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Aufbaustudium: 7 Voraussetzungen & 3 Formen

Viele Studierende machen nach dem Bachelor ein passendes Aufbaustudium, den konsekutiven Master. Du kannst aber auch eine neue Fachrichtung einschlagen oder einen weiterbildenden Master absolvieren. Im Folgenden erklären wir, was ein Aufbaustudium ist und welche Voraussetzungen gelten.

Die meisten Studiengänge in Deutschland werden heutzutage im Grundstudium als Bachelor und im Aufbaustudium als Master angeboten. Das geht zurück auf den sogenannten Bologna-Prozess, bei dem eine europaweite Vereinheitlichung von Studiengängen beschlossen wurde.

Ein konsekutiver Master ist die klassische Form des Aufbaustudiums und stellt inhaltlich eine sinnvolle Ergänzung zum Bachelor dar. Hier erfährst du, welche Formen es sonst noch gibt und welche Voraussetzungen jeweils gelten. Unsere Beispiele weiter unten helfen dir außerdem bei der Zuordnung, um welche Form des Aufbaustudiums es sich handelt.

Wissenswertes zum Aufbaustudium

Wissenswertes zum Aufbaustudium

Obwohl du mit einem Bachelor-Abschluss bereits ins Berufsleben einsteigen kannst, entscheiden sich die meisten Studierenden für ein zusätzliches Master-Studium, das konsekutiv, nicht-konsekutiv oder weiterbildend sein kann. Wir erklären, was das jeweils bedeutet und welche Vorteile dir ein Aufbaustudium bietet.

Hier erfährst du außerdem alles über das Zweitstudium.

Was ein Aufbaustudium ist

Ein Aufbaustudium ist ein weiterführendes Studium, das du nach einem erfolgreich abgeschlossenen Grundstudium machst. Die Fachbezeichnung dafür ist "postgraduales Studium".

In den meisten Fällen handelt es sich dabei um einen Master-Studiengang, in dem du deine im Grundstudium erworbenen Kenntnisse vertiefst oder dich auf ein gewisses Fachgebiet spezialisierst. Diese Studienform wird konsekutiver Master genannt. Daneben gibt es aber auch fachfremde oder weiterbildende Aufbaustudiengänge.

Du kannst dein Aufbaustudium an einer privaten oder staatlichen Hochschule aufnehmen. Absolvierst du dein Aufbaustudium in Vollzeit an einer Universität, dauert es meistens vier Semester, also zwei Jahre.

Für bereits berufstätige Studierende gibt es die Möglichkeit eines Fernstudiums. Außerdem kannst du dein berufsbegleitendes Aufbaustudium in Teilzeit oder als Abend- und Wochenendstudium machen. Die Dauer hängt davon ab, wie viel Zeit du neben der Arbeit in dein Studium investieren kannst. Meist dauert es aber deutlich länger als ein Vollzeitstudium.

Es gibt Ausnahmefälle, in denen eine berufliche Ausbildung als Voraussetzung zum Master genügt. Dazu musst du aber bereits über Berufserfahrung verfügen und benötigst zudem zum Beispiel ein Weiterbildungszertifikat der IHK oder den Nachweis über ein Studium an einer Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie (VWA). Nicht alle Hochschulen bieten diese Möglichkeit an.

Hast du bereits einen Master-Abschluss und entscheidest dich für die Aufnahme eines weiteren Master-Studienganges mit anderen fachlichen Inhalten, ist dies ein Zweitstudium.

Beginnst du nach deinem Bachelor-Abschluss einen Bachelor-Studiengang in einem anderen Fach, handelt es sich ebenfalls um kein Aufbaustudium, sondern um ein Zweitstudium.

Bologna-Prozess: die europaweite Vereinheitlichung von Studiengängen

Bologna-Prozess

Im Jahr 1999 unterzeichneten neunundzwanzig europäische Bildungsministerinnen und Bildungsminister in der italienischen Stadt Bologna eine Erklärung, die auf eine Vereinheitlichung von Studiengängen in ganz Europa abzielte.

Diese Hochschulreform legte den Grundstein für die Einführung der Bachelor- und Master-Studiengänge in Deutschland.

Inzwischen haben sich zahleiche weitere europäische Länder dem Bologna-Prozess angeschlossen, der eine Vergleichbarkeit und gegenseitige Anerkennung der Hochschulabschlüsse in Europa zum Ziel hat. Dadurch soll die Mobilität der Dozenten und Studierenden erhöht werden, was eine bessere Zusammenarbeit über Ländergrenzen hinweg ermöglicht.

