig sind hierbei ebenso logische Erklärungen und nicht nur unverständliches Fachvokabular. Die Behauptungen werden außerdem durch Fakten, Beispiele, Daten und Zahlen belastet.

Bestätigung durch eine zweite Person

Bestätigung durch eine zweite Person

Es ist unwahrscheinlich, dass es für jedes Gebiet nur eine Expertin oder einen Experten gibt. Bittest du demnach jemanden um ihre oder seine Expertise, solltest du die Aussagen mit denen einer zweiten Person vergleichen.

Ein simples Beispiel dafür lässt sich im handwerklichen Bereich finden. Wenn deine Toilette nicht mehr funktioniert und du sie selbst nicht reparieren kannst, bestellst du dir eine Person vom Fach.

In diesem Fall vereinbarst du einen Termin mit einem handwerklichen Unternehmen und dieses schickt seine Expertin oder seinen Experten zu dir. Nachdem die Person deine Toilette überprüft hat, wird sie dir ein preisliches Angebot machen.

Dabei ist es wichtig, sich auch eine zweite Meinung einzuholen und einen Gegencheck zu machen. Es kann passieren, dass die zweite Person dir einen niedrigeren Preis bietet, dafür jedoch effizienter in der Reparatur ist.

Eventuell verfügst du selbst über genügend Hintergrundwissen, um die Aussagen der Person einschätzen zu können.

Sieh dir auch Rezensionen zu dem Unternehmen oder speziell zu der Person an. Die Reichweite sowie das Renommee einer Expertin oder eines Experten und die jeweiligen Aussagen können entscheidend sein.

Ein weiterer Faktor, um der Expertise einer Person vertrauen zu können, ist die Anerkennung weiterer Fachleute für das Wissen dieser Person.

Bemühung um Neutralität

Bemühung um Neutralität

Eine echte Expertin beziehungsweise einen echten Experten erkennst du daran, dass sie oder er sich um Neutralität bei den eigenen Aussagen bemüht.

Manchmal kommt es nämlich vor, dass die Wissenschaft von möglichen Ideologien beeinflusst wird und nicht neutral ist. Daher ist es wichtig, dass der Lösungsweg einer Expertin oder eines Experten neutral ist und zu einem eindeutigen Ergebnis führt.

Erfolg durch Expertise

Je erfolgreicher eine Person durch ihre Expertise ist, desto stärker ist ihre Glaubwürdigkeit. 

Wichtig sind dafür nicht nur die Aussagen einer Person, sondern auch, ob sie zitiert wird, häufig in Expertenrunden auftritt oder eventuell auch Bücher herausgebracht hat. 

Ebenso sprechen Urkunden und Zertifikate für die Expertise dieser Person. Insbesondere, wenn eine Expertin beziehungsweise ein Experte mit ihren oder seinen Einschätzungen richtig liegt, ist dies ein Beweis für das umfassende Wissen. 

Wie du außerdem mehr Erfolg haben kannst, verraten dir diese Tipps.

Tipps für mehr Fachwissen

Tipps für mehr Fachwissen

Wichtig für die Expertise sind in aller Regel Interesse und Verständnis für das Gebiet, auf das du dich spezialisieren willst.

Im Folgenden haben wir noch einige Tipps in Bezug auf Expertise für dich zusammengestellt.

Expertise im Lebenslauf

In manchen Stellenausschreibungen bist du vielleicht schon einmal über den Begriff der Expertise gestolpert.

Damit ist deine Berufserfahrung im Lebenslauf gemeint. Also deine beruflichen Erfahrungen, Kompetenzen und Qualifikationen, die du in deinem bisherigen Werdegang erworben hast.

Mit Hilfe dieser Erfahrungen wollen Personalerinnen und Personaler herausfinden, ob du für den angestrebten Job geeignet bist. Je mehr Erfahrungen du demnach in deiner Laufbahn erworben hast, desto höher ist deine Expertise.

Weite dein Wissen aus

Weite dein Wissen aus

Um deine Expertise zu wahren, solltest du regelmäßig Fachzeitschriften und Aufsätze zu deinem Gebiet lesen und dein Wissen darüber erweitern.