Diese Ziele verfolgt der Bologna-Prozess im Wesentlichen:

  • Gegenseitige Anerkennung von Studienleistungen und Studienabschlüssen
  • Vergleichbarkeit der Abschlüsse durch Einführung von Bachelor- und Master-Studiengängen
  • Verbesserung der europäischen Zusammenarbeit in der Qualitätssicherung
  • Verwendung von Transparenzinstrumenten wie dem europäischen Kreditsystem ECTS, der Zeugniserläuterung und des einheitlichen Qualifikationsrahmens für Hochschulabschlüsse

Drei Formen des Aufbaustudiums

Im Zuge des Bologna-Prozesses entwickelte sich das Aufbaustudium, das heute als konsekutiver Master, nicht-konsekutiver Master oder weiterbildender Master durchgeführt werden kann. Die drei Formen des Aufbaustudiums unterscheiden sich in mehreren Punkten voneinander.

Konsekutiver Master

Ein konsekutiver Master ist die klassische Form des Aufbaustudiums und macht fast neunzig Prozent aller weiterführenden Studiengänge in Deutschland aus.

Der Begriff "konsekutiv" stammt aus dem Lateinischen und heißt übersetzt so viel wie "aufeinander folgend, unmittelbar nachfolgend". Ein konsekutiver Master bedeutet also, dass du im Aufbaustudium einen Fachbereich wählst, der inhaltlich zu deinem Bachelor-Studium passt und dieses sinnvoll ergänzt.

Nicht-konsekutiver Master

Nicht-konsekutiver Master

Der nicht-konsekutive Master ist ein Aufbaustudium, bei dem es keine inhaltlichen Überschneidungen zum vorausgegangenen Bachelor-Studiengang gibt. Während ein konsekutiver Master als Folgestudium des Grundstudiums angesehen werden kann, ist ein nicht-konsekutiver Master genau das Gegenteil und zielt auf eine Neuorientierung im Studium aus.

Weiterbildender Master

Ein weiterbildendes Aufbaustudium richtet sich an Personen mit einem Studienabschluss, die bereits über Arbeitserfahrung verfügen. Weiterbildende Master-Studiengänge kannst du sowohl konsekutiv als auch nicht-konsekutiv studieren.

In der Regel läuft das Studium berufsbegleitend ab und ist stark praxisorientiert. Nicht selten besteht eine direkte Kooperation mit der Wirtschaft. Da du neben dem Job studierst, kannst du dein weiterbildendes Aufbaustudium meist als Fernstudium oder in Teilzeit machen. Außerdem bieten die Hochschulen eigene Abend- und Wochenendstudiengänge an.

Weiter unten findest du für alle drei Formen wichtige Informationen zu den Voraussetzungen, die du erfüllen musst. Außerdem haben wir anschauliche Beispiele, damit du dein Aufbaustudium leichter richtig zuordnen kannst.

Diese Vorteile bietet dir ein Aufbaustudium

Ein Aufbaustudium bietet dir mehrere Vorteile. Viele Bachelor-Studiengänge reichen zwar aus, um ins Berufsleben zu starten. Mit einem Master kannst du deine Chancen auf dem Arbeitsmarkt jedoch noch einmal deutlich verbessern.

Möchtest du dein im Grundstudium erworbenes Wissen mit einem Aufbaustudium vertiefen, ist ein konsekutiver Master der richtige Studiengang für dich. Dabei hast du die Wahl, ob du dein Wissen generell auf dem Gebiet vertiefen willst oder ob du dich auf ein Teilgebiet deines Bachelor-Studiums spezialisierst, das dir besonders gut gefallen hat.

Ein nicht-konsekutives Aufbaustudium weist keine inhaltlichen Überschneidungen zum Grundstudium auf und ermöglicht dir mitunter sogar eine berufliche Neuorientierung. Häufig handelt es sich dabei um ein Studium mit wirtschaftlichem Schwerpunkt. Da heutzutage in nahezu allen Bereichen wirtschaftliches Know-how verlangt wird, verbesserst du dadurch deine Karrierechancen.

Es gibt auch einige Bachelor-Studiengänge, die nicht berufsqualifizierend sind. In diesem Fall ist ein Aufbaustudium die Voraussetzung, um den von dir angestrebten Beruf überhaupt ausüben zu dürfen. Das ist zum Beispiel bei einem Studium fürs Lehramt oder die Psychotherapie der Fall.

Ein erfolgreich abgeschlossenes Master-Studium ermöglicht dir außerdem, nach deinem Studium zu promovieren, um einen Doktortitel in deinem Fachgebiet zu erwerben.

Finanzierung deines Aufbaustudiums

Tipps zur Finanzierung deines Aufbaustudiums

Das Aufbaustudium verlängert deine Studienzeit und zögert deinen Eintritt ins Berufsleben hinaus. Studierst du an einer privaten Hochschule, können zu den Lebenshaltungskosten hohe Studiengebühren hinzukommen.

Bis zu deinem 25. Lebensjahr hast du Anspruch auf Kindergeld und bist in der Krankenkasse familienversichert. Schließt du mit dem Master sozusagen dein komplettes Studium ab, gilt dein Aufbaustudium als Erststudium. In diesem Fall hast du weiter Anspruch auf Unterhalt durch deine Eltern.

Kommen deine Eltern für die Kosten nicht auf, gibt es folgende Finanzierungsmöglichkeiten.

Nebenjob

Da du bereits ein erfolgreich abgeschlossenes Grundstudium vorweisen kannst, stehen deine Chancen auf einen Nebenjob in deinem Fachbereich sehr gut. Die Verdienstmöglichkeiten sind viel höher als bei einem gewöhnlichen Studentenjob, außerdem besteht die Chance auf eine Zusammenarbeit bei der Abschlussarbeit für deinen Master.

Hier findest du Tipps zum Schreiben deiner Masterarbeit.

BAföG

Ein konsekutiver Master wird nach BAföG gefördert, da dieser auf den Bachelor-Studiengang aufbaut und als Erststudium gilt. Ein nicht-konsekutives Aufbaustudium ist unter Umständen förderfähig, wenn der Bachelor allein nicht berufsqualifizierend ist. Ein weiterbildendes Studium wird nicht nach BAföG gefördert.

Stipendium

Ein Stipendium ist eine gute Alternative zu BAföG. Im Gegensatz zur BAföG-Förderung musst du hier nach deinem Studium kein Geld zurückzahlen. Ein Versuch lohnt sich immer. Denn nicht nur Hochbegabte haben Chancen auf ein Stipendium. Gute akademische Leistungen in Kombination mit einer finanziellen Bedürftigkeit reichen teilweise schon als Voraussetzung aus.

Finde hier das richtige Stipendium für dich.

Studienkredit

Hast du keinen Anspruch auf BAföG und findest für dein Aufbaustudium kein Stipendium, kannst du einen Studienkredit aufnehmen. Der Vorteil ist, dass du dich voll auf dein Studium konzentrieren kannst und dir keine Gedanken über die Finanzierung machen musst. Allerdings musst du den Studienkredit nach deinem Abschluss samt Zinsen komplett zurückzahlen.

Voraussetzungen für ein Aufbaustudium

Voraussetzungen für dein Aufbaustudium

Nach einem abgeschlossenen Bachelor-Studium hast du nicht automatisch Anspruch auf einen Master-Studienplatz. Je nach Studienfach und Hochschule unterscheiden sich die Anforderungen. Hier erfährst du, welche Voraussetzungen du für ein Aufbaustudium erfüllen musst.

Allgemeine Zulassungsvoraussetzungen

Für die Aufnahme eines Aufbaustudiums musst du gewisse allgemeine Zulassungsvoraussetzungen erfüllen. Die wichtigste Voraussetzung ist in der Regel ein Bachelor-Abschluss. Auch mit einem Diplom- und Magister-Abschluss erfüllst du die Anforderung.

Diese Unterlagen benötigst du für die Bewerbung für einen Master-Studienplatz:

  • Beglaubigte Kopie deines Bachelor-Zeugnisses oder des ersten akademischen Abschlusses (Diplom oder Magister)
  • Nachweis über deutsche Sprachkenntnisse (nur ausländische Bewerberinnen und Bewerber)
  • Weiterbildender Master: Nachweis über studienrelevante Berufstätigkeit
Im Ausnahmefall wirst du auch mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung und mehreren Jahren Berufserfahrung zu einem Master-Studium zugelassen. Dabei handelt es sich jedoch um einen Sonderfall, deswegen ist das nicht an allen Hochschulen möglich.

Numerus clausus bei zulassungsbeschränkten Studiengängen

Hochschulen beschränken die Zulassung zu stark nachgefragten Studiengängen durch einen Numerus clausus (NC). In diesem Fall ist die Note deines Bachelor-Abschlusses entscheidend, ob du einen Platz für ein Aufbaustudium bekommst.