Ebenso kann es helfen, wenn du Seminare, Fortbildungen und Tagungen besuchst. Dort kannst du von anderen Expertinnen und Experten lernen und so deine Fähigkeiten auf deinem Gebiet ausbauen.

Auch der Austausch mit anderen Spezialistinnen und Spezialisten führt dazu, dass sich dein Fachwissen stetig verbessert. Dazu musst du jedoch genügend Motivation, Lernbereitschaft und Eigeninitiative beweisen.

Du bleibst insofern nur Expertin oder Experte auf deinem Gebiet, wenn du dein Wissen auf dem neuesten Stand hältst. Nur die eigene Berufserfahrung reicht über einen längeren Zeitraum hinaus nicht aus.

Persönliche Vorteile durch Expertise

Persönliche Vorteile durch Expertise

Wenn du in einem bestimmten Bereich Expertise besitzt, erhöht sich automatisch dein Marktwert in der Wirtschaft.

Expertinnen und Experten werden eher eingestellt und befördert. Dadurch steigen nicht nur dein Einkommen und Gehalt, sondern auch deine Chancen auf die Zusage deines Wunscharbeitgebers.

Zudem hast du gleichzeitig weniger Konkurrenz, da du durch deine Expertise ein ausgeprägtes Alleinstellungsmerkmal besitzt. Je höher die Spezialisierung ist, desto weniger Menschen können mit deinem Wissen mithalten.

Zugleich erhöht sich deine Jobsicherheit, da du unverzichtbar und wertvoll für deinen Arbeitgeber oder deine Kundinnen und Kunden bist.

Deine Expertise bestätigt, dass du sowohl anpassungs- als auch lernfähig bist. Außerdem kannst du so zur Leitfigur für andere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden.

Nachteile der Expertise

Um weiterhin als Expertin oder Experte auf deinem Gebiet zu bleiben, musst du dich ständig weiterbilden. Das hat den Grund, dass sich Wissen mit der Zeit verändert und weiterentwickelt.

Bleibe daher am besten auf dem neuesten Stand – egal, ob in der Wissenschaft, Wirtschaft oder Forschung.

Sei dir außerdem bewusst, dass du nicht nur durch deine Expertise überzeugst, sondern auch durch einen guten Ruf und Glaubwürdigkeit. Ist dein Ruf erst einmal ruiniert, bist du als Expertin oder Experte nicht mehr gefragt.

Setze deine Expertise richtig ein

Setze deine Expertise richtig ein

Manche Menschen werden deine Expertise nicht zwangsläufig annehmen. Das kann daran liegen, dass deine Aussagen nicht zu ihrem Selbst- oder Weltbild passen und sie deine Argumente ablehnen.

Ebenso können das eigene Ego und der Stolz dieser Menschen dazu führen, dass sie nicht deiner Meinung sein wollen. 

Daher reicht es in vielen Fällen nicht aus, Expertise zu besitzen. Um von deiner Expertise profitieren zu können, musst du wissen, wie man sie richtig einsetzt. 

Vielleicht hast du schon einmal versucht, deine Kolleginnen, Kollegen und Vorgesetzten von etwas zu überzeugen. Dabei genügt es nicht, wenn du Sätze sagst wie "Ich weiß, wovon ich spreche. Ich habe dieses Feld studiert und bereits zehn Jahre Erfahrung in diesem Beruf." 

Du erwirbst Expertise nicht zwingend im Laufe der Zeit. Sicherlich verbesserst du dich in dem Themenfeld, je länger du dich damit beschäftigst. 

Allerdings führt dies eher zu einer Routine als zu wirklichem Expertenwissen. Es ist daher ausgesprochen wichtig, dass du dich mit anderen Expertinnen und Experten zu dem Thema austauschst, dein bisheriges Wissen weitergibst und offen für neue Ansichten bist. 

Mit der Zeit wirst du mehr Reputation und Vertrauen von anderen Menschen gewinnen, wenn du wiederholt nachvollziehbare Erklärungen lieferst und sowohl fachlich als auch sachlich überzeugen kannst. 

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