Eine Durchschnittsnote von etwa 2,5 ist für viele Studiengänge ausreichend, bei beliebten Studiengängen wie zum Beispiel Biologie liegt der Numerus clausus aber bei etwa 2,0. Ist deine Bachelor-Note nicht gut genug, kannst du dich auf eine Warteliste setzen lassen. Nach einigen Wartesemestern erfüllst du die Anforderungen und kannst dein Traumstudium aufnehmen.

Die Note deines Grundstudiums ist aber nur eine Voraussetzung für die Aufnahme eines Master-Studiums. Viele Hochschulen vergeben die Plätze nicht nur nach Leistung, sondern verlangen zusätzlich einen Eignungstest, bestimmte Sprachkenntnisse, ein Empfehlungsschreiben für den konsekutiven Master, ein Motivationsschreiben oder ein Bewerbungsgespräch.

Besondere Zugangsvoraussetzungen

Besondere Voraussetzungen

Viele Hochschulen setzen besondere Zugangsvoraussetzungen für die Aufnahme eines Aufbaustudiums fest. Meist geht es dabei um den Nachweis von benötigten Sprachkenntnissen oder die Erfüllung der fachlichen Voraussetzungen für den angestrebten Master-Studiengang.

Ein konsekutiver Master setzt in der Regel Vorkenntnisse aus dem Grundstudium voraus, die du durch eine bestimmte Anzahl von Leistungspunkten aus dem gleichen Fach oder einem verwandten Fachgebiet belegen musst.

Bei besonders beliebten Studiengängen gibt es oft als zusätzliche Voraussetzung für die Zulassung einen Eignungsfeststellungstest. Dieser soll zeigen, ob du über genügend Fachwissen und Qualifikationen für dein Aufbaustudium verfügst.

Empfehlungsschreiben für den konsekutiven Master

Einige Hochschulen verlangen als Voraussetzung für ein Aufbaustudium als konsekutiver Master ein Empfehlungsschreiben. Wende dich hierzu an eine lehrende Person aus deinem Grundstudium, die deine Leistungen und Eignungen gut einschätzen kann.

Das Empfehlungsschreiben sollte deine akademischen Qualifikationen für den angestrebten Master-Studiengang hervorheben. Zusätzlich sollte es Auskunft geben über deine Persönlichkeit und deine Ziele, die du mit deinem Aufbaustudium anstrebst. Gute Leistungen während des Grundstudiums sollten besonders betont werden.

Tipp

Auch wenn die Hochschule das Empfehlungsschreiben nicht ausdrücklich verlangt, solltest du es deinen Bewerbungsunterlagen beifügen. Je begehrter ein Studienplatz ist, desto schwieriger kann es sein, eine Zusage zu erhalten. Die Empfehlungen anderer Lehrpersonen haben großen Einfluss auf die Bewertung deiner Bewerbungsunterlagen.

Motivationsschreiben

Das Motivationsschreiben

Ein Motivationsschreiben kann das ausschlaggebende Dokument für die Zusage eines Master-Studienplatzes sein. Vor allem bei einem nicht-konsekutiven Aufbaustudium ist es von besonderer Bedeutung.

Im Motivationsschreiben kannst du ausführlich darlegen, warum du dich für ein bestimmtes Studium bewirbst und welche beruflichen Ziele du damit anstrebst. Gehe auch auf die Hochschule ein und erkläre, warum du genau dort studieren möchtest.

Für Hochschulen ist das Motivationsschreiben von so großer Bedeutung, weil sie auf der Suche nach Studierenden mit der höchsten Motivation für das jeweilige Master-Studium sind. Denn wer mit Leidenschaft ein Ziel verfolgt, erbringt bessere Leistungen und hat höhere Erfolgschancen.

Wie du deine Motivation steigerst, erklären wir hier.

Arbeitserfahrung für ein weiterbildendes Aufbaustudium

Ein weiterbildendes Aufbaustudium kommt für dich infrage, wenn du bereits einen Hochschulabschluss hast und zusätzlich Arbeitserfahrung in einem Fachgebiet vorweisen kannst. Durch das Aufbaustudium willst du eine weitere akademische Qualifikation erwerben, die für die Ausübung einer bestimmten Tätigkeit erforderlich ist oder dir zu einem Karrieresprung verhilft.

Die Voraussetzung für einen weiterbildenden Master ist ein abgeschlossenes Grundstudium oder ein Magister- oder Diplom-Abschluss. Außerdem ist eine qualifizierte berufspraktische Erfahrung von mindestens einem Jahr vorgeschrieben. Die weiteren Zugangsvoraussetzungen werden von den Hochschulen je nach Studiengang festgelegt.

Das Studium kann sowohl konsekutiv als auch nicht-konsekutiv sein. Du kannst also frei entscheiden, ob du die fachlichen Inhalte aus deinem ersten Studium vertiefen oder dir in einem neuen Fachgebiet Wissen aneignen möchtest, zum Beispiel betriebswirtschaftliche Kenntnisse.

Bewerbungsgespräch

An manchen Hochschulen ist ein Bewerbungsgespräch eine weitere Voraussetzung für die Aufnahme eines Aufbaustudiums. Erfüllen deine Bewerbungsunterlagen die Anforderungen an einen Master-Studienplatz, erhältst du einige Woche nach Ende der Bewerbungsfrist eine Einladung zu einem persönlichen Gespräch.

Im Bewerbungsgespräch kannst du neben deinen fachlichen Qualifikationen auch deine Motivation für den Studiengang zeigen. Die Hochschulen interessieren sich insbesondere für die berufliche Zukunft, die du mit dem Aufbaustudium anstrebst. Bereite dich auf Fragen zu diesem Thema gut vor und lege dir Antworten zurecht, damit du souverän und selbstbewusst deine Ziele darlegen kannst.

Beispiele für die drei Formen des Aufbaustudiums

Beispiele für die Formen des Aufbaustudiums

Du kannst dein Aufbaustudium als konsekutiven, nicht-konsekutiven oder weiterbildenden Master absolvieren. Unsere Beispiele zeigen dir die Besonderheiten der drei Formen und wie du dein Aufbaustudium richtig zuordnest.

Konsekutiver Master als sinnvolle Ergänzung zum Grundstudium

Ein konsekutiver Master hat direkten Bezug zum Bachelor-Studiengang und kann als Folgestudium angesehen werden. Es gibt einen fachlichen Bezug zum Grundstudium, weil du entweder das gleiche Studienfach oder ein sehr ähnliches Fach im Aufbaustudium studierst. Das Grundstudium ist hier Voraussetzung, um den Master-Studiengang studieren zu dürfen.

Beispiele für dein Aufbaustudium als konsekutiver Master:

  • Du hast einen Bachelor in Physik und machst danach einen Master im Fach Angewandte Physik.
  • Du hast im Grundstudium Germanistik und Betriebswirtschaftslehre studiert und machst danach einen Master in Betriebswirtschaftslehre.

Nicht-konsekutiver Master zur Erweiterung der Qualifikationen

Nicht-konsekutive Master-Studiengänge haben keinen Bezug zu deinem Grundstudium und ermöglichen dir eine Neuausrichtung im Aufbaustudium. Zugangsvoraussetzung ist hier ebenfalls ein erfolgreich abgeschlossener Bachelor oder ein Diplom- oder Magister-Abschluss. Ein nicht-konsekutiver Master kann in jedem beliebigen Fach absolviert werden.

Beispiele für dein Aufbaustudium als nicht-konsekutiver Master:

  • Du hast einen Bachelor in Chemie und machst danach einen Master in Journalismus, um später für eine Wissenschaftszeitung arbeiten zu können.
  • Du hast im Grundstudium Biologie studiert und machst einen Master in Betriebswirtschaftslehre, weil du nicht in die Forschung möchtest, sondern ins Management eines Biologie-Konzerns.

Weiterbildendes Aufbaustudium für berufstätige Akademiker

Weiterbildendes Aufbaustudium

Ein weiterbildendes Aufbaustudium richtet sich in erster Linie an berufstätige Akademiker, die mit einem Aufbaustudium weiteres Fachwissen in einem bestimmten Bereich erwerben möchten, um ihre Karrierechancen zu verbessern.

Dein weiterbildendes Aufbaustudium kann konsekutiv sein und die Inhalte aus deinem ersten Studium vertiefen. Es kann aber genauso gut nicht-konsekutiv sein und stattdessen an deine Berufserfahrung anknüpfen.

Beispiele für dein Aufbaustudium als weiterbildender Master:

  • Du hast als Erststudium Betriebswirtschaftslehre studiert und machst nach mehreren Jahren im Beruf einen Master in Wirtschaftspsychologie, um in die Personalabteilung wechseln zu können.
  • Du hast einen Bachelor in Anglistik und machst nach mindestens einem Jahr als Übersetzerin einen Tourismus-Master, um ins Management eines Hotels zu wechseln.
